Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 375 (7.2.1920)
- Date
- 1920-02-07
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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-Lette 6_Wien. Samstag Wiener Morgeuzettung 7, Februar 1920 Nr. 375 Sport. Der Cup. Zu der morgen statlfmfien-sit ersten Hanptnnid'S des „Cup" schreibt das „Neue Wiener Sporlblattch: In England wird tellbettbewcrb unr den Pokal als der „magnetic Cuv" bezeichnet. Dieses Charakteristiken erscheint auch durch die gewaltige Anziehungskraft, Ire che die Kämpfe auf die sportliche Ocfsitt'lcksi keit ausüben, vollauf gerechtfertigt. In der Meisterschaft ist le)ten Endes der Erfolg «Hoch von einer ständigen, viel mehr vom Können als vom Glück bestimm en Form abhängig. Bei Pokalkäinpfen spielen hingegen eigene Methode, Zufall und Glück die Hauptrolle. Ve: Cupspielen soll es nicht auf Filigranarbeit, sondern auf d e einfachsten Mi-iel zum Zttx'ck ankommen.Flottes, offenes Spiel, breite Kombination mit schnellen! Lauf und Schuß, das sind die Merkmale einer erfolgrecsprechenccn Cupspi-eln'.e hode., Bei uns sind die Kräfteverhältnisse der rinzelnrn Klaf'en und Mannschaften wohl nicht so ausgeglichen wie in anderen Ländern, aber trotzdem kann die ebenso weetvolle Trophäe als die Meisterschaftsineoaillü von jeder Mannschaft erworben werben. Erst vor vier Wochen wurde in England die derzeit anerkannt spielstarkste britische Mannschaft des erstklassigen Westbr-omwich Atbion-Clubs in der ersten Poialrun e von dem zweirk.asiigen Larntley geschlagen und dadurch aus e u sportlich und mai.riell jo wertbolteü Cupwettbewerb gedrängt. BarnSky, selost in der zweiten Ligaklasse eine Mannschaft von minderer Beoeuttmg, repräsentiert ein typisches Kampf warn um hem Cup. Schnelle Flügel — schußfähige Innenstürmer, und eine Harle, nie erlahmende Vor.eii.ignng. Schon vor dem Kriege gelang es einmal Barnsley, sich bis .zur' Entschetoungsrunde durchzuringen und schließlich den kost-, baren English Crrp zu gewinnen, nachdem die Mannschaft vorher insgesamt sieben Standen unentschiedene Sp'e.'e lieferte. Auch let uus hat der im Vorjahr ein geführte Cup bei Spielern und Zuschauern bereits Anklang gefunden. £e: erste Entscheidung stampf im Juni vor gen J-H.es ruf len Wasplatze in Hüttelt.ors, zwischen Rapid und Sportklub, hate etne Einnahme von übeL 4Y.000 Kronen zu verzeich »en. Rapid figur ert als Verteidiget im österreichischen Cupwettbeworbe, doch erscheint es gar nicht ausgeschlossen, daß diesmal auch eine der in der rrstktassigsn Meisterschaft minder erfolgrechen oser auch r'-ne der führenden zweitkmssigen Mannschas v--t b son- ‘■c.'cr Euvehren teilhaftig weroen kann. ' Schweizer Länder-Futzballspiele. Der Lü.'.dcr-Fußballkampf Frankreich-Schweiz wurde auf' den 29. d. M. nach Genf anberaumt. Ferner beabsichtigt die Schweiz im März gegen Italien m Italien ünd zwei Spiele gegen Holland, davon eines m der Schweiz und eines in Holland »nszutragen. Der Süddeutsche Futzballoervand hat jeden Sünntag dLMO Fußballsvirler aus ^dem F.lve. 22.0;;0 junge Männkr haben dadurch eine fast rwelstündrge kräsirge Lauiarbeck.' die für die Ansbildung des Gesamtkörpcrs wichtigste Üebung von Herz und Lunge. Ditz Unfallstatistik des Deutsche» FuhballbundeS wird vom l. Jäniier d. I. von n.'uem amgenornmcn. Die letzte Zusammenstellung stammt aus dem Jahre 1913, wo über 51 00o Äeltsviele berichte! wurde.'Es ctgabtn sich