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Wiener Morgenzeitung · 1920-02-04 · Heft 372 (4.2.1920) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 372 (4.2.1920)
Date
1920-02-04
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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'Sette 4 MM, Ärütwvch FLtfchmrge» -er tschechische« Kimderter. P»ag, 8. Februar. (Privat.) DqS Finanzministerium teilt rir. daß an dm Grenzen Fälschungen der neuen Hunderttrouew» otm beschlagnahmt wurden, denen der Wasserdruck fehlt. Dir Prager deutsche AniversttLt. ^Srag, g. Februar. (Privat.^ DaS Gesetz Wer die Brr» iögenstrikuug zwischen der Mechischm und dentschrn Universität I mit den vom Präsidenten Masarvk geforderten Abändeengen von der Nationalversammlung angenommen »orden. Die tschechische Universität wird in Zukunft Karlsn i v e r s r t 8 t beißen, der deutschen Universität wird es frei* estrllt, sich einen Namen zu wühlen, doch wird gewünscht, daß 5 weder Josefs-NniverMt' noch sonst nach einem Habsburger ciße. Anr angenehmsten wäre der Name Goeth e-Untcrsität. Die Wahlen in der Tschscho-Slowakei. i;y Prag, 3. Februar. (Privat.) „MoravSla Orlice" meldet, aß die Wahlen m das Parlament «rcht im Marz, sondem erst Wie Mai ftatifindcn. Eine FerturrgSgründimg Paderewskis. Wauscha», 2. Februar. (Privat.) Der frühere Mmister- ^.äüdeui P a d e r e w S k i und der jetzige Ministerpräsident 5 J u 15 f i haben hier eine große Druckerei cuigekauft. Sie bebächtigen, rin« Tageszeitung heraus-ngrben. -rtmifi vfrni\iHn 4. Febnutt" W2flT Tagesbericht. Eine Krone --- 1'4S Centimes. . Gestern stellte sich m Zürich- .• te 8fierrrichlsche Krone aus . « . . . ... . . . ie tschechische Krone ans ... "ie Nkark aus . . »« » » , r.40 S.80 6.10 Ehannschah Rffar. . . Heute ist das Aest der Baumblüte. Ditz Fluren Palästinas leuchten im ersten Frühlingsgllmz und der Mische Brauch, innig verbunden den Naturgeschehnissen u Erez Israel, dichtet auch im harten, winterlichen worden Lrnzzäuber in die Judengassen. Im ostjüdischen Lheder wird gefeiert und der Vater bringt de.i Kindern llepfel und Nüsse, aber auch jene köstlichen Gaben, die rur in der Sonne des SWens gedeihen, Datteln, Feigen;nd Apfelsinen. In den letzten Jahren vor dem Kriege ourde es üblich, den. Tag in festlicher Gemeinschaft »ls Feiertag des nationalen Judentums zu begehen, palästinensische Früchte kamen an diesem Tage ans den Kolonien und wurden zur Stärkung unsere- BolkKchatzes, des jüdischen Nationalfonds, veräußert. Jnsbevndere die neue jüdische Jugend hat den Chamifchah?tssar zu einen: ihrer fröhlichsten Feierrage gemacht und wgeht ihn mit Wandlungen und Bor'tragsabeMeu. Wenn auch in diesern Jahre die BamnfxüchtePalL-- rinaö entbehrt werden müssen, wird doch allenthalben u zionistischen Kreisen der Tag Ln froher Zuversicht gefeiert, im Bewußtsein, daß sich das Paläftlnawerk -,u unerwarteter Größe entfaltet. In Wien veranstaltet leute der jüdisch-akademische Kulturverband „Jabn^ lnd der hebräische Kvnversattonsklub tzine hebräische Chamischah Assar-Feier. Die Schüler des jüdich e n' Realgymnasiums begehen den