Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 375 (7.2.1920)
- Date
- 1920-02-07
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. s?Ä Wien. Tamstäs freps de . Chine-Kleib mit Silberftickersi und ein schwarzes jlattes Seidenkleid im Werte von 30.000 Kronen gestohlen. * E rn gestohlen« kosttbae Brosche Dem Juwelier skgnaz Blumenkranz, Mariahilf,. Linke Wienzeile 22, ourde' am 4. d. M. aus offener Kasse eine Damenirosche in Goldfassung mit Silber und Platin mit iner mit Bri^lanien besetzten goldenen SicherheitZkette m Werte von 90.000 Kronen gestohlen. Der Raubmord ans der Mieden. Die Polizei-- ücektion hat eine Kundmachung über den am 26 v. M. an der - privaten Angelika Slefanska-Weingart in der Wohnung, , V., Preßgasse 17, verübten Raubmord erlassen. Auf Angaben, die ur Ermittlung des Mörders führen, ist eine Belohnung von l 2000/ausgesetzt. , * Taschendiebstahl im Mestbahnhof. Am 4. d. M. jbendS wurde, ans dem. Wiener Westbabnlios einem Geneialkonsul vs Berlrn beim Emsteigen in den Pcrföneuzug Nr. '17 eine rotraune Brieftasche mit 30.000 Kronen. 400 Mark., 300 tschrcholowaftschen Kronen, 14n rumänlschcn Lei und 40 bis 60 bnlgari-- hen Lewa, ferner einer Legitimationskarte des prnß scheu Kriegs- Ministerium, einer Leglttmatronökarte depreußischen Abwicklungs-- antes gestohlen. . * Ausgepkünderte Wohnung. Am 4. d. M. wurde iie Wohnung der Frau Milada Zru st, 'IX., Servileng.rße 18H kbrochen. Gestohlen wurden Kleider n und- Leder, zusammen^ l 50.000 werk. *-Razzia im Eafö Vankr. -Im Cafö Bank wurde.gestern me Revision dy'chge!ührt. Im. -garnen. wurden 152 Personen urlustriett und 120 Personen dem Kriegswucheramte überstellt. 8er den' Ang'haltencn wurden mehr als ti'650.000 ,n barem Geld, kann aber auch außerordentlich aroße M-nge von Iuw'len. w'e Ohrgehänge. Uhren. Broschen, Ketten. Ringe, Akedaillons, Bruch- Vld, .Bruchsilberv und Platin,. Edelsteine usw., gefunden. Ehemalige Offiziere als Diebe. Aus Leoben. wird semeldet: In der hiesigen montanistischen.Hochschule winden »ft: kleine Moioten gestohlen. Als des Diebstahles verdächtig vurhett die -beiden BergakadtM'ker- Frltz Wallnöfrr^ ehemaliger Oberleutnant!- M Tiroler -Kaiserschützenr cgiments.. Nr. >3 aus d n n s b r u ck.' und E> win B r e i st e s s e l, ehemaliger seutnant Ws L i l r enss e l d., verhaltet. ^Mi..Drtrstge.r. Zwei, junge Männer haben am [» d. M? den im Hostel Fitrstenhof emkögier'ten Kaufleuten Karl .1 e b str ä n n und Antoir F r n.z st e rzw i-goldene Ringe rai Verte von ungefähr X 60.<X>0. entlockt und sind damit geflüchtet. Die Schwindler., dre .rtwa 23 bis 25 Jahre alt sind, güten vor, kr dte.Pinge Käufer'zu "ivifsen.' ' * Selbstmord^' Der Püvalbeamte. Leo W'o lfm a n n sat sich gestern IN der- Küche seiner.Wohnung, Xtli; Einsiedelei- ‘ raffe Nr. 11. in Abwffenhctt seiner Frau und der Tochter-mit eeuchtgas vergiftet. Die Ursache der Tat ist unbekannt. MecheWerat,' Sitzung am 6. Februar. ' Die gestrige Sitzung' brachte als aktuellsten Beratungs- .. kegeMand'/ die...neuerlich? Tariferhöhung. ..der. .-Mraßenbahn, Ws #0$*, unst.'.WkftlzitätsbezngeS.. Diese, -neuerliche,'furchti-, .-de^BeöWeruyg,der^- Wch-,> die - vor. "kurzer Zeit erst erfolgte Tariferhöhung der städiischen ,-BMiebe inh,f cklem,»Mj^M^steM,-^H^t^->.'als .