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Wiener Morgenzeitung · 1920-01-28 · Heft 366 (28.1.1920) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 366 (28.1.1920)
Date
1920-01-28
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 ,§Bten, Mittwoch Ü? f f t, Louis Brandeis und andere. In der Abiimmung fiel die Entscheidung gegen die Vereinigung dieser Heiden Sammlungen. Dieser Beschluß gilt jedoch nur für stem-?)ogrk> da in vielen anderen Städten die Sammlung Brests bisher gemeinschaftlich geführt wird und wahrscheinlich <uu^ weiter geführt werden wird. Besonders warm für Palästina traten Jakob Schiff und George Jrwing Lehmann ein. Schiff erklärte, er erkenne an, daß Palästina den Grundstein der. jüdischen Frage bilde und Lehmann meinte, er sei zur Ueberzeugung gelangt, daß via Arbeit - für den Wiederaufbau Palästinas vor. allen »ndere-N jüdischen öffentlichen Arbeiten komme» müsse. Ern Rcmbmsrd auf der Wieden. Die im dritten Stocke dc§ Hauses Pretzgasse 17 wohn» safte ^Private Angelika Stevhanska- Wein gart wurdezesiern nachts in ihrem Zimmer erdrosselt aufgefunden.?cach -den Erhebungen liegt ein Raubmord vor. Frau §tephonrr'a-Weingart hatte eine aus vier Räumen .bestehende Wohnung inne. Sie galt im ganzen Hause als weiblicher-, Sonderling. Sie beherbergte junge Mädchen, die in Bars-' bedienstet sind und zu später Stunde helmzukehren pflegten, so daß die Frau den Abend allein in der Wohnung Sn. Als gestern nachts eine ihrer Mieterin heirnkam, fand sie sirau-StepbanSka-Weingart leblos auf. Sie schlug Lärm und >er Hansbesorgcc verständigie die Polizei. Die Tat muß in den vorgestrigen?tbendsiundcn verübt worden sein. Nach >en Eingaben des Sohnes der Ermordeten dürften 500V bis £0.000 Kronen geraubt sein. Außerdem fehlen verschiedene Schmuckstücke. Bon dem Täter ist bisher noch keine beit immte Spur gefunden. ■ " Die. Erhebungen in der Mordangelegeuheit eröffnen sinen Einblick tu eine ganz eigenartige Welt. Das Opfer fei- Verbrechens war 60 Jahre alt. Sie soll eine geborne Griechingewesen sein, die zweimal verheiratet war. Ihr ' zweiter .Gatte hieß Weingart. Im Hause hatte sie seit neun Jahren gewohnt. ' In der Wohnung, hatten, wie festgestellt Vurde, Spielabende stattgefunden und vielfach auch Lebemänner mit'Mädchen verkehrt. Nur ein Znmner der Wohnung hätte die Frau für sich selbst benützt; die übrigen drei Zimmer waren an junge Mädchen namens Florentine Mcli'ch. Katharine Pierostt'und Margarete Grillberger tzerrTte.U’f, die 'gleichfalls öfter' Besuche von Freunden erhielten. Einmal war bei'der Ermordeten schon eine Soielergesellschaft überrascht worden. ■ Der Raubmord an der Frau wurde durch Erwürgen m i t b c,r .61 o b e n Hand verübt. Auf den Lippen der Ermordeten befand sich, geronnenes Blut. 