Tag mit iuem Änsfluge. Für die österreichischen Kriegsgefangene« in Rußland. Lin Bortrag der Frau Islla Hevtzda in Manchester. Aus Manchester wird uns berichtet': Vorigen Mitt« voch fand hier eine Versammlung herArbeiterpartei?on Manchester und Salford statt, in'welcher auch die Oester« iwi-herin Frau Jella Hertzka als Vertreterin der öftereichifchen Gruppe der internationalen Frauenliga für Friede rnd Einheit das Wort ergriff und im Interesse, der öfterceichischen 5iriegögefangenen in Sibirien und Turkestan die Unterstützung der englischen Arbeiterpartei anrief. Frau »öertzla hob hervor, daß sie die erste Oesterreicherin sei, die seit Kriegsausbruch nach Manchester gekommen ist und daß ihr Thema nicht nur die Oesterreichcr, sondern alle Böller berühren müsse. Wir in Oesterreich, führte Frau Hertzka ins, hatten niemals irgendein Hatzgefühl gegen England, . und ich nehme au, daß es Ihnen nicht unbekannt ist, daß. in Oesterreich während des Krieges kein englischer Staätt» tzürger interniert war. Englische Erzieherinnen wurden in unseren Frauenklubs als Mitglieder ausgenommen und waren vor Internierung bewahrt. In Sibirien befinden sich noch ur.mer rund 240.000 österreichische Kriegsgefangene, von denen viele im ersten Kriegsjahre gefangen genommen und in fürchterliche Gefangenenlager gebracht wurden. Ein Gefangener schreibt: „Wir waren Soldaten, laßt unS wie Soldaten sterben. Gebt doch, bitte, den Auftrag, uns zu erichretzen!" In einem aus einem anderen Läger stammenden Briese finden sich die Worte: ..Warum tötet man uns nicht? Warum läßt man uns auf so langwierige Weife zugrunde gehen?" Frau Hertzka forderte die Arbeiterpartei auf, auf die Negierung einen Druck auszuüben, Hamit die Angelegenheit vorwärts komme. Wohl sei Denikin jetzt beseitigt und dw Kriegsgefangenen können sich wenigstens frei bewegen, aber ihre Lage sei schrecklich, da sie ohne Nahrungsmittel, ohne Kleider und ohne Geld find. Neber Polen können sie nicht nach Hause lmnmen, da ihnen die polnische Grenze verschlossen sei, was ihre Lage noch schrecklicher gestalte. ' Die Versammlung nahm schließlich eine Resolution u„, in welcher die englische Regierung aufgefordert wird, auf die polnische Regierung einzuwirken, datz sie die polnische« Grenzen öffne, und alle erforderlichen Schritte zu unternehmen, um die Nepairüerung aller :r Türl>.j.'SV, >, - Persönliche Eindrücke im Verkehr mit Diplomaten. Vor kurzem ist kn London bei Mstet L Go. die englische Uebersetzun eines Buches erschienen, das in französischer Sprach? geschrieben' wurde und den bekannten rumänischen Staatsmann Take Joneseu zum Verfasser hat. Zur englischen Ausgabe hat Lord Bryeö das Vorwort geschrieben. „Einige persönliche Eindrücke" nennt Jonescu sein Buch, das in seinen dreißig Kapiteln alle Monarchen und Diplomaten, mit denen ihn sein staatsmännischer Beruf in Berührung brachte, mit Kurzen scharfen'Strichen zeichnet- Da ist zum Beispiel/der gewesene österreichische Minister des Aeußern, Gras Berchtvld. Jonescu.hat über ihn nicht viel zu sagen; Graf BerchtoL» ist ein schöner Mann, wenn man ein Bewunderer dieses Typus von Männern ist. Gentleman, äußerst vornehm mit guten Manieren bas ist aüch alles, tvas von ihm 'zu sagen-ist. Büvon Panffy, der überwältigendste aller Minister, die Ungarn je besaß, war eine Operettenfigur und man hatte immer das Gefühl, daß' eine Konversation mit ihm eine Orchesterbegleitung geben müßte. Als ich mich zum Abschied erhob, schritten »vir ans Fenster, das eisten Ausblick aus die Donau und Pest bvt. „Me herrlich ist doch Ihre Hauptstadt, bemerkte ich. „Nun denn", auttvortete Bimffy scherzend, „so vornmt doch und holt sie euch! ..Und barm Graf Gvlüchowsky. Jonescu geht mit ihm scharf ins Gericht, weil er eine Miniiatur des Goldenen Bließ-Ordens im Knopfloch seims Bratenrockes trug. Dies fei allerdings eine Geschmacksverirrung gewesen. Biel schwerwiegender waren seine Irrungen in der Beurteilung von Tatsachen und Ansichten. Einen Tag vor Kriegsausbruchs noch traf Jones eil mit Goluchowsky im Sacher-Hotel zusammen und war erstaunt Über die naiven, unzutreffenden Aeußerungen deS. Lenkers der Auswärtigen Angelegen hetten der Donaunkonarchie. I Organlsatio« dev Wiener Presse. Anr 9. b. M. fand im großen MhungSsaale der Händels¬ und' Gewerbekaimner die vrdentkiche.Jahresversammlung der Organifatton der Wiener Presse unter starker Beteiligung statt. , Die Neuwahlen hatten 'folgendes Ergebnis: Es wurdest gewählt: zum Vorsitzenden: m. Julius Ludassy; zuVorstandSmttgltedern: Dr. D. I. Bach, Max Forst, Moriz Fuchs, Eduard Gerstgrasser, Dr. Jwo Jorda, Raimund Kelter, Hans Kerschbaum, Josef Koller, Dr. Leopold H. Leoster, Leopold RippMn, August Schreiber, Engelbert Six, Doktor Edmund Wengvaf, Richard Wilhelm und Marzelk Zappler; SMitgliedern des Ehrenrates: Ludwig Basch, Armin Brunner, ' Fetal, Dr. Bernhmck Fuchs, Josef Geliert, Dr. Julius ssy, Franz Mach, Alfred Bappenheim, Georg Ruhsam, Stephan Skrem/ Peter Thaler, Aä)lf Treulich, Max Winter und 'I/ Winternitz: zu' Ecsatzmärlnern des Ghrenrates: Georg Btttner, Heinrich Damisch, Leopold Mandl, und Leo Salkind; zum Anwalt: Dr. Edmund Wen graf; » zum Anwaltstellvertvet«: Dr. Leopold H. Leoster und zu ' Dr. Bertold Blau, Karl Fissinger und Jakob Schwarz. * Vortrag Oboerabbiuee Dr. EhaseS. Wie bereits angekündigt, fpncht Oberrabbiner Dr. Z.. P. E h a j e S DonnerStyg den S. Februar um 6 Uhr abends im Gewerbe» vereinSsästl, l^WchenbächMe U, über Einladung V« Lese- «nd Redchalle jüdischer Hochschüler über da- Thema t „Der altjüdische Mystizismus-. Die wenigen restliche» Km im bei Löwit, l>, Rotenwrmstraße 29, und eventuell an der Abendkaste. «Eine Bersammlstns dee Aerzte de» Beüe»— beanbenkastt. Die Amte der Wiener Bezirtskrankenkaste halten Margen nm '/<6 Uhr abmdS i« CafS P r ü ck l eme Versammlung ab, iu der die Lohnforderungen der Aerzte dejprocheü wirb. * Auch dir Brvoklyner Grotzjuden vertragen die Wahrheit nicht. Wie man^rm Londoner ,Jüd. Korr.'Bur. auS Nrw'Nork meldet, hat der Dorstanv der Broollyner S ch o a r e Z e d t l-Gememde dem Rabbiner Dr. Maxwell S i l v e r gekündigt, weil er in seinen Predigten in radualer Weise die Rüchen an ihre Pflichten gemahnte «ud ihr Verhalten Men die Armen m scharfer Weise rügte. Auch die Broonyner Gemeindevorsteher scheinen der Meinung zn sein, daß der Seelsorger nur ein notwendiges Uebel sei, aber nicht daS Recht habe, sein Amt ernst zu nehmen. * Landwirtschaftliche Ausbkt-nstg Mischet M«Gm. Da» FrauenrefLeat des PaläftinaamteS ist im Begriff, eine Mvglichkvit zur praktischen Ausbildung in landWirtschastlichenVerilfen für junge Mädchen zu schaffen. Bis zum Beginn» der Arbeit auf dem betreffenden Grundstück wäre eS sehr vorteilhaft jede theoretisch« AuSbildungSNiSgltchkeU nach Kräfte« anSzünützen. Tire in der Urania demnächst ^beginnenden Kurf« für Gartenbau, Obst, Gemüsezucht, Kleintiev- und Bienenzttchleret bieten hierzu, die beste Gelegenheit. Mädchen und Frauen, die sieb für dies« Kurse lntevessiereu, wollen sich sofort melden beim Frauenreferat b«S Palästinaamtes, L. Bezirk, Zirkusgasse Nr. 33. * Amerrüautsche HolzzelLbautey in Palästina. Um der grosini Vohlnu'^Z^is': u 'i'nlMfüita teilweise abprhelfen, soll der Berinch gemacht werden, in einzelnen Kolonien a m e r i* kanrsche H n l z z r l i b i u 1 e n? nzuführen. Die ersten zwanzig kompletten -öolzbauier sind bereits , in Jaffa anaekommm. Sollten sie sich bewähren, so wird die Einfuhr dieser Zeltbauten bald eine b.ttächMche Höhe erreichen. * Arrglo-tschecho-slvLvabischer Klub. In Prag wurde dieser Tage der Ä-rzlott', ucho'i'rowüfische Klnb gebildet, welcher den Zweck hat, die ..Beztthimgcn zwischen England und der Tschecho-Slowakei auf denr Gebiete der Erziehung, des Handels rmd des gesellschaftlichen Lebens sit fördern". Der Sitz des Klubs befindet «ch mi RepräsentaiionKhciuS. Die englischen Blätter br» grüßen die Errichtung beS Klubs, von dessen Tätiakeit sie sich cirre Wirkung der Har'.'öelOczie'imigen zwischen den beiden Staaten versprechen. * Ben Kampf gegen den Alkshol in Amerika. AuS Washington wird gemeldet: DaS Repräsentanten - baus hat in srmcr Sitzung eine weitere Million Dollar '-m: Tu'.chiüs'-!.'bewilbst!. Die Re- ..;-:r;inß wird "?.'.'ich:er -.-^u'hmL.k. rvelchc dir 8(aJ zolliüuUitfl 'oerschlossericu >ja5^rf)anic die. tzegerr 70 lOn^ioncü Gastnnen Branntmem rn'chaften, bewachen werden. ' .* Storbefatte. Heute finden auf der israelitischen AbMm deS ZentralfrredhofrS folgende Beerdigungen statt: Jstdoi E h r e n st e i n aCV»lS Uhr vormittags>, Armin D e u t sck Will Mr vormittags): auf dem neuen Friedhofs . Stella Lamm (10 Ähr vdrmlitagsV Leopold Sinai; b e r a e r (10 -Uhr ,20 Minuten vormittags), Emanu« R u s t e k a (9 Uhr vormittags). . W Ermordung vlnes bUlgarifcheu Wie aus S ofia gemeldet wird, fst am 24. Jänner d.J. abends der gewesene bulgattsche Mimstst T a k e f f aus der Mckreise in seinen GeburtSrwt Mfchiera (im Gebirge) einem Mordanschlag« zum Opfer gefallen. iEs, dürite sich um einen persönlichen Rache-» . alt handeln. , j , * Eine BiblioLheL für expressionistische Literatur wnd in Mainz aufgrund einerSuftung einrS bo'Bürgers erstrben. Den, Mittelpunkt dieser Bücherei sollen die Dichtungen? des ExvressiovisinvS bilden sowie die Werke jener Amoren, die in Seelenkrast,und AnSdrück als Wegbereiter und Ahnherren det mnm Gtistesbrwegmlg gelten können. ' \ * Pvofefflou Stolz erfroren. Ans G rö j wird ge^ meldet: Wie die «Tagespost" aus Mürzzuschlag berichtet, ist der ~ bekannte Grazer.