Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 390 (22.2.1920)
- Date
- 1920-02-22
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Vkr. Ms . Wien, Sonntaf Wiener MorgenznrunF 22. Februar 192k> Leitet Schlittenfahrt, dir ihn bis zum 82. nördlichen Breite^ gvad führte. 1897 unternahm Pearl) weitere Fahrten nach Grönland. 1905 erbaute er sein Polarschisf „Rvossvelt", das ihn vier Jahre später zur Entdeckung des Nordpols führen sollte. Die Geschichte der Entdeckung deS Nordpols und In der Zeit vom 17. bis zum 18. d. M. wurden aus dem Geschäfte des-Max Grünmünn im Stadtbahnviadukt P in Mariahilf 456' Meter Blumeneschensourniere und 180 Meter Mahagonifonrniere, 120.000 Kronen wert, entwendet: Aus dem Geschäfte des AbranHam Hermann, 2. Bez., Rotenkreuzgasse 11, wurden der Kampf mit Cook, .der behauptete, bereits zwei Er,igm 16. d. M. 100 Paar schwarze und braune Herren und Damenschi'.he, 70.000 Kronen wett, gHohlen. Monate vor Pearh den Nordpol erreicht zu Habens haben in diesen Jahren beide Weltteile in Spannung versetzt. Bekanntlich mußle damals schließlich Cook Vor einem Schiedsgericht von Gelehrten und Polarforschern zugeben, daß seine Ansicht, den Nordpol erreicht zu haben, eine irrtümliche gewesen sei und Peary der alleinige Ruhm des Entdeckers gebühre. Die Forderungen der städtischen Beamten. Weitere Tariferhöhungen in Sicht. , Die De:Handlungen wegen der von den städtischen Beamten anigestellten Forderungen dauerten vormcktagS nn Nathause fort. D»e Beamtenschaft hat bezüglich der BeheckungSsrage auch Vorschläge erstattet, und darauf verwiest», daß zunächst der S t a a 1 die Deckung in größerem Umfange zu übernehmen habe, indem er der Gemeinde Wien Ueberweisungen für die Kosten auö dem übertragenen Wirkungskreise zuteil werden lasten solle. Ferner soll der Staat von semer Steuerhoheit Zuschläge gewähren, und endlich sollen auch die städti'chen Unternehmungen, die in früherer Zeit ein Drittel der Auslagen der Stadt Wien deckten, durch neuerliche Trrri f e r h ö Hungen zur teilweise« Deckung heran gezogen werdxn. Man glaubt, daß dir Verhandlungen ehestens zum Abschlüsse kommen werden und daß eine Einigung» wen» auch nicht im vollen Umfange der Forderungen, erzielt werden bihfit. , Verhaftung einer Erprefferüande. Ein Geistlicher «!» Anführer. Salzburg, 21. Februar. (Privat.) In den letzten Monaten wurde die Bevölkerung des oberen Pinzgaus vielfach durch Drohbriefe, Diebstähle, Brandstisumge» usiv. aufs höchste beunruhigt. Die polizeilichen Erhebungen führten bisher zpr Berhafrung von 92 Personen, darurrter des K o o p e r a t o rs Thomas Pfefferkorn, eines Gemrindesunktionärs, eines Lehrers, mehrerer Postangestellter, Knechte usw. Bei b-tt Verhaftung versuchte Pfefferkorn, einen Selbstmord zu verüben, wurde jedoch hieran gehindert. Bei der Uberstelluntz der Verhafteten «ach Zell am See spielten sich erregt, Szenen ab, da die.Menge den Kooperator lynchen wollte. Die Erhebungen sind noch nicht abgeschlvsten. Die &lnt:aty