-fix Y/w, .einigen,. ^aDn . i n He -'jfcfyr /Nlti".-, Idechp. starke' .Erregung, Hervorjernsen,-/'deM- ^ine7K-t-.xxa ßen hah.npa.h'rtwxrdnun vom 18. ^ehrüar ab .-^.-.zw.er. A ro n^n. k.o.sten,' derKübrk» vete^.G'chs- -..wich'.6.Ü.Heller, der,S't r o^m » 'k,reLsfstr.^elestchtungszwecke aus Heller-p.poHektowatthrnW > für. all? - .übrigen. Zwecke, auf - 3 Heller .pro HektovaftsMUde. erhöht.. Fernerwird, .auf .alle /Strompreise ein' r^MngszüsWg^verrechnet, der für die. erste Ableseperiode Ws 'Jahres 1920 Hei 'der Stromabgahe .für. Beleuchtungs» ttvecke 47 . Heller pro Hektowattstunde und dei der Ström» 'für Krg'ft» und'alle'' übrigew 'Zwecke "'42' Heller pro hektivwattstundL'-- beträgt.'-'?- - --V.y> ■;-ä-^DWv-.-SitziMtz-ivöich^te'sich-Natürlich istiber Oeffentlichlert LH.'größw/Jn-wresfe zu-,' was auch ÄUs .dem tzüten Besrühe -f -t»^.«Mlei^--!--zitt''örsöhe'n'' war^ -iM kam bei de-v Beratung ViÄMk-r-M'wiüeiw''heMg'en'--ZusMmeustoßzwischen Christlich-' jozuwsw-'uud- Sozialdemokraten',--welche sich' gegenseitig wieder Ins Gesicht sagten'.-"^—' Hier der Bericht: - W* .HÄattb. über die neuierliche TÄrifethöhnng der städtische» . Untcnwhmungen. ,, .Bizebürgqrn;eisLr Eminerl'i.'ng erstattet.ein eingehend Ws ,Mit ,-statistischem - Material, reich auSgestatteteS Referat - Lber .die trostlose Jage der städtischen-Unternehmungen. Er oercheistdas Defizit von 403 Millionen Kronen im Kercha-ltungsjahr -19-19/20,. das eigentlich noch weit größer sei, Werl^.zur.Zeit der Erstattung hes Voranschlages man noch nicht wnstto,. iw welch, trostloser., Lage., die städtischen Unter» wehmungerr ..sich, -befinden. . Der Rejereut schildert in; ausführlicher Weise das stetige Anwachsen, der Defizit? durch Lohnforderungen und. andere Belastnugen, welche in die Hunderte'-'Milliorreu giügett. Für-daß Jahr 1920 hat die .Lt'ra stenbahn mit einem Abg an g v o n 2 9 5.Mil» lioneu'' zu ' rechnen .'und im"' Verhältnis zum"Fahrpreis beding^ dies' eine /10'Oprözentige ' Erhöhung. Der' Referent ' veschäKgt sich hieraus im einzelnen -'mit den "neuen -Tarifen' und fordert die Gegner auf, zu sayen, wie^derartW-Misliönen-- ^gänge ohne Tariferhöhung zu 'deckest/ seien. '' ^Gemeindergt K uns ch ä k' (christlichsözial)' kritisiert in fcharffter 'Weise die Anträge, welche ' er 'antisozial - nennt. In seinen mehr als eine Stunde währenden Ausführungen, welche' wiederholt - zu sozialdemv-kratischcn Zwischenrüfen Anlaß geben, bestreitet er den Erfolg der Erhöhung. . Bei der, jetzigen' Tariferhöhuug werde' sich-ein Frequenzrückgang ergeben und die'Bilauz werde den- Ausfall von mindestens 80 Millionen Fahrgästen im Jahre ergeben.- 'Gtmeindcrat D-r? Schwa-rz-Hiller (Demokrat) erklärt, daß er ohne Erwägung, parteipolitischer Gründe gegen die Vorlagen betreffend die Tariferhöhungen stinunennrüsse und schlägt neuerlich die Verpachtung der Betriebe .vor^- ' Gemfinderat Dr. PlaschckeÄ:' Unser eingewurzeltes DeMit-rst. durch-' diese Maßnahmen--sticht zu beheben, jeder Tag "kann -uns nesterliches Ansteigen der Löhste, Rohstoff- Preise, Bcamtenbezüge - u'sni.- 'brinffcst,- ^däs dm Fahrpreiserhöhungcn sowiedre Vexmehrtcui.