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Wiener Morgenzeitung · 1920-01-25 · Heft 363 (25.1.1920) · p. Seite 9

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 363 (25.1.1920)
Date
1920-01-25
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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9lt 863 Wien. Sonntag GerichLssaal. i »So machen es alle!" Unberechtigter Bezug der Arbeitslosenunterstützung. Vor dem Juaendrickter des Bezirksgerichtes Josefstadt batte ich gestern die 16jährige HtllSarbeiterrn Anna R i e g l e r wegen Betruges zu verantworten, weil sie. obwohl sie Mt arberslos var. mehrere Monate lang die Arbeitrlo'enmilerstiitzui'g im Gevmtbetrage von L 466.— bezogen hatte. Die Angeklagte gab an, 8» bade das gemacht, w a s d i e a « d e r e n g e m a ch t s ä b e n u n d j e tz t n o ch m a ch e n; sie kenne Arbeiterinnen, ne jetzt noch die Arbeitslosenunterstützung beziehen. Sie habe das aicht für strafbar gehalten. - V e r t e t d i g e r: Es lnsteht ja ww den heutigen Rechisbegrrffen noch vielfach die Ansicht, -daß sie Schädigung des Staates nicht als eine Schädigung zu berächten, sei. —, Dre Angeklagte gab auch an, daß sie der hrem Wochenlohn Hunger leiden mußte. Der Richter kandesgmchtsrat Dr. Frala veturteilte die Angeklagte zu 14 S1 U I d e n Arrest. Die Mutter der Verurteilten erkürte ichhrchzendr „Das dark nicht sein. So ein Kind! Ich will die Strafe für sie absitz n." — R r ch.t e r: „Eine Stellvertretung nr Arrest yibt es nicht.* * — Die M u t t er: „So ein K nd l vön ganten Lohn bfngt sie nach Haus, nicht einen Kreuter von hrem Trinkgeld behält sie sich. Bitt^, Herr Richter, lasten Sie m.i ch, die Strafe absitzen, machen Sie eine Ausnahme." — R i ch t er: „Beruhigen Sie sich, Ihre Tochter w rr d d ie Strafen ich t v e r b ü ß e n. wenn Sie sich brav aufssshrt. Drei Monate will ich warten. Wenn Cie sich brs dahin nichts tusckulden kommen läßt, wird sie drr Strafe nickt absitzen müssen? hocherlreut verließen Mutter und Tochter den Gerichtssaal. Unni'tlllbar daraus hatte sich der 17iährige Gcsckästsdrener Aases R a d a gleichfalls wegen Betruges durch unberechtigten Bezug der Arbeitslosenunterstützung zu verantworten. Auch hier ie gleiche Verantwortung: So machen es alle! Und auch hier dasselbe Motrv: Hunger. Das Urteil lautete auf 48 Sluntcir Arrest. __ Eine Klage geien die PoNzeidirektlon. Der Getreide-- und Lcbensmrttelhändler Michael Low satte sich vertragsmäßig verpflichtet» an d>e Lebensmittelableckung rer Wiener P o l i z e i d l r e k t i o n 10.0.0 Kilogramm kollgrrste ungarücher Provenienz zu liefern. Preis K 42.(>Ö0. Die Ware, die kurz nach dem Umsturz zur Verladung gekommen var, wurde in Lundenbnrg, wohin sie vorerst gelangte, b ech l a g n a h m t. Die Polr erdircktion verweigerte die Bezabl>rng. da die Ware nicht, geliefert wurde, denn als Erfüllungsort war W i e n zu betrachten; die Ware hätte ihr zum «indcsten auf österreichischem Boden übergeben werden rrlistrn. Der Kläger hat auch nicht einmal nach dem verbleib der Ware recherchiert und keine .Reklamasionen vorgrnommen. trotzdem die Polizeidirektion Wien darum drin end rrsuckt habe. Der Kläger stützte sich daraus, daß laut Schlußbriei sie Rollgrrste ab