'Die'Tat dürfte -wischen 'S Uhr nachmittags und 8 Uhr abends verübt worden sein, denn, um'3 Uhr nachmittags waren die Mieterinnen der,.Frau ror.tgegangcn, und nach 8 Uhr hatte der Hausbefbrger. keinen tremden Menschen mehr aus dem Hause hinqusgehen gesehen. Ein Junge, der im gleichen Hause waü'nt und um halb.7 Uhr abends die Zeitung aus der Trafrk bpl.te, will gesehen haben, daß itirt diese Zeit in der WohrtuNg ders-Frau Licht brannte; möglicherweise war also der''Täter Zu dieser Zeih noch in der Wohnung anwesend. Eine--Nachbarin hat gegen 4 Uhr' nachmittags aus der Wohnung.' laut' sprechen gehört. Von Belang ist auch die Anßäbe -öiner anderen' Nachbarin, welche -vorgestern voritiittags einen jungen Burschen sah, den sich auf dem- - Gange von Frau Stephanska sehr -herzlich verabschied e t e.-und dem sie auch einen Kuß gab. Sie-soll daM''erzählt haben, daß der junge Mann ihr Neffe fet, dernach Graz reise. Freilich > erklärte aber der Sohn der Ermordetest, daß sie überhaupt keinen Neffen besitze/auf den-diese Angaben zutrefsen würden. Die Erhebungen des heutigen TageS, dre unablässig nach allen Richtungen -geführt werden, haben die Untersuchung nickt wesentlich weitergebracht. Es wurde festgestellt, daß iür Laufe des 6. d. M. im Haufe zwei junge Leute gesehen wurden. Der eine war vornnttags bei Frau Stephans ka. selbst. ES ist der etwa 18jährige Bursche, den Frau SiephanSia als Sohn einer Freundin bezeichnet hat. Dieser junge'Mann ist etwa 18 Jahre "alt, groß, schlank, hat blondes Haar, ist..glatt rastert, hat rosiges Gesicht, und tragt ungesagten: Zwicker. Er macht den Eindruck, als ob er.der vermögenderen Masse angehörte und war dunkel gekleidet. Wenn der junge Mann, der angeblich nach Graz reisen mutzte, cum gutes Gewissen hat, wird er sich sicherlich melden. Der Zwei je.. Mann war am Nachmittag im 'Hause. Er rst etwa 30 .Jabre alt, gras, auch matt rasiert. Er war entweder schwarz gekleidet oder soll m H neu Ueberrock mit abgestevplen Taschen und braune.> - lourhut getragen haben. Man hat an ihm einen roten oder rosa-weiß gestreiften Seidcm'ckal gesehen. Er hat auch einen Spazierstock gehabt und war auch elegant gekleidet. Im Hause kennt man keinen der beiden jungen Leute. Der zweite Mann soll um etwa halb.4 Ähr..im Hause geweilt haben. Wenn die Behauptung de»' juichen'Mannes, der noch um etwa halb 7 Uhr abends in der Wohnung der Frau Stephanska Licht bemerkt haben will,, wahx - ist,' käme der zweite junge-Mann nicht in Betracht für-die Möglichkeit der Täterschaft. Der «Sohn der Freundin" kommt bft seinem vormittägigen 'Besuch, sicherlich' nicht in Betracht und wäre nur als Auskunftsperson notwendig. Me Geschäfte der InvaUbenräte. Arn' 24. d. M.' hat-das Kriegswuchevamt den 23jkhrraen Zuschneider Norbert Hoflechner, zu Wien geboren^ im Hotel Cotyn wohnhaft, der wegen verschiedener von ihm als-„Invalidenrat" .durchgeführter Schuhgeschäfte vom Amte der Staatsanwaltschaft angezeigl worden war, anläßlich des Verkaufes von tausend Paar.'Mhrenftieftln an die Allgemeine Ware.rgeftllschaft,. 