iwt Arsenal. Donnerstag den 26. d. M. beginnt vor den: Wiener Schwurgerich.e (ordentliche Session) der auf drei Tage Dnberaumte Prozeß über die Bluttat im Arsenal vom 1Ö. Juli 1919. Ein Konsortium, hatte einen Waffenschmuggel in die Tschecho-Slowakei versucht und war dabei in.eine ihm gestellte Fälle geraten. Als die An? Zahlung von 400.000 Kronen geleistet wurde, kam es zum Streite. ■ Dex tschecho-slowakische Oberleutnant Ronran Hübner, und der Agent Arnold Rolle der griffen nach einer wüsten Raufszene zu ihren Feuerwaffen. Zwei Schüsse krachten und tötlich getvofsen stürz en . der Kommandant der Arbeiterwehr Josef Geiser und der Kommandant-Stellvertreter Hubert Stanzl zu Boden. Hübner und Rolleder wurden auf der S.elle verhaftet, später erfolgte auch die Verhaftrlng der an dem . geplanten Waffen schmuggel beteiligten Agen en A feed Lvif und Friedrich Alfons Widder. Bald darauf wurden jedoch die vier Genannten wieder auf freien Fuß gesetzt. Roman Hübner' leistete eine Kaution von 600.000 Kronen, ArüoÜ» Rolleder eine Kaution von. 100.006 Kronen, Alfred Löff und Friedrich Widder erlegten je 30.000 Kronen. Bei der Verhandlung werden aber nur die Agenten Rolleder und Widder erscheinen, weil Hübner und Löff die Flucht in das Ausland ergriffen haben. Gegen die letzteren wird das Verfahren daher ausgeschieden werben. Die Anklage gegen Rolleder lautet auf Totschlag an dem Kommandant-Sie Übertreter Hubert Stanzl, gegen Widder auf Verleitung'zum Waffendieb stahlt Den Vorsitz in der Verhandlung wird OberlandesgerichtSra» Dr. Mager führen, die Anklage vertritt Staatsanwalt Dr. Kadlöeka, in die Verteidigung teilen sich Dr. Preßb urgrr für Rolleder und Doktor Valentin Rosen sel b für Widder. A«S der Polizeichrsnik. In der letzten Zeit hat ein Gauner mannigfache Diebstähle in den Wartezimmern der Aerzte verübt; er findet sich als Patient ein, wartet eine Weile und verschwindet dann, ehe er vorgenommen wi.d, unter Mitnahme irgendwelcher Kunstgegsnstände, die er im Wartezimmer stiehlt. Gestern nachmittags ist der Gauner in die Ordination des Zahnarztes Doktor Franz Frank, 1. Bez., Vvlksgartenstraße 5 gekommen uud hat aus dem Wartezimmer eine chinesisch? BaseauS getriebenem Messing, massiv, mit Drachen-» kiguren und eine viereckige türkische Seidendecke mit Stickerei gestohlen. ch Eine etwa 25jährige hübsche, blonde und gut gekleidete starte Frau mit Boa und schwarzem Samthut, die sich Ire« Mandler nannte, «ahm kürzlich einen Posten als Badte»erLn stsi Krau Anialia Sedlmayer, Obere Doq»näD«5,e 49. ans vnd stahl derselben Stoffe dnMewL ismMSA fkowak - Ein Neger, der als Chauffeur gekleidet ist, grauen Mäntel-und Kappe trägt,.verkauft hier aiußer Kurs geratenes amerikanisches Geld. > > - >; ,4* In Rudolfsheim wurde am 18. b. M. ein Mann angehalt'n, der Telephonapparate zum Kaufe anbot. Der Mann, der sich als der 44jährige Metzgergehilfe Johann Wanek legitimierte, behauptete, in Ebersberg bei Neulengbach zu wohnen -und die Telephonappavate