Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 375 (7.2.1920)
- Date
- 1920-02-07
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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Jfe 375 Wien, samstas ^u-5u§F^urf€ä von' der Nemeinbe unrechtmäßig Wein um IO 'Moürn pro Liter in' beträchtlichem Ausmaße bezögen «ich sich sogar hie Assekuranz von der Gemeinde habe zahlen Mgtzordneter Dv. Bettet habe in Wiendr-Reustadt nach ber Ausführung von Schnitzlers „Professor Bernhardt" die Schüftzum Proteststreik aufgestachelt. Dies geschah alles 2*5 ä“ öcnt Zwecke, um der Bevölkerung zu zeigen, daß die Schulreform nicht gut sei und baß es besser wäre, wieder zum Haslinger zurückzuftlMu. (Mn** feäU es für eine Gefahr, diesen Manu aus die Schüler lvSzülüssen. Professor Beiter sei nebstbei auch ein Hausherr; offenbar ärgere es ihn» daß Redner einen billigeren Zins zahle, als Abgeordneter Berrer seinen Parteien vorschreibe. Redner könne aber nichts dafür, daß, das Kloster christlicher sei als der Here Professor Beiter. (Heiterkeit bei den SvztäldtzMokräM.) ' Abgeordneter Krikatda: Wissen Sie Nichts mehr übet den Doktor Beirer? Abgeordneter Woknh: Es ist unerhört, was in diesem MULL geredet wird! '' - .Landeshäuptmann Sever: Meine Herren, Sie hätten sich bei der Rede des Herrn Abgeordneten Parrer entrüsten follenI Gleiches Recht für alle! ■. Abgeordneter Klein: Der Berrer ist ein Lügner! Es entspittnt sich ein heftiger Wortwechsel zwischen den MtzkdrdnetLn Hymalä uttd Klein. Zahlreiche erregte-Zwischenrufe. , Landeshauptmann S e ver bittet, die Würde des Hauses zu, währen. ~ . Abgeordneter Helmer schließt mit dem Wunsche, daß di« Mittelschulen, in denen gegenwärtig «in Mrikawr Geist herrsche. e..olich verstaatlicht werben mögend (Lebhafter Beifall bei deu Sozialdvnlokraten.) , Landeshauptmann Setzer: Ich... bedäure es, daß von dem Redner persönliche Dinge in die Debatte hinein getragen wurden. Wenn ich &$ zugelassen habe, so geschah es nur deshalb, weil , auch der Herr Abgeordnete Beirer über die Wohnungsangelegenheit des Abgeordneten Helmer gesprochen hat. .Wenn von einer Seite, Persönlich gesprochen wird, hat niemand, das Recht, sich darüber aufzuhalten, daß es auch VMt d8v anderen Seit« geschieht. " . Abgeordneter Wolny erklärt, es set noch nie vor- Mwmmvtt, daß. man im Landtag die Vernichtung der Existenz eines Kollegen gefordert hätte. (Zwischenrufe bei den Sozialdemokraten.) AbgeördNeber Klein: Was habt Ihr mit dem VLlkl gemacht, vök ist doch direkt ins Grab gebracht worden! - Hgeordneter.Wollck: Der lvar ja geisteskrank! (Zahlreiche Zwlschenrust.) Keine AuStteferttngsfövderunF an Ossteekeich. , gestriges Mittü^sblatt wußte zu berichten, daß in der nächsten Zeit eine neue Auslieserungs-- forderung der Entente an Oesterreich gestellt werden wird. Wie wir erfahren, ist an hiesiger zuständiger Stelle von Met solchen Msliefekungsforderuntz bisher nichts bekannt., Die bisher angeblich auszuliefemden Personen, deren Namen in die Oeffentlichkeit gedrungen sind, sind durchwegs keine deutschösterreichischen Staatsbürger. _____ ' Sine Zusammenkunft De. Renners mit dem serbischen Ministerprcistdente« in Laibach. . ' Laibach, 6. Febtüär. (Privat.) DK »Slövenski r o d meldet aus B e l g r a d, daß die Äsünmlenkuüst des Staatskancktrs Dr. N e n n er mit dem MlNistei Präsidenten Dr. D « vidovrc Ende Februar in L a t b a ch oder iit «rsramst attfittd en werde. Telegramme. DerAuslieferungskonflikt. Äov