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Wiener Morgenzeitung · 1920-03-02 · Heft 399 (2.3.1920) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 399 (2.3.1920)
Date
1920-03-02
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Eeitt 4 Mm. DlmE ' Wien« Morgenzernm» lr..._ _ -Mii.Wi.rri-im.frnT- --— ■■ --- 1 ■■■ ■■■■■■—.. mtinfinri-afii». w,ht*> .... .»■ ■■ n-.. — »»■-*»■ EiNgesendet. ken ersten Reihen, wo immer es gilt, für die jüdische, bhre und Würde emzntreten und die jüdisch»« Interessen zu schützen. Dr. Thon hat auch eine rege literarische Tätigkeit entfaltet, er ist ein ausgezeichneter Stilist, hat ein feines Gefühl für literarische Werte; seine klare Logik vereinigt sich mit einer wohltuenden menschlichen Warme. Er schrieb unter anderem: ,I)ie Grundprinzipien der Kantschon Moralphilosophie in ihrer Entwicklung", „Chasdai Kreskas, sein Leben und seine lVeltanschaumrg" und übersetzte Herbert Spencers »Soziologische Essays" ins Hebräische. Außerdem hat rr verschiedene wertvolle Beiträge üm ,,Haschiloach", der »Läzesirah" und der „Wel^ beigesteuert. Thons zahlreiche Freunde, die Zionisten in den -erschisdenen Ländern und namentlich dir breiten 'vst-- jüdrschen Massen, die ihm so vieles danken, vereinigen sich am heutigen Tage in den aufrichtigsten Wünsche» zu Thons fünfzigstem Geburtstag, der ihn in der Fülle seines Schaffens antrifft. , > " j ‘ TmesLerLchL. Der MeVschenraub in Wie«. Die Wiener ungarische Wochenschrift „Az Ember^ ßdröffentlicht neue Dokumente über die Menschenraub- »rganisation der ungarischen Weißen Garden in Wien. Darnach^ habe der Chauffeur Ludwig Rein (den die Wiener Polizei allerdings als unzuverlässig bezeichnet) Äs Führer jenes Autos A HI/79 fungiert, in welchem Bete Schön verschleppt wurde. Das Auto jei über die ungarische Grenze auf Signale hin gefahren, die den Weg als frei bezeichneten, da die österreichischen Grenz- -ffiziere angeblich bestochen waren. Schön wurde den Üngarn übergeben, die ihn mißhandelten und nach 8uns brachten, wo er ermordet wurde. Rein habe für seine Dienste eine vom Gesandten Gratz Unterzeichnete Anweisung auf 8000 Kronen erhalten. Rein zibt an, daß er siebenmal bei solchen Affären mitgewirkt habe: •— Hat die österreichische Regierung zu dieses gingen gar nichts zu sagen, oder genügen ihr die Dementis des Herrn Gratz? Die drohende Verteuerung des Brotpreises. Gestern nachmittags wurden die Verhandlungen zwischen den Vertretern der Brotfabriken und der Gewerkschaft der VäSerarbeiLer in Angelegenheit der Lohnforderungen fortgesetzt. Während von sozialdemokratischer Seite erklärt.wird, daß keine Streikdrohung vorliege, wird seitens der Unternehmer behauptet, daß die Forderungen bis, könnenden Mittwoch befristet wurden rmd die Gewerkschaftsführer erklärt hätten, für den Fall der Nichterfüllung der Forderungen keine Garantie für die Aufrechterhaltung der Betriebe übernehme« zu können. Don sozialdemokratischer Seite wurde gestern. rmtgeterlt, daß die Erfüllung der Forderungen der BäLer. den Preis eines Laibes Brot nur um 40 Heller erhöhen würde, wogegen von der anderen Seite jedoch.erklärt wird/ daß die Forderungen der Bäcker sehr ermäßigt werden müßte», damit nur eine minimale Erhöhung des Bxot- Preises zur Erfüllung der Forderungen eintreten sollte. Der WngkLmpfer als Arrfpaffsr. Eine aufgehobene Dakkarat-Partts. ., Bei der Polizei liefen mehrfache Anzeigen ein, ‘ daß eine Filiale der frühere« Ruttersheim-Partis rhe Quartiers rm' Häufe Neubaugasse Nr. 28 ausgeschlagen habe und daß dort viele ihrer früheren Spielgäste