Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1920-02-22 · Heft 390 (22.2.1920) · p. Seite 8

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 390 (22.2.1920)
Date
1920-02-22
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
85% known words query
IRI
…/2979076-2979416-2979468--03446-2989076
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Berte S Wien. Sonntags Wiener Morgenzeitung --—i- 22. Februar 1920 Nr. S90 Leopold'ne Konstantin rrSftnct ifjr GMp'kl »m W i k n r r S t a d t t h e a t e r ftvcitoö den 27. d. M. m »er nanzöstschm Komödie .Da§ und btt .fl e l m a n n" von Pierre LonpS und Piene Frondüe. Diese Boisiellmig w rd Sams'ag und Souutao wiedrtholt. Der vorverkaui für dieses Gaüipiel beginnt lieute. Sonntag. an den Lagrokaffcn im Tdralcrflebnnde und im Ba;ar,l^ Nolenturmsira'ie. Der P.'ocbenspiklpllin des Stadttheaters lautet: beule n'kbmiitliys 2 Mir Freiwild", abends 6 Uhr ..Der ,rope Künstler", Montag den 23. abends */,« Uhr. .T-'r Biber- »eU",Dienseafl den 24.. abends VL^Ubr.^Tei B'bnpcl',". Mrtlwoch «n 25., abends V,-6 Uhr, ^Der Gen-raldück^or". TonncrH'ag »rn 23.. abends Uhr, ^Der G-ne, aldirekror", Frriiag den 27.. »ends 6 Rhr. .mm erstenmal „Das Weib des §><" --rlmann", Lamstaa den 2K„ abends 6 Uhr. .Das Weib desH. elm.mu". Sonntag den 2!>.. nachmutags 2 Uhr. „Freiwild" . ..e> adendS » Uhr, „DaS Weib des Hampelmann". , Der Woch'nfp'esplan der R e n a i s a n c e-D ü k> n e nutet: Montag den 23. und DienStag den 24 d. M.: „Schöne grauen" ,Auftreten Harry Waiden; Mmwoch den 25.: xD r e bessere H ä l s l e": Donnerstag den 26. bis Sonntag den 23.: „S ch ö n e F r a u e n" (Auftreten Harry wölben). Beginn der Vorstellungen um 6 Uhr. kviedereröffmmg des Schönbrunner Schloßthealers. Die Direktion des Burgrheaters beabsichtigt, die Kammer» Kiele im Schönbrunner Schlofnhrater späte st enSanfangS Nt a i wieder zu eröffnen. Gerharrl Harrptrrrann vertritt Max Reinhardt. Berlin tmd gemeldet: Für die Neinbaidt-Bühne ist Karl Heinz Martin (fiiibcr an der „Tribüne"'» als Reg'.siinr rngagieit »ordm. Er wird zunächst Gerhart Hanv mannS »Weißen Heiland" m un eren, der im Deutschen Theater mr Aufführung «langen soll. Mit Karl Öe nr Martin und Berger bat sich Kernhardt letzt die beiden besten modernen Regisieure Berlins «sichert. Ihre Vervflichtung dürfte wohl im Zusannnenbang damit leben, daß Max Nnnhcndt größere Necken ins Ausland, Regie» Msprele geplarn. Di: literanschk Oberleitung der Nrinbardtvühnen toll wahrend der Abwesenheit Rtittharls Gerhart Haupt- Nanu übernehmen. Gin ThenLerftreiL mit Gefahr polttischee Folgen. um Danziger Stad'theater 'st das Künstle'personal wegen Gagesreck-gkertcn rn Ausstand getreten. Dicker Streik hat ernsthaftere vslitische Bedeutung. Es besteht näml'ch die Gefahr, daß dre vvlen den Streik des deutschen Personals benutzen werden, um die deutschen Vorstellnnaen durch polnische zn ersetzen. Die Bühnrnzeuosstnsch.ist, . obwohl für das Theater des Freistaates' Dairug sicht M'hr mstandig, bat von dieser Streike' klärnng. die dem 8stnchen Deutfäikum verhängnisvoll we'den konnte, denn auch abgeraten. — Auch das Aipz'ger S:adüheater mußte wegen Streiks Ler Colom.tglictzcr geschlossen werden. Sport. Die heutigen Fußballwettspiele. Heute finden einige von der