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Wiener Morgenzeitung · 1920-02-10 · Heft 378 (10.2.1920) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 378 (10.2.1920)
Date
1920-02-10
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Sette 4_—_Wien. Dienstag * Gttytand hilft. Aus Londo it wird gemeldet-. .Die j Stadtverlreiung von Brav 1 o r. d HM beschlagen, taufend hungernde Kinder aus den mitteleuropäischen Staaten für zwolfMvnate auszunehmeu. l * Von den Juden in Finnland. Herr I. Schn r. d« Antor des Ansatzes rm „Haolam", dm wir am 16, Jänner auszugsweise wieder,« geben habeix. «ibimt uns, festzustellen, daß uns ern NederjctznngStedl'r nnrerlaus-n ist. .Es fall richtig heilen, daß eS b>s zum Jahre 1918 k'ine ..finnrschen Juden" gab. sondern nur Juden, die als ruisische Bürger in Finnland febt n. * Jüdis?«r Dchulv'rcrn ln Favoriten. Sonntag fand in Favoriten die diesjährige Generalvürjaimnlrmg des „Jüörscheu Schulveremes für den 10. Wiener Gemelndebezirk" statt. Während bisher die assimilatorischen Vorstände ein unangefochtenes Regiment führten, erwiesen sich bei den Abstimmungen zweck Fünftel der Anwesenden als nationale Juden, trotzdem ihnen eifrig mit dem gelben Fleck gedroht wurde, den die Jüdischnationalen herbeiführen würden. (!). Das Stimmenverhältnis ist um so höher zu werten, als der Verein aus lauter bodenständigen Favoritner Bürgern besteht, die jahrelang, zu den Getreuen der „Union" gehört haben. _ Dereinsrrachrrchten. <N a ck r i ch t e n v o n B e r e i n e n e r f ch e ine n au snahmslosnuramTagederBeran st a ltung.) Heute: Hapoel-Hazarr, V-6 llbr abends Waadsthung. Der palästinensische Delegierte. Z w i I e h u d a, spricht »ZurWeltkonftrenz". »W»«»»»»«»«, *»»«»»»»», H »»»«»» Lestnnb Mch-ke j«Mn HrAKler in Wen.! Eormtag den IT. d. M., ri Uhr vorm., im Kleinen Mnsiktzeeetnssaal; Vortrags-Matinee : (in deutschen Nebertrngungen). * Programm: ReNmösr und weltlichr Lyrik — Satiren und Epiqrmnme. *' — Dr. Ernst Müller: Einleitung. — Josef Tchitdkeant, Mirjvin!! Schnabel: Rezitation. ' lC7i j Karten att der MusikvertinSkasia, bei R. Lvwit, 1. Bez., Rotenturmstraßr 2S. J Die Erttährurrg. Der Marktbericht. Die Beschickung der Märkte war heute wieder äußerst dürftig ausgefallen. Das Hauvtangrbot auf dem N a schwär k t bestand aus Rübcn und Wurzelgemüse, außerdem waren Üaliemsche und niederöstcrrerchische Zwiebeln zu haben. Aus dem D b st m a r k t e standen kleinere Mengen von fteruschen Aepseln und über 2C0 Kisten Zitronen zur V rfügung. Die Großmarkthalle bor ein vollständig verödetes B r l d. Es waren wohl 310 Kilogramm Rindsteisch vorrätig, doch selbst dieses geringfügige Quanium Hieb infolge der bekannt hohen Preise unvcrkanit. Auch nach Würsten «ar die Nachfrage gering. Auf dem Fischmarkte warm gesalzene Schellfische, geräucherte Seefische Und Klippfische zu haben, wurden jedoch wenig beachtet, dagegen fanden einige hundert Salzheringe reißenden Absatz. Fleisch, Brot, Mehl und Zucker, In dieser Woche wird sich die allgemeine Fleckchabgabe von ly Dekagramm an alle Bezieher wiederhol.