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Wiener Morgenzeitung · 1920-02-28 · Heft 397 (29.2.1920) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 397 (29.2.1920)
Date
1920-02-28
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Men. Sonntag Wiener Morgenzeitmrg 29. Februar 1920 si-E» 292 Sette 2 tzer Adriafrage sein werde, sie nicht das ganze Gebäude zer« stören werde, indem sie sich van den Verträgen von 1019 zurückziehen. I» seiner AntwE vom 28. Februar erklärt Präsident Wilson, daß er nicht die Haltung der britischen und der französischen Regierung, zu kritisieren beabsichtige, jedoch der Lieberzeugung sei, hinsichtlich seiner Stellung zur Adriafrage keine Wahl zu haben. Nach ferner Ansicht sei -er Haupt, beweggrund des Krieges gewesen, daß keine Negierung oder Bereinigung non Regierungen da- Recht besitze, über da- Gediei oder die Politik irgendeinefreien Volkezu ent. scheiden. Fünf Großmächte hätten nach seiner Ueberzeugung nicht mehr Recht, ülex die freien südslawischen Völker ohne deren Einverständnis und Mitwirkung zu entscheiden, als die früher« österreichische Regierung. Die Haltung des Präsi. henten sei durch den Artikel des Völkerbundvertrages borge« zeichnet, nach welchem jeder territoriale Machthunger und jede BccinfluffungSbeabsichtigung mit der freien politischen Selbst« bestimmung der Erdvölker unvereinbar sei. In der Antwortnote vom 26. Februar erklären sich die Ministerpräsidenten von Frankreich mch Großbritannien bereit, km Sinne der letzten Note des Präsidenten vorzugehsn und Such die albanische Frage nochmals zu betrachten und so zu regeln, daß die Aspirationen heS nlbarrischen Volkeauf bolle Gelb st regt erung erfüllt würden in gleicher Weise wie die wichtigen tzntereflen der arrderen Parteien zu, fammen mrt der Notwendigkeit, Südslgwien einen Ausgang Sur Adria im Gebiete von Ekutari zu sichern. Die beteiligten Regierungen weiten ersucht werden, ihre Wünsche in Ern. Amrg zu bringen mit dem amexrkanischen Standpunkt, der sich -er Dreiteilung Albanienwrdersetzt. Die französischL Mch die britische Regwrung hoffen, daß die Vereinbarungen Ouf gütlichem Wege werden erreicht werden. Sollte es jedoch mcht möglich sein, darrn müßte der Londoner Vertrag hon 1916 in Kraft treten. Der französische und per britische Ministerpräsident machen Präsident Wilson auf dw große Wichtigkeit einer fätteumgen Regelung her Adriafrage auf. Merksam, da der jetzige Znstand den Frieden bedrohe und den Wiederaufbau Südosteuropas verzögere. PoMsche^rmdschau. Das franzSstkcha Fremde«? es'tz. Die franzäsi ebe Regierung hat der Kammer eine» «'»en Grsetzentwmf emgedracht Ader dm Autentdalt von W«-tLnd«rn in Fiankrerch. Der Entwurf macht kemnkck Anterschkkd m bewg aus d e National,tät der nach Frankreich ßmrcüenden Aaeiändrr. Er «klärt au-drücktrch. daß die Pa'sier. ßchnne an der Grenze nur in Krirg-zene» nSrg sind Er ichrecht -che» «nt strenge Lnmelbepflrcht vor fiw alle Personen, hie privat« oder beiufsmaßig irgendwo sich aufhalie«. Ausdw längere Z r r t m Frankreich lle bm, bedürfen gta* A n f e n r h a k t - k ch e i n,e S. der gegen e,ne Gebühr von 6 nks von der Postzeibekäide auSaestellt wild Ptt Ausübung eines G werde- oder e»rtts