von einem Unbekannten in Neulengbach gekauft zu haben. Wanek wurde dem Landesgerichts eingeliefert.. , . . . ' - , . . . * Fn den Armenratswahlen. Aus dem Rathause wird gemeldet, daß unter den uichlbestäugtcn Armenrälen auch solche und, welche nrlhk die^österreichlsche Staatsbürgerschaft besitzen, ferner alle diejenigen, welche nicht im Benrke, wo sie gewählt wurden, wohnhaft sind und da in — in UebrreinstiMmung mit der neuen Gemeindewablordnurig — auch alle diejenigen, welche wegen Verletzung des Gesetzes znm Schutze der Wahlirecheit verurteilt worden waren. Die Nichtbestätigung der Wähl. znm ÄrMenra'e bedeutet daher keineswegs die Feststellung, daß der Betreffende wegen eines gemeinen Deliktes vorbestratt sei; andererseits »st auch die Brrurteckung wegen eines politischen Deliktes weder nach der Gemeindewahlvrdnungnoch nach der nunmehr genehmigten Armenratswahlordnnng eih Hindernis zur Wählbarkeit, mit Ausnahme des schon in der GemeinbewahlordNung genannten Vergehens gegen den.Schutz der Wahlfreihett. * Andem Nathause. Der Stadtrat hält in der kommenden Woche am Mittwoch, Dümiersiog und Freitag vorniittags Sitzungen ab. Auch der Gemeinderat tritt in der kommenden Woche am Freitag nachmittags zu einer Sitzung zusammen. * Kinder «ach Schweden. Die Abfahrt deS KmderzugeS nach Schweden am 34. d. M. wurde von 11 Uhr 20 Min. vormittags auf 2 Uhr 85 Mm. nachmcklaas verschoben. Die Kinder sollen am 24. d. M. um 12 Uhr mittags im Nordwesibahnhofe erscheinen. * Der Aufbau PalLstknäS. S r edlungSgese llfchaftDegelJehuda m. b. H.. B r r l i n. Für die geplante Groß-Siedlung in Palästina si »d die Vorarbrrten und die Kapitalswerbung rn gutem Fortstbreilrn: die Gesellschaft fordert auch Achusah-Gcsellfchaften und andere Einzelgruppen ans, sich der propagierten genosstnschaftlichen S'rdlung anzuWiePen, die auf Grundlage von Industrie und intensiver Landwirtschaft entstehen soll. Dir Siedlung soll mrt einer Seelenzahl von 1600 begonnen werden rrnd aus 5000 bis 6000^anwachsen. Sie .soll,.aus rmrr Heihe von Gruppen bestehen, die sich um einen gemeinsamen Mittelpunkt entwickeln; einige dieser Gruppen sind bereits in Deutschland organisiert, andere sind in Gründung. Dre Sredlungsgesellschast Degcl Iebüda ist zur Beantwortung aller Anfragen gern bereit; das Bureau befindet sich rn Berlin-Halensee, Seesenner straße 30, l. * Bier Ambulatorien im Kriegöspital Simmering. Gestern, fand im Knegs^pital Snnmeiing d>e E'.ösfnung der Ambulatorien statt.. Die Ambulanz umfaßt folgende Abteilungen : Eine tür Chirurgie, eme für «nterne, eure für Lungenkranke und eins für. Haut- und Geschlechtskranke. Die Ambulanz ist allcn-Unbcmtteltcn zugänglich. * Beerdigungen «m heutigen Tage. I f r a 11 alter Friedho f: 10 Uhr R airre Evirlmann. l0 Uhr 80 M-n. Selma Moll, 11 Uhr 25 Min. Katharina Kohn, 11 Uhr 90 Min. Ignaz Kaposi. N e u e r F r i r V b o f: 9 Nbr 10 Min. Pauline.Scheuer. 9 Uhr 20 Mm. Lrna. Weiß) 9 Uhr 40 Mi«. Joachim Drinner, 10 Uhr Heinrich Moser, 10 Uhr 20 Mm. Charlotte Bellas, 10 Uhr 40 Min. Sine L-ckitmann. 