Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 388 (20.2.1920)
- Date
- 1920-02-20
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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"m S88 W-e«. MttüH \, Tagesbericht. Großer Betrug an einem BankiuDtute. l Am Kassenschalter eines hiesigen großen Bankktstitukes wurde am 13. d. M. mittags rin Ausfölgebrief einer Wiener Firma zur Behebung eines Betrages von 117.000 Kronen überreicht. Der Aus)o'geb»ief war pollkommen ordnungsmäßig ausgestellt; er trug die Unt'rschrift der Firma und war Mit ihrer ^LÄmpiglie versehen. Da kein Zweifel an der Echtheit obwalt'en konnte, w"rde dem Ueberretcher, einem etwa achtzehnsähvigen Äurfchrn. in dem Bankinstitute auch die Lumme von 117.000 Kronen ausbezahlt. lNit dem Mirage entfernte sich der Bursche. Als nun die betreffende Firma vom Banliustilut die schriftliche Bcr- . Kän^igung über dierfolgte Behebung des Betrages von 11-7.000 Kronen erhielt, stellte sich heraus, daß ber Aussolgebrief gefälscht war uird daß ein Be- , trug vorlirgt. Der in Betracht kommende Bursche hatte sich auf bisher noch nicht aufgeklärte Weise in den Lefitz eines echten ForrrmlareS eines Ärrsfolgebriefes »er in .Nrde stehenden Firma gesetzt ihn ordnungsgemäß ausgefüllt und mit der Stnmpiilie düs Hauses -ersehen. Die Aussorschung des jugendlichen Betrügers cingeleitet. . . *.• > England Hilst unser« Kindern. London, 19. F:b uar. (Tel.-Komp ) Es wurde cm Plan tzr die Aufnahme von Kruder « au s M i t t e l e u r o H; h Großbritannien äusgcarbeitet. Dre brttische. Rcgieri'ttg wird vahrfcheinlich Äerffe zur Untersuchung der Kinder delegieren, die »ann mit Noten Kreuz-Zügen nach der Kutte tranSportirrl werden . sllen. Besondere Lag r werden für du Kinder, die cnzlttche Hille »rauchen, eingerichtet. Die Unterstirtznng soll der Tschechoslowakei, - sZolen und Oesterreich zuteil wrrden. Die Mdrusftschen KosyerativaMoffsttschaftsn für-die Pogromop^Lr. Aus W ar fch au wird uns berichtet: Der füdr u s-s i s ch e Verband der. Kovperarwgenosftnschäften hat in einer speziellen Sitzung folgende Beschlüsse wegen der Hilfe für die durch die P o g r o m e Beschädigten gefaßt: 1. Einen eigenen F o it d s für den genossenschaftlichen Wiederaufbau der durch die Pogrome ruinierten Wirtschaft zu bilden und für diesen Zweck selbst 100.000 Rübe! auszuwerfen; 2. 100.000 Rubel für die dringendste Hilfe rus eigenem Zu. bewilligen; / 3. den einzelnen Kooperativgenossenschaften vor- Zuschlägen, für die Zwecke der dringendsten Hilfe ebenfalls. "aus eigenem beizüfteuetn üüd ^ynrchtungert zu veranstalten; . . . 4. bei der Regierung dringlich wegen Staatsh t I f e für die Geschädigten v o rpellig zu werden; 5. den amerikanischen Hilfsorgäni- [ ö.t Ion e n miizuteilen, daß es' zum produktiven Slufbau der durch die Pogrome zerstörten Wirtschaft' unbedingt nötig sei. die Geldsammluttgen dem Verband der südrussischen KooperLtivgenossenschästLn Zu überweisen. ''' Die Kampagne für de« 1v-MiMsns«sWieder-° aufbaufonds in Amerika.