-Einnahmen aus den Ubrrgen, städtischen Unternehmungf'n -g ä n.z li ch a u fzehr t und eine Vergrößerung des , Gebarungsüberschusses bewirkt, zu dessen Deckung-wir diese in ,das--Leben der Wiener sBedölkerungio tref einschneidenden Beschlüsse fassen sollen. Jeder. Einsichtige muß,, sich «da wohl, sagen: an-Stelle dieser. kleinlrchen Mittel muffen -energische,:.zielsichere Maßnahmen treten; .um dem Volke radikal zu helfen, darf nichts, unversucht und unerwogen blerben. . - Sehr leicht ist es, zu erklären: Ja, im Frieden haben wir auf der Straßenbahn 20 'Heller bezahlt; wenn 1mm heute ■ 2, Kronen fordert, - ist eS -bei der bekannten' Cntwermng' der Krone und dcw Erhöhung der Löhn? urrd Gehälter, 'Kohlenpreise, Material-kosten'-usw. gerade' angemessen. Diefe.Aufsastuna rit schon vom Starrdvunkt des Arbeiters Wiener MorgenzeitunK ganz unrichtig, vom -Standpunkt des notleidenden Beamten, des armseligen Mitte Ist and le rs, des kleinen Rentners, also vom Gesichtspunkt der Mehrheit der Wiener Bevölkerung geradezu unmöglich, und ihre Lage muß hier berücksichtigt und besprochen werden. Wir verlangen die Verpachtung der städtischen Unternehmungen unter Wahrung -des Einflusses auf die Tariferstellung an ausländische Kapitalistengruppen, , welchen bessere Valuta zur" Verfügung steht und damit die leichtere Vetriebsführung möglich - ist.' Reflektanten, die auch einen hübschen Pachtschilling zahlen und uns auf einige Zeit von den schwersten Sorgen befreien, werden wir. in Fülle finden. In einer Zeit, in welcher der Staat' das Tabakmonopol verpachtet und die Tabakarbeiter dem fremden Kapital preis-, gibt, in welcher man allen Ernstes daran geht, unsere Eisenbahnenenglisch-französischen Konsortien zu. verkaufen und den Beamten und Arbeitern schon rät, englische und französische Sprachkurse bei einer Wiener Direktion zu besuchen, kann diese Rücksicht nicht mehst borwalten." So wie bisher geht es aber nicht weiter, man kann. die Langmut der ..geduldigen Wiener Bevölkerung nicht ~ ununterbrochen den schwersten Belastungsproben aussetzen! Ich . stelle, einen Antrag, der,, wie ich hoffe, die einmütige Zustimmüng - des 'Gemeinderates und der Wiener Bevölkerung . finden /wird.- . Ich beantragezu Abs.-- 7, Punkt 1: Allen in Wien praktizierenden, das heißt.Kranke besuchenden Aerzten werden auf ihren Wunsch gegen Bestätigung des Gesundheitsamtes Netzkarten mit einmonatiger, beziehungsweise halbjähriger Gültigkeit zum halben Preise, bewilligt. / . Diese Karten sind auffallend -7zum Beispiel durch ein großes roteS Kreuz — zu kennzeichnen. Wir alle kennen die mißlichen Verhältnisse des Wiener Aerztestandesi Die Aerzte sind wie keine zwei t e K a t egorie von dieser Preiserhöhung betroffen.. . Zum Schluffe heben wir hervor, daß wir auch bei dieser Vorlage den Notstand der gegenwärtigen Gemeindeverwaltung durchaus anerkennen ustd gegen die Verwaltung keinen anderen Vorwurf erheben, als den der mangelnden Voraussicht, oder besser gesagt, daß sie aus politischen Rücksichten einen Weg nicht gehen will, den man früher oderspäter wird ebenso einschlagen muffen, wie der Staat und andere Körperschaften es getan, zur Heranziehung fremden .Kapitals für unseregemeinwirtschaftlichen Unternehmungen. Unter dem schmerzlichen Eindruck dieser Vorlage müssen wir zugestehen, daß es , uns nicht leicht wird, für die Verteuerung' lebenswichtiger Ersordernisie der Wiener Bevölkerung zu 'stimmen. Als ernste Politiker, die Ihren Notstand anerkennen, werden wir in der Hoffnung auf Besserung ihrer Verwaltungsmethode für die Vorlage stimmen. Vor der Abstimmung arrangierten die Christlichsozialen heftige Stu'rmszcnen, -die um so unaufrichtiger waren, als tags zuvor maßgebende- Persönlichkeiten dieser' Partei.die Notwendigkeit der Tariferhöhungen anerkannt hatten. Die. Iüdischnatranalen nahmen, trotzdem sie durch ihren Redner an der Wirtschaftspolitik der herrschenden Partei scharfe Kritik übten,4>est-billigest Lorbeer der Ablehnung der Vorlagen für sich nicht in Anspruch, da es einer ernsten Politik unwürdig ist/ unvermeidliche - Auslagen, zwar zu bewilligen, bei der Frage der Bedeckung aber die wilden Oppositionellen zu. spielen. Die Referentenanträge wurden» bei. StimMenenthaltung der- Tschechen gegen die -Stimmen der- Christlichsozialen.und... DeutschnationchlM.. angenommen.. - ,Züm Schluffe 'veranstaltettzp -.Me /-ChrisilichsozialeN, wie schön' erwähnt, elne chätzliche, .wideÄiche Szene. Sowohl - während des Schlußwortes des Reftrentest als auch bei der Abstimmung erhoben'sie eist "wüstes. Geschrei, in- Gruppen und -- dichter'- Knäuel standen sich die'Parteien gegenüber und um. den Referententisch. Beschimpfungen wurden zugerufen, ein Pultdeckelkonzert veranstaltet,-und. als' die Abstimmung eingeleitet wurde, schien' es, äls ob e'S zu- Tätlichkeiten kommen - -wollte. "Das - Resultat wurde! vost"'.den /Sozialdeinokraien<--mit tosendem Beifall ausgenommen, während die Christlichsozialen mit höhnischen Rufen reagierten/, Nach miyütenkangem Lärm gelang es endlich, Rühe ßu schaffen und die Sitzung zu Ende zu führen. Es war bereits 11 Ähr. - ' ' 7. Februar 1929 MÄH Größte Auswahl! Billigste Preise! Leopold Steinhart.Wim, I^Biberstraße S. 4073/» --- .1 balbgaffe 9, die dritte ordentliche Generalversammlung des Wirt» schastsverbondes der Wcencr Joninalrstrn statt. Als Legitimatio« dient das Mitgliedsbuch. Die Genossenschafter werden emgcladen, möglichst zahlreich zu^rschcmen. - ■ ■ " „etafft“. Es wird aufmerksam gemacht, daß die -Defitzoe von Anweisungen auf die »talienstchen Textilien dieselben (aa den ihnen mgewiesenen Einkauistagcn! noch im Februar einlöse« müssen Mit dem 29. Februar 1920 erlischt ausnahmslos das toir§ diese Anweisungen garantierte Bezugsrecht. Bühne und Kunst. Festliche Aufführungen von Musikwerke». In der gestrigen Sitzung des GemeinderateS stellten dis Gemeinde; Ste Breitner, Danneberg und Genossen folgende Ha» träge: Stadt- und Gemcinderat wollten die Abhabung eine- Musikfeftcs ,m Frühjabr oder Sommer 1920 beschlreßen. Zur Durcksübtung aller Vorarbeiten wählt der Gememderat eine». ans 9 Vertonen (Gememderäte und Außenstehende) zusammengesetzten Ausschuß, dem das Recht zugestanden wird, sich durch Ko optier ungen zu ei weitern. < Die Anträge wurden der seschästsordnungsmLßigm Be« Handlung zugewiesm. Thsaterstreik in St. Posten. St. Pölten, 6. Februar. «Privat.) Die Schauspieler deK hiesigen TdeLters sind wegen Lohnstrettigkerten in de» Aus? stand