1,'Bez-irk, Trattn:rhos 2, verhaftet. Hoflechner, der wegen Uebertretung des Ve ruges und des Diebstahls schon vorbestraft ist, halte sich im Herbst vorigen Sabres vorüberaebend als. Lütient im. Krieasivllal VI Wiener Mörgenzettuns tz8. Jänner 1^20 Rr."ZK in Simmering befunden. Bei seiner Einvernahme behauptete er, die Herauslockung von Waren, insbesondere Schuhen, und ihren vorteilhaften Verkauf im Einverständnis mit-den Mitgliedern des Jnvalidenrates des Kriegsspitales VI in Simmering durchgeführt zu haben. Weiter behauptete er, daß mit dem Schriftführer dieses Jnvalidenrates, dem 22jährigen Konstantin El lisch berger, 16. Bezirk, Odpakergasse 9 wohnhaft, die Vereinbarung unmittelbar getroffen wurde, baß die Hälfte des Gewinnes Hoflechner sich selbst behalten dürfe, während die andere Hälf'e von Ellischberger zur.. Verteilung an die übrigen Jnvalidenräle übernommen werden sollte. Ellischberger wurde am 26. d. M. vom Kriegswucheramt gleichfalls verhaftet. Soweit bisher festgestellt worden ist, .hat Hoflechner im November vorigen Jahres bei der Sachdemobilisierung, Berwertungsstelle IV für Leder und Leder waren, 1. Bezirk, Hegelgasse 13, auf Grund seiner Dienstzettel 253 Paar Bergschnhe um. 62. Kronen pro Paar für die Invaliden .des Kriegsspitals VI in Simmering gefaßt und sie angeblich um den Preis von 150 Kronen pro Paar an den Schuhhändler Jakob Freudensohn, 9. Bezirk, Rotenlöwengasse 13,'. verkauft. Dieser hat sie um 235 Kronen pro Paar an den Schuhgroßisten Alfred - Kobler, Siebensterngasse 46, weiterverkauft. Bei diesem wurden noch 141 Paar dieser Schuhe gefunden und beschlagnahmt. Im Dezember vorigen Jahres gelang es Hoflechner, auf Grund eines mit echten Stampiglien des Kriegsspitals Simmering versehenen Dienstzettels und durch -Vorsprache beim Oberintendanten Gittner im Staatsamt für Heerwesen, 2. Stock, Tür 134, die Ausfolgung 'von 1000 Paar Röhrenstiesel aus den Magazinen des Landwehrmonturdepots, 5, Bezirk, Spengergasse, zu erreichen. Hoflechner zahrr.- ->. Summe mit 260 Kronen pro Paar und veräußerte sie an die Firma Otto H v ch- .Hauser 2. Bez., Ferdinandsstraße 12, zum Preise von 320 Kronen pro Paar — nach Hoflechners Behauptung nur um 300 Kronen pro Paar. Hochhäuser hat die Schuhe der deutschösterreichischen Lederstelle zum Preise voy 336.000 Kronen überlassen. Nach Auskunft der Lederstelle sollten diese Schuhe, deren Sicherstellung durch das Kriegswuchevamt beabsichtigt war, bei den Spediteuren Caro <L Jellinek ein gelagert sein; diese Auskunft erwies sich aber als unrichtig. Nachdem durch eine Anträge beim Präsidenten Knöpselmacher erhoben war, daß sich die Schuhe in den Magazinen der Ledersirma Borges und Her sch mann, 3. Bez., Untere Donaustraße 29, befinden, wurden sie dort sichergestellt. Hoflechner und Elischberger wurden am 26. d. M. dem Landesgerichte eingeliefert unö brr Staatsanwaltschaft ' wegen Betruges und Kettenhandels angezeigt. Gegen Freudensohn Und gegen den 43jährigen Leo Beck, der beim letzten Verdau ft der 1000 Paar Röhrenstiefel an die. Allgemeine, Warenverkehrsgeftllschaft, Trattnerhof, als Zwischenhändler aufgetreten war, wurde die .Anzeige wegen Kettenhandels erstattet. * Bortrag Oberrabbtne« Chajes. Nach längerer Pause fetzt Herr Oberrabbiner Dr. Z. P. C h a j e s seinen Vortragszyklus fort und spuckt Donnerstag den 5. F e b r u a r, präzise 6 Uhr abends, über Einladung der Lese- und Redehalle jüdischer Hochschüler im Festsaale des Gewerbevereines, I., E'ckcnbachgaffe 11, »lieber den alti ü b ischen Mystizismu s". Karten in den Buchhandlungen Lowlt, - I., Notenturmstraße 22; Schlesinger. 