Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 394 (26.2.1920)
- Date
- 1920-02-26
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
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Seite 4 Wien, Donnerstag D fa agfit grfiWafltn. 3?ffrnr«rtttrftt unttr fflatdntie. »rarbbänLer für alle Gv flerne, «Mastige» Matkrial" öeojj. Kurzer, Wien, 0!L, Wesibahnstraße 23. Telebvon 31537. sss Erfolge der RoLLruppen. Moskau, 25. Februar. (Funk'pruchll An der Nordfrovt $fötif<f}ttite pejctt O n e g a. An bet Westfront Aufklinungs-- tzeßeckt^ An der Cüüwrnfront K ä m p f e i in © e b t 11 von K a vre ne tz.-P v d o l s k. An der Koukalusiront haben bic Rotuuppcn nach. zweitägiflen. schweren Kämpfen die gegenpwoluiwnären Truppen südlich von Rostow entscheidevdge schlagen. AsquiLH ins Anterhaus gewählt. London, 25.- Februar. Reuter.) Bei der Wahl ins Unter- M in Parslch ist der gewesene Premierminister Asqmth gewählt iebttt. Prozeß Cailleaux. Paris, 25. Februar. In der gestrigen Verhandlung im Prozeß- Cailläux vor dem Staatsgerichtshof erklärte Caillaur» mir inn Verkam des „Journal" habe er nicötS zu tun gehabt. Er habe daZ Blatt einem kleinen Jommalrsten emv'vhlen, der zwei Lage später entlassen worden sei. Wenn er (Ciillanx'! Einfluß zehabt hchre,wäre dies nicht der Fall gewe'en. Mit Bolo -hätten hn nur private Bestehungen verbunden. - Er sei von dessen Um schuld überzeugt gewesen und habe die schwere Beweislast gegen chu nicht gekannt. Mir dem .Bonner Rouge" sei er in Bestehungen gekovmrm, weil dieses Blatt anläßlich des Prozesses gegen seine Frau für ahn eingrtteten war. Als ibm die Haltung Nllmeraydas verdächtig geworden sei, habe er die Beziehungen zu Km abgebrochen.; Die Krise der deutschen Presse. Berlin, 25. F'bruar. Im Anschluß au die B r'ammluog ver Zc'.tungsvrrlegrr in We mar ist grst r», wie das .Berliner Tageblatt" meldet, auch die Beremioung großstädm'cher Zeitnngs- Verleger zusammengeirelen, um de Regierung zu Maßnahmen anfprsorde.rn. d^egeeignet wären, die der deutschen Tagespreise drohende Katißrophe ausmbafterr. In einer Entschließung werden die ge* setzgebenden Körperschaften ersucht, die irr die Unlftitzlleuer emgesügte Anzeigensteuer sofort wieder amzuhebrn. Die Nü,onalocrsammlpng choae der Presse alle gesetzgeberischen Eingriffe ersparen. .wie beisvrelsmcise oie Knebelung des StcÜenmarktcs und dir Erhöhung der Zeitungsvostaebühren. die geeignet seien, btt wirtschaftlichen Grundlagen des Verlagswesens noch mehr zu erschüttern und der Presse die Er'üllung ihrer öffentlichen Aufgaben pr erschweren. _ Dom jüdischen Droalqdmuaskum. (Das erste Semester. —>Der letzte Elteernabeud. — Der v Jüdische Schulvert.in:> Dienstag den 24. d. M. fand in den Räumett des jüdischen Realgymnasiums die zweite Elternversammlung statte' Herr Direktor Kellner führte unter anderemaus: 'Unter großen Schwierigkeiten ist es während des verflossenen ersten Semesters gelungen, den Schnlbetrieb mit Umgehung von Kölieferienununterbrochen fortzuführen. Der Lehrkörper der Anstalt betrachtet neben der Erreichung des Lehrzieles als seine vornehmste Pflicht' die