getreten. . H»brSrsches Theater in Rsw-Bork. D e „Histadruth Ibruh". die jetzt eine rege Tätigkeit fu»' die Mederauilebung der hebräischen Sprache entfaltet, hat eine Schauspiklirnppe organisiert, um m N e w - N o r k und andere« amerikani'chen Städten hebräische Tbeat et» v rft 11 luiißtn zu veranstalten. Die erste hebrarsche Gala--. Vorstellung soll anfangs' März im I r v i ng- Platz- Theater, einem der bekanntesten Theater in Newdr?» stattfinden. ___ Aus den Theater». - Im B n r g t h ea t er gelangt morgen »E.gittoH iJ zur Ausführung Anfang Uhr. - Im Op erntheater wird morgen ,L 0 h e« g fc t gespielt. Anfang 4 Uhr. \ . Zm uts ch e n V 0 l k s t ü e a t er gelangt Freitas den 13. d. M. die dreiakttge Komödie.Exzellenz vo« Heinrich Schmidt zur ersten Aufführung. Spielleiter" Dr. Schulbaur. Der Kartenverkauf beginnt heute. In dm Kammerspiel e n werden Dienstag. 40. d.-M. die einakiigen Komödien e r a r m e H e x im vo« Hermann Bahr, „Paul Und Paula" vorr Herbert E u! e n b e r g und BS) tt verwand e l t e, K 0 m ö d i a n t" von Stephan Zweig zum erstenmal aus-, gesuhlt. Spielle.ter: Dr. R eich. Wochensvielplan der Neue« Wiener B ü b n e: Sonntag den 8 d. M., Vg3 Uhr nachmittags, z». ermäßigten Preisen, ^Der Feldherrnhügel-: */»6 Uhr abends. ^Doktor Stieglitz". Montag den 9. bis inklusive Sonntag dm 18., V26-Uhr abends, „Doktor Stieglitz". Sonntag' dm 15., '/«2 Uhr nachmrttags, zmermäßigten Preisen, ^Der lebende Leichnam". Adolf Stand-Stlftuug. Wir erhielten iür die Adolf Stand-Stiftung der ..Wiener' . Morgenreitrmg"von den Herren Samnel nndJsak Holpern Wien (anläßlich Verlobung ihrer Schwester) K SO.—., Bisherige Eingänge: K 17,471.—. ' ' Vereinsnachrichten. (N ach r i ch t e n v 0 n V e r e in e ne r s che in e n ausnahmslos nur am Tage der Veranstaltung.) Heutes Zi 0 n r st r s ch e Bezirkssektion Brigittenau. ‘/*7 Uhr abends Zusammenkunft im Cas« Kürt. Tagesordnung: Die Kgltnswahlen, —. R e d e h a l l e j ü d r s ch e r H 0 chf ch ü l e r. 6 Uhr abends im^Saale des Hochschulausschuffes,« lX.. Al'erstraße 28, Dozent^ Dr. Deutsch: „Rasse n-- p r 0 b l e m c d e r- J^u d e n." - I ü d i.f ch e' I u g e n dverernrg a n g „vjI e n 0 ra h". VI., Amerlrugstraße 19, Zusammenkunft 5 Uhr. — I ü d r s ch - a k a d e nr i s ch e r K u l t ü r v e r b a n d a b n e", 4 Uhr nachmittags Ausschußsitzung. — ZionistischrBezrrkss e k t r 0 n L e o-p 0 l d st a d t. , V36 Ubr abends im Lokale der Volksbibliothek ^Zion". Aron Schwertsinger : .^Welche Vorteile erwachsen uns Juden ans dem HrjedenZvertrag". —- Jugendverein ^Aha w a t h ' Z r 0 n", 1!.. Stuwerstraße 46/3. Die für den zweiten "zu ernch'.enden-Mraischkürs gemeldeten Tetlnchmer versammeln sich um 5 Uhr. Weitere Anmeldungen werden noch entgegengenömmen. —7 I ü dis ch t V 0 lksb i b l i 0 t h e k ,.Z r p n". 4 Mhr nachmittags. --Dr. Merer G a-v er: „Die Entwicklung der, ziomsttichen Be-- wegung". —' H e b r L i s ch e s - S e k.r e t a r i a t. 2 Uhr nachrrnttags hebräischer Konvcnalionszirkel, 3 Uhrnachmlttags Talnrudkurs' Dr. Ni>an Goldstern rin Hapoel Hazair,- II., Praierstraße 9.4. __ Die EMührmig.' Der Marktbericht. Die Beschickung der Märkte war gleich dürftrg wie' in. den letzten Tagen Das Angebot der G, r 0 ß m a r k t h all e an -rayonrektem Rindfleisch und Wärst n wurde nur durch dre Zufuhr von 20 0 Stück LachsheringSn zu L 7.