Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 399 (2.3.1920)
- Date
- 1920-03-02
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 399 Wlen, Dienstag Wiener Morgenzeikung 8. März 1929 * Organisation der Wiener Presse. Heute Dienstag MN 3 llhr nachmittags findet im SltzungSiaale der nrederostrrrrichischen Handels- und Gewerbekammcr die außerordentliche Generalversammlung der Organisation der Wiener Presse mb der TagrsordnÄng ^Berichterstattung über den Stand der Kollektivdrrhandlutigen" statt. Bestimmtes und pünktliches Etschemen jedes Mitgliedes ist Pflicht. * MrifUrfektlon der Hakoah. Heute, brause V47 Uhr abends. Kanmmmusikabcnd im Älubhcim, X, Werderlorgahe 3 lEuj6 C,1h>. * Antisemitismus und Wohnungsnot in Berlin. tw Wohnungsnot wirb von der deritkchncrtionalcn Preise in etlin oft Ku besonders gehgisigen Arrslälleu gegen den Aumg hon Ost; «den auSarnutzt. Nun ist zweifellos, daß de Wohnungsnot dmch die Einwanderung aus dem Osten verschärft worden ist. ES ist aber irrig, zu glauben, daß es sich bei die er Enwandcrung.nnr um Juden handelt. Gerade dicke kommen merst mittellos und ihrer ßibe beraubt nach Deutschland und Hausen in mehr als dürftigen Onarticrcn -uiamiin-ngevkercht. Dagegen lrben in Berlin zurzeit eine nicht unbetiäcktliche Anzahl Haiti s ch e r B a r o n e, ehemalige r u s s i s ch e Ge nekäle. Adelige usw , die große Teile ihres Vermögens mit-> gebracht haben und setztauf Schleichwegen 10. und IS-Zimmerwohnunge« mnt n, ohne sich im geringsten »» dre Vohnungsbrstimmrrngeri zu kehren. * Aenderuugeu im ZugsverKehr auf der Franz AosefS»Vahn. Ab morgen den 3. d. M. wird der von Wien-Franz Josels-Bahnhof um 5 Ubr 35 Mrrr. nachmittags gbgebende Pcrsonenzug bis Sromundsaerberg und ab Donnerstag den 4. d. M. der m Wren-Frarn Joicss-Bahnhof uvl 8 Uhr 13 Mm. vormittags eintreffende Penonm'ug ab Sigmundsherberg gefühlt. Au Stelle des um 6 Uhr 35 Mm. nammrltags von Wien-Franz Josefs-Bahnhof brs Krrtzendors verkehrenden RahprrsonenzugeS wild vom glichen Tage an ein Nahpersvnenrug mit Abfahrt von Wien-Franz Josefs-Bahnhof um 8 Uhr 80 Mm. abends bis Tulln geführt. ,'Der von Sü Pölten in Tullu um 7 Ubr 1 Mm früh einlreffende Personenzug wird ab Tulln bereits um 7 Uhr 13 Min. brS Wien-Franz Josefs-Lahnes (au 8 Uhr 11 Min. vormittags) weitergeleitet.' * Die Würdigmrg eines großen Gelehrten. Deutschland ist bekanntlich in der übr gcn Welt io bebebt, daß man alles tun muß. um dort tätige Gelehrte abzustoßen, d'.e imstande waren, M der feindlichen Welt Brücken zu schlagen. > Neber Profcffor Einstein, der gegenwärtig namentlich ,n England auks höchste geleiert wird, schreibt die .Deutsche Zeitung": Wie,man Mo isst Sehört haben mußte, mußte man natürlich auck Einstein gehört abm. Wer ihn hauptsächlich Horen Mußte, braucht wohl eigcnilich nicht. gesagt zu werden. Dre Hörerkchait halte ein vorwiegend asiatisches Gepräge. Man sah toikb:ße Matronen, junge Damen zweifelhafter Q u a l i t ä t, Schuljungen