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Wiener Morgenzeitung · 1920-03-02 · Heft 399 (2.3.1920) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 399 (2.3.1920)
Date
1920-03-02
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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S5tt 399 Wien. Dienstag »Ich, Nikolaus Hort Hy, Ungarnerwählter Reichsverweser, schwöre bei dem lebendigen Gott, datz ch Ungarn treu bleiben, seine Gesetze, seine alten, guten und bestätigten Gebrauche einhalten, seine Unabhängigkeit und sein Nsbiet verteidigen, mein Verweseramt im Smne der Verfassung einvernehmlich mit der Nattonalversammlung im Wege deverantwortlichen Ministeriums au-üben und alles «nternehmen werde, was ich zum Wohls und zum Ruhme des Landes in gerechter Weise tun kann. So wahr mir Gott VW . \- Nach der Abkegung de- Gide» durch den Reichsverweser bereiteten ihm die Abgeordneten minutenlange Ovationen «md fangen die ungarische Hymne, in welche mich die Be, jucher der Galerie einstimmten. Hieraus verließ Reichsverweser Horihh den Saal, Ministerpräsident HuSzar erklärte, die provisorische Regierung habe ihre Aufgabe erfüllt, noch den einzigen Akt durchzusuhren, nämlich, die gesetzliche Jnarttkulierüng der »ollzogenen Wahl de- ReichSverwsserS. Der Ministerpräsident unterbreitete sodann den Gesetzentwurf betreffend die Wahl des Reichsverwesers und Vat um dessen dringliche Bestandlung. Der Mimsterprästdent habe die Demission der Regierung beschlossen. Der Reichsverweser habe die Regierung mit der Weiterführung der Geschäfte betraut. Wir verden, schloß der Ministerpräsident, so lange im Amt -kerbe», bis die politische Krise gelöstist und eine verant- »örtliche Regierung fich der Nattonalversammlung vor- Hellen sann. _ x: Bei den Gewesenen. E>« Besuch im Wischen VersorgunpSbauS. Geschlagen mit der dreifach Lösen Krankheit', mit klrmut, Krankheit und mit Judentum — — die bitteren Kort« summe« einem durch den Kopf, wenn man die Säle des Bersvrgungshauses durchschreitet. Hier hmml zumeist noch ein viertes Leiden dazu, ein uwheilbares: das Alter. 223 Pfleglinge beherbergt die Anstalt (darunter 93 „Sieche") und nicht ein Einziger von diesen 223 hat noch eine Hoffnung vor sich, nicht ei« Einziger sieht einer Besserung entgegen. Diele, viele Wege fuhren in das große, stattliche Haus hinein Weg« von der Höhe des Lebens herab, von Mich tum, Schaffensfreude, Familienglück, aber es kommt sehr selten, trostlos selten vor, daß der Weg hinaus ein anderes Ziel hat als die letzte Ruhestätte aller müoge- Laufenen Menschen. „LaSeiate vgni fperanza, voi H'entrate" sollte über dem Tore stehen, meint die stille, sanfte Oberschwester, die so viel Menschenleid gesehen und doch darüber nicht stumpf geworden ist. Die Pforten des Lebens sind für alle..zugesallen, die hier iy diesem Hause Zuflucht gesunde« und,, mitten in der Stadt, iu man durch Welten und Moeve von ihrem Getriebe entfernt. „Was Hab' ich mit Menschen, zu schaffe», die morgen noch leben werden?" sagt der Sterbende in einem nachdenklichen Schnitzler-Stück. Das scheinen auch die alten Männer zu denken, die da in weißen Betten liegeu und. die Fremde teilnahmslos Vorbeigehen Kissen. Ein Eindringling von