Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 378 (10.2.1920)
- Date
- 1920-02-10
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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#£87? Wien. Dienstag Wiener Morgenzeitung Eine Niederlage der Bolschewiken. I Berlin» S. Februar. Der „Vorwärts" veröffentlicht eine Meldung der britischen Militäcmission in Sildrußland. wonach die Bolschewiken, die die Don-Manijitsch-Linie erzwingen wollten, unter schweren Verlusten zmückgelrieben wurden. DaS Eis auf dem Flusse brach. Viele Bolschewiken ertranken; die übrigen wurden gezwungen, eiligst in nördlicher Richtung zurückzugchcn. Die Bolschewiken verloren viele Geschütze und Transportwagen. Eine bolichewitische Truppe, die den Don östlich von Rostow Überschreiten wollte, wurde nach schwerem Kampfe über den Fluß öurückgeworsen. In diesem Gefechte wurden 8160 Mann gefangengenommen, 171 Geschütze und 839 Maschinengewehre erbeutet. Der VZllrerbundrat. , München» S. Februar. >Tel.-Komv.) AuS London wird gemeldet: Mittwoch stndet im St. James-Palast ' die feierliche Inauguration dcs BSlkerbundrates statt. Donnerstag wird eme Gehrimsitzung. Freitag eine öffentliche Sitzung abgehalten, in der das Ergebnis der Geheimsitzung bekanntgegeben wird. Der Völkerbund soll eine große Anleihe garantieren. Haag, 8. Februar. (Tel.-Komp.f «Nieuwe Courant* veröffentlicht ein Telegramm aus Philadelphia über eine Erklärung des englischen Finanzsachverständigen Sir George Paish. Dieser trat im Zusammenhänge mit der notwendigen Lösung des immer schwieriger werdenden Finanzproblems dafür ein, daß der Völkerbund die Bürgschaft für eine große Anleihe übernehmen solle. Diese müßte ausgeschrieben werden, um dem vollständigen Zusammenbruch von Handel und Industrie vorzubeugen. Der jOberste Rat sollte alle Schritte unternehmen, um die Ausschreibung einer solchen Anleihe in die Tat umzusetzen. An her Anleihe hätten sich alle dem Völkerbund angeschloffenen Maaten zu beteiligen. Die Sorgen Boineares. Paris, 8. Februar. (Korr.-Vur.) Präsident Poineare hat gestern Vienne la Ville besucht, wo er vom Senatspräsidenten und dem Gemeinderat begrüßt wurde. Poincare sagte bei diesem Anlaß, Frankreich muffe fordern, daß das besiegte Deutschland den Friedensvertrag, den eS unterzeichnet habe, duSführe. Im Augenblick fei dieser Vertrag Gegenstand einer seltsamen, unzulässigen Diskussion geworden. Was unterzeichnet sei, müsse für alle geheiligt sein, für die Sieger wie für die Besiegten. Frankreich werde an die Ausführung per abgeschlossenen Klauseln ohne Hintergedanken, ohne Ranküne und ohne Plackereien Herangehen. DaS französische Volk sei großmütig und wolle keinen Mißbrauch mit dem Siege treiben. Es gedenke jedoch, aus ihm Nutzen zu ziehen. Der zu unternehmende Wiederaufbau könne nicht zu Frankreichs Lasten bleiben. Die Nation, die die Katastrophe. entfesselt habe, muffe allein die Konsequenzen ziehen. verwenden. Das „Neue 8-Uhr-Blatt" druckt, stöhnend vor Wonne, ab, daß der erste Kauf eine Million Pfund Seife war, ,^ls das bringend ste Bedürfnis für die armen Glaubensgenvsfen"derDame. Der Artikel endet mit folgenden Worten, in denen sich Sieghart und feine Redaktion vor Sever, Sedlak und Orel verbeugen: Bei der Schilderung der Erlebnisse kommt sie auch auf Wien zu sprechen. Sie beteuert, sie habe überall