1., Seitenstettengafje; im Jüdischen Hochschulausschuv,, IX., Alserstraße 28, und während der Amlsstunden im Vereinslokale der «Halle", IX., Türkcnstraße 9. * Sterbefälle. Gestern abends ist hier der Rechtsanwalt Dr. Karl Lisczis nach kaum dreitägiger Krankheit im Alter von 55 Jahren an Lungenentzündung gestorben. Dr. Lllczis dinterläßt eme Witwe und tüns Kinder. Das Leichenbegängnis findet Donnerstag, 10 Uhr 40 Minuten vormittags, auf dem Zentraltriedhose, Hl. Tor, statt. Der Verstorbene, eme überzeugter Jude, war seit vielen Jahren in der jüdischnationalcn Bewegung tätig. — In Wien starben: Herr Ferdinand Pollak 'Beerdigung: alter israelitischer Friedhof, heme 10 Uhr vormittags), Frau Julie H r r s ch l e r (Beerdigung: alter israelitischer Friedhof, 9 Uhr vormittags', Herr Philipp K a h a n e (Beerdigung: alter israelitischer Friedhof, 11 Uhr vormittags), Frau Sidome Fisch tBceidigung: neuer israelitischer Friedhof, 9 Uhr 40 Minuten vormittags), Herr Arlhnr Schwarz (Bcerdigung: neuer israelitischer Friedhof. 10 Uhr vormittags). Herr Bcnjamm Fuchs, Nelkaionßlehrer (Beerdigung: neuer israelitischer Fnedhof, 10 Uhr 20 Minuten vormittags', und Herr Samuel Iss e rso h n <Beerdlgung: neuer israelitischer Fnedhof, 10 Uhr 40 Minuten vormittags). * Beginn dev Ansgabe der gestempelte» Ginnnd Zweikronennoten. Mit der Ausgabe der gestempelten Ein- und Zwelkrvnennotcn ist bereits begonnen worden. Die neu ausgegebenen Noten weisen einen dunkelgrünen Ueberdruck „Dculschösterreich" auf. * Wien—Budapest. Wie «Az Usiag" meldet, find die Verhandlungen betreffend die Einführung der Plattensee- Exvreß" züge, die Wien und Budapest verbinden sollen, erfolg' reich abgesckloffm worden. Der erste Zug wird Montag von Budavest abgelassen, um darln an jedem Montag und Donnerstag von Budapest, an. jed-m Dienstag und Freitag von W'en adzugehen. Der Zug verläßt Budapest um 8 Uhr früh und trifft m Wien um 6 Uhr 50 Minuten abends ein. Die Abfahrt von Wim errolgt um 9 Uhr früh, die Ankunft m Budapest um 6 Uhr 30 Minutm abends. * Aenvernngen lm Nah-Personen-Zugtzverkehr. Von Donnerstag den 29 d. M. on wird der von Wien-Franz Joscfs-Bahn um 6 Uhr 36 Atinuten abends abgehonde Nahpersoiienzug. Nr 41 mit Ausnahme der Sonntage täglich berkebrcn. Ebenso 'wird der von Klosterneuburg-Weidling uni 7 Uhr 05 Minute'» früh abgehende?lahstersonenzug Nr. 26 A nunmehr schon von Krihendorfgeführt (ab Krihendorf um R Uhr 47 Almuten früh). Der Nahpersouenzug Nr. 23 (ab Wien-Franz Josers-Bahn um 6 Uhr 30 Minuten früh) wird gleichzeitig aufgelasseu. * Mangel an kn Den im „Haarciz" in Nr. Ill erschj-nuren lar-diorrtschaUichen Be- - L2 a a. a t alil i.fi. hi» >mti Umit an ihil Eingesendet. Ich annonciere mit den kleinsten Buchstaben zahle ab et die grössten Preise für schöne grosse und k «"ine ‘Brillanten, Perlen, Dosen, Tassen, Kannen, altes Porzellan, Bronzen, Uhsen, antike Möbel, Bilder und alte Zähne. 