11 Uhr Ilona Bcttelheim, 11 Uhr 40 Min. Friederike Walluch, 1 Uhr Alter Mhnberg. - > . - * Die Lohnbewegung der Bersicherungsangestellten. Die Organisation der Versichcrungsangestellten hat bekannttich den Direktionen ihrer Anstalten Lohniorde'ungen überreicht, die auf eine iMprozentige Erhöhung der gegenwärtigen Gehälter aller Angestellten bis zür.GehaltZgrenze von L 80.000 wo Jahr abzielen. Die vik-bnigen Unteibandlnngen mit den Dir ekt onen führte» noch zu keinem Resultat. Die Direktionen haben sich bereits zu emer b3prozenngen E'hölmng bereit r» klärt, doch die Angestellten lehnen dis es Anbot ab. In den nächsten Tagen läuft die von den Angestellten gegebene Frist ab und es ist eme Arbeitseinstellung nickit ausgeschlossen. Die Organisation der Angestellte» leitet Gemeinderat B r o c i n e r. . * Der Streik der Fuschneidcr^ Direktrkee« und Arrangeurknnen beendet. Der Streik dieser Atbeusnehmergruppe deS Kleidermachergrwnbes wurde gestern mit der Zubilligung einer NOprozentigen Erhöhung der derzeitigen Monatslöhne für die Zuschneider nnd einer I36prozent>gen Erhöhung für die Direktricen und Arrangeunnnen beendet. Die Zuschneider erhalten demnach bei kleineren Firmen K 2635—, beziehungsweise L 2785 — und bei allen anderen Firmen ll 2825 — monatlichen Mmdestlohn. Die JackenrD»re!tricen bekommen lO Prozeck mehr als der Höchstlohn einer Jackenarber'erick beträgt, also zirka U 500.— wöchentlich. Für Taillkn-Dlreltricen betrage» bie künstrgen Monatslähne K 1848.—, für Schoßen-Dlrektricen & 1749.—, für die Werkstätten- und Attmel-Direktrieen K 1650.—, für bie Werställenmerster. Ausprodiercx und Einrichter 2415.—. Diese Löhne treten mit 1. d. M. in Krajt. während die gleitende Lohnzulage am 1. April festgesetzt wird. Brr den Verhandlungen intervenierten für die Unternehmer Kommerzialrat Oskar Gr ü n b a u rn vom Verband der Damenmodesirmen Wiens und Präsidml Karl Decker von der Vereinigung der Wiener Cchneiderfirmen, tür die Gehiüensch-fl Verbandssrkrctär C a r a m s a und Grhilfeuobmannstellvertretet W o n d r a. Bewegung bei der Hörerschaft der Hochschule für Welthandel. An der Hochschule für Welthandel fand gestern in der Aula eine von allen Hörern besuchte Versammlirng statt, die sich auf das entsch ebenste gegen die beabsichtigte E rbohungderStndrengelder auf etwa K 700 pro Semester aussprach. Diese Erhöhung würde bei dem furchtbaren Elend der Studentenschaft der Mehr zahl d,e Fortsetzung ihrer Siud'.en unmöglich machen. Mowag wird sich dre Hörerschaft in geichlosfenem Zuge za den zustsiudrazn NePerunssstelle» begeben rwü Me BiMu LoLbrjuLiM.. ' ' ' - " ,,»»»»»,»»«»»»»», ■"'FlBR-SElMflNIEj ZIGARETTENPAPIERE |j ZIGARETTENHÜLSEN Sie ui^i»freffen selbst die höt ten Emartungeo des Rauchens. sPTUfigeES Mi g mmmmummmm* H * Selbstmord. Der 32jährige Silberarbeiter Karl Hromek bat sich am 20. d. M. nachmittags inseiner Wohnung, VII!., Blindengaffe 18, auS unbekanntes Ursache erhängt. « Wocheneinnahme des Jüdischen Slattonalfond»^. Der Jüdische Natioualfonds, Zentralstelle Oesterreich, Wien, H* Zilknsgasie 33, hat m der Zeit vom 15. bis 21.. d..Mj bl 36.053.13 vtreinnabmt. (Hiervon sind K 5320.