Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 370 (1.2.1920)
- Date
- 1920-02-01
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 86% known words query
- IRI
…/2979076-2979416-2979448--03266-2988876- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
k mt Wien,'Sönntäg" 2l>tcttcvartotgenjWuttr Bühne und Kunst. Katman.HperetLe. (I o Han» H t r a u ß - % 61 o t e r: »D aS H oll aadw r.l hch t n".) r'! Der Titel der neuen^Operette ist jedenfalls noch nicht dagewesen. . Ob. diese Bereicherung des deutschen Sprachschatz.es auf Leo Stein oder Bel« Jenbach tzUrückzufu^ren ist/ must künftigen Literarhistorikern.zu untersuchen überlassen bleiben. Es brsvemde e jedenfalls, daß eine Kalman-Operette so ganz auf das ungarische Milieu Verzicht zu leisten schien, aus dem der Komponist bisher Tan iemen mit vollen Händest geschöpft ha te. Mer wie man sich überzeugen konnte, war die Furcht, einer Schwenkung in Kalmans Schaffen zu begegnen, völlig unbegründet. Er hat bas erprobte Erfolgschema seiner früheren Operetten getreulich sestgchalten und die Musik gibt den gut eingeführten, magyarisch getönten Kalman- Stil ihrer Vorgängerinnen nicht auf. Neu ist auch die Anlage des Librettos nicht. Noch immer trifft man diese zwischen Aristokratie und Halbwelt schwankende Heldin, hier Prinzessin Jutta genannt, die es zuwege bringt, einem Erbprinzen Paul Roderich erst am Schlüsse des dritten Aktes endgültig in die Arme zu sinken. Besagter Prinz tragt allerdings viel Schuld daran. Er entzieht sich der ihm zugedachten Heirat mit der Prinzessin, die er gar nicht kennt, durch die Flucht nach Holland und sein Sekretär läßt sich dazu verleiten, die Trauung in Stellvertretung des Auftrag' gebers vollziehen zu lassen, um Skandal zu vermeiden/ Wir ahnen: der zweite Akt muß in Holland spielen. I» der Tat! Bald sieht man das blaue Meer. Mädchenhäubchrn und Holzpantoffeln, Strandkleider und Marineuniformen. Man trifft'sich in Wyk am See; die Prinzessin als holländisches Bauernmädchen oder, wie man jetzt zu sagen hat, ,Hollandweibchen" (sprich übrigens: Holland w e i b chen, denn: „Holland Weib chen, mit dem Häubchen, sind nicht da zum Zeitvert re ib chen" -7man wird längere Zeit darunter zu leiden Haben!), fä«gt den Ausreißer höchstpersönlich ins Ehejoch ein. Das heißt, im zweiten Akt, darf dies noch nicht geschehen, denn wir brauchen noch einen dritten. Ce'chieht auch nicht; Prinzessin lüftet nur das Inkognito und fährt dann grollend heim. Jetzt muß wieder Erbprinz Paul auf die Reise gehen, um endlich im dritten Akt dm Hafen der Ehe zu erreichen, i Dieser kunstlose Rahmen wurde nun mit zahlreichen Spielszenen ausgesüllt, die manchmal^recht lustig sind, besonders da den Improvisationen der Schauspieler freiester Spielraum eingeräümt wurde. Der Rest bleibt der Musik überlassen. Hier gibt Kalman mit vollen Händen seine manchmal neuen, manchmal nur gewendeten Melodien, aus denen der nächste Saisvnwalzer, das Gesangsrepertoir der Wiener Hausmusik im schlechten Sinne und die Neuheiten der sommerlichen Leierkästen hervorgehen werden. Er versteht jene gewisse Gssangstinie zu bilden, dir sich beim ersten Hören unauslöschlich dem Gedächtnis einprägt. Effektvolle Instrumentation besorgt das Übrige, eine für Operettenorchester ganz mustergültige Aufführung besiegelt den Enderfolg der Partitur. Bon der Bühne strahlt Friedensausstattung. Die vergoldete Pappe der Dekorationsstücke will ungeheure Eleganz vvrsteUen, so wie etwa die vpernmäßig aufgebauten