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Wiener Morgenzeitung · 1920-02-06 · Heft 374 (6.2.1920) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 374 (6.2.1920)
Date
1920-02-06
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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tetti«»' Wien, Z-rettaA Wiener MorgenzeitmtK -6. Mruar W $my*pr Tagesbericht. Eine Krone 1.70 Centimes. . Gestern stellte sich in Zürich k österreichische Krone auf ....1.70 iie tschechische Krone auf ........ ..5.40 re Mark aüf....6.— # Das amerikanische Hilfslagerhaus. Mrchrichten aus Amerika besagen, daß dort das neue ^veigunternehmen der ainerrkanischen Hilfsaktion in voller »atchikeit ist. Die ersten Bezugscheine für das Hilfslagerhaus n Wen. sind in Amerika bereits verkauft. 50 Bezugscheine Lc das Wiener Hilfslagerhaus der Amerikaner sind unter-, »egs. Einer von diesen lautet aus die Snckme von 5000 Ällgrp .et wurde von dem „Anrerican Committee for lustrian Suffd^ers" bezahlt. Dkr. Herbert Ho oder hat >ch tn seiner 'Eigenschaft als Oberster Chef der Hilfsaktionen irr Beschaffung von Nahrungsmitteln für die notleidenden känder in Europa in einem Schreiben an alle Banken in «n Vereinigten Staaten von Amerika gewendet, tun' sie Irr die neue.Aktion der „Amerikanischen Hilfslagerhäuser" zu nieressieren. . . Umgehend haben 800 amerikanische Banken ihre guten lenste angebvten und sich nicht bloß zur Entgegennahme von Zahlungen für die Dollarpakets bereit erklärt, sondern auch alt einer Werbearbeit bei ihren Komittenten eingesetzt; sie toben"'unter anderem die Einrichtung getroffen, daß von den hezugsckeiuerr.für jedes einzelne Land die Nummer „1" nicht ms ge geben wird, sondern zurückbehalten wird, um im' Wege «er. Versreigerung zu eine»! hohen Preise, an. den Meist»!icte.nöen losgeschlagen zu werden. Das Wesen dieses „Amerddnischen Hilfslagerhauses" besteht bekanntlich^ darin, daß' in Amerika lebende Angehörige und Freunde von Oesterreichern .Dollarpakete" .kaufen, die. im Wiener Hilfslagerhaus, 1. Ben?ir?, Barf-Ring Nr. .8, auSgegeben werden; dort sind auch ne.Postkarten erhältlich, die in möglichst großer Zahl an n?linerikä lebende Freunde Oesterreichs (Angehörige von Oesterreichern) abgesendet werden sollen'. ..Heute fanden sich in diesem Jnformationsbureau des Hilfslagerhauses ungefähr 3000 Personen ein, die mehr als 5000 Postkarten zur Verständigung ihrer Freunde in Amerika »ehoben' ünd dem Jnformationsbureau zur Weiterbeförderung «rch Amerika übergeben haben. Der neue SLraßenbahnLarif. Äb 18. Februar 1820. Ad 18. d. M. wird die gewöhnliche Slraßenbahnnrte L 2.—, die Kind er karre 80 Heller, dir F r ü h» a r t e 70 Heller und der H i n- und Rückfahrtschein k 2«TO.:!ofteiL -Lchlepe beiden Kategorien sind von nun ab nur im v o r v erkauf erhältlich. Retz» und Streckentzarterr. Die M ojt a t § f o v 11 wird von K 160.— auf >- 3!0.—, d.e S 1 r e ck e nk a r k e iür zwe: Teilstrecken wird rvu 60.— auf K HO.—, die Streckrnkarteu für »rer:Terlstrecken von K. 75.— auf K l$o— und für. mehrere terlstreckcn von K 90.