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Wiener Morgenzeitung · 1920-02-20 · Heft 388 (20.2.1920) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 388 (20.2.1920)
Date
1920-02-20
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 Wien. Freitag Wiener Morgenzerrung 20. Fevnrar 1929 SV. 538 * Iungwiener Klub. Der bare Feeitna im Covbien- Wrle sioiifindmde „?l 11 re t tui’l b e n d", desicn vJ{tumtr8gii'5 p?rif3§b linden new brnct ist, bcpinnt nm 6 Uhr. Karten geyen Borwersuna der Eifladlma von tl drs 1 Uhr und von r bis 4 Uhr der Elida, I., Graben 20, und an der Abendkasse. * Spende. Wir etbieWn unter Cbrssre >M S." 5no.— Br emen Fonds mr rel criösen Erst Huna Jioncl Rothrchnd) und K loo.— sür den uolle'denden B e i l i s. * Der ft-rtietsr a!s Opevettenkompoutss. Wir an- Kobura ßfinlbrt wird, bat der dortige Hosirneur Karl krnesti unt'r dem Titel „D e r W i t ra e v! [ u b" eine C|>:rettc lon'U^v.ert, dir von d'r Intendan', des ^mdescheaters in Ko dura zur tlvnunüoMtnfl anstn'oirmen nuivü. CrtttfU yat bereits einige gern gri'orelic Val rer komponiert. * Derrnehrnttg der lO-Heller^ossrrrsckrrlne. Stodtrit Drei tue r beantragte in der acstrraen-LtcrdtrorAül.nmst die Vermehnma der Ausgabe der t t-Hcllerk>isse:üchc>ue der Gsmemde Wren um 2>/a M-amu-rr S ück. * Eine Farne des ».Hechal«-" in V.ws6;r:u. Das AentralkvlNiiee des ^Hech >lnz" >n Polen hat von der Va r- ' tx! üd , rci> en G c m e i n d e v e r re a l r irrr g 18 Morgen ^and tn G r o rb o rv gepachtet, umdort eure gnbre Tt’cbßfUube Farm sür Chalnzrin ru gründen. Ans dieser sollen 4 0 Personen bc'chästqt weiden-. Es vurden auch zum G > nd gehv'iae Grbmlde geni etet, rn roelffr« sn Internat für b.c auf der Farm be'cliästniun Chalu im '^^'chtet werden toll. D.e Bordeteitnngen inr die ganze Krimdung sollen noch >m Laufe des F-brua^- beendet werden, so?nß mn Besinn des Frschiak s der ncnrrwte landw-uschattlichr Verrieb m Gang tomrnn kann. Die Chrlu-rm. welche aus dieser §arm arbeiten wollen, werden nunLrstcns Mark tlNZtt- Men haben. * DaS deutsche Heen. Aus London nnrd gemeldet t Vrr Obrine Rn ha! T.'ri'.fchland nest-Met, bixmn10. April K. I. LOO'^OO Mann unter den Waffen pr h-Mrn,. und bestimmt, «rst der Effekt' ostand b-Z 10. Julr auf 100.060 Msrm herab»;efetzl werden müsse. * Zusammenstoß rnreier StrahenVahnrNgd. Astf der ^avorilenstrasie ist gestern rormitiaas ein Strastenbahuzüg m einen anderen Zug der L'.Nie 67 hinemge'ahren. * Neuerlicher Streik der SchLeidex. Unter den Znichnechern und Siückmcisie-n in e:n. nenre streik auSgebrochen. irr sich aber nur auf die EngroskonfeLttonäre xstrrckr. D e Zmchneider sind mN den nene l ch bewilligten vnserrdvrozenttgen Zuschlägen ans btc Fnedcuslöhne rmznsneLcN Wb stellen neue Forderungen. DrrrfkListen Le? NedL-Ms«. Opferfreudig. Wenden Sie sich an daS PaKfpnaamk, 1, ZirknSgitss' — OrumLnricher Knyfum. Ist nickt vorfanden. — Treuer Lefec. Die bettMudc Küche ist mcht »tueL Die RaLiftMrrmg urrinoßLich?