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Wiener Morgenzeitung · 1920-02-21 · Heft 389 (21.2.1920) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 389 (21.2.1920)
Date
1920-02-21
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 Men, Samstag Icrltn das Kabinett de? Prinzen Max von Baden gestürzt Ad die „VolköbeauftragLcn" batten nun die wegen ents.h- Zrcrreich beabsichtigte Politik durchzuführen. Man schickte «ch Wien eine Absage — aus welcher: Gründen ist uns «bekannt, fei es, weil man keine Lust oder keinen Mut «nie — nachdem inzwischen dort die neue VerfassungS» xsiimmung mit Begeistcrnng und in aller Feierlichkeit be» chloffen worden war. In dieser heiklen Frage habe sich Sr. Otto Bauer leider dafür entschieden, neue Anschluffver. Mrdlungcn in aller ucffentlichkcit, auch für die Entente «eithin sichtbar, mit dem Grafen Brockdorff-Rantzau an» «knüpfen, deren Erfolg dann daö bekannte Arrschlusjverbet n~ Deutschösterreich in dem Fricdensvertrag gewesen sei. Wahl Kompromiß zwischen den dentschuatiottfttett Parteien in der Tfchecho-SlowaKei. Pran, 20. Februar. Das Mendblatt der .Bohemra* meldet: Zwischen den Parteileitungen der »eutschnatwnalen und der deutschnational-sozialistischen Lrbeiterpartei wurde ein Wahlübereinkommen für das;anze Staatsgebiet abgeschlossen. Darnach werden beide Parteien eine einheitliche Liste unter einem gemeinamen Namen aufstellen. Die Zusammensetzung der Kandidatenliste wird derart erwlgen, daß beiden Parteien ein vereinbartes Ausmaß von Vertretungen zesichert wird. Eine sinngemäße Vereinbarung wurde »uch für die Wahlen in den Senat getroffen. Tagesbericht. Kritische Kohtenlage. Der Bahnverkehr gefährdet. Die Situation bei dm einzelnen Büchner» gestaltet -sich Meder bedrohlich, da ber: Kohlenmangcl sich immer fühlbarer «acht. So halte zum Bei'pirl die Franz Iostss-Babn gestern nur Br 24 Stunden Kohle vorrätig und es tsi in'olged ffcn unmöglich, euch nur ein werteres Zugßpaar für den Lokalverkehr zw schen Klosterneuburg und Wien e-nzule len. In ähnlicher Lage befinden ich b*< übrigen Dahnen. Trotzdem ist man im Siamsamt für' Verkehrswesen bemüht, ein neuerlicheEmstettung des Perwuenzugs- »erkehres hintanzuhaltcn; an e.ne Wiederaufnahme b«S Stadtbahnverkehres ist aber unter den gefieberten Verhältniffm absolut Nicht zu denken. Die Elektrizitätswerke konnte» infolge besserer Avfchübe wieder e.ncn kleinen Vorrat anlegcn. Die Ungarn fordern in Wien befindliche KrrnstgegsrrftLrrde. Aus Budapest wird gemeldet: D:e ungarische Friedensbelegalion hat in Baris eine Note überreicht, wann die Rech t s- Ansprüche Ungarns auf die gegenwärtig in W t e u befindlichen, jedoch ungarisches oder gemeinsames Eigentum kalbenden Kunstgegenstände sowie historischen Und w ssenschaftlichrn Werl gegenstände dar gelegt werden. Die Note proiestnrt von vornherein gegen eine Auslegung des FriedeusvertrageS. wonach die rn Rede stehenden Gegenstände und Sammlungen nach den Bestimmungen des Vertrages so« Srint-Germam behandelt werden sollen und daß die aus