Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 394 (26.2.1920)
- Date
- 1920-02-26
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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I Nr. SW Mm. Donnerstag /Bientt Mkoraenzemm» 26. Febm« 1920 Setter Snlonb. SÖle Enkentekontrolle Wer Oesterreich. Am Dienstag trafen zwei hohe italienische^ See- »ssiziere in Wien ein und nahmen im Hotel „Bristol" Kvhnung. Es sind Li'S Kcnt'radmiral Conerani und üinienschifsskavitan Pamfili. Die Leiden Herren et* ttatteit, als Quartiermacher für die Marinekontroll-- iornmission delegiert worden zu sein. Daraus geht offenbar hervor, daß der seinerzeit. Zon der Entente gefaßte Befch''uß trotz der Vorstellungen, »ie bezüglich her zu hohen Stände dieser Kommission erhoben wurden, vergeblich waren und wir das groteske Schauspiel wecdL» erleben müssen, unsere nicht vorhandene Seemacht von fünf Admira'eu kontrolliert zu sehen. Was die Wahl der Personen begrifft, so wird hier, wie die „Wr. Allg. Ztg." meldet, die Entsendung »es Schiffskapitüns Pamfiii einigermaßen peinlich empfunden, weil Pamfili Offizier der k. u. k. Marine gewesen ist. SchifsSkapitän Pamfili, dessen Ilcbertritt ■n italienische Dienste prinzchi ll natürlich vollständig begreiflich und gerecht fertigt ^st, hatte übrigens schon zeltzgentlich seiner früheren Anwesenheit in Wien unangenehme Auftritte mit ante rat et; aus seinem früheren HirkungZkreis. Forderungen und Drohungen der Bolksrvehr. In einer Versammlung von Volkswehnnännern. Sie gestern abends in der Bolwhalle des Ratdauses stattfand, r^erierte Soldatenrat Grub er über kie rinzelnew Punkte des neuen Wehrgesetzes und über die Bedingungen, unter welchen die Dolkswehrtnäitner gewillt, sind, in die neue Wehrmacht überzutreteu; er betonte, daß die B^lkswehrmänner ihre Forderungen mit aller Energie durchzusetzen beabsichtigen. Diese Forderungen, die in einer E n t s ch l i e h n n g 'Usammen- Lefaßt wurden, die Donnerstag durch eine Deputation »vn Delegierten der einze n?u Volltwehrbataillone dem Vollzugsausschüsse der Solda'enräte und SiMlss-'krctär Dr. Deutsch überreicht werden soll, sind beiläufig folgende: ’ Beibehaltung der Jtlstitntion der Solda'-en ale in Ser neuen Wehrmacht; die Kompetenz der Soldaiewräte soll die gleiche bleiben und in feiner Weise 'umschrieben werden; Auswahl d -r Offiziere und' Untervffiziere durch die Soldatenrüte nach Uebereittloinnten mit der Mannschaft; freie poliÜrfve Tetätiqtrng in Mt dienstfreien Zeit auch in der Kaierne; Gteichstetlnng der Bezüge mit jetten der Getckaemrii; eine Abfertigung iy der Höhe, wie die den ans der Bolrstvehr. Austretenden zugesagte bei U'bertriU ir -die urne Wshrmachr;. ferner bei UeberLriU einet 75prozeni.igen A tschafulttgsbeitvag. Am 15. Mürz 1929 muß der Stand der Bolkstvehr wieder aus derselben Höhe s.ei t, tui-e aut 15. Februar 1920. Fertrer wurde der Z;s atz au trag au. genommen, daß in solange oben angesührte Forderungen nickt bewilligt sind, der Uebertritt in die neue Mehr.- macht nicht erfolgen darf und di'«er eventuell mit Waffengewalt zu verhinde n s.