- 'Der amerikanische Korrespondent der Jüdischen Preßzentrale Zürich' berichtet: Die Kampagne für den 10-Millionen-Dollar--FvndS zum Wiederaufbau Palästinas hat-mit voller Wucht eingesetzt. Großzügig wie die Ameri- Lmer von jeher sind, beschränken sich die Zionisten nicht, auf die Agitation-durch ihre Parteigenossen, sondern haben auch eine Reihe prominenter christlicher Persönlichkeiten - für bis Agitation gewonnen. An den Spenden dürften sich in beträchtlichem Maße auch Nichtjuden, beteiligen. So . hat auf einer der veranstalteten Versammlungen der geivesene Staatssekretär' B r y a n, dessen politische Bedeutung. neuerlich, im Steigen ist, einen warmen Appell an dw Versammelten gerichtet. Er sagte unter anderem: Es gibt kein größeres Ideal als den Wiederaufbau eines Landes itnd eirrüS Volkes. Die. zionistische Bewegung beabsichtigt mehr, als manche denken. Es ist kein Traum, sondern eine Notwendigkeit diese Wiederäuflebung eines Volkes, und die ganze Welt jvird davon Nutz«: haben. Er hege , festes Zutrauen zum' jüdischen Volke, daß eS mehr als die beanspruchten 10 Millionen Dollar spenden werbe. ' Nur in Palästina wer'den die Juden Wiederaufleben können und ihren Feinden beweisen, was sie in Wirklichkeit sind. Zum Schlüsse drückte Bryan seinen festen Glauben aus, daß auch die christliche Welt dem jüdischen Volk mithelfen werde, sein historisches Land wieder aufzubauen. Er hoffe,, noch die Feier der Verwirklichung des zionistischen Ideals, zu erleben, ■ das - seiner Ansicht nach allen Völkern Glück bringen wird, i Auch der bekannte Philanthwp Jakob Schiss hat Neben einer großen Spende für den WiedLraufbaufonds einen ■) Nufrus zu destzen Gunsten erlassen. Charakteristik eines Literaten. I» seiner *25 eltbühnbringt Siegstüd Jacobteh» kr de« von »hm verfaßten Antworten die folgende ergötzliche strunzrichnung des jüdischen Literaten Stefan Großmann'- Cchmetterlingsammler. Da Sw schon Cchmöcke und Schmetterlinge sammeln, vergessen Sie nicht den Schwalbenlchwanz (Papilio Macbson): Stefan Großmann. Der schwingt sich schillernd von Stengel zu Stengel. Diese Fähigkeit, den schleimigen Rüssel in jede, einfach in jede Blüte zu tauche«. verschaffe chm fo&iSluuM »uwMlb,Lhrer.SrMnMnL.EetenLM Nvskr^.4 er kann aber auch fftr Toller und dann wleder für den Kronprinzen. Er kann für Literatur und er kann iiir Kino, er kann iüi Haüptmann um» Henny Portm. und wenn er sich eine Kanone ifauft und sich selbständig mach; und trotzdem Söldling des Harri es Ulstern bleibt, so wird er. Mitarbeiter der «Dame" fcim Brotberren, in der ersten Nummer des eigenen BlatteS eine stammende Philwpika gegen di« ^Elegante Welt" ve öffentt'chen. der Hauvdkonkunenz dreier .Dame' und ihr ähnlich wie ein Hvl.rapf?! einem Holwviel oder Sreian Großmanu einem journaMischni Lanzsnecbt. Haben See ihn? Dann leaen sie ihn in Spiruns. svießm sie ihn auf eine lange spitze Nadel. Und erwidern Sie Ihren Besuchern auf die Frage, was das iür" ein schönes Exem- 'plar sei : ..Die Sorte s«hwä»M sonst, eigentlich wrld herum—- aber dieses hier ist <-:n NarurwUnderklebrig lr'kchend w^e eine Rande, statlerhast wie enr Paprllon und ewig »m Zustande d-»r Äe—uvunng. Heraus kommt dabci nchts" Und nachdem S>e stch an rhm satt geschm haben, tari'chm Sie ihn fingen -rin B'.ertklvfuud Butter und/ zwei, Brresmarftn um: bunte -Dostwertzeichen der Tichecho» Slowakei huitcu gummiert und vorne mit, einem falschen Sternpel. ._" ' Ans mH tincm Mwbw, Waiti . In Leeds lebt ein Mann namens John Wrlkinfon, der der heute im Alter byn 6^ Jahren steht. In seiner Jugend war er Spesereilparenhändler, bis er im 22. Lebensjahrs völlig erblindete^ Da entschloß er 'sich zu wissenschaftlichen Studien.' Sr wählte die Botanik und arbeitete mit solcher Intensität; daß er« heute in England als Botaniker von Ruf. bekannt ist- Ein Journalist hatte dieser Tage mit diesem seltsamen Manne' eine. Unterredung, in