der Entscheidung. Beettn» 6. Februar. (Del.»Komp.) Abgeordneter S ch e i d rm ä u n,' derDorsitzende des Ausschusses fftt auswärtigr Au- Mgenheit, »st. gestern abends aus Kassel iu Berlin emgetrossen «nd hat.heut« vorrmttags mit dem ReichSpr Ü f i d e n i t n «fUb dem Minister des Auswärtigen sowie mehreren Pärtest fttündm Bes p r e ch u n g e n über die Lagt gepflogen. Für morgen., ist-der ArltrstenausschUß der Fraktion der Nationalversammlung rinberuskn, ferner sind für morgen die Vorsitzenden der Frakiioueu zu einer Besprechung beim Reichskanzler' gelsdem Der Ausschuß für auswärtige Angelegenheiten wird Montag nachmittags zusammentreten, an demselben Tage werden wahrscheinlich auch die Minlsterpräsidenten der Einzrlstaaten in Berlin zusammenkommen. Einigung in Sicht? Pauls» 6. Februar (Trb-Komp.). Heu!« ist hier die Nachricht ein getrosten, die deutsche Regierung habe vorgeschlatzen» ihre in der Note voni 25. Jänner attsgesprocheUe Austasturltz ausrecht erhalten. Ja gewissen Kressen der K o ufe r e n z findet man, daß der deutsche Vorschlag» die deutschen Kriegsschuldigen durch das R t ichsgerich 1 a burte ile« zu lasten, im allgemeinen annehmbar sei, vorausgesetzt, daß die Alliierten die ProzeßfÜhrssug überwäch'rch Zeugen vorladrn und Sachverständige öeiziehrn konnteu. Vormarsch, aber Keine Blockade. Zürich, 6. Februar. lTel!-Komp.) Dw Schweizer Test- Sraphen-JnsmMation meldet ans Paris: Unter den' Zwangs-, m a ß n a hm e n, die von der französischen Presse Deutschland gegenüber ins Auge gefaßt werden, steht der Vorschlag zur B rf,e tz u n ß b Ml l i n k e n N h e i« u f e r s als Auägangsöunlt für den weite r t n V o r-m a r s ch im Vordergrund. Die Einstellung der HtintschafflMg der Kriegsgefangenen und die «ittschaftltche Btvcküde Deutschlands werden nicht in Mwägung gezogen. Auf der ssußechru Linken und auf der äußersten-Rechte» ivtrd d«S Verlangen nach! Auslieferung der Schuldigen nicht geteilt. Sine ivteraationale Gerichtskonferenz. . Haag, s. Februar. (Tel-Komp.l Die holländische Regierung hot die neutralen Möchte zu einer Besprechung über die dgrch den Friedensvertrag in Aussicht ge" stellte inisrnativ aal« G er ich tSk v n f erenö Mtlavrrt. AuS Bern kam dererfS die Meldung, daß dir Wiener, Morgenzeitnuft (für liidlsche Kunst, Musik u«d Wissenschaft)_ Morgen Sonntag den r. 7edr«ar. ’/VUUör vormittags, im Festsaal des KasitroS, 1-, Schwarzenbergplatz i RcrzMlordaw-ITiatfn«« Programm: ^reihrrr v. Münchkianken: An Herzl: Her»!: JenisaleNt mi? Altneu-and; Wir sind eilt Volk, lin Volk alis Jüdesistünli ©Jtnt oU5 dein „Neuen ©ficlto": Mauschcl. Nordou: Dr. Kohn <Szen,en). Ianot Rotzkin: Düs neue Lied. Smetanar Moldau. Bogumil Zepler: Dsalmodijche Melodien. Mittvirkendr: Maria Mayer /Burgtdeater), Kart t». Zeska tymfltittiter), Steffi Goldner Harke, Schtötktern Güldntr (Harfe, Violine, Klavier), Ignaz Körner .OperniLnaer). am Klavier: Otto Schulhof. Über Nordan und ^rzl fpkicht DabtS <KrVtracht. Ltndrnten erhalten an der Uaffa Entreekarten K 8 Krontn. kk. Mittvoch <le« »». Tebrna^ Uhr abmds. m demselben Saal Stephan Ziveiq: Idremia»! Herzt: Ärendray: Äerr-Hofniauki: Jakobs Temrm ) Bialik'Nach dem Pogrom; ffnlg und Rosenield« Gedichte. -- Mitwirteudei Küustltt des Bnrgi and VolkSthenterö. Karten: Ktitniäm«, I., Kjrntnertinä 8: Lötvit.Nstittrtnriüstrasie »l! „ÄidN"» II.» Laborstrübe S; Lanhi, h, Nürttlersirahe «; Hrtzmansky» VII.,,SiisiM« » M. DonnerKiag, 4. März 