Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 372 (4.2.1920)
- Date
- 1920-02-04
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 372 MÄ.'WMöSf Mener Morgenzettttnss c'pfi' “Kiar. /Srse^" aewetz Wepx ti vermulltch nach der asiatische» Türkei vereppt wurden. mlbif* ax«'A'.U im *i Auges Paris—Dien—Warschau in einem »ür btn össenüichen Verkehr zugänglichen Luxuszug der Julernativnalen Schlafwagengesellschaft wird nunmehr, mit dem 2. Februar 1920 durchgefiihrt. Der Fahchlan ist folgender: Paris-Oftbahnhos (jeden Montag, Mttwoch und Donnerstag) ab 7 Uhr 20 Min. abends, Zürich (Dienstag, Donnerstag, Freitag) ab 10 Uhr 17 Min. vormrttags, Jnnsbruck-Hauptbahnhof ab 9 Uhr abends, Wien-Nordbahnhof (Mittwoch, Freitag, Samstag) <m 10 iU)r 38 Min. vormittags, ab 12 Uhr mittags, Warschau (Donnerstags Samstag, Sonntag) an 9 "Uhr 20 Mn. vor-« mittags; in der' Gegenrichtung: Warschau (jeden Montag, Donnerstag und Samstag) ab 9 Uhr abends, Wien-Nordbahnhof (Dienstag, Freitag, Sonntag) an 3 Uhr. 40 Mn. Nachmittags, ab 6 Uhr 42 Min. abends, Innsbruck-Hauptbahnhof (Mittwoch, SamZtag, Montag) an 8 Uhr 30 Min. früh, Zürich an 7 Uhr abends, Paris-Ostbahnhof (Donnerstag, Sonntag, Dienstag) an 8 Uhr 15 Min. vormittags. In Wien findet dft Alnlunft und die Abfahrt in beiden Fahktrichtungen ausschließlich nur am Nordbahnhoft statt. Der Äuxuszug verkehrt zum erste» Male ab Paris Montag den;3. Februar (Wien an am 4. Februar) und tN der Gegenrichtung erstmals ab Warschau. Donnerstag den 5. Februar (an Wien am 6. Februar). Der Verkauf der Fahrkarten für diese. Luxuszüge erfolgt in Wien bei der Zweigstelle des österreichischen Verkehrsbureaus, Wien, I., Karntnerring 11^ und außerdem eine Stunde vor Abgang de» Zuges an de« Fahrkartenschaltern der Station Wien-Nordbahnhof gegen Vorweisung der bei der Agentur der International«: Schlaflvagengesellschafi, Wien. L, Kärtirerring 11, erhältlichen Bettkarten. « Me Grippe in Budapest. Die spanische Grippe scheint infolge der schönen Witterung im Abflaum begriffen. Doch ist die Zahl der Todesfälle nach immer sehr groß. Bestem rmrrden 495 Erkrankungen und 58 Todesfälle gemeldet. * Razzia ans ValutahLvdler in ZnnSbrmü. Äuö Innsbruck wird gemeldet: Gelegentlich einer am Samstag erfolgten Razzia im Caft Lehn« wurde» S3 Personen wegen unerlaubten ValutahandelL mtd einzelne wegm unerlaubten Aufenthaltes dm Brhördm vorgeführt. Die Amtshandlung wird rate Reihe von Strafverfolgungen und Ausweifungra zur Folge habe«. * Hinrichtung eineehemaligen vsteeeeichisch-- gngarische« Offiziere in Park». DaS Todesurteil gegen de» ehemaligen öfter,eichisch-ungarischm Osgzier Kunck ist gestern « BmemneS vollftreckt worden. * Wiederanfnahme de» Personenverkehre» ans de» polnische« Bahne«. Ans W a r s ch a v wirb gemeldet: Am 1. d. M. wurde der Personenverkehr aus de» polnische» Eisenbahnen wird« anfgenommm. M Ä * Warendiebstähle. Am S. h. M. wurden der Firma ». Lichtmeß, 1. Bezirk, Marc Aurelstraße, auf'dem Haupt« r»mt LS Stück