B e r l a d>e sta t>» o n v e r k a u s t worden sei. Mit der Verladung ist die Ware in das Eigentum der Polizeisirekt'on übergrgangen und trägt von diesem Angenbl'ck an die eene Eigentümerin die alleinige Verantwortung. Eine Reklamation seitens des Klägers wäre ganz gegenstandslos gcw.sen, da die Bedingungen hierfür nicht vorhanden waren. Im übrigen wu de, sie Ware vertragsmäßig geliefert, den Scka-cn «b Verladestation hat nur d>ePol«zeidirekt>on zn tragen. Vor dem kandcsgenchte in ZivilrecktsaAen (Vorsitzender Tberlandesgerichts' rat Dr. Hebedehl fand" gestern über diesen Rechtstreit die 'ortgesetzte Verhandlung statt. Der Klage wurde ftattgeaeben ind die Polizeidirrktion zur Zahlung deS angebrochenen Betrages »e r urteil t. da als ErMunnsort nach dem Vertrage die iür mich fällt auch was ab . . . Und zu guter Letzt — gibt es gar kein „London", gar nirgends. — Ueberhaupt, meine, teure Gattin — es ist bitterböse' und rrg; ich habe den ganzen Gewinn hin — eingesteckt *amt dem Kapital, bcm Schmuck, welchen ich Dir gekauft habe, sogar den Sabbatrock habe ich versetzt — and alles ist hin . . . Meine Lage ist jetzt so traurig, es ist nicht zu schildern, und nach der Heimat ist mir- D bang, daß es mir beinahe das Leben abdrückt! Ich serfluche mich hundertmal im Tag. Einen Fuß hätte ich lieber brechen sollen, ehe daß ich hier'e: nach Odessa zekörrimest bin, po eist Mensch gär keinen Wert hat; sterben kann einer hier und keiner , wird auch nur steh-n bleihen. um sich nach ihm'umzuschauen. Wieviele Makler haben um mich herumgetanzt und haben »on mir gelebt — und heute kennen sie mich gar ilichi! Früher, da haben sie mich den Bleichröder ion Kasriliwke genannt und heute machen sie, die- 'elbcn Maller, sich über mich lustig; sie sagen, baß ich lichts vom Geschäft verstehe. „London" — sägen sie — „inuß man verstehen." Wo waren.sie vorher, die veiftn Ratgeber? >- Sie sprechen schon gar nicht mehr )-on mir, als wäre ich überhaupt schon nicht mehr auf rer Welt. Oh, wäre ich doch gestorben, ehe ich das erleben mußte! Und wie zum Trotz sitzt da dieser Rambetta — ausgelöscht werde sein Name! — und hört licht auf, eiickm die Ohren vollzüratschen mit seiner po-iiik. „Na"— sagt er —„habe ich Ihnen nichtSaisfe' zeraten?" ■<- „Was habe ich von Ihrer „Baisse^ — läge ich — wenn mir keiner „London" gibt?" Und der — Pfui! — lacht und sagt zu mir: „Wer ist daran chuld?" „Die Böse" — sagt er — „muß man verstehen und wer nicht mit „London" handeln kann, ree soll lägt er —- mit Achseln handeln" .. . Ich age Tie. tenr Gattin: es ekelt mir vor diesem Od-r.sa amt der hieirge» Börse. samt Fanconi und al.en Anteil? I h möchte am liebsten auf und davon in dis nfcfte' Welt! Da ich jedoch keine Zeit habe, fasse ich Mz kurz. So Gott will, werde ich. Dir in den folgenden Wiener MorgenzetturiK 25. gönnet 1920 Sette 9 Verladestation zu grlrm halte und die Beklagte nach drr Verladung Eigentümerm der Ware geworden war. Aufgehobenes Urteil. Der Obsthändler Franz S wob o d a riß bei einem Exzeß feinen Revolver aus drr Tasche, der sich» wie er später behauptete« ohne. fein Wissen entlud. Die Kugel traf einen gewisien H o f b a u e r,, welcher tot zukammenstürzt«. Swoboda wurde vom Einzelgerickt wegen BeraedenS