ernstliches Elend gesehen, aber das Fürchterlichste unter allem seien doch die v'roveiseiten Verb'tttilisse b"r J,rd-n' in Wien gewesen. Dort sind, erzählt sie, 80.000 jüdische Flüchtlinge in elenden Wohnungen zusammengepfercht,! wo ste Hungers sterben. Nun sind entweder diese Schildej rungen der Miß Löwcnstein erlogen oder eS ist unbegreifj lich, warum ihre Schützlinge trotz wiederholter dringender Aufforderung der niederösterreichischen Landesregierung den Aufenthalt in Wien der Rückkehr in die Heimat noch immer vorziehen." Am folgenden Tage beschäftigte sich das „Reue 8-Uhr-Blatt" mit dem Funk^pruch der russischen Kommunisten gegen den Zionismus. Für gewöhnlich ist das „Neue 8-Uhr-B^att" auf die Kommunisten nicht sehr gut zu sprechen. Aber wenn es sich um den Zionismus handeltt, dann treffen sich die beiden im Kot und verstehen ' einander vortrefflich. Die Dummheiten tn diesem Funkspruch, den wir schon vor längerer Zeit veröffentlicht haben, begeistern das „Neue 8--Uhr-B.'aLt" zu dem Aufruf: „Die russischen Bolschewiken wissen trefflich zu arbeiten." Der Beweis dafür ist in dem Funkspruch nicht zu finden, eher bas Gegenteil. Aber für das „8-Uhr-Blatt" ist jede Berten rndung des Zionismus ein gefundenes Fressen- Hilfsaktion für die ostgattzischen Jude«. Der Pressedienst der. Delegation des Jüdischen Nationalrates für Ostgalizien meldet: In der nach Amerika abzugehenden Kommission zur Organisierung der Hilfsaktion für den Wiederaufbau der ostgalizischen Judenheit wurde» auf der Sitzung des Zentralkomitees der zionistischen Landesorganisation in Lemberg, die am 25. Jänner stattfand, folgende Herren gewählt: Doktor Moritz Pachtmann, Präsident der Delegation des Jüdischen Nationalrates für Ostgalizien, Direktor Julius Eisler, Lemberg, Dr. Josef Tenenbaum, Lemberg, derzeit in Wien, und Redakteur Moses 'Frostig, Lemberg. Somit wird sich die Kommission schon in der nächsten Zeit nach Amerika einschissen. Bei dieser Gelegenheit wird nochmals auf daS vorhergegangene Communiqutz hingewiesen und die noch in Wien lebenden Flüchtlinge nochmals auf das dringendste ansgefordert, sich im eigenen Interesse noch diese Woche städtew eise in Komitees zu organisieren und Vertrauensmänner zu wählen, die sich mit uns unverzüglich ins Einvernehmen setzen, damit auch sie der nach Amerika abgehenden Kommission das Verzeichnis ihrer erlittenen Schäden sowie den Voranschlag über die nötigen Gelder zur Wiedergutmachung mitgeben können. V» japanisch-mexikanisches Bündnis abgeschloffen. Nom, 9. Februar. (Funkspruch.) Aus Mexiko wird gemeldet, daß der amerikanische Botschafter in Mexiko zurückgetreten ist. Seine Demission wird in Verbindung gebracht mit der Nachricht vom Abschluß eines mexikanisch-japanischen Bündnisses. tzaig — VizeKVnig von Indien. > Zürich, s. Februar. lTel.-KompJ Wie die Schweizer. Tele« vrafen-Jnsormasiou pus London meldet, steht die Ernennung des FeldmarschallS Haig zum Vizekönig von Indien bevor. i Dlntige Zusammenstöße -mischen Pole» nnd Tschechen in Orlau. Mährisch-Ostrau« s. Februar. fTschrcho-flow. Preßbm.) Rach einem Bericht des PolüeikommiffarxM in Mährisch-Ostrau fand gestern nachmittags in O r l a u eine von polnischer Seite einberufene Massenversammlung statt, an welcher etwa 20.000 bis 85.000 Personen, darunter zwei Drittel Tschechen, teilnahmrn. Dem «Dnch C a