mit den Herligen Farben Zions auf der Wapvrnpadel deS jüdischen Wanderbnndes, ,m übrigen Publikum, das nach Salon C a s s i r t r aussah. Es ist ganz verständlich, daß wertere Kreise des' jüdischen Volkes, den Wunsch haben, dm jüdischen G e l e h r t e n m horrtt, auch nicht zu verleugnen, daß viele Deuische d estm jüdischen Zeitgenossen Frrercffe entgegenbrachren. Gematzregelte arabische Zeitungen. AuS I ek «-s a l e m wird unS gemeldet: D-e m letzter Zeit shst-ma rsch betriebene ant'zionistische und antiiüdische Hetze seittriS erner arahisck-chauvmisttschtn Grupve und tbier Preffe hat dre Behörde schließlich veranlaßt, gegen die Verlrumbiingeu dieser Presse vorzugehen. So wurde die Zerrung »Beil El M e k d a s" eingestellt UcberdreS wurde nam-ns des MiluLrgouvrrneurs dre folgende Verordnung an die Zeitungen erlassin. »Ich habe den Auftrag» Sie zu verständigen, daß dre Verbreitung der folgenden Zeitungen verboten wurde und daß alle vorfindbaren Exemplare derselben beschlagnahmt und vernichtet werden, und zwar »A l O rd u tt", »H ermo n", »A l Ham a r a“, »Al Mufrd" II r t a alIadid a", »I st.« k a l a l A r a b t“. Zitate. a«S dm genarrnten Zeitungen find glercksialls strenge untersagt, da dw in denselben enthaltenen Belichte sich als falsch erw elen und den Zweck verfolgen, einen den Tatsachen nicht entsprechenden, beunruhigenden Eindruck hervormrufcn. * Ausschreitungen rumänische«, Soldaten. Die rumänische Zk'tung »V o c e a G a l a t u! u r" veröffentlicht folgenden an sie gerichteten Brref einer jüdischen Delegation aus B e ß a r a b i e n: Als Be'chützrr der Verfolgten nehme ich mrr daS Nicht. Ihnen mitzute'len, daß die Inden, die aur dem Gebiete Beßarab.enS rersrn, hauptsächlich rm Kreise R e n r, den Miss e t a t e n der r v m ä n r s ch e n S o 1 d ä t e n »ausgesetzt sind. Sie werden verhöhnt, geschlagen, ausgevlündert und aus dem Zuge hinausgeworsen. Ich überreiche Ihnen die Kopie deS glerchlantenden Telegrammes. da8 ,ch an den Minister des Innern, Dr. L u p u, abgesandt habe. Gez. Wolf I a n- I11 i b i c L i * Eine» akademisch gebildeten Nachtwächter sucht rm »Göttinger Tageblatt" ein Rittergutsbesitzer Kroschel aus Hebenshausen bei Gchenberg mit folgender Anrv-ge: »Zur Nachtvewachung meines Gurshofes suche ick zuverlässigen jungen Mann, der glricl zeitig Gelegenheit hat. die Landwirt'chafl kennenzulernm. Gegebenenfalls für Studenten geeignet, der in Göltingen Koll g>en besucht, da Bahnverbindung vorhanden." Welche unbegrenz'en Mögtlchkerten bieten sich heute unserem akademrschen Nachwuchs Venn ihm ernstlich daran l^rgt. fern W ffen m bereichern. . * WaS in Deutschland g?leftn wird. Die Wahl der Dektüve ist ein guter Maßstab für die KulturhShe eines Volkes.' In Deutschland tappt man noch ziemlich im dunklen über die literarischen Bedürfnisse der breiten, nicht bloß Proletarischen Volksmassen. Dann und wann sind von fachmännischen Interessentenkreisen Erhebungen darüber angestellt