freien Ve.uftS muß bei her zuständrgen Bürgermeister« amv meldet werden. Dise Anmrlbsng rst dem Präfckrrn des D partrmems m tznieiien. Die Au-Übung von Güirrfpedmon. AuSkunslSwffen, Steller,«er- «jttkMg. die Fabrikation von K.iegSma erial Und chemischen Produkten, die -,e bandesomeidiguni ,me>etsieren. der Betrird von Lteindrüchrn, von Gasthäusern und Wirtschaften durch Aus» Üffap hrdürsm einer Ermächtigung der Re- -»e » « u g. Der Gesetzentwurf enthält weile? besondere Be- AmwuBgen öder die Zuiaffung ausländische^ Arbeiter »nd über den A « - f ch l u 8 von AusrüAderuau-gesellfchattlickenVetrieben. Urne Oesellichast soll in Frrkuntt nur aliranrölsche Geellichail «mefannt werden, wenn sie ihren Sitz >n Frankreich hat. wenn Ä-Nliche Mitglieder der Perwallung und Ge ch3 ts ührung und webe all die Hüte der %' lhid-r F anzv'en sind. Frarrz Schreker: „Die Gezeichnete!.*. Orstaufführung im Dperntheatec am 37. Februar.) ' Mit dieser Aufführung hat die Kunststadt Wien »ist sthyens Versäumnis zum Teile w'e'sr Mgcmacht. Dem L rn2r F>anz Schrecker war längst ein Ehrenplatz im Spielplan der Oper ei»zuruu,n>.'n gewesen. Dringlich genug klangen die Fansa.enklänge der Ev- Holge in Deutschland; hier stellte man sich taub, vsr- Kchauzte sich hinter matene l n Bedenken und d es noch tzu einer Zeit, wo dir kaisrr.ichen Fonds reichlich flössen, M* Oper als glättendes Geschäftstheate« im übrigen hz ms Mi lci)g be.u ftö. Die ve.armi« Republik le st.'t sich's dcn^ch. Länger konnte man nicht an der bedeutendsten Erscheinung der neu ren Operni eratue achtlos vorübergehcn. konnte der Stadt, deven Musikiohe« du ch das Wirken des Komponist.'» recht kräftige erhalten hatte, die Ken»itniA seiner Werlo, qicht vorenthali-n. Auch dieser schvcrgefaßte Entschluß stieß in seiner Ausführung aus Schwierigkeiten, dis «pan nicht a'l;u rasch zu beheben bemüht war: Oppofitwn des O ch strs. Lieblos gk it de- Dirigenten. und tpas sonst derge'chrn als öf,-'n.liches Gek-rimnikolportiert wur e. In Frankfurt wurde für den Tag der Erstausführung festlich gerüstet, in Wien kam ein durch die Zwistgerüchte UN) endlosen Verschiebungen mitz.rsui,ch gemaches. du ch die un r chw.nglichrn Ciutrittsprelje in feiner normalen Zusammensetzu.' g gänzlich geändertes Publikum ins Theater, um über Schrekers neuoriige Kunst das erste Urteil zu sprechen. Es ist Scher Erwar en glänzend ausge.'all.n. A« di-s» Over so'l % man nicht mit den tm V-rk abgeyüz o» Maßstä.en dar i.t M h.ran.r Daü Wa.r mir den üblich.'» Negistersra^n nach sprachk'ch-)« G-itep^uuu u.ch dratua.i'cker ülolaerich,iukßit des Buchs- Generalstreik der französischen Eisenbahner. Paris, 28. Februar, mittags. (Havas.) Der nationale Eisend^hnerverban> hat den Generalstreik verkttndet. * An d m vom natwnalrn Ei^nbiihvlkrverbavd «tassenln Gkneralsireitdrsihl w»d «115, t, daß der Posi vg-ausschoß all« MiM m em«r v« -hn! dim kä^ung «icb?p i Hab« und b« d«n, PersBiben, dkSsenl'ohstgttchfchaf»Pa»iS'''V»on«M»'telm»er. de« Min sier tiir öffcn,l!che Arbkttkn und den Min,si«träsidmten mr Aufhebung der St, afmafrnahmm b:s zur sch edsgerikbtk'ts'en Eiledigunfl der Zwischenfälle zu bewegen, aus hartnäckige Unnachgi<bigkcit g-stoßen s«. Paris, 28. Februar. Uchrr