gegen die S'chttheit des Lebens zu 6 Wochen strengen Arrcsts verurteilt. Gestern hat aber ein BctuwngSsenat dieses. Urteil aufgehoben und Swoboda led'g' lick der Nebertrrtung des Waffen patentes schuldig erkannt und zu 3 Tagen Arrest sowie zu 500 Kronen Geldstrafe verurterlt. Die Strafe würde' als durch die Untersuchringshaft verbüßt erklärt. .... ' D?r Prozeß gegen Muna. Prag» 24. Jännori. Die Rotskammcr des D'visionsgcr'chtes verhandelte gestern über die Beschwerde ein'ger.Mitbeschulvrgten M u n a § g"am die En^cke'dung des Gericht-'s, womit ihre Bitte um Entlassung aus der Untersuchungshaft abgesthnt worden war. Die Ratskammer bat die Beschwerde verwor'en. Am Laust d:r Verbandluna stellte Mai»v Dr. Vrda fest, daß der ijeupuntt .der Hauptverhandtung gegen Muna noch nicht festgesetzt werden konnte., Wien, i.. schottenring 21. Filiale: Karlsbad 559 Alle bankgeschäftlichen TransaWlonen IGr das In* «n6 Ausland. Einlagen gegen Einlagebriclier zu den kulantesten Bedingungen. Tele«?ramme: Z\te banh, Wien. Telephone: 13478, 12090, 10-31. 12009, 16158, 16216. Der Volkswirt. Bor dem Amschwung. Die ab gelaufene Woche ist für unser finanzielles, und gesamtes Wirtschaftsleben von besonder^v Beieatüng:. Zum erstenmal seit langer Zeit ist in diesem unglücklichen Lande, das nur noch an Hiobsposten gewöhnt war, eine'befreiende Nachricht eingetros'eu. Die Vereinigten Staaten gewähren uns einen Kreiit von 70 Millionett Dollar und England und Frankreich find angesichts dieser großen Tat, die für uys den Anfang der.Sanierung bedeutet, auch ihrerseits be-e't, uns unier die Arme zu greisen. Diese Nachricht bedeutet jedoch für alle SMulanien einen ungünstigen Wechsel der „Konjunktur". Bis; zürn „großen Krach" finden s!e noch genügend Zeit, sich zu decken; dagegen besteht die außerordentliche -.Gefahr,, daß der Teil des unkundigen Publikums hängen bleibt. Wir wollon nicht ermangeln, wieder und immer wieder vor Spekulationen in Börsewerten auf das eindringlichste zu warnen und nicht weniger eindringlich vor alldn Spekulationen in fremden Valn t e n. Die schönen Zeiten der üppigen Kursgewinne, die sich tm Ausmaß von sechs- und siebenstelligen Ziffern bewegen, dürDn rascher vorbei sein, als sich so mancher träumen läßt. Wir wiederholen: Die „Gwßen" bringen ihr im Handumdrehen erworbenes Vermögen in Sicherheit,- die „Kleinen" dagegen investieren jetzt nur zu oft in Papieren von mehr -als Briefen alles ausführlich berichten. Jetzt gebe Gott Gesundheit und Glück! Und grüß' die Kinderchen und Schwiegervater und Schwirgrrmutler gar freundlich von Deinem Gemahl Menachem Mendel. Richtig: das Wichtigste! Da in Odessa ift es B.auch, daß man, wenn man ein Darlehen braucht, nicht zu einem Nachbarn, einem Verwandten oder Bekannten geht, wie bei -uns^ in Kasriliwke; nicht, weil man zu bequem ist, hinzugehen, sondern, man weiß im Voraus, daß der. das Darlehen nicht geben wird; es wird nicht gegeben und dabei bleibt es! Was tut man also, wenn man Geld braucht? Da haben sie einen „Lombard" ausgestellt, der gibt das Geld, wie viel Du willst, wenn Du ihm nur ein ordentliches Pfand bringst: Gold — Gold; Silber — Silber; Msfiirg — Messing; ein.Kleidungsstück; ein Samovar; eine Pank; auch wenn Du ein