0iin{Atn FPUhw von Dr. Max Brvd Wiener ÄomödieyhauS oivillyUl ^(1^1,4. (Purim-Borstcllung) Schweizer Regierung bje Einladung angenommen Und als Deleg.ette für die im Haag übuthalstudt Köusövenz dtn' Schweizer Gesandten im Haag. Cwlm und Buudeswt Huber aus Dem ernannt habe. Abgeordneter BarröS fordert die E»iwÖffnung Deutschlands. Parks» 6. Marz. tHaoaS? Die Kammer setzt die Verhandlung der Jntelprllationnt über btfc auswärtige Politik fort. Deputlerter B ft t r 5 s fordert die materielle und moralische ErttwaffnÄUg Deutschlands» um die genaue Durchführung der Friedensverträge zu sichsrm Der Zwischenfall 8 e r s Be r beweise den schlechten Willen Deutschlands, drn Vertrag durchzusühren. Redner stagt ditz Negierung, welche. Maßnahmen fie Deutschland gegenüber für den Fall der Nichtdurchfühluklg einer Bestimmung dcS Vertrages zü ergreifen gkdenke. (Dessall.^ Er verlangt sodäUn, dä8 gewisse Ast ä ßnahmen d.e r B d g ü n st' i g u » g i M N h e i n l ä N d zur Anwendung, kommen föÜM, uw d:M Land dem vrenßischcn Einflüsse ZU tUtzitheN und den Weltfrieden zu sicheln. Man müsse - den Deutschen zu btt* stehen geben, daß es von dem Äugenblick an, wö ste auf die preußische B e h e r r s ch n N g v t t z rchte U. ein Mittel gebe, die Sumpathirn in Fräusteich wieder zu finde», die . sie de: unselen berühmtesten Dorsahreu hatten. Ex-Kaifer Wilhelm soll qnf einer Insel interniertWerben. London» 6. Februar. (Funksptuch.) Der S-rlretär des Haiidelsnmies Sir Ä u ck t a n d G e d d e s hat grssttn in k'.nrr Rebe nntgeteilt. daß die britische Regrerung mit Nachdruck die A « s l i e f e r u n g n n d V e r ü r t e r l u n g Wilhelms don Hoheuzollcru betreibe. Sollte Holland endgültig «ein sägen, so werde England verlange«, daß er auf eine Insel der holländischen Kolonien gebracht werde. Haag» 6, Februar. Nach einer Meldung des Korrespondenz- Bm raus erwiderte in dtt Ersten Kammer aus «ine Anfrage des Sozialisten Ban K d l, ob nicht d.r Internierung des Ex- Kaistrs Wilhelm beabsichtigt sei, Ministerpräsident R u y s de B e t r e n b r « ch die Rtgirruug könne sich über diese Frag^ jetzt n i ch t a u ß e r n. Die Antwort der AMorten an Holland. Paris» 6. Februar, i Funkspruch.) Die Antwort der verbündeten Negierungen ans die holländische Verweigerung der Aüsliesttuüg Kaiser Wilhelms ist fertiggestellt. jedoch wird nach; Londoner Meldungen die Note erst nach neneilicher Deratnng der Ministerpräsidenten von Frankreich» England und Italien, die gegen den 20. Februar in London siattsindrn soll, übermittelt werden. Proteste. töSrttgsBetö, 6. Februar. Dtt fSzialdeurokrätischr Dbktpräsident von Ostpreußen, WiNnig, richtete ein Telegramm an den MinlsterpräfideuteN, in dcm er ihn bittet, auf die ReichsretzieruUg eiUzuwirke«, damit die Ersiillung deS Ausliefrtungsbegehreus abgtlehut werde. Ed Und die hühtten Beamten des Oberpräsidiums würden ihre Aemter niederlegen» wenn die Regierung durch Vechilfe zllt Aiisliksttung den letzte« Rest dtutschtt Würbe preisgäöe. , ' Die Heerftthter gegen die Auslieferung. Berlin» tz. FedtUür. Der vLokalaNzeigrr" schreibt: Generalseldmarschüll 8. H i N d k ü b U r g und Genera! Ludrndörsf stehen, wir Nits miigettilt wird, IN der Ausliefrruntzsftkige auf dem Standpunkt, der durch den Entschluß, der am 1. Jänner in der V e t s a M m l ü n g d r r H e e r s Ü h r e r gefaßt wurde, sestgelegt istauch sie sind der Ansicht, daß sich Mn Deutscher srriwillig außllesttn lassen dürfe. Erzbepgev gegeu die AttSÜeferrtngeo. Bevttu» tz. Februar. Dir »»Germaniä* meldet: Auf ein dem NeichKfiuanzministtt Crzbttgtr aüs Parteikttisen zugegangeNes MegtuMM äußerte sich der Minister auf das bestimmteste über die völlige llttmöglichleit drt Auslieferung auch Nur eines DeUWtN üü die haßerfüllte Rache der Gegner und fügte hinzu, so wie er deuke und handle die ganze Negierung in dolliger Uebereittstimmung mit dem ^Btfien des Volkes. Der Gesandte Bernstorff nicht auf der Liste. Verki«, tz. Februar. (Tel.