welcher Wilkrnson äußerst interessante Mitteilungen über seine, Beobachtungenbei den verschiedenen Bäumen ,und Pflanzen machte. Nach seiner Erblindung ging Wilkinson, der schon früher.Kunstlieb- : Haber war, in ^Begleitung eines Freundes in die Umgebung von Leeds an eine Stelle, von der er einst eine Skizze onQtv fertigt hatte- und er war imstande, die ganze Landschaft bis knS kleinste Detail -zu beschreiben. Er brauchte einen Daum nur zu berühren und nannte ihn auch gleicht Nun begann er seine Veranlagung mit - allen - Mitteln zu entwickeln und hat es so weit gebracht, daß er .heute imstande ist, achthundert verschiedene Bäume und Pflanzen durch die bloße Berührung, vcneinander zu unterscheiden und ihre wissenschaftlichen' und volkstümlichen Namen anzugebcn.^ Großes Interesse brachte er in , seinen Studien den verschiedenen Lauten-und Tönen der eirrzelnen Bäume und Pflanzen entgegen. Das, erstemal fiel ihm dies auf Feldern mit. verschiedenen Pflanzungen auf. Dann machte er die - interessante Wahrnehmung, daß die Bäume während des Regens verschiedenartige-Töne hören lassen. «Berühre ich an einem heißen Jultmorgen ' ein Mohnblatt," erzählt Wilkinfon, «so fühlt eS sich kalt an, während das Blatt eines Londoner PaternostürbaumeS zur selben Zeit ganz warm ist, obzwar die beiden Pflanzen kaum einen Iard von einander entfernt sind. So oft ich diese Wahr» nehrnung mache, frage ich mich, woher dieser Unterschied wohl kommen mag? Hierauf hat noch niemand geantwortet." Die verschiedenen Lallte,—Üeder Regen auf verschiedenen Bäumen hcrvorrufL, kerrnt' WrlMson fö.»genau, daß er daraus die einzelnen Bäume' erkennt. Der HweiUEmst» Baum, ist die Führe.' Die Eiche ist während ' eines Sturmes /am lautesten, weil sie den Widerhall sowohl'auf'shreff Blättern als.auchaus ihrem. Stamme .wider'giht und' .dip Regentröpfrn allf 'ihre ' Matter'viel ^raüNvolldx^tmMlätz'M) -.als auf andere Bäume. Die Pappel, die gegen EleftWtät'sehr''empfutdsam 'ist,.warwährend eines Gewitters, ganz schweigsam, hingegen nach dem Sturm sehr geräuschvoll, weil ihre. Zweige elastischer waren. «Ich finde die Tone,bei nied'erfallendem Regen-geradezu Lv-- zaubernd." Bezüglich des' ^astgöfühls' sagte 'Wilkrnson:' ..Würde man mich einmal inS Zuchthaus'lässen, so würde ich durch einen Händedruck sofort seststellen körllren, weicher Häftling ein Gewohnheitsverbrecher ist, und weicher nicht.- Wilkrnson wurde im Jahre 1015 dorr der LeedSer Universität l mit dem Doktortitel ausgezeichnet.. Ern LLekLrfM durch polnische Arbeiter. Teschen» 18. Februar. Die Bevolkenmg des Ortes Golkeschau bei Teschen wurde gestern nachmittags'voll 5YV b ew affu eten v o kn rs ch e n A rb eitern der Eisenwerke von Trzhnietz überfallen. Mitglieder der schlessscheu sozialdemokratischen, Partei wurden mißhandelt. In der Wohnmrg des sozialdemokratischen Führers M anie« wurde eine Handgranate geworfen; Man »ca wurde schwer verletzt. Die Angreifer schossen bis spät in die Nacht, wobei viele Personen verwundet - wurden. Der Delegierte der ischecho - stowakrsche» Regierung Dr. M a t o u 8 intervenierte der der Ementekommrssion. In einer Note erklär teer, daß der polnische Terror immer größere Dimensionen annehme. Nach Ustron und Golleschau wurde je eine Älpini-Halbkompagme zur.Herstellung der Ruhe entsandt. , Nach Schlesisch-Ostr.au wurde erur. Maschinengewehräbtriluug. abgesandt. — . , DeNLschLand nrLeitet. Wir di« ^B. Z. am Mtiagerfahrt» hat auf Grund'der mit dem Rnchskanzler und den Ministcrn gepstogenen Beratungen dre Arbritsgelnemschakt in Esser», der Brrtretrr aller Brrgvaukrrlseangchören, beschlossen, »v e i r e r e U e b e r st u n d e n vx machen. Die Gesamtarbensm\ werde sich darnach auf etwa Stunde» beläufem — Und t« Oesterreich? > * Prästtzrnt Dr. Dinghoftr, der sich' bekanntlich einen Knöchelbruch am linken Fuß zugezogen hat, begab sich nach Linz, um dort in häuslicher Pslega die Heilung des verletzten Fußes abzuwarteu. E»«gese«det. VriNnnlen. plniin, Üilünrsr». perlen Dlrren, falscke Zähne, alle Sübercegenstähde verkaufen Sic am besten direkt dem Juweiter und Goldarbdter 8- Hoteapfel Wien. VI., Mariahilferstiasse 79 oder Werksfätte: 1., Wollzeile 17/13, vor -Ä,."MNrDM Größte Auswahl! Billigste Preise! LeopoldSteinhart,Wien.!.,BiberMße9» t 4>ssN^0 ----... ' w Lebensmüde. Der 46jähiige Oberbuchhalter Roberts S a n d hat yest?rn westku e nes Nervenleidens m seiner Woh' unns» Vl, Gumprndotseistläße 8S, ein beraubendes Grft ge» . uommm mid wurde belvHttöS »us Wiedner Krankenhaus ge» bracht.,- . . ... * Die K-Hlenlage. Die Sage hat sich nicht wessnMch geändert. Die Zuweisungen , an Kohle wechseln. Bald tthäÜ . die Ge me ind e ein größeres Quantum und.die Bahnen./ ein geringeres, bald rft^es wieder umgekehrt, so doch bie Kohlennot selbst nicht beseitigt wird. Mberdings sind die Einläufe jetzt nicht mehr so gering, wie ' zu Beginll: b«Ä Monates, .wo, bekanntlich alle Betriebe lahmgelLgt wKrev^-- aber ein neuer Streik kan» die - ganze Situation.. wiedev ■ katastrophal - gestalte«. Bvsonbers die Gaswerke, sttzhe« -i»rm«i vor einer großen Gefahr, da bis Znschübs aus Mahvisch- Ostrau den Bedarf ü» allgemeinen nicht decke». .* Borbeflrafte ÄrmenrLte. In der gestrigen Sitznvr, do8 Ctad'rotes kamen die aus Grund eines Proporzes in alle« Wuner Bc.'irkm vorgenomrnmen Armen»arktvablen zur^ Bt» . bnndkm's». Hierbei »umden von den ungefähr l&CO gewählte» ' ArmenrLe»» ,16''! nicht b r st ä t ».ft t, weil sie wegen andern als polnischer Vorstrafen aufzutvetten haben. * TÄscheutchch« im AntsS.us. Gestern wurde v» einem Autobus aus der Fahrt vom Südbahnhos rn die- Leopolbstadji dem Gino Tonini aus Livorno eine silberne,^ innen vergoldete Tabatisre gezogen, in der sich ein > Giroscheck btt Mriätischsn Bankfiliale in' Triest an die Ban ca No man a vom 16. d. M. auf 9000 Lire auf den Namen Mllw Doninl besarch. .... . .,i * Der Raubmord an Fra» AngeMa Stefimska^ Gestern 5 wurden alle in der Sache kompromittierten Personen dem Landesgerichte eingeliessrt. Wegen Raubmordes wurde lediglich der Neserveleutnant Mktor Sternischa eingeliestuet. . .Der Fleischhauergehilfe Karl Gebauer, baS Stubenmädchen. 8Äarte Drescher und .ihr Geliebter Smil Tognotti: wurde» wegen Mitschuld am Raubmorde, der ehemalige Kasfeehausbesitzrr. Wilhelm Lad e S wegen Teilnehmung am Raubmorde dem Gerichte übergeben. Der Kaufmann Ignaz Eh ren stein wurde »vegen bedenklichen AnkmrfeS der .'SLaatsarrwaltfchasc.angezsigt, aber aus freiem Fuß Be* lassen. .. . , .. , . . \ : * Das he^KNÄgskockrt« Kleid. Mit einem Tofftkleid. ii 6000 Wett, wurde am 14. h. M. das iLjährige Lehrmädchen Hilda G o i t» 0 c v a vom Konfrstionsgefchäft Faruhamm« rll der KärrUnnsLraße zu einer Kunde geschickt. Ärck der Straße trat eine^enva ZOfähnzc kleine Frau mtt fchwarzrm Haar auf sie jM, ertlärte »hr, rs fei unnötig zur Bestellt»»» zu gcheu. denn sie sei deren Schwester. Sie nahm »hr das Kleid ab und verschwand damit. .Erst dauu siMe sich heraus, daß sie eme S ch w i n d« .1 e r » « »var. :] ^.Der.M«b^'ch...