— auf K 170.— erhöht. FürdleKraftsteNwagenlinl en grllenfolgende .Evre-fe: Erwachsene: Ueb?r eine Zone K 2.-^. jede Zone > 1.-^ mehr; Kinder: Ueher eine und zwer Zonen K 1.50, iber mehr als ,nver Zonen kl. 2.50. N a ch t f a h r v reise: Ue''er eine und zwri Zonen 6.—, iber drer und vier Zonen L 9.—, über timi und sechs Zonen S 12—. , B!L)ge K!si«woh«ungen — auf der Ringstraße. -Unter den zahlreichen Aktionen des Magistrates zur Linderung der Wohnungsnot in Wien ist eine besonders bemerkenswert und klingt recht demokratisch-republikanisch: In einem der vornehmsten Teile von Wien, am Kaiser Wilhelm-Ring, ist in der letzten Zeit ein „Arme Leute- Viertel" entstanden. Der Magistrat hat mit dem Deutschen Kitterorden, als dem Eigentümer des großen Gebäudes am ilaiser Wilhelm-Ring Nr. 8, einHlebereinkommen betreffend ine Uebertassung von Räumen in dickem Hause getroffen. Für bis in' diesem Gebäude verbleibenden Wohnungen wurden unter -anderen folgende für ein Ringstraßenpalais unglaublich mäßig klingende Mietzinse festgesetzt: Für. eine Wohnung im ersten Mezzanin ein Jahreszins von 500 Kronen, für eine andere Wohnung im selben Mezzanin ein Jahreszins von 360 . Kronen, für eine bloß aus einem Kabinett bestehende Wohnung im ersten Mezzanin ein Jahreszins von 180 Kronen, für eine andere Kleinwohnung — eigentlich „kleinste Wohnung" — iin selben Stockwerke gar nur ein Jahreszins von 120 Kronen, für eine Wohnung im zweiten Mezzanin ein Jahre szins Won 800 Kronen. Die größten Jahreszinse sind 1200 mtd 3000 Kronen. Dem Mieter einer Wohnung mit dem Jahreszinse von 1200 Kronen wurde „mit Rücksicht auf seine zahlreiche Familie und seine minder günstigen Emkommensnnd ErwerLsverhältmsse" ein M i e t z i n s n a ch l a ß von 400 Kronen jährlich bewilligt. Und dies' in einem Palais am Kaiser Wilhelm-Ring! Eine Hnnderechnuug Frankreichs an Deutsch, land. Unter den vielen Rechnungen, die Frankreich unter dem Titel der Schadensgutmachung Deutschland präsentiert, befind t sich auch eine solche für die Entführung von - 26.000 Hunden aus i>em Elsaß. Es handelt sich, wie ein Berichterstatter der „Times" seinem Blatte meldet, um eine äußerst wertvolle Rasse, den elsässtich e n W v l f s h u n d, den besten Polizeihund der Welt. Der enthusiastische Berichterstatter nennt den Elsässer Wolfshund einen „Ueberhund", dessen hervorragende Eigenschaften ihn. heute zu den gesuchtesten Exemplaren macht. „Aeußerste Sensibilität, lebhaftes Tempera mchtt, hohe Intelligenz, Unbestechlichkeit, Umsichligbeit und selbständiges Denken". Das ist das Zeugnis, das diesem ausgezeichneten Tier von allen Fachleuten ausgestellt wird und um welches ihn mancher seiner Herren.beneiden dürfte. Dazu kommt noch, daß der elsässische Wolfshund ein ausgesprochener „Ein-Mann- Hund" ist, der nur einen Herrn kennt, diesem aber in bedinstnngs loser Treue ergeben ist. Bei solchen Eigen- 'chaftsn ist es kein Wunder, daß man, wje der Korresvon^nt' des' „Times" sagt, heute einen Elsässer ebenso 'schwer brjsommen kaim, wie eine Wohnung und daß, einer W WenM er nicht^unier 