auf je 10.000 Spieler 1*2 Unfälle. _ Sportklub Hakoah. Hock e h - Sektion. Sonntag den 8. d. M. um l/2lt Uhr vormittags Wettspiel gegen V. f. B. auf dem Hakoahplatz. Mannscha't: Dr. Kolrsch, Kammann, Nw'chitz, E. Kliinr, Ut,, Neuwelt. Kars, Steiner, F Klimt, Kossig, Land:. Reserve 1k und Damen-Trammg unt V»9Ulir. — Tour^strk und Ski-Sektion. Dir Mitglieder dreier Sektion treffen sich, falls Schnee rst und dre Srraßenb.rhnverkehrt. Sonntag den 8. d. M. um 9 Uhr früh beim Banmgarmer Kaüno, Falls die Straßenbahn nicht verkehr:» um 8 Uhr trüb beim L ebenberg- Denlmal. Im Falle als kein Schnee ist und die Straßenbahn serkehrt, Treffpunkt 9 Uhr früh Baumgartner Kasino. — Sonntag den 29. Februar Tourenlaus rn Mönichkirchen. Anmeldungen werden bis zum 15. d. M. im Srkretaiiat rntgcg^ngcnommen. ~- Ha k o a h - R e d o n t e. Die diesjälm. e geschlossene Hakoah- Redoute findet am 19. d. M. rn den Sofiew'älrn statt. Karten m beschränkter Anzahl nur an Mitglieder und geladene Gäste. Kartenverkauf :m Sekretariate täglich in der Zeit von 3bis 7Uhr nachmittags gegen Vorweisung der namentlichen Einladung. An der Abendkafie findet kein Verkauf starr. Schluß des Verkaufes am 15. d. M. Im Sekretariat werden auch Vormerkungen ans Logen gegen Erlag von K&o.— emgegengenommen. — Die G cueralvrrsammlung findet heute präzise um 4 Uhr nachmittags im Klubheim, l, Werdnthorg. 3 (Casi Clyh statt. Tagesordnung wie bereits ve,lautbart. — Fechtsek 1: on. Donnerstag den 12. d. M. Vollverlammlimg der Fcchtscktion im Lokale der Nenre Jctzuda, IX., Servireugasfe 10, 7 Uhr abends. Gerichtssaal. Eine falsche Kommission. Bei dem Gemischtwarenverschleißer Johann B a i c *3 in der Hollergasse in Hiehing wurde im April v. I. vom ÄciegSwucheramte eine Revision vorgenommen und Warenvorräte beschlagnahmt. Einige Wochen später erschienen im Geschäfte zwei Männer, von denen der eme sich als Polizeiagent ausgab, der zrveite trug die Uniform eines Volkswehrmannes. Sie erklärten, daß sie den Auftrag haben, alles.vorrätige Geld zu beschlagnahmen und dev Polizeiagent nahm dus der'Geldlade 6127 Kronen an sich. ''Als die Männer das Lokal verließen, schöptfe Frau Bakes Verdacht, worauf beide die Flucht ergriffen. Der eine, es war der Fleifchhanergehilfe Johann T a b o s, tonnte cingcholt und festgenommen werden. Er gab an, der Schankgchilfe Rudolf Milde habe ihn aufgefordert, in das Geschäft des Bakes mitzugehen, ohne kak.et wullte. um was ea M bandle. Tabas wurde aul ' freien Fuß gelassen, wahrend Milde ansgeforscht werden konnte und nun stellte sich heraus, daß. Tabosdem Milde, während er selbst in Untersuchung war, gedroht habe, er werde ihn anzeigen, wenn ihm Milde nicht einen ansehnlichen Teil von dem bei dem Greißler erbeuteten Gclde ausfolge. Milde war vollkommen geständig und gab an, er habe mit Tabor den -Plan des Betruges besprochen und den Schwindel gemeinsam mit ihm auSgesiihrt. Vor dem Schwurgerichte der außerordentlichen Session unter Vorsitz des Oberlandesgerichtsrates Dr. Haller hatten «ich gestern Täöos und Milde wegen Betruges, TaboS überdies wegen Erpressung zu verantworten. Die Anklage vertrat Staatsanwalt Dr. Wunderer., In btc Verteidigung^ teilten sich Dr. Heinrich Schiffmann und Dr. Hochs:N g er. , Die Geschwornen verneinten die auf Erpressung lautende Schuldfrage einstimmig, beantworteten dagegen die Schuldfragen auf Betrug mit zwölf „Ja", aber nnt Einschränkung der Schadcnssiffer