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Wiener Morgenzeitung · 1920-02-28 · Heft 397 (29.2.1920) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 397 (29.2.1920)
Date
1920-02-28
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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wmrw Mm, Somtäst Meuer MorgeAzeitunF Kostüm - KrZnrcken 17. Milz 1910 Soffensäte «, AwsHnft« im Sekretariat, Cafe City, l.Wentatorgasee Nr. 8 Ilub anf dem Nennweger Sportplatz- -Wenn Abmira wieder uvLerli?gt, ist sie he« 3. Klasse unrettbar verfalle«. — W-A-E. und Rudolfs Hügel trage« in Favoriten 'ein nach zur Herbst,'erie gehörendes Spiel «VK. dessen Ausgang völlig ungewiß ist- Der W-A. F. ttfitt in Favoriten gegen den S.C. Herr ha «n, dem er aller Wahrscheinlichkeit »ach den Sieg Nirv überlassen müssen. — Schließlich ringen noch Pie«na und Wacker in Dornhach um die Mutte, VA mit ziemlicher Sicherheit den Meidlingern zu* SM« dürfte». In der zweiten Klasse kommen sieben Spiele zur Austragung. Die Ha?oah tritt auf hem Straßentzahnrr Sportplatz (2. Bez.. Borgartenstratze) . gegen Donau st«dt an. Während die Donaustädter mit ihrer stärksten Mannschaft antretenmüssen die Ha wahner o«j die Mitwirkung Neuselds. Molars und Ruhbaums Verzichten. Nkchtsdestoweniger ist ein wenn auch schwer erkämpfter Sieg der Blau-Weißen zu erwarten, t - Vor einer sehr schweren Ausgabe steht die Gier- )«ania die in Schwechat den S<K. Slovan zu Gaste Hat- Ebenso wie die Hako-ah müssen auch die Schwechater jvrit mehreren Ersatzleuten antreten. st» daß ihr Sieg alles eher als sicher ist. Ein Erfolg Slovans ist absolut ßchtzt ausgeschlossen. & DaS Treffen R- A- E.—B sweg « » z (Nußdorf) Weste die Nußdyrfer' siegreich sehen. während der Aus-, tzjANg der Spiele Red Star—Sturm (Ottakring), Wpvrtfreunde—O-S.C- (Ottakring), Cricketer kue Star (Ottakring) und BorwSrts—'Oberst' Beiter A.C. (Oberst. Beit) vällig offen ist, - , >' >> *- Schwere Spiele haben die in der vierten Klasse, Gruppe Norhvst spielenden Vereine Kadima, U nist«t und Hechawer auszutragen. b Die an zweiter Stelle stehende Kadima wird Depeitß um 12 Uhr auf dem Jedtersdvrfer Sportplatz Hege» Viktoria XXIantrebsn- Im Herbste unterlagen dio Kvdimaner 4:1; es ist zu erwarten, daß sie dies-: Wal Revanche »ehmen werden. Unitas spielt auf dem Sportplatz Krieau (Endstation Ausstellungsstraße) Wegen den Sp. B. der Lagerhäuser, der in der setzten Zeit bedeutende Verstärkungen «Halten hat. Anitas wird Mühe haben, ehrenvoll zu bestehen. (Das BvkWplel endete 2:1 jfix Lagerhäuser). — Der S-C. Hechawer spielt auf dem Hakoahplatz gegen he« Saisermühlene r Sportklub, der Über Statt sehr spielstarke Manpschaft verfügt- V . * pr Die Spiele der erste» Mannschaften beginnen in Me» Klassen, wo nicht anders angegeben, um 3 Nhr, jene der Reservemannschaften um Uhr Wochenprogramm der Haksah, Graz. FntzbaSfektton: Dienstag den 2. März, V*3 Uhr nach» MtasS« Wirjenttaming der Jungmanrifchatt; 7 Uhr abends Haastraimg der I. und U. Mannschaft. Donnnstag dm 4. März. 7,3 Uhr nachmittags, Wiescmrarnmg der l. und H. Mannschaft, 8 yhr abend- Mrnarvrrsammlvng im Caft Mrirovole. Gamslaa dm S. Mär». 