«. Donnerstag ist rer,erste Abgabekao. Der Preis ist unverändert der der teuren Ftrischwoche. — Nach dem bisherigen Uederblick dürfte auch in der nächsten Woche die bisherige Brot- und Mehlquote aufrecht erhallen dle den. Es dürfte deutsches Weizenmehl zur Abgabe gelangen. — Wie mittzeteilt w;rd, ist eme, Verfügung des Ernährungsamtes in Vorbereitung, die bereits m den allernächsten ragen herauskommen dürfte. Sie wird die Ausgabe des sozmcmnten zweiten Novemberzuckers bringen. Cie wird möglicker- Btife schon am 12. Februar beginnen. Anschließend daran 'soll der Dezemberzucker zur Abgabe gelangen. Der Preis des Zuckers ist noch nicht festgestellt. _ Amerikanisches Ksscherflsifch. , Die Abteilung Wien des American Joint Distribution Committee ersucht uns um Verkffeutlrchung nachstehender M'.ite'.lung: Am 27. Jänner hat die u n ßn 1 g e l t l i ch e A b g a b e ensereS koscheren Fleisches an die bei uns im Bezüge der kort» laufenden Unterstützung stehenden Kriegsopfer aus dem Osten begonnen. Heute begann die eben alls unenlgeltliche Flrrschabgabe n» die notleidenden Kriegsopfer Wiens. Die zum unentgeltlichen Kleischbrzuge zugelastrnen Parteien find mit unseren Fle sckb waskarte» Serie A versehen. Am 4. d. M. hat die erste Fftlschrbgabe an die zum ermäßigten Bezüge zugelassenen Parteien (Inhaber unserer Bezuastanen Serie 0) statt gesunden. Der Preis wurde für diese Gruppe bis auf weiteres mit L 3b — »r» Kilogramm festgesetzt. Am 17. Februar beginnt die Abgabe an die zum volleNtgltlichen Fleischbezuae zugelassenen Personen (Inhaber unserer rzugschemr Eene »X Der Preis beträgt derzeit K 65,— pro Kilogramm. Die Abgabe findet jede Woche statt. Die Parteien werden mr eigenen Interesse ersucht, die auf hs Rückseite unserer Fleischbezrroskarte enthaltene Belehrung ge- »auestens zu beachten. I. ^besondere wolle die auf der Vorderseite der Berugskarie anaegebene Nummer von der Partei auf Kn einzelnen Abschn-tren mit T i n.t e deutlich berzesetzt werden, da sonst der Abschnitt ungültig ist und daher >ie Fleischabgabe an die betreffende Partei verweigert werden näßte. W. I. W. Mittwoch dm i. d. M. von S bis N Uhr grün» von 8 bis 5 Uhr rot, Donnerstag den 5. d. M. von 9 bis 11 Uhr gelb, wn 3 brs 6 Uhr blau. Abgabe von Textilwaren ünd Bestellungen vorauf. , •: LebenSmittelaSgabssteLe „Wfttftiita", VHI., Strszftraffe 32 (8 bis 12 und 8 b s 6 Uhr). $ur Ausgabe gelausten: Lorned-Deef, Ledcrpr-sicte, Vachs, italienische Fi>äikonse»ven, Fett, Zwiebel, Kartoffeln. Paradeismark, Gtirien in Eilig», Gemüse in Astg. Kunsthonig, tschech.sche Marmelade, Primsert tjuaoslawtschs, llprckosen-, Zrtronen- und Erdbeerruc eme, Eüscigen, Edelmaron', staffee, Kakao, Cchoiolade, Tee, Seiten, Kerzen, Schuhcreme Dolus) usw. Dle Ausgab' der e-ngclangtcu slowa'i'chen Kartoffeln