Aktschlüsse höhere Musik. Die Darsteller sind mit Eifer dabei, solange die Sache noch neu ist. Jda R u ß k a und Karl Bachmann in den Hauptrollen sind richtiges Groffstadttheater. Mit wenig dankbaren Rollen wurden Max B rod und Steffi Walidt bedacht. Sie Helsen sich mit Knockaboutlomik über den Stumpfsinn hinweg. Gut schneidet Fritz Werner ab, der mit schnurrigen Einfällen die Bühne belebt. Die Zuhörer empfanden die historisch« Weihe dös festlichen Augenblicks und feierten mit Beifall^' stürmen die Männer, denen der neue große Tantiemen? fischzug gelungen ist. . j M.? iw allen greWagffl. Revarmnrei» unter Garamie. , Farbbänder iftt alle Eykirmr. erstklassiges Material. Lrop. Kurzer, Wien, HL, Westbahnstraße 28. i ' Telehpon 31587. M3 RUTREPARATUR-&ÜSTA1T _____ Herren-«. Damenhüte werden nach neuert. a*"sw Mode prompt und billigst modernisiert XVm., WlbHnger Gürtel 31 und VII., U&rlatiUftostrMS« «0 Premiere der Oper „Juda Makkadäus" unter amerikanischer Patronanz. Die amerikanische Kinderhilfsattion teilt mit; Die erste Bsthnenaussührung der Oper »Juda MalkaböuS" von Ludwig Sanodvwird mtter dem Protektorate des High Cvmmissivner der Berei- »igtenStaatenMr.AlbertH alst e adamlb. Februar mderBolkSoper mit dm Kräfien der Staatsopcr vor sich gehen. Die dem Komitee angehörenden Gesandten von Argentinien, Holland, Schweden habe» gleich dem Chef der amerikanischm Mission für diese Aufführung Logen bestellt; unter dm Borrimkungen auf Logm und Sitze befinden sich solche vom Chef des BgnlhauseS S. M. Rothschild, Louis Rothschild. UniverfitälSproscffor Dr. Wenckebach, von Vertretern der Finanzwelt und der Banke». Vormerkungen anf Karten nimmt die Konzertdirektion Gutmann (Hugo Knepler), Schellinggafse 3, Ueberzahlungen daß BanSlhauS S. M. Roch- Schild,!.- Renngaffe 3. entgegen. Die Premiere wird um die HAMM?.Münden» .... , iwnimwa. \ , ,' .» Aus den Theatern. > , Der Spielvlan des BurgtheaterS für die kommende Woche lautet: Montag den S. Februar: »Kinder der Freude. Anfang V,6Ufjr. Dienstag bei» 3. (bei aufgehobenem Abonnement, zu «höhten Preisen, zum erstenmal): .Frau GitlaS Sühne." Aniang */,$ Uhr. Mittwoch de« 4.: »Frau G i t t a s S ü h n e." Anfang */96 Uhr. Donnerstag den 5.: »P y g m a l i o n." .Anfang V,b Uhr. Freitag den 6.: »ft r a o Gitt aS S Ühn e." Ansaug Uhr. SamStag den. „Die Reife in die M3d ch en\ ei t. Anfang '/,S Uhr. Sonntag dm 8..: „E ew®»t* Anfang V,5 Uhr. Der Svirlpkan des O P erntheaterS vom 3. bis 8. Februar lautet: Montag den 2. (bei erkühlen Breilm) : »G ö t t e rd ä m m e rung." (Anfang S Uhr.) Dienstag dm 3. (bei erhöhten Preisen): *3$ t o 1111 o* (,Xa Tratiata“). (Anfang Vjß Uhr.) Mittwoch den 4.: »D i e K ö «i g in von Saba." tAnkang'/«5 Uhr.) Donnerstag dm ö.: »Coppelia. BalleUdiverlifskment. (Anfang V,6 Uhr.) Freitag dm 6.: »D i e Frau obne Schalten." (Aniang Vfi Ubr.) Samstag den 7.: »Die Boheme." (Äufana Uhr.) Sonntag den 8.: »L o h en gri(Anfang 4 Uhr.) ImD e ntschenBolkStheater wird die Komödie »Madame Saus-GSne" DierrSkaa de» S. und Mittwoch dm 4. d. M., der Schwank; »Der Schlaftvaaenkontrollor" Montag dm 2., nachmittags 7a3 Uhr/ und Mittwoch den 4. abends wiederholt. SPi elpla« deS Wien er-Ska ditheat erS. Sonnwg dm 1. Fcbrtmr. «ackmittagS 2Ubr: «Die lustigen Weiber von Wrndfor;" abends S Uhr: »Der pro ß e K ü n st l e r." Montaa dm 2. Februar, nachmittags 2 Uhr: „Der H Ü tt e nft t f i 6 t xf abmdS Vrjg Uhr: „D e r grobe Künstler." Dienstag den 3. Februar, abends */,6 Uhr: „Die