Tuchballen für Männeranzüge, je 26 bl» Meter lang, m verschiedenen Farben und im Werte von??0.VV0 Kronen, gestohlen. In der Nacht zum S.d.M. wurde di« Glühlampenfabrik »Watt", HeiligenstÄterftraße 184, erbrochen. Gestohlen wurden 180 Kathoden, davon 80 mit Plaliisipiegel, die übrigen mit Nickel, sowie viele andere rlettrotechnische Artikel im Gesamtwerte von 450.000 Kronen. * Eine halbe Million gestohlen. Me berichtet, wurde m 81. DezemberanS einem Zimmer de» Hotel» »Stephaniein der Leopoldstadt dem Kaufmann Abraham Meier Kalkstein ä? Resiekoffer anS Leder,mitatron gestohlen, der außer Mche.^Schuhe» uiid Gacktüchem m einem verborgenen Teile SVV Dollar und 67.600 Lei enthielt. Nun wird als Dieb der HandelSangestkllte Ernst Erwin B S mcheS, am 11.Marz 1898 ch Kronstadt m Srebenbürgen oder in Mailand geboren, ver- A^dRann ist untermittelgroß, kräftig, glattrasiert, hat stübscheS Gesich^ «ach unten gekämmtes Haar, mehrere Voldzähne im Oberkiefer. Auf Angaben, die z» seiuer Verhaftung Hrco, ist eine Belohnung von L iood.-, für die Zustandemnaung des gestohlenen Gutes eine weitere in d« to Prozent der -uflandegebrachtm Werte anSgefetzt. öhe von SÄkftmtgr«, Stisteirdke» rmd FrekplStzg. Wir veginn-n heute mit der Veröffentlichung von Dttstungen, Stipendien und Freiplätzon, welche entweder dprch ste Wiener Kultusgemeinde oder durch den Wiener Magistrat m Verteilung gelangen. Moritz Goldberger-Stiftung. Verliehen Verden mehrere Stipendien im einmaligen Betrage von je WO Kronen an mittellose Kandidaten der medizinischen, turidischen und philosophischen Doktorwürde als Bettrag zu ten Taxen der Promotion und an Malerzu einer Reife!^ach Italien. Einreichstelle: MagistratSabte'lung 18. SinreichungSfrtst: MS LS. Februar 1920. — Schwestern Fröhlich-Stiftung, zür Unterstützung bedürftiger ^und hervorragender schaffender Talente auf >em Gebiete der. Kunst, Literatur und Wissenschaft. Die Stipendien werden verliehen an Künstler und Gelehrte zur Sollendung ihrer Ausbildung oder zur Ausführung eilte» ^stimmten Werkes oder zur Veröffentlichung eines solchen »der im Falle plötzlich eintretettder Arbeitsunfähigkeit Gesuche rnd bi» 1, März 1920 im Präsidialbureau des Wiener Nemeinderatep zu überreichen. — Max Freiherr von Springer-Stiftung für Rudolfsheimer Hilfs« ».'dürftige. Verteilt werden 220 Kronen, allenfalls 470 Krone», irr zehn Teilbeträgen. Zür Bewerbung berechtigt find: Rach Bien zuständige Personen, in erster Linie solche, die vor Ginwziehung der Vororte in Nudolfsheim zuständig waren, ln zweiter Linie solche, die in Rudolfsheim wohne» oder dort gewren wurden. Ein reich st elle: Magistratsabtetlung 18 md Bezirksvorstehung Rudolfsheim. Einreichungsfrist: 5is 13. März 1020. BerleihungStag. 