österreichischem Gebiet bestndlichcn Knnstgegenstände und Sammlungen unter Ausschaltung Ungarns an die übrige» Nachsolgestaaten verteilt werden» In der Note wird ferner darauf hiugrwirsen, daß das Eigentumsrecht Ungarns durch die Unterbringung der betreffenden Gegenstände in Ocsterre.ch nicht au'gehört hat und daß tn großer Teil der Sammlungen rmmer nur als Deposit in Wien war. Derhastrmg des Gründers des „Klubs des ferne« Ostens". Am 19. d. M. wurde der Kaufmann Emmerich Karl Gradinger, am 16. September 1874 zu Wien tzeboren, nach Hainburg an der Donau zuständig, verheiratet, 8. Bez., Strozzigasse 6 wohnhaft, unter dem Verdachte des Betruges, der Bigamie und der Veruntreuung verhaftet. Er wurde heute dem Landesgerichbe. eingeliefert. Gradinger ist nach einem bewegten Abenteurerleben. das ihn in nahezu alle Kontinente führte, im April v. I. aus Engttmd nach Oesterreich repatriiert worden. Hier hat er zahlreiche Unternehmungen unter hochtrabenden Namen zu gründen versucht und es verstanden, zu ihrer angeblichen Finanzierung unter der Vorspiegelung, daß sie in London registriert werden mühten, verschiedenen Geldgebern Beträge zu entlocken versucht. Solche Unternehmungen waren die Firmen „Export- und Jmporthaus Gradinger und Böhnlein", die Repräsentanz der „Eastern Trading Comp.", die Filmgesellschaft „Jfkohn", die „Austra- Steel-Comp." und das „Preßbureau". Außerdem wußte er durch Borspiegelung von Warenlieferungen einem Ingenieur von. der Wieden 4000 Kronen und einem Gastwirte aus der J-osefstadt 7420 Kronen zu entlocken. Ebenso hat er einen Vertreter im 2. Bezirke durch das Versprechen, ihm eine Forderung der Deutschen Bank zu zedieren, um 7000 Kronen geschädigt. Die Forderung bestand aber in Wahrheit nicht. Er hat auch den „Klub des fernen Ostens" gegründet, bei ursprünglich der Förderung der direkten Handelsverbindung mit dem Osten verfolgen sollte und dessen Wirkungskreis Gradinger auch auf die Rückbeförderung der Kriegsgefangenen aus Sibirien erweiterte. Der Klub P aber bisjetzt gar nicht in Tätigkeit getreten, da inzwischen ringelangw ungünstige Nachrichten über die Tätigkeil Gradinger-; die übrigen Proponenten zu bel-nderer VorsicL! :-c rar:fuhren. Grading.-r, dessen Gattin ,ß» Laudon werk,. Haistiee vor kurzer Zeit zmn zweiten Wiener MorgsGefkuW SOEBEN ERSCHIENEN Nr. 7 der AUS DEM INHALT: ' Missionsjuden'um und jüdische Mission. Die polnischen Parteien und das Judentum. Die Juden im Völkerbund. Von der Schande Eurer Namen. , Gedanken zur Gründung der jüdischen Universität in Palästina. Hebräische Dichtung des Mittelalters. Deutschtum und Judentum. | SprechsaaL Ein Aufruf der „Blau-Weiss“. - Aus Palästina. Rundschau. Zionistische Bewegung. Diverses. Preis der Nummer K 1.—. In allen Trafiken, Buchhandlung R. Lövrit, I., Rotentürm; strasse 22, und in der Administration der „Jüdischen Zeitung“, IL, Taborstrasse 1—3. sr ■ Male geheiratet, ohne von seiner ersten Ehe, bereit Rechtsgültigkeit er .