kustiaen Weiber von W i n d f o t* Mittwoch den 4. Februar. Va6 Uhr abmdS: „Dielnstig e n W e f b er v o oW i n d i o r." Donnerstag dm 5. Februar, abmdS Ubr: „DerBat er." Freitag dm 6. Februar, abends Vtß Uhr: „D er graste Künstle r" SamStag dm 7. Februar, abends */»6 Uhr: „D e r große Künstle r" Sonntagdm 8. Februar, nachmittags 2 Ubr '.Freiwildabends VZ6 Uhr: „Der groß e K ü n st t e r." Im W i e n e r S t a d kt h e a t e r beginnt h e »t e die Abendvorstellung »Der große Künstler" ausnahmsweise nm 6 Uhr, ab morgen beginnen die Abendvorstellungen um Uhr. Im Komödienbanke geht am Donnerstag dm 5. Jänner, */,6 Ubr abends, zum erstm Male in Szene »D i e g et e ss e l t e P b arti a s i e" von Ferdinand Raimund, Mustk von Julius B11 i n e t. Grete W i e s e n 1 h a l tritt in der Titelrolle »um ersten Male als Schausmelerin vor das Pnbl'kum. Dm Volkssäuger Nachtiaal (vielt Karl E t 1 l i n fl er. Dje restlichen Karren werden an dm Kastm des Kotyödirnbaus.lX., Nüßdärferstraße, und l., Ro-enturmstraße,,Bfllar, onSaegeben. — Der Operettmtenor Harry Payer ist von semem Urlaub zurückgckehrt vnd tntt im Komödienhaus allahmdUch in der Operette »Der Licbestmfel" wieder auf. In. der Renaissance-Bühne spielt Harry Waloen beute Sonntag und morgen Montag.tFeiertag), abends 6 Ubr, die männliche Hauptrolle in der LuWelnovität »D i e P e r len d e r C l e o v a 1 r a^ von Franz H e r c z e g. An derselben Bühne gast ert bei ermäßigten Preisen nachmittags.um '/«8 Uhr heute Sonntag und morgen Montag iFeierkagt Heinrich G i f e n b ach mit dem Possmensemble von »Max und Moritz".- In der gegenwärtigen Ausstellung der Sezession stnden für die Besucher heute, morgen «nd am 8 Februar um 11 Uhr vormittags Führungen deS Herrn Dr. Hans Eibl statt, der über sein dort ausgestelltes Provkt der Errichtung eines »Tempels der Menschheit" sprechen wird. Ein frattzösischeSMttsettm für Ksftümgsschichte. Präsident Poinearö eröffnete in den letzten Tagen das Museum für Geschichte der Klekdertrachten, daS feine Entstehung einem Vermächtnis des bekannten Malers Detail! e verdankt, der seine Sammlung von Militärkostümen gleichzeitig mit feinem Paläis gewidmet hat. Das Museum soll nicht bloß, die .Militäruntformen dem Publikum vorführen, sondernauch die Jiviltrachten. Der Staat hat dem Vermächtnis des Malers einen der größten Säle des JnvalidenmufeumS gewidmet. Die Geschichte der prunkvollen französischen Kunst und der Mode entrollt.sich da vor den Äugen oeS Publikums und die Zeit deS 16. vis 19. Jahrhunderts wird in wechselnden Bildern vorgeführt. Eisengepanzerte Reiter und Höflmge. Offiziere und Garden aus det Zeit Ludwigs XIU. und XIV., Edelleute, Hofschranzen aus der Zeit Ludwigs . XV. und Ludwigs^ XVI., die großen Damen aüS der Zeit Heinrichs IV., die Helden de; Fronde- Zeitgenossinnen der Frau La Balliere und Montespan, der Frau Leszynska und Maria Antoinette sind hier vertreten. Bald vereinzelt, bald in kunstgerecht zusammen gestellten Gruppen vereinigt, bilden diese Wachsfiguren gleichzeitig ein wahrheitsgetreues und prunkvolles Ensemble. Diese? Museum wird binnen kurzem sowohl für das große Publikum, wie für die Schuljugend einen Anziehungspunkt und. dabei eine interessante GeschichtSsektton biwen. Auch für Historienmaler wird sich hier passende Gelegenheit für ihr Studium finden. Alle sechs Monate sollen die Sammlungen erneuert werden. Maguer-Konzerl de» BolksbildungsamteS. DaS österreichische Vvlksb'ldongSamI veranstaltet Montag den 16. d