Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 369 (31.1.1920)
- Date
- 1920-01-31
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Sk. 369 Wien. Samstag Mener MorgeEKttms ^r.ISnner'E . V M M Ausschuß für AerHlSreS,! "In"der grsteM'vöMMM'MWvkenen- Sitzung"des- Aus« . chusscs für ArußerK Mwvach StaalskaMtz Pr; R"e n n e r ie^peMsiehende Meise de^ GtaatSftkrstaressur Finanzen und für SaMrnMunz nych P s r» s, ferner dir Perhandsupaxn mit b M-0« © il fl# a b Dd -?3 m b ö p e ft, wobei er bie Ge egenhelt MhWghyi, die PrpM Zeitimpchneldung über ferne an- Mch^he-hsichtigt- -n-Mliche.r Reise nach Prag.» zu dementieren, ßr legte hierauf d^e allgemeine politische Situation, insbesondere 'VßMWWisEeyeichSM drm Nachbarstgalen dap. ■, . /W ^PrMeu ngch die Wgemdnrten Dr, M a taj amnd btl^ B p »iMV Me MWMnllM N StaatskgnzlxrS wurden •'VM.PMHu-tz-'M^Kenyhjnr gmoffWjn» ... . .r-5 UÄM. die? - FusfühMrigen O?. Op« n e tz s wird ngch ieMjtof:. Dex^tct-tskcurzler wendete sich gegen dieurmnter- .flMkM. -feydenziLsen. Falschmeldungen der chrjstttchsvztalen pfp und' erklärtedas; - unter diesen' Umständen' an.'Äü' 5 väiteves. Zusammenarbeiten der Koalition nicht ~m denken ^BD^tWciWchsdzmkenmutzten-aufLefordert werden, mehr kGW-Mf Me PrEe zu nehsnen.. - Ani 'weMren verlaufe seiner .'Mitteilungen bemerkte ^M'Nenn^r- - daß' Dr. M e isch und ' Dr. L o e w'e n f'tz l d * /IDftihm«iSoiintcN' jhre Reise .nach 7Oaxis antretem Und daß dM^otzjWPfÄ^Nu^ sich?. deshalbins lÄtzeytelager. vegchen!Mk M M *>HchM KWS.MA, V&Mt&PM. Platte Marz reichen und Vorsorge für neue Nachschübe 'flMlreMNsei. Der Staatskanziervesprach dann nochdie krwebvssse?- Sdr letzten Prager' Verhandlungen und? wendete 'ichfqdgmgen, 'Hatz man- -fernenbrc-herrqen Mitteilungen, eine . IluZle.gmig.gegeben habe, dre ihnen in keiner Weise zukam. - TO unterschiebe chm Abnchten, dre chm vollkommen fernroK4i. DaMrt trat dLr--Kanzler den m'der großdeukschen ftreffe - erkiobotren VorjvurfeN wegen des angeblichen , Ab n »ujLi ■, ttur stchische K,mst, vNMk uud Wissenschaft) uri ste n d er j-ü d i sch eu Gtudentenhetmstätt 4t enaltto n. Tagen vegmnen. . ^ZMaßdaS ’■ BSrhdktnes.< zu U n garn anlange, hübe tzr ia^denlstziVr Tagen eure mehrstündige - Unterredung-mit tem, nzmarrschtzy Geschäftsträger gehgl t,.^ie eiye. ya l l sta n- * ern stimm Un g rn alle« Maen ergeben »M zukünftige GestaKung des' Verhältnisses d n'tsch »W e st ü n g a r tt - betreffe, so sei Dest'eLrerch' ent-' ichlpffsn^-uf fernen chgr rm Friedensoertragezugestandenen stßchtz?n,,stuchkbaxxen rmd. denke an kernen-Vtzxzicht. .. ^)ebaste sprach Abgeordneter Mat'äi.a, der sich' n^scharfer Werse gegen Dr. Renner wendete und erklärte, .mß deit--Staatskanzler rn Prag nach dem Dcfürhalten des ftsdnspß Merfellos zu wert gegangen sei. Den EtarrdPunkL Vr>-WstNssrschtzPfochh sodann noch.Dr. Bauer. t % ' Wsv litat? Wir ^erhalten aus dem beferkreifs folgende Zuscherst s s^ev. yoltßwdrtschaftirche Redakteur des „Neuen hoK m der Gvnniag^nurstmer vom 25. d. M. Gs«: jegerchstt gestommm den AbgemdnsteU Stricker wegen Mer iPMüMExede Lher'. die.