hi« StreiNagr e,fäbrt das .Fourn.il", darebtttavsend Mobilisirlung§bef*dle an die Eisenbabner )wr El'enbibogrkek'schqst Parr»'"Vvon«M-tt«lMtm adgegancen sind. Auch an dir Sstenbahner der staatliche« Westbahn sind Mvblklsicrungsoiders abgegangen. Der sozial'stische Kongreß m Sttaßbmg hat eine Tagesordntma an,ienommm. dm ch die der Kongieß sich mit den Elsenbahna l,t! ern sol dar.fch ettlärt, Paris, 28. Fetnuar. Die Psmafttmaklomm lsion des ollsem^inen Arbettkive bündes ist spät abcndS zusammenderufcn worden, um m der Bir ik rogr Stellung zu nehmen. Pafft-, 88. Fehiuar. In her gesingen Kammersihnng isi da8 Geiry über di« zeitweilige Reqnirikrung des gesamten rollenden Materials mit 6U gegen 90 Stimmen angenommen worden Am . späten Atenh hat auch d« Senat haß Gesetz angr« nommen. WWWWW»»«WWW«WWWWWNWmWWWMWWmWWWUUWWWWW D're Reise Dr. Gm real- «ach R»ßla«v. Der Dichter boBnenfchein «1« Kau-r»Lr»r. Prag, Feb uar (Prip? Der m W en bekannte Dichter Hngo Pgnnenfchei« tälut m den nächste« Tage«, wie das iommnnisti'che Blatt .Cerok«" meldet, nach Rußland, um dorr du direkte Verbindung m>t de« Flldmn der Kommunisten au'zimebmen Dr. Smeral. der bekanntlich »denisüs nach Ruß« Und fährt, b sitzt nämlich nicht das Vertraue« des aanzen lichkchiiche« Proletariat-. Per finke Flügel der tschechischen Soualdrmok'atie rst bezüglich der Takiik und Inst a io« «mer andere« Anschauung w,e Dr. Vmeral. rmd deshalb »ich auch Sonnenschein «ach Rußland enisandt, um gew.sieimaßc« die Ää izkeck Dr. Smeeals zu kontrollieren. Inland. Dl« Dorm-krensabsaho» Der Ui'tertius'chuß der Nationalversammlung für dle große VeimsgenSaigabe bat gestern den § 3S der Psilage. der die Bewertung der KavitalSverfrcherung rn der Vermögensabgabe beinhaltet, in tolgendsr Fasiung znm Beschluß eibobm: «Als Wert «icht sälleger, im Vertrag - siernmäßig bestimmter Ansprüche und Kapitals» veisicherungen bat. wenn diese aus den EilkbenKsall lauten, der Betrag von 80 Proz-nt. laute« sie auf den Ablebensfall sowie bei sem'schtrn Be siche, ungen der Be ravon SO Prozent der emgezablien Piäm en zu gelten. Als Wert nicht ziffernmäßig bestimmter Ansprüche und Rentenversich'rungen gilt die berech»^« Präm,enres.rve. Der Wert von Kapital» und Rentrnversich-ivngr«, welche se i dem J.ihie 1917 eingryangen wurden, ist dann «m «ach de« erwähnten B stimmungen zu berechnen, wenn der Betrag der eingezahl en Piämie geringer al- & 10.000 »st. anbei„foOd gilt al- »hr Wert der volle Be rag der geleisteten Einzahlung. . Der 8 86 wmde m der Fassung der Regterungsvorlag« tum B schlnsi» »'hohen. nach der größ r n oder ger'nzcvin GefS ligk..i^ter Mus'k abtun. ES ist allzu persönlich im Dichteriichr« 'wie Musikali.'ch n, spricht in Worten und Tön^n seine eigene, ganz neue Sprache. Ohne greifbares Borbilo ist die Gestaltung di','er aus tiefen psychologisch:» Perkettun en sich en.wicke'n^en Handlung, die da) N^rpmnnd S.eienleben der Moderne auf ein frei erfundenes Bebe n s der i o ien ich n Renai lano: «it p osi isvt. Nlv ani Salvago. ein reicher Genu'ie. lebt da^ Schöne um so heißer, alihm selbst leibliche Schönheit ermangelt. Die Liebe kennt er nicht, k«in ehrbares Weib hat birher tem Häßlichen frin« Neigung gesch.'nkt. Go lebt er als