ständige Besucher feien. Nach wiederholten Beobachtungen drang am- -8. v. M. Poli'zeikommifsär Dr. Weiser vom Sicherheitsbureau mit den -Kriminalbeamte Inspektor Gfchang, Früh mrd Wener um die Mitternachtsstunde in das Hans und in die betreffende Wohnung, die von der Rentiersgattin Auguste LuiseRosner §«yUtet. ist: Die Ueberrafchung gelang vollständig, denn die Amtsorgane hätten sich den Anschein von Spielern gegeben. Sie überraschten eine aus dreißig Personen bestehende Gesellschaft beim Hasardspiel „Balkare. Veranstalter der Spielabrnde tvar der ehemalige Freund der RutterSheinr, der am 25.- Februar 1881 zu Kairo geborene Kaufmann IacgueL M a n b o l f o, im Hotel Bristol wohnhaft, der >L0j'ährigs - Bergwerksbefitzer Heinrich Leiser und der '40jährige Juwelier Josef Wairi « ger. Gegen sämtliche angeführten Personen wurde die StrafamtShandlung wegen Uebertretung deS Hasardspieles eingeleitet. Gegen den Hausbesorger Franz K r e n n, .50 Jahre alt, und gegen. die Wohnungsinhaberirr ist das Verfahren wegen Vorfchnbleistung und wegen Duldung des Spieles eingeleitet^ Der R.i n tzkampfer Dietrich hat als Aufpasser bei der TÜre fungiert. ( . . Ern Buchdruckerftreik in Agram mb seine Folge«. Wan schreibt uns ans Agram: Der Buchdrucketstreik in Agram hat zu einem merkwürdigen urrd intetessan.ten. Akt der Selbsthilfe geführt. Die Herausgeber aller Tageszeitungen'(12), im Syndikat der Zeitungs'' tzeraüsgeüer vereinigt, geben gemcinschaftlich eine Tageszeitung. „Zagrebacke Novine", heraus. Auf der ersten Seite des Btattes sind Depeschen über Tagesereignisse gedruckt. Auf der zweiten und dritten Seitesind die Leitartikel aller Blät ter neben.inan'ec friedlich placiert. Da befindet sich der Leitartikel des Ministeriellen „Rijec" zwischen den Leitartikeln der strengvpposstio pellen ,^)bzor" und ,Hrvat". Neben, her klerikalen ^Narodua Policika" der .^utorni List". Das Fanny Kaglcr Israel Sclrnl empfehlen steh als Verlobte. Wien, im Adnr 6880. tieo Brillanten, Platin« Münzen Perlen Uhren, falsche Zähne, alle Sibergegenstände verkaufen Sie am beste« direkt dem faweller und öoldarbeiter 8. Holzapfel Wien, VI., MariahiPerstrasse 79 oder Werkstätte: L, Wollzeile 17/13. •« ZaMtli5ob»taXl;ei»a,AftMr«l«on0 Verarbeitung Blattcher Großgrundbesitzer spricht sich neben dem Blatte der Agrarxeformer aus usw. Fci«d und Freund haben nur eine Tribüne,- von der aus sie zu ihren Anhängern sprechen. So gewähren jMe Nummern der „Zagrebacka Novine" nun einen recht pikanten Eindruck. ES gibt viele Leute, die dieser Art von Zeitung einen gute» Ge», schmack abgewinnen. Man vergnügt sich damit, die Zänkereien, Angriffe und Zurückweisungen auf einem Teller präsentiert zu bekommen. Leute, die fanatisch auf die Meinung ihres Blattes schwören, die sonst kein anderes Blatt in die Hand nehmen würden, sind gezwungen - zu lesen, was die anderen sagen. Der in Agram gemachie Versuch würdtz-eiwr gewisse Nachahmung verdienen. Vielleicht kämL es auf piese Weise zu einer Volksversöhuung, da die allger^ine Aussprache der Meinungen die Vorbedingung der Verständigung bildet. Die Reise bet oftj-wische« Delegierte» «ach Amerika. Der Pressedienst der Dclegätion des Jüdischen NatroncckrateS für Ostgalizien meldet: Dir bereits für Mitte Februar geplante' Reise der von der Delegation. des JühWen Narionafratrs für Ostgalizren vnd von der Zionistischer« LandeSorganisoliou für Oftgalizie» erwählte Kommission «ach Amerika mußte. aus verkehrstechnische» Gründen für die ersten Marzwoche » verschoben werden. AuS dem b.er uns einlaufmden statrstischeu