worden, welche' Autoren, namentlich in öffentlichen Vibkivtheken, am häufigsten verlangt werden. Nun hat Alfred Richter durch systematische Fragen in Bekanntensreisen — Menschen von ausgesprochen geistigen Interessen wurden feine Fragen nichh vorgelegt — wieder in dieses dunkle Gebiet hineinzuleuchten versucht. Er kam dabei zu nicht uninteressanten Resultaten, die er unter dem Titel „DaS Problem der schöngeistigen Lektüre" in den „Burschenschastlichen Blättern" veröffentlicht. Von zehn männlichen Befragten der sogenannten gebildeten Schicht bevorzugten in der BorkriegSzeit vier die Autoren Herzog, Laufs, Perfall, zwei Otto Ernst, zwer Meyrink und H. H. EwecS, 'zwei Erotika. Unter fünfzig Befragten fand er etwa drei, di« eigene Wege gingen. Bon zehn Befragten Frauen der gleichen Gesellschaft bevorzugten acht die Heimvurg, Marlitt usto., »ine las gern Klassiker, eine speziell Goethe. Bon besagten AngchSrigen der Arbeiterklasse liebte die Hälfte Krimiüalgeschichten; einige wenige nannten Name» wie Withmann, Dostojewski, Strkndbrrg, Zola. Tolstoi. Die befragten Arbeiterfrauen lasen, bis auf eirren kleinen Rest, ..üblen Kitsch." Auch in der' KriegSzeit hat Richter derartige Fragen an die Menschen seiner Umwelt gestellt. Vost rund vü Befragten der gebildeten Schicht bevorzugten -7. LönS, -4 Meyrink und Ewers, drei Paul Keller, zwei.Walter Flex, einer Gottfried Keller, einer Storm, einer JeuS Peter Jaeobfen, der Rest las, was ihm gerade vor Augon kam. Aüiraer« Leute, die befragt wurden, schätzten in erster Linie LonS. dainr Flex; dann wurden noch renannt: Broeger, Zech, Lericb iwü die Arbeiten der pZlK,rhlestbe. Kleine Wrvnik. Im «enen Palästina. DaS Münchener „Jüdische Echo" veröffentlicht auszugsweise eist Schreiben zweier Chaluzim sPioniere der jüdischen Arbeit), das in feiner schlichten Art ein gutes Bild ihrer ersten Eindrücke gibt. .. . Gleich nach Ankunft in Jaffa findet vor Verlassen deS Schiffes eine str'.'ngü Kontrolle durch die jüdischen Paßbehörden statt. In die Kommission gehört auch ein englischer Hauptmanr^ der jedoch wenig Anteil <m den Feststellungen zu nehmen scheint. Wir hatten kein englisches Visum, sondern nur ein französisches. Der jüdische Beamte, nimmt uns die Pässe ab, erklärt, wir müßten zunächst in Jerusalem 'beim ^azi r i m um Einwündorimgseflcmbnis einkommen, fügt jedoch, um uns zu trösten, hinzu: „jesch tikwäh" es besteht Hoffnung. Der Engläluder mischt sich ein und meim, wir könnten schlimmstenfalls ^en Weg über Beirut machen: „Ins Land hiner^ kommt ihr sicher — al Lid' agu — nur keine Sorge". «— Und so geschah es. Wir fuhren nach Beirut, wo wir von Herrn Zevi Jehuda freundlich mrfgenommen und durch Obergaliläa stach Kinereth begleitet wurden. Wir marschierten vierzehn Tage lang je 35 Kllonreter. Unser Gebäck wurde uns nachgefahren. Wir durchwanderten das Libanongebirge und sahen die Vorbe"ge des Hermon. — Das erste jiidische Dorf, in das wir kamen, war Metullah. Dann folgte