^örerbereieV eryeIzL^iles^ 'fs»MiHrchkPrssftz,'wülche^im'Mfichste schttmtzitzer Börsen-'? --nsaWevÄikew WE - dsmPmeEanischen UrckeibL syfte> . NWch«cheraKtzefetzt hat,' in ungH^leMHerMMeM % W^MreW-MW,«6W9MMüWM MbnckeW myd ^irch-lM -BKvbächtitzüntz««" > «Ondx t wnn (wörtlich): „Es ist selbstverständlich kornem' Blatte MgefMen, sich uöer den KredrL Don '70<..MrNonen Dollar )eSspektrerlich oder undankbar- -zuäußern/' > Nun -hat jetseMe .Neue Lag' am 23 d M also zwei Tage irüher,! unter dem Lrtel ..Lebensmrttelkredit'' auf^-der rrsten Gerte em großes Bild gebrachtwelches eine direkte VsrhbhMrig des- Kredites darstellt: Amerika, als dicker Vrvtz im Pölz wrrft dem zerlumpten Harisrerer, Staats- Kanzler Nenner als Srnnbrld Oesterreichs, mit abweisender Gebacdg M Mn3Mtz. G^ltzstzi^ hs,^ l^ten steht: .Bmuchen kany.rP^nichts. pon dem Zkucf. äher da f ab e NZ sü r'tzr n N a ch t w a h l" Eine taktlosere Per- )<Anung der Amerikaner^ welche doch mcht. aus Geschäfts- MchsMen, sondern aus Tejlnahme' die Anleihe geben, rnd eine, sinnlosere Herabsetzung der Anleihe, siebzig MMsyen Dollarals Trinkgeld/ kann mall sich schwer mxsMem. Trotzdem erdreistet ,sich der Volkswirtschaftler -W „Peuen Lag",' eiy Hexr' Dr. Alfred Schwoner/zwes \ Re«P0lM. .■• Betvachtuvhen eines italienischen Schriftstellers.; - v , Der bdkannte italienische- Journalist - - -» .'Upn^ldp Crp^lla. schreibt im.„Laboratore" - .. .... .. MrdiH Uisdchche,. dm voch. Leben in den dxei größten Skübten' Polens nach dem ersten FmedenZjähse gewonnen: 'Kraka^ die Wfegb'der polnischen Zivilisation,' die' Grab-' lätty Wner Könige, vor dem Kriege eine 'blühende Ättzht voll' rlker. Erinnerungen, bietet heute'ein Bild d-r Hölle. Das / Lebest iit der neuen großen Republik, die einen Uoinkrieg an ihrer inneren Ostfront, einen geheimen Krieg m ihrer Westfront, mir .mühsam bezähmte Unrichen im - Innern, beinahe eine Million Soldaten unter den Fahnen ind 4V Milliarden GchulbsiM'auswksst, > giht. der Stadt Krakau Ny. schwindelssrvegendes Geprqge Krakau rst von 100 000 kWtpGMN, dze es y» Jahrs 4914 zahlte, int Laufe des Jjlß. <t\tf 3^0,000 gestiegen; eme ungeheure fMMMsVMMng, H deutstch sichtbar ist in den zu kWy GtWßsn^ ayf tzen,seyr schien Platzen, sin Schatten '*% K^chm, öle ganz un Schsveigen versunken sind Dre ^Nglende. Sorge-.M« Ohdach ,zn . sinhen, die den modernen Wanderer durch.Mttereuropa verfolgt, wenn.er in Wien, ßudapest, Prag, in großen ,ohp.r^. i)t ^.iricit Städten anionrmt, erreicht in Krakau ihren Höhepunkt. Gleich der plpkt esil weyig wschreckeno. Von der MeMckM Grenze angefangen bis »ach KryfkaZ siehtVMan m'ür Soldaten, Kanonen'züge, kurz, n^ ^röße'miMrssche Bewkgling. Wer bedroht das Land? CÜp^ hie Tschecho-^lowaken? Oder das bevorstehende Plebiszit den noch nicht sicheren Gebieten, die polnisch werden können oder bald nicht mehr polnisch sein werden? Es Wcht dies, der. KruA LU. . Lw. OW. Merz das. Dienstag' den r. 7ebtuar. V-6- Uhr abends, im Fcsisaal des Kasinos, I., Schwar^rnberavlatz 1 12. Arten» und Lfe der abend» Nena ^stsfeÄ (BoKWntJC^ ^MtAf <^attdlev ftSoiHottet'', Jakob Seid! sStaatSoper), Rosa Wagschall (Bol!S»v'r), Karl Nenmann <Volk»oper) Steffi-k-Goldncr scharfe» Prof. Manhart unp Ing. Grostvep (Klqvier). Jakob Geidl wird Mozarts ..Zauberflöte'- uud Roskkns „Das «rue Lied" im -hebräische». Karl Reumann ,Kol Nidrei" singen. „»«UI! I royfltffg den r. lebrugr. l/tH Uhr vormittags, im Festsaal des Kasinos, l., Schwarzenbergplatz 1 HcräKl-Kördau - Matii&ee» Mitwirkende: Maria Mayer (BuraschalstPieleriw, Karl Zesf» Meaifleur de» Burgtbeater») lesen au» HerzjS und.