— für den Adolf Stand-Hain , und K 4440.— für den K r e m e n < z k y -Ha i n bestimmt.) Die Einnahmen verteilen sich auf einzelne Spendengaltungen wie folgt: Banntsvrndrn k 13.700.—, allgemeine Spenden 13.145.80, N.-F.-- Bückscn K 6748.33, Selbstbestettcrung K 1959.— und Jahrzeit-- fliHunfl K 600>—. Es partrziviert die Plövinmit K 1499,1H der Nest von K 34.559.94 entfällt auf W i e n. '-<8 Der Verein jüdischer Hörer an der Hochschule für BodLnkrrltnr rn Wien wendet sich in einem Aufruf an die i ü d i s ch e n Guts best her u n d Pächter An der Hochschule für Bodenkultur in Wien studiert ^gegenwärtitz eine gl öftere Ackabl Hörer, die. vom Standpunkte der Produktivität des iüdrschrn Volkes ausgehend, den ländwirtschastlichen Beruf ergriffen haben. Die>e müssen, um ihre theoretischen Studien abschließen zuftönnen, sich auf einem rationell bewirtschafteten Gute, wahrend der O st e r- und H a u p t f e r i c n p r a k t i s ch betätigt haben. Da es durchwegs Leute sind,' die sich' zu. diesem Berufe auss »üchtigste aüszübilden bestrebt sind, würden'sie gar keine einschlägige Arbeit-scheuen. Wir richten daher an all« rüvischcn Gutsbesitzer und Pächter die' dringende Bitte, unsere» M tgürdern während der obenerwähnten Zeit Gelegenheit zm praktischen Ansüdung ihres küufligen Berufes zu geben. Bedingungen und Adresse sind an den Derem der jüdischen Hörer an der Hochschule für Bodenkultur, Wien, IX., Alserstraße 28, gütigst bekannt zngrben. ' « Das WirtschaftSs und Küvsövgeamt des jüdischen Hochschulausschnsies teilt,m>t: ' „Es wird den Mitgliedern der »Judäa" zur Kenntnis gebracht., daß - di« KrankenfürsorgesteÜe des Jüdischen Hochschulausschuffes .reaktiv viert wurde. Jene Mitglieder, die die Krankenfürsorgestelle in Anspruch nehmen wollen, mögen sie fallweise im WirlschaflS-und Fürsorgcamt des Jüdischen Hochschulausschuffes in der Zeit deß Parteienverkchrs etnsinden, wo Anweisungen auf ärztliche Bh-> Handlung und Verabfolgung von Medikamenten erhälllich sind. Verbandsmitglredskarte ist mitzubringenU ,; * »Gehorsamst". Beim Neichswirlschaftsgericht existiert, wie der Berliner „Vorwärts" erzählt, ein gedrucktes Aktenformular für die Wiedervorlegung .von Asiens das das Wort gehorsamst enthält. In dem richtigen Go« fühl, daß der Ausdruck »gehorsamst" für das BeannenverhältriiS rn. einer demokratischen Republik sich nicht mehr, schicke, haben ein« Anzahl Gexichtssekretäre bei Aus»üllung solcher Formulare dv^ Wort „gehorsamst" . d rr r ch g e st r ich e n. Aber diese Frevle sollte bald die Rache ereilen. Der Präsident des Reichswirtschafts, gerichtes, Luca §, berief am 10. d. M. den Bearntenausschuß des Gerichtes zusammen und erklärte r ^Die Beamten.die das Wort ge-j horsamst bei der Wiedervorlage gestrichen haben, kommen