- Paris, 19. Februar. Der Washingtoner Be« ckchterstatter des „Ecko de Paris" melde!, daß der Brief G r e y s, der Rücktritt Lansings und die Note Wilsons in der Fiumaner Fräste bereits eine Unheil- »olle Wirkung auf dis Frage der Ratifizierung »es Vertrages ausüben, denn man halte fast allgemein »afür, dast die Ratifizierung u n m ö g l i ch ew werde. Kein St^KtsbLMkLvstt DLr?tsch?KN^s. Berlin, 19. Februar. DaZ Wolffsche Bureau meldet: lluS Holland wird verbreitet, daß eine Haager Zeitung .'ine angeblich demnächst abzusenöende deutsch? Note der- ^ffentlicht, in der Deutschland nütteift, daß es zur Abvehr beftimmtcr Forderungen der Entente den Staats-- rankerott erklären werde. Amtlich wird sestgestellt, daß leine derartige deittsche Note erisiiert oder je beabsichtigt var und daß es sich lediglich um eine frivole Erfindung handelt. Der Marktbericht. foi* Lckensmu tclversoi gting gestaltet sich von Tag zu Tag ^ititcher. Dw B?^chickuug der Märkte ist «ach roi' vor überaus svärl'kb, aber selbst dkt stcringen Äorräte bleiben zürn grofren Telle »«verkauf^ da die breiten Schichten der Bevölkerung uicht i« der Lage sind, die geikn derten unerschwivgiichen Preise zn bezahlen. So blieben auch gckern m der <& t o & m « s 11 b ö 11« trotz de-Z Beginns der neuen. FleischbezrigSwoche die zur Ausgalw gelangten Ä r n h f l e r f ch m r st Lr n ö»M g r § ß fest Teil unverkauft. Ans dem F i sch mar t t war «in klemereS Oi»amum von Hechte» angcbotm, die trotz deS bshen Preises — 1 Kilogiamm kostete 8 82 — ZustuM landen. DaS sonstrge Angebot bestand nur -anS einer deinen Menge von geräucherten Klippsi'chen. - Arrs den GrÜnwaiktN «Z r k tr.n. herrscht nach wie vor Mangel an gutem Gemüse. Rübenaller Alt sind genügend anaehotr«. Befond-re Nachfrage herrschte «ach fteirtschen Aepfeln aus dem Nttschmarkte. .. §tmber-MiLchtrt«KH^Äe des Jomt. Sonntag dm 22. Februar wird,eine, neue Mstchabgabestelle. des Joint Difmbnlwu Eommittee im. Prater lWilhelmskaferne. Boryartenstdaße), etöifnev Daselbst wird van. die'em Tage ab an die Kinder, .die drre'is im Be stve .der.Lra'chMation. find, in der- Zeit vom 3 bis 5 Uhr nachmittags die Milch verabreicht. Konsrrmverebn Vvn BLrrLangesteKte«. FnLevnaLionn!» Geweukfchaftszudrrtzen. Als Abgabestelle für Bankangestellte) und zwar: 1, Für alle im 1. Bezirk Atphnertden ohne Rücksicht auf fot: Mitgliedschalt beim Korckmnvn nn von Banlangestelltw, S. für nicht- >m I. Bezirk Wohnende nur soweit sie bereits Mitglied d«s Kousnm" Vereines von Bankangestelltm und bei diesem rayoniert sind» der Kowumvrrein von BankangesieA'eu, r. G. m-. d-.'-H-, k., Schotten« bester 6 (8 brS 1 Nhv nnd S- bis 5llhv', woselbst Vormerkungen bis einschließlich 31. Februar entgegengenommen werde«. Kar-pfsela-gabe. Bon Freitag dev 20. bis Montag den 2$. b. M. werden im M., kV., V., Vl , Vkk. und Vkkk. Bezirke holländische Kartosteln znm Preise von 0:— für das Kilogramm, und ztvar Vr Kilogramm für den Kopf gegen Abtrennung des Buchstabens „Q" der Kariosselkarie abgegeben. Liebesgaben für Blinde. Die ausländischen Blindenvevbän've haben ihrer Wieucr Schwestnvere-ntgUng eine größere Menge von Lie! ergaben zur BrriLgung g stellt. Alle.unorganifievter, Blmden. d e den Bezug der Liedesgaben mckreben. mögen sich in der Kanzlei der Prodnktcharnosienschaft für blinde Di'nstenbtnder und Koid st echter, Wien, Vttl., Florranigaffe 11, bei Herrn H o r tz s t meiden. ’ 11 den Heiren P