Herbstserie der Meisterschaft noch rückständige Wettspiele statt. Der Sportklub Hakoah trägt sogar schon ein zur Frühjahrssaison zählendes Meisterschaftsspiel aus. Im übrigen kommen Uebungsspiele zwischen erst« und zweitklassigen Vereinen zur Austragung. In Hütteldorf Kämpfen der W. A. F. und der Floridsdorfer A. C. um Meifterschaftspunkte. Der W. A. F.. der eine reorganisierte Mannschaft ins Feld stellt, wird Mich? haben, nicht beide Punkte an die Gäste abgeöen zu müssen. In Dornbach stehen Sportklub und Vienna gegenüber. Die Dornbacher dürsten ebenso wie im Cup einen Knappen Sieg davontragen. Im Prater findet gleichfalls ein Meisterschaftsspiel der Herbstserie statt. Der W. A. C. hat den Simm e ringer Sportklub zum Gegner. Der Kampf dürfte dank der Gleichwertigkeit der Gegner interessant verlaufen. Vor diesem Spiele findet gleichfalls auf dem W. A. C. - Platz das Meisterschaftsspiel Hakoah gegen V o r w ä r t s statt, das die Hakoahner trotz zahlreiche^ Ersatzleute sicher gewinnen dürsten. Von den Freundschaftsspielen ist jenes Rapids gegen die G e r m a n i a das interessanteste. Man darf darauf gespannt sein, wie die Schwechater gegen die Meister abschneiden'werden. Weiters fpicten: Herth a—N. jll. C. (Favoriten), Amateure — Slovan' (Ober-St. Veit) und A d m i r a—D o,n a u ft a d t (Floridsdorf). Die Spiele beginnen durchwegs um 1l<ß Uhr nachmittags, eine Ausnahme bildet nur das Treffen Hakoah—Vorwärts, das um %1 Uhr feinen Anfang nimmt. Dle Zeitmessung in der Athletik. Die Zeitmessung in der Athletik hat im Laufe ber letzten Jahre ansterordentliche Wandlungen durchgemacht. Es ist noch gar nicht allzu lange hxr, da fand die Zeitmess ing von tu ne.i ch n Verausta.'tuNgen selbst bei Turnfesten, in der Weise statt, .daß die Sekunden vermittels eines einsachm meterlangen, aus einem unten besch verten Bindfaden herg stellte»Pendels gemessen und die Bruch'eile der Sekunden mit dem Auge abgeschätzt wurden. In der organisierten Athletik hat man sich inzwischen längst der Stoppuhren bebedienl. die die gelaufenen Zeiten bis auf Fünftelsekunder:, teiltveife auch auf Zehntelfekunden ittessen, dabei aber hin und wieder den Fehler besitzen, daß sie nicht immer ganz korrekt gehen. So pflegte man die Zeit des Siegers mit drei oder vier Stoppuhren zu nehmen und aus den erlangten Zeiten die Mittlere zu nehmen. Heute bedient man sich in Amerika, England usw. der elektrischen automatischen Zeitnehmung, die ja eine ganz andere Genauigkeit verbürgt als die beste Stoppuhr und unter Umständen di« Feststellung von L.under^Lelsekundett gestattet. Bei den olympischen S cketzn in Stockholm wurde zur Messung der Zeilen in den kurzen Läufen zum Beispiel en automa ich arbeiiender Apparat V:r.vend2t, den der Schwede R. CarlsteLt erfunden hatte. Bei diesem Apparat waren d'.e U'reu durch eine elektrische Le'tung mit dem Revolver verbunden und sobald der. Stärtschiß fe^'öste der ein'ch:app.'nde Hahn des Revolvers die mit den Uh en verbundenen kleinen Elektromotoren aus und die Uhr selbst setzte sich in Bewegung, .um sofort ausge'chället zu werden, sobald der erste Läufer das Zielband zerrisfen hatte. Die olympischen Spiele 1920. . Runmrhr lsryt dagniäue Proytamm der im Sommer in Antwerven üausindenden olymvtschcn Spule vor. Es fällt nicht