Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 373 (5.2.1920)
- Date
- 1920-02-05
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Men. "Donnerstag" . , A WienerMorAenzettunK — -1 — >-—————— *»— ■■»— »■- .1 ■■■■m— i 0ltT373' |f Die amerikanische Kreditfrage, . ‘ ilmsterdam» 4. Februar. (Korr.-Bur.1 Rach vorliegenden Meldungen aus Waslsirrgion nimmt der Sekretär des Schatzamtes gegen die von der Kreditkornmisston des Revräsentanten- -auseS und von Hoover vorgesehene Höhe des Unterstützungs- »etraaes von 50 Millionen Dollar für Oesterreich, Polen »nd Armenien Stellung und sagt, daß diese Summe in k e r n e r W e i s e a u s r e i ch e und eher schlecht als gut wirken würde. Er betont, daß mindestens 185 Millionen Dollar nötig seien, M die Lage tit diesen Ländern zu bessern. bbobbi Eröffnungsanzeige! NAAAAAAAAAAAAAA/vVSAAAAA/SAAAAAAAA/ Wir erlauben uns, die höfl. Mitteilung zu machen, dass wir das ' Z. Februar lill2S Leite S MA Sine Krone 1.70 Centimes. *' Oester« stellte sich m Zürich .. -j /. .ch die österreichische Ärmte auf . » ' . . . ... . . i.7b die tschechische Krone auf . »>.; 5.ÖC die Mark auf ... i;.- Tagesbericht •: -Jl ■ Die amerikanischen Banken stelle« die Diskontierung von Tratten im Ausland ei«. Amsterdam, 4. Februar. Infolge der Wechselkurse hat rine Anzahl von amerikanischen Banken dre Diskontierung gon Tratten m Dollar, die auf btc Zahlung von a u s g elührten Waren gezogen wurden, eingestellt. Diese Banken beschränken sich jetzt darauf. Tratten nach Maßgabe der Bezahlung im Ausland anzunehmen und eröffnen den Exporteuren nur rmen Kredit, wenn sie Fonds aus dem Ausiande erhalten hahen. Diese Maßnahme wird auf Schwierigkeiten mrückgeführt, denen wart begegnet, wenn man im Auslands Dollar erhalten will. Die Konferenz betreffend die Wechselkurse. Haag» 4. Februar, «dt e u w e C o u r a u t" meldet drahtlos aus L o n d o n, daß die Besprechungen zwischen dem Schätzkanzler und den Vertretern der Finanz- sowie der Handelskreise und den politischeu Parteien über die internationalen Wechselkurse begonnen haben. Dlc Besprechungen tragen privaten Charakter. Der „T i m e s" zufolge herrscht in der Cith allgemein die Auffassung, daß das Ergebnis dieser Beratungen die Einberufung einer internalionalcn Konferenz zur Prüfung dieser Frage >ein werde. Die Neutralen und die Auslieferung Wilhelms. Berlin,. 4. Febrrjgr. ..Das „Be-liner Tageblatt" meldet sus Basel: Wie dre «Preßiuformation" erführt, verlautet ru politischen Kreisen der Schweiz, daß die. Schweizer, und die skandinavischen Regierungen in jeder Hinsicht den Standpunkt der holländischen Regierung m der Frage der Auslieferung des früheren deutschen Kaisers, teilen. Zwischen den Neutralen sindc seit Montag, cm lebhafter Gedankenaustausch statt. Paris. 4. Februar, lljach einer Meldung der Agence Havas ist das neue Schreiben an Holland wegen Ansliefernng des Exkaisers Wilhelm in energischem Ton gehalten. Es drückt die Hoffnung aus, Holland werde sich der Gci cchugkeit und der Moral, die über alle Prmzwwn des gegebenen Rechtes sieben, anschließen und nicht die Brrantwvrtung für eine gegenteilige Auffassung auf sich nehmen. Rüffelt rehabilitiert. Berlin, 4. Februar. Die..Bossische Zeitung" meldet: Der englische Mathematiker und Philosoph Bertram Russell, der im Herbst 1916 wegen seiner pa osi st,scheu Gesinnung seines Lehramtes an der Universität von Cambridge enthoben und später wegen angeblicher Beleidigung des amerikanischen Volkes zu einer sechsmonatlichen Gefängnisstrafe verurteilt worden war, tft, wie „Hollandsch Nicmvsbureau" hört, wieder in seine Professur eingesetzt worden. Die Vorgänge in Irland. ,. London, 4. Februar. (Trl.