Kolonie curf Kolonie, Aessad Hemealeh, Refai Hagilead, Mechanaim, Rosch Pinah. Ueberall Ordnung und Sauberkeit, überall auf den Landstraßen beritteye jüd'^'". Gendarmen n . . - Die jüdische Gendarmerie erhält zusamnren mit den drei jüdischen G'dudim, den Regimentern der Legion, für die jetzt wieder geworben wird, die Ordnung im Land aufrecht. Daneben gibt es natürlich auch englisches Militär. Der Anteil der Araber ist sehr unbedeutend. In Tiberias trafen wir zum Beispiel keinen arabischen Beamten, nur Juden. Dort wollte man uns für die berittene Gendarmerie verpflichten, da wir ja beide groß und kräftig sind. Wir lehnten ab. Das Land braucht tüchtige Landwirte mindestens so nötig wie Gendarmen. Es wird jetzt bereits viel Hebräisch im Lande gesprochen. Sogar die wenigen arabischen Polizisten geben auf Hebräisch ihre Auskünfte. Auch die Engländer lernen unsere Sprache. Vor dem Theater in Tiberias sprach mich ein englischer Offizier auf hebräisch an. Ich zuckte die Achseln, da ich nicht genug konnte, um ihn ganz zu verstehen. Da sagte er ganz langsam und-verwundert: „Jvri atah. ween atah medäber ivrith, buft lecha!" — „'Du bist Jude und , kannst kein Hebräisch? — Schäm dich!" Ich mußte mich wirklich schämen . : Jetzt also sind wir in Kinereth. Es wird, hier wie ist allen Kolonien viel gebaut. Leider macht sich, der Mangel an Baumateriol, besonders an Holz, arg fühlbar. Es ist notwendig, daß etwas gefchrcht, dem abzuhelfen, denn die Wohnungsnot ist groß . . In Kinereth haben wir Arbeit bekommen.. . \rmaschine«' Größte Auswahl! Billigste Preise! Leopold Steinhart, Wien, I., Biberstraße S. ---- 473/80 .. ..— VereinSnachrichte». (9? « A r t ft t c n vonBereine» e r f ä) «t« t« « 8 9* » a hm S l o Sn ur am T o g e d er B er a n tz a ltuug.) Heute: M u i i.-k s e k t i o n der Hakoah. Kammer mufikaheud,. V,7 Ubr abends im Klubberm. l.» Werdertorgaffe S. Ca'S Crttz. .-7- ZronrstisckeBrzirkssektrou Leapol d» st a d t. 6 Uhr abends >n den -Olympiaflüm aroße Punm-Ferve dcr Leovoldstödter Juden. Akademie m t Tanz. Mitwirkung hervorragendster Künstler. — ZlonistischeSekiionLandst r a ß «. '/»7 Uhr im Bercmslokal, UI.» Untere Biaduktgaffe 13, Ausschuß- und B cira t s s r tz u n g. — ZronistischeBczrrkssektion Wieden-Margarete», V,7 Ubr abends in'Franz Wilhelms Restaurativ«, Scdönblunnerstraße 35, Dr. Hermann K a d i s ch: Jüdische Tagcsfragen. — Zivnisirsche BezirkSsektid» Brigittenau. Anläßlich der Purimiammlimg für de» Nationatfonds findet um 6 Uhr abends im Lokale, XX., Kark Mriiüstraße 5/1, eine Versammlung aller derjenigen statt» die sich zur. Sammlung am Donnerstag durch Sammelbogen melde» wollen. Wer sich der Sache des Jüdischen NarronalsondS an» nehmen will, erscheine! — Z i o n r st'r s ch e B e z i r k s» sektron Brigittenau, Jugendgrupv^ V»6 Ubr Verernsabend für alle Mitglieder zwecks Za« sammenstellung der Wandergruppen. Sonntag Wanderung. Näheres drrm Verernsabend. Die Errichtung eines jüdischen