findet ad DonnerLiag den 18. d. M. rn 'olgcnder Nelhmtolge Satt: Donnerstag ccn 12.: die Buchstaben A las 0, Jmcstog »tti 13. von B bis G, Suwdtog den 11. von -1 bis K, Mün'axj >cn 13. von L bis N, Dienö'ag den 17. von 0 bis 0, Mittwoch Mtt 18. von R b,S T »nd DonnerLlag den 19. vou U bis 2. bäfchm und Säcke mirbrrngeu. , Wiener MorgsnzerLuns ■' BÄHüe Md . Kunst.; r „NsvolnisonLre" LiteraLen. Wic wird hat sich der Maler m»5 Dichter PariS von Gütersloh in cm Doniinika rerkloster zurückgezogen. Der Mann ans dem Kriegspressequarticr, der sich nach dern Zusammenbruch zum t'vütcndsten R-r'vos'u'i'ir'"r'wandelte und mit Franz Blei eine blutrote Zeitschrift heraus gab, in Express'onisinus machte, im Burg")-?ert?r übermoderne Inszenierungen veranstaltete, hat nun ins K>oster heimgefunden. Gr ist denselben Weg gewandelt, wie Friedrich Schlegel, Görres und andere. Aber die Schnelligkeit seiner Entwicklung und da?. Tempo, seiner Wandlung beweist, daß Gütersloh nichts anderes gewesen ist als ein — Literat. Die LohriheWegurrg der BUHnenangehörigen. ' Die Verhandlungen der Bühnenangestrllten mit dem DirekivrcnocrbanL werden voraussichtlich zum Abschluß ei'neZ dreimonatigen Provisoriums führen. Die Direktoren sind zu weiteren Zugeständnissen bereit, während die Gemeinde Wien, um den Bühwr». die Situation zu erleichtern, zum. Teil auf die LOp 'vzentige Luxussteuer, bei weniger ertragrcichrn Theatern wahrscheinlich ganz verzichten, wird, damit die Forderungen der Bühnenangestellien befriedigt werden können. Dagegen soll die Lustbarkeitssteuer für alle Tanzlokqle und G-ergnügungsstätten monatlich erhöht. werden. Die Direktoren schlagen dem Bühnende re in, der Technischen Union und dem Musiberbund für Februar eine öOprozentige, für Mürz eine öSprvzentige und April eine 60pvozentige Erhöhung aller Gagen unter 3000 Kronen vor. Für Gagen über 3000 Kronen werden 1500) 1600 und 1800 Kronen Zulagen für die drei nächsten Monate bewÜligt. . Die Praaer ^Anentws/ fcm" in Deutschland. Prag. 9. Februar. (Privat.) Die ,st!.:entwegten", wie sich eine Gruppe tschechischer expressionistischer Mal«r und Bildhauer nennt, deren bekanntester Karl Capek ist, werden demnächst in Dresden. Leipzig und Berlin Ausstellungen Veranda -x. F' ' .Werke sind einem Teile r.ichsdent che Pulli um) bereits im „Sturm" und in der „Aktion" vorgesnhrt worden. CssiMU Wagner «ichL er§raM. . . Münch n, 9. Februar. (Tsl.-Komp.) In den letzten Tagen waren Ateldnngen über eine Erscanfung der Frau Cvsima Wagner vtroreilet. Dir^'kr-e ELlundignngen in Wahnsried haben ergeben,.daß diese Nachrichten unrichtig sind. Exp'rssfioniftrfcho Ausstellung i« Darmstadt. Fvauksurt- 9.' Februar. (Privat.) Als gemeinsames Unternehmen der Stadt Darmstüdt und der hessischen Negierung wird im Frühjahr, dieses Jahres auf der Mathildenhöhe eine große Ausstellung expressivnisdischer Kunst stattfinden, die internationalen ^Charakter haben soll. Als 'Leiter des Uriternehmens ist Hosrat Stvckhausen in Darsustadt ausersehen. HaMurg. 