draußen, ein Mensch, für den es noch ein Morgen gibt — was kümmert's uns! s Freilich — nicht bei allen ist die Stimmung gleich trostlos und der berühmte jüdische Witz bewährt sich nuÄ hier noch.. Da sitzt ein „Großvaterl" mit einem koketten SamtkÜppchen auf dem Kopf in seinem Bett. Ms man ihm die Frage nach feinem Alter genügend lang ins Ohr gebrüllt hat, sagte er mit freund? lichem Lächeln: „84 bin ich. Ich könnt» mich ja jünger Machen — aber das Hab' ich noch nicht notwendig." Und ein Mtersgefährt«, bei dem man sich nach Weib Und Kind erkundigt, antwortet mit einem artigen Bückling: „Ich bi» noch zu habcn. Nur nicht die Hoffnung üusgebenk" Sein Nachbar zur Rechten, ein schwerkmnker von Schmerzen geplagter Mann, ein ehemaliger Ingenieur, kann das Lachen nicht zurückhalten. Mer auch nicht der Schatten-eines Lächelns Überfliegt das feierlich-ernste Gesicht feines Nachbarn zur Linken. Er ist ein „Rebbe", ein Schriftgslehrter, der sich widerwillig nur mit den profanen Dingen befaßt, nach denen wir ihn fragen Seim Frau ist seit zehn Jahren tot, sein einziger Sohn in der Kriegsgefangenschaft gestorben — für den Alten gibt «s nur noch die Welt der Bücher^ Sein „Studium" ist sicherlich zum großen Teil müßiges Spintisiere». Aber wer hätte den trcmrigen Mut, ihm das zu sagen. Schließlich ist eine Lebenslüge so viel wert wie die ander«. Das gilt auch für den Kranken, der fast völlig gelähmt, in einem Lehnstuhl sitzt und von einer Pflegerin gefüttert wird. Er ist noch nicht alt, kaum sechzig, und ist von einem Tag auf den andern ein hilfwser Krüppel geworden. „Früher war ich Redakteur," sagt er bitter, „jetzt bin ich ein Toter, der nicht sterben sann." Die Oberin spricht ein paar tröstende Worte, der Kranke verzieht höhnend das Gesicht. Aber in seinen Augen steht die Angst, die wahnsinnig« Angst, ob der Trost nur sicher ernst gemeint ist. Viel ruhiger nimmt der Blirlde in der Ecke fein Schicksal. Seit ' achtzehn Jahren lebt er in der ewigen Rächt, ist zum Skelett abgemagyrt und — hat bas Murren doch noch nicht gelernt. Er war Bäcker und hat durch zwei Jahrzehnte däS Brot in die Anstalt getragen, in ver er mm selbst fein Ende erwarten muß. ,Ammer haben sie mir so leid getan, die Alten da", sagt er nachdenklich, „weil sie nicht mehr arbeiten können." Und in der Llumemalche« Airsdruckswerse der polnisch-» Juden setzt er hinzur ist süß wie Honig." «n Nachbar seufzt tirf auf er ist ein Hoch jüngerer Mann mit Herze.r:-m Gesicht. Ein schivereS, unheilbares Nervenleiden hat ihn gezwunse«^ fein Handwerk rr war Wiener Morgenzeiturtst 1 1920 ns * An die geehrten Abonnenten der „Wiener Morgenzeitung"! Bezugspreise ab 1. MSrz: Für Wien r Zum Abholen m den BrrschleiMllm (Trafiken) oder mit Postzuflellung: moiraMK ........ .20 Krone«, Einzelexemplar...89 Heller. DaS Abonnement wolle grfiilligü rechtzeitig in der nächsten Trafik oder Beischlelfrstclle erneuert und der AbonnkMtMbetrag gcMigst gleichfalls dortselbst erlegt werden. Für die Provinz mit Postverseudung: monatlich 2V Kronen. FÜrdieTschecho-GlorvaKei: monatlich 7 ischrcho-slow. Kronen, ^Einzelexemplar 44 tschecho-slow. Heller. Für Jugoslawien: . monatlich 12 jngoslaw. Kronen, 'Einzelexemplar SV jugoslaw. Heller. Für Polen v monatlich 20 polnische Kronen, Einäslexemplar 80 polnische'Heller. Mmkristrstko» der „Wiener Msrgenzeitung", Wie«, N.» Saboeftratze L-S. Telephon 44.083. 