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Wiener Morgenzeitung · 1920-02-22 · Heft 390 (22.2.1920) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 390 (22.2.1920)
Date
1920-02-22
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Nr. 390 Men. Sonntag Me«er Morgenzeitung 22. Febmar 1920 Dudendorffsche Hasardspiel der «Entscheidung" verstrickt und verschuldeten so das Ende mit Schocken, da? der Krieg nahm. Ebenso haben sie nach Strobl die Nevolntion verraten, da sie sich außenpolitisch und militärisch auf die bankerotten Elemente stützten, dadurch das Vertrauen der, Außenwelt zur deutschen Revolution verspielten und so an dem „harten" Frieden die Schuld tragen Dre Wiederherstellung des alten Militarismus und die Konservierung' des bösartigsten Ratro» nalismus durch die -Mehehcitler - führt nun. Deutschland völligem Ruin entgegen, wenn nicht rechtzeitig Umkehr kommt. Die Schrift sagt vieles, was schon.bekannt ist. Aber sie sagt es wahrheitsliebend.' Strobel geht es ehrlich darum, den Grund dafür zu finden, dast Deutschland sich selbst verspielt bat, ohne parteipolitische Einseitigkeit. Freilich kommt er nicht zur letzten Wahrheit, die darin liegt, daß wohl daS sozialistische Ststem des Marxismus Sprünge haben muß, durch die die WegeSkamotierüng des sozialistischen Gedankens auö der. Mehrheit einer Partei möglich wird. Diese wären *»t untersuchen. Mas Strobel in dieser Schrift gibt, ist ein Versuch, aus der Wahrhaftigkeit zur Lösung zu kommen, wenn auch der Marxist aus seiner Haut nicht herauskann. Der Wert dieser Wahrhaftigkeit sei dankbar anerkannt. ' -; —tz- Thomas Sßlnim; ,H-rr nttd Hund." Gesang vorn Kindchen. Bei ln». 1919, S F-'ch'r. Roben die großen, meltenwelleu Werke, die gllen kommenden Geschlech em die .Namen ihrer Urhsb r »euer machen, bade (%e'bc vnd Hebbel «n derAn^^cht um Kleinen, die, immer das Ze'ckm d-S echlen Poeten ist. die' das.Weltbild im, Tv'weu auifnugende Idvlle gestellt, der Mau'Mvbn aus dem D ihmarscheu in »Mutter unb Kind^. d »Z Frank n> 'er,Bürgnkmd nicht enunal so sehr m rem allbekannten Epos von'' „Hnm inn ' und Dorothea" als inden.viel »vettiger gelesenen dreseberlchtert aus verschiedenen Gegeiiden imd Zeiten, an deren gelassene Heiterkeit des Lübecker Pttrivels Betzcht von seinen Hund 'ehr m'einem Vor'e l erinnert. Dre Masten wi'd dieses sttkl-lleundliche Stück Klenknnst srk'lich eben'vwen g erobern wie d>e m-len Rebenwerke des Olnmviers von Weimar, aus denen d-'M Kenner eben doch auch das Sonnenaüge Wolfgaua Apollos e>naeg-nsttabl>. aber das spricht gegen «me«' durch Kino und Ovr>etre verdorbenen Geschmack. niche gegen .d»s <ein beobachtende. mit spitzem P nsel, llustu'chrnde Jwll eines sich rein.r Mitzerschaft ruhri bcwuNten Mannes aus der Sonncnböhe lenes Schaffens. der schon m dem sonst m'iülgen Roman »Kvni-'Me Höhest" sein Talent der /Ttcr-!eelensch:ldcnmg enviesen hat. .D g.Hexameter des kleineren WekchenS habensich, den alten Schn.line'stervon Eutin und lerne Lnlle zum Paten auserkoren, to'l) t irerlich Papa Vosr gewinnt. Den wenn aucb Thomas -Mann in der Einleitung Zwestel, ob er wobl der Rechte für eine