übrigens bestreitet, etwas zu erwähnen. Die Amtshandlung wird fortgesetzt. * Abnahme der Zahl der Schulkinder. Nach vorliegender Statistik betrug i/ie Zahl ‘: ct Schulkinder in den ersten BrlksschaUlassrn im £ erbfte 1010 rmo 3;.</>. Jahre 1919 nur mehr 25.469, trotzdem die Geburt dieser Kinder noch in die Vorkriegszeit fällt, während der Geburi n h«r, erst im Jahre 1915 eing.'r-ten ist. Nack) Berechnungen würden im Jahre 1920 nur nr.hr 23.000, im Jahre 1921 nur 20.000, im Jahre 1922 nur 18.000, im Jahre 1023 nur 15.000 und 1924 nur 13.000 in die erste VolkSsämlklasse eintreten, demnach nicht diel mehr als ein Drittel der rm Jabce 1910 ausgenommen»:», Kinder. Während im Oktober 1910 die Gesamtzahl der Schulkinder in den städtischen Volks- und Bürgerschulen 242.386 betrug, besuchen im laufenden Jahre 195.743 Binder diese Schulen, im Jahre 1924 werden voraussichtlich 146.000 Schulkinder zu zählen sein, also um 100.000. weniger als 1910. Die Ziffern über die Sterblich 'ert in Wien wurden erst kürzlich besprochen, die Gesamtzahl der Todesfälle ist bekanntlich von 32 314 der Vorkriegszeit auf 51.497 im Jahre 1913 gestiegen. Das Defizit betrug rm abgetan,enen Jahre 17.000, um so viel überwog die Zahl der TodeS'ällc jene der Geburten. Daß es sich hier nicht et a um eine überall Zutage tretende Kriegsfolge handelt, beweisen Ver-, gleiche mii den deutschen Großstädten. * Fristerstreckung für die Bodenwertabgabeerkläruuge«. Der mit dem Landesgesetze vom 18. Dezember 1919 festgesetzte Termin zur Einbringung der Abgabeerklärungen für die mit diesem Gesetze eingeführte Gememdeabgabe vom gemeinen Bovenwerte läuft mit 31. März 1920 ab. Da bis jetzt erst eine geringe Anzahl von Abgabeerklärungen bei den statischen Steueramtsabteilungen einaelangt ist, so beschloß der Stadtrat in seiner gestrigen Sitzung, den Teunin zur Einbringung der Büdenwc r tab^abee r^ärungen bis zum 21. März 1920 zu erstrecken. Die Einzahlung der Abgabe wird bis zu diesem Termine verzugszinsenfrei g e st u n d e t und werden solche Abgabepflichtige, welche die Abgab'.erklär.mg innerhalb dieses verlängerten TermineS enrbringen, von den nach Z 15 des Gesetzes vorgesehenen Straffolgen frei bleiben. -Zionistische Sektion Wieden-Margarete«. Sonntag den 22. b. M., um 10 Uhr vorm rtags. im T>mpck, des Israelit. Tempelver''mes für Wieden und Margareten. V., Siebenbtunnengaffe 1 a, findet die Generalversammlung dieses Vereines statt. ».Du zionistischen Mitglieder des Tempclvereines werden dring udst erivcht, zahlreich zu erscheinen. Antisemitismus der Polnischen wissenschaftlichen Gesellschaft. Der ^,R o b o t n i k" berichtet, daß die Polnische wiffenichaflüche Gesellichast in einer ihrer letzten Sitzungm die Ausnahme eines Arztes als Mitglied a b g e l e h n t hat, da er jüdischer Abstammung ist. .Diese anusem'ttschr Haltung, bemerkt der .Noboln-k* dazu, steht m krassem Widerspruch zu der Tatsache, daß 90°/, aller Artikel m den polnischen - medlzintschen Zeitschnslen von Juoen geschrieben sind." * Einschränkung des FernfprechverkehreS an Sonntagen. Zufolge Eilaffes des Staatsamtes für Verkehrswesen werden