ccaver, Rittmann. Madin zur Ausführnng. Hieras folgt .3J t o I n n t ß* mit den Damen Wmddeu'cr, Kittel. Huffa; Le Ueiönn'. Herrn Kammersänger William Miller als Gast, de» Hetren Duhan, Gallos, Madin, Lcucr und Paul. Anfans ^«6 Uhr. Insosge Erkrankung der Frau Maden mußte die für hente im B n r g t h t a t e r anp.cfcljte Borstellung s.Frau Gittas Sühne") adgeändert werde". Es aclangt das Schauspiel »Alb Hr delbci-g" vou Wilhelm Mcher-Forster zm Aufführuag. Anja«- Vaö Uhrr Die vom BolkSb'ldungSamt für SamStag den 21. h. nachminag?, im D e u t f ch < n B o l k s l h e a t e r in Aussicht penontruenr Äriniihnmg von NestroyS ,Der Zerrisse « must nv'olge trehnlscl'kr Sehwitrigkeiien ans einen später bekannt« zNgebenteu Tag verschoben werden; die sür den 31. d. M. av-gr« gcbenrn Karten behalten ihre Gülligkrtt. , Im W i t n t v Stadtthrat e r wurde infolge ®r* Ais de« TheaLsv«. 9m B nrgttheatrr gelangt morgen, SamSiag den 31. d- M., das Lustlvrel r« N e t s e i n d. r e M ä d ch e n» z 111* von Alexander Engel »'d HanS Sasimann zur Aufführung. Es w'rken nnt die Herren Arndt. Forest, Romberg Nnd Trrßler, das Flers und Rsy aufgelsilm. Anfang h Nhr. Im O p e r n t b e a t e r kommen m o rgen, SamStag?, den 9t. d. M.. ^HoffmannS Erzählungen" nur! den. Damen Schon'. Htlgrrmanu. Kinrina, Kittel, Bauer-Pliecka, d"N Herten'Maikl, WiedeMann, Gallos, Werntgk, Btcüer, Skrh-! mann, Mutrarelli, Maden zur Ausführung. Anfang l/j<J Sonntag lfbendZ mit H tust Niest und Jöses Jarno Bevnet- Lltftfptcl ,Der große Künstler" gegeben werde«. i In der Nenaissanee-Dvhne stndet HMt mit Harry W a t d e n m, der männlichen Hauptrolle die Premiere von „Sch o n « F r^a « e n", IMsvlel in drei Akte« von Ettknve Ne y, dmisch von Olt» E'senschih, Anfang 6 Uhr, statt. Das Stück bleibt allabendlich am Repertoire. Im O v e r n t h e.ü t e r kommt h Ae «Der R t n g desPolylratÜtz" nnt den Dumm Lehmann, Schöne, Altneulaud. Eine neue Vereinigung, die seit einig« Aet^ durch eifrige Reklame und verschiedene Beranstaltungm die Auf» mcrksamkelt auf sich lenkt 1. Mit großen Worten wird nicht gespart» man nennt sich Bereinigung „fftc jüdische Kunst, Musik und Wrfsenschast* und will — selbstverständlich — .die Lücke i« Knltürlebe« drS Wiener Judentums auSiüllen". Wie «S damil aussieht, zeigt daS Programm der letzten Beranstaltung» die dem jüdischen H mm v r gewidmet sein sollte, wozu mau sich im Dreufle des jüdisches KulturypllenS just Herrn E i s r n h a ck bestellt hatte, den man daun freilich rechtzeitig ausichifste. Im übrigen segelte der Abend plötzlich unter der Devise .Jüdische L i 1 e r a t u r und Musik*. Die Lücke in unserem Kulturleb« wird nun dermaßen auSgrfüllt, daß Herr Körner e,m Arie aus Mendelssohns Elias und eine zweite ans .Carmen" sang, Herr Bäudler unter anderem »ine Arie aus „Barbier von Bagdad", ein Bänke! von Wedelind und zur Laute ein alles Frankfurter Handwerlerlred sowie ^Schirr dreißig Jahre bist du alt" zum Besten gab. Freulein Höflich lag das stark sentimentale ^Mein Kind" von Morris Rofenfeld, ei» kleines Gedicht Bral'kS und «Die verrückte Mutter* von A f ch. Egon Brecher die bekannte• Szene aus dem Grafen von Cha olatS und eine Humoreske von Schalem Alejchem, Herr