4 Uhr nachmittags, Schule -er Jungmannschatt durch dm Srktionslriter m der Volksschule. Sonntag den 7. Marz. */»$ und yfn Uhr, Wettspiel der |. und U. Mannschaft Mi» »Grazer SporMud". Da- Wiesentraining findet immer Mter der Heilung dekromrrs Herrn Diamant statt und ist e- Wicht sämtlicher Sttttcker, PÜntrlichst zu erscheinm. — Tie Leichtathletiksek tio u bat chr Training mit Ouerseldriplaul bereits be- Sannen. — Auch die nengegründete Touristin«ktivn wich demnächst mit de» Ausflügen beginnen! LebneakSngliche DiSqua,istKatsp«. Anläßlich des Pplelch Portsmouth und Bristol Römervom 4. Oktober 1919 Aerden von zwei Spielern des Porispwwh Ctuhs mit einem Bookmaker ei» Urberrinkomme« getroffen, daß der Match unrnt, schrchen ende» solle, wob« die Spieler fintwueu N8v M. Steel.) Mtrü'gt waren. Der Match endete dann tatsächlich unentsch ede«. Her zuständige englische StrafanSschnß, der die Untersuchung miete, bat nun rut>ch,rden: Die beiden Spieler sind dauernd diSgnalistzlerr und ist ihnen jeglicher Aufenthalt auf den in den Bereich der Football-Association fallende» Gebieten (FootballgronndS «sw.) untersagt. Sp.'M. HaKoah. Heute findet nm 'AS Uhr nachmittagim Tempel. IX.. Grüne Torgasse, du Dauung unseres Mitgliedes Dftar S ch ö n g u t mit F:äulerp Eamllla P o r g e s statt. I. T. V. MaKKabi II. Heute, '/<10 Uhr vormittags, Veueralprode (OlymptaM). Hechawer. Heute Wettspiel gegen Kaiserwühlrner 8. C. am Hakvahplav um, t/i2 und 3 Uhr. Die Abeudunlertackuug im Cajs Korb mttällr. Gerichtssaal. Der Mord im Arsenal. ' Rach Eröffnung der Gerichtssitzung dnych den Bsr" sktzeuden, Oberland^gerichtsrat Dr. Mager, wurden dir Laumunhsnsten der Angeklagten verlese», aus denen hervor* «ht« daß sowohl Roiwdrr wie Widder im Jahre M? tMSM Falschmeldung zu Keinen Arreststraftn verurteilt wuche«. Prehburger fragte dann Rolleber, von wolchgr Empfindung er beherrscht worden tvar, als er sah, daß Geifer das Geld vom Tische nchm. — Nollpber: Im Augenblick, als Geiser sich mit dem Geld her Tür zuwandte, fiel ein Schuß. Ich konnte nicht sehen, daßHlibncr Mtchoiktt bat. und klaubte. M iei ein Angriji aZl muß und meine.Begleiter geplant. Mein Eindruck war, daß mein uns nicht nur berauben, sondern auch ennorden will. ^Präsi d emt; Das stimmt aber nicht mit ihrer frühere« Verantwortung. Sie wollet es jetzt fhinstellen, sls ob Sw «ach dem erste« Hchuß in Notwehr von Ihrem Revolver Gebrauch gemacht hätten. — Angeklagter: Das will ich nicht sagen« syndern nur erklären, daß ich nach dem ersten Schuß starr vor Entsetze» war. weil ich glaubte, der Schuß habe uns Molsen.- Dr. P r e tz v u r g e r gibt namens Arnold RottederS hio Erklärung ab, daß er sich verpflichtet, der Frau Gtanzk und ihrem' minderjährig Sohn eine Alimentation in der töha von monatlich 1000 Kronen bis zur erreichten eMändigkeit des Sohnes zu bezahlen. Zm Falle des Ablebens der Mutter reduzieren sich die Alimente für den Sohn auf 600 Krone«. Rolleder nimmt diese Verpflichtung «uf sich« ohne Rücksicht aus -tat Ausgang des Prozesses, also auch im Falle -er Freisprechung des.Angeklagten, j Hieraus wird das Heweisverfahren geschlossen. Dw ^Adyheps. ' Swatsänwakt Dr. K a d e e k a