— bereichert ' ' Auf den G r ü n w a r c 11 rn ä r k t e u her i schte an guten Gcmü'en empsindl-chc: Mangel. Rüben und steirische Acpfc! gab cs m mehr ass ausreichender W uge. Heute gelangt in der Gr äsmiarkchalle'amerikanisches.Sclch- - sle'sch, das Kilogramm m 70.-, gegen den Abschnitt 33 des Elnkaufschünes zur-' Abgabe. . den 8. I. M. um 10 IKr: sinder int Saale b.y Ingenieur.- und Architeümve;eiu^-, Wrcn, Ei'chrn- In der Neuen Wiener Bühne begivnt heute Samstag die Vorstellung von Gerhart Hauptmamrö ^HanneleS Himmelfahrt" schon um 5/z6 Uhr. Im C a r l t h e a t c t findet heute, Vs3 Uhr nachmittags, ein lustiger Nachmittag für die Jugend stall, wobei von bekannlm Künstlern lehrrerche physische Zäubercxperimente. humoristisches lebendes Panoptikum und vieles andere zur Vorführung gelangt. Karten zu ermäßigten Preisen an den beiden Kaffen des Carltheaters« Infolge des durch die Verkchrssperre bedingten verspäteten Eintreffens von Rudolf S ch i l d k r a u t aus Berlrn müssen bte für die heute und morgen angekündigDch beiden Aufführungen von Friedrich R e ch a l s Mä'chmlustspiWD er D r a m a v t" «Veranstaltungen der Gesellschaft für dramatische Kunst» im Akademrethemer cmf den 21. und 82. Februar verschöbe»- werden. Die gelösten Karten behalten Gültigkeit. Kamödieuhaus. Schach dem WimerOperetterterfatz! Die erste Veranstaltung einer neuen Kunstgemeinschaft ^Der blane B i e n e n k o.r b" brachte eine höchst erfreuliche Aufführung von Raimunds t e gefesseltcPh a n tasi e". D« treffliche Karl E t t l r n g e r hat das Werkchen mit.Geschmack für diese Bühne eingerichtet, Julius B i t t n e r mit Musik untermalt, Wenzel Müller stellte drei Lieder bei und Franz Wacik schuf die phantastischen, erftrschend eigenartigen Bühnen bitbear. Wir wünschen dem anmutigen humorvollen Abend hundert "Wiederholungen. Vielleicht werden sie das WienerPublikmu gegen die Talmi-Operettenseuche immun machen. Die Leute werden nämlich m dieses Theater gehe», > trotzdem . . Text und Musik nicht von geaichten Operettenexportfirmen stammen, weil sie nämlich die Grete W i e s e n t h a l z« sehen bekommen. Zum erstenmal auch zu Horen. Nurr, vorläufig ist der bezaubernde Rhythmus ihres Körpers beredter als ihr Mund. Aber die Rolle der gefesselten Phantasie ist förmlich für diese ettrzigartige Künstlerin geschaffen und die Befangenheit, wen« sie sprach, war eine köstliche Draufgabe. Schade nur, daß nicht auch die Fesseln ihrer Tanzkunst fallen, wtm» sie von den Ketten der bösen Weiber befreit wird. Wie auch zum Schluß des Stückes ein Tanz der Grete Wiesenchal der poetischeste Ausklang des Fastnachtspieles wäre. Der Höhepunkt dieser Bühnenbearbeitung des selten gehörten Raimnnd-' schen Zauberstückes ist die wirklich urwienerische Szene iin Lerchen^ fesder Wirtshaus, und Herrn E t t l i n g e r vollsaftiger Harfenist Nachtigall läßt die beste Wiener Tradition lebendig werden. Von den übrigen Mitwirkenden — manche Unzulänglichkeit sei auL Freude über diesen Abend verschwiegen — sind die Herren Knejdlnger,Kramerund LunzerM l»8en. - ._; .^ xk l