sehr leichhisttla aus. doch »st mancher Wettbrwelb mfolge der bekannten Boykotrbcweauna noch nicht gesichert DaS Programm lautet: 14. August 'Feierliche Eröffn u n a; 15. bis 28. Nu-mst: ß c \ dh t ö t b 11 i H; 22. bis 29. August '.Turnen: 23. bis 88. August: Gewichtbeben; 15. bis 25. August 'Fechten; 1b. b S 26. August : R i n g e n; 27. b S 81. August: Freier R e n g k a m p f: 15. bis 26. August: D o x e n; 24. bis 31. Jult 'Schießen m i t K r i e p s w a f 1e n; 22. bis 8l. Juli: S 6): e ß e n m r t I a g d g e w e h r e n; 27. dis 29. August 'Rudern; 22. bis 39. August: Schwimmen; 7.. b's 10. Juni: S e g e l n; 24. - bis 27. August : M o derner.Fünik a m v s; 15. bis 23. August: Z e b u k a m v f; 9. bis 12. August: R a d f o h r e n: .15. bls-33. August: Law u- Tennrs; 29. August bis 5. Septtmber: F u ß b a l l: 20 b,S 30. April : E r S h o ck e y; 1. bis 5, September: L a n d- Hockey. . Leichtathletische Militarmeisterschaften von Oesterreich. Im kommenden Sommer werden zum ersten Male leichtalbletische M'l:tärmetst'rschaflrn von Oesterreich zur Austragung gelangen Der Zentralsvortausschnß der Volkswelir hat bekanntlich erst vor kurzem die LeichiarhleUk in sein Programm ausgenommen und bereits hübsche. Erfolge erzielt. Im kommenden Frühjahr roll der Sportdetrreb der Bolkswehr weiter aüsgebam werden. In den einzelnen Bataillonen und Kreüen werden AüSscheidnngßkämpfe stattsinden, deren Sstger an den ersten vnlrlärii'chen Lt'chtathletikmeisterschailen» die «m it. Just in Linr durchgeiübrt werden, leilnebmm sollen. Der österreichische. Leichtachletrkverband beabsichtigt, am s lben Tag eine P opagandamürn chakt nacht Linz zu entsenden.. die von dort nach Salzburg und Innsbruck reuen wird, um auch in diesen Städten Propagandawctlbewerbe zu bestreiten. > Sportklub Hakvahr F u tz b a l l s e! t i o n : Dre erste Mannsckast ip elt heute um %l Uhr aut dem Prater-Svortblatz der W. A C in folgender Arrfstelluna : Halver«: Scheuer, L'witrrS; G ünscld, Nußbrum. Juhn; Katz, Slutzky. Gansl, Häusler,-Trümer. — To uti st , k - S e k t i o n : Sonntag den 22. d. M. Wleneiwald-AnSflnfl. Treffpunkt 9 Uhr vormittags Endstation Nußdorf (Sickenbrrggasie>. Proviant mrtnehmen. Fübrer Dr. Eplcr. Montag den 23 d. M. 6 Uhr oben&S Bortrag des'»Herrn Ing. Ackermann im Klnbheim. Litmbus- Leop. Kur;«, Wien, U„ Weslbahnstraße 23. Tetebvon 61537. m MN MITHEPaRÖTSR -äßSTALT Herten»«. Damenhfife werden nach neuest. . Zloae prompt uncl bilHprst modernisiert - *• ~ XVm.,Wftbrin’-ei GSrtal 81 and VII., :,r&rir.M!feretras83 86 GerrchLssÄKl. Ein Prozeß der Wiener Kttltusgemsknde. Vor dem Landesgerichl in Zivilrechtsfachen fand gestern vor einem Senat unter Vorsitz des Oberlandesj aerichlsrates Schmidt die Verhandlung über eine Älage statt, welche die Verlassenschaft nach Rosa Weichselbaum gegen die Wiener Kuliusgeme'mde angestrengt hatte. DerÄaufmann Jakob Weichselhaum hat in einem in jiddischer Sprache abgesagten Testament seine Gattin Rosa in den Fruchtgenuf; feines zirka 60.000 bis 100.000 K betragenden Vermögens eingesetzt. Er hat 17 einzelne Verfügungen getroffen; die meisten Testamentsbestimmungen enthalten Legate. In zwei Verfügungen finden sich Bestimmungen, welche unter Umständen dahin ausgelegt werden können, datz die Kultusgememde