sagte in. keiner Schlußrede: Es war d«n Mitglieder« - h?s Konkornumbekannt, es ktznne sich um kein legales Geschäft handeln, sonst hätw es sich an ein Staatsamt gewendet, Es wurde auch gewarnt poy einem Gcheingeschäft. Kotteder rechnete aber trotz-iun damit, daß Geiser, von de» 40 Zehntausendern geblendet, sich entschließen werde, hie hevritgesteUten zwei Waggons Waffen abzugrben. Auch Widder, der drei Namen trägt, Wörichsen für das Konsortium. Schrames im Arsenal und Widder i«. Pirffichkeit, muß hasselbe von Geiser gedacht haben. Die Provision wäre größer getvesest, als die Prämie. Widder wollt» Geld und nahm es, woher es immer kam. Wenn « aber gewiß war, daß sich Geiser nicht bestechen läßt, Han« hat er die tschecho-slowakische Regierung um die 400.000 Kronen betragen, die beschlagnahmt wurden. Daß tzip tschechische Regierung geschädigt wurde, beweist, daß sie von uns nicht nur die 400.000 Kronen, svudern eine wettere Million Kronen verlangt, dis man dem Major Reander bei seiner Verhaftung abgenommen hat.. Was den Totschlag betrifft, hat Rolleder gewiß nicht ist Sinnesverwirrnng gehandelt, Ei« sturnmer Zeuge spricht dje beredstr Sprach«. Stanzk wurde erwiesenermaßen durch, die Kugel getötet, die aus dem Revolver RolkederS stammte. Rolleder kann nicht in Notwehr gehandelt haben, denn er war ein Verbrecher, der,hen Arbeiterwehrlommandanten bestechen wollte. Rach der Dat hat er nichts Sinnloses, sondern das Zweckmäßig« getqn, sich vorsichtig zum Fenster hinausgekasseq und aus der Flucht ..aufhal^ und «Hilfe^ prüfen, damit man glaub«, daß er verfolgt werde. Die Erpressung habe er schon durch das Anschlägen des Revolver? begangen. An der Hand Rolk-ders mbt Blut rmd diese Tat.verlangt Sühn« durch gerechte Strafe. Diesem Empfinden wird vom ethischen Gesichtspunkte aus durch den Schuldspruch Rechnung getragen werden, Verteidiger Dr. P r e ß b u r g e r: Der . Kalbenschlag, der im Arsrnal den schwergefessslst-n Rolleder niebergestreckt hat, wie einen wutverdachtigen Hund,, die Schüsse, die ihm nachgefruert wurden, di« Fußtritt«, unter denen gnadenlos sein Leben verendet wäre, wenn nicht. eine mitloidig« Seele sich seiner angenommen hätte, das .sinh altes Handlungen jenseits -es Gesetzes. Kein behördliches Organ has dqs Recht, solche Handlungen zu begehen^ i-Habchr Sie nachgedacht, meine Herren Geschworen,' wie es denn kommt, daß der Herr Staatsanwalt diesen Kolbenschlag, diese Schüsse nicht angeklagt hat? * r; . Ich will Fhn«l diesen Widerspruch erlkSren, In dem einen Fall hat der Staatsanwalt das Rechtsempfinden gehabt, daß es Grenze« gibt, über die hinaus ein Mensch seine Nerven und Sinne nicht Pehr heisainmeu haben kan«. Gerade weil ich den Stier bei den Hörnern fassen will, habe ich gerade diesen Moment aus der Rüstkammer der Verteidigung ganz systemlos in den Vordergrund gestellt, nm so gleich in Ihnen die durch die außerordentliche Sachlage sich ergebenden Zweifel zu wecken, ob es überhaupt richtig war, Rolleder unter Anklage des Totschlages zu stellen. - Rolleder mG Widder fteigesprochen. Dr, R o s e n s e l d bestritt, daß Widder jenralS die Absicht hatte, irgendwen zn emem Wastendtebstahl zu verleiten, auch habe ihm jede betrügerische Absicht gesehlr. 