48.319. Goldarbeiten — aufzugeben. Er hofft immer noch auf Genesung. Zähe, hart, trotzig. Jede Hoffnung aber hat der „Stumme" aufgegeben. Ein öljähriger, hagerer Man», früher Mech mik^r, durch eine schwere Lähmung der Sprache und des Gebrauches seiner Füße beraubt, aber dabei ganz munter und vergnügt. Er lächelt mit feinen dunklen Augen in die Welt und scheint durchaus nicht abgeneigt, ein Späßchen zu machen. Die neun Jahre erzwungener Schweigsamkeit. haben ihm den Humor nicht nehmen können. Emsig studiert neben ihm einalter Herr die Zeitung. Nach seinem Beruf gefragt, gibt er eine kluge und sehr bemerkenswert« Antwort: „Was ist ein Jud'?" meint er, „ein Jud' macht Geschäft«. Wenn er sagt, er ist Schuster, so handelt er mit' Schuhen und wenn er sagt, er ' ist Tischler, so verkauft er Möbel. Ich waF Börsianer." Rach diesem Bekenntnis sieht der Alte stolz um sich, als hätte er eine Tat vollbracht. Später erfährt man, baß er in seinem Berns sogar sehr erfolgreich geivesin ist und ein „großes Haus" geführt hat. Wer bann ging' es einmal schief und der Mann, der viele Hungrige. gespeist, war plötzlich selbst auf die öffentliche Wohltätigkeit angewiesen Seine beiden Töchter besuchen Hn fleißig und sie kämen tvahrscheinlich, noch viel öfter, "wenn sie nicht jedesmal neue Ausreden über den Verbleib des Bruders ersinnen müßten. Der liegt schon lange, lange in einem Massengrab amMrzliPrh und sein Vater harrt immer noch geduldig seiner Heimkehr. Zu den Aermsten der Armen zählt ein alter Blinder, der noch obendrein taub ist. Trübselig hockt et in seiner Ecke, abgeschlossen von der Außenwelt. Niemand besuchte ihn, niemand kann mit ihm plaudern: Nach einem langen arbeitsreichen Leben ist er zu furchtbarer Einsamkeit verurteilt. Der ärgste Verbrecher kann nicht härter gestraft werden. Und alle die Linderungen, sorgsame Pflege, gewähltes Essen, ein» zärt» liche Familie, die ein paar Stuferü höher auf der sozialen Leiber möglich wären, die gibt es nicht für» cinen alten Sch Neiderge sellen. S icherlich^eidpt er, leidet Furchtbares in seiner Einsamkeit, aber wer kann sich weiter darum kümmern? Mildherzige Menschen bieten ihm hier ein Obdach, Essen,' vin wenig Pflege ~~ wieviele Tausende, vom Fluch der Armut geschlagen, müssen ihn nicht noch beneiden? Beneidenswert in dieser» Sinne mag auch' der alte Arbeiter nbch scheinen, der gemütlich in der „Wärmestube" sitzt. Ob er ein Junggeselle ist, will die Oberin wissen. „Jetzt bin ich einer," ist die grlassin-s Antwort, „früher war ich 45 Jahre verheiratet" Sechs Kinder hat der Mann begraben, sechs Kinder und eilte brave Frau. 85 ist er, aber er lebt noch immer gern und kann nicht genug von den Freuden des Purimfestes in fctitec Jugendzeit erzählen. Cr erheitert mit diesem Bericht sichtlich einen alten blinden »Ingenieur, der bisher sehrtrübselig und bänglich daneben gehockt hat. Er hat heute ein „schweres Verbrechen" auf sich geladen, wie er selbst es nennt!, «r hat ein Wasserglas zövbrochen. Als ihn die Oberschwester mit einem, freundlichen Wort