Erziehung der ihm anvertrauten Kinder und er ist sich seiner großen Verantwortung voll bewußt. Mit Tdkt und Liebe und unter sorgfältiger Berücksichtigung der Eigenart.des jüdischen Kindes wird daran gegangen, die Zöglinge im Geiste des Judentums zu gesunden, innerlich vom Ghetto befreite Menschen hemm zubild-kn. Das Hebräische wird nicht als „Parteisache." betrieben. .Unser Leitwort heißt: Nicht Sprache als Sport, sondern Sprache als Inhalt. Die Bibel als das große jüdische Buch (nicht bloß als religiöses Dokument) muß mit ihrem Geiste die Jugend durchdringech Menschen, die an den Ewigkeitswerten der Bibel heran- , gebildet und mit ihnen durchtränkt sind, wollen wir aus diesem'jüdischen Reataymnasiurn einst dem Volke übergeben. ' Die Eltern müssen mit uns in Fühlung bleiben und manche unserer Maßnahmen verstehen lernen. Ans dem Geiste , des Kindes muß die überwuchernde Kritik, das Selbstgefällige, das Ironische ausgejätet werden und das ' jüdische G^^e> uschastLgeiühl muß wieder durch« brechen. Mit den Erfolgen des eisten Semesters darf die Lehrerschaft zufrieden sein. Das Erfreulichste aber ist dich Liebe der Kinder zu. ihrer Schu.le. Der Morgengang zum Unterricht ist ihnen keine Lust, sondern eine Freude. In der Aussprache, die sich an dieses Nesemt geschlossen hat, wurde zunächst ans dem Sc'rei4e der Eltern dem Direktor und seinen Lehrern der wärmste Dam und. das uneingeschränkte Vertrauen zum Aufdruck gebracht. In der Diskussion kamen auch die nötigen Maßnahmen zur Sprache, unr die Lehrerschaft vor Nahrungssorgen zu bewahren und für den Jüdischen. Sch.:'' erein. der das Wiener jüdische Schulwerk zu e-.ha'.eu hat, eine weit energischere Propaganda zu treiben, o.U dies bisnun - geschehen ist. . Es ergeht auch an dieser Stelle au. alle Inden die dringende Aufsorde. den: Jüdischen. Schulderem soiort.beizutreten. Die große Freude, die alleutbalben Überdie Gründung des Zwischen NeatgylunasillmS empfunden rnnrde. das u«t; tuftcrenf teilt zur Eff re des Judentums ru werden ve'bricht, steht in reinem Ein« i-ur cec leider noch ieyr geringen Zahl der Mit-- Weder he5 I'jdischfn Schrckvereins^ und diese Mittel» Wiener MorgenzeitnnA schule war doch nur ein Anfang, dem sich schon im nächsten- Herbst ein weit größeres jüdisches Volksschulwerk wird anschließen müssen. Der Jahresbeitrag für Mitglieder wurde bekanntlich auf 24 Kronen für das Jahr festgesetzt, ein Betrag, den jeder opfern kann. Jeder Leser trete unverzüglich dem Jüdischen Schnlverein bei! (Adresse: Jüdischer Schulderem, 9. Bezirk, Wasagasse Nr. 2.) Das VolksWehrbaLaMon Nr. 20. Im Heeresanöschu'fe, der gest rn die General-' bebatte über'die Wehworlage beendete, erklärte der christichio iale Abg. Dr. Gimpl, nach den Zeitungsmeldnnäen habe bei' deL Gerichtsverhandlung gegen die Vylkflvehrl n>'Jnd va und Stockhammer der Zahlmeister Sockherümer au"gelägt, im Volkswel-r^ bataillon 20 seien zur--Zeit der Wählen im November 1919 zwanzig Npibatiören zu -dem Aws-eck«- angestellt worden, umfür' die. sozialdsmolrätische Partei..Propaganda zu machen. Sffockhammee: habe auch erklärt, daß dies im