360 Psund Sterling das Exenchlar erstanden werden kann. Die Franzosen behaupten nun, daß Kronprinz Rupp r e ch t und sein Adjutant, Hauptmanu Ehr l i ch, die Missetäter gewesen seien, welche die 26.000 Exemplare dieser unschätzbaren Tiere geraubt haben sollen, und fordern von Deutschland die Schadensgutmachung- Paris, der Markt der Welt. Untre dem vielsagenden Namen „Parte, March<5 du Monde" hat sich in Paris eine Gesellschaft gebildet, mit dem Zwecke, eine Riesenzentrale fiir Ein- und Verlaus aller nur denkbaren Warm zu schaffen. Das Unternehmen hat sich bereits die Unterstützung des Pariser-Stadtrates, des Generalrats und der ftanzösischen und englischen Handelskammern gesichert. Das Anfangskapital beträgt zwei Millionen Franks. Es ist die Errichtung eines RtefenetäbliffementS am Quai de Paffh, unmittelbar hinter dem Trocadero, mit einer 850 Fuß laugen Front und einer Höhe von 600 Fuß in Allssicht genommen. Im Gebäude werden 500 Muster« säle untergebracht werden. Es ist bereits an di« großen Firmen die Einladung ergangen, OptiSnen auf Räume im Erdgeschoß zu erwerben Md die Gesellschaft besitzt bereits eine Abmachung mit einem Finanzinstitut, durch welches ihr für dm Fall, als sie die Vergebung der Hälfte des Erdgeschosses nachweist, ei« Hypothekardarlehen vou 160 Millwneu Franks zugesichert wird. Das Schicksal deS „SimplizisfimttS". Wie der Berliner „Borwärts* aus eingcweihten Kreisen erfährt, har der D e n t s ch n a 1 i 0 n a 1 r B e r l a g neben dem „Kladderadatsch" jetzt auch den „S implizissim « 3" angekaüst- Damit ist das Schicksal deS berühmten Deutsche» Witzblattes besiegelt, welches mit soviel Kraft und Mut daS Hohenzoller'fche Gottesgnadentnm, dm' ostelbifchen JMkergeist, die - reichsdeursche Beamteuhierarchie und den Untertanenverstand bekämpft hat. Schon in den letzten Kriegsjahrm 'eine Brutstätte des SiegfrirdensgeisteS hat sich jetzt der „SimplizWmuS" völlig den Alldeutsche« verkauft Md das brrükmte Wktzblatt mit dem roten Buldogg rm Wappm tritt von der literänschen Schaubühne ab. Es hat manche Kulturtat geleistet und die Bande dieser Wochenschrift meS der Vorkriegszeit bleibm em Zeugnis für eine Geistesrrchwng, deren sich das deutsche Volk wahrhaft nicht zu schämen braucht und die weitrrwirken wrrd, wenn sich auch der „Simplizissimus" von der Reaktion kauten ließ. __ Eine Goldschieberaffare in London. Auch in England ist der Goldpreis bekanntlich so sehr gestiegm, daß man bettächtlichen Gewinn zu erziele» vermag, wenn man die englischen Galdmiinzm schmilzt und daS reine Metall zum Tageskurse verkauir. Ein Londoner Advokat, ein Geld- Verleiher, ein Goldgräb^ und vier andere Personen, darunter eine Frau, betrreben dieses recht einträgliche Geschäft, das eine Nebertretung des englischen Gesetzes darstellt. Sre hatten sich deswegen vor dem malischen Polrreisirasgekichte in der Boowstreezu veraniworkeu. Die Anklage hebt hervor, daß nachgewiesenert maßm cmer von ihnm bei der Bank boü England 110.000 Pfund- Stnlrug in Goldstücke» behoben habe, was ein Gewicht vs« 406',', Kilogramm darstellt. Alle