-Komp.) Nach der Meldung einer Berliner Korrespondenz ist mit dem ans der AuslieferungSl'ste genannten Grafen Bernstorff nicht der frühere deutsche Botschafter in Washington, sondern ern Graf Bernstürfi gemeint, btt längere Zeit Stadtkommandant von St. QuenUn war und 7. Febmar 1Ö20 ÄeLe I || - ■■■., - ------'-—-- dem von der französische Bevölkerung weitgehende UkbergrÄ vorgeworfen werden. Die Ausländer Verluste« Berlin. Btrlin, 5. Februar. (Tel.-Komp.) Wie vok vttfchledtnch? tetten übereinstimmend gemeldet wird, haben seit de« gestrigen Morgenstunden zahlreiche Ausländer, die faj hiesigen großen Hotels wohnteü, fluchtartig ihre reise a n g e t r e t r n. Es handelt sich im wrsentlicheu Uch FräNzösen, did in großer Zahl Berlin verließen. Ueberreichung der Note. Berlin» «. Februar. Heute abends, spätestens mr Lauft deS morgigen Tages, wird, wie die „Vossische Zeitung" bericht«^ durch den französischen Geschäilslrägrr de Marcilly die Note dvl Entente überreicht weiden. Fn hiesigen diplomatischen Kreisen verlaute» daß die Note auf dem Prinzip der Bestrafung dtt Schuldigen bestehen» aber r« einet Wesse abgefaßt sein werde» die die Möglichkeit von Verhandlungen» namentlich Über bU Formalitäten des Verfahrens, offen lasse. Vitzüng der NeharMSnSkommWv«. Parts, 6. Februar. Htutt um 3 ilhr NächMittäO fiudef d,r Gitznug der Reparütivnskommi'sion statt, an der die Staats, sekretäre Dr. Loewenfeld-Raß und Dr. R e t sch teil^ nehmen. Beschlüsse des Votschafterrates. , Paris» 6. Februar. (HavaS.) Der Bötfchasterrat hat die B e fug U i f f e. die nach Ankunft der verbündeten O b t r k ö M m i f f ä t e in Ungar n bet Mtlltavt kömmisston r u Budapest znstetz-u werden, fest^ gestellt. Wtiters hat der Rat beschlossen» den , britischen Sord-s kanzlec sowie den Atterney General sofort «ach ihrer Ankunft in der ftrnät der Krieüsfchutdiaen m boren. 1 Ärtterrka beteiligt sich an der Mttattzkonseren^ NerNn, tz. Februar. (Kott.-Bur.) Einer Meldung des HöklaNdsch Rienwsbureau aus New-Dork zufolge hat sich' die üÄerikaNische Regierung ohne Vorbehalt bereit erklärt, au einer internationalen finunziellen Kotlsereuz tsil< zünehmen. . Hierzu bemerkt die „Äbssische Leitung": Diese Meldung mutz ernigermatzen überraschen.' Noch vor wenigen Tagen hat sich der amerikanische Schatzsekretär Glaß in seinem viel«. kommentierten Schreiben an die amerikanischen Handels^ kammetn gegen die Beteiligung an einer internationale«' FinanzkonfereNz ausgesprochen, beziehungsweise eine solche, nur dann zulassen wollen, wenn die Konferenzteilnehmer auf jede amerikanische Hilfe verzichten. Jetzt scheint man inj Amerika anderen SinNes geworben zu fein. Die Aeutzerung^ „ohrre Vorbehalt" scheint doch darauf hinzudeuten, datz die? ' Amerikaner geneigt seien, all dem siNänziellen Wiederckklfba^ Europas aktiv teilZuNehmen. Washington, .6. Februar. Die. Vereimgung -er amrn-j kännckeu HandtlskaMMern teilt mit, daß sie bereit sei, einen Ver-( tretet für die geplante interUatrönals Finanzkonferrnz zu er« nenne» uuter der Voraussetzung, daß den europätscheu Re«! gierungen das Schreibrn des Säiatzsekretärs Glah vom. 3t). Jänner zur Kenntnis gebracht werde. Wenn sie dann noch die Abhaltung einer Konferenz wünschten, dünn müsse die Konferenz iw Nahmen des erwähnten Briefes stattfiuden. Mitterands Politik. Paris, 6. Februar. 