ÄordauS Schrift«,, Hchwestovn Goldper (Hqxf-, Violine, Klavier), Ignaz Kdrner?OpernlSnarr), am Klavier: Otto Schulhof, Conferenzicr: Dabts Erdtracht. "";1 -i.-ff mi-’yj.1 g> "^.rw t- -- Wlttw-ch am ir. 7edkusr, lUQ Ubr abends, im Festsaal des Kasinos, I., Scknvarznibergvlatz 1 Öe3rjüd,Öiimo|,iiiiWot,t Mitwirkende: Rydols Bandler und Heinrich Eksenbäch. Kartenvorverkanfr L8V8 Äntmann, l., Kärntuerrina 3: Sgwit, l., Rotentnrmstraüe Lb; Vereinigung jhd. Hörer der. Hochschule für Weltbandel, II., Taborstrasie 1; »Aida*, IT., Tahorstraße 5; KaNenbureau Schreier, iX.^Porzellängasse 83, Hörzmaütty, VII., Stiftgasse 3 Tage, später ist der gleichen Zeitung von „nackter Lüge* und „infamen Verdächtigungen" zu sprechen. Wir haben ds hier mit dem Vertreter der Sorte Journalisten zu tun, welche darauf spekulieren, daß das Publikum am Sonntag bereit? vergessen hat, was es am Freitag gelesen hat. Und Männernwon solcher Lauterkeit ist das Publiku'm ausgeliefertf 'Die schwarzen Tage an der Wiener Börse haben zur -Genüge-bewiesen, wohin Leute gefangen, wenn sie. den ehrlichen Warner Stricker absehney und dem-Ratschlägen der Volkswirtschaftler von der Sorte der Schwoner folgen. Telegramme. Die österreichisch-tschechischen Wirtschaftsyerhan-lnnien in Prag. Pmg, 3Q. Jänner. Heute vormittags trafen die Delegierten de^ österreichischen Staatsämtrr sowie emzehrer beteiligter WirtschafLskorporetipnen unh JnhnMen' hier ein-,;uuz ipr . Sinns der Lei :den letzen Prager > Merhgndlnngen getroffenen PereinLarungen die Detailberatungen zu pfbegen, . » : Noch für heute yiar die gemeinsgme Eröffnungssitzung derbeiderseitigen Vertretungen. anveraumt, die rrn GebMde heZ HaUdelMinifteriums .stattf-anh. Dep - de§ Ds cheWWwMscheN -.-Handelsmini- Bevollmächtigte Dr. Marek erschienen. ' Staatssekretär Dr. Schuster begrüßte die Teilnehmer und entschuldigte das Nichterscheinen des Han- ^elsminister Dr. Heidler, der an einer gleichzeitig stattfindenden Sitzung des Ministerrates teilnehmen müßte. Sodann entwickelte Dr. - Schuster das Programm für die Verhandlungen/ünd stellLe den Antrag, daß die Beratungen in drei Kommissionen. gepflogen werden sollten, worauf sich die beiderseitigen Vertretungen dahin einigten, daß die erste Konlrnissiön die Regelung der Schiffahrtsfragen, -Ie/HtvM'idie Demobilisierung und die dritte Kommission die'Körnpeusationen und Liquidierungen verhandeln werden. Die- Koyrmissionen können Sübkommissi'onen mit der DetaiWrtztung einzelner Berhandlungsgegenstände betrauen. Nach Annahme. dieses Verhandlungsprogrammes wurden die Kommissionen zusammen gestellt, die u nbolschewikische Rußland sind mehr als 60.000 Mann auf? geboten, im Westen eine zweite Front, bie polnisch-deutsch« Front, im Südwesten «in« dritte Truppenwehr vor den tschechoslowäkischen Provinzen, die eine andere alle Forderung der Polen bilden. So hat dieses Land keine Grenzen, sondern nur ‘ Kriegssronten. Juden irr Polen. ', Heute..sind bie Juden Polens müde, in her Republik versslgt und als Parsas betrachtet zu werden, ärger als im frühexen Rußland. Sie bilden eine., ungeheure Masse von sechs Millionen Menschen, die den Reichtum, die-Lieh« zur Arbeih unddas