Körner bot noch em jüdisches Volkslied und zwei Psmdovolkslicder. . Bon einem bewußten ÄZillen zu wirklicher Kultmvermittlung keine bllrste Spür! Wozu al>o trerbcn hier etliche unretfe Kultur» Gjchasielhubec mll großen Worten Mißbrauch? A.Y. \ Vortragsabend Thoophil Götz und M. Lewitler. Für den am Montag den 23. d. M. im Festsaalr des Jngemeur» uüd ArchstekrcnverelNes stattsiüdcnden Bortraasabend ^.Dcr Ltede gewe'.ht" haben die Kiinstler folgendes Programm gewählt: 1. Lenau, Heine» Lt'tai^vo. Rrccorda Hoch; 2. Horkij, Wilde» Turgenjews Karlen hei Kehlendorfer mtv Perles. i Uraufführung eines Stülke» Uomsin Rollandln Berlin. In Max Bernhardts großem Schauipiel-« Hans, im ehemahgen Zulus Lchubmann. wurde ern Drama „D a n l y n", von Roma n Rolland zum erstenmal au? geführt. Paul Wepen'er spielte den Danton. < Direktor HöKering und da» Komödlenhau». Entgegen allen Denientis verlautete beule in ganz bestrmmtcr Form die Rachncht. daß Direktor Höllering von der Leitung deS Komöd enhanses zuri'rckzulrcten beabsichtige. Per Direktor steht der'cn nnt Direktor T r a u, dem B sitzer. der HAlle, in Unterhandlungen wegen des Verkaufes des Komödienhauses. .; Reinhardt sost thealermüde sein. Nach Briefm, die Wien« Freunde von Direktor Neinhatdt erhalten haben, wtst sich btcfrr ans sein Schloß Landsrron der Salzburg zurückziehen. r-a’.yr.a *e«gaa»qi.',^uwMu«er5.FniwuM imoaemmsBsmammmaMm »PfiH J8- H 'fIM Wff *ljJ 1 ItLIIll JIMSU« Em Brrsfrvc-chse!. Herausa/gcben von 2cholen:-Alejchsm. LuZ dem Jüdischen übertragen von Sieg'sried S ch m r tz. Das dritte Bündel Briefe. „Millionen." (Händler, Matter und Spekulanten.) . (27. Fortsetzung.) 16. Brief. Schsim-Sch iidel aas KaS il wke aa ihr:» Gatte» Mcnach.m Mendel in Fehop z. Dem hochg e^rt?n, edlen und mächligen Herrn ikem wrifen Kt:n -er der Thora, dem hochgelehrten Reb Mcnachem M:ne! ehriü.ch iwn G uß. Erstens vermcldr ich Dir, daß wir alle, Gott sei Dank, baut b ft.n Wchlfein fiat»; gebe Gott uns, das bleiche von Dir zu Horen fürderhin mtbnie Schlimmeres. . Zweitens teile ich Dir mit, daß ich Dein Schriftstück gelesen habe und wi'der gelesen; aber verbanden habe ich kein Wort, was Du eigentlich willstl Du fragst, ob hier Platz ist. und ich schreibe Dir: auf dem neuen Friedhof ist genug Platz, es wirb für halb Iehupez reichen! Und was fragst Du eigentlich fortwährend um Rüben? Warum fragst Du nicht gleich ln einem Au'waschen um Kraut, Kren und Petersilis? Und der Fluß? Solch-:s Glück mögen Deine Kompagnons haben, was sür ein Wasser bei uns ist! Wenn Des ach kommt, muß man Soi ateass r trinken und im fc$»t'met wird der Fluß grün wie GcaS; ich wünschte, b«| Deine seinen Behupezer Herren, welche mit dem Magen zu tun haben, um den Thamuz herum unssr Wasser Lösten . . ' Rein, Mcudel, sie können mAnet- ÄegLn dort itt Jehupez Uani werden vor Sehnsucht nach Rafsinerirn; wir werden uns hier schon noch ohne ihre Nassinerie behelfen köntren; wie sagt meine Multer, sie soll leben: „Dre Feiertage gehen vorüber und die Menschen öleiben Menschen" Schlag' Dir all' diese Narrheiten aus dem. Kopf! Du wirst so Nafsinerien bauen, wie.Du Wälder verkauft hast und Güter nnd Häuser und Mucker! Ich schwöre Dir: eh' Du Dich recht