Änivusitütsprosessor und Frauenarzt Dr. Max S.t o l z bei einer <Miwnr auf der Pcctulalpe erfroren. Die Leiche ist nach MLrzznschlak! gebracht worden. * Hebräische Chamischa"Assar-Feier. Der jüd. akatz, Kulturverband «Jabne", und der „Hebräische Korwersattonsklub" veranstalten heute um halb 0 Uhr im Festsaale des Hotels „Bahttfcher Hof", 3. Bezirk, Tabörstratze 39, eine hebräische Chamischa-Assar-Feier. Anschließend an die musikalischen und dokalischen Darbietungen firwet die Aufführung deS Einakters »Halejla bakerem" von D. Srmortöwieg,statt. .. ,1 * Unter den LslegoapheM und LelsphsnerrbeiLeru ist ' eine neuerliche Lohnbetvechmg auSgebrocken, weil die seinerzeitige» Zusagen nicht ganz erfüllt wurden? Gestern hielten Ver-; tretet deS Verbandes der Union der. Telephon- und Telegraphen^ arbriter eine Sitzung ab,' in der dir Forderungm zur Besserung der Lage formuliert wurden. In einem au den StaatSfelrctär für Verkehrswesen' gerichteten Schreiben verlangen sie die sofortigen Verhandlungen über ihre Forderungen. » Die Forderungen der NechtSpraktikauten. Der' Zentrolrat der geistigm Arbeiter hat in Sachen der Förderungen der RechtSpraktikanim eine Eingabe an die Staatsämter für Justiz und Fmanzm gerichtet. Falls die im Zuge befindlichen Verhandlungen ergebnislos bleiben, sind die RechtSvrakttkantev entschlossenab morgen in den Streik jm treten, ein Entschluß, der in semen Folgen natürlich einer Stillegung deS GerichtSvetnebeS gleicht wmmen würde. i * FLSleriuneu mit 54.000 Kroueu Jahreolahu^ AuS Bregenz wird berichtet : Bon Lustenam Dornbirn una anderen Grenzottrn gehen die Mädchen scharenweise in dieSchwem wo sie in den Fabriken als Fädlerinnen K180 itn Tag öerbtent® Rechnet man 300 Arbeitstage, so ist dieein JahreSlohn vost K 51.000, den kaum der Volksschule erwachsene Mädchen vev» dienen.. * 3«bische HemdmeieLer. Die GewerLelekrion det Jüdische» Nationalrates für Demschösterreich. ll., Taborstraß« Nr. 20», ersucht säuüliche jüdische Arbeitgeber — um der «w geh euren, immer. mehr anwachsenden Arbeitslosigkeit unter der Inden in Wien zu steuern bei Bedarf an Arbeitskräften di> Intentionen der Sektion M unterstütze«, in deren Evidenz- Pr-fessioniKen, Hilfsarbeiter, Lehrlinge aller Art, HauS«, BureaM Personal mw. vertrete» sind. Gesucht werden: G« werbe: S Schuhmachergehilftn mr gemischte Arbeit, einig« Dammschneider und -Schneiderinnm.6 bis 10Stickerinnm(Singer)) e Bau- und Möbeltischlers Möbe!polierer,lDrechsler,lBronzeaießeü 2 Emaillruce, 8 Ziseleure, 1 Ledergalanteriearbeiter, 5 Mieders arbeitninnm, 1 Bauspengler. Handel: S Verkäuferinnev (Spielwarenvnb Lebmsmittelbranche), 2 Lanfbmschm, 1 Buche Halter« (malische und böhmische Sprache erforderlich). I « d w strie (Hilfsarbeiter): 3 Hilfsarbeiter (nach auswärts für Zsmmt- und Steinmetzarbtitm). Hauspersonal: 12 bis 15 Mädchen für Alles, einige Brdienerinnm, einige selbständige Köchinnen. Lehrlinge und Praktikanten z 4 Tischlerlehrkinae» 2 