B-rsdichtung sei wieder beschwichtigt, so muß doch mit allem gebirb'.enden Respekt gesagt werden, daß dem Meister des.Piosawoites der Hexameter nubt pariert' Das BateraeMl macht dock ntztzt. wie er vornlia mein', zum mekrischm Dichter und die Stunde wird wohl kommen, da der Dichter dieser Entgleisung ebenst wehmü'g lächelnd als h nstr ihm liegend gedenken Mud w'e, eines Iugendv mrchsd-n. niemand mrbr kennt. Tbomas Wann hat - rin N-cht aus Erptlrnienst. aber es ist das Los. des lApcmnentators, daß mcht jeder Der uch glückt. 'Rn. Herma« Bang. Gesammelte Berlin. strke. Vier Bände. S. Fischer, Der rührige Berliner Verlag, dem keine Paviernot etwas SNiuhaben scheint, entfaltet eint reiche Tä'igkcit. Etliche gut aus^ ftcftatictc Neuansfaben And ley'hiu er lch en n, das unter e ne von Oerman B a n a 3 gestminrlten Wertzni Der tutb verstorbene Dichter gilt seit lang^u als eirier der besten Vertreter zettgnölsitcher Ermblrmgskunst. Seme Werke , du-ch-icht ein nietkwürdiaer schweimütstcr StimmirngSzauber, sie, sind voll vibrierender Kia't- und Färb- - und dabei von, einer seltsam grbändig e» , Le den'chaitl chkert, De vier Bände, rvelchcdir WeileBor?, und Nichllüng,Hossmtngslole Geschlechter, Am Wege, Das weihe Hans.Das graue Haus. Tme.' Ln^w gshöhe, die Batettandslolen. -Michael, "Novellen und Zehn Jahre enthalten- - sind eine schöne Gabe für den Tisch des Bücherfreundes- - ... . . - . —T. Die bestrur Erzählung«» von Tolstoi.. AiiZgewählt -mrd sinaeleitet von Walter v.'Molo. Verlag Albert 'Langen in. München.; : "-'V J _ Walttzr v, Molo 'hat aus Tölflois epischem Werk einige der besten und. charaltcriftlschesten Erzählungen üusgewählt. Aus ded ' grandiosen "Kriegsdichtung ^Sewastopol" dem reifsten Werk -dys jungen- Tolstoi- — -bringt dieser Bond die Erzählung-„Sewastopol im ME, /-dieein dichterisches Spiegelbild der Erlebnisse im. Krimkriege, ist. - Weiters das kleine Meisterwerk' „Der. Herr und sein 'Knecht", das zu den »rößten-epischen Schöpfiukgim aller ..Zeiten, gehört. /Der Komä.n „Eheglüch^ fügt sich -gut in diesen Nahmen. Das aut stüLgestattete. Bändchen, das eine 'charakteristische Einleitung des Herausgebers enthält, kann als gute Eülsührung tu das- Werk des Grosten angesehen -stv-erden, das heute lebendiger-wirkt,, als-st zuvor/ - . - u. . Preisverteilung -des Nichfh'e'Archivs. 'Das Nsttzscheklrchiv - ür Weiniar hak drei Preise'stn philöfophi'che Autoren, vie alljährlich so auch diesmal, verteilt.' Den ersten Preis erhielt-:Bchihinges.,.für-Mne>„Philosop.hie des Als-.— Ob", den Zweiten Spengler-'sür sein Buch- „Untergang des Abendlandes", den dritten H. v. Keyserling für sein „Reisetage-' fuch..eipes Philosophen". . Die Weltb ihno, dev Schaubühne'XVl. Jahr, Wock'enchrist für Polit k. Kunst..Wirischast.-hnausg.cgcwn.von Sieglbird. a c d b s o h n, enthält in der Nummer 7: -Die-Ausii^erung; tr£ Kernt"Meindes BTedinanfbaues, von HZ.nrlch Sttöl"!; Lnga»n, Tschechen und Slowaken, von Hugo Igv.o-us; D»s Nroß" Hauvwnartnr. von emnn Stabsvifiuer; Wider die Liste, ron Kava» Hanier: Das Enddes-BUdnendramus. von K.»