-in wi.d. Dev KompensationsverLraz zwischen Oesterreich und Pole«. Die »Polrnsch-n Stimmen" bet'.Men: Unter Fübrnng des Staatssekretärs Zerdik beg.bt uef» Domtet siaf den 26. d. M. eine Delegation der ölencichiichen R^nriurg nach Warschau zwecks Beratung über dre Dn cknül,e»ng der Liquidation d>s bestehenden vsteneichtsch » volntschen Komvenfattonsvertrage-, beziehlmgstvkn'e über den Äofchüiß eines neuen Vertrages. In der Dckegatwn beuudcn sich Vertrel-. der Skaats- Lmter für Handel, Finanzen, B rkebrswesen unb Ern'ih nug sowie des WarenverkehrsburcanS. r!'on poln scher Sei-e begebett sich gleichzeitig zu de« Verhandlungen IN Warschau als Berl'.tte>- der hiesigen polnischen Handels- und Wircktzwtsmisnl'n Präsident Ärnvski, Konsulent Abgeordneter Galt uud Nseretit Dr. Womela. Dr. Matasa Aber die mestnn^arische F'age. Der Wien'r Korrespondent b-e* B bar ster . Hirlan" hakt« mit dem christlich sozio len Abgeordneten Doktor Viktor Mataja eine Unterrckung. in welcher d'-eser unter anderem ausfüsrie: „Anläßlich meiner letzten Anwesenheit in Budapest, wohin ich mich zur Eröffn uni der Rationawersatnmlung begehen la te, Ülerleüg'e 'ch mich davon, daß die Note der nngarischen'Negierung tatsächlich die Meinung und den Willen der ganzen ungarischen Nation zum Ausdruck gebracht hat. Desto bedauerlicher ist es, daß Oesterreich genötigt war, den ick der ungarischen Note niedergelegten Vorschlag äbzülehnrn, denn es ist unsere allererste Pflicht, mit dieser durch so viele Leiden gegangenen, jedock auf dem Wege des christlichen Wiederaufbaues schreitenden Nation die innigste Freundschaft zu suchen und ausrechtzuerhaltcn. Bort meiner und von von Seile meiner Partei hätten wir es als eine viel bessere Lösung angesehen, wenn das Hein zen land seitens Ungarns nicht nur ein Versprechen, sondern sofort eine Auronemie erhalten hätte. Aber selbst wenn Ungarn in' seiner Verbitterung sich zu welcher feindseligen Haltung immer hinreitzen lassen würde, wird die christlichsozialc Partei auch dann der Attsicht sein, daß die Bande derWeltanschauung und der Moral mit dem wieder.wwachten christlichen Ungarn unzerreißbar sind und wird bemüht sein, dak> gute Verhältnis zu erhalten und . zu pflegen. Die Antwortnote ier bst-rre chhchen R«'i rung aber »st »och nicht das letzte Dort, das i» dieser Fpags «Lallen ikt. Streik der französischen Eisenbahner. Paris, 25. Februar, s.tzavas.) G?m8ß einem gestern aefaßten Beschlüsse *absn die Arbeiter der Werkstätten der Eisenbahnaesellfchast Paris—Lvon—MittelmeerinParis, Dison» Lvon und Marseille die Arbeit eingestellt. Beziialick» der übrigen Dienstzweige wurde «och kein Beschluß gefaßt In einer hente vormittags abgehaltenen S'tzung hat der Doll-zuaSausschutz des Eisen» bahnernerbandes beschlossendie Herausgabe des S>re'ikdefehls für die Linken der Nord» bnlin, Orleans-Bahn und der OstSahn anfzuschieden. Paris, 95 Frdrnor. 'HovoS.Z Das Kom>'t« der Gcwerkschütcn der Pariser Eisenbal)nan5.rst'!llten hat heut? vcnmürags die unv'rmalichr Eiiistelkmtg der Arbeit in den Detncben des gewmten Netzes'Sh§ Pariser Gebietes und bald daraus die E nstellung der Arbeit des Zngspersonals attgeorduN. Aud-'ruseits wird gemeldet, daß der SetretS'- d-s Men- 'bahnerv?rband-§ Prdegarray es abgelehnt habe, einen Streikbesehl tit eriasi'n. Der Munster für öuen'l-cke Atbeiten ba'te mit den Direktsten der Eisenbahugrstl!scii.tp.en eine länaete Unterredung. Paris, 25. Februar. lHavaS.) Die Eisenbahnaekellschast Paris—Lyon—Mittelmeer teilt mittags mit, daß der Pet'onennnd LaftznaSv rlehr am den großen Linien last gärnl ch ,uht. Die Erpreßnge hatten i cd och vottn't'.ags abgchw können. Paris, 25. Fr-ruge. <k \$\&.) Die Dnekt'sn der Ei'enbal-.ns'e,'eiiül,ait Parts—i?von- ±'<itl.'