Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 378 (10.2.1920)
- Date
- 1920-02-10
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Mle'2 Men. Dienstag bereits abqelaufen war. Die unvergängliche Arbeit der Führer Weidmann und Sokoiow mußte ohne Auftrag der zionistischen Organisationsinstcruzen und quf eigene tzecu«»- Wortung.getan werden. TaS Wunderbare im Schicksal dcS jüdischen Volkes hat sich auch m diesem Falle bewährt: auS dem größten Trümmer- Haufen der Menschheit, welchen die Weltgeschichte kennt, erwuchs die Erfüllung des jüdischen ZukunftstraumcS. und was bis dahin m nebelhafter Ferne schien, begann Wirklich» keitsumrisse anzunehmen. Cs.ist wie ein Symbol für die Ewigkeit.unserer VolkScxistenz; als hätte da- Schicksal selbst Vorsorge treffen wollen, daß unsere Zukunft gewährleistet werde, zu einer Zeitals die wütende Kriegsbestie und die durch sie entfesselten Instinkte unsere Millionen in Osteuropa mit völliger Entwurzelung und Zerstörung bedrohten. Seit der historischen Erklärung Lord BalfourS, die dem . jüdischen Volk seine Heimat verheißt, finb nun mehr als zwei Jahre.verflossen und die Umstände haben eS gefügt, daß der Kontakt innerhalb der zionistischen Organisation zu einer Zeit, wo diese an ihre eigentliche Aufgabe, an daS gigantische Werk -der Realisierung des PalästinagedanlenS herantritt, noch nicht gefunden wurde. Fragen von schwerwiegendster Bedeutung, so. zum Beispiel die der Aufbringung ocr kolossalen Geldmittel, . der gesamte Finanzplan, die Richliinien der künftigen Palästinaarbeit, wollen durch die Beratung eines Forums erledigt werden, das nickst nur kompetent, sondern auch geeignet 'ist, sich in der Welt Gehör zu schaffen und den in Ungeduld drängenden Massen eine weithin sichtbare Parole, zu geben. Die zionistische Leitung in London hat daS Unbefriedigende der Situativli selbst längst erkannt und daS Bedürfnis - gefühlt, die Verantwortung auf mehrere Personen' zu verteilen. Max 'Xorbau und andere zionistische Führer sind aufgefordcrt worden, in die Leitung eiuzutrelcn und tragen nunmehr mit an der Verantwortung. Noch war eS auS den bekannten Gründen nicht möglich, die eigentliche höchste Instanz, den Zioniftenlongreß, einzubcruscn, urrd deshalb sollte nach der Absicht der Londoner zionistischen Leitung der sogenannte ..kleine Kongreß", nämlich die im zionistischen OrganisatonSstatut vorgesehene Jahreskonfercnz, tn Basel zusammentreten. Aber auch-diese mußte zu allgc» meinem Bedauern wieder abgesagt werden. -Die Zionisten von Amerika und Kanada, deren Reihen während deS Krieges rine ungeahnte Stärkung erfahren haben, deren Einfluß in jüdischen Dingen immer stärker hervortritt und denen schon angesichts ihrer -hochwertigen Geldmittel die größte Bedeu-. tung ich der zionistischen Organisation zukommt, haben -ich außerstande erklärt, in der kurzen, zur Verfügung stehenden Zeit nach Basel zu kommet und eine ähnliche Erklärung haben die zionistischen Organisationen aus Siidrnßland ab» zegeben. Außerdem hat die Ankündigung der bevorstehenden Lösung der türkischen Frage, welche-gleichzeitig die endgültige Entscheidung über daS Schicksal Palästinas bringen soll. daS noch immer formell englisches Okkupationsgebiet ist/ solange; Sie Mächte das Mandat nicht an England übertragen haben, »ine länger dauernde Entfernung der zionistischen Führer son Paris unmöglich gemacht. ' - ' So mußte der