auf einen Betrag von unter -1000 Kronen. Au: Grund dieses Vcrdiltekverurteilte der Gerichtshof Rudolf M i l v e und Johann T a b o s zu jo i t n c jj: J a hrL schweren Kerkers. Vor dem Schwurgericht unter dem Vorsitz des .itzberlaUdesgerichtsräkeS'Dr.'Khit'tel hatte sich gestern der 20jghrige^ Kutscher Franz G e i t tt c t Lnegen Totschlages und Reversion, zu verantworten. Die die Anklageschrift ausführt, faß Geitner. am 13. August v. I. mit feinem Freund Peter Benedikt auf einer Bank nächst der Gtefanrebrücke. Der Invalide Rudolf G r a b e n h o f 11 kam mit, einer größeren Gesellschaft des Weges und glaubte zu beMSrkmr, daß Benedikt Schuhe trage, die kürzlich' einem seiner Freunde gestohlen worden seien. Gräbenhofer forderte deN BeNedckt apf, die Schuhe aüszuzieheN, worauf ein Streit entstand und Grabenhofer mit'einem Stock auf .Benedikt losschlug. Run mischte sich Geitner in den Handel und streß dem Grüben- Hofer ein Nester in die' Brust. Die Klinge drang dem Graben- Hofer in das Herz und führte rrach einigen Stunden fernen Tod herbei. Der Angeklagte erklärte sich nichtschuldig, er habe den Gräbenholer, der auk Benedikt losschlug, mit einem Stock nur abgewehrt, ein Nester hübe er überhaupt nicht bei sich gehabt. Die Geschwornen erkannten Franz G e i i tt 11 des Verbrechens des Totschlages mit zehn gegen zwei Stimmen, der Rebersion eirrstimmig schuldig. Der Gerrchtsbof beeurteklle bierärrf den Angeklagten zu fünf Jahren schweren Kerkers.^ Der Volkswirt. Äre KegLnnende Friedenswirtschaft in der Türkei. Konstantinopel tmfc Smyrna. Dw „Wclrwirti'chaftSttstnng* brrtchtrt: Eö scheint, als ob die Katastrophe des ver'o enen Krieges auf die Tücke: von ^en-ger entscheidendem Einfluß gewesen wäre, als atrf ihre sämtlichen anderen Verbündeten. Kaum hat der Druck onsgehört vnd schon fühlt sich alles wieder frisch» neu gestärkt, als wenn nicht gar allm dick geschehen wäre. Nach einer VerSstentkichung des »EcoNom betragen die M e h r e r t r ä g e der verpfändeten turkischenStaatSe i n fünfte, ,d-e in erster Linie für den Dienst der untfisircken Schuld Und der Tückenlose bestimmt sind, m den Finanzjahren: 1913/14 .......... 5,436.165 tücklsche Pfund 1917/18.. . . .5,448.061 . » 1918/19 ....... .5,906.681 Die Anschläge für bas laufende Jahr lasten ein mindestens ebenso gutes, allsm AnscheinE nach, sogar noch besseres, Ergebnis als im Verflossenen erwarten. Wäx-en die.allgemeinen Spesen wie VSr dem Kriege geblieben, so würben die Zinsen für die Unifizierte und alle anderen Schulden, dis durch diese Einnahmen gesichert sind, Mehr als gedeckt sein. Allein die Verwaltungskosten sind, wie überall, auch im türkischen Reiche ins Ungemessene gestiegen, wodurch natürlich der Reinertrag eine starke Einbuße erleidet. In "der Hauptsache gehen die Staatseinkünfte aus Klernasien ein, dessen Bevölkerung, wie in Friebenszerten, wieder zu arbeiten und Steuern zu Zahlen gewillt zu sein scheint. * Diese B«sserung der Verhältnisse zeigt sich ganz besonders in K o n st a n t t n o p e l, wo sogar schon von kinmn wiebereinsetzenden AusfuDcHandel die Rede fein kann. In den letzten Monaten sind wiederholt Transaktionen in Teppichen abgeschküssen worben, und eS hat den Anschein, als ob die Fabrikation im Jnlande sich von'' der ein- Mmischen Bevölkerung bereits in zunehmendem Maße vollzieht. D'ie Kaufe sind hauptsächlich englischer-, beziehungsweise französischerseitS geschehen. Auch etwas Mohair ist ausgesühct worden. Doch Ist die dtesjShrige Produktion noch immer bedeutend geringer als der Durchschnitt vor dem Kriege. . s. Im Gegensatz dazu ist' di« Rachsrage nach Auslands- Waren außerordentlich stack. Es wird so ziemlich alles begehrt und das allerwenigste Wirklich befriedigt. Noch vor werrigen Monaten waren Lebensmittel (einschließlich Mehl, Fleisch, Butter, Zucker) ein stark gesuchter Artikel, Ferner war die Nachfrage sehr groß nach baumwollenen, leinenen und wollenen Waren. Empfindlich war auch der Mangel an Material für Bau- Uni» Transportwesen, Industriellen und landwirtschaftlichen Maschinen sowie,, an chemischen Produkten. Der Bedarf vermag aber um so weniger gedeckt zu werden, als sehr häufig große Teile der eingeführten Waren gleich jvelter nach Rußland, Rumänien ünd Bulgarien geschasst werden, wo die Nachfrage unbegrenzt sein soll. Der Wettbewerb unter den verschiedensten Völkern ist außerordentlich stark. Die größten Anstrengungen, sich des Konstantinopeler Marktezu bemächtigten, haben bisher die Amerikaner und Franzosen gemacht und dabei auch die sichtbarsten Erfolge erzielt. Bemerkenswert ist, daß auch die Japaner sich eifrig um den Wirtschastsmarkt in Konstantinopel bemühen und dank ihrer starken Anpassungsfähigkeit dabei mit uuvertt,urbarem Geschick und Erfolg operiere^ Im ÄrLen/atz dazu -üben die Italiener in ihre» Versuchen zur Eroberung deS Markte? in Konstantivopel starke Enttäuschungen erlebt. Groß«, Vorräte italienischer Waren sollen unverkauft auf den Kais und in den Lager- Häusern von Konstantinopel liegen. Der Hauptgrmrd de? Wifnirfolges mag darin zu suchen fern, daß der türkische Markt cbm von Grdßkaprta«isten möglichst groß, zügig finanziert werden muß,^ ivozu die Italiener sich bis sitzt, wie es scheint, noch nicht aufgeschwungeu haben. Sie U'ürden wahrscheinlich noch geringer« Erfolge erzielt haben," wenn ihnen nicht der Stand ihrer Valuta zugute käme, die für die Türkei günstiger'ist, als beispielsweise dis englische oder amerikatnschtz. Was dies unter liurstüuden ausrnüchen kann/ dafür nutz ein Beispiel. Auch die Russen suchen die Konjunktur ouSzunützen. Stark ist der Meikbewerb Rußlands in der Lieferung von Zement. Nun ist der ruffifchr Zement lange nicht so gut, wie der von Großbritannien hergeMlte. Infolge der Valutaverhüttuisse kann indessen der britische Zement mit dem russischen' zurzeit kaum lonlurrieren. Mitte August tvnrbe gemeldet, daß auf dem Konstantinopel-er Markte wöchentlich 15.000 bis 18.000 Faß russischer Zement verbraucht Mirdeu. . - w Mit nicht minderer Lebhaftigkeit hat auch brrrrt? der Handel in S mir na eingesetzt. Hier sind ja die Der» hältriisse noch weniger geklärt, weil bet der künftigen Ge» stültuttg des Schicksals dieses hochwichtigen kleinvsiatischen 'Hafens auch politische Momente mitspielen. Obgleich di« Friedenskonferenz noch keine Eutsckieidung getroffen hE.spriKt doch alles (oder sehr vieles) dafür, daß Smyrna nicht mc|t türkisch bleiben wird. Wird es griechisch, so geht ihm zwar ein großer - Teil seines Hinteslandes vtzrlvreu» andererseits wird es durch ftine organische Verbindung Mit dein Griechentum handelspolitisch sehr viel gewinnen. So, mache:: sich schon' jetzt dort AUKkichen eines komrnendenf großen Ho.udelsausschwun'ges bemerkbar. Und es durff mit Bestinuutyeit darauf gerechnet werden, daß mit dem Moinent«, wo o\t Mnkdatssrage gelöst ist und die Kaufleute die Lage klar überblicken kvniren, Aufträge in schier unbeschränkter Menge zur Vergebung gelangen werden. Scho« jetzt zellte sich große Nachfrage nach Eisen- und Stahllvaren <Blvch, Schienen, Draht, Bänder, Platten, Röhren usw.), Kurzwarens aller Art, irdene und Porzellanwaren, SchuhMg, Fahrräder, baumwoilelre und wollene Waren, Schreibwaren, Schreibmaschinen, Kerzen, Seife usw. Eines steht fest: Wi«, auch immer sich politisch das Schicksal Kleinasiens gestalten mag, Wirtschaftlich geht es — wie der ganze „Nah« Ostei:" — einer großen, ja fast utt geahnten Blüteperiod e entgegen. Der Besuch von Wiener Kaufleut^n in Londo«. Wie wir erfahren, tragt der von der Wiener Handelskammer (nicht wie in mehreren Zeitungen irrtümlich berichtet war von mehreren österreichischen Handelskammern) veranstaltete Besuch von Wiener Kaufleuten in London nicht offiziellen, sondern nur privaten Charakter. Der Zweck dieses für den einzelnen Tellnehmer übrigens sehr kostspieligen Reise bestand, obwohl auch Waren zwecks Verkaufes mitgenommen wurden, weniger darin, österreichische Erzeugnisse in England abzusetzen, als hauptsächlich darin, die vor dem Kriege bestandenen Verbindungen mit England wiederanzuknüpfen. Vor dllem aber sollten Rohmaterialien gegen langfristige Kredtte zur Verarbeitung im Inlande erworben werden, ein Ziel, das durch die derzeitige wirtschaftliche Lage gerechtfertigt und notwendig erscheint. Da es sich vor allem um Kreditgewinnung handelte, ist auch die Zahl der. Teilnehmer aus 24 beschränkt worden, nämlich auf solche Personen, welche bereits vor dem Kriege in England Bankoerbindwgen hatten. Die Vermögensabgabe. In der gestrigen Sitzung des Unterausschusses deS Finanz- und BnvgetausfchttsseS^ wurde die Beiatung deS Gesetzentwurfcüber die Vermögensabgabe fortgesetzt. Zunächst gab Hosiat S ch w a r z w a l d von der Kreditsektion drS StaatsamjeS fsir Finanzen «ne Erklärung über die Abänderungsvorschläge der Sozraldemokratm ab. Er betonte, daß sich daS FinanzamtmrtbenVorschlägendeSAvge-' ordnet e nDr. Bauer im ganzen undgroßea nicht ein v e rstandenerklärenkönne. Was di« Zahlungsfrist anlange, die nach Dr. Baucr in zwei Halbjahresraten festzu'etzen sei, so sei hier eine Verständigung wohl möglich, aber in Bezug auf die Forderungen nach Grä-tisaktien, weiters bezüglich der Umwandlung d e r Unternehmungen :n Aktiengesellfchaften zum Zwecke der Zahlung der Vermögensabgabe durch Gratisaktien ser der Standpunkt Bauers u n a n n e h m b a r, und zwar aus kreditpolitischen Gründen. Auch bezüglich der Zahlung durch die Aufnahme von Hypotheken decke sich die Forderung Bauers nicht «tt dem Standtpunkk des Finanzamtcs. Uebe< diese Erklärungen bcS HosrateS Schwarzwald wurde dann die Debatte «öffnet. Die finanzielle Verbindung zwischen Polen und Amerika. Warfcha«, 5. Februar. (Piivat.) In der letzten Sitzung der F : n a u z« und B u d g e t k o m m i s s t o u des poln? scheu Landtages erklärte der Ministerpräsident, daß die polnische Regierung sich bemühe, von der amerikanischen Regierung di« Erlaubnis zur Schaffung einer polnischen Bank in A m. e r i k <t zu erhalten. Den Vorschlag, eine Filiale der polnischen Landesleihkasse in Amerika zu eröffnen, hat di« amerikanische Regierung abgelehnt. Jetzt ist eine Aktion im Zuge, um den polnischen Emigranten t« Amerika die Mögl chkert zu geben. G e l d nach der Hemmt durch du polnischen Ä o ttful t us ik & e.rJtt£.i i e.tt..