1 Das Urteil. Räch nahezu zweistündiger Berattrng beantworteten die Gefchwornen di« auf Totschlag lautende Gchuldfrage für Rolleder. mit 7 „Ja" gegen 6 „Nein", hie Frage ans versuchte Verleitung zum Diebstahl mit 3 „Ja" rmd 9 „Nein", die Frage auf Erpressung wurde mit 11 Stimmen bejaht; die Zusatzfrage, ob N-rllever das letzter« Delikt im Zustands vorübergehender Sinnesverwirrung begangen habe, mit 7 „Ja" und 5 „Nein" beantwortet. Nur der Uebertretnng des Wafsenpatenteswurde Rolleder einstimmig schuldig erkannt. — Die Frage für Widder ans Verleitung zum Diebstahl wurde mit 0 gegen 3 Stimmen, die Eventualfrage aus Betrug einstimmig verneint. Auf Grund dieses Verdiktes verkündete der Vorsitzende den Freispruch des Angeklagten Widder. Rolleder wurde wegen Uebertretung des Wassenprientes zu Finsr Geldstrafe vpn SV Krone» verurteilt, diese Straf« ooer -«gleich als durch die Untersuchungshaft verbüßt erklärt. nten walke»VE«««. vitttetfilfltoniie! Sat^&nfef «w gfattgme™ gfttUfiigeS Mäini Lwp. Kurzer. Wien, OIL Wesibahiistraße 23. Lelrhpon 31H87. u» Ausfuhr « * Einfuhr Wl^n, I», Um, 7!ntßp«rh. Tel. 7510. Tefegrgwipi^r.; A«f?» My m mwmmmmmmm '.s.,i.r;v:""v^Lwjr.'»^: vrr^.v,. HÜTREPÄRÄTUR-AHSTALT r^rrr., 'xmiingv llcrStrM9ö »Y 29 Februar 1929 •< imnnNMHMHn ROHATYN BsnkgoscHSH Wien^ I» Maria Ther®sienötr. 10 Telephon 20-3*09 empfiehlt eich rvp kulantesten Durchführung aller hankmäasigen Transaktionen, Belehnung von Waren, Finanzierungen etc. 1 Spcxlnlahtallung fUr Polen rote >■—H—l*—»-****»»*—>tlW|W^»>MWWWWW>—OWHP***——* Der Volkswirt. (Sitte jttwttc » 2,35 (£otttiütf9* Gestern stellte sich in Zürich die östcrreichlsch« Krpnr auf , , . die tschechische Kröne a«f . . . . dir Wrk auf . Ädroch Ktakau * * , « » i » * » ♦ » » düdapE » * » * .* . 2.85 (2.35 gm 27. Februars . «40 '645 am 27. Februar! .645 (f.25 ayl Y7. Februars , 1,65 (4.50 m 27. Februars , S «0 2 7^ am 27. Fed-narj . 2,80 (2.80 am 27. Fchr'wiü Die neuen Stenrrn. ' Von st^ch(sanv»!itt -Dr. CtnH Kslloh, W ist das Schicksal eines Volkes, welches einen Krieg verliert, hierfür mit schweren Steuern büßen zu müssen. Je katastrophaler der Ausgang des Krieges, um so größer die SLeuerlaft. Oesterreich ist dazu verurteilt, hierauf das Gxsmpel zu statuieren Der Staatssekretär für Finanzen will eins ganze Nsihe neue Steuern einführen und bereits bestehende erhöhen. Ein großer Teil, man kann sagen der größte Zdeil der neuen Steuern, wirb die gesamte Bevölkerung auf das empfindlichste treffen. In Betracht kommt in erster Linie die Umsatzstener, welche im Grunde genommen eine Verbrauchs* ahgaho ist. Diese^Steuer ist geeignet, unter den vorgeschlagenen Neuerungen das größte Bedenken zu erwecken« Sie wird unbedingt zu einer weiteren Verteuerung der Lebenshaltung führen. Damit im Zusammenhangs, sa lange unsere Valuta kesne Besserung erfährt, zu neuerlichen Preissteigerungen, Erhöhungen der Löhne und Gehalte und so zu neuerlichen Steuern, Die Gefahr der Umsatzsteuer besteht also darin, daß wir in eine Steuerschraube ohne Ende hineingeraten, Man muß sich die Frage vorlegen, oh die Regierung trotz dieser Gefahr