(ttrev macht ihre Angestel'lr'l oller-Kategorien in einer im Balmhose von Lyon vnd in den Depots angcschlaeettkn Kundntackung darauf attln'.crsiam, dost alle AnaeftklNen. dir von der Arbel eigruntächtig fe-ublciben, entsafsen und dn^ch andste ersetzt werden würden. Der Frieden für die Türkei. Engkisches Mandat über Palästina. Mailand, 25. F-'bitcar. Der Lonbener <7-orvespctchetrt drS „Corciere della Sera" teilt Cin el'^ei'en üb r ' i F r i e d c tt 5 b e ding u'im?. n f ü r die T ü r - k e i i it. Die fin au zielten B e st i m m;t n cj e tt ft d öngcb'i ' "r^'ä "ich' und für. die X : tcl uu'ne.. nt Vor. In W 'st-- nud Südau-.toU'n werden die türkischen Bel ölbeit u ö d-r f5rt der V"rtr-t^r der Gr iHmäch'e, in 'bSMf.'''^nche? ZMr gehöre hie Dürckführ'iNg Überwachen." Die' Alllirerten werden ih'w Truppen atks ii'seu Gerieten zucückziehen wobei für F'Ä'i n li Gegend südlich von Smyrna und für ' ie Fror, vl-en Cilizien in Betracht kommt. Iw.'ien und ^Frankreich werden sich einen starken Einfluß/in -, wirtschaftlicher' B"ziebung sichern. Das Gebiet wird cnlwetec' unter' die Souveränität' des Sul'ans gestellt ward n oder eine ' besondere Antonomie erhalten oder als N"abhänf.ip>7r Staat kon^iwiert werden Armenien t'. irb in bedeuwn) engeren Grerrzen zusantmengefaßt. als von seinen' Vertretern beantragt wurde. Man berät noch darüber, unter welches Mandat cs gestellt iverden soll. Ucber Smyrna wird noch z'risch-en Frankreich'' und Etrgdand verhan'elt. Palästina wirö unter englijchenr M and a.t bleibe n, .die Dardanellen und der Bosporus werden von einer besonderen inter-- raiio'.'.alen Macht gesichert werden die gemeinsam von Generale:, der G oßmachte England, Frankreich und I a i'N be^h igt wrroen wird. Den Vereinigten «Staaten tvird, falls sie es wünschen, eine Beteiligung ruög- '.i h gentacht werden. Berlin, y.i. Fsiiruar. Die „Vofstsche Zeitung" mckdrt aus Rom: 'Die Ankunft der enchischen Flotte in llonstantmovel bat nach h er vorliegenden Nachrichten dort nicht geringes Aufsehen erregt. Man übersieht nicht, daß England tun der Entsendnna von fünf der mpkernsten Schlachtkreuzer noch vor dem Abschluß des iLr.n'chen Verrragrö die Verbündeten bezüglich der Macht an den Meerengen vor ein fait accorapti stellt und sich eine Aus-> nahtnöstelluna sichert, da weder Italien noch Ftanktetch emstaude sind, glctche Kräfte duhm zu enuenden. Die Finanzlage Ungarns. Budapest, 35. Februar. Abgeordneter Heg Y e L h a l m i ichriftkichnational) interpelliert in Angelegenheit der Ber-- beff;ri’.ug der Lage der ösientlichen Beamten. Finauzririilister Koranyi: Nicht nur in Ungarn, sondern in der ganzen Welt bilde die Lösung der Frage, wie der Bcamteuschast zu helfe« tucte, eines der schwierigsten. Nroblemc. Zu diesem Zwecke die Ban knotenp resse in Bewegung zu setzen, wie c§ in der Aera. Karolyi und zttr Zeit der P r a l c t n r i c r b i * t«t u r der Fall war, sei voN'komm n -.'ersehlt. Ie'.e Gehaltöerbö^unq rni'tels Papier-- geld.:s würde uiajt Helsen urtb nur die Lage des Landes tii'd seine Valuta verschlechtern. (Zustimmung.f Die einzige richtige Hilfe wäre die Versorgung der Beamten utti Ratu r'al ieu. Die Regierung beschuzäge sich auch mil diesem Gedonteii. Die sinanziekls La ge des