s u" zufolge kam es anläßlich dieser Versammlung zu einem Zusammenstoß, bei welchem viele Personen ans beiden Lagern verwundet wurden. Der Prozeß Erzberger—tzelfferich. Berlin, 9. Februar. Zur heutigeu Verhandlung im Frzberger-Prozeß ist der Reichsfinanzminister wieder erschienen. Die Zuhörer' werden aus daS genaueste nach Waffen untersucht, vor E'vffnung der Sitzung ermahnte der Vorsitzende zu ruhiger ^ud sachlicher Verhandlung. Tagesbericht. Das „Neue 8-Ahr-Blatt^. In der Hetze gegen das Judentum und jüdische Einrichtungen geschieht so viel, baß man kaum die Zeit findet, alle Brunnenvergifter der Oeffentlichkeit dorzustellen. Es würde auch an dem nötigen Platze fehlen, um alle die zu nennen, die mit Lügen aller Art gegen da§ Judentum Stimmung machen. Wir wollen deshalb uns heute nur kurz mit dem „Neuen 8 Uhr-Blatt" beschäftigen, das sich ganz im Geiste seines Schöpfers, des getauften Herrn Sieghart, hält. In seiner Ausgabe vom 6. Februar druckt das Blatt einen aus der antisemitischen Sudelküche Berlins stammele« Artikel ab, der sich mit dem angeblichen Ankauf der »merika« ischen Heeresausrüstung für die Zwecke der jüdischen Flüchtlinge durch das Fräulein Löwenstein beschäftigt. An der Geschichte sst nur wahr, daß Fräulein Löwenstein im Auftrag der American Joint Distribution Committee die in Frankreich zurückgelassenen Materialien des ameripanischen Roten Kreuzes angekauft hat, um sie für W*. stvoße HiMattiou l. rfcc iübiidteu. LüroerILM, m Belgien sperrt deutsche Geiseln ein. Die Korrespondenz Wilhelm meldet: Wie uns aus Paris berichtet wird, hat die belgische Negierung beeschlossen, zwanzig Deutsche als Geiseln oder Leibbürgen (Otages) zurückzuhalten und sie nicht eher freizugeben, ehe nicht der letzte, durch die Deutschen deportierte Belgier wieder in seine Heimat zurückgelangt ist. Diese Geiseln sind in Dienst unter militärischer Bewachung und genießen eine Ausnahmsbehandlung. , Die Bestialität der Geiselaushebung wurde zuerst von den Zentralmächten im Kriege ausgeübt. ES wäre an der Zeit, daß man auch bei den Ententemächten einsieht, welche Kulturschande in einem solchen Vorgehen liegt. Wenn sich diese Nachricht aus Paris bewahrheitet, so mutz man gegen diesen Rückfall in die Barbarei aufs schärfste protestieren. Noch schärfer muß man sich gegen die Korrespondenz Wilhelm wenden, welche die Anregung verbreitet, bei uns als Vergeltungsmatzregel für die Verhaftung des Oesterreichers Norz in Brabant einen Belgier einzusperren. DaS wäre der richtige Weg nicht, um dem armen No^z zu helfen, im Gegenteil, er würde noch weit mehr leiden. Aber die belgischen Hetzer und ihre Freunde in der übrigen Welt würden dies die — Wiener Kinder entgelten lassen. Adolf Stand-FtisLung. Wir erhielten für die Adolf Stand-Stiftung der .Wiener Morgenzeilung* von Herr« Georg Hetwrg K 50.—. Bisher eingelausen K 17.521.