Beschützer der Künste und der Kü'tstler, mit deren Hr.fL er aus einer Insel «in märchenhaft schönes „E Ysiuin" erbauen läßt, einsam inmitten feinerer und«, die unbedenkliche al- «r dem Sinnengenutz sröhnen und Genuas Bürgerschaft durch ihr« Zuchtlosigkött in Erregung versetzen. Alyiano, der sich von dies-M Treiben fern'^ält, beschließt, jenes Eiland, an dasich schon dunkle Gerüchte knüpfen, der Ptadt zum Geschmke zu mache» und spaltet mit dieser demagogischen Tat di« Genueser in zwei politisch« Parteien. Dies ist de« eine Keim des tragisch:« AuSgangeS. Das ander« Motiv ist die Begegnung AlvianoS mit Earlotta. dom ersten weiblichen Wesen, das Ihm, wie er glaubt, Liebe «ntgegendringt. Sie ist Vom Schicksal gezeichnet wie Akplano. mit Kränklichkeit und dem Fluche dev Künstlerschaft, die an Sielte des starken natürlichen Liebedempf'n'ens ge.reten ist. (Diese psych sche Ersatzsunktton der Kunst scheint die geh-'i ne Grundidee des Schrekerfchrn Musitoram-S zu biiden.) Ihr fchwack)«- Herz mÜlUe ter erst: Liebe sturm br.che». tzm Uiv.i»r shs malt der häßliche« UlvlawoS schömr PreLe wagt de'halb der K üppel «'cht, ihr nale-u.r:uen, und Llieibt Modell, wo er Liebbaöer lem sottte. Ein Reöenbubler Die tztz 40 brS 45 iA n f o r d e r y n g S v e t\ a h re«) uttb 8§ 45 b,S 47 cAnbietnngSverfahr uO wurde« flestr, chrn. Für die Streichung stimmten die drei Christlichsozialen und das aroßdentsche Mitfll'rd. gegen die Streichung tsie drei Sozialdemvk.atem Der fozialdemykistifche Uhfleorduete D a n n e b e r g meldet« die Fällung der Regirrungsvorlage att Mivd-rhett-votum on. Hierauf wurde« dle 88 88 (8 a h l« « g s t e r «i« e) und 56 <A r i d e r E n t r i ch t u v g) in Verbandkuug fle^ogcn- Die nächste Sitzung hält der UmnauSfchuß am Dienstag atz. Mendl FOge» Re«n«». Bekanntlich H ute der Staatskanzler in einer ln Ptrrkersdbrf pebaltenrn Rcde dem Besitzer der Ankerb' otwerke Herrn Fritz Men dl vorgeworsen, er habe au- Reklamesucht denStreik haben wollen. Herr Mendl hat nun i« einem Schreiben an Dr. Renner vorgckchlagen. die Beschuldigung einem Schiedsgericht vorwlegm. siir welches er für sich den gewesene« HavdelSmiNisier Wnser u«d de« Prvsesior Weitstem nominiert. Telegramme. EmFerufttag -er flanzen Iahresklasse 1920 inTrandreich. i POffßO, -L Februar. Fank'prnch.) Pie Vorlage, dmch welch« die französische R«gi«,»ng mmächtigt wird, hie g-W IahresNasie illgo unter hie Fahnen zu berusrn, wurde «O Donnelstag in der Deputiertenfammer mit 518 gegen SS Stunmm avgenppime«, Unter anderen warm General Eastelnau, KriegsmlMgp befövre und Brianh zu Worte gelangt. General Castelnau. d« du Leitung der A-meekommissio« mnrhat, erstärte. d>« Armee A ein Instiument her Politik gewesen «nd sollte so prflanisierf werde«, um jene Polttrs z« «nterstStzon. dw de« Fnt«,elle« dtzk Natro« am desten m diene« scheint. Das Land sei wegen der Hrrobm vdeiung der Kosten für die Armee beumudigt. . Bezüglich Deutschlands erklärte her General. Deutschkavtz lei nicht im Vesr.ffe, du Entwaffn»«« durckmiübren. »ur lüg s^urchl vor »nstur militärische« Macht fängt« es zwinge«, Üg Klauseln des FrlebenSy?rtrae>es z» ei fülle«. Krieg-mmiste, f^ttdie Mw aus, es handle sich vm Atz rsrübkigehendeS Gttetz Md