Landes sei allerdirrgs sehr ungünstig. AnnäüerungLwcise betragen dis monatlichen Ausgaben des Staates 600 bis 800 Millionen, wogegen die E i n n a h nt c n geradezu verschwindend seien. Die nötigen Beträge könnten nicht anders beschafft werden als durch Ausnahme ei::sr f ch w e b e n b e n Anleihe. Eine Fortsetzung dieser Wirtschaft würde aber gerade zum Bankerott de.S LaitdeS führen. Die Regierung habe be^ schlosseit, im BerordnungSwege die Lage der Beamten, Pensionisten und Beamtenwitwen sowie Beamtenwaisen in der Weise zu verbessern, baß dieselben eine erhöhte Lebensmittel^ quote zu den Preisen, wir ne im Dezeutber 1918 bestanden, erhalten. Das Des.:',.ii w ürde der Staat tragen. Dentz stch die Ueamieu du.' Lchrit-mstlÄ picht stlbA vtz- . schaffen können, werbe die Negierung dafür sorgen, dast! hauptsächlich Hülsenfrüchte, Eier und Fleisch für die Beamte« zur Verfügung stehen. Auch bezüglich des Heizmater ialH trachte die Regierung Erleichterungen zu schaffen, was eine! monatliche Belastung des Staates von 10 Millionen mit sich bringen werde. Die bestehenden Beamtenspeiseanstalten sollen!! ausgebaut und «ach Möglichkeit sollen neue errichtet werden»! ferner werde die Bekleidungsanstalt, die während des Kriegest! für die Armee gearbeitet habe, für die Bcatnten erworbews werden. Die Regierung trage auch dafür Sorge, daß dief kranken Beamten, insbesondere Lungenkranke, BeMnsti-i gungen erhalten. Ein Teil der Beamten befinde sich leider! in einer so traurigen Lage, daß er gezwungen sei, seine Hab-! seligkeiten selbst zu Schletrderpreisen zu verkaufen. Um dieK. zu verhindern, werde ein« staatliche Institution in Verbindung! mit den Pfandleihanstalten geschaffen werden. DieÄ seien die Begünstigungen, die der Staat angenblMlich g«*» Wahren könne; wie lange, lasse sich heute noch nicht sagen, denn der Staat lebe sozusagen von einemü Tag auf den anderen. Der Minister appelliert an.i die Partei der kleinen Landwirte, die Dorsbevölkerungg dazu zu bewegen, daß bas Elend der Beamten ni ch t btt>id)! eine Verteuerung der Lebensmittel noch mehr, verschärft werde. Im Interesse der Beamten möge die Dorf-, bevölkerung von ihren Produlten der Regierung^so vielt zur Verfügung stellen, als für die Beamten notig sei.! Abgeordneter Hegheshalmi gibt der Befürchtungi Ausdruck, daß die Erleichterungen, die die Negierung gewähre^ Wolle, nicht genügen werden. _ : Finanzminister Koranhi erwidert, die erste Pflicht, der Regierung sei, vollständige Oftenheit dem Lande gegen< über. Es müsse die nackte Wahrheit gesagt werden, selbst! wenn sie nicht volkstümlich sei. Die angekündigten Begünstig gungen bedeuten für den Staat eine'kaum erträgliches Belastung. Detr Beamten könne nicht versprochen werden,' daß auch darüber hinaus Aushilfen gewährte werden, benutz weiter zu gelten, fei unmöglich. (Rufe links: Die Kriegs^ ntillionäre sollen zahlen!) Man möge bedenken, daß d«?! Wiederherstellung des staatlichen Lebens auch auf anderer«, Gebieten Opfer fordern werde. ' ' >> Abgeordneter MeSko: Der Kettenhandel m»N unterdrückt werden. Finanzminister Ko'ranyi fortfahrend: Auch die ganze Beamtenfrage bedarf einer Revision, denn', wenn für das! staatliche Leben ein reduzierter Raum sich Herausstellen wird, wird der Staat nicht in der Lage sein» diese Lasten 3«., tragen. Der Staat wird genötigt sein, ein«! Reduzrerung des