tröstet, strahlt sein gutmütiges Gesicht förmlich. Er wich sogleich seiner Tochter schreiben lassen, Hamit sie den Schaden ersetzt, denn ein Glas ist ja eine Kostbarkeit geworden. So rasch er kann, tappt er zu seinem Zimmergefährten zurück, einem früheren Rechtsanwalt und Dillenbesitzer, der nun im Äersorgungsha»s Pflege und Hilfe für fein fchtveres Leiden suchen muß. 1 Aber wenn die alle nicht klagen und murren, so leistet der Jüngste der Siechenabteilung oafür aas diesem Gebiet« das Doppelte., und Dreifache. Ein 84jährigsr Mann mit einem gelähmten. Arm. Früher versuchte er sich alS Agents jetzt „genieße ich seit vier Jahren das Glück» hier leben zu müssen." Der geborm Kraiehler. Es dauert keine Minute und er ist mitten dri« in der Politik. Politik des tiefsten, verzweifelten Ingrimms. Das Leben hat ihm so bitteres Unrecht getan — « Mt. in der ganzen Welt mrr Unrecht. Jemand muß doch di« Schuld trägen a« seinem Elend. Der Bruder, der Freund, die Herrschaft brr Besitzenden, dt« Regierung oder der .Herrgott im Hirmnel, an den —■■ - . .Tl ,T iMTn< iinfwrtfr er nicht glaubt. So rüttelt der Gefangene verzweig an. den. Stäben, die ihn einfchlietzen. Auch , in der Frauerlabteilung geht es lebhaft z« Da wird »so ziemlich zu allen Stunden des Tages gestritten und gezankt. Es sind Frauen, alte Frauen und Noch obendrein Jüdinnen—^ hier Friedfertigkeit era warten, Hieße bas Unmögliche fordern. Bon allenj Seiten werden, während die Oberin vorübergeht, Bitters Klagen, Beschwerden laut. Da möchte die eine andevtz Suppe, die zweite mehr Reis, eine alt« Blinde klagä voll Erbitterung, man hätte sie nicht aufmerksam macht, daß das Essen gebracht worden sei, nun müssä sie es kalt hinunterschlucken und eine Neunzigjährige erinnert mit gefalteten, zittrigen Händen: „ bitte, ZuÄ^ bitte bissel Zucker". Borne bietet sich ein Idyll dew Blichen dar — eine dicke Frau mit einer mächtigen Brillß auf der Nase näht einem kleinen Greislein einen Knopf an die Hofe. Cs ist die „Allerwelisrrmtter". Durch 45' Jahre hat sie einen Derkaufsstand am Schanzt gehabt. Aber sie hat noch nicht genug gearbeitet uindj hilft, wo sie nur kann. Die Alte neben ihr hat dery Arbeitswahn. Sie hat ein Menschenleben lang gekocht, und gewirtschaftet, nun glaubt sie es noch immer tu»! zu müssen. Mit einem stumpfen Messerchen schnitzelt' sie an ein paar trockenen Nudeln herum, sie muK kochen, sonst hungern ihre Leute zu Hause. Mild« lächelt die alte Dame im nächsten Bett zu diesem Tun^ Sie hat ein schwarzes Spitzentüchlsin um de» Hals gA schlungen, das weiße Haar ist sorgsam geordnet < sie wirtet wie eine Königin im Exil. Herab gestiegen vs^ der Höhe des Daseins ist auch die alte Otzernsängerin^! vicNeicht die merkwürdigste Gestalt des ganzen HauseSs Ein kluger, feiner Rassekopfder auffallende Äehnlichketts mit der Düse ausweist. Türfe dunkle Augen, in denett das Feuer der Berztoeiflung loht. 7l ist sie, aber darf Singen hat ji: noch n'cht verlernt.. Nach langem Bitte entschließt sie sich, «ine Meyerbeer-Arie vorzutrag Die Stimme ist klanglos. Aber die Triller und Fio turen glitzerw» und funkeln. Der bel canto feiert langen ehernen Tönen seinen Trumps. Drüben in Ecke kämpft eine Sterbend« den letzten Kampf, i ,Iind" des Saales, ein'ZSjähriges Mädchen mit ei schwrrsn, unheilbaren Lähmung roetnt bitterlich, we sie nun auch jtttfc der linken Hand trotz aller B renkungen und Drehungen das Essen nicht mehr zü Munde führen könne, aber unberührt von allem sin die altt Primadonna mit süßem Lächeln und graziös« Händbewegungen ihre Arie zu Ende und träumt e halbes Jahrhundert zurück, zu Beisallsrauschen Triumpf. . Der Gesang hat eine Blinde angelockt. Tro -sie erst 53'Jahre alt ist, ist di« Beklagenswerte se 18 Jahren blind. Sie war früher Erzieherin und ihr« vielseitige Bildung ntäg ihr Stütze und Trost im schiel unermeßlichen Leid geboten haben. Ganz allein stehi si« in der Welt. Früher kam noch hi« und da ein^ Freundin, eine Verwandte zum Vorlosen und diktiere« Aber jetzt hat keiner mehr Zeit. Wie dankbar wäre dis Blinde wenn ihr ein junges Mädchen ein paar Stundet, in der Woche widmen wollte und lvelches Glück könnt, einem einsamen Leben damit gespendet werden. Ab«l gleichgültig geht man an solchen Schicksal«« vorbei. Gleichgültig geht man ja am ganzen jüdischst Bcrsorgungshaus vorbei. Sie haben Essen und Woh«, nung, seine Insassen, Kleider und Schuhe ßibt es au« — was wollen sie mehr! Aelche Fülle voü Schmerzes welche Flut von Verzweiflung darin eingeschlossen isL das ahnt niemand und will auch niemand wissen« /Nach einem langen, harten und arbeitsreichen Lebe« bic meisten in das Haus der Barmherzigkeit ein unlj unsere grausame, harte Zeit bringt es mit sich, daßi diese Alten um ein Stückchen Zucker, um ein weniz Gaunrenlabsal betteln und vergeblich betteln müssen« Die gesteigert« LeLbenssuchiglsit, dieses verhängnisvoll Erbteil des jüdischen Volkes, macht den armen Dulderü jeden Verzicht doppelt empfindlich. Aber niemand ken und gibt von seinem Ueberfluß, obwohl sich wahrhaf nicht leugnen läßt, daß viele Ueberfluß haben! Die große Oessentlichkeit interessiert sich für VersorgUngshauS in der Seegusse nicht, weil es ei« jüdisches Versorgungshaus ist. Und die jüdischen Kreis« bekümmern sich nicht Lamm, weil — nun, wahrscheinlich aus demselben Grund. Klara MaütrM»^ Gr. O. Thorrs 6d. Geburtstag. Einer d«r bekanntesten Vorkämpfer/für das natio nale Judentum, Dr. Oslos Lhvn, feiert heute feiner fünfzigsten Geburtstag. Thon ist ein gebürtiger Lrmberger. Er absolviert das dortige Gymnasium irnb bezog die Unwerft ät Berlir wo er Philosophie studierte und zum Doktor promovi«'. wurde. Schon in.früher Jugend bekannte sich Thr zum jüdischen Nationalismus und.legte in Berlin i\C Umgang mit seinen galizischen Gesinnungsverwandt. Dt. Ehrenpreis, BerdyczewSky, Dr.-Brande und ander de« Grund für seine jüdische Anschauung. Thon, welä > seit 22 Jahren die Stelle eines Rab-'.wsrS in Kra!; bekleidet, kandidierte im Jahre 1SV7 Ins österrelchit Parlament', unterlag jedoch. Im vorige«^Iahte e sandten ihn die jüdischsu Wühler von Krakau in i polnischen Reichstag, m er unermüdlich zur Wahrt dar jitdische« Jnterrsstn tätig ist. Dr. Thon, welchrr kinL reiche jMsch-r u«tz aNg,M Bildung mit einer glänzeude« Rednergabe veretr ist eine drr beliebtesten und glänzendsten Persönlich^- des. östlichen JrchMtnnE-. Stets J&tet man ibi.

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