behufs Einschränkung des Feinspiechverkebres an Sonntagen ab 22. d. M. im U e b e r l a n d fernipiechverkelir, und zwar sowohl im Inlandsals auch im Auslandsverkehre an Sonntagen anßer den D'enstgckprächen lediglich dringende Staats- und Invatgckprache zngelaffen. D'e Best mmungen Über d-stellle NächtgrsprLche und Zeitungsgespräche werden hierdurch nicht berührt. * Der Zuschuß zu dey UnterhaltSbeitrLgen. Das heutige StaatSßefrtzblatt bringt eine Bollzugsanweifung des , StaatSamtrs, für Heereßwesen zur Verlautbarung, worin die We r t e rg e währ un g eines Zu f ch u s se S zu den N n t e r h a l t S b e i t r 8 g r n an btt Angehörigen von Kriegsgefangenen b s 30. Juni 1920 festgesetzt wird. * Preiserhöhung in den Kaffeehäusern. I« dielen Kaffeehäusern wurden gestern die Gaste durch neuerliche Pre»srrHöhungen unangenehm überrascht. So kostet bei>v»e!swe'se in einem bekannten Kaffechause im!X. Bezirk eine große Schale Mokka L 8.7-. * Abschluß der Lohnbewegung in der Damenrunde«fchneideI«i. Gestern fand d e Lohnbewegung in der Damenkundenfchnerdtrbranche durch die Annahme der Vorschläge des paritätischen Vohnkomitees der A'be tgeber und Arbeitnehmer ihren Abschluß. Die Wirkung d ekes Bekchluffcs kömmt in einer Erhöhung von 20 bis 25°/« der Gcsamtkosten der Damenkleidvug zum Ausdruck. * Die neue AangSeintettttns im Wiener SicherheltSwachkorps. Mit 1. d. M. ist im Status der Wiener Sich nheitswache rnsolge der Bessldungsreform eine Amderung emgetreten. Sie trägt den definitiven Wachorganen, die bisher als Unlerbeatntr geführt wurden, die Vorrückung m die letzten Nangsttaffen der Staaisbtamten ein. « Das EinignngSvrrfahreni Über den Ankerbrotstreik. Gestern vormittags hat büm Gewerbeaerlcht deS VM. Bezirkes btt erste Enngungsversnch öcö E'NigungüamtcS m dem heksirnien Streitfälle betreffend die Entlaffunk. oder Wetter- Li. Fevruar lv2k> Nr. 38^ anstellung des A beiters Bauer der A n k e r b r o t fabril lattgesimdm. 'Die Verhandlung wurde für n cht öffentl ch er« lärt. Da fich beide Parteien vorderhand nicht über eine Nechts* basts ein'gen könnten, wurde ein a b e r m a l r g e r B e rz l e i ch s versuch angeordnet. Zu diesem Behusr wurde die , Verhandlung auf den 2. Mär; vertagt. - * Dev Austausch dev tschecho-flowakischen Bank? Noten. Dcr Ausiau'ch von aest<-mnel!en tschecho'slowakiichm - Banknoten zu >0 -0 und 100 Kronen in den hiesigen Filialen der tschechi'ch>n Banken wird nur nach '4n:ge Taae vorgenommen werden. Gcstemp''l:e 5", 20 und 10 Kronrn-Noten werden auch, noch fvätor b's aut W ^eiruf zum Arrstaafch enraeanlgenommen, werden. Die bis einicfiitc*;1icb 9. b M. mm Austan ch abgegebenen Banknoten wurden berets vom Bankamte rn Prag vmgcraufcht und hergesandt. Dicke werden tägsich voü 9 brs 13 Uhr vör^ mr tags rn den bezüglichen Bankfilraien ausgesolgt weiden. I«' der «Zwnobanf findet diese Aussolgung eiustwcrlc« za den Derzeichnrsnummcr« 1 brs 281 statt. * Mufiksebtion des Sb. Kl. „tjhakoah". Sonntag!