>l Ne.nbard: Kleine Znt, von El Ha; Kon'gs- und.J'ta,nenlmd. »on S. I; Silber, -von Balidus; .Rundschau, von Wrobrl, Vehrke. Panter: Äntwor'en. Mnsikrtlieneinlauk: Wilh lm G r o ß, fünf Gstichst »uS dem Japanischeu Flüdling von H. B-thge f. 1 Einast. n. Kl. U. E. Wien: — ' Dre - G e z e i ch n e v t ri, Oper von Franz Schreker U. E t!§ieu; — -T K e m a st r s ch i!l n a l v s e U. E Wien. — Mar Kowalski. D e Lonne sinkt, f.'S inast n. Kl op:-3."— Bier Ge'änae 's. Singst 1 Kl. dp. 9. — Sechs L.eder stuf alte Gtdichte il Sstgst/Kl »P. Ist, N. Simn'ck. Berlin u. Lt vng. — Jost' H a n t v, KomoS in sisten Te len ov. 1. NdnwZ - in fun» Teilen ov. %■ »eben kleine Skitzle ov. 3. Akokalyonsthe Phaiitasie op. h. L eder »on ff. Holdei sin ov. 6. Ci ml eder op 7. Kv'.ie elnion op/8. Noraeuländ schcSMäichcn op ll.Tanr'oplv..Hölde l'Nlieder oi».-11, stuf. llciNe Siücke op. lft, - y?ari5!iarflfft;>b en op 16. Phania'ieii »p. 17. Der geiesielte Promriheus ov. 18. Nomos op- 19.- Selbstnrlag. Edgar I v e l. kas Buch der Ope:. Berlin, Mar drsie. — Der »n-isikali che Kurier. Nr. 1-6/1990 Wien l. - st v n ist f l l i e d e r. Indischer Ber-ag Beilni —Edgar $ " e I. nevollili'oti .'Und Oper, Gni'iov Bosie, Regcnsbu^yi D e r N o l d i ch m i e d v v n Toledo, Tcxtlwch. ll E, Wie,». Büchereinlnuf. Levy Alexander: Vom Banen und lVobnstt irr» rrei-en Palästina- (Palätzma Bangeicllschnit, Welt ist»lag; Zweig Arnold: Dre, E iubln! g n. (Wel'-Berlag, bexlin. :. Goinucau Grai Arlbur: Lblet Tvpdancö.. (Brr tag Erich Mistes, 9e>v"a^: Waaner T. Arm n' De'' ahn'' He mkstr. (Verlag r^l-i chel Cv.st. Horsttzst E rst be" d. In» : D>e v er l tzien Kr-egswochkn 'Verlaei Käst H»rt>'-iu-r Wi''n-Leivz'at: Weinrich fi am: Hinmilistl'st Mavisesi. (Ans der Bncber' stbe „Die S>lb'"'ä»le", Pn,l S-tea^nrn», H mnorel; Knhn Nonor". D iß Bmb E os; Hoe 'chelmuvn v Ha altt: Pstion ,md G manschst'. Gnindvro'1 me e-e''Bolschew swn-^. .Be lü' Eugen D edenchs. I-ma.; Be"'nur Nv.i'ol' : D e ^ord-"m«n ^rr rem'" Schansti'lkunst. "E'.'st Verlach; Medn-n Ludw'ö' Sev'emb 'is h ei. (V-sthrg Paul .Ea'sirer, Best'ch;'Bre'ter Ernest Tv o^or - K wa»va st'"'s'' ^B^sta' H ,mann Gold^'midi» -'tzvstfi ci B nng:; Jüdisches Ei'nd in '^Lien. <V'"l»g R. Lomit. W en); Der Kleine-Nornau (Ve-lag Hermann. L Co., Bulin. ESN- «r*.p'|tE&, OEI5 W9BH6A tim . Jüdisclißs Bie 'd iw Wien . Bilder und Daten von SRUM® FEßSI; Mit 88,photographischen Anfnalwon wt<» elMr;grefihlsohen Darslenuiig; . - - -Preis.» K 24.— R?n an« d«>m Wi^n^r ifi'n«chen .durch diu anKgew chio >. pholoKra»h{a<>h«n Anfrin'.-fnon-eino Illnstration Toh pr.rhrookeÄd^«’ Di*nW<!Mc«»t «rhfUt. Ein Mahnruf iä letzter Sf-undo an die .Ges-.oTlsihan! Zn hor.lehen durch die T5nrhhard'nnr B. T, 8 “wt C W { s r>, I-, RoiontdriÄ8,rassv 22, oder direkt vom’R. Löwit-Verlapr, Wien. I, El’eischmarkt 1 jrre,:iinD KuM. ' -Volkssper. ' //: /' "- :;i ' .* „Der Güldfckrnned votr Toletza.^? (Nomant'lscha Over nach 'E. 