den Rest des ganzen Vermögens, soweit es nicht durch Legate gebunden ist, nach dem Tode der Gattin Weichselbaums der Kultusgemeinde zufallen solle. Gegen diese Auslegung, die die Kultusgemeinde vertritt, hat sich schon Frau Rosa Weichselbaum gewehrt. Rach ihrem Tode haben sowohl ihre als auch die Erben ihres Gatten (zahlreiche arme Verwandtes die Erbrechtsklage eingebracht. Sie bestreiten' vor allem die Auslegung des Testaments als auch dessen Gültigkeit. — Nach kurzer Verhandlung wurde dieselbe vertagt. Budapefter Urterte. Budapest» 21. Februar. Obcrstadthattvmiann'Stellvertrcier Dr. Geor,i P ä!. bcr (cmcrutt mch tvc P; so neu, die während rer" Räleher, schall dem Ercherwg Josts zur Flucht verhol'en Hatten, vu'huften best., wurde zu 7 M o n a t e n G ef ä n stn ' s und 2 Jahren Amtsverlnst veru> teilt. Der BolkSbeamie Joief C f o n t o s, der d-cst Personen bet der Polizei ang-';e'iftt hat'?, wurde zu 6 Monaten Ge^ugnis und 2 Jahrerr Amlsvcrlust velurtclll. Das ärztliche Zsugms vor der Eheschließung. Dre Private Marie R e t k klapie beim Brsirksgertcht Ioiefstadt ihre frühere Wohuunstskeberin, Elisabeth M.a r o m, wegen Eh'.enbclcidigung, weil letzter? zu ihrem (der Klägerin Braut gam geäubertchabe : »Bevor Sie die heiraten, lassen Sie sich von rhr em ärmliches Z uguis g b:>'. denn man kann nicht m ssert, wa- Sn Ihne» ruS Haus brit'.at." Du Getlagie bestück, das das eine. Bestidigrmg sei. Die Verbringung emeS ärcklchm ZeugniffeS vor der Ehefchließunst werde vielfach propagiert und str auch in einigen Staaten bereits vorurfchrieben. Der Bräutigam der Ktägerin sei zu ,hr gekommen, um sie über seine zukünitiste Frau »ansznfragrn. Als sie ihm dt« Rat erteilte, sich von seiner Braut krm ä-ztlicheS Zeugnis gebe« zu kaffen, sei er sehr bestürst gewesen und habe merkwürdigerweis« sofort ihr, der Geklagten, einen HeiratSa n t r a g gemacht, indem er fragte, wie alt sie sei. Aul dir Antwort »43 Jahre", sagte er: Ich bin 47 Jahre alt, da paffe» wir ja wunderbar zusammen." Sie habe dc» Heiratsantrag abgelehnt, weil eS noch kein Grund zunr Herraten fei, wenn ein Mann 47, eine Fiau 43 Jahre alt ist, Aus der Ablehnung dieses HeiratS» antrügeS möge die Klagerrn ersehen, daß sie keine böse Absicht gegen sie hege. Da dre Klägerin ein:n Ausgleich ablehnle, beschloß der Richter, den Bräutigam, der so rasch die Braut wechseln wollte, ivwle andere Zeugen vorzuladen Md vertagter» diesem Zwecke dre Verhandlung. HS. ROHATYNl 1 BankgffiSthäf» |! IDfien^ 3. föSapia Thepesienstr« 10 i Telephon 20*343 | empfiehl* sich zur kulantesten Durchführung aller | bankmässigen Transaktionen, Belehnung von Waren, g Finanzierungen etc. 2 Spezlalabtellung flir Polen nao Der Volkswirt. Eine Krone -- 2.35 Centime». Gestern stellte sich in Zürich die Lsterrerchifche Krone auf ... . 2.35 (2.10 am 20. Februar) die tschechische Krone auf ..... 6.50 6.50 am 20. Februar) die Mark auf.. 6.50 (7.- am 20. Februar) Die Rückkehr unserer StuatssekretSre . mrs Paris. Der Staatssekretär für Finanzen, Dr. Reisch, der Staatssekretär für DolkSernährung, Dr. Loewenfeld- Nutz und Ministerialrat Dr. Grünberger sind gestern aus der Schweiz von ihrer Rückreise aus Paris hier angekommen. Die Herren haben , sich fast drei Wochen in Paris aufgehalten. Der Staatssekretär für Finanzen hat in den Besprechungen mit der Neparationskommission und mit der Botschafterkonferenz in Paris die nachstehenden Forderungen gestellt: \ 1. Gutheißung der der Wiedergutmachungskommlssion vorgeschlagenen Maßnahrnen zur unmittelbaren Hilfeleistung, die Oesterreich ermöglichen würden, bis zum Oktober Lebensmittel zu erhalten. 