AuSwandererbureausin Bafel. Infolge der andauernden Judenverfolgungen rm Osten beginnt dort wi-rder eins starke Emigration einzusetzen. Auf dem Wege *u den Einschifsungshäsen passieren dre)e Unglücklichen auch dre Schweiz, vorerst nrrr in kleinen Schaven, die sich jedoch von Woche zw Woche mehren. In einer am 24. Jänner 1920 abgehalbenen Versammlung der Vertreter-sämtlicher jüdischer Vereinigungen Basels, welche von Herrn Rabbiner Dr. Cohn in Basel ernbernfen wurde, legte dieser die Notwendigkeit dar, wiederum eine Bureau für jüdische Auswanderer in Basel zu erpichten, wie dieses bereits vor dem .Kciege in Basel bestanden , hatte. Nach eingehender - Beratung, in der allseitig h'rvorgehoben wurde daß es hier gelte, ein dringendes Werk jüdischer Bruderpflicht zü erfüllen, wurde, die Errichtung eines Bureau für jüdische Auswastderer in Basel einstimmig beschlossen. Das Komitee hat die Vorarbeiten alsbald in Angriff genommen und ist zunächst an die Basler jüdische Bevölkerung mit einem Ausruf herangetreten. ' Das Bureau wird eS sich zur Aufgabe machen, die in Basel eintrefsenden Auswanderer zu bekleiden, zu verpflegen und für deren Unterkunft zu sorgen. Vor allem aber, wenn irgend möglich, dew Durchwandernden die d i r e k t e D u r ch r e i s e zum Einschifsungshafen zu ermöglichen, damit nicht durch ein Wandern von Gemeinde zu Gemeinde das Elend noch vermehrt würde. ' Das Bureau hat mit seiner Tätigkeit bereits begonnen. Vorläufige Mresse für Zuschrift n und Geldsendungen: Jules Jung, Basel, Austraße 57. --— v Letzte Nachrichten. Züricher Devisenkurse. Zürich, 1. März Dev.sentursk.) Berlm 6.25 6.15. Wu« 2.30 <2.30, Prag 6 30 6.40', Holland 228.10 22825, New 2'or 620.— 621 -X London 21.07 21.-1, PanS 43.55 48.40. Malond 83.60 83.60. Btiiffcl 45.— (45.25), Kovenbagen SS— 02 — , «iecff>o(m 116 50 115.50, Chirstum a 107 50 (107.50), Madud 107.25 ‘ (101.50)» BuarvS-ArreS 275.- (270.-). Adolf Stan--Stistunq. Wir erhirlten für die Adol? Stand- 7 <' ung der „ISMttttt Mosgenn'tuncr" durch Herrn Armenrut Jos cf Beer, IX.: Deleg.- Verband tt Chcwra Kadi^cha & KO.—, von Herrn Otto Stall K 109.—. Bisher erngclausen 21.901.—. Die Ernährung. Der Marktbericht. Die Eintönigkeit in der Beschickung der Markte hak auch gestern keine Unterbrechung erfahren. Auf den G r ü tt» Warenmärkten waren Rüben aller Art in UeberfluK angeboten, dagegen herrschte empfindlicher Mangel an frischem, Gemüse. Auch Zwiebeln waren reichlich vorhanden.! In der Großmaekthalle wurde die Ausgabe bei billigen Rindfleisches fortgesetzt. . Die Nachfrage war sehr lebhaft, die geringen Vorräte waren bereits in den erst«« Morgenstunden ausverkauft. Erster Wiener Konsumverein. Fortletzunk, der E-eräbgabe im Magazin 83 deS XVIII. BezirktS fowiMn den Magazinen des XIX. und I. Bezirkes, ein Stück ffte dre Person, m der gewohnten Werse. Schwedische Liebesgaben. (2. B r z i r?.