Angeklagtrn haben drefe g^chwrdngm Oderarionm feit Oktober ISIS betriebm. D:e Aufgabe, die die Staatsanwaltschaft zu lösm hatte, war schr schwer, da sie'bei den Banken auch dre Bankoperatroum mußte, die?;nr Erlangung der Baniuoten, «rt welchen die Goldurrmzm «ugelvst wurden, rriorderlich waren. Die Schied« darrde w<tt 'aüstzezerchnet organisiert und hatte die enttprechrndm Vdrirehtsturipnahmrn getroffm. Dank der Umsicht emeS Beamten der Banl von England ist es schließlich doch gelungen, der Bande aus die Spur zu kommen. Der Grnchtssall. der in London das größte Aufsehen hervorgerufe» hat, wird in den nächste« Tage« zur Abnrterlnng gelangen. Alte Theateranekd'oten. Im neueste» Heft des „Zwinger" gibt der Herausgeber dieser Dresdner Theaterzritschrif«, Dr. K a r l W 0 l f f, eine Anzahl Tbeäteranekdoten, die er in Kalendern und Almanachm des 18. Jahrhundertgefunden hat,heraus. Aus der lustigm Sammlung seien folgende Einzelheiten mrtgetrilt: Hamlet wurde in einer Stadt gegeben, und der, .welcher ihn spielt«, erwarb sich viele« Beifall. Bald darauf kam eine aridere, aber weit geringere und schlechkere Gesellschaft. Sir gab anch Hamlet. Kaum hatte man einige Szmeu dialogiert, so erfolgte wegen de§ elenden Spiels aus allen Ecken dechTheaters ein Zische« und Pfeifen. . Der Akteur faßte sich kurz und sagte dem Patterre: „Liebe Herrm, der, welcher den Hamlet vor m':tz gespielt, bekommt die Woche 11 Gulden, ich aber leider nur vier. Ihr werdet all» eine gütige Nachsicht mit mir haben." (1784.) Der berühmte Hogarth wünschte sehr, daS Bildnis drö Rvmänschreibcrs Fielding zn haben, um solches vor die Ausgabe seiner Werke setzen zu können. Da dieser aber gestorben war und sich niemals hatte malen lasten, so war er nicht wenig deswegen verlegen. Sem Freunds der große Garrik, erfuhr es, und weil er sehr vertraut mit Fielding gelebt hatte und also sich feiner noch wohl erinnern konnte, so. trat er eines Tages dem Hogarth mit einer so großen Aehnlichkeit vou FieldingS Gcsichis-Üge« unlrr . die Auge«, daß sich dieser darüber entsetzte Md beinahe in Ohnmacht gefallen wäre. Als er sich wieder erholt hatte, kopierte er GarrikS Physiognomie und ließ das Bild stechen, welches eben dasselbe ist, das vor der englischen Ausgabe von FieldingS Werken steht und diesem letzteren so vollkommen gleichsieht. (1776.) Früher hatte man auf dem Londoner Theater, wie aus so vielen anderen, keine Frauenzimmer. Als einst König Karl Hange warten mußte und ungeduldig wurde, daß daS Schauspiel nicht seinen Anfang «ahm, entschuldigte sich der Direktor damit daß die Königin noch nicht rasiert fei. (1776.) Eingesendet. Brillanten, Platin,Münzen Perlen Uhren, falsche Zähne, alle Silbergcgenstätide verkaufen Ste am besten a*ym dem Jaweller und Goldarbeiter S. Holzapfel Wien, VI., MariahlUerctrasse 79 oder Werk*tltte:!., WoUzeBe 17/13. *** Z«mth8ofe«toVr«U!»