'T. ' A. H o fsm an/U' botz'. K. G. Zwer eitz. Mn't> von Iacgnes O s fenbach. Mnsi- Lalischa Bearbeitung von. Julius Sie r n »lnd -Alfred Za »n a r a.ch Nur einer fchlts um das halbe Dutzend an .stärkeren lind schwächen Geistern-voll zu, machön,/die dieses Opern rerk vollenden: halfen. Das S/r^chstM von den vielen - Köchen, die. den Brei leicht verderben, scheint aber keim The-aler-' wenig Geltung zu haben. Das Endprodukt in unserem Fall ist trotz der- Anhäufung von Bearbetzern recht anständig geraten. Wie es zu dieser Ni'uaugrabuug Tarn, erän wach enderPublikumserfo'g für die gute Konjunktur im musikal'stchen Antiqui^äien"-a'»tzel spricht, ist selbst.eine ganz hofmannesk klinge de G .sch ich e. .Der Wiener Komp on st Julius S t e r n. l-c:«. ma che K)n.position leichterer Art. gelungen , ist. stöberteeines Tages in Paris die nachgelas e»ren Skizzen Osfenbachs-auf und kaufte gleich den ganzen Schatz mit. de»w Rechte der Bearbeitung^ Dar- »m.er befand sich nebst vielen anderen Fragmenten auch die unvollendete Oper „Der schwarze Korsar". Ein rich iger Just'M bewog sten Beardeiter, .die durch Ofseniuch. nun - einmal geschaffene Verbindung , mit E. T. A. Hofsmann auch' für dieses Werk -festzuhalten und so ließ er von K.' G. Z w e r-e-Nz ein neues Libretto nachder berüh'm len Novelle „Das Fräulein von Scudery" verf.-wügen.: Aber es war -noch >:ein weiterer- Erbgang iwtwendig,^uM'-'das Werk zum Abschluß zu-- ,'b.ring'e-n, Julius S'erw'starö und sein Freund Zain ara trat in seine Rech he eini Ihm - war eserst. vergönnt, die Oper zu vollenden/ zu "dev-.:.sch-rn'^d'reii'u.BerstorLene ihre Artzeit beige-ragtzn-'^^haLleu. In Mannheim -ging sie dann »nit ungewöhnlichenrErfolg in-Szene und von da ab bemach.iglen/sich fast alle Opernbühnen des Werkes. .. Das Geheimnis seiner unleugbaren.Wirkung auf -das Publikum liegt-ofsenbar darin, daß dem noch imrrrer leben igen Inieresse der Massen an der „großen" .Oper.Rechn'Mg.gelragen ruurde.. Wagner wollte diese 'S i gaitung ein für. alle Mal durch seine musidramatische Idee erledigt wissen. Aber das historisch Gewordene blieb neben allem.' Wägner-Epigonentum bestehen, und da der Geschmack nün' einmal auch durch . Meherbeer und 'B'rdi beeinflußt wurde, gab es .immer n ch Raum für Muschö/suigen', die.dieser Geschmacksrichtung entgegen kamen. Freilich legte sich Wagners -Anathema als.drohender Schatten darüber. Man schämte sich förmlich, dergleichen zü schreiben, wenn rnan nicht als Rückschrittler. gelten wollte. Nun traf es'sich abe'r hei. der in^Rede stehenden Novität so glücklich, daß Der n wor-lichkeitlbeteuk n vollständig wegfie.en. Osfenbach ist tot und niemand kaim »hin Nückständigkeit' Vorwersen. Siern, der zwar noch lebte, beging^^ n>rr einen Akt der Pietät, wenn er den Nachlaß des FÄn/osen genießbar zubereit-rte. Zamara endlich doppelt pieälvoll, schloß it.tr a6, was ihm vererbt wurde und als lachender Erbe konnte er sich über alle Skrupeln jle'cht hinwegsetzen. ., ' ■J Der Name Osfenbach war für das Werk keine üble Empfehlung. Eine neue Erzählung Hofmanns — auch bas ließ sich.hören. Die Gestalt des -Goldschmieds, der leine Kurrstivcrke so krankhaft abgöt isch liebt, daß er ihre. 5kä.ufer ermordet, um die Schmuckstücke wi.'der zu besitzen, mußte auf dem Theater gute Figur .'machen. .Zum Lobe, des Textdichters muß nun gesagt .werden, daß ihm dieser Vorwurf wohl geraten ist. Der Goldsch mied ist eine tzm-er Rotzen geworden, denen dauenrdes Bühnrnieben zu blühen scheint. Wenn er zur Buße für dir vielen Morde, die er auf dem Ge- .wissen hat, -di? eigene Tochter aus Irrtum erdolcht, w'ch n '"'-er Ri otz't o-Eriu:cr 'n en auf. ab'r bas i wird ihln w nig chadrn Da - um ie es ra isch Motiv h .... 