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SagorodSki weist darauf hm. baß t& in ganz Palästina nur zwei Tierärzte gebe und bemerkt.^ daß zwar viele Acrzte nach Palästina kommen, baß sich unter ihnen jedoch kein Vkterinär befinde» obgleich Tierärzte eme aussichtsreiche Enstenz finden konnten. — Auch an Setzer» herrscht großer Mangel, der sich durch die vermehrte Gründung von Blattern erklärt. ' jj * Kinder nach Bielitz. Die Zentralstelle zurDersorsmtg jüdischer Kinder im Auslande sandte gestern 80 Kinder w Familien nach Bielitz (Schlesien). Zu bemerke» ist, daß dieft Kinder schon von hier durch Herrn Löwinger ,ou$ Bielitz abgeholt und zum größte» Teil mit Schuhm und Kleider» beteiltj wurden. j » Jüdischer BolkStag in der Slomaket. Latz! provisorische Zentralwahlkomitee der B e r e i « i a t«» Jüdischen Partei e n" für die Slowakei beruft für de« 1. und 2. Februar eine a l l g e m e i n.e T a g » « a d e r Juden heit in d e r SI o w a k e i «ach P i e st a « W Horel Herzog, ein. Zu dieser Tagung werdm emgelade»: t. Alle! jüdischen Kultusgemeindeni« der Slowake« (für je 100 Mitglieder und für je weitere 200 Mitglieder e« Delegierter); 2. alle Ortsgruppen desDo l f f » e « bandes der Juden für die Slowakei (Ar je 100 Mitgliedes und für je weitere 200 Mitglieder ein Delegierter); 8. allz, L o k a l w a h l k o m i t e e s (für je 100 jüdische Äähler mj die Nationalversammlung und für je 400 weitere Wähler e» Delegierter); 4. alle jüdischen Organtsattone»^' welche an den Wahlen in d,e Nationalversammlung mtev»^ essiert sind (für je 100 Mitglieder und für je weitere 200 ein Delegierter. Tagesordnung» Sonntag tor 1. Februar um 3 Uhr nachmittags: 1. Feierliche Eröffnung un» Berichterstattung des provisorischen Zentralwahlkomitees der Vereinigten Jüdischen Parteien in der Slowakei; 2. Wahl der Kom« Missionen; 3. Wahl des ZentralwahlkomiteeS der Deremtgte» Jüdischen Parteien in der Slowakei. M o n t a g dm -. Februar! um 9 Uhr vormittags: 1. Bericht und Anträge der Kommtsststtm;! 2. Generaldebatte über das Programm der.Bereinigten Züdtschen Parteien"; 3. Organisation und Provaganda; 4. die Fratze der Lizenzen und des Ersatzes der Plüuderungsschade»; Ü. fteie i Anträge. » BortragSzyklns in de» Berltneu Lehranstalt für die Wissenschaft deo IudentnmS. Wie seit Jahrzehnten, veranstaltet auch in diesem Jahre die Berliner Lchransta« für^drc., Wissenschaft des Judentums eine Reihe von Borlemnae». . A« 26. Jänner würdigte Proteffor Dr. Elb ogen die Persönlichkeck Ludwig Geigers. Am 2. Februar spricht Grheimrat AmtSgenchts-, rat K a l i s ch e r über ^Die Bedeutung der GotteSvamen für die. Religion Israels-. In einem Vortrag am 9. Februar behaudstt T o e p l r tz (Dresden) .Die Sakralbaukunst der Jude» im Altew, tum" (mit Lichtbilder). Am 16. Februar liest Arnold Zwerg aus eigenen Dicktungen vor. Geheimrat