umschaust, werden Dich Deine Kompagnons von Kops his Fuß betakeln. Denn Du bist ein Pechvogel und bleibst , ein Pechvogel; so wünscht Dir viel Gutes und dauerndes Glück Deine wahrhaft treue Frau Scheine Scheindek. Richtig, sag' einmal, Mendel: was ist das für eine Neuigkeit, dis man da bei uns erzählt? Sia sagen, daß man sich dort in Jehupez für die Uebersudlung nach Erez-Jsrael einschreibt; wer vierzig Kopeken zahlt, fährt. Was ist das für eine Sache? Bei uns hat man viel davon gesprochen; junge^Leute versammeln sich jeden Abend bei tzossel, Mojsche Arons Sohn, und es wird von Erez-Jsrael gesprochen. — Mit einem Wort, es geht 'Schlimmes vor. Wie sagt die Mutter: „Schon zu lange ruhig gewesen".. . 17. Brief. Menachem Mendel aus Jehupez an seine Iran Scheine.Scheindcl in Kasrilrwke. Der teuren, edlen, tugendhaften und klugen Ehefrau Scheine-Scheindel meinen Gruß. Zum e r st e n sei Dir kundgetan, daß ich — dank Seinem lieben Namen! — gesund bin und mein Leben daS des Friedens; der Herr, gelobt sei er, möge helfen, datz eines vom anderen nur Gutes höre in guter Botschaft zu K^rost und Heil — Amen. 8« ni zweiten wisse: Die Nachfrage nach Zuckerraffinerienhat stark naLaelassen: es ist über sie eine Krise gekommen, so daß die Zuckerraffinerien direkt auf der Straße liegen; und Käufer gibt es keine! Dn mußt nämlich wissen: die Leute haben sich an Zuckerraffinerien vollgegessen und sich dabei üdernoinmen. Geld ist teuer und Zucker halb umsonst. Denn es ist soviel Zucker e?? zeugt worden, daß man nicht weiß, wohin damit; im»t müßte ihn rein auf hie Straße werfen! Das ganze Geschäft ist tot, die Zuckerfabrikanten hängen sich für einen Groschen Bargeld auf, hie Kapitalisten halten die Hand auf der Tasche und die Makler gehen müßig herum ohne Arbeit nnd ohne Verdienst und ich mit. Du meinst nun, daß das Ende der Welt gekommen ist? Sorge Dich nicht, teure Gattin: Gott ist Gott und Jehupez eine Stadt und solche Leute wie ich gehen nicht unter (Gptt behüte)*, im Gegenteil, ich hege Hoffnung, daß ich, mit GotteS Hilfe, gerade jetzt emporkommen werde. Denn ich führe jetzt ein Geschäft durch, bei hem ich auf meinen Teil fast hundörttaüsend Rubel verdienen muß! chgs Geschäft, das ich jetzt durchführe, geht um etwa zehn Millionen, viel» leicht um mehr als zehn Millionen; es läßt sich gar nicht schätzen. Man meinte daß sich dort ' pures Gold in der Erde findet, und wo bleibt das Silber, wo das Eisen, wo das Blei, wo das Kupfer, wo das Quecksilber? Von Kohle und Gestein rede ich erst gar nicht. Dort finden sich Wälder und Felder und alle Güter der Erde; Granatäpfel, sagt nmn, gibt es auch dort. Und für all das mit Sack und Pack verlangt man dritthalb Millionen. Direkt geschenkt, wenn es nicht gestohlen ist! Einen Kehler hat das ganze nur: es ist ein wenig zu weit; es steckt nämlich irgendwo in „Sibirien", und man muß dorthin drei Wochen ununterbrochen fahren: denn Bahn geht keine hin, Wem kann man nun ein so großes Geschäft porlegen? Natürlich Brodzki! Da ist nur die Schwisrigksit. wie man -st Brodzki ins Kontor gelangt. Denn erstens steht hei bpr Tür sin Schweizer, mit Knöpfen von oben bis Wtest,,

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