Material auS fast allen Städten» Ost galt» iens sowie von den in Wie» lebenden Flüchtlingen ersteht man dalebhafte Interesse, welches die ostgäsiMe» Juden sämtlicher Parteilager für diese Aktion bekunden. Nur noch einzeln« größere S-üdte. wo die 3u*' sammenstellung der für die Zwecke deS wirtschaftlichen Wiederaufbaues notwendigen statrstischm Da«« naturgemäß mehr Zeit erfordert, sind mit der Einsendung diese- Materials teilweise in Rückstand geblieben. Infolge der nmS um einige Doch« verschobenen Reise habe« auch diese Städte die Möglichkeit, daS angeforderte statistische Material zu kompletteren und es unS «inzuschickm. Eelbstverstmrdlich vlld auch das nach erfolgter Abreise unserer Kommission einkangende Material nach Rew»Dork nachgrschickt werde»' Bei dieser Gelegenheit bemerken wir »och, daß nnsere Kömmissto» nebst -der Wiederartsbauaktion auch der H e t «t* 6 efvrd ernng der . in S i b i r i e» «och immer schmachtenden jüdischen Kriegsgefangenen aus Ostgalisie» ihre völlste Aufmerksamkeit zuwenden wird, da gegenwärtig eine günstkge LöfMg dieser so brennenden Frage nur «och von Amerika erfolge» kann. ES würde sich daher dringend empfehlen, daß auch ü» dieser Angelegenheit sämtliche indischen Gcme »den OstgalizienS uns ein genaue- Verzeichnis ihrer in russischer Krieg-gefangen' schast sich «och bestndeitde» Mitgl eder ehestens emschicke«. Die Fordsrunge« der stSdtffche» Beamte«. Wie veckautet. ist die Enrscdrrdnng über die Haltung der städtischen Bramlenichafr in der Frage der neuen Forderungen biSFrertagvrrtaa.t worden. An diesem Tage soll eine HanptdrlcgiertensitzMq stattfinden. Auch in den BezirkSversammlvirgen wrrd jetzt diese Frage berate» werden. Bsm ILdische» Natkonalfonds. i Dem HauptbutLan des Jüdischen Nationalsonids ist kürzlich.durch eine errglische Bank ein Scheck über 10.000 Pfund SiLrling von einem Spender, der nicht genannt sein will, zugekommen. Gleichzeitig wurde dem Hanptbureau imitgeteilL, daß bei einem Londoner Rechtsanwalt ein Testament zugunsten des ^Jüdischen Nationalfonds in Höhe von zirka 35.000 Pfund Sterling fällig geworden ist. Ungeachtet der gelegentlichen, größeren Zuwendungen und Spenden erfordern dis Aufgaben des Jüdischen Nationalfonds in Palästina einen derartig planmäßigen Ausbau seiner gesamten Organisation, daß er auf regelmäßige Einnahmen zur Deckung stiner Erfordernisse rechwrn muß. diesem. Zwecke sollen jetzt Landeskonferenzen der Nativnalfo nds-Kommissäre und B.'rtrauenskute einberüsrn werden. In Deutschland hat im Jänner ein: solche Konferenz strttgefunden, auf der ein genaues Arbeitsprogramm für die Aufbringung von 4 Million-'n Mark in Deutschland im Jahre 1920 au,'gestellt wurde. In Böhmen, Mähren, S:.':lcsicn, der Slowakei sind für, den Monat Februar alle Vertrauensbrube zu gleichen Zufawmcnlünftfn aufge'vrdcrt toorbc«. Ebenso dürften in Deutschöftcrreichf Galinen und Palästina in den nächsten Monaten NationalsondSkonferenzen staltjinden. .- # tytfyfiUtv ffit Man schreib: unS: In itzi>gü>'r Z:t «cM tute Lroo>maem"i»be dmch KsnltirSauSschrc.ltniia iv. d ir eittm R.cr b b i tt e r, der g l e t ch» ji-c 11 i p ot3 Kmao.-. Sckochn fnm'ik'.en isst, überdies du Süad)1 t ü ti r u h a currÄ V^ritiiuöoeteater ,;a versrhen hatte und be» 4. MSrz 1ÜZ0 SSS stimmt hierfür ein Jahreseinkommen von K 5000.—, wahrlich eme nicht unbeu örtliche Summe im Vergleiche mr veröffentlichren Vakäni des Postens eines R e l i a i o n s l e h r e r S, Musikalsch gebildeten KantorS, CchächteiS und Bov« beters not einem JahreSpdhalt von 1700.