10. Mat 1920. ~ Iofefiire v. KöutgSWärter - HeiratSauStattungS-Stiftung: Betrag 580 Kronen. .Für uniescholtene, nach Wien zuständige Mädchen, mutterlose Waisett ievorzugt. Ein reiche st elle: Magistratsabtetlung 1«. FinreichungSfrist: Bis 81. März 1920. Berleil: ung Stag: 19. Mai 1020. — David Schwarznann-St'.ftung für eine arme Familie. Betrag 74 Kronen. SezugSberechtigt sind arme Familien, welchen' im Kalenderjahre ei« UnglückSfall widerfahren ist., Einreiche st elle: NogistratSabteilung 13. Einreichungsfrist: MS U. März 1020. Verleihungstag: 20. Mai 1920. Friederike Kempne, - Debora ASkenasy- Stiftung fiir Blinde. Verteilt werden 46 Kronen an «me, nach Wien zuständige blinde Personen. Einretchelel' "" -.‘ ' me, nuaj p,u,icnio,fle omioe Pertonen. ^znretcqc« lle: Magistraiüabtcilmtg 13. Einreichungstermin: ® 15. Avril 1920, Verleihungstag: 19.Juli 1920. Adolf Stand-Stiftung. Fiir , hk Adolf Stand-Süftmrg der ..Wiener MorgenpiLsiuna" ist folgender Betrag eingelang'.: Samuilung Hochzeit liemvelmann und Maier durch Jakob Wahl, und Ärrmanl« Mupelmauu ll 600.—, Totale it 17.331,—. VsreinsNüchrichte«. (N a chri ch tr« v o y ein e« ers chein eit««*» «ah ml»S nur am Tage der Veranstaltung.) Heute: s e k t i o n Döbling. Die für heute anberäumte Ausschußsitzung entfällt wegen der Verlranensmännerv'crsatnmlung. Dir Vertrauensmänner werden ersucht,'sich um 5 ilhr.nachrnittags im Jüdischen Hochschulausichütz, lX., Alserstraße 28, bestimmt einzufinden. — Z i o n i st i s ch e B e z i r k S s r k t i o n W 8 h r.i n g. 7 Uhr abends im Casö Ecke, xVM., Abt Karlgafie, Zusammenkunft. -- Jüdisch-akadem i s ch er Kulturverband Javne und Hebräischer Kon» versationsllub, V,6 Uhr abends, im Festsaale des Bayerischen Hofcs, Ik., Taborstraße 87, Aufführung von »Sajid bKerem* von Simouovie nebst dem reichhaltigen Programm. Die Ernährung. Der Marktbericht. Wie gewöhnlich nach einem Doppelseirtage hielt sich <mch gestern der Berkehr auf den meisten Markten in sehr bescheidenen Grenzen. Etwas mhr Leben herrschte in der G roßmarkthalleda gestern der letzte Tag der sogenannten »billigen- Fleischwoche war und viele Konsumenten noch ihr BezugSrecht auSÜbe» wollte». Außer dem Rindfleisch gab eS geringe Vorräte von Würsten und etwas'Schaffleisch, daS jedoch nicht begehrt war. Ochfeumaulsalat, die Dose zu K , sand lebhaften Zuspruch. ' Auf den Grünware »Märkte« herrscht nach wie vor Mangel an bester« Gemüsen» dagegen waren Rvbm aller Art in genügenden Menge» angebote«. Außerdem standen hollän" -sicher Kohl, tschechische Karottm und italienische Zwiebeln pt Verfügung. , Obst war auf dem Nafchmarkt durch Schweizer nnd Tiroler Aepfel.vertreten. Mitteilungen der ^RohS". Zrntralmagazm. VM., Piaristrngaffe 19: Abgabe von Corned-Beef in Neineu Dole« und ausgewogen m Paketen zu 16 Dekagramm. Elsig, Obstcreme. Schokolade, Puddingpulver, Vanille. Nafchenbier, Schweizer Bohnen und Speck und Rum für Mitglieder, die noch keinen bekommen haben. Flaschen für Rum mitbringen, von 8 bis 12 Uhr und von 8 bis 6 Uhr. — i. Nibelungengaffe 7; Corned-Beef, Schokolade, Schweizer Risotto, LuxuS-Tolletteseife, HauSpastete, von 8 bis 12 Uhr und von 3 bis 5 Uhr. — U., IV. und V. Bezirk: Corned-Beef, Schweizer Risotto, Kseinigkeiten. von 8 bis 