>en 22. Februar Probe wie gewöhnlich. Nrchtmusiter» rst der Eintritt nicht gestattet. * 3» Holen znrttckgelasieues Eigentum. DaS tschechische M i n \ ft e li um deSÄeußrrn yrbt allen Angehöngm der t>'rhccho slowakischen Republik, welche ihr. »n Polen zurückgekaffrnes E genium zurückbrmgen wollen, bekannt, daß es bei der polnisch''n Regierung emgeschntten ist, damit der Transport gemriwarn stattfinden kann. Auf diiseS Elvschreiten hat die polni'che Regierung bekaantaegeben, daß der Ausfuhr ne Hindernlste >n den Weg gelegt werden und daß d e polnischen. Zollbehörden b>s auf Widerruf verpfirchte» sind, ohne de» s o n d e r e B e w r l l i g u n g der staatlichen Ern- und Aus--, fuhrkommission. bezrehüngsweise Emprehlung dctz Finanz-,' mlnisttrinms Gegenstände drS HaushaltrS, Kleider, Wäsche usw., für übersiedelnde Personen dmchzulaffen. Auf Grund drcker El-':!l inmg und wegen der Schwlerrgkriten besonderer Transporte! auf den polnischen Evenbahnen wurde von der beabsichtigten ge-! memi'amen Ueherfiedlungsaktivn abgesehen. Es kan» alrv jede» fein Eigentum aus Polen entweder persönlich, wom em Reite« naß. der vom polnischen Konsulat vidiert fern maß, notwendig, st. oder durch. Bermiiilung privater TranSpörtdureans beiSrderu. Es wäre zu wünschen, daß auch das österreichische Mrmsterrumeine solche Verlautbarung erlassen würde. * * Dndaisteniux in Genf. Der Kunstsalon NSri ln dev Rue du Mont Blanc, der 'eck d'm 1. Februar Arberte» der . d^da>st''cheu Maler Chnst'an ß chad und Gustave Buck e t ansgestelll harte, wurden gckegentlrck ernrr von dem dadnstrschen Ph'losovhen Dr. S ern er abgehaltemn Konjeienz über drv D ida Malerei zum Schauplatz wüster Anstrine. Das zahlreiche Publikum, das etwa ene Vreitclstunde dm Ausführungen ^Dr. Servers all'msrtiam gefolgt war. wurde durch e nzelne femer, Behauplungen immer unwilliger und ve,suchte 'chk eßlich, de» Vortragenden durch Preisen und Fußicharrm am Rcdm m^vrr-i hindern. In diesem knirschen Augenblick erhob sich jedoch plötzlich Dr. Serner. tmt auk d>e nnre den Zuhörern stch befindende Kinoschauspickerin Francesca B e r t l n t zu und begann zw allgemeinen Verdlüffnna ttnett Tango mtrhrzu tanzen, zu dem einige anwesende Dada-stm sofort die Melodie pfiffen^ Das Publ kum. das sich, m t Recht verhöhnt tübl e verhmderte nach wenigen Takten das Paar am Tanzen. Da jedoch die Anhänger Dr. Serners tatk,ästig für chren Führer Partei ergriffen, kam es nach wenigen Minulen zu einer kompletten Prügelei, in deren Verlauf d e Wut d>'s Publikums derartig streg, daß die Bilder von den Wänden genffm. zerrrffen und zertreten wurden. . s 0 Gin Pasfagierdampfer mit 2vvy Personen -esnnken. Nach Konstantmopelrr Meldungen dauert die E v a«- kureruna Odessas trotz schwerer S^neestürme im Schwarzen Meere fort Ein Schiff mit 200;) Fahrgästen, darunter vielen britischen Flüchtlingen, strandete am Eingang der Bo§- * vorus. Alle Fahrgäste und die ganze Bemannung sind nwS ijebev gekommen. \ * Die Heimbefordermrg der tschecho slowakische« Legionäre. Nach Meldungen aus T v k r v vollzieht sich die Hnmbcforderung der tschecho - slowakischen