— l!iann ein KnltttS-Funkkiouär daS Notdürftigste zum Leben auS dem kargen Einkommen hkstreiten. wenn man Ldet aieS von chm v<-rkanflt. daß er bei vetichiedenen Aüliffsen in ordentlicher Kleidtmg rkptäsintiere. beim GoueSdienste sich Taltr und 5)rnaß mikbrinae, und schkiej lich von ibm noch fordert, daß er v rbeiratet ein solle, damit man m ibm daS nötige Vertrauen vabe? Muß die GesellschaftSichichte n ebt völlig aussterbcn,. da dock gewissenhafte Eltern ihre Kinder nicht zu einem Berufe ousbilden lassen w rden, der sie m das sichere Elend führt l ES muß aushörFN. daß ei» Stand, dir. zur pflege der kulturellen jüdischen Bestredüngm nottvenhig/ist, völlig verelende. » Äbschiedsfefer für Awi Rohen. Ans Anlaß der Astreife drS befrtimte« Agitators föt btt Achwa-Gesillschaften, Herrn Z w iKoh e n, nach Palästina fand sich letztc» SamSta« auf Einladung der zionistischen Bemkssektio» Brigittenau eine stattliche Anzahl seiner Freund« zur teurlichen Abschtednadme zuämmen. In wm men AbschikdSworten sprachen mehrere Redner, d>e Verdienste Kobens heivorhebend. Zur Eintragung KohenS l» daS Goldene Buch des Jüdischen NattonaltondS wurde an Ott und Stelle der Betrag von K 3000.— aufgebracht. | * $itt«effet»en>fai6«tn0 ,«r Hapoel Hazale-Ko»- feeenz. Du Jüdisch-valästinrnstsche Reise- und Transportgesellschaft teilt über Wunsch deS vordrrrüenden Komitees der H a v o e l - H a z a, r 2Ö < 11 f o n f e t e n g in 9rm mit daß ihre Bureaus in Wien cki., Praterstraße 9) und in Triest (B a Commereiale 10) tm Delegierten Auskünfte zwecks Etlangung der t s ch e ch o»s l o w a k i i ch e n E t n r e r s e-, b e w t l l i a u n g erteilen. Ebenso sind ErkennungSadzerche» daselbst erbältlich. \ « NeuerNcho starke Erhöhung der Drnckprelse. D«l! Reichsverband österreichischer Buchdrnckereibefitzer und den Verein österreichischer Steindrnckereibesitzer hat dem Wunschder Gehilfenschaft nach neuerlichen Teuerungszulagen mit Rücksicht auf die verteuerte Lebensführung entsprochen und die Bezüge der Arbeiterschaft um beiläufig 40 bis 80 Prozent erhöht. Mit Rücksicht auf die nebenhergehenden anderweitigen Produktionsverteuerungen sehen sich die Buchdruckereibesitzer gezwungen, die bisherigen Druck-, preise um mindestens 60 Prozent zu erhöhen. jj * Gemerbesektion des Jüdische» Nationalrotes^ Offene S.telleu:Land-undForstwrrtschafts . 1 Gärtner nach auswärts. Industrie in Holz-und Schnitzwareu: 10 Tischlergeh>lfe«, 6 Möbelvohern^ 5 Tischleilehtltnge. Baugewerbe:, 1 Zimmermaler. 1 Z'mmennaltrlchiling lmit Kost and Ouartier), 1 Schriftenmaler-, lehrlmg. 3 Bauspengler. BelleidungSgewerber 4 Schneidergchilsen, 2 Strickerinnen. i Schneiderlehilmg, 1 Schuhmacherlehrling, 3 Schuhmachergektlfen, 8 Miederarbeiterinnen, 2 Lehrmädchen, 1 Kürschner» 1 Auspuhenn (Modistin), 1 Kappr»- macherlrhrlmg. Metallverarbeitung: 1 Bronzeg eher, 1 Emailleur, 3 Ziseleure, . 1 Schnitt- und Stanzen« macker. 4 Schloff« (Dan, Maschinen). 3 Schiofferlchrlmge, 1 Juwelirrlehrling. Industrie i» Lederr 1 Ledergalanterieärdeiter, 1 Lehrling. Tapezierergewerbe; 1 Tapeztererlk-rUng. Papierindustrie: 3 Buchbindevlchrlinge, 1 Golddrucklehrling. Kautschuk. Guttapercha^ Cellulordindustrre: 1 Stampiglrturrzeuger, 1 Gravmrlehrlmg, 1 Stampiglienerzrugerlrhrling. Kaufmännischer Personal: 3 Slenoiyvistmnen, 1 Buchhalterii»>, 1 Verkäufer (Delikattffen). 