auf diese unleugbar ergiebige Steuer verzichten kann« Die.Frage wird von der Not der Zeit beantwortet. Der Staat ist bemüßigt, alle möglicher: Einnahme quellen zur Befriedigung feiner Bedürfnisse zu eröffnen. Die Umsatzsteuer ist eine Quelle, die seit jeher von Staaten, M sich infolge eines Krieges in finanzieller Bedrängnis befunden haben, abgedeckt wurde. Dies bat England getan, dies hat auch Amerika praktiziert und beide Staaten nicht zum Nachteile ihrer Volkswirtschaft. Doch besteht ein gewaltiger Unterschied zwischen diesen Fällen und dm unsxigen. England , und Amerika be^ fanden sich in der Blüte wirtschaftlichm Aufschwunges, wir sind zur Gänze niedergebrochen. Trotzdem darf man bei objektiver Betrachtung der Verhältnisse der öfter» reichischm Regierung das Recht auf Einhebung der *Um« satzsteuer nicht verkümmern wollen, Jedoch muh die Steuerträgerschaft an diese sowie an die Bewilligung der anderen Steuern die Erfüllung von Bedingungm knüpfen, die eigentlich selbstverständlich sind. Der Staat muß seiner unbedenklichen Ausgabenwirtschaft Einhalt tun. ES darf nicht jede Ausgabe damit bemäntelt werden, daß hierdurch die Ruhe im Staate erkauft wird. Es ist ein Zeichen der Schwäche, ivenn die Regierung kein anderes Mittel weiß, die Ruhe aufrecht zu erhalten, alß diese zu e r k a u f e n; ähnlich wie Eltern eines schlimmen Kindes sich von ihm um durch Nachgiebigkeit Ruhe schaffen. Sa wie dies nicht zum Vorteils des Kindes und der Eltern ist, ist die gleiche Methode zwischen Re« gierung und bestimmten mit immer neuen Forderungen auftretenden Schichten der Bevölkerung dem Staat» nachteiNg. Der Steuerträger, der so schwere Lasten auf fick nimmt, hat das Recht, auf die Verwendung der Steuep gelder weitestgehenden Einfluß zu nehmen. Die National Versammlung, die bloß von Parteifragen beherrscht wirb allem erweist sich als u n g e e i g n e t. Es müssen hierz« andere Organe aus der Mitte der Steuerträgerschafl geschaffen werden. Auch in anderen Belangen hat di» Steuerträgerschaft, an welche solch ungeheut» Forderungen gestellt werben, das Recht, gehört zu wer» den.: So schon bei der Vorbereitung von Maßnahmen Welche dieselbe direkt oder indirekt treffen können. Eß ist eins schon seit langem ausgestellte Forderung de: Steuerträgerschaft, durch einen Finanzbeirat l» Staatsamte für Finanzen vertreten zu sein, Un. verständlich ist es, warum die Regierung einen solche« noch nicht geschaffen hat. Welch großen Vorteil hätt» die stenertragends Bevölkerung und dis Negierung vor . der ständigen Beratung durch sin derartiges verantwortliches und befähigtes Kollegium. Der Steuerträge: wüßte sich hei der Regierung vertreten, diese könnte dü Verantwortung auf breitere Schultern wälzen. ES wäre ein vorteilhafter, lebendiger Kontakt zwischen Bevölkerung und Behörde hergestellt. Aehnliches ließe sich auch bei den unteren Instanzen bewerkstelligen. Die stsuep tragende Bevölkerung hat auch ein Recht darauf, daß alle Maßnahmen, welche bisher die Steuerveranlagung so lästig gestalteten, beseitigt werden.. Die gesamte Orga« nisatiyn des Steuerwesens mutz demokratijch wep

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