Ausweg gefunden werden, daß das große zionistische Aktionskomitee nach London ciubernfen wurde, um sen immcr^ dringender werdenden Kontakt zwischen den -ein» jeliten zionistischen Organisationen und der Leitung wenigstens aiizubahncn und bie immer sehnlicher gewünschte Klärung der Sachlage und die Vereinheitlichung der Arbeit herbe-izliführen. Die Einberufung des großen Aktionskomitees bedeutet nur einen Anfang. Es ist zu hoffen, daß die Zeit nicht .mehr ferne ist, wo der zionistische Kongreß ernlieruren «erden kann, der dann hoffentlich Beschlüsse von endgüitigem Charakter zu fasten in der 'Lage sein wird. Die jüdischen ' Masten, die schon so lange warten, werden sich noch eine Zeit mit Geduld wappnen müsten. Möge der Beratung deS großen Aktionskomitees, an welcher als Vertreter der Zionisten Oesterreichs Abgeordneter Stricker und Adolf Böhm ieilnehmen, der beste Erfolg bcschieden sein und c8 ihr ver. gönnt sein, bic große Völkssache um einen beträchtlichen Schritt Acer Verwirklichung näher zu bringen! . Tschi<^Hevkn ctqtn die däni'che Re^i^rirnn. AyS Moskau wird mittels Fnnkspruch gemeldet: Der Volkskommissär des Auswäctigen, T sch i t s ch c r i n, Hut sich mit einer ausführlichen Beschwerde über daS Verhalten der dänischen.Negierung gegenüber Litwiuow an daS britische. Außenamt gewendet und mitgcteilt, daß Litwinow sogleich nach der Unterzeichnung des Vertrages in ein anderes Lmrd reisen wird,, wo. die ergänzenden Verhandlungen stattfinde» , würden. Tschitschcrin hat namentlich angeführt, daß die, dänische -Negierung nicht einmal den Besuch - der beiden Schweden S t r o e m c u und H e l l b e r g zugelasten habe, daß Lrtwinow nur dank deS Entgegenkommens OGradh? ein Unterkommen finden konnte, daß die dänischen Radio» stationen absichtlich die amtlichen russischen Fun.spräche, die auf tue.Verhandlung Bezug haben, verfälschen und stören und daß -die polizeiliche Uebcrwachung LitwinowS die. eines Schwerverbrechers sei. UcbrigenS sei auch tue britische Regierung daran schuld, ebenso wie an der langen Dauer der Ver». Handlungen, die laut britischer - Zusage am 3l. Jänner? endgültig chatten, abgeschlossen sein sollen. Tschitschcrin. hoffe, daß nunmehr feine Verzögerungen ciutreten werden. Die Denkschrift in der AusliefermrgsfraKe. ApS -Paris wird' gemeldet: Die der deutschen Negierung . ich AilgAezenheit der Auslieseruüg übermittelte Deukschri.t tt aus n e?r re l l,un ert 2c. c i lii Verb ech.'N u. d Ct * gehen gegen die5lriegSgLsetze im Fnudesiaud Und aus einige» Dutzend Seiten die Vergehen ln den Gefangenenlagern auf.' Die Auslieferung deS Kronprinzen wird verlangt wegen der von ihm. erteilten Dejehle zur Niederbrennung von Dörfern, wegen Vorsitzes in den Kriegsgerichten von Mczieres .. Wiener Mvraenzeitung IO Febmar 1920 Mu 97IS und Charle'.'ille, wegen Abschiebung von Einwohnern und lvegen Diebstahls, in Coucy im Juni 1918. Ferner wird verlangt die Auslieferung deS Prinzen Eitel lvegen der Plünderungen von' Nohon und verschiedener Schlösser, deS Prinzen DUlchlm wegen der AnSraubung von Saiilt-Onentin und BervinS, d-eS bayrischen Kronprinzen wegen BesehlS zur Ermordung von Kriegsgefangenen in Dieuze, zur Nlederbrennüng von Deuxville, wo der Bürgermeister und der Pfarrer erschossen wurden, und zur Brandstiftung in Cambrai, deS Herzogs von Württemberg für Verbrechen in Trkäncourt, HindenburgS und Lu den« d« r f f S wegen ihrer Verantwortlichkeit für den Abschub von Einwohnern. Zwangsarbeit von Frauen, ärztlicher Untersuchungen von Frauen und Mädchen, Schändung von Grabdenkmälern und Grüsten, Absagen von Obstbäumen, Diebstahls der amerikanischen Derpslegsvorrät« in Belgien usw., Klucks, wegen Brandstiftungen. Plünderungen und Erschießungen in SenliS und anderen Gerneindeu des Departements. Oise. Ander« hohe Führer sind ähnlicher. Dinge beschuldigt. Unter den wegen Mißhandlung der Kriegsgefangenen Verlangt:,, wird General Kruska hervorgehoben, der alles getan hätte, um die Eindämmung von Typhusepidemien zu verhindern, so daß 2000 Gefangene daran gestorben wären. Inland. Indus1rlekonfer?nz. Gcst.rn wurden die Beratungen der Industriekonftreuz mit der Erö terung d?r Verhälinisse im Post-, T'.le^raphen- und Teiephontve'en fortges'tzt. Aus Vorschlag des V.'rsitz'ndrn wurden zunächst die T elep ho «verhält nisse erö.tert, da ans diesem Gobi, t.' die Zustände am dringendsten einer Abhilfe betürsen. Hofrat Födrich vom Staat°amt für Verkehr gibt die B rechtigunz der'Klagen ü'ocr die Verhältnisse dc§ Telephons, insbe'ondrre in Wien zu, konstatiert j.doch, da st diese verhak Nisse eine Folgeerscheinung des Krieges sind. Im allgemeinen trachte die T-elephonver.raliung den Betrieö dmich Erösin.lng neuer Automatenzentralen stetig zu verbessern. Noch werde ein guter^B.trieb erst dann mö stich sein, wenn die großen manuell:« Zentralen in der Berggaste und D.eihuseisrngasse äuton:ütiji.rt sein werden. Dies dürfte gegen Ende d.Z Jahres 1822 der Falt fein. Baurat Füderl loustaiürt, daß die Ge'prächsdichte in Wirn eine Höheer.eicht , hat, dir die Anlagen nicht mehr auSh.ilten können. Die Steigerung der Zahl der Anrufe, ehe, sich/die Zentrale gemeldet hat, tragt viel zur Vrrschlcch.erung der Anlage baii Die Pieper An'a ^en ''ind sü: 600.000 G-sp äche täg.ich vcr.ies.hen, die Zahl.dcr Anrufe betrHt gegenwärtig. 1,600.000, von denen 70 Prozent verl-orengshen müssen, i Slaaissckx tär P a u l lonstaiicrt, daß dir Mängel im interurbanrn Dcr.ehr zum Teil daraus zurückzü- .führen sind, daß ein Teil der Linien den fremden Missionen übvr a-srü tveraen mußte, seruec darauf, daß sich in der demokratisch)« Berwältung der Verkehr der Länder mit Wien lve.entlich gesteigert habe. Um ii'v Staatsge'prächen nich. 'einru ungerechter.iglen Vorrang vor Privatg-rsprächen einzuräumen, wurde in l tztrr Zeit über Beschluß des' KabinettsvateS folgende Nangordnuttg drr Gespräche eingeführt: Dringende S'aätsgrspräche, dringende. P.-ioatgespräche, S.aatsgespräche, P.'ivcktgrsprä'che. Drr Staatssekretär bittet im ülrigen üier'eugt zu sein, daß die Telephonverwaltung, dir uvt r der Leitung bewährter Techniker stehe, ihr größtes. . B-streben dahin, richte, b;ic bestehenden Mängel zu beheben. Die Durchführung der notwen- Ngen Maßnähmrn, in)bcsondere die Automatisierung des V.tri.be) w:rde allerdings noch geraume Zeit ersordern. Er hoss'e im übrigen, daß es geliirgen werde, die dringendsten Beschwerden in der nächsten Zeit zu b.h.ben. Ueber Vorschlag des Vorsitzenden wurden die Ergebnisse .der Debatte in folgenden Anträgen zusammen« gefaßt, welche faz Siaatsregierung unterbreitet werden: die Prioaiindustrie ist mit aller Beschleunigung zur Jr.sta ds tzung der Te epsonan ag n he.auzustehen; b'i der Zäh.ung der Gespräche ist ein Prozentsatz von etwa 50 bis 70 Prozent der A::ruse entsprechend der Zahl der ergebnislosen Anrufe abzuziehen. Auf das Personal ist entsprechend einzuwirken, um die Mängel, soweit sie auf Untrriajsnngen des Personals zurückzusüsr'n sind, zu beheben. Hieraus erstattete Postdirektor Hoheisel eingehenden Bericht über die Verhältnisse des Postverkehrs. Unt.r B.zug auf einen vvrgeb.achten Wunsch erklärte l ner, die P.stverwa.tung werde untersuchen, ob die Spätlingögebühr aufgehoreu werden könne. Auch die N.'sorm des Wertpak.toirnsteZ werde stubi^rt und dl'? Versuch unternommen lverden, eigene Beiwagen jüc Weripalele beruft, llen. . Die Verfasiungsfrage. Die Slaalölowespondivz jch,ebt: D,e Cvnpt'ig dm 1b. d. in S.ü.zburg zwammmneieode Koniecenz von Bcrretern der Vandeörüte und de3 Wiener 3tabtraicd »vnd die VerfassnnMf.age crö te.n. Um für diese Berutunü 'N rine lrr irrte Untcilaa« zu ^chosskn, hl« der. Sta.'.üst.'lrrlä, Dr. Muh. Mayr rmrnpuva en Vormtwurs auI.Ztarbcitet. der an. dir Vandrsräte ver'e. d t worden rst. W dcr drri Kabinelksn« noch daS Koal iwn-omi«e va> Tut, , mit diesem En würfe befaßt, der bloß die Angabe hat, als Be» ramnüsbeheU :ür du Saübucarr Taauna iu dreneo. Konstituierung des Ausschusses für die Ver» waltungsreform. Der G'meinderatsmlS'chuß mr Bo veratung der Reform der Wiener Grmkindrr'eifassttug hielt ü'stcin nwer dem Borüyß keS ^inprrmeisteiS Reumann feine konst tuiriende Citznng ab. Zum Obmiun wurde Gemnndeu« Skaret. ,uim Obmamw ü'llv riieter Bncbiiraeimeiüer Soft gewälikk. Nach eingehender Bera'ung wurde be'chlosten, eine 'isteihe saeliknnviüer Prriönl'ch« feiten einutladen, vor dem AuSschtiffe i'ire Ansicht über die Bor« laqe dmzuleaen. Als solche w« de» eiuvemehmlich bestimmt dir Nnivetst'ätspioscstoirn Dr. B r o ck h a u s e n und Doktor Redlich. LtaatSlanzler Dr. Nenner und Abgeordnete» Dr. W e i 8 11 x rf, n e r. vom Landtag: Präsident Dr. G e 1 tz und Landeshauptmannstellorttieta Steiner. .1 Falsche Meldung über den Rücktritt Dr. TwardowskiS. Die „Polnischen Stimmen" berichten: Zur gestrigeaU über Mährisch-Ostrau geleiteten Lemberger Privatmeldung Übe» dke Demission des Wiener Bevollmächtigten des polnische«. Haupt.t.lukdi.'rungsamtes, Dr. v. Tward owSki, «rsohre« wir von unterrichteier Seite, daß der Geuanute von feite« der polnische» Regierung im Gegenteil ersucht worden ist, aus seiner Deiuissiv,, nicht zu'bestehen. UebrigenS ist Professor Jan N o z.w a d o w s k i keinesfalls zu seinem Nachfolger, sondern für einen anderen Posten im Deveiche der' Wieder« gutmachungsaktivn in Wien auSerfehen. Telegramme. Der Auslieferung-Konflikt. General Göringer hat den Rabbiner von Lunrvlü« und defien Tochter lebendig verbrennen lasten. London» 9. Februar. Etne amMche Meldung besagt, die Liste der Kriegss6)uldiqen solle noch durch solgende Namen ergänzt werden: Oberst Schleswig wegen barbarischen Borgehens im Dorfe Audun-le- Roman. General Göringer, weil er den Rabbiner von Luneville und dessen Tochter in der Synagoge Lebendig v er br enn en liest. Der unbekannte Befehlshaber des Ist. bayrische» Infanterieregimentes in Vadenweiler wegen Hinrichtung von Zivilpersonen und Verschleppung von weiblichen Peisonen über 13 Jahren mit frevlerischen Absichten. Die Auslieferung des Generals Kruska wird ver» langt, weil er absichtlich eine Typhusepidemie, der zweitausend Kriegsgefangene zum Opfer fielen, fort* wuchern lief; mit der Erklärung: Ich führeKrieg nach meiner Fasson. Ein Mißverständnis? London, fl. Februar. Dos Neulerlckie Bureau meldrtf Die durch d e Ättslie^rungsliste entünndcueLage beruht mit einem Mißverständnis. England hat keine Einsicht in die s r a n z 5 f i i ch e n und belgischen tz strn gemnumen. Bon emer plötck ch n Aenderuna der britischen. Anstcht könne keme Rede fc»n Es bandelte stch jedoch darum daß Eng» l.wd. n Zusamm ub-rna mu L sten gebracht wurde, die es n ckt acfcl 11 baße Der Be uch des Loidk.mzterS und d S Attorney G'ncral in Paris halt-?.ur Folge. da;i dw Angrt''gi:nhett voll« ständ'g getläu wurde. Eine Abäudenmg der biiti chen Liste Hat »ich: sta ttiewnden. Die Listen. werben Gegenstand rmes Gedanken* auslauiches zwischen den Alliierten und den Deutschen fein uiüll«n. , Eine Liste der Deutschen. v Verlin, S Februar. Der »Lokalanze ger* meldet ovs dem H a a g: „New Äo.k American^ und ande e ameiikan'sche Blätter bringen von dem bekanurcn 95. itveter der Heurstpreste Ka>1 v. Wiegand t'ne Drp:sche. wo in dieser aus zuverlässiger Ouelle erfahren haben will, daß Deuisch'and die AnSliefcnnigSl'ste der Allnriten lemeiscirs m-t emer d^ulkch-'N Liste ru bcan'worten deabsicht ge. die e>nr Aufstellung aller jener am Seiten der Alliierte» ^tn h'l'e. d!e beschuldig: weiden. Verbrechen nnd Gieuelta en gegen die Krirgsge'etze begingen zu haben. Drese Liste soll alS Anhang der deuisch n .'ln wort auf d e Auslieicrungskoideruna der Alliierten in den ,nächsten Tagen übermittelt werden. Deutschland we>de ke ne Arislie>"rung iorde>n. wolle aber der Welt beweisen, daß nicht nur die Entente iolchc Anschuld'guneen erheben könne. D't deutsche L ste der Knegsveibiecken der All'-ienrn soll cm* gcblich mehrere Seiten von je vur Spal'en in einer Sonderausgabe der »Devt'chen Allgemeinen Zeitung^umsasten. I» der deutich'N Liste würden aber ke ne hoh>n Staatsmänner oder Arnleefubrer der Alliieiten verzerchnek sein. Sie heichränke stch vielmehr nur aus solche Personen, die wirtliche Verbrechen begangen haben. Odessa von den Volschewiken erobert. Moskau, 9- Februar. (F-unkspruch.) An der Nordfront Kän-pfe 20 W.rst nördlich von Morse gorst. Au d^r W st'ront Kämp> in Richtung Dünaburg. Im Abschmit Rjeschitza wurde Brasny, 30 Werst östlich', von Pytaiowv, erobert. Viele poini^cho GLfangene wur- - den cingcbracht. Au der Südw-östsront sind die Rottrupprn bis zum Flaß T:ligul vorgerückt. Odessa wurde gestern besetzt. An der kaukasischen Front st. h.'n dir Nottruppen b0 bis 60 Werst nordöstlich von Stawropol. An der transkaspisch:n F.ont haben die Nottrupprn Chodeili, 100 Werst nordwestlich von C h iw a. cingenominrn und nähern sich b:ni Aral^e«' W^n, 9 F'hruar. Drr Ukrainische Pressedienst meldet ouö Bu kare st: Nach hartem Kampfe haben die uktaiuischen Trupp?«, unter dem Drucke der mehrfach überlegenen bo.7ch wl.i'chen Krä,'e, Odessa geräumt und sich in nordwestlicher Richtung zurückgezogen. DaS Schicksal Ostgaliziens. Krakau. S. Februar. (Pr vatO Der Warschauer Korrelpond nt d S »CraS* m lbct von angeblich put mioimierlerSeite, tan die Euttute ein Oktroi der Au onom e Uii Ostgakizleu projektiert. Ernzelheitcu sind diöher nicht bekanni gcwo»ten. Die ungarische FriedenZdelegation nach Paris ab gereift. Budapest» 9. Februar. Heu e vörmti'agS ist die ungin'che Firedensdelecat on zur Ucberkeickrnng der Antwort der ungarische« Negleruus m die Fr-kdens-ibinpungc», «ach Parts abgerM ifagMB -ngBür- - ■■■■■■■.