ünunterdrüHare Bestreben haben, als Gleichberechtigte behandelt zu werden. Sie haben ihre eigenen Theater, .ihre eigenen Zeitungen. Sie spüren den Druck der sie tyrannisierenden und hassenden Bevölkerung msd, wellen als besondere Nation anerkannt werden. Sie weisen die Beschuldigung zurück, Anhänger der russischen Waximalisten^ ßu sein; wer 'jedoch die moralische Lage dex- Inden in Polen beobachten konnte, würde sich, nicht wundern, .daß. sich ihre Sympathien einer Bewegung zuwenden, die ihnen einen 'Schimmer von Freiheit und Gerechtigkeit zu-bieten geeignet ist. W-arfchau. In der Hauptstadt Polens führt matt jetzt das Leben Moskaus und Petersburgs vor dem Kriege. Noch erfüllt von dem Anblick der Hungersnot in Oesterreich, ist man erstaunt über den sich hier zeigenden Luxus und Uebersluß. Warschau wimmelt von Offizieren, Beamten, Maschinenschreibcrn und Parasiten aller Art, denen der Staat jedwede Erleichterung gewährt: billige Lebensmittel, Kleider und Wohnungen, zmn Schaden derjenigen, bie keine Beamten sind. Die Preise sind sehr hoch, aber es scheint, baß die & Hälfte der Bevölkerung Papiergeld zenü^rweist. besitzt. Wwi vorzüglich mit ihren Arbeiten begannen. Die Bexatnng^ dürften am Sonntag und dein daraussolgeuhen Feiertag! nicht unterbrochen werden, damit es den. Wiener. gierten möglich gemacht werde, noch am Dienstag vbeZ Mittwoch abzureisen. : J Ueber das Ergebnis der Verhandlungen wechW gemeinsame Kommuniques ausgegeben werden^ Die Antwort Jugoslawiens. . Paris» so. Jänner. Gayys.) In der AytwyrtnvtL gy-d^ Ententemächte erklärte die Regierung des jugoslawischen Staates sie betrachte hie Mitteilung voyr 20, Jänner als freundschaftliches Vorschlag und nicht a l S B e f e h l und verlange von denj vUbündnen Mächten die z« einer ammerksarNcn Prüfung dev Mrtt-'tluug notwendige F r i ft. In der Note wird neuerlich daS Anerbieten gestellt, hie schwebenden Fragen einem S ch i e h Sq gepichte oder einer BolkLabstimmung z« unterbreiten. Sämtliche Jugoslawien auferlegten Bedingungen werden ah g el eh nü \ ' Hi Der deutsche Gesandte bei Millerand. Paris» Sy. Jänner. fHqvM Der muerpanntetzeutschq GesHäftsträaep in Paps, M a y e r. hat heute dem Minister btg| Aeußern. M t j t e"r a n b, se;pe Beylaubigungsschreiben tfber^ reicht. Die Begegnung daWte Kehn Mmutev. - ' - s ' D'Armunzios neuester Streich. Mailand» 30. Jänüer. ,Secolo" erfährt aus Triest, ^äH der Kommandant der 45. Division General Nigra von emer Wache D'Annunzws verhaftet und nach Fiume Überführt woxhG Lei. Nigra werde beschuldigt, gegen deuDichtM feindliche Gefühle z» hege«. . Gegen das Preußentum in Deutschland.^ München, 30. Jänner. In der außerordentlichen Generäl-. Versammlung dcS sozialdemokratischen Vereines Münchens wurde beschlosien, vom Landtag die Amnestie für politische Gefangene sowie hie Abschaffung der TppcSftrafe zu verlangen; dagegen winde rm Antrag, Deutschland in einen Einheitsstaat m verwandeln. abgelehnt. Nach diesem Anträge sollte der Emheitsstaat unter folgenden Bedingungen gebildet werden: Neichstag. Reichs^ regierung und die Zentralreichsverwaltung sind von Berlin wem zuverlegen. Die Verwaltung des Reiches har auf landsmanm schaftlicher Grundlage ftaltzusinden. Es sind Garantien zu schaffen/ daß mindestens zwei Drittel der im Reichsdrenft verwendete» Beamten und Diplomaten aus Nichtpreußm bestehen. . Ei« finnischer Angriff ans das Kloster Pete, henga. ß Hass, 80. Jänmr. (Tel.