E'ndernehmen mit dem damaligen Unterstaatssekcetär Dr. SDeitf f ch unb bettt Landeshauvtm.utn Sever geschehen sei. Diese. Agitatoren/ wurden als . Bolkswehrlente Mit Staatsgelde-rn bezahlt, jedoch sind spä'er die Bestätigungen darüber aus der Sa» tail'onskasse -vcrschwund'en. Ferner sagte der.Vvllswehrleutnant Jitdräals Angeklagte aus, 'er habe auftrags^ gemäß an Wiener Körperscha-ften. Waffenl.verteile n lassen. Er. verweigert jedoch'dir .Aussage orr» über, von wem dieser Uuf. rag-.aüsge ganzestsei-. Redner, stellt an den Staaidsekretär die Anfragen, ob ihm die Verwendung' von StäatsFeldern, zu diesem Zwecke bekannt sei. und zweitens, ob. ihm bekannt fei, daß ein Auftrag zur Ausgabe von Waffen ergangen fei und von wem dieser Wftrag gegeben wurde. Staatssekretär' Dr.. Deutsch erklärt, er sei dem Ausschüsse außervrdenlllch.danküar dafür, daß ihm Gelegenheit gegeben, werde, hier über diese Angelegenheit zu reden. Das Verfahren sei noch im Zuge, er habe lii AlL n nicht gesehen und könne daher nicht in allen Velangen Äuskunft geben. Er stelle jedoch ausdrücklich fest, daß ihm. von der Verwendung von Staatsgeldern zu Zwecken der svzialdemokra tischen Partei-nichts bekannt sei und tdaß. er, wenn ihm dies-bekannt geworden wäre, die Leute sofort zur Rechenschaft gezogen hätte. Uebrigens sei das meiste, was während des Prozesses in irgendeinen Zusammenhang mit seiner Person gebracht werde, insbesondere die engen Beziehungen zu e'nem der<8lngek'agten, glatt erfunden. Slockhämmer -md Indra sind Leute, die unter schwerer Anklage stehen und sich jetzt auszüreden'versuch'», Es ist. auch bezeichnend, daß die Brstäligungen über d'e Verwendung dieser Gelder verschwunden sein sollen, die der cin'ige Beweis dafür gewesen wären. Sobald die Prozeßakten es evlauban werden, wird der Sache nachgegangen unp die strengste Untersu chung eingelei'tct werden jund lder Staatssekretär wird dann 'in' der Lage sein, definitive Anskunst gehen , zu. .kömten.. Was die Wasfenausgabe anlangt, so bemerkt der Staatt-selretär, daß in dem e-st:n,Tazcu des Umsturzes Waffen sowohl an Gemeinden als auch' wenn, auch in hedeudiLd' geringerem - Mäße, an', einzelne. Fabriken ausgegeben, spater aber wieder eingezögen tvübden. Mit ti s2r Waffenansgabe, di: vom.Staatssekretär Mayer, dem UnterstLatssekretär. Dr. Wai ß (christlichfozi.aler Bert-auenslnann im Staatsanrt. fücsHeertvesen) . und dem.R'dner. (.eMLinsam versuzt' wurde, wurde, versucht, möglichste- S.lch: r'he'it. zu berschasfen. Das ganze Äktenkorrw.'lut über diese Waffenausgabe wurde vor kur.^er Zeit dem Zivilkvmmissariat vorgelegt, und die Gebarung. wich jetzt überprüft werden. Es sind-Waffen in großer Zahl in die Ortschaften i Hinausgekommen,., s o daß die Bauern weitaus reichlicher Lewa ffne t worden seien, als dies in der Stadt geschehen s-ri. Sobald die Ueberprüjung abgesch offen ist, werden oie Akten denl Heeresausschufle vorgelegt werden. Es wird sich dann zeigen, mit welcher Unparteilichkeit die seinerzcUigr Waffe-'ansgabe erfolgt ist. Die Berhaftdlnng gegen Jindra mrd SLockh'ammsr w7gen betrügerischer Unterschleife wurde