-Komp.) Die englischen Blätter brmgen ausführliche Einzelheiten über die Razzia, die die eugüsche Regierung am Sonntag in verschiedenen englischen und »rucken Städten vornehmen ließ. Die Polizei nahm diesmal nicht daran teil, sondern es wurden Truppen dazu benützt, die mit aufgepflanztem Seitengewehr vorgingrn. Es wurden zahlreiche Verhaftungen vorgmoluiueu. Urberall wurden die Häuser untersucht. Drei ParlanientSmuglieder und mehret e Sinnfemer befinden sich unter den Verhafteten, die nach Sttoobh gebracht wurden, wo sich auch der Bürgermeister von Dublin, der Alderman Thomas. Kelly, bereits fett zwei Monaten befindet. Wie es herßt, sind auch einige englische Kriegsschiffe vor Dublin avfgefahren. um nötigenfalls zur Ausrcchterhaltung der Ordnung chren Geschützen einzugreifen. Erzberger wieder gesund. Berlin, 4. Februar. D^e «Deutsche Allgemeine Zeitung" meldet: Rrrchsfincmzmmister Erzbcrger erschien heute zum ersten Male wieder rm StcuerauLschuß der Nationalversammlung und Welt ohne das mrndeste Zeichen von Ermüdung eine ausführliche Rede über dre Steuergesetze. Die Deutschnationalen fordern die Ausweisung der Fremden aus Tirol. >7- Innsbruck» 4. Februar, i'fm 3t. Jänner erschienen Vertreter der deutschvolklschcn Gewerkschaften und der deutschnarioualspzralistrfcken Partei bei der Tiroler Landesregierung, legten die Notlage der Bevölkerung dar -und überreichten die Forderung Sra? 8 uswer s u n » aller Fremden, die sich ohne Arbeitsnachwets hier aushaltcn, nach strenger Bestrafung aller Schieber und Schleichhändler und Einziehung ihrer Vermögen, nach Sperrung der Landesgrenzcn gegen jede Lebensnultelanssirhr «md Absperrung gegen Sommerfrischler Die Prager Handelskonferenzen. _,^rp0» 5. Februar. (Korr.--Bur.) Die gestern unter den Borntze des Ministerpräsidenten Tusar stattgefundene Konferenz der Kohlen- und Verkehrskommrssion hat ermöglicht, daß bti Verhandlungen m den Snbkommifsionen ausgenommen werdet konnten. Im Laufe des heutigen Tages wurde in erster Lini« über die Lmerung von Sachdelnobilisterungsgütern, Metaller und Gerbstoffen beraten. Die Verhandlungen .gestalteter sich 'khr schwierig und es konnte bisher über dre Höhe und di> Durchführung der Lieferungen keine Einigung erzielt werden. Fü motsen ist d»e Fortsetzung der Beratungen über dieselben Ver handlungsgegenstände anberaumt. ' Am 9. d. M. werden in Prag Konsereuzen zwischen Ver tretern der , berdersertigen Refforts für Landwirtschast und Er nahmng beginnen, die den Zweck haben, für den Verkehr mit bei bttßfiiQnntett Ressorts betreffenden Produkten und Waren Er letchterungen zu schaffen. Sine gesprengte Versammlung des Doktor Lodgman. f -ft«, 4. Februar. Gestern hätte Dr. L o d g m a n un Dämchen Haus in Budweis in einer Wählerdersammlung sprechen sollen. Schon bei seinem Erscheinen im Saale kam es zu stürmischen Szenen zwischen deuffchen und tschechffchen Versammlungsmlnehmem. Rach der „Narodni Listy" halten deutsche Studenten von der Galerie Sesiel auf die Tschechen hinuntergeworfen, wodurch dret Personen verletzt worden seren. > Demgegenüber melden die hiesigen deutschen Blätter, daß von den Tschechen gewaltsam CAFl SCHOTTENRING Wien, I„ Schottenring Nr. 9 ■ von dem früheren Besitzer, Herrn » Friedrich Reicher, käuflich er- « j worben haben. Dasselbe wurde von « j uns heu renoviert und wird auf der « « bisherigen