2 Geschastsdiener, 2 Dureaudiener, 1 Zoll« svediteur, 2 Lagerpraktikanten, 4 Laufbursche«. HauSpersonalL 1 KSckin, 1 Wirtt'ckaf erin, 1 Erzteherin, 1 Stütze der HauSfia», 3 Dedrenerinnen, 8 Mädchen für Aller. Zu melden bei der Go» werbesektio» des Jüdischen RalionalrateS, ll^ Taborstraße 30 a. * Berdlgunge« am heutige» Tage. Mter Friedhof t V,12 Uhr. Philivv Löffer, ll.. Blumauergaffe 30: */»tt Uhr; Fränll Emil, IN.. Lorberrgaffe, 2l; 10 Uhr, Weiler Rosa, l. JohanniSgaffe 21; VslO Uhr, Reumann Regine. Rotew» sterngaffe 18. — Neuer Friedhof: 10 Uhr 30 Minuten, Mülle» Isidor Oskar. Hl. Kegelgaffe 24; 10 Uhr, Wassermann Sach Vll., Bandpaffe 27; 10 Uhr 40 Minuten. Popper Salamon, Vll!., Sckm'dtgaffe ll; 11 Uhr 20 Minuten, Sauermilch Rebekka, H., Praterstraße 68. | * Das ZweighauS der Ttremla. Bekanntlich macht» sich die Leitung der Wiener Urania über Anregung der westlich« BezirkSvertretungen schon im März 1917 beim Gemeinderat» anheischig, auf dem städtischen Baugründe an der linke» Seit» der Mariahilierstraßr (innerhalb deS ManahilfergürtelS) ein «« die Halite arSSerrS ZweighauS zu errichte«. Sie veranstaltet» sodann ein PreiSanSichreibkn für daS dort zu erbauende HauS, wob« das Pioiekt drS Architekten BaurateS Alfred Keller de» Sieg davouting. Nach Begutachtung durch alle i« Betracht kommenden Stellen und nachdem auch der Magistrat sich kehr zusttmmmd ausgesprochen hatte, wurde der'Antrag dem Stadt» rate belürwoltend zur Deschlußfaffung vol gelegt. Seitdem sind fast drei Jahre verstrichen, der Vorstand der urama hat alleg Nötige vorqelehrt, um mit dem Baue zu beginnen, der Stadtral konnte sich mdeffen noch immer nicht enischheße». den Baugmnd in Form Rechtens zu überlasten. Präsident Dr. Ludwig Keßler hat sich daher in emer neuerlichen Eingabe an die maßgebend« Faktoren gewendet, in welcher er da, auf hinweist, daß die AuS» sicht«« für die Realisterung deS PlanrS gerade jetzt die günstigste, wären. t * Gesellschaft zur Bekämpfung der Rauchs und Gtaubplage. In der letzten Borstandistyung machte der Präsident Ingenieur Dr. W. E x n e r Mttleilunä über die Erfolg« der Pivpagandaaktion und über die der Gesellschaft zugewendete, Subventionen. Die Nanchsellwn berichtete über drr rm Staat»" amte für Handel und Gewerbe, Industrie und Bauten eingrsrtzü Kommission für Brennkoffauswertung. Bon der Sraubiektio, wurden G'Uachten über Staubbindemittel. über eine Methode staubfreier Reinigung von Wand- und Deckenbrlleidunge» und über einen neuen Staudiaugapparat erstattet. Die Berichte du Straßenaniieker und die von der MagistratSba«abte>lung IX ge» tioffenen Maßnahmen zur Verhütung and Beseitigung von Urbel« ständen bei der Straßenpflege wmde» zur KennlmS genommen Dio Slaubseklion wird hinsichtlich der Bestellung weiterer Ct>aßen» aufsichtSorgane durch die Gesellschaft Anträge zu e> statten habe» * Sammlung von Spende« für die öffentliche Ausspeisung durch Unbefugte. Seit einer oder mehrere, > Wochen treiben sich in Wien Leute herum, die in verschiedene, Bezrrk-'n Spenden für bte öffentliche AuSspeismrg sammeln S'e qlrrtlreren die erhaltene» Beträge mit gedruckten EmviangS» bestütrgvngen. welche mrl einer ge alichten Stampigl e ,Oeffenb liche Ausweisung" versehen sind. Das Publikum w rd vor Pc» sonen'. welche <ür den genannten Zweck Spenden sammeln, aus« drücklich g e w ä r« r und gebeten. vorkommeudenfallS die polize»- liche Festnahme der Täter zu vergnlasten. * WshuuugSeinbruch. Am 2^ Februar wurde fcH Mohnung de» Alfred S ch w e tz. IV.. Dlechturmgaffe IS. er, blocken. Gestohlen wurden Kleider und Schmuckgegenstände X IMHX*! Wert, dann cm Barbetrag von K 8000.«—. " Schule Gursch» ll.» Lespaldsgasse SS. Neve Kurst niv Srenogiaphre, Majchrusch;eibm mrd alle Bmeau- und HaudcldjLcher.

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