0 tutiiüc, iit otu' Art ,Pannen-er ^.Ltekiiog schichte, an der eine tu ft iebende March.'sa mit ans hn ich ein Ho staat und e'nern aus-.rw/hltrn Verehr r ,o .ledes Eo d ch-iicdS Lö/ster. Ln und ihr Liebhaber, bct.i.igt sind. D-as gibt Ge.egen heit zu höfischen Festl'chk itrn, gebeimnisvollen Vorgängen im Hause be8 M'.'rd'rs. früh ichrm Maskent"eibon und Intrigen. Daß der Scharrplatz der Handlung nach Spanien verlegt tim de. ergibt we'tere Mö stich''-iiEn des Kostüms, kirch'-. licher Flierl»cb^it und Anlaß für die Verwertung einer span»lch-m chi.Q!itoittimcn--nusik. Der vor allem interes'i'r-ende musikalische TeÄ. N ein -i mlich hcte o-'-enes Gemisch von Fragmenten' tl' t stee Tan musik, die in ihrer rhylhmifchen Eigenart «»rgcnehm von wöde-non Plattheiten absticht, emfach g-baut.n 7l ien, di" den Sängern ausgezeich»»eL liegen und d "amatisch'n Ueberlei-ungsteilen, die wohl vornehmlich das Werk der Bearbeiter sind- Eine süße Musik, sagt das Publium und hält sich mit Vorliebe an das am lichtesten Faßliche, wie .bas Mandolinenständchen, bas/wenn schon von Plattheiten die Reds ist, mit der Barkarole aus „Hofmanns Erzählungen" in Pa 'all le gestellt werden kann. Einzelne Nummern, wie das S rtett des ersten Aktes, verraten auch höhere An'bition. Im Ganzen haben bühnensichere Hände den i-uii a tzch n T i! geordnet und für atwcchslun/sreiche Unterhaltung gesorgt. Besonderen Beifall fand die. Ball"ttpantomime,. in der angenehme Walzertöne auf die Erlösung zur .Popularität harren. Die große - Rolle' des Goldschmieds hatte Heier Fleischer inne und er war in Maske und Spiel ^sympatl'ifcher Mass nmörder von jener Artf die man rasch li?b gewinnt. Gesanglich vergriff er sich wohl um einige Nuaneen, wie im dramatischen Schluß, aber es bli^b doch eine schöne Leistung, die gan^ enthusiastisch au'g 'nonlm n.wurde. Frauiein Rantzau, ein« 'di'htmde Marchesa, tänzelte als Operetten-Nobeldame du"ch die tra i-chm Ereignisse, denen die schönsingend« Goldschmi dstochter (Frau Debieka) zum Opfer fällt, Die Herren Schür mann, Preuß, Bau mann und Pacher hielten, ihr gewöhnliches Niveau, während - Frau A t t l e r darunter zu stehen kam. Weingartner verteidifte den Opernstil und ließ das Operettenhafte nicht überwuchern. Hübsche Szenenbilder brachte der zweite Akt mit seinem Karnevals treiben. Der Beifall war uach dem umständlichen Vorspiel im Schloß der Marches« matt, schwoll aber nachdem ersten richtigen Raubmord zu beträchtlicher Stärke an und' erreichte am' Schlüsse mit Dauerovationen . für^ Fleischer seinen Höhepunkt. Offenbach würde wohl höchlichst erstaunt sein» wenn er sein Opus in der gegenwärtigen Gestalt zu Gesicht bekäme. Er selbß batte es zweifellos anders, g.tz. acht Aber was tu. ein Kouponist nicht al'es, wenn er gestorben ist.' - ^Dr. Konrad