gestern sortgeführt. Der Schaden, den diese beiden Soldätenräie angerichiei haben, betragt nach Feststellung der Sachverständigen etwa 200.000 Kronen. Die Rechnungsführung war falsch. Das Urteil wurde aöeelds gefällt. Stock Hammer wurde zu drei Jahreu schwerem Kerker und zur Degradierung, Jinbra zu fünfzehn Monaten schwerem Kerker, zu einer Geldstrafe von 40.000 Kronen und zur Degradierung verurreilt. ELngesendet. Brillanten, Platin, Mfuizen Perten Uhren, falsche Zähne, alle Silber gegen stände verkaufen Sie. üm besten direkt dem Juwelier und Goldarbeiter 8. Holzapfel Wien, VI., MariahiHeratrasse 79 oder Werkstäüe: I., Wollzeile 17/11 Zahlthöohste Brei** td&fUr*lv«BeT»ra7b«ttaa9 Juwelier Better VII., X»rlcthllf*ratr***« N. - Telepbon S3099. BIJSrBrA.'CTF VEEKAOT Februar 1920 __ Nr. MT, Ein Monstermesting aegen die Pogrome in . Paris. Aus Paris schreibt man uns: Die ,,L i g a der Menschenrechte" veranstaltete «ne -1.).' -Februar, ein großes Meeting im größten Saal von Paris, im Tro5adero, um gegen die JudenmassakrS in Osteuropazu protestieren.. Eine zahllose. Menschenmenge war herbeigeströmt, um die flammenden und zu Herzen gehenden Worte der Redner zu hören und ihre Sympathien für die Opfern der Barbarei' zum Ausdruck' zu bringen, so daß Tausende keinen Einlaß, mehr fänden. Die Versammlung eröffnete der Präsident der Liga, für Menschenrechte,. Abgeordneter Ferdinand B u i s so n, welcher aus die i Notwendigkeit hinwies,, das menschliche Öfe* wissen.g?ge.über solchen Schandtaten wachzurütteln. Der P os ssor an ler Sorbonne, Vi'tsr Basch, entwarf ein g na eZ und durch Dokumente u.rd präzise Tatsachen le" gtes Pild d r Pogvöme in Polen und der Ukraine. Er führte-.veifchjedene Daten und' Zifsern an, welche das '.Entsetz?-« der.Hörer erregten, zeigte die poetischen Untergründe der ^og'rpmä. auf' »nö"'.sMtw'rte ' d'se BerantwortliLkeit von D mowstc und Päderewsli als die Anstifter der Pogrome und .d:S Äoyköttö cher^ Judenin Polen. Marcel E. a ch i.« verürt.llte dir, Pogvonte im.Namen des Sozialismus. Das. Häßsefchrer gegen die Juden habe seinen Ursprung in der AbHt, bk am ‘ Kriege' Verantwortlichen zu vchv« bergen. Es sprachen Vertreter/ der verschiedensten Richtungen, ' darunter die Schriststetlerin Madame Se vrrine, Pastor .Durrle.mann und audere.' Schließlich wurde ein ProteH» schreiben von- Marcel I o-u h a u x, dem Generalsekretär brr „Congpegation Generaledu trayaille" verlesen, welcher int Namen; der organisierten Ärbeiteflchaft alle Verfolgungen < gegen einzelne Völker öder Konfessionen aufs schärfste bet» urteilt und den ^peinlichen Eindruckhervorhebt, daß BöÜSttj,. hie gestern noch unter einem harten Joch. - seufzten, . gegen . eine andere Rasse die Sitten der Verfolger, die sie selbst verfluchten, üben. „®ie Sympathie, die wir für die neuen Nationen euch finden können" — schreibt er »7- „legt u;nS die Pflicht auf. sie auf die Folgen aufmerksam , zu machen, welche diese abscheuliche Politik für sie hätte, eine Politik, welche dies« Sympathie zum Schwinden bringen und gegen sie die Proletarier der anderen Völker ausreizen wird, so daß sie schließlich isoliert bleiben werden." Im Namen der- Arbeiterorganisationen verspricht Jouhaur in diesem Schreiben, die sofortige Unterstützung einer Aktion gegen die Pogrome, durch die gesamten syndikalistischen Weltorganisationen.!. Zum Schlüsse wurde eine Protestresolution angenommen, welche die Mächte zum Ergreifen der nötigen Maßnahme», ausruft, die Bestrafung der Schuldigen und Hilfe für die Opfer verlangt. (gtafteta* Relativitäts-Theorie. Das berliner Tageblatt" meldet unter: dem 19. d. M.: Farlage der L'ch'ablcnknngsanfnahme der der Sonnenfinsternis dm 29. Mai 1919." Ss läutete der letzte P'inkt der Tagesvrhyung der gestrigen Sitzung der Desiischn physikalischen Gesellschaft. Ausnehmend zahlre ch wa.en die Emzeweih en erschienen, die wußte«, daß es sich dabei um nichts Geringeres handelt als de« Beweis .für die Einsteinsche Relativitätstheorie. Drei Behauptungen hat Pwf. Einstein aufgestellt, deren exp-rinicteller Beweis zugleich der Beweis für seine Theorie sein sollte und ihr das Recht geben sollte, die jahrtausen'äLen, mit dem Menschengeschlecht gebvrne« Anschauungen von . Raum und Zeit umznftoßen. Die^ erste Behauptung, daß die langumstrittenen, unerkläv" lichen Störungen in der Bahn des Merkur sich aus der Theorie mg'hk'ma'ii'ch ergeben müßten, hat sich glänzend bewährt; die zweite/hie Bersch'ebung der Spektrallinien des Sonnen- und Sternenlichtc; im Gegensatz zu irdischen Lichtquellen steht noch über der Leistungsfähigkeit ■ unse)ec hcr (eiligen Meßinstrumente. D e dritte und wichs« tigste, die Ablenkung des Sternenlichtes, bas dicht an der Sonne vorübcrgegan'gen ist, hat im Mai vorige« Jahr<es durch eine englische Sonnenfinsternisexpeditivtt ihren Beweis gefunden. Dieser Beweis in Fvrnr einer Photographie fM nun zum erstenmal in Deutschland greifbar vorgelegt werbenl- Die Spannung eines bedeutenden Ddomentess Eine Versammlung von Köpfe«: Nernst, Planck, Rubens und, zahlvriche junge Gelehrte. v.Laue ergrei't das Wort Durch, persönliche Bezehungen ist eö ihm gelungen, die Aufnahmevon London herüberzubekommen. Der Saal wird perdunlelt, es erscheint das Bild der verfinsterten Sonne, ivon ihrem Strahlenkranz« umgeben. Und ringsherum,- kaum sichtbar, mit Tinte markiert, ein paar kleine Sternchen. Sonst nichts. Mit knappen Worte« erklärt, y. Laue, was sie bedeuten, wie gut, besonders bei einigen; Theorie und Beobachtung sich decken. Ein Zweifel,sei vor diesem Bilde nicht mehr möglich. Knapp, klar/ streng sachlich, keine zwei Minuten. Die zwür-- gende Gewalt der Wahrheit bedarf keines großen,, klingenden Wortschwalls. Und doch fühlt jeder, daß hie« Menschengeist triumphiert hat. Das Licht zuckt wiedet auf, die Sitzung ist geschlossen. An der Wandtafel häng! die Ori^inalphotogcaphie. Hart drängen sich Gelehrte und Laien/ um die sechs oder sieben unscheinbaren weißen Pünktchen zu sehen, die Welten stürzen und Welten bauen. •* Nach einer uns aus Berlin zugehenden Meldung, ist Professor Einstein von einem schweren Unglück betroffen worben. Am 23. d. M. ist nämlich sein« Gattin, Fvru Inulin« Einstein an der Grippe ge* Drben. ' . '