Grundlage im feinsten und j ■ solidesten Stil weitergeführt. g ■ Wir werden jederzeit bemüht sein, g g durch Ausgabe von nur erstklassigsten g ■ Kaffeehausgetränken bei massigen g g Preisen sowie durch aufmerksame Beg g dienung die Zufriedenheit und das g g Wohlwollen unserer verehrten Gäste g g zu erwerben und den Aufenthalt bei g g uns so angenehm wie nur irgend mög- ■ g lieh zu gestalten. g g Allabendlich ab iliS Uhr der herg g vorragende Salonpianist Siendal g g am Klavier. g g Um zahlreichen Zuspruch bitten g g ergebenst . g; Immergut u. Halaunbrenner j g 7004 . J ■ ■HBBBBBIHKHKiSBHBHMBiSBnBlinBna S1B1BIIBBDI Wie das „Prager Abendblatt" meldet, hatte Dr. Lodgman, der in Prag augekommcn ist. eine Nnleeredung mit dem Mimstervräsideuten, wobei auch die Budweiser Vorfälle zur Sprache kanten. Dev Pvozetz Mnna. Prag, 4. Februar. (Privat.) 1440'Legionäre aus Ktadno verlairgten in einer Eingabe an den Präsidenten Masarhk, daß der Prozeß gegen Muna miverzüglich durchgesührt werde, da Muna zum Kandidaten bei den bevorstehenden Wahlen ausersehen sei und man wissen müsse, ob er schuldig sei oder nicht. — Heute nachrnittags trat der Dtinistcrrar zusanimen um darüber zu beschließen, ob die Anklage wegen Verbrechens gegen die Wehrmacht des Staates fallen gelassen und Muna tvegen Hochverrates dem Zivilgerichte eingeliefert werde. Der dRinisterrat dürfte sich für diese Lösung entscheiden und die Ratskammer wird dann z»l entscheiden haben, ob Muna auf freien Fuß zu setzen ist. Jedenfalls wird der Zivilsenat, dein der Prozeß übertragen wird, mehrere Wochen zum Studiunr der Akten benötigen und dann werden die Wahlen vorbei sein. Friedrich vor dem Sturz. Anklage dev Gräfin Almafiy. — Ein Minifterrat einberufen. Budapest» 4. Februar. Gräfin Denise Alm as s h, die bekanntlich brr der Ermordung ihres Onkels, des Grasen Stephan T«sza, zugegen war und hierbei verwundet wurde, hat im Wege ihres Rechtsfreundes Dr. Franz U l a i n an die Regierung erne Eingabe gerichtet, worin sie mit Rücksicht auf die Möglichkeit, daß Kriegsminister Stephan Friedrich in der Strafangelegenheit wegen Ermordung des Grasen Stephan Trsza eine Schuld treffe, erklärt, daß ,sie, solange Stephan Friedrich Ministergewalt ausübe, die Möglichkeit einer unparieiischen Rechtsprechung und die Aufdeckung der Wahrheit in dieser Sache nicht als sicher betrachten könne. Ministerpräsident H n s z a r äußerte sich einem Vertreter des „Az Est" gegenüber: Ich habe heute vormittags die Eingabe der Gräfin Almaffy entgegrngenommen. Morgen um 11 Uhr vormittags findet em M i n i st e r r a t statt, der sich mit dieser Sache beschäftigen wird. Huszar «nd Erzherzog Iofsf über die Affäre Friedrich. Budapest, 4. Februar. (Tel.-Kornp.) Die Forderung der Gräfin Denise A l m a s s h nach dein Rücktritt des Krregsministers Friedrich bat in den politischen Kreisen Budapests daS größte Anffehen hervorgeruien. Ministerpräsident H u s z a r äußerte sich zu einem Redakteur des „Az Est" über die Angelegenheit folgendermaßen: Morgen vormittags wird ein Mr nisterrat stattfiuden, der zu dieser A s f ä x.t Stellung nehmen wird. Als alter politischer Gegner des Grafen Stephan Tisza fühle ich mich doppelt verpflichtet, in die Angelegenhert Licht zu bringen. Die Schuldigen müssen exemplarisch bestraft werden. Denn nur durch die volle Wahrheit kann der Nation moralisch Genugtuung gewährt werden. Das Christentum kann nrcht persönlichen Interessen zunr Deckmantel dienen unb man wird wegen irrdividueller Verbrechen eine