12 Uhr und von 3 bis 5 Uhr. — XIII. und XVII. Bezirk: Obstcreme. Corned- Beef. Kleinigkeiten, von 8 bis 12 Uhr und von 3 bis 5 Uhr. — XVIII. nnd XIX. Bezirk: Corned-Beef, Malzkaffee, Schweizer Risotto, Kleinigkeiten, von 8 bis 12 Uhr und von 8 bis 5 Uhr. KavtvftelaLgabe. Mittwoch dis Samstag werde« im XVI. bis XIX. Bezirk holländsiche Kartoffel« zm» Preise von X 6.10 pro Kilogramm» und zwar 1 Kilogramm pro Kopf auf die Abschnitte L und M der Kartoffelkarte abgegeben. Die Mazzothversvrgnngsstelle für Oefteweeich, (I.,Seitenstettengasse4)veröffentlichtsolgende Kn « d m a chnng hetreffcnd Mazzolh: Durch die überaus dankenswerte HlkfSbereit» schaft des Rmerrcan Jomt Distribution Commrttee sowie der holländischen und raglnchen Jndenschaft dürste es — wenn nicht besondere, unvorhergesehene Hindernlsfe emlreten — möglich werden, ohne irgendwelche Inanspruchnahme der für die allgemeine Ernährung der Bevölkerung bestimmten Lebensmittel die Inden in Wir» und Oesterreich mit einem bescheidenen Quantum Mazzoth zu versehen. Die aus den Bezug von Mazzoth Anspmch daß durch die Abgabe von Mazzoth an die jüdische Bevölkerung nicht nur keine Belastung, sonder« vielmehr eine Entlastung der allgememru Ernährungslage sich ergibt. Die Abgabe von Mazzoth erfolgt auf Grund von BezugSkarten. die von der Mazzoth-- versorgnngSstelle über Anmeldung der betreffenden Personen nach nachmittag bei folge Men: I* Seitmstettengafse 4, II„ Tempelgaffe 3, U , Große Schiffgaffe 1 *, UL Untere Diaduktgaffe 13, V., Siebenbrunnengaffe 1, Vl., Schmglzhosgaffe 3. VM., Reudeggergaffe 12,!X., Seegaffe 9, °X* Humboldtgaffe 27, XV., Turnergaffe 22, XVI., Hubergaffe 8, XVIII., Schopenhauerstraße 89, XX., Denisgaffe 88, Konsumstelle Wegen beraumte «asHilttü Grüßte Auswahl! Billigste Preise! MO Leopold Steiiihart, Wien, I., Biberflraße 9. ..... «>7S/8 Hubergaf^e 8. XVIII., Schopenhauerstraße 89, XX., 88, X3Ö., Hoftmeistergaffe 12. tonsnmstelle dev Jüdische» Hochschulansschnffe». technischer Schwierigkeiten findet die für diese Woche ante WarrnauSgabr nicht statt. Bühne imd Kunst. Dvrgtheaten. Siegfried Trebilfch' dniakfftB Schausviel r a « GittaS S ü h « e* ist ein Drama .aus der Ge» ellschait*. Es wurde bei der gestrigen Premiere mrt Beifall auf«;rnonimm, in den sich allerdings nach dem dritten Akts Wldervruch mengte. Wir kommen auf das Stück und die Aufführung noch zurück. Für heute nur soviel, daß Fräulein M a r d e r g in der Hauptrolle eine unvergleichliche und unvergeßliche Leistung,bot. A. Srchefterkonzerte. Zugunsten beS amerikanischen LiebeSwerkeS fiüe dir Wiener Kinder gab es ein SonntagSkonzert der Philharmoniker im großen Konzerthaussaal. Wetm die gewohnte Resonanz des MusikveretnssaaleS fehlt, erkennt mau den Orchester-- klang unserer Meisternrusiker kaum wieder, die Instrumentengruppen verschmelzen hier lange nicht so einförmig wie in jenen mit der Musik vieler Jahrzehnte getränkten Räumen. Weingartner führte die Ouvertüre zu ,Penvenut-v Cellini" auf, jener