Stück Vieh bringen würbest; Du. bekommst dafür Geld geliehen. Der Haken ist nur, daß sie alles sehr niedrig einschätzen, es ist kaum atzszudenken. Dafür haben sie eine gute Eigenschaft: Prozente nehmen sie ordentlich, daß man es spürt und die Zinsen fressen das Kapital auf. Und alle paar Wochen machen sie „Li'.iiation". daß heißt, die nicht eingelösten Pfänder werden ausverkauft; dabei kaufen Leute schöye Sachen halb umsonst ein und machen so h übsches Geld. Wäre ich jetzt bei Geld, so könnt«! ich jetzt so ein Geschäft mit dem „Lombard" gn'augen und meinen Unfall wieder gutmachen, sogar noch etwas einbringen . . . Doch versuch's —- so wie ich jetzt dastehe! Ohne Geld soll man auf dieser Welt nicht geboren werden; und ist man doch schon gelv en wordrn. daun lieber sterben... Ich kann nicht mehr schreiben. Schreibe mir von Deinem BZinden und was dir Kinder machen, sie sollen leben; und grüß' Schwiegervater und Schwiegermut er und alle sehr h.rzlich. Der Obige. (FvrÄtzMa tötoQ ' zweifelhaftem Werte den sauer erworbenen SparpfenniA und stehen nicht nur vor der Möglichkeit, sondern vor der Wahrscheinlichkeit des sicheren Ruins. Sie mögen an ihre Zukunft denken und sich beizeiten in Sicher«« heit bringen. , t i .; ' •' - ’-i Die Kreditoperationen der Frrranzverwaltrms»- D«e Nationalversammlung hat am Freitag, wie bericht^ die Ermächtigung zur Vornahme von Krcditovcrationen in dtp H3hs von 2°7 Milliarden Kronen erteilt. Staatssekretär Dr. R e i s ch hat bei dieser Gelegenheit an die National«^ Versammlung einen Bericht über die auf Grund der ©t* mächtigmigen vom 4. Juli und-2l. November vorgeuommenea Kreditoperationen in der Zeit vom 1. Oktober bis 31. De«! zember 1919 erstattet, in welchem er mitteilt; -i Dre gesetzlich gestattete Geldbeschaffung konnte in der Be^ richtsperiode der Hauptsache nach wieder nur durch Begebung von Staatsschahscheincn erfolgen. Von S'/,°/<>igrn. dreimonatigen Staatsschatzsche nen wurde in der Zeit vom 1. Oktober bis 81? Dezember 1919 ein Nominalbetrag von K 6.015,417.000.—, ausgegeben. Der erz elte Erlös pro K 6.004,585.481.88 ist den Beständen der Staatszentralkassa zugeflossrn. Zjußcrdem ist die Finanzverwalrung aus Anlaß der Beschaffung von Kartoffellrockenvrodukten eine Wechselveibindlichkeit von holländischen Gulden 1.487 581.25 eiugegangen, der ein Gegenwert von L 65,615 027.35 enlsprichr. J Die in der Zeit vom 1. Oktober bis 31. Dezember 1919' Erfolgte Geldbeschaffung beziffert sich sonach mit K 6.001,285i484.88 + K 65.615.« 27 95. das ,st mit kl 6.069,900.51-2 23. Diese ©db-i beschaffung belastet indeffen nicht in ihrem vollen Ausmaße die für dre Berichtsperiode zur Verfügung gestandenen Anleihekrebit«.' Es sind vielmehr jene Beträge in Abrechnung zu bringen, die zup Plvlongirrung, Umwandlung oder Tilgung bestehender deutsch^ Lstrrreichlscher Schulden, beziehungswelse solcher Schulden deS, ehemaligen Oesterreich beschafft worden sind, die im Sinne detz Frledensvrrtrages von Sainl-Germain von der Republik Oesters reich zu übernehmen sind. - "( In der Zcit vom 1. Oktober bis 31. Dezember 1919 sind deutschösterreichische Staatsschulden im Betrage von . 1.975,950.000 L — d und von . . . . . . . ... . 