—. _ * Technische Studiengruppe des PalästiMramtes, Wie«, Vkektromontcurkurs. Es wird Lekanntgegeben, daß ab Dienstag den 17. d. M. als Fortsetzung des bereits bestehenden elektrotechnischen Kurses allwöchentlich an Dienstagen und Donnerstagen von 6 bis 8 Uhr abends Spezi a lk u rs e über Wechselstrom- und Drehstrommaschmen, elektrische Messungen und Meßinstrumente, elektrische Beleuchtung, elektrische Bahnen Md Elektromobile abgehalten werden. Anmeldungen werden täglich zwischen 11 und 12 Uhr vor» mittags im Palästinaamte «Technisches Referat) entgegengenommen, wo auch nähere Auskünfte darüber erteilt werden. * Wiener jüdische Kinder nach Mähren. Die Brünner „Jüdische Bolksstimme" veröffentlicht an leitender Stelle einen Aufruf zur Aufnahme von Wiener jüdischen Kindern EingesenLet. Juwelier Beiter TU., BKarlahllfevstraM« 98. — Telephon 52099. EIJSTKATJP Täglich Öol« ironheitek&uf»! «r Brillanten, Platin, Münzen Perlen Uhren, falsche Zähne, alle S! 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Neuen Friedhof: 10 Uhr Mma Salon. * Der Orientalist Professor Leopold Schröder gestorbe». Der bekannte Orientalist der Wiener Universität, Prof. Leopold Schröder, ist vorgestern im 70. Lebensjahre gestorben. DaS Hauptgebiet seiner Forschungen war das Sanskrit und die Uebersetzung und Textkritik altindischer Schriften, die seine« Namen weit über dre Grenzen Europas hinaus bekannt machten. * Tod des Generalobersten Beck-Nzikawsky. Gestern! nachmittags ist der frühere Chef des Generalstabes, General oberst Friedrich (vormals Graf) Beck-Rz'ilow,Skh, iwt 90. Itebensjahre an Altersschwäche gestorben. Der Ser* blichene war eine der markantesten Persönlichkeiten de«! Monarchie und ist dem Kaiser Franz Josef besonders «ahn gestanden. \ * Der Straßenbahnverkehr über die Aspernbrücke. Von heute ab werden die Züge der Linien A und B von der; Praterstraße über die Aspernbrückengasse—Aspernbrücke—Ring Rund—Ferdinandsbrücke, die Züge der Linien Ak und B8 von der Praterstraße über Ferdinandsbrücke—Kai Rund und Aspernbrücke fahren. * Clemenceau in Kairo. Aus Paris wird gemeldete * Clemenceau ist unter Ehrengeleit eines englischen General«! in Kairo eingetroffen. ] v Sie will Soldat werben! Im Lanbesbefehlshaberamte erschien Samstag mittags ein junger Mann in der Trachl eines Steirers, welcher den Landesbefehlshaber, Oberste» Haas, zu sprechen wünschte und den Wunsch äußerte, in die neu aufzustellenbe Wehrmacht aufgenommen zu werden. Der anwesende Leutnant H o ff mann überzeugte sich aber durch Einsicht in die Dokumente des jungen Mannes, dass dieser gar kein Mann, sondern die junge Witwe dm* Offiziers war. Der inzwischen in Kenntnis gesetzte Major Holinka versuchte vergebens, die junge Frau vou fest Unmöglichkeit, ihre Bitte zu erfüllen, zu überzeugen. .Sie beharrte bei ihrem Verlangen, auch dann, als ihr de« Major versprach, eine ihrem Geschlechts entsprechende Beschäftigung zu verschaffen. Alle Versuche, sie von ihrem Vorhaben abzubringen, schlugen fehl und sie ließ sich auch nicht von der Undurchführbarkeit ihres Vorhabens übertz zeugen. Schließlich entfernte sie sich, als sie sah, daft man ihrem Wunsche nicht Nachkommen wollte, nicht ohne kategorisch nnd drohend zu bemerken, sie werde sich ihr Recht, als Soldat zu kämpfe«, schon suchst und findey. * Wie Sswtetrutzland feine Transportschwierigkeiirn bkkämpft. Aus Moskau wird gemeldet: Der Verteidigungsrat hat in der vierten Sitzung des Exekutivkomitees bv-i schlossen, alle Personen vom 18. bis zum 60. Lebens.' jahre, die jetzt oder während der letzten zehn Jahre d&! Mechaniker- oder Monteurgewerbe betrieben haben, 5»^ Arbertsarmee emzuberusen, um die Wiederherstellung den Lokomotiven und des FahrparkeS in türzesterit Zeit zu bewerkstelligen.? * Di« Schweizer gegen das Frauenstimmrecht. A«^- Zürich wird gemeldet: Die sozialdemokratische Verfassung?» initiative auf Einführung des vollen Stimm- und Wahlrechtes für Frauen wurde in kantonaler Volksabstimmung mit 21.608 gegen 88.249 Stimmen verworfen. I * Sekvetärstelte. Der jüdische Nationalrat in Progj sucht einen Sekretär, der gleichzeitig im dortigen Durea^l die Funktion in der Art eines Präfidialchefs innehaben soll) Der Bewerber muß eine organisatorisch-geschulte Kraft sein^ wenigstens teilweise Kenntnisse der tschechischen Sprach« h&* sitzen und wenn möglich tschecho-slowakischer Staatsbürger! fein. Bewerber wollen sich im Bureau des Jüdischen Ratio* nalrates für Deutschösterreich, Wien, .2. Bez., Tadorstraßtt Nr. 20 a, melden.? * Nichtige Frankierung der Briefe. Wir «hakt^ äuS Z ü r l ch folgende Zuschrift: Sehr geehrte RedakÜvn! M wäre nicht unangebracht, wenn Sie das Publikum dmch Bec-f öffcntlichung dieser Zeilen darauf aufmerksam machen wollte^ daß schätzungsweise ein Drittel der von Wien hier einlangeudeaj Briefe ungenügend frankiert ist. Abgesehen, daß dar. Strafporti nr der Schwerz ziemlich hoch ist und seine Zahlung bei vielfach«; Wiederholung eine Bclästiguna in der Arbeit darstellt, wirst die, ungenügende Frankatur von Postsachen auf die Absender ei« kU. schlechtes Lcht. Die Fälle, daß Briese zu gering franhert find,! häust« sich in geradezu unangenehmer Weise, seitdem das Porto! in Oesterreich wiederum erhöht worden ist. Wer glaube» ja, düK die Weener sparen müssen und wollen» wo sie nur können, nichts» drstoweniger wird mau sagen, daß e? sich in diesem Falle mW erne Unsitte handelt, die abgrstellt werde» müßte. Wenn ne meine Reklamation als Uebertreibung ans eben sollten, bin ich gerne "bereit, Ihnen eine Sammlung von Kuverts mit schweizerrjchetr: Straspvuomarken ans Briefen, die aus allen Kreisen Zöiens gegeben wurden, zur Verfügung zu stellen. j , * Ausgabe «euer kommunaler 8«anzig-HeLet> Scheine. Dre 20-H e! l e r-K a f s e n s ch e i n t der Gemeinde W en laufen bekanntlich in ihrer Geltung am 15. Febrnac Iah. Wie verlautet, wird dre Gemeinde Wim eine neue Eckissisn dieser 20-Heller.Kaffcnscheine ausgeben. Die Kassenärzte märten di« 15. d. W. Zn einer, vorgestern abends zur Besprechung der GehaltSsordeumgen ad erhaltenen Versammlung der Aerzte der Wiener BezirLskarckerrkä^r wurde der Beschluß gefaßt, vorläufig eine noch z u w u r t e n d e Haltung einzunehmen. Man einigte sich in der fammluna schließlich dahin, b i L z u m 15. d. M. auf eme meritonsche Antwort der Kassenleitrmg zu warten und dann vfcgiltige Beschlüsse über daS weitere Verhalte« der Aerzte zu fasten.- Einstweilen wird der Dienst bei der Be-nkslrüllkenkafie wruer, versehen * Der Polizlstenmörder OSkae Langer. Der Elsktvotechniker Oskar Langer, welcher den Sicherheitslvachmänn Hnfnagl erschossen hat, ist, da sich seine eigene Verletzung als ganz unerheblich erwiesen hat, vom Jnquisitenspital ins. Sicherheitsbureau überführt worden. Bei ihm wurde ein Zettel vorgefunden, auf welchem er in brantarbisierender Weise darstellt, „wie ich zum Verbrecher wurde" und sich als Opfer der Verhältnisse hinstellt. * Großer Einbruch in IutzuKriehLns. Am 8. d. Nt., nachts, wurde im Bureau des Jndusiriehcrufes aus dem. Schwarzenbergplatz ein Einbruch verübt. Die Tätern sprengten eme eiserne Kasse auf.und entnahmen ihr' rmrbi ir.9rt Arwv ......