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Wiener Morgenzeitung · 1920-01-25 · Heft 363 (25.1.1920) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 363 (25.1.1920)
Date
1920-01-25
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Gelte ¥ Men. Mnnk-s , .... i!■ WreneeMörgettzerrkUA m; ^armgr nrar mt7itmr * Sitzungen fm Rathause. Der Stadtrat hält'in der bsmmenden Woche am Mittwoch und Donnerstag vormittags Sitzungen ab. Der Gemcinderat tritt am Freitag um 4 Uhx ßachmiktaos zu e>ner Sitzung zusammen. In dieser Sitzung »folgt auch die Wahl eines Stadlrates au Stelle des verßorbcnen Dr. Fritz Winter. ' * Die zionistische DezirKsseKtion l. Bezirk veranstaltet Mittwoch den W. d.M. in den Marmorsälen des Knvalons emen Tanzabend. Beginn ys6 Uhr. Karten gegen Vorweisung der Einsadunam täglich von 6—10 Uhr abends mn SektionsUsch im Cas6 Herren Hof. * Die KinderaLtion deS Jüdischen National. rateS. Wi>' uns ans B o n n gedrahtet wird, ist durch di: vom .Judi'chi'n Boirn vom Nbeiu^ in Bonn anae>egte Aktion die ilmnabwe üimi 1 50 K' ndern gesichert, auch ist bere is ein zrößerer B etr a g für freien Zweck gesammelt worden. Mit;ei^ Vorm decken für die Abrei'e der Kinder »ach Bonn wird hoffentlich halt) begonnen werden können. * »Jüdische Zeitung." Die dieswöckemliche Nummer \tt „Jüdischen Zertung" tonnte infolge der behördlich verfügten Stromabschaltung nickt erscheinen. Die nächste Nummer erscheint am gewohnten Tage in verstärktem Umfang' * Der Einbruch im Kunst historischen Museum. Die stachsoisckungcn nach dem Täter des im KunsthistSutchen Museum rrrübttn Embnrchrs haben bisher zu k e i n e M R e s u l t a t trfiikirt. Die Polizei hat eine Verständigung aller Antiquitätenhändler, der Bersatzämter und aller jener Stellen, die eventuell tu eine Verwertung der geraubten Kur.stgegensiände in Betracht pmen. von dem Einbruch rn Kenntnis gesetzt und, soweit dies juf Grund der rm Museum ausaenommenen Inventur möglich var, ein genaues Verzeichnis der verschwundenen Kleinodien iergesiellt. . * BanknoLduschmuggel. Wie die in Innsