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Wiener Morgenzeitung · 1920-02-22 · Heft 390 (22.2.1920) · p. Seite 9

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 390 (22.2.1920)
Date
1920-02-22
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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roien. Vvnnrsz Wiener «rsrgenzettnnG 22. Februar iSM SettrG y\x. rsvu tn Zentralenrova S«r Willmm Gooke m Erwagnng ziehen wollt, heantwvrlete der Schatzkainler Ebamberlarn in einer (SiFliiiinifl. worin er fnflie: MI 'Jliidfldit auf die Dringlichkeit «rk Äiigelegenhert und liotz der 3<hmtmflfeiten m der finanziellen Lage des Bkre»»gtcn KöickgreichrS durch den Wechselkurs ist die Negierung bereit, «btt die zur ilnte-stütznng schon bewilligten 12^/, .Millionen P und hinaus die Hallte jenes Betrages zn bew kligen. den Ame»ika vo-streckt m,t der Begrenzung nach oben von 10 Millionen Pfund. Der britische D-iftag wrd für die Lieferung von Bor», täten an Nahrimgsmi 'efa, Rohstossen und anderen wesentlichen Vcdars-art kein verwendet weiden und nur Bezahlung der Fracht« koften ftir Güter, die anl englischen Cel ifsen verfrachtet werden, ob nun diele Güier aus britischen Vorräten lommen oder nicht. Die kanadische Regierung hat m t.'e'eilt, daß sie bereit wäre, e nen Beitrag zu leisten. Die englt'che Regierung würde es als de» fonderS w chiig anseben. daß diese Bewilligungen benüyt wer den soll n. um die Produkt on an « fern, sowre den unge'ellelien Aastansch von wicht-gen G brauchsa, titeln zwecken den verschie' denen jetzt hilfsbedürftigen Ländern m t dem G sichtSpuntte. daß «in^rnabhäng ges ökonomisches Leben bald hergestellt werde. Der Führer der liberalen Opposition, Abgcordn^ler Sir Dap-b M n c l e a n hat in der Aerefideb rtte getagt r WaS die Lage in Cvnerretcb betrifft, so kann niemand die Rede des Sir WllarnGoode, des DiiekioiS für die engl fche HillSaktion. ohne lt a r k e Bewegung M?ttr Dre Zuständ-, welche er -da beicheirben bat. konn:rn nicht den Absichten der Berfte.er der versch ebenen Nea-einngen entsprechen, als sie den Friedens» verträg nerkastten B ele von den verschiedenen Beffimmmrgen des Fr>eden?ve'1vageS wären ganz unannehmbar be> dem letz-gen S ande der Dinge Er fordert die Regierung dringend aut, eine Derb ff-'"«'a acht nr veriv" rn. Lord Robert Ceckl hat In ber Adreßdebatto gesagt: Die Schilderung, die Srr William Goode von der Lage in Mittel» «uropa entworfen hat, ist sehr ungünstig; aber die Lage ist seitdem fortgesetzt noch ungünstiger geworden. Die Ursache ist der vollständige ölonomische Zusammenbruch von' Europa. Diese Verhältnisse sind schon viele Monate bei der Regie, rung zur Erwägung gestanden. WaS haben jedoch die Regie» rrrng urrd die Verbündeten getan, um hier eirrzugrerfen? Sw haben Nahrungsmittel geschickt; aber das bloße Schicken von Nahrung in diese Länder ist durchaus kein Heilmittel; das sind nur Linderungsmittel, Palliative, die nutzlos blerben, wenn nichts geschieht. waS diese Länder dauernauf ihre eigen enFüße stellen köi»nte. Die Regierung hat etwas Schlimmeres getan als nichts. Die Herstellung heS Friedens wurde lange hinausgeschoben und dke Aufrechterhgjtung der Blockade dauerte viel länger als notig Wenn die Bevölkerung von Zenttaleurvpa . sich der Hungersnot gegen übersieht, würden daraus sehr ernste Gefahren entstehen. ... Der Lordpräsrdeni deS Geheimen Rates, Balfour, sagte: Ein trauriges Bild, bekräftigt durch Auszüge aus den Berichten von Cfr-. William Goode, wurde in der Debatte von den Vcrhältmffen in Wien entworfen. Was in Wien vorgeht, zeigt sich, wenn auch mit geringerer Schärfe, in weiten Landstrichen, die -wir fünf Jahre früher als zivilisierte, gedeihende. sichere und tu guter Lage befindliche Länder an» sehen konnten. Das ist jedoch nicht die Schuld der Verträge, sondern des Krieges. Mein sehr, ehrenwerter Freund sagt, die Verhältnisse in Wren, seien so schrecklich, dah etwas geschehen »nüsse. um sie wieder in Ordnung zu bringen. Wir haben, bereits zwolfernhald Millionen Pfund Sterling zur Unterstützung einer. Bevölkerung nuSgegeben, die jetzt Hunger korbet, weil sie an einen, ungerechten Kriege gegen uns und unsere Verbündeten teilgenomgren hat. Wir haben das An» erbieten gestellt, weitere zehn Millionen zu geben unter der Voraussetzung, daß andere hervortreten und einen angemessenen Teil dieser Last übernehmen. Wir sollen jede vernünftige Anstrengung machen, zu helfen, soweit wir könne», ob eS. sich um Verbündete oder ehe malige Feinde handelt. Auch ich wünsche gleich dem Vorredner, keinen Krieg gegen Frauen ' und Kinder zu führen. Aber eS ist unmöglich, daß alle Wohl, tätigte»» in der.Welt auf unsere. Schultern gewälzt werde. Wenn das geschehen sollte, würden die Grundlagen vyscres eigenen Kredits erschüttert werden, die produktiv« Kraft dieses . Landes, und das wäre, nicht nur schädlich für Mts, sondern für alle zivilisierten Nationen. Die Rettung. ' ' Don Heinrich Fürder. . Obzwar wir uns mft Herr AuZführun» Vn en des gesbätztei» Bersosiers likcht identifizieren, verükfentttchen wird sie, da sie von s ' 1 ' allgemriuein Interesse sind. — Die Red. . i Behältnisse sind unhaltbar. Die Arbeiter haben eine glettelide Lohnskala, sie überwälzen die erhöhten Ausgaben für ihre LebeuShaltung auf die Unternehmer, diese wieder ihr« Ausgaben auf andere durch Erhöhung der Preise der'-Waren und der Leistungen. Scheinbar bewegen sich - diese lleberwätzunge«, ln einenii Kreise: der A überwälzt auf den B, der B auf den C usw.. der V auf den Z und der Z wieder ans den A. Man begreift daher nicht den Zweck dieser Wälzungen und wodurch sie veranlaßt werden. Aber auch unser Denken bewegt sich in einem Kreise. Die Sache ist nicht so. wie wir sie uns vorstellen) wahr ist vielmehr folgendes: - Ein Drittel der Bevölkerung lebt von Arbeit, Produktion und vorn legitimen Handel; zwei Drittel von ungedecktem Papiergeld, und vom Schieben kann mau aber nicht leben, sondern von Arbeitsprodukten. Zehn Brote werden erzeugt «nd dreißig werden mindestens gebraucht. Das ist ein Loch, da» der Staat durch Betteln stopft, indem sx dt« notwendigen zwanzig Brote erbettelt. Da beginnt ein Raüfen vn die Brote, die Arbeitsprodukte. Das Papiergeld ist te» Werkzeug, womit gerauft wird; wer mebr von diesen Werkzeugen besitzt, bekommt mehr Produkt«. Dazu kommt noch, daß viel Produkte nicht zum Zwecke des Konsums gekauft werden, sondern zum Zwecke der Verschleppung ins Ausland, wo sie in fremde Valuten verwandelt werden und bleiben. Produkte werden zu wenig, Papiergeld zu viel erzeugt. £ta£*(£}efb ist wertlos, es will sich daher in Dar« verwandeln; die Dave wehrt sich dagegen durch Hinauf» setzen der Warenpreise. DaSeinige also, waS man ..Ueber» wälzen" nennt, ist in WirMchkeit nichtanderes, als der Kampf der Papiere tnti der Ware. In diesem Kampfe hat die Preiswelle ihr« Ursache». DaS wertlose Papiergeld ist eS demnach, das diese» Kampf, diese- Ueber» wälzen, di se PretSwelle hervorruft. Zweck dieses Kampfes ist: Verwertung des Papiergeldes durch dessen Verwandlung tn Ware. Die Ware unterliegt in diesem Kampfe, weil kein ünbereS. gutes Geld zum Zwecke de- TauschenS der Arbeitsprodukte da ist. DaS Hinauf» setzen der Warenpreise nützt wenig; denn für wertlose- Papier ist kein Warenpreis zu hoch; deshalb ist auch die PretSwelle endlos. Die Produkte werden daher immer weniger; dar ist dasjenige, was man „Auskauf" nennt. Was man „Teuerung" nennt, ist demnach nichts anderes als hie Verteidigung der Ware gegen den Angriff der Papiere, gegen den Auskauf. Kampf gegen die sogenannte Teuerung heißt: Angriff der Papiere auf die Ware. Beschleunigung deS AuskauseS. Ju der Tat ist nicht die sogenannte Teuerung, sondern die Unbeständigkeit, daS Schwanken der Preise, das enrpsundene Nebel. Beide Uebek, nämlich Auskauf und Preisschwankung, haben aber ein und dieselbe Ursache, daS wertlose Papiergeld; sie können daher auf keine andere Weise beseitigt werden als durch Boseitigung der Ursache, des wertlosen Papiergeldes u,ch durch Ausgabe guten Geldes. Durch den AuSkauf wird düS Loch immer größer; ewig wird eS auch der Staat durch Betteln nicht stopfen können; waS wird alfodaS Endefein? Worauf hofft mau? Mehr arbeiten ist gut; aber mehr arbeiten und mehr auSkaufen ist nicht , gut. So lange wertloses Papier das Tauschmittel fei» wird, wird' auSgekaust werden und fo lange nützt auch mehr arbeiten nicht: Der Auskaufprozeß kann nur mit einem Mangel an Produkten enden; dann wird aber der Krach der Pdpiere, von selbst gekommen, da sein, da man für das Papier nichts wird bekommen können. Dann werden der Mittel-, stand und auch det kleine Rentner vollständig ruiniert, di« Produzenten ausgekauft, proletartsiort fei»; der kleine Schieber wird vom großen, der Hochfinanz, ausgrfressen sei». Wer da glaubt, sich dadurch zu retten, daß er feine Schiebergelvinne tn Waren, Rcalbesitz oder Jndustriepapiere anlegt, wird sich täuschen; denn dann wird eine H u n g e r r e v o l u t i o n a u Sb re ch e n mit einer Furchtbarkeit, wie sie die Weltgeschichte nicht kennt; dann werden die letzten Schieber die gehamsterten Waren gerne hergeben, wenn sie nur dadurch ihr nacktes Leben werden retten können.; Trügerisch ist \oudj die Hoffnung auf ausländischen KredU. Denn dieser Kredit, mag er in Rohprodukten o^der fremden: Valuten bestehen, wird zu Fertigprodukten verarbeitet, die wieder vom wertlosen Papier ausgekauft werden. Die Produzenten, die für die / Produkte wertloses Papier bekommen, können damit den Ausländer nicht bezahlen; denn mit Papier kann nicht endgültig gezahlt werden. Papier ist immer bloß ein Wechsel, der erst bezahlt werden. muß. Deshalb will ja der Ausländer ohne Pfänder nicht kreditieren. Wir werden somit versetzt und verkauft, noch mehr verarmt und verschuldet sein und nur als weiße Sklaven durch Lohnarbeit zähle» können. Ausländischer Kredit kann demnach die Katastrophe bloß hinausschieden, gänzlich aushalten kann er sie nicht. ' Rettung kann nur-di« BolkSßank bringen: Wir gründen eine BolkSSank mit dem Rechte der Notenausgabe, die dem Zugriffe des Staateentrückt zu sein hätte. Die Volksbank gibt auf Goldsrauken lautende Noten km Betrage von acht Milliarden aus. damit lösen wir alles Papiergeld, alle Kriegsanleihe, alle Staatsschuldenverschreibungen eiy. Da unsere Schulden auf 50 Milliarden geschätzt werden, fo kämen im Durchschnitt 16 Franken für 100 Kronen. Ber einer progressiven Einlösung, ansteigend im umgekehrten Verhältnis zum Vermögensstand, könnte man den Großkapitaltsten und Schiebern weniger als 16 geben, so daß dann für den Mittelstand eine größere. Quote und für die ganz Neinen Papier- und Kriegsanleihebesitzet eine noch höhere blieb«. Zur Deckung der Notenausgabe wird eiiw Hypothek aus daß gesamte Volksvermögen genommen. Da das Bolksvernrögen aus SO Milliarden Gdldfranken, das unbewegliche allein auf 16 geschätzt wird, wären die Rotz:« der Bolksbank vielfach gedeckt» daher gute- Geld. Die Ziufrn und Dividenden, die man bei einer kapitalistische» Pank den Aktionäre» zahlen muß, verwende majt zum Ankauf von Gold. So könnte nach einer Reihe von Jahren di« Notenausgabe durch Gold gedeckt fein, daher die Hypothek gelöscht werden (4 Prozent verdoppeln bekanntlich da- Kapital in 18 Jahren). Mit einem Worte, wir könnten mit den Zinsen, die, sonst den Aktionären bezahlt werben, unsere ganzen Schulden tilgen. Daschlecht« Geld würde verschwinden, acht Milliarden gutes Geld kämen in Ver-, kehr, wir könnten bar zahlen, sofort zu arbeiten beginnen und eine günstige Konjunktur für Arbeitsprodukte ausbeuten. Renner über die Rot Oesterreichs. ParitLttsche Lohndommisfion, In der parckäti'che» Lodn!omm''üvn hielt gestern S'.ag!-» kanzler Dr. Renner eine Rrde, in der er unter anderem sagte: Dre Entwertung unjer« Valuta, die verminderte KautiraN des Geldes, andern fei tS die angendl'ckliche Konjnnltnr in der privates Industrie rwt kralle Mlnverbältmsie in der Besoldung «nd Enß» lodnung hervor Diese Erscheinungen haben die Staat»regiet«nß nt der NrberzeugtMv dellSrkr. mtl den Angestellte» (int eingehend- AuSsptachc über die Lage zu psiegen. Don den K o nj « n k t u rl Sbnen und Konjunktur» gehalten derExporlindustrre wlffen wir hentnicht. ob sie Bestand haben. Bor allem kann eS fein, daß ln einiger M, wen« -st Rohstoffvorräte erschöpft find, ein lndustrlelltk St'llstand und A'deitslosigktit cinttitt, für welchen Fall die Arbeite, schon jetzt Rücklagen zu machen gut tun werden. Der A,bei>er und Angestellte m drr Industrie arbeitet unter karzm Kündigungsfr-sten. Er bat die Möglichke t, an der Konjunktor trüzunebmen, weil er auch in der gm tngSlage ist. hie Depression m'lNu!lagen. Es nützt der höchste Kollektivvrrtrag dem Priväst beschäftigten n,chtS. wenn die Industrie stillsteht. I« diele« Punkte ist der öffentl ch Angestellte m einer anderen Lage. Es ist zurzeit noch nicht abureben, wie d e wirtschaftliche Eniwicklmrg »veiter vcrlSnst. Bedrohlich genug ist die Tatsache, daß die End» Wicklung schon jetzt eine ganz empfindliche «nd für die geistigr Arbeit .ganz unbillige Nnvefhäktnismäßigkert jn den Bezüge» dem rkl bat. Die Regie,ung bat ganz spon an und schon « einem lehr trüben Zei'punke diese Entwicklung wahrgenommen» Au> der andern Eerle iingt die Negierung m>t der G e* fahr eines Zusammenbruches der ösfent» licken Haushaltungen überhaupt. Tie haben gehört, welch gewtlt>ges Defizit d-e StaalSverwaliung auiweist. Sie haben gebürt und willen, wie die Länder und d,e großen Kone» munen unter der finanziellen Erschöpfung leiden. Um' dieser Ge» fahr zu begegnen, hat d:e Staaröverw il ung nicht nur hie Pye» läge der grölen Bermögensabk>abe im P.i,lamen e emgedracht» sondern w,rd ,n de» nächsten Tage« der Nauonalversammlung einer R'che sehr ernsterund tresgreisendett Steuervvrlagen unterbreiten. Im Arigmblcke sind die staatlichen Kallenbestanbe auve>ordenllich gering, dieKuffenbestLnhs der großen Kommunen und der Länderverwalkungen erschöpft unh die Staal-regrerung hat. um den kommunalen und Länderhaus» hatten z« Hilfe zu kommen, eine Ulberweisungsvorlagk vorbereliet» die zugleich mit den allgeme nm Steuervorlagen eing bracht werde» wi,d. Dicke Vorlagen müssen in der Nationalversammlung ver» handelt werdm. Es stehen also -wer entgegengesetzle PlMems vor uns: daS Problem eihöhter Ausgaben für die Angestellte« »nd das Problem erhöhter Einnahme«. Die Methode, durch Kredite der der O e st e r r e r ch i f ch - u n g a r i s ch e« Bank. daS hcrßt durch Roten vvrzusorgcn, ist nur mehr t« ' engsten Ausmaß gang' ar. i Erstens steht die Oesterreichifch-ungarische Dank nicht u«h allein, sondtin sämtlichen Nationalstaaten z» Gebote. Wir haben keine DeutschSsterreichische Bank, sondern die Oesterrerchisch-ungarrsche Bank m Liquidation. Die Nationalversammlung hat nun in d« letzten Zeit wiederholt ihren Willen dokumentiert, eine solche Führung deS Sta irshaushalies, bei der die Ausgaben nicht mehr durch E >'N ihmen gedeckt werden, nicht zuzulaffen. Sie hat fft enem Geschättsordnungsantrag sich selbst eme Zensur auserlegt, indem sie Antrüge von Abgeordneten, die nicht zugleich ein« wirksamen Dedeckungsvorschlag haben, zurückweisen wird. Das sieht >n. der Natioualversammlung wie allgemach in der ganze» Bevölkerung fest, daß, wenn dre staatliche Wirtschaft nickt in andere Bahnen gr ührt wird, jener El sie kommen müßte, an welchem Gehakte überhaupt nicht auSbe;ab!t werden können. Die SlaalSregrerunrst durch dar Koalilronskomitee aufgefordert worden» eine Borlaste M unterbreiten, durch w lchr daS Dudgetrecht deS Parlamentes m bezug auf Tarife. Gebühret«, Monopole und Regalien und Dienstbezüge gesichert wird. Dir ft Vorlage h a tdieStaatSregterung auftraggemäß er ngebrachk. Wir müssnr daher neben dem lebhafte« eigene« Wunsche» den augenblicklichen Bedürfnissen der Ängesiellren gerecht zu werden, das dauernde Jntereffe der An« gesteiften wahren, daß niimlrch ein öffentlicher Haushalt überhaupt möglich bleibt und Gehälter «nd Löhne Übeihaupt auSgezahh werden können. , D e StaatSregierung weiß de« Wert der Arbeit m»d besonders der ge«st'gen Arbeit zn schätzen «nd ihre Bedrängnis zu würdigen, fit wird alles Erreichbare, alles Durchführbare, alles Erträgliche tun und sie glaubt, daß eS nicht des Zwangsmittels von Ausständen und des Antriebes von Drohuugen bedarf, um sie an ihre Pflicht zu erinnern. Der Konkurs der Vanktrommi-si-nöfirma W. Altmauu & Eomp. in Wien. E n balbwegs v rläßlich-r Status der Ende vorlM MonareS insolventen B rnkkommr-sionssirma W. Altmann & Comp, in Wten, tX.. Wasagaffe 4. lregt noch nicht vor. D e Höhe der Passiven inklusive Spteldisserenren wild zwischen 80 und 4't Millionen Kron-'N geschavt. ,Die Gläubigerschaft refruttnt sich ani allen Ständen Oesterreichs und der Suft«'sfivnsstaaten. Banken sind grmrd ätzt ch nicht betellr-t. weil sie durch Depots gedeckt "X. sind Der Wert der Alftven. ans Effekten »nd Grr'haben bestehend, wird ans 7 bis 8 Milt onc» Kronen geschätzt. Um Eröffnung deS Konlurtes wglde angest^r, werk ein Teil der Gläubig rschgst sich m't dem Beiträge der Frau deS Kridatars zum Ausgleiche Nicht zuftledenstellen wollte. Das Stelzen des Franks. Paris, 21. Fcdnllir. Der fran ösische Frank ist in dm letzten Tagen um e>n BcirächllrcheS gesti gcn. Ter Dollar notierte gestern 13.— gegen 15. -i vor wenrgen Tage». Dre Ursache deS Rückganges l-egt angeblich in dem günstrqen Staude drr Pethandlungen m,t England und in dem vorausstchtlrchen Erjolg der inneren Anleihe. „New Port H rald* bemerkt dazu: Wenn daS Ausland die französischen Bons kan r, bedeutet d es. daß es heute das al'iche Verbauen in Frank, eich fetze wir früher. Die iranzöfilche Anleihe wird e.n E.folg sein.! Anr Drosselung drS R?portgefchLft-S an der I Wiener Börse. Zn Börsenstrelsm herrscht große Aufregung Mer den Präsidenten Reinbard D - v p * fe«

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