Truppen zusriedeustellend. Am 7. Februar war die erste Division in 'Wladiwostok die zweite zwischen dem Baikasiee und Tschrta und die dritte 2< 0 Werst westlich. Nock werter westlich befinden sich die Polen und dre Rumänen. Der Generalrtab der tschechische» Truppen har Irkutsk am 4. Februar verlaflen. * Belagerungszustand im Saar gebiet. Wie aus Amsterdam gemeldet wird, hat General Wirbel inidlge der jüngsten RuhesiorMgen den Belagerungszustand über das Saargebret verhängt. * Der Orenzübertritt nach Ungarn. Das Tschechische Preßbureau meldet: Das ungarische Ministerium für auswärtige Angelegenheiten hat mitgetellt, daß ab 15. d. M. die magyarischen Grenzen nur in den Stationen Soh und Komorn der tschechoslowakischen Republik und in der Station K r r a l y h i d a v o n der österretchrschen Seite überschntle» werde« könnm. . , * Die Organisation der gesundheitlichen Zngendpflege in Wien. Im Rathaus wurde dm ausländischen H lisakllvnen jür dir notleidende Wiener Jugend und der öffmtliche» wie auck der privaten gesundheitlichen Jugendfürsorge e,n Apparat zur Verfügung gestellt, der der Vereinheitlichung, und zweckmäßige»- Durchführung der verschiedmen Wohttahrtweike und Fürkorgebestrrbungen süc die gesundheitlich gefährdete Jugend dienen soll.. Es wurde ein „Hauptausschuß für gesundheitliche Jugendvffeg« und -fürforge* mck vier Arbeitsgruppen unter Lrüung des Ober« stadtphysikus Dr. Böhm gegründet. r * 3« den Armenvatswahlen. Unter Bezugnahme aus dre Meldung verschiedener gestriger Blätter über die Nicht« bestäligung von ArmenratSwahlen w.rd auientifch mitgetellt, daß allejene Armenräte nicht bestätigt wurden dre auS welchem Grunde imnterund wang immer vorbe st raftwurden Daher stnd zum Bev sp,ei auch alle p o l i t i sch vorbestrafte » Persone» auch wen» sie noch so ehrenhaft sind und die Wählbarkeit zuw Gemernderat nicht in Frage steht, vo» der Bestätigung zu« Armenrat ausgejchlosien. «Ein Millionenverlust. Dem Kaufmann Monj T u t tot v t h. ll.f Große Sperlgaffe 41 wohnhaft, ist aw 19. d. M., abends, m der-Große» Sperlgaffe «ne braunlcdrrm Brieftasche in Verlust geraten. Dte Brieftasche euchtell einen Plattnanhänger mst meiDiillantlropfm besetzt. eineBtoW mit drei Tauben emaillieit, mit Rauten, einem Brillanten uni rmem Rubin besetzt. 26 Schließen für PcrlentollierS, einen Perlew fchheßer mit zwei Brillanten. 26 kose Rauten und 40 los« Brillanten, züsammrn ,m Werte vo»z einer Million Kronm. , olakimiltt SRiiMf R - u «>r «b. XVI, De«m,affe 45 wob», hast, wmdr gcsteln früh i» der ForsthauSgaffe mit dmchnätztey Kleidern bewußtlos aufgesunden. Er gab an, er sei am IS. d. M, um 11 Uhr nachts, auf dem Heimwege von Floridsdorf begriffen, in der Flor,dsdoxfer Hanp:straße von zwei M,'mner»i um Zmaietter an-lewlüchen worden. Plötzlich hätten ihn dieselbm durch Sckläm ' belaubt und ihn emer Brief- und Haudtalche beraube. S»e butten tfm dann zur AlkenDonau gettaarn. Rach einigen Stunde« f« « erst zum BrwuZtsu« gek-MLer, DMch tz» iS

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