Beamtenpersonals vorzunehmen und? den Ueberschuß an Beamten, den er nicht zu verwenden/ vennag, auf andere Bahnen hinüberzuleiten. . Die Antwort des Finanzministers wird zur Kenntnis genomtuen. Konferenz der lateinischen Münzunion. Paris,' 25. Februar. Die gegenwärtig in Paris tagende Konferen; der der lateinischen Münzunion angelörenden Staaten besaßt sich mit dem Studium der üv dem llebereinwnttnen bottt Jahre 1865 viorzunehmew-- dm Abänderungen. Gleichzeitig beabsichtigt die Konferenz den Abschluß eines neuen Uebereintvmmens für die Prägung von Silbermünzett mit ge.- r i n'ge r e m Fr iH ge h a lt. .Di' n?nen!Di!bermünZtzu sollen einen Feingehalt von fünfhundert Tausendstel ererhalten, wie er bereits in England durch geführt sei.> Sckließlich,! werde, wie „Jntransigeant" berichtet, di« Konferenz dir praktisch n Mittel. erwüLe», um den der Mün^-tmion. angehürenhen Ländern zu ermöglichen, ihH. in den. Nachbarstaaten in Umlauf befindliches Silbergeld cinmlösen. Diese währungspvlitischen Maßnahme« seien ans die Hausse des SilberpreiseS zurückzufühven, seren Folge sei, daß der Silberfranlen dem französnscheu Staatsschätze selbst um etwa «50 sProzent mehr loste, alz er an Wert darstelle Vo» der Botschafterkoufereuz. Pari-, Sb. Februar. (Havas.) Die Botschafterlonserenz hak über Ec suchen Ungarns gestattet, daß ein ungarischer Delegiert» sich der tntrrallicerten UntersnchunLÄommisston für Westungarr anschlteßr. Die Botschastcrkonfercnz gelangte zu einem Einvemehm« bechglich derbem W a g g o n-Dirig ierungs-Ausschuss< tür Mitteleuropa zu erteilenden Vollmachten, die Mt AuSsübcung seiner Ausgaben notwendig sind. Dte Konferenz beschloß auf Grund des Gutachtens bei Schisfiachvecsiändigen, daß das überschüssige Schisfmaterial, dal von den den Ententemächten nicht zugesprochene» deutsche» ftrtIrtff Pavi», 35. Febrnar. (Fnnktpruch.) In ihrer heutig« Gitzuvst hct die Botschastectonfereuz beschlostcn, Drutschlani wegen der Z u r ü ck h a l t u n g v o n Z ü g e n v o n u »il nach, der T s ch e ch o » S l o w a k e c zur Reche«- schastzu ziehen. Der Vertreter der Tschecho-Slowake bat darüber Beschwerde geführt» daß Deutschland dte Friedensverlrassbrbinguugrn verletze, indem eS den Zugsverkehr bchindere. . Dte Botschastttkonfereuz hat ferner beschlossen», em Aenderung de» Friedensvertrages mic Ungarn infolge der leytbtn vnm Grafen A p p o n y i ev hobenen Emwürfe zu erwägen. Da aus London bisher noch feint dnsbrzükllcheir Wrtsungrn «ingetroffen sind, wurde dte A» gelegenheit vertage. Der Oesterrercher Nerz vor dem belgische« Schwurgericht. a Pari», 25. Februar. (Havas.). Wie aus Druffel gemeld« wird, haben dir Verhandlungen im Prozeß Nerz heute begonnen Nerz erklärte ans Befragen, daß er einzig seinen patriotischer Gefühlen gehorcht habe. Er bestreitet, daß ein belgisches Gerich zuständig fei, über ihn zu mteilen. Waffenstillstand zwischen de« Tschechen »nt den Bolschewiken. Wladiwostok» 25. Februar. lReuter.) Die Bedingung« des Waffenstillstandes zwischen den Tscheche« und den Bob schrwilen sehen folsendes vor: Zwischen der tschechische« Nachh« nnd der bolscheiviktschen Vorhut wird einneutrale Zone eilige, rtchtet. Die Bolschewiken wc -£«* Kahlen liefe« und die Tschechen werde« den _das Gold zur Berj fügung stellen, das sie in JtkutSk bewachen. Die Tschechen itmkej Len Auübolschevüeu keines Deistgnd