1 (Kammer.) Mintsterpräsident Millerand versicherte, baß das neue Kabmett die Politik des Kabinetts ClüMenetzaU fort« setzen werde und daß es die Bündnisse Frankreichs beibehalteir werde. Hinsichtlich des Adria-Pr-öblems erklär« der Ministerpräsident, daß süh Frankreich einzig von der Sörge unr den Weltfrieden und von seiner Freundschaft für die italieutfche SchwesteöUätüNl Und für bas serbische Volk.leiten lassen!Verde. ' ■,% .Frankreich tverde nichts von seiner glorreichen Dev; gangenheit im O ri ent ausgeben. Was die französische Politik in Gyrien brtrisft, habe keine Regieruirg jemals d« Llbsicht gehabt, die Anabhängigkeit der Bevölkerung Syriens zu bedrohen; Frankreich wolle ihr bloß eine gute Bern waltnng und Gerechtigkeit geben. (Redner spricht fort.) 4 Paris, 6. Februar. . (Havas.) Rach Abschluß die» Debatte tiber die äußere- Politik votierte die Kammer dev Negietüng mit 513 gegen 68 Stimmen das Vertrauen. Die Milner-Kommission. . London, 6. Ft binar. (Fmckspruch.) In der Besprechung der Rückrebr der Milner-Konnniision aus Aegypten erklärt die „t i m c §*, daß aus der Rückkehr zur jetzigen Zeit nicht auf einen Mißerfolg geschlossen werde dürfe. Die KoMmissiölt beab-i sichtigte nicht, bestehende Gegensätze auSzugleicheu. sondern die Zustände z u prüfen und jene Auskünste zu sammeln,' nach wtlchsu die künftige Beherrschung Aegyptens aufgebaut werden sollte. Es sei zweifellos, daß dem Lande em großes Maß von S e l b st r e g i e r u n g gewährt werde. PültzL ütt Tschttfchekin. Motzstav» tz. Februar. (Fnukspruch.) Der Volksküntmiffär für auswärtige AugelegrUheiten erhielt folgenden Funkspruch üuS Warschau: «Sehr dringend. An den VolkskomMissär fü« auswärtige Angelegenheiten T s ch i t s ch e r i n, Moskau. Die'' Regierung der polnischen Republik teilt mit, daß sie den Fuuk-» svrüch der russischen Sowittrrpublik Vom 89. Jänner erhalten! bat. Die Erklärung wird geprüft und die Antwort der russisch«»' Sowirtcepubkir mltgrte,lt werden. StanrSlaus P a t e k» Minister des Aeußtttz." Krastatt, tz, Februar. (Privat.) Die Situativ« hat im Lauft der letzten Tage keine wesentliche Aeuderuug erfahren. Eine Entscheidung über das FriedeNsanbot SowirtrußlandS ist bis zur Stunde noch nicht getroffen worden. H Mmister Pate k .begab sich gleich Nach seiner Änkunft in, Warschau direkt vom Bahnhof zum Staatsoberhaupt Pilsudski,' bet dem sich auch Ministerpräsident tZkülski und der Direktor des' politischen Departements im Mruistetinm des Aeußeru Okecki! tinfanden. Dtinlster Patek berichtete über seine Tatigkelt in Paris; und London und erteilte Informationen über den gegenwärtig«« Kars der a u s w a r t i g e n P o l i t i k drr Enftnte auch in bezug auf das russische Pröblrm Am Dieustag fand ein Minister-! rat statt, über dessen Verlauf keine näheren Details bekannt g«? worden t sind., Am Mittwoch erstattete Minister Patek im Land^ tagöausschuß für auswärtige Angelegenheiten den Bericht Über bfo Ergebnisse fetnrt Besprechung in Paris und London und! übw dre Haltung drr Regierunz i« der Frage drr OstKSlttik.^