45,098.176 „ 86 »j ferner von den vom Konsortium zur Durch» führrmg staatitcker Kreditvverationen zufolge eines UcberemkommenS vom 20. Juni 1918 auf einem Borlagekonto drr Finanzver» waltung des alten Oesternich zur Verfügung gestellten Bttragen .... . . . . 353,764.808 „60 „ Zusammen . 2.374.812.988 L 46 bl rückgezahlt worden. i Werden dem in der Zeit vom 1. Oktober bis Ende Dezember 1919 beschafften Betrage von . . . 6.069,960.512^23 st. drese Schuldcnrückzahlungcn pro . . . . . . 2.374,842 9^3 .. 46 grgenübergrstellt, so ergibt sich eine auf die gesetzlichen Anleihckredite zu verrechnende Nettogeldbcschaffung von.. . 3.695,057.528 K 77 h An Anleihekreditrn standen aber zur Verfügung der vom Anleihekredile des Gesetzes vom 4. Julr 1919 mit Ende September 1919 noch unverwendet gebliebene Restbetrag von . 1.209,524.622 K — st ferner der durch das Gesetz vom 21. November 1919 bewilligte weitere Geldbeschaffungskredit von.. . . . 2.500,060.000 „ — g Zusammen . 3,709,524,622 K—] Hiervon sind durch die oben angegebene -i Geldbeschaffung pro...... . . . 3.695,057.528 „77*? konsumiert worden. '' Vom Anlechrkredite pro 2500 Millionen des Gesetzes vom 21. November 1919 waren daher mit Ende Dezember 1919 ..... . 14,167.093 ^23 st. nicht in Anspruch genommen. Rückzahlung 3prozentrger Einlagen der dentschs' österreichischen Banken des Konsortiums zur Durchführung staatlicher Kreditoperationen. Von den fe iens der dculschvsterre'chrfchtn Bank n des Konsortiums zur Durchführung staatlicher Kredrtoperationen, auS Anlaß der Kcnnzerchnung der Banknoten in der Zeit vom 21. Februar bis einschließlich 7. Mai 1919 geleisteten Einlagen war mit Ende Sevtembcr19I9 ein Ncstbetrag von K 83,448.174.88 noch nicht rückgezahlt. In der Zeit vom 1. Oktober brs Ende Dezember 1919 wurden mit diesen Restbetrag von der deulsch" .österrerchischen Frnanzverwaltung K 45,098.176.86 zurückgezah'^ Von den Emkagen der Konsortionalbankcn waren daher; ' 31. Dezember 1919 K 88,350.000.— noch nicht' rückgezahlt. Begebung von auf holländische Währung lautenden Schatzwechseln. Die Einfuhrgesellschaft f ü r G etreid e,' F u t t e r m i t t e l u n d Saaten, G. m. b. H. in Wren, hat namenS des deurschösterrcichischen Staatsamtcs für Volksernährung unterm 22. Srvtember 1919 mit dem Rykskantoor voor Aardnppelea en Aardappelenyerwprking int Haag einen Vertrag auf Lieferung von zur Streckung des Brotmehlcs dringend benötigten Kartoffelirockenprodukten abgeschlossen. Für alle drr EinfuhrgeseMchast auS diesem Geschäfte erwachsenden Verpflichtungen hat d a s S t a a t s a ni t f ü r F i n a n z e y die volle Haftung übernommen. ES obliegt ihm daher auch die Bereitstellung drr Wechsel, welche vertragsgemäß auf de» Betrag jener Faktura über gelieferte Kartoffellrockrnprodukte dem Rykskantoor vo^r Aardappplen en Aardappelenverwerking emzuhänd gen sind. Die Wechsel verpflichten die. Republik Oesterrerch. vertreten durch daS deutschösteneichüche StaatSamt für Finanzen, zur Zahlung der einzelnen Faktureubeiräge an daS RvkekanOw oder dessen Order. Sie sind mrt 1'/.'jähriger Laufzeit vom Tage der Falluraerteilung an gerechnet 'Msznserligen und bet der «Twemtsche Bank, Kantoor s'G,-?.Tvü?iIioue'' im &mo]

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