Maril. Rsnaissanes-Blltzne. (Zum erüen Male: „S ck 8 n e Fra u e n", Lnsispiel m ,dr« Akten von E t t e n n t R c h, deutsch von Otto E»f e n s ch r tz.s- Eine französische Abwandlung des Themas vom. unausweichlichen, liebenswürdigen, die Ehe würzenden Ehebruch. Im ersten und zweiten Akt kurzweilig, iw dritten hingegen bedenklich ade, so daß der anmutig« Schluß abfällt. Harry W a l den hat wieder eine Rolle, wie sie seine Verehrerinnen wünschen. Sie werden ihn bejubeln.' Indessen: Jarno würde mehr daraus machen. Ein Schuß weltmännischer Ironie käme diesem Francois Villiers, der einige päpstliche Dinge zu sagen' hat, sehr zustatten. Von den vier schönen Frauen« unter die der Held des Stückes sein Herz teilen solh war keine einzige zur Stelle. Hingegen sah man zwei schöne, anmutige Mädchen (Nora Gregor und Lola Kneidinger), die aber, so erfteulich ihre kaiv« Grazie ist, Frauen ^aus der Gesellschaft" noch nicht darzustellen wissen. Bon den beiden anderen Partnerinnm Waldens schweigt des Sängers Höflichkeit. Hans Karl spielt einen einfältigen Jungen, der die Sünde mit sportlichen Uebungen zu überwinden sucht, mit bemerkenswertem Humor und erstaunlicher Muskelkraft. Sehr geschmackvoll die Ausstattung. Nach dem ersten und insbesondere nach dem heiteren' zweiten Akt war der Beifall stark. A. Aus den Theatern. Der Sv»elvlan des Opemti^atns lamrt: Montag drr» -23. d.: ^Mistnon." (Vj.6 Uhr.’ Ph litte Frau Irene Edm vom Nat-onallbeater in- Mannheim als Gast — Dienstag den "4. d., bet mbo! teit Prellen: «(lava i«>n, ^»tiesn»", ^D«' Baja^o." (7* 6 Uhr.) -r Mittwoch den 25. b, bti ansgehöbencw Jahres- und S ammsilzadonnemmt zu desondeten Plenen zum ei nettmal: ^Dte Gc.zeichneren." (7»5 Uhr ) — Donnerstag den 86. d . de» eihoht n Prellen: ^Die ^aubetsiöle.* Köntgin der Nacht Frau Irene Eden vom Natianaltheater m Mannheim als Gast (5 Uhr) — Fre»tag de»» 27. d. be» erhöh e»»Prellen: „Die- Gezeichneten." (7,5 Nbr.) — Santstaq den 88. d.. bei aufgehobenen Jahres- und Stamnrühabonnrmenl: Arbe'te»Vorstellung, jen Kartenverkauf: ^Lokenarm." (4-Uhr.) — Sonntag dm d-, bei aufgehobenen Jahresabonnement zu erhöhte» Preisen: ^Dte Bohötne." (S6 Uhr. Im B u r g t h e a t e r »st die Etstaustührong der sstnsaktipen Kotnodte N 111 n11 S .D t e Tragödie des E n m-,e n e s" llir den 3 Man angetetzt. — Dte Direttion desBmgtheaterS bat die Tragilvmödie „D i e G efellfdiafi des Ädb's Chateauneu )" zur Ännührung angenommen. -An der Neuen Wiener F r i e d m a n n S »refft ch s Lttstipiel Fteilag zum 50 Mal aufgeführt und erzrelte wieder eine« stürmilchen Heile» keitserfvlg. Sonntag den 7 März, 8 Uhr nachmittag-, sinket i» F e st f a a l d e s M t l»t ä r f a f t n o S,!., Schwägern berypl »d,1. cm h e b r k i s ch e stz^K o n z e.r t statt. Her, Jakob Seidel. Mitglied der Vousoper, bnngt L'edcr >md G-sänge in hebrällcher Sprache zum Bortrage. Mtwirkead. Bavielvi'-tuonn Mar>a K v g a n. Am Klavier: Erwi« G r o u h t r. Karlen in der Buchho^hl"»» Löwtt, l., R-lck« lurmstraLe 22. von Eduard S ruck tu Bühne wurde Armin ,D o kVor Sneglty"

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