Zimmermalerlehrlmge, 6 MaschmschloffeH 1 Tapeziererlehrung, 8 Büchbinderlehrlinge, einige Lrhnnädchm für Schneiderei, 8 Bureanprattikantm. Zu melden: GewerbesektioN des Jüdischen NatioualrateS, Taborstraße 20 p. / * Amh StP MobUtmckcNützung mckerftrstt vew Wch. DaS Mietomt für den 3. Bezirk hat am let Samöbag eine für alte Untermieter prinzipiell wichtige fchewung Mällt. Etwa Partei in einem Haufe im 8. Bs? zirle, Hmrptstraße, hatte Ihr» Wohnung, bestehend auS dre» Zimmern und NebwrrSüme«, zum größten Delle v» einen Untermieter abgegeben. Diesem stand das Recht der vollständigen Mvblliarbenützung zu. Für diese Benützung oes gefamten^ Hausrates hatte sich der Untermieter Bei heft Aufnahme tm Jahre 1017 zu mner Sonderbezahlunsi von SS Zkronen monatlich verpflichtet. Der Vermieter beantragte beim Mietamte für den v. Bezirk eine Erhöhung deS Entgeltes für die gesamte Einrichtung, da diese fett mehr als zwei Jahren eine ungeheure Wertste i gerung erfahren habe. Die AbnützungSgebÜhr müsse heute 'tzanz anders bewertet werben, als vor zwei Jahren. In der vor dem Mietamte stattgefundeneu Verhandlung führte der Vettreter des UnterrnieterK aus, die Steigerung des Wertes der Mobilarien dürfe keinen Grund für eine Steigerung der Benutzungsgebühren abgeben. Diese Benühungsgebühr' bilde trotz der. Separatbezahlung einen Teil der Miete Ebenso wie der Hausbesitzer, deffen Nealbesitz gleichfalls eine große Wertsteigerung aufweise, nicht steigern dürfe, ebensowenig dürfe der Hauptmieter dem Untermieter aus dem Grunde der Wertsteigerung seiner EinrichtungSgegenstäude steigern. Der Vertreter des Vermieters bekämpfte diese Au, fchavunL. indenr er ausführte, daß die Abnützungsgebühren für die Mobilanen mit der Mieterschuhverordnung gar nichtZ zu tun Haben. Hier handle es sich um etwas ganz anderes, um die'Erhöhung der Benützungsgebühr für Mobilärien. DaS Mietamt hat die Erhöhung der Benühungsgebühr als nn» gerechtfertigt ab gewiesen und sich der Anschauung bei Bertteters deS Untermieters vollinhaltlich augeschloffen. * Verkürzte Mehl- und Brotquote in Berltu. Aus Berlin wird gemeldet: Mit dem 9. d. M. tritt eine Herdb« setzung der Mehlration und damit auch der Brotration ein, Dre Mehlration, soll von 260 auf 200 Gramm täglich herabgesetzt werben. DaS bedeutet eine' Verminderung der Brotration von 2880 auf 1800 Gramm. * Besserer Kohleneinlauf. Die gestrigen Einläufe waren ein wenig beffer. Den Bahnen konnte daher mehr Kohle zugewiesen werden. DaS Gaswerk erhielt etwas Oftrauer ‘ Kehle, auch aus Polen kam Kohle. Die Elektrizitätswerke dagegen bekamen nur 83^ Waggons. * DaS neue Frankreich. Aus Parts wird gemeldet: Die Geburtenzahl in Paris ist im raschen S t e t ß e n be« griffen. Der Tagesdurchschnitt ist 163 gegen 72 derselbei' Zeit der Vorjahres. * Das Treiben der Rationalisten in der Türkei. Nach vorlcegonden Meldungen auS Konstantinopel haben ^(.fliüitaüflcu am letztm Mittwoch eine regelcechle Plünderung der grosjen Malerialdepotö tu Gollipoli vorgenommeii, wobei 80.Q00 Gewehre, 6H0.0W. KatroyM und 33 MaschftieN''

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