^ftiür*4t*ft*TMarb*kfeuiff Gitt technisches Amt in Serrtfalems r Aus Jerusalem wird uns geschrieben: zionistische Kommisswn hat neulich eine Konferenz Ingenieure zur Beratung der technischen Zukunft PalL-. stinas, einberufen, welche unter dein Vorsitz ttffifdjpv kinS' abgehalren wurde. Herr H'. Hecker Zab eise» Plan für die Gründung eines vollständigen technischen: Amtes. Nach kurzer Diskussion, des Vorschlages würde» beschlossen, daß das technische Amt ans vier Abteilunggeü zusammengesetzt' fein sollte: Bauwesen, öffentliches Arbeiten, Industrie und. techAiifche Bildung. Jode Ab'--« teilung' hat von einem Ingenieur kontrolliert z« wev-i den, der dem Ehefingenieup verantwortlich ist, welH' l tzterer wieder als verantwortliches Organ gegenüber - der zionistischen Kommission erscheint. Für drei betj technischen Abteilungen iwvbeit folgende Herren twe-j tzeschlagen.: Für Bauwesen Herr Wilbnschewitz öffentliche. Arbeiten Herr Max Hecker, Industrie Wilbns che Witz jun.'Der Plan ist von der Ssnl Zenträle gsbMgt «nh die Mr^reitiMZZarbeiten hier gehen gut von statten. . » .... __ "• Das Friedeasbattkett der Historische« Gesellschaft. In London farrd dieser Tage daS vo» englisch -jüdische«Historische«Sesellschafta«^ läßlich ihres fünfundzwanzigjährigen Jubiläums veranstaltet^' Friedensbankett statt. Fünfhundert Teilnehmer Ware« a«o wesend. Unter den.Ehrengäste» befmche» sich mehrere Ri» gtiader der englischen Regierung, der Oberste Richter beA Reiches, der Lord Kanzler, der amerikanische Botschaft«, da).: außerordentliche Minister von China, der Großrabbiner vo« England, Lord Sw ah th lin g und andere. Lord Readi«Kf der die Reihe der Rede« «öffnete, wies ach die Gntwicklmi« hin, welche die Juden in England im Laufe der Jahrhunderte ' bnrchgemacht habe«. Heute Witt» die Zahl b« Jude» tue Bereinigten Königreiche auf 275.000 geschätzt während dg \ den Dominions und Kolonien ungefähr 145.000 jüdisihrj Seelen leben dürste». Don diesen 430.000 jüdische» Seel« des brittsche« Reiches haben den Krieg mehr als 50.0001 . Juden als aktive Soldaten mttgemacht. 880 jüdische Soldat« . - wurden im Kriege ausgezeichnet, fünf von ihnen «it dechj Biktoriakreuz. Z ang will sprach üb« »Ersetz und Sch»? Schichte" und schloß mit einem Gruß an de» Lordkauzl« «A die Ehrengäste. Der Lordbmzler gab i« seiner LaiwoÄ seinem Erstaunen Ausdruck, baß »ach d« Mitteilung Do« Readings im Vereinigten Königreiche nicht mehr als 275.000 Juden leben und stellte fest, daß die Jude» Englandtffi« Grund haben, aus die Bordienste um daS Reich stolz §a Sterbesälle. Henke finden aus der ffraMschen^UH» teilung des Zentralsrirdhofes folgend« Beerdigungr» statt: Adm S t i g « i tz (11 Uhr vormittags. Alter Fnedhof), SliaS Bauer (10 Uhr vormittags. Neuer Friedhof), Mtan AsaVser (10 Uhr 20 Minuten vormittags, Rener FriWhof^ Berta Ltzle» (11 Uhr vormittags. Neuer Frndhvf). 1 9 Es» trauriger Redartz. .Daily Telegraph" 0t Me| Entwettnng deS Papiergeldes für englische Pfund «it 15, st« Frank mit 48, für Lire «it 58 und für ö st«r r e t ch.