^'^yW' ^GrveMÜ-rE. Me Lerichked würde am 4. d. M. nachts m der Papierfabrik »EibemAtl" ein . Mffeueinbruch. verübt, bei dem den Tätern eine Summe von 342.ÜTO »n die Hände siel. Gestern wurden dre Täter verhaftet, - Es r.st ' der, Meralldreher Franz-B u c z e k, der Hilfs°- :nrbe»tch Fra»»z H.s o j'g p Ha l und der Mechaniker Leopold., 5tarll.ef. WeM' TmnaMe an dem Diebstahl wurden »och. »nchrere Personen lm-'BetwahrlMtzsh-ft genommen. * SelbsLmsrde. Der Losähnge Privatbeamte Karl Böhm hat sich »n seiner Wohn»,na. VIU., Laudongässe 10» tckrch zwei RckolvEMe getötet Ursache der Tat ist Krankheit. * 2M.Y0S Kvsrre» hcvLUSgeteckt. Ein rmtzefahr 32jähriger Mann hat untev dem Vorwände der Beschaffung von Seide dem Kaufmann Moriz Hermann,' 7. Bezirk. Kenhongasse Nr. 18; einat Betrag von 200.000 Krone« entlockt,. ’ . ..'' f '■ « Erhöh««« dev WernUreise im Nath««skeller. Der Stadtrat beschloß sestern, die W e i» p r e i s e. im Rat», hauskeller neue»krch zu erhöhe n. Der offene Weißwein w»rd. nun rm Bolkskelle'r K 8.— für i?tn Viertelliter, in dm übriftev Rämnm K 10 — kosten. Der Rotwein wird in allen Räume». zu L 8.— für den Vstr'.elliter auSgeschrukt werden. Der Flaschenwein »vrrd SL.— pro Flasche kosten. i * Beerdigungen am hentiae« Lage. I s r a e l i t v» s ch e r a l t e r F r r e d h o s: 10 Uhr 20 Min. Relly Wrrnet. 11 Uhr MarknS Lederer, 12Ubr Paulme Hochhäuser. — Neuer F r r e d h o f: 9 Uhr 20 Min. Aron Frankl Kahn,, ly Uhr 30 Min. Dr. Giegsned Kroch, 10 Uhr 40 Mm. Jr»na T'schel, 11 Uhr 20 M»^. Samurl Stemel 11 Uhr 40 Mm. Jda Singev " Brand Im Boryflarvev Flohölrevier. Wie anö B o r h s law be»ichtet wi»d, ist äm versiossenrn Sonnt«« mittags m Tu^anowice a«S unbekannter Ursache im Mittelpunkt drS NohölrevitrS emer der ergiebigsten Schächte, der der Aktiew gesellschaft für S»dölmdustne (vormals D. Fants & CvmpH gehörifte Elisabetbsckacht, gänzlich Nlederpebronnt. ES gelang, dir NüSbreitung deS Brandes -auf die Nachbarschächte zu verhllten.' Der angeräcktete Schaden beträgt mehr als drei Mtllionen Kronen. ' * Drei Kt«dvv i« LvbvNsgefahv« Ans einrr Wöhmrllg un ersten Stock des- Hav'er, lX., Strudelhösaasse 8. faft mal. gestern vo»mittags Feuerschein und dichten Rauch voll der Sitiiße' auS. - Am Fenster, daS geschlossen war. erschien ein Krnd. Zwei mutige Männeri der Kutscher I. Rummel und der E»ß- Verschleißer K. Pirwanger eilten m ein Nachbarhaus, holt« eme Leiter und stiegen auf ihr von der Straße aus m daß 1. Stockwerk, wo sie ein Fenster rtndrückre« und m die WobmrnD gelangen konnten. Sre fanden in dem mit Rauch volllomme» gefüllten Zimmer drei kleine Kinder, die»« biichsie» Lebensgefahr warm. Die Kinder wurden m Sicherheit gebracht.. Bald dmnach eischlmm SicherheitSwoche und Feuer wehr und iösckttn den Brand. Dre WohnnngSinhaberm, die MagasinS» dimersgaltln Marie B r u g g e r. war tun Uhr vsrm'ttask einkanfcn gegangen und hatte ihre drei Kmder allem zu Ham« gclaffm. Ein in der Nähe des geheizte» O)eu stchenbeS Bch hatte Feuer gefangen. * FrÄhlingSwettar. Noch stehe« wir — nach de« Kalender — uw er der Herrschaft dr« WinterS, der bei seinem Antritt untere rä;riichrn Eorgcn inS UnermcßUche gesteift rl hast Deik ernigen Tagen lruchtet F»ühl>ngSsvnne. die Tempnmllrr singt und mit ihr bit Hoffnrmgm bet kratttose«, zermü»bten.Dr» völkrruuL. melldr iedm SonvwÜ^ahj dankbarst^uinllnmt. ■ ^...