Berltozschen Oper, die er als Direktor der Hosopcr mit so schönem Gelingen in Szene gesebt hatte. Die parsünnerte Mell'dik tmb ba? elegante Pathi'§ dieser Musik ist für Weingartners Jnierprejüllou wie geschaften. Frau M sang drei Orchesterlieder chM Mtkn. Ueber - --— -- -—- ( Weingartner als Komponisten wird mehr zu sagen fein, wem! die Staatsoper, wie angekündigt, seine Opertt spielen wird. Eine eben erschienen«, mit wenig Objektivität nnft viel Bo« Meisterung geschriebene Broschüre von Dr. Felix Günkher^ gibt hierzu übrigens bartkenswerte Aufklärungen. Bon dö» aufgeführtrn Ziedemr machte das von Streichern begleitett „Du bist ein Sttnb" mit seiner sinnfälligen Melodieführunz den besten Eindruck. Frau Maroel hatte reichlich Gelegen, heit, ihre berückend weiche Tongebung und die sonore Tieft ihres Organes bewundern zu lassen. Beethovens erst Symphonie, efir delikate» Kabinettstück der Philharmoniker nnd „Isoldens LtebeStob", von der Maroel ins Schwül» Erottsch« übersetzt,. beschlossen bas beifälligst aufgeuontme« Konzert. Das vierte Symphvniekonzert unter Löwe verlor ftirN Hauptanziehungskraft durch die Erkrankrtng des Solist» Robert Pollak, der für das Violinkonzert vou BrahmS verpflichtet worben war. So blieb neben der Coriolanvuvertüpe nnd der Siebente« von Beethoven die seltener gespielte ziveite Symphonie von Bruckner als Attraktion übrig. Löwe brachte^ bas Werk mit der bei ihm gewohnten Hingabe für das Schaffen Bruckners zu Gehör. Rach einer Kette von Absagen kam es endlich zur längst erwarteten Aufführung der V. Symphonie vou Mahler in den AnbruchkonzerM. Immer deutlicher erkennt man den zyllischen- CharaBn im symphonischen Gesamtwert Mahlers. Wie reich find die Beziehungen zwischen der Fünften und Sechsten und wie nahe verwandt sind die Themenbildungen der Fünften und Achten! Auch in de, Fünften finden wir den leichenbittermäßigen Trauermchrsch^ die mit gehässiger Schärft glossierte ländliche Fröhlichkeit; den Kanrpf gegen die Philistrofität des Tanzrhhthmus, dem - sich im Adagietto das edle Bild wehmütiger Klage gegenüberstellt. ^DaS kontrapunkttsth nreistrhaft geformte Schluß ronbo hat mehr zu sagen als ftine etwas leichtftrtige Rhythmik LyZudeuten scheint. Oskar Fried gliederte da» Werk mit kluger DispositionsgabL. In der Entfaltung d«S blenderrden, Glanzes, wie der zur Seele sprechsnben Innigkeit der Mahlerfchen JnstwniMttation ist er schwer zu erreichen. Rur das Scherzo wollte nicht mehr recht ftststtk. Die nordische Empfindungsart des Dirigenten kann sich offtn--h bar mit der wienerischen Leichtblütigkeit dieser Musik nicht befreunden, Bier Mahlerlieder gingen der Symphonie voran,' Ein junger Sänger, Paul Liban, dem man reiche künstlerisch« Anlagen nachrülMen muß, konnte die schwerem Aufgabe doch, nicht zu voller Zufriedenheit lösen. Sfimsw- . fülle und Gestaltungskraft reichten hierzu uicht aus. Friedwnrde durch stärken Beifall ausgezeichnet, der erkertnen ließ, wieviel Unklang er bereits bei den Wienern gefunden, hat. ___ Dr. K. M. ' Aus de« Theatern. Im B u r g t h r a t e r ist der Spitlpla« sahm geändert : worden, daß uwrgeN Donuerötag «D : e Re t f t t it h i e Mädchenzeit" und Samstag „P y g m a l t o n" zur Ausführung gelaugt. - Am Operntheater gelangt Leute ■ wegm Erkcanlung der Herrn Slezsk statt »Königin von &\bamf »Carmen" zur Aufführung. Aruang 6 Uhr. Am Wiener S t » d t i h e a t e r wird morgen Donnerstag das Schauspiel ,®tr Vater" von August Strindberg mit Josef Jarno als Ritimeifter geaeben. Freitag, Samstag imd Sonntag abends gelaugt d« Renbei' „D e r große K ü n st l e r* von Arnold Beneit mit Hansi R i e s e und Josef Jarno in den Hauptrollen zm Darstellung. K a m m r r s p i e l e im Ä k a d e m : e 1 v r a r er. Ein Künftlerettsemble des Dentschen BolkstheaterS wird wocheuv' lich zweimal — am S a m S r a g und S o.n n t a g — iw A k a d e m i e t b e a t e r spielen. Die Zustimmung ist vom Staatsamte für Kultus und Unterricht bereits hecadgttan,ü. Auch das B n r g 1 h e a t er plant Lckanntlich Aufführungen an dieser Bühne, nnd zwar zwn oder bruutal wöchentlich. Für die am Donnerstag de« 6. d. M.. V.0 Uhr abruds, stattsindrnde Ersiautfiihrung im Wiener Kam öd 11 irb a n S von i e gefesselte Phantasie" von Ferdinand Raimund, Musik von Julius Bittner. mit Grete W i r s e» t H a l und Karl E t l r n g e r in den Hauptrollen, sind alle Sitze und Logen vergriffen. Auch die Wiederholungen am Samstag und Sonntag sind auSv'rkauft. Die restlichen Karten für die Wiederholmgen am Montag den 9. d. M., */,6 Uhr abmds, werden an den Kaffen des KomödienhanseS, IX^ Nußdorferstraße 4 und Rotenturmstraße,. Basar, ausgegeben. Freie jüdische Volksbühne. Samstag den 7. d. M. wird im B ü r g e r t h e a t e r «m 2 Uhr «ich--^ mittags zum zweitenmal »Der © t nrt 11*, Drama in vier Akte« von A. W r i 1 r r, ausgriührt. Mitglieder, die noch kerne Freikarte» erhalten haben, beheben dieselben im Veremslokale, Caft .Rembrandt", U., Untere Augartenstraße II, zwischen 6 und 8 Uhr abends. AuS Budapest wird nns gemeldet: Eine neue Over o n n a A n n a" Text von Jrno M o h a c s p, Musik von Michael R a d o r kam am hiesigen Opernhause znr erfolgreiche« Erstanfföhrung. Das Buch verarbeitet eine E. tfL Hosmannsche Novelle, in der das Erlebnis Kapellmeister Kreislern mit der Primadonna einer Wandertruppe geschtldrrt wird, die MozartS „$on Juan* spielt. Die Dhantastck des Textes foiote die vor> »ehme Musik fanden gute Aufnahme. ' AuS F r a n k f n r t a. M. wird uns berichtet: Die Anwesenheit Franz SchrekerS, der hier sein neues Opernwerk ,Der Schatzgräber" dirigierte, wurde von der Stadtvertretung zum Anlaß genomnte», bei emern Festbankett dem Dichtevlvmponisten für die Widmung des Werkes zu ranken. E chieker gab hier übrigens einen hübschen Beweis musikalischer Geistesgegenwart. Ber erner Aufflihrung seiner „Gezeichneten"'war ein Sänger erkrankt und Eisatz uumäfllid) zu beschaffen. Rasch rat* ')„Kelix von Weingartu t*(l Günther» Znthy.Mrlaz« von S8eÖ|_