Professor Borchardt spricht am 23. Februar über .Die demschen Ausgrabungen na Aegypten" (Mit Lichtbildern'. Den Zyklus schließt Rabbmrr Dr. H ö ch f e l d M't einer Würdigung deS LebenSwnckedetz Heimgegangenen Proffeffors Mahbaum. j - Die Tuberkulose tu Warschau. Der .Rsdotnll* bringt folgende statistische Daten über - die Berbreitmtg de- Tuberkulose m Warschau: An Tuberkulose ftotBt« in Warschau im Jahre 1914 2757 Personen, im Jahre 191b 3553 Personen, 1916 4687 Personen. 1917 8158 Personen ISIS 5925 Personen, in der ersten zehn Monate» des Jabrev 1919 4844 Personen, zusammen nicht weniger als 29.424 Perkottm. i * Dlenstdlebitt. Am 26. d. M. ist bei der Privaten Elft Löwinger, 1. Bezirk, Salztorgasse 1, mittags ein etwa 20- bis 23jähtrges Mädchen in den Dienst getreten. Rach ungefähr ein ständigem Aufenthalte hat das Mädchen aus dem Schlafzimmer einen Persianermantel mit Skunkskragen im Werte von ungefähr 100.000 Kronen und ein Paar Damenschuhe entwendet und ist mit dem Wohnungsschlüssel geflüchtet. Die Dienstdiebin hat am Mundwinkel Wimmerl und an der linken Seite des Halses zwei rote . Narben. * Dep Diebstahl im Kunsthistorifche« Museum. Im. täglichen Fahndungsblatt werden die aus dem kunsthistorischen Museum gestohlenen Kunstgegenstände wie folgt beschrieben: Marschallstab deS Kaisers Franz des Ersten auS spanischem Rohr mit gold- und brillantenbesetztem Griffe und Troddel aus Goldfäden, 200.000 Kronen wert, Marschabstab deS Herzogs Karl Alexand.er von Lothringen, aus spanischem Rohr mit Griff aus grünem Jaspis, mit Brillanten besetzt und Miniaturbild" .der Kaiserin Maria Theresia, 200.000 Kronen wert, ein Elfenbeinfächer aus 18 Blättern, durchbrochene Arbeit, 60.000 Kronen wert und 86 Gemmen auS dem 18. Jahrhundert, mit Signatur aus roter Oelfarbe, die meisten 600.000 Kronen wert. * Der erschossene Wachmann Hufnagl. Wie berichtet, wurde in der Nacht zum *24. d. M. der Wachmann Hufnag! von einem Einbrecher schwer verletzt, als er in der Felberstratze auf Posten stand, um Einbrecher, die in das Schuhgeschäft der Firma Gensler gedrungen waren, zu verhaften. In der Nacht vorher war in der Fabrik schon ein Einbruch ausgeführt worden, und es ist erwiesen, datz die Täter, die den Einbruch ausgeführt haben, die nämlichen sind, die den Wachmann am nächsten Tage erschossen haben. Bei dem ersten Einbruch sind etwa 250 Paar Herrenschuhe aus Kalbleder im Gesamtwerte von einer Viertelmillion Kronen gestohlen worden. * Ein verhafteter Vertrauensmann. Wie berichtet, wurde anl 25. d. M. ein Mann verhaftet, der als Vertrauensmann unter dem-Namen Franz Nasados im KriegSspital Simmering fungiert hat und seine Stellung dazu mitzbraucht hat, um ein Mikroskop rm -Werte von 60.000 Kronen und Uhren im Werte von 69.700 Kronen und Löhnungen in der- Höhe von 1680 Kronen zu veruntreuen. Im Erkennungsamt ist der angebliche Nasados nunmehr als der schon abgestraste 35jährige Ulirmachergehilfe Rudolf Pietsch erkannt wordew, tanrhg. haar. .fliuaahaiftKk

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