9. Februare (Private) Gestern gelangte Hans Müller- Drama „Dir Sterne" im Deutschen Schauspielhaus "zur reichsdeuilchen Uraufführung. Dem Werke war ein Publikumserfolg beschieheu. Aus-ey Kheatsrtt. Km Burg t hx a i e r gelangt morgen „Das Konzert" vön Bahr M AustÜhwnsi. Beginn Vr6 uhr abends In der Oper wird -Oavstwrin rusckvana", ^Der Bajazzo" gegeben. Beginn v«kj Uhr übmdS- Herr W i e d e m a n n bat nach löngevcm Kravkhcitsurlaub feinen Dienst im Operntheater.wieder mifu.’uieH, Er singt.als erste Partie morgen den Tonto in „Vaja:zs". In den K a m m e r f v i e l e n gelangen henic. 5 Uhr. drei Eiuaklek zur ersten AucküMng., In Stephan Zweigs Nokakoipiel „Der verwandelte Komvdiaui" stellen Herr Teubler den Fürsten, Frau Wagner die Favoritin, Herr Hauke den Chevalier, Herr Onno den Komödianten mid Fräulein Brix das Hofsräulein dar. In Sennann B a h r s Schauspiel „Der arme Narr" spielen Hrrr Teubler den Gtoßloiümann, Herr O»tw den Kompomsten. Herr Nowotny den deuten Bruder und die Herren Zwald und Srialiny die anderen Hnttprtollen. Die Titelrollen des Lustsplelchens von Herbert E u l e n b e r g sind Nut Herrn Jivald und Frau Gcblihr besetzt. Spielleiter Reich. Im Wiener S t a d t t h e a t e r ist Freitag den 13. d. M. Premierenabend. Zur Eistarchübrung gelange „D er G e n e r a l d r r e k 1 o r", Komödie in fünf Asten vorrZtichard Peter. Du Inszenierung veiorgt Oberregiffeur Hans M a r r, welcher auch die Titelrolle varstellen wrrd. Richard Strauß begibt sich anfangs nächster Woche nach Berlin, um an den letzten Proben und der Erstau«- filhrung der „Frau o h n'e Schallen" ll^zttwohnrn. Donnerstag wird Dr. Strauß Mt erstenmal die „Salome" m Wren birtpicicn. Iüdische Bühnr, Wien,!!., Taborstraße Nr. 10. Mödgen,findet als E h r e n a b e ü d für den Direktor und glerckzeitig beliebten Schausvieler der Iäd'lchen Buhne. Herrn S. P o d z a Nt L z e, weicht? feinen ÜO. Geburr sr a g und glerchzettrg sein 45 i ä h r i g t S B ü h n t njuvi 1 äurn fcicit, eine Aufführung von „C h a s k e l K o t^> o j i n f" statt. __ Au^tiM Fräuleitt Gtella Elsresr» aus drv Bolstsvpev. Wre wir erfahren, Hot Fräute n Eiöner, die erst vor kurzem aus Prag an tüe BoltSöve'.- beciücn wlttdr. um 'hrs Eu'laüung angesucht mr^ sie auch erballen. Dle Gründe Ulr dreien En'fchlim lagen darm, das; Direktor We nwrrwer die Rolle in der luidMm Premrerr „Der Goloschm'.td von Toledo", die Fräulein Eisner seil ck0.'Februar 1S2S /Nr. 378? . längerer Zeit studiert batte, plötzlich an Frau Dcliche übertmg. Dadurch fühlte sieh Fräulem Eisner gekränkt und loste da-Ea«^ gagement. ) Eine Faschrngmontas-Redoute bei Harry Waldes^ Harry Waiden gibt iitr geladene Gäste Montag de» 16. Februar 102N eure Faschingmvntag-Redoute zugunsten ,deS Ferialwndö der RenarstaNce-Bühne m t vorangehenden Borlrägerr erster Künstler. Anfang 8 Uhr. Ende 12 Uhr. Diese