« s ch t Kr 0 ne« mit 87 Prozent an. Dir gesamte W e l IkreegS» schuld bettage rund 48 MMiardm englische Pfund. Die B e v» mehrnna desPapiergrldnmlaufe - fiekke sich für Frankreich ans 37S, für England aus 844, für di« Bereinigt» Staate« auf 171, für Italien anf 435) für Deutschland ans »udfürOesterreichanf 3700 Prozent. Hilfe fie die ofigattzische» Jude«. Die D ei aation deSSüdischenNatronalrates f»e Ostgalizien teilt folgendes m»t: Im Lause deS MoneteR Februar begibt sich eine Kommission «ach Amerika zur Organ«» sierung e uer großzügigen Hilfsaktion für de» Wiederanfdaq dre ostaalizffchen Indenhett. Wir fordern daher die hier weilenden Flüchtlinge tn ihrem eigenen Interesse auf. sich «ach ihre» Heimat-» orten in Komitees zu organisieren und Bertraucnsmänntt {B wählen» die sich mit unS s 0 f 0 r t m Verbindung seyen solle», nm von nnS d'e Weisungen für die Bvrarbrtte» entgegenzanehmen. ES handelt sich hauptsächlich um die Sammlung statistisch« Materials der erlittmm Schäden sowie »m dte Hohe der nötig« Kapitalien für den Wiederaufbau, das als Basis für die Der» Handlungen unfcrer Kommission mit den amerikanisch-jüdisch«- Jnstilnttonrn dienen soll. Sprechstunden in dieser Angelegenheit von 10 bis 12 Uhr vormittags in der Delegation des Jüdisch« Nationalrates für Ostgadzi« (Abieilrmg Amerika), Drey» n¥ Praterstraße 9/4. ® Wiedereröffnung der Vorlesungen i« Wiener Beth-Hamldrasch, U., Ferdinandstraße 23. Rach längerer Unter»? brecbung der Vorlesungen wegen Monzels au Heizmattna! ,st es! durch dte emgeleitele Spendensammlung endlich gelungen, de« j. ungestörte« weiteren Betrieb der Anstalt zn siche«. Äußer d« ) Sabbatvorträgen des Herrn Lektor Dr. S. Rubin sind« > von jetzt ab regelmäßig folgende Vorlcsungm statt: Sonntag von 6 vis 7 Uhr: Lektor Dr. S. Rubin, Midrasch. Montag von 6 bis 7 Uhr d e r s e l b e: Talmud. Dienstag von 6 big 7 Uhr Gemeinderadbiner und Lektor Dr. S. G e l b b a u S: Samuel. Mittwoch von 7,6 bis 7»7 derselbe: Samuel; \ 7,7 bis 7,8 Uhr Dr. A. K a m i»k a: MaimomdeS.. Mors > Nebuchim. Donnerstag von 6 bis 7 'Uhr Dr. A. K a m i n k ar Mannonides: More Nebuchim. Zuwendungen zur Förderung j dieses Studieninstttutes für jüdische Wiffmschaft «ud zur Er- Weiterung und Ansgestaltuna des Lehrbetriebes tn demselben! werden an die Bank- und Wechselstuben A.-G., „Merkur", Sittv ' I., Wollzerle 1, erbeten. (Sammlung Beth-Hamidrasch.) j * Die Generalversammlung der Gesellschaft zu» Erforschung'und Förderung jüdischer Mufid findet 1 Montag den 9. d. M. um 6 Uhr abends im Saale deS Jngemmr- «ud ArchitekteuvereineS, l.. Eschenbachgaffe S, % Stock, statt. r TageSordnünh: 1. Begrüßungsansprache, S. Bericht öder die Bor-- ‘ arbeiten^ tz. Statuten, 4. Wahlen, 5. Eventuelles. 6. Bortrgg dtM ' Herrn Dr. Felder „Zum Problem der jüdische» Musik". * Semesterschlutz au Volke- »ud Bürgerschule«. Bom Bezirksschulräte wird vcrlautbart, daß in dickem Schuljahre tui Sinne her besteherrden Borschrrstru bas erste Halbjahr sowohl für die PolkSals auch für die Bürgerschulen mit Sam-tag de» , 14. d. Pk. schließt und vre berden darcmffolgrndM Wochentags Yas ist der.16. und 17. d M.» für beide der grmuwten SchiÄ- / kategorren — für die.BollSschuleu heuer rm» erstenmal — schulfrei sind.

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