M>, S Uhr nachmittags, unter Mitwirkung deS Svmpbonieorchesters ^Dirigent Konratb) und der Opernfangrrin Mina Lestler ein Wagner-Konzert iür die studierende Jugend Wiens. Hierbei kommt »ur Austübrung: Ouvertüre zu »Rienzi^, Siegfried-Idyll. Holländer-Ballade (Frau Leffler), Siegfrieds Rheinfahtt: Vorspiel zu »Lohengrin". Vorivicl und LlebeStod aus »Tristan" (Frau kefsker^, Ouvertüre zu »Tannhäuser". -- Bürger-, Handels- und Mittelschüler erhalten die Karte» durch ihre Direktionen, Hochjchüler bei ihren Rektoren. Gchalom AleichemAbend. Donnerstag den 5. Februar 1926 um ^7 Uhr abends stndet in der Jüdischen Bühne, H., Taborstraße 12, ein Schalem Älejchem- Abend statt. Das Programm besteht a«S einer Ansprache, pehaltm von Herrn Mendel Singer. Vorlesung des H e r r n I. S ch w a y e r aus den Werken des Dichters und Gesangsvortrdgen der Damen W e i n t r a v b- Gras, GlückS mann sowie der Herren Deutsch, Podzamcze und Streng. Hierauf gelangen zur Aufführung die beiden Einakter »A E l z e" und »A g e n t e n" von Schalom Alejchen. Eine Tondichtung zu Lester Urys Gemälde »Der SRenfch". Durch «ine Kompostiion wird der einsam ringende, geniale jüdische Maler Lefser U r y in Erinnerung gebracht. Paul E r t e l hat eines seiner bedeutendsten Werke »Der Mens ch" zum Vorwurf einer Symphonie genommen. Die Tondichtung hat die Form eines Präludiums und einer Tripel« iuge für großes Orchester und Orgel und hatte bei ihrer Erstaufführung m Chemnitz unter KapeWMn Med HuleS Leitung eine» durckschlageadm Literatur u. WissenschaD Hugo Hofmannsthal: »Die Fron ohne Schatte«.- zählung. S. Fischer, B«tlag, Berlin. Hofmannstbal hat aus dem Stoff, den er zu einem OvmA text für Richard Strauß fand, auch eme Erzählung gemacht. Oder umgekehrt. So könnte ein Märchen aus Tausendundeiner Nach sein. Wirklichkeit und Traum vereinigen stch zu Unzertrennliche! Einheit, Grenzen «nd Scheidungen fallen. HofmannStbal ha immer die Gefilde verschwimmenden Sem? gedichtet, Schwer«» in jedem seiner Werke. Alles, was an HofmannSthalS Anfäng« Wohlgei allen erregt hat, ist in diesem neuen OvuS. Doch eine-: Jede seiner Arbeiten ist cm Versprechen» nicht das Endgültige daS. waS berechtigt. Wortsührer zu sein. Und dies beanwrnch HosmannSthal ja. Dieser Hofmannstbal müßte neuerlich bestätigt ivcrdm. »Die Frau ohne Schatten" aber ist die Unter« streichung deS GeMsenen. ' ha. Juli«« Bab» Der Wille zum Drama. Reue Folge der zum Drama". Deutsche- Dramrnjahr 1911—ISIS. Berlins Oesterhrld & <£o* ISIS. - « ■; »Theater ist AmMementgeschäst". sagt man hundertMm enttäuscht, immer mit dem Emschluß, rS nie wieder ernst zu nehmen. Und dann kreisen doch wieder die Gedanke« und die Träime feinster Köpfe rastlos, ott hoffnungslos um dies« ijentrum, wo sich plumpste Sinnlichkeit und erlesenste Geistigkeit ein Stelldichein geben. Bab behauptet, alljährlich «eit mehr als 300 Dramen kenne« zu lernen» eine Ziffer, die wie ein Keulenschlag wirkt — man denke: Sonn- und Werktag, Winter und Sommer 18 g l i ch ein Drama 1 Etwa zwanzig auS dieser Jahresernte bespricht er mit unerschütterlicher Freude an den Möglichkeiten der Bühne: Wahrhaftig, nicht nur m den Dreihundert, sonderu mindestens ebenso stark in ihrem Kritiker lebt der Wille zu» Drama. Diel HoffnnngvolleS bat er freilich nicht aufzuzeigen. Traue» »d stellt er fest, daß die A eiteren der Dramatrker. die vo» anderthalb Dezennien noch Hoffnungen waren, hevte fast all« cnisffchislos in Monier erstarrt find: HofmannSlhal, Hardt; Schnitzler, Schönherr, Stucken, soviel Namen, soviel Richtungen «nd von keinem »st NrueS mehr zu erwarten. Aber Bab hat daS früh« gesehen M viele andere, die ihm jetzt rückblickend rechtgeben müffryj BiSweilrn hat er mck der Eiflenwilligkeit, die einen sebstandige« Kopf so wohl ansteht, ein Wort der 8>'be für einen schwache» Mann wie Wildenbruch oder ein schwaches Stück wie diz ^Wrvterballade", aber feine klare» Formulierungen erzwingen sich Respekt, auch wo der Leser nicht mitgryt. Am sn* bedingtesten geschieht das in dem zwnten Teil, da unter, dem Trtel .Vollendete" Björnson, Ibsen, StrinÄ berg. Hebbel, Büchner «nd Shakespeare auf lhreu EwigkettSgebalt Prüft «nd «ach der überreichlichen Literatur über diese Größen immer noch neue Blicklinien findet. Alfred Berger hat ein anspruchvolles, aber mnerlich dürftiges Buch »Hamöurgsche Dramaturgie" überschrrebm. Bab hätte daS feint »Berliner Drama'urgie" beißen dürfen, ohne daß ihn die Erz innttung an Lefsig erdrückt hätte. .^4? .®Y<’ Düchereinlauf: Molo Walter von: Die beste» zählungen von Tolstoi.' (Langen-Berlag. München.) Staudingq Franz: Kulturgrundlagen der Politik. (2 Bände. Verlag E. Diedericks, Jena.) Lasker-Schüler Elfe: DaS Peter Hill« Buctt. — Malik. (Eine Kaifergefchichte.) — EffayS. — Di« Nächte der Tmo von Bagdad. (Verlag Pauk Cafsirrr, Berlin.) Anemüller Ernst: Schiller und die Schwestern von Lengenfeldj «Meyerfche Hofduckhandluna, Detmold.) Brandes Georges: Dvi Tragödie Llvejter Teil. — Der Friedensschluß. (Verlag Friedrich Andreas PertheS. Go1ha.> Stilgebauer Edward: Bürgerin LouW tVerlag Erwin Berger, Berlin.) Rubin« Ludwig: Die GewM losen. Verlag Kiepenheucr, Potsdam.) > %> Hrater-Sportplslz desM.N.L 2. Dez., prtnzensilee O Sonntag den t. Februar 1920, baU>3 THI)i M.A.L.-Dakoav Vorder die »eserven Sport. Die Wiener ungarischen Spieler. \ Endlich ist das Freigabeanfuchen des österreichische» Ve« Sandes für die in Wien weilenden ungarischen Spieler vom ungarischen' Verbände beantwortet worden. Während big Amateurspieler Konrad I und II und sogar der in taj letzten Zeit zwischen Wien und Budapest hin und her pendelnde Kertesz vom ungarischen Verbände, beziehungsweise vonj dessen Stainmvereine, dem M. T. K. Budapest, freigegeben! wurden, machte die ungarische Sportbehörde bei den beiden: Hakoahnern einen Unterschied: Molnar wurde die Spiels bewilligung erteilt, N e u f e l d aber verweigert. Aller Wahrscheinlichkeit nach handelt es sich nicht um eine Schikane des Verbandes, sondern um die verschiedene Stellungnahme der Stammvereine. Molnar gehörte dem „3 3er" Fuß-! ballklub an, der anstandslos die Spielbewilligung erteilte»; während Neufeld Mitglied des F. T. C. war, der von allemi Anfang «m. eine wütende Kampagne gegen die Hakoah efon leitete und auch vor Verleumdungen in der Presse nicht! zurückschreckte. , 1 I Auf jeden Fall wirb es gut sein, noch' anf den brkef-- lkchen Bescheid des ungarischen Verbandes zu warten, do( bisher Mr ein Telegramm eingetvoffen ist. * Das Programm der Fußballwettspiele. Insbesondere der heutige Tag bringt einen sehr regefl Sportvetrieo, aber auch morgen finden zahlreiche interessante Weilspicle statt. > DaS intereffanteste Treffen des heutigen TageS kommt auf dem Prater-Sportplatz zur Durchführuilg, wo der W.A.T. die Hakoah zu Gafte hat. Obwohl dee Hakoahner auf die Mitwirkung Neufelds, MolnarS, LumekS, Elutzlyß und Jenö Ganrls verzichten muffen, werden sie dennoch de» . MrstlkMüen ßimn vollkommen ebenkürtiae» Keaner sba!@"@!H