nickt nm einen endgült'gm tZvsiaud« Er l gte dar, daß der segenwÄNgs Mangel Frankierch- «g Soldaten zu dieser Maßnahme zwinge. Selbst wen» die Soldat« des Jahrganges J9$0 einberusrn «ärrv. bliebe denmÜ e»m tzt»«s Verringerung der Truppendestäude bestehe». Düse kännie tim dadurch ausgegl che« werden, daß man die Iahrchtlflsie 1-18 rin ge Wvcke« länger im aktivm D>«Üe beließe. Die südischg MelthUf-Lstnfsrenz verschvhe«^ Paris, 23. Februar. <Pr!yaU Das Komitee M jüdischen Delegationen bei der Friedenskonferenz aibj bekannt, daß die für den 7. Marz geplante Welthufs^ Konferenz auf Verlangen der polnische« und ameO konischen jüdischen Organisationen auf den Monat .Mai verschoben werom mußte. Mir haben W Meldung bereits registriert, deren offizielle Bestätigung nunmehr vorliegt.) DaS bulgarische Sobranf«. Eoft«, gs. Feb, uar. Am lch wird vnlautbart: Dt<s Wahle« für das Sobranje finden am W. M 8 r» statt. Das ncm Sodranje wird spätestens am 18. April zusammeutrete«. Ungarische Natlonarverfammlung. tvudapest, SS. Febrnar. In der heutige« S tznng tze« Nationalpelsammlunq wurde der Geietzenrwurf über die Wieder- Herstellung der BrriaffunpSmäßigtrit und hie p r v v i f v r i f ch e Regelung der Ausübung der staatliche« Obergewaltin dritte L^suna anaenommen. i'iMMrmii wh«,4.m ,r.iu. i,>> .. '..i.rr.'-gr, « »i 7-7.»-^BMW ist glücklicher als er. Der schöne, srgche Tamara süW sich von CarlottaS Schönheit angezogen, ohne zunächstf erhört zu werden. Aber tn jener vrgiastisch.'N Liebesnacht im „Elysium", die der schon berühmt geworden« letzt« Akt schildert, gehört sie dem Lsichts!nni-g«n Bevsührer und stirbt im seligen Rausch. Atviano, vom Volke wegen der Schenkung vergöttert, vom Gericht als Verführer in Acht und Bann getan, deckt selbst de« Liebessrevel Tamaras auf und tötet ihn, da dieser den Buckligen noch verhöhnt. Im Irrsinn wankt bann der G«ze!chne'e du^ch die schrveizende Menge ins Freie, Ewtik ist die starke Tr^bkraft, von dev dies« Handlung mehr innerlich als äußerlich bewegt wird. Ein seltsame) P oblem, baS t«$ Lieber«ntüch lgm, b«E die Herzkranke begehrt. Aber so merkwürdig sich dies« Vegeben^eiten im Bericht auSnehmen mögen, in dev Sprache Schrrk rl, die eine blumige, poet'sttvendT Aus» brucksweise mit dem KcnversativnSton von heute in Neuverfin vermengt, verschleiern sich die nackten Tate, fachen zu Geheimni sen der Se-sbe, dir ewtischen HemM n!sse werden zu schicksalsformenden dramatischen Geb» walien. BewundernLwert, wie Schrek r, der dcch von der Musst heckommt, di« Lh.at<rikchnir m« st^rt. <SSkinci; Svenen haben Fluß, der Dialog ist lobenSwahr und liesert in ungezwungener Reds Expoiit'.on und Steigerung des Dramas. Di« Tragödie des Künstlers, iU ein.'M neuzeitlich sensitiven Lichte gesehen, hat er zu schildern unternommen. Dies birgt sich hinter dem üppigrn Biid der Nenaissan«^. hin er den f-eincnS.el«m, zeichnungen, den schwüien urch kra's.'P Maisensz«m«. dis »un tu bUher noch « cht Arhörta» Orchtstürtiängfl» ihre must'a i ch' Un^nna nng gefunden habsn. Man hat Schreker, besten Mangphantast« -rmSM als herdorftecheMteS Merkmal feiner fchöpforische» i Krakt erschien, iw Aeoenlatz m Maoner als

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