Weltanschauung nicht zur Verantwortung ziehen dürfen.,Stephan Friedrich wird auch den Schein tilgen urüssen, als Hütte er in dieser Angelegenheit seine ministerielle Macht in irgendeiner Richtung mißbraucht. Auch Erzherzog Josef wendet sich in einem dem „Az Est" gewährten Interview s ch a r f g e g e n Minister Friedrich. Der Erzherzog tritt entschieden gegen gewisse aüznradikale Politiker aus, die nicht aus dem Wege gehen wollen, auch wenn sie schon ganz und gar überflüssig geworden sind. Solche Politiker könne er nicht mit seinen Splnpathien, noch weniger aber mit seinem Namen mllci stützen. Erzherzog Josef betont übrigens, daß er unter kcaren Umständen geneigt sei, sich au. dv Milieu Politik zu beteiligen. AmerUa«ische Lebensmittelpakete. Das amerikaaische »HUfslagerHaus" in Wien. Die ^American Relief Administration Enropearl Children'S Fund-Mission Io Vienna^ führt die viele Zehntau^ende von Kindern umfassende MassenauSspeisung in Oesterreich durch. Der Orgauisatiousapparat dieser Schöpfung Mr. Herbert Hoovers ist eben dara«, eine neuartige Aktion zu bewerkstelligen. Du „American Relief Administration WarehvuseS", dre „Ämerikani'. schen Hilsslagerhöuser" werde» in Funktion treten, als eiftcc jenes in Wren, X, Parkrma Nr. 8, im ehemaligen „Palarr Erzherzog Eugm". Der Zweck viesec Hitfslagerhärr'er der amerikanischen KinderhilfSaktion ist zwischen von in Amerika lebenden Verwandten und Freunden von Oesterreichern und diesen selbst eine Verbindung herzusirllen. Die Verwandtcrr oder Freunde in Amerika sollen Lcbensmittelpakete. wie sic von - der Ainerican Relief Administration zusammen gestellt werden, kaufen und durch diesen Orgamsationsapparar nach Oesterreich senden können. Zur Verwirklichung des großzügigen,Planes der Verff'ndnng vieler Lebensmittelvakele an Einzelpersonen. rn Oesterreich ist in Amerika ein nmsangreicher Apnarat iür Werbearbeit und Organisation .ansgeboten worden. Jede Bank in de« Vereinigten Staaten von Amerika übernimmt Dollarzahlnugen und fertigt einen unübertragbaren Lebensui'.ttelbezugschcm an den Empfänger tu Wien aus. Die Type» der LebeusmiLtelpakeLe. Bon beit Lebensmittelpaleten, die man wahrscheinlich zuurn^ „Dollarpakete" nennen wird, gibt es zwn Typen. Ihr Inhalt rft Ullgesähr: Kleines P a Le t: 11 Kilogramm Mcbl. 4‘/s Kilogramm Bohnen. 3 6 Kiltzgromm Speck, 8 Dosen Milrli, oder-: l l .Kilogramm Mehl, 41/i; Kilogramm Bohnen, :>*/* Lr'.er . Pflanzenöl, 12 Dosen Milch. , - Größeres Paket: 63 Kilograrnm Mehl, 22VE Kilo- < granrm Bohnen, 7'2 Kilogramm Sveck, 6^/« Kilogramm Schmqlz, 5'4 Kilogramm Corned-Beef, 48 Dolen Milch, oder: 63 Kilogramm Mehl, 22l/2 Kilogramm Bohnen. 22Vr Liker Pflanzenäl, 63li K logronim Eori'>'d-B^"t. Misch. 1 Der in Amerika ausgestellte Lebensmrttelbezugss<^eln wird in einem rekommandierten Briefe dem Adressaten-' ln Oesterreich zugestellr, von diesem im HilfslagerhausiKf Amerikaner, 1. Bezirk, Parkring 3, überreicht und mit einem entspreöyenden „Dollarpaket" eingelöst. Die Depoträume 'des amerikanischen Hilfslagerhauses befinden sich im -rückwärtigen Trakte des Gebäudes, die Abgabe der Valete erfolgt also uft jenem Teile des Palais, welcher der Jedtlitz-Markthalle (Cobdengasse) zugekehrt ist. In der am Ring gelegenen Gef bäudefront sind die Bureauräume der Amerikaner unter-- gebracht; dort werde,! Auskünfte erteil: und Postkarten aus-- gegeben, sozusagen „Bestellkärten", die möglichst rasch an Per, wandte und Freunde in ' Amerrka gesendet werden müssen, um diese zum einmaligen, oder