> Die schwedischen Viebesgäben werten rm 2. Bezirk für die Anfangsbuchstabe» der F.imrlrknnamen F bis L Dienstag den 2. Marz vo« 2 dil 5 Uhr nachmittags rm Amtsbause, Karmckitergaffe S. verteilt, Bezugsberechtigt sind alle Besitzer von Fürsorgeblättenl. ditz Deuischosterrelcher sind und noch keine deu'schen odxr schwedische» Liebesgaben erhalten haben. Mir-l,bringen sind Fürsorgeblatt. Hermat« schern oder Skaatsdürgerschastsertlärung und Einkaufschri». Die AuS« gäbe von Liebesgaben für die übrigen Buchstaben wird bekanntgebt» werden. — OX. Bezirk.) Donnerstag den 4. d. M. werden iw Sitzungssaale der Bezirksvertretnng Äl'rrgrMd. IX., WähringM st' atze43,s chwedische L>ebcs.'aden für Familien mit zwei und mehr int» errorgten Kindern rn der Zeit von 9 brS 4 Uhr verteilt. Bezugs» ercchligt sind nur Famil en, die noch keine schwedische» LrcbeK« 'aben erhalten haben. M'tzubl'ngrn sind: daS Familiewüpsorge« glatt, der Nachweis der StaalZbürgrrfchajt, ferner der Emkausi bchcin und der'Meldezettel. i Mehlumranonierung. Jene Haushalte »der Einzck« Personen, d-e stack Ablauf der jetzt gül'ig n MehlbezugSkarte do» der zuständigen städt^chen Mchlabgabestelle (braune Karte) z» e nrr Kon'umcn'enorganisation (lila Karte) übertreten, und jr»ß Mitglieder von Konsumentenorganrsationen. welche der zuständige» städtischen Mehlabgabrstelle znaewesen werden wolle», »üffe» den Uebertritt brs längstens 20, März der der zuständigen Brote pmmission anreigen. Dre neue MehlbezugSkaite wird dann »il den anderen Lebensmittellarten nusgegcbrn werden. Der UedertriÜ von einer städtischen Medlabgabestellr zu rmer anderen kann nutz, im Falle einer Urhlrst dlung m den Sprengel rmrr andere» Brotkommission erfolgen. j Kartoffelabgabe. Dienstag bis Freitag werde« im XIV* XVI. und XVII. Beürke holländische Kaitoffcln zum Preise vo» K 6 — pro K logramm. und zwar 1 Kilogramm pro Kops gegen Abtrennung der Abschnitte „P" und mQm der KartOffrlkarre abgegeben. Kriegsbeschädisten-LebensmUtelau-ßabe. Im tzebensnnttclmagar'n des Zemralrates der österreichischen KrikgOo deschädioten, Witwen und Walsen > gelange» Mittwoch de» 3. d. M.. vo, mittags, geräncherte Frsche und Leberwürste M Ausgabe. Verkauf nur an Mitglieder. Bühne und Kunst. Stadttheater. Diese Bühne ist für einige Zeit vrrlorgt. Leopotdiue K o ast a n l i n spielt wieder das Zigeunermädchen Concha und reißt einfach hm. Mit ihrem Temperament, mit ihrer ungemeine» Kunst der Eharakterrsiuung, mit ihrer Anm^t und nicht zuletzt, mit ihrer Tanzkunst, die von berückender Wirkung ist. Und daß alles» trotzdem dieser kalte, nüchterne Theaterraum der Kontakt mit dem Pub! kum so sehr erschwert. Jarno ist natürlich er» trefflicher Partner. Die Schlußszene, da der Hampelmann zu« Monn wird und daS Web demütigt, weiß er, der Strindberß» darstester. über daS Niveau deS Stückes zu h<be«. ES wird «Hm Abrechnung, wie rn den »Kameraden-. Die vorstellnu, stchß auch sonst auf ansehnlichem Rivea«. Besonders verdimstlich Litt Fröhlich und Magda Garden. Ku» Adond, jug »<*•! nickt vermut. \iJjl