8. Gewährung langfristiger Kredite an Oesterreich,, sei cs direkt durch die alliierten und assoziierten Regierungen, sei es durch eine Finanzgruppe, die die betreffenden Negierung ermächtigen und ermuntern würden, ein entsprechendes Abkommen mit Oesterreich zu treffen. 3. Die Rückzahlung dieser Kredite würde nicht durch die Verpfändung der Aktiven Oesterreichs garantiert werden, sondern durch die Errichtung eines Privilegiums ersten RangeS auf die Gesamtheit aller Vermögenswerte und Einkünfte Oesterreichs gemäß Artikel 197 des Friedensbertrages. 4. Zur Ueberwachung der Verwendung der Kredite und ihrer Wiedererstattung wird unverzüglich und ohne daß das Inkrafttreten des Vertrages von Saint-Germain abgewartet wird, eine österreichische Sektion der Wiedergutmachungskommission eingesetzt werden, die mit allen der Kommission durch den Friedensvertrag übertragenen Vollmachten auSgestattet werden wird. 8. Die Perwendung der zu gewährenden Kredite wird durch Vereinbarungen zwischen der österreichischen Sektion der Wiedergutmachungskommissiorr und der österreichischen Regierung geregelt werden. Diese Vorschläge wurden in den nachstehenden Anträgen zusammengefaßt: 1. Unbeschadet der für die Verhütung der Hungersnot erforderlichen sofortigen Maßnahmen zur „k schaffung der unentbehrlichsten Lebensrnittel bis Oktober dieses Jahres wird Oesterreich ein langfristiger Kredit für die Wiederaufrichtung seiner Wirtschaft gewährt, der entweder "durch die alliierten Negierungenunmittelbar erwirkt oder durch Ermächtigung und Ermunterung der Banken und Bankiers zu solchen Transaktionen mit Oesterreich vermittelt werden müßte. 2. Zur Sicherung der Verzinsung und Tilgung dieses Kredites werben nicht einzelne Aktiven Oesterreichs, sondern' die Gesamtheit der nach Artikel 167 des Friedensvertrages zur Verfügung der Entente stehenden Ernnahmsgucllen Oesterreichs herangezogen. 3. Zur Uebcrwachung der Verwendung dieses Kredites und der Verzinsung und. Rückzahlung desselben .wirb ünab-- hängig, von der Ratifizierung des Friedensvertrages schön jetzt die. Sectwn. autnchienne de la Commission des ReparättonS eingesetzt.und mit jenen Vollmachten äuSgestattet, die ihr Nach den/ Friedensvertrage Zuzukommen haben. 4. Insbesondere obliegt dieser Sektion im Einvernehmen mit der; österreichischen Regierung die Ausarbeitung eines, weit ausblickenden Wirtschaftsprogrammes, durch welches Oesterreich in die Lage verseht wird, in Hinkunft ohne weiter« Hilfe der Entente aus eigener Kraft seine Versorgung zu bestreiten und seinen ihm durch den Fricdcnsvertrag auferlegten Verpflichtungen Nachkommen zu können. Offizielle Grhlüntngeu trber die englische Hktsslerstnng. D'e A'if age deL Abg-o,dl"ttn Gd on Murray, ob' die Rcsttmag den Bericht des bcitijcbcn Direktors tik die Lilie .. , .. in arten %tfl*'aqrn. {Tfefartrntnmt IIPII unter ßSardntir. J?atbüfinhej_Jüt

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.