wiederholten Kauf, eines odtw mehrerer Leben smittelpakrte zu veranlassen. Je: mehr .solch.e „Bestellkarten" irn Lnsormationsbureau des.American.Resief^ Administration Wcrrehoüses behoben und. versendet werden',^, desto mehr Pakete werden in Amerika zusammengestellr Ilahrungsrnitteln. erstehen kann; selbstverständlich diesem Lebcnsmitteleinkauf die österreichische Valuta nrchs ' schädigend beeinflußt. .Die Vorteile der Verschiffung und ,Verfrachtung durch die - amerikanische Hilfsaktion schließen, ose Gewähr in sich, daß die Pakete tatsächlich an, den Adreffatöü . gelangen» Die Transporte gehen mit jenen der amerimüi;- schcn KrnderhilfZaktion, deren Fonds auch der Renrgewrnfi aus diesem Zweigunternehmen der amerikanischen HilsSaknor^ zuflietzt. Offizielle Erklärungen der Regieru n g!dÄ.. Der High Commrssioner der Vereinigten Staaten'-von Amerika in Wien hat in einer Unterredung mit dem Stacitskanzler folgendes erösftret:. . ' „Das Auswärtige Amt in Washington ist mit allen Vorkehrungen einverstanden, welche dq.hi:r gehen, in den Ver-, einigten Staaten Anweisungen auf Lebensmittel zu kaufendie den Lagerhäusern der Hilisaktion in Oesterreich zngestc'.tx werden. Diese Maßnahmen werden darauf abzielen, daß;rne, für welche Lebensrnittel gekauft werden, die größtmögliche Menge zum niedrigsten Preis erhalten, ohne daß hierdurch die österreichische Valuta gefährdet würde." Die österreichische Regierung hat Vorsorge getroffen, um die Absichten Mr. Herbert hoovers möglrchst verwirklichen zu helfen: sie hat folgende Zusicherung gegeben: „Die Lsterrerchische Regierung wird ihrerseits alles tun,- iuh dre im Interesse des Gelingens der beabsichtigten Aktion notwendigen Maßnahmen zu treffen und die Intentionen Mr. Hoovers in diesen Belüngen auf das tatkräftigste zu unterstützen. , Diese Lebensmittel sind frei von lokalen Verteilung^- Maßnahmen, das heißt, sie sollen wirklich eine Ergänzung zur Lebensmittelbelieferungsein und nicht der Festsetzung von Maximalratronen, die von der Regierung oder von lokalen Behörden bestimmt werden, unterworfen sein. Diese Lebensmittel sind frei von Beschlagnahme seitens der Regierung." - Der Betrieb tm amerikanischen Hilfslagerhaus ist heute ausgenommen worden. Bon nun an erhält jeder Besucher des JnformationsburenuS (Haupteingang Parkring S) mündliche Auskünfte, eine aufklärcnde Broschüre und Postkarten unentgeltlich an Wochentagen. Der Streik der Siechtspraktrkante» vermieden. Gestern fand im Festfaal der Universität die Vollversamrnlung der bei den Wiener Gerichten beschäftigten Nrkhtepraktikauten statt, die zu den Ergebnissen der mit dem Staatsanrt für Justiz und für Finanzen geführteu Verhandlungen Stellung nehme,: sollte. Bis gestern mittags verhielten sich, die beteiligter! Staats.ämter den berechtigten Forderungen, wä? , besondere hinsichtlich einer rnensche,rwürdigen Bezahlung, völlig ablehnend, so daß rnit dem für heute beginnerrden Arrsstand aller Rechtspraktikanten bei den Wiener Gerichten gerechnet werben mußte. In letzter Stunde wurden einige nennsuewerte Zugeständnisse gemacht, durch welche die bescheidene.: Wünsche der Rechtspraktikanten wenigstens teilweise erfüllt wurden. Wie wir erfahren, hat das Staatsamt für Justiz die inonatliche Remuneration von sage und schreibe 120 Krone» in eine Besoldung vvn 520 Kronen ningewandelt, zu welcher noch die mit 180 Kronen für Ledige demessene AcbeitKlvsew' niltcrslütznng hingUlonlNit, die jedoch'nach der ausdrücklichen .Erklanmg des Reierenku int StzMLmtz uiLt.M AMM-