--Komv.f Hollandfch NieuwSbureaü meldet aus Archangelsk: Die nordrussische Regierung gibt bkkgngH daß ei«e Bande von etwa 2000 mit Maschinengewehren bewaffnete» 'henga unternahm. Die Bewohner der Grenzdörser flüchteten nyi Norr orwegen. Dre Einmhme von pdoffa. Wien» 30. Jänner. Der Ukrainische Presfed'rmst meld'rtl Die Einnahme der Stadt und des Hafens Odessa, erfolgtü nachdem der Widerstand der Truppen Denilins gebrochen wart Die ukrainischen regulären Truppen begannen rm Bunde mit dm ukrainischen Aufständischen des Gouvernements Cherson ihrey .Angriff auf Odessa. Der größte Teil der Besatzung wurd^ gefangengcndmmen. der Rest entfloh auf rumänisches Territorium ttnd wurde dortielbst entmaffnctz Der Einzug der ukrainischen Truppen in Odessa wurde von der Bevölkerung mit Jnhch begrüßt. General Iudenitsch verhastet. ' Reval, 29. Jauner. (Hayqs.) Die esthnische Regierung hak denGeneralJudenitsch verhaften laks^v« Die alliierten Missionen haben dagegen Protest erhoben. Me Tschechs-Slowaken haben Koltschak ans» geliefert. Wladiwostok, 29. Jänner. (Havas.) Die Tfch echoZ Slowaken haben Kolffchak den Bolschewiken in Irkutsk ausgelrefert. lieber sei« Schicksal ist nichts bekannt. ' . Die Pole« haben die Bepefina überschritten^ Warscha«, 30. Jänner. (Privat.) Zwecks Verfolgung der bolschcwikischen Truppen haben die p o l n r f ch r u Truppen dft Beresina übetschrttten. Ä . . . ,- --—JB E4J.I. 10 Uhr vormittags ist noch niemand im Amte, um A Uhr^ ist niemand mehr im Amtezu. finden. Im Gegensätze M diesem das Lben in vollen Zügen genießenden Warschau steht! ein anderes, in b.ittssres Elerrd versunkenes Warschau, das nicht appetitliches Weißbrot, in der Form von Semmeln, zw einer Mark das Stück, genießt sondern 36 Stunden angestellt ausharrt, um fein Stück abscheuliches Schwavzbroü zu „erstehen". Auffallend ist in Polen ein unverträgliches Klerikalismus, der stark verbreitet ist und alle. Denbenzew des alten Oesterreich geerbt zu haben scheint. ' l H , Was die polnischen Arbeiter betrisst, so sind' sie jetzig stark in Anspruch genommen von der Bewegung, dje dgrG den Kampf um Schlesien hervorgerufen wurde u;rd -bst-! sie vym Bolschewismus pblenkt. Außerdem hqt Mobilisierung eine große Zahl Arbeiter militarisiert, halb es ausgeschlossen ist, daß von ihnen" eiye heheMnd^ Aktion gegen bas Regime des'Militärs und der Beamten^ .der Spione und der Geheimagenten aqsgeyt, hi« gn daÄ ->alte zaristische Mhland. .Mftyexy, als oh Pylen - dessM jüngere Schwester wäre. Bisher ist bas Polentum in Danzig nur durch ekner^ Admiral und seinen Flügeladjutanten vertreten, in der osfen^j baren Erwartung einer pölnischerr Flotte, von der niemand' weiß, woher sie kommen sollte. Alles übrige ist, wenigstens heute, deutsch, englisch und auch ein wenig amerikanisch') Dm Polen gelingt es derzeit nicht.' in Danzig Fuß zu fasse«.-« Ihr einziger Trost sind ihre täglichen Proteste, bei denss^ sie von Frankreich unterstützt werden, aber dieser Trost;' genügt nicht, bie Deutschen aus Danzig zu vertreiben, odeq' den Engländern und Amerikanern die Lust, als Beschützer! c>er Deutschen aufzirtreten, zu benehmen. { _ ■■ H