be! der Üchernahme und Anstellung bei der» Rerchswirtschastsgericht michk in Frage." Also freie Bahn dem Kriechertum l i * Lrchtfpavmatznahmen in den Geschäften. Die ..Wienert Zettung" veröffentlicht eine VollzugSanweisnng de^ Landesrcgicrung, womit angrordnet wird, daß in allen Ladens g e s ch ä f t en.V e r k.a u.f s l o k a l e» undMagazinen der monatliche Gesamtvcrbrauch von Gas uud elektrischer Energie 75 Prozent des Verbrauches im' Monat September 1919 uichk übeischrnlen därsi Jede Reklame-- und Sch a u f e n stt r«j be! euchtun g ist u n t e r s a g t. Diese Vollzugs-, änweifmig tritt am 23, d. M. in Kraft. . .^4 * Versteigerung, Die Direktion der Nordbahn teilt Ml Am 85. d. M. findet in Wren Nordbahnhof, Magazin 9^ um 11 Uhr vormittags die öffentliche Versteigerung voü 1 Waggon leerer gebrauchter Flaschen und 1 Waggon säurefester^ glasierter Eimnachtöpfe ans Steinzrug von 1 brS 30 Lttw Inhalt statt. Dsv Fevnsvrechvevstekw mit Berlin. Wie amtlr. witgete»lt wrrd, wrrtz rm E «vernehmen mrt dem deutschen Reichspostmimsteüum im Sprechverkehr Wien—Berlin nunmehr drei gleichzeitige Arrmeldung mehrerer Gespräche mrt dem Fernnetzv Berlin mgrlaffm. > . i 4> Aenderurrg im Nahverkehr der Franz Josefs-Vahn. Aü. Montag den 22. d. wird an Stelle des nur 11 Uhr 35 Minuten voB mittags von Wien-Franz Josefs-Bahnhof abgehenden Pcrsonenguges nach Kritzendorf ein Nahpersolrenzug mir Abfahrt von Wien-Franz Josefs-Bahnhof um 12 Uhr 10 Minuten nachmittags bis Tulln geführt. In der Gegenrichtung wird der iw Wien-Fraug Jofefs-Bahnhöf um 1 Uhr 30 Minnien nachmittags eintreffönde, Nahpersonenzug vom gleichen Tage an airstatt von Kritzendorf ab Tulln mit Abfahrt um 12 Uhtz 84 Minuten nachmittags verkehren." * Wiederaufnahme des Verkehres auf aen ungarischen Siidbahnttnieu. Aus Budapest wird gemeldet: Die Direktion der Südbahn teilt mit, oaß der Personenverkehr.auf sämtlichen Linien ab Montags wie vor dem 21. d. M. wieder ausgenommen wird. Die t'i.preßzüge von Budapest nach Psen werden Mittwoch urrd Freiurg und. die kn der sntgegengesetztev» Dichtung Donnetötag uud Samstag verkehren.;; 'i * Hu den Erzerrgniffen der Wiener Veredlungindustvi«, welche sich in oller Henen Länder besonderer Beliebtheit erfreueu. gehören die Aluminium-Eßbestecke. Nachdem m der letzten Zeit Alüminium-Eßbestecke teils ohne jeder Marke, teils in einer mindeiwertigen Ausfühiung auf dm Markt gebracht werden, sei daran eünnert, daß die ann kannte Oualitnisware der „Silven"- Metallwareniabrik, Wien, VI., Mollardgasse 84, auf jedem einzelnen Stücke die Ma,ke „Silven" eingestanzl hat. Alunnnium-Eßbestccke oder Kaffeelöffel, welche d»e eingeftanne Marke ^Silveu" nickt auswrisen, können nicht als Erzeugnisse der ^Silve«"-Mttall>- warrnfabrik, Wien, VI., Mollardgasse 84, angesehen werden. Adolf Stand-Stiftmrg. Wir erhielten für bie Adolf Srand>-SListung tcr ..Ärcrre Morgcnzeitung": In treuer Errrrvrruvg an den zeitlich . schiedenen Vorkämpfer unserer Idee — ß'ianer durch Fr!. So ka