mterrffaMe Nedoute, die nach dem Muster der Berliner Gesellschaftsabendef ein Novum unter den Faschingsveranstültungen Wrens m. findet im Ca f s L ur i v n, Siebensterngaffe, statt. ErntrrttSkarleri können nur unter B o r w e i su n g der Einladun aerif in der Ducktionskanzlei der Renaiffance-Bühne, vkl., Neubau^ gaffe 36, in der Zeit von ist biS 1 Uhr mittags «nd btS 8 Uhr abends behoben werden, woselbst auch Reklamalronry wegen Einladungen persönlich oder schriftlich entgegermenomme«! weiden. Abendtoilettr für Damen, Frack oder Uniform für Herren^ Sport. Wochenprogramm des Sportklubs tzakoah« , (Erscheint jede« Dienstag.) - Leichtathlettksektivn. Dienstag und Donnerstagr/«8 Uhr abends, Training im Ersten Jüdischen Turnverem,^ IX;, Ziechtenstelnstraße 20. Sonntag „Ouerseldeinlauf. Treffpunkt 10 Uhr vormittags Meiere; Krieau, Prater. Fechtfelrtion. Training im Fechtfaal der „Neure Iehuda*^ lX^Servilmgaffe 10, und zwar: Montag nnd D o n n e r S»! t a g für Damen von 6 bis 7 Uhr abends, für Herren (Anfänger)! von 7 bis 6 Uhr abends, für HerrenAVorgeschrrttene) von 8 biS 9' Uhr abends, und Sonntag für Herren lAnfänger) von 9 bitz 10 Uhr vormittags^ für Damen von 10 bis lt Uhr vor» mitlügs, für Herren (Borgeschrittene) von 11 bis 12 Uhr mrttagg^ Schwerathletikselrtio«. Montag und Donnerstag Mngünd Mittwoch Boxirammg im Klubheim, 1* Werderthov-i gaffe 3, Cafä City, ab 6 Uhr abends. j Toririftillsektion. Sonntag Treffpunkt 9 Uhr vor-j mittags Uebenbergdenkmal nach Neuwirldegg—Sophienalpe. Nachmittags Abstieg zum Match nach Hsttteldorf. Jrn Falle Schnee Samstag abends Besprechung. — Sonntag den 29. d. Tomenlauf in Mön'chkirchen. Anmeldungen brs 16. d. M°. 'im Sekretariat CrfS C»ty. l.,-W-rderthorgaffe 8. Futzbavssktion. Donnerstag Training auf dem Prate»- sportplatz. Sonntag Wettspiel gegen Rapid. , Schrvrmmfelltiott. Die diesjährige Hauptversammlung findet Samstag den 14.d.M. um '/,6 Uhr a-endS im Klud-ew^ l., Werderthviaaffe 3, statt.. Erscheinen sämtlicher Mitgliedes Pflicht. — Sämtliche Komiteemrtglitder der großen, Hakoah^ Redoute werden ersucht, sich Drenstag, 7 Uhr abends, tm Klub-- heim einzusurden. Die süddeutsche Futzballmannschast, die am 15. Fe-z bruar. m. München gegen Nrederosterreick antrrtt, hat folgendes Aussehen erhalten: Tor: Stublsaut (Nürnberg); Berteidrgec: Philipp ^Nürnberg) und Schneider (München); Läufer: Rotten« beiger!Nürnberg),. Binter 'Nürnberg) und Sckimrdt (München) r Stürmerr Wunderlich (München), 'Franz (Fürth), Seidereri (Fürth), Trag (Nürnberg) und Forell (Pforzherm). , l in aNtn Breivaaen. Redaratnre« unter Garantie, garbbändfr sä*. «V» Lhftem«, erstklassige» Materiak.' Leop. Kurzer, Wien, 01L, Westbahnstraße 23. Telehpon 31537. Lsr Gerichtssaal. Die Bestimmungen auf den Pfandscheine» sind nicht maßgebend.! DaS Handelsgericht (Einzelrichter OberlrmdeSgttWSrat- Dr. Fuchs? hat eine! bemerkenswerte Entscheidung über dte Erfatzpfltcht für verlorene Piandgegenstände gefällt. Die Ovstluhrwerkerin Barbara R e h a c e k brachte gegen, die Mandleihpnstalt G e r h o l d & W e i r i ch eine Klage aui Ersatz von X 2210 für Stoffe eit» die sie dort versetzt hatte und die im November 1917 abhanden gekonrmen waren. Die Anstalt verwies auf die ans der Rückseite der Pfandscheine aufgedrückte Bestimmung, wonach die Parier nur ans Ersatz des Schätzwertes abhanden gekommener Pfandgeaen-- stände Anspruch habe; der Schätzwert aber betrug X 16. Der KlMrvertreter bezeichnet« drefe Bestimmung auf den Pfand-- schemen als gegen dre guten Sitten verstoßend und auch deshalb als rechtsunwirkfam, well die Rückseite der Pfand» scheme bekanutermahen vom Publikum nicht gelcftn werde. Mit Rücklicht auf die enornre Preissteigerung der Klerderstoffe sei daS Begehren auf Ersatz von X 2210.-- gerechtfertigt. Der Geklagten» Vertreter bezeillnete demgegenüber die Bestimmungen auf de» Pfandscheinen als ‘tir beide Parteien bindend Der Richter verurteilts die geklagte Piandleihanstalt bloß zum Ersatz von X 800,— anr die Klägerm und wres das Mehrbegehren ab. In der Begründung wmderr die ans den Pfandscheinen ausgedrnrlten' Bestimmungen als nicht maßgebend be^ zeichnet, denn der Kundenkreis der Pfandleihanstalten setzt sich, wie dies.oerichtsbekanut sei, hauptsächlich aus Personell zusammen, die sich ittn den Inhalt btt vorged r u ü t e n B e st i m m n N g e N d es P f a N d s ch e i n e 8 n i ch t t ii m m e r if, sie n i ch t lesen und ihre Tragweite n cht verstehen. Die Pfandlechanstglt habe daher den wirlllrhen Schaden zur Zeit des EintritieS des SmadensglleS zu ersetzend Der Richter habe nur nngenomme«, daß eine ssifache Preise steigeuma der Stoffe hinlängklch sei und habe daher der Klägerin' das Säsame des ersten Schätzwertes von Li 12.—, daS sind L SOO,--^ znerkanut. Gegen tuefcs Urtk'l wurde die Berufung an das Ober» landesgericht ergriffen. Der Selcher alS Vörseuspekulapt. , Der Maglltratsbenmte Ra-mund R o s i p n l erzählte dem Seschei meister Josef W u k o w i c S. daß ihm seine Perbindungeu mit kistlknssigen BanklMern in die Lage versetze» würden, an der Börse viel Geld zu verdien«n. wenn er Über vie notwendigen Kapitalien verfügen tonnte. Er legte dem Selchers meiiter nahe, diese Kapitaliru zu beschaffen und an den tzewtttti^ bnngeuden Gesehät'en icckzunckimeir. , < Dmani oe» traute der Selchermeister dem Rosipal einen Betrag von über KHoodo an, welche Rosipa! biS auf den letzlen Heller irk feine Äcd!tr!n!si>' verhraUehle.' < ... ^Grsi'rn hatte sieh Rosipal. der üiech einem SchMtUNd für Vchei'Zm-tickir K 000 hetausschwiudelte, vor dkNl Schwurt oi'Uchre wegen Betruges ztt verantwort'«. Der vollkommen a»-. lläud'ür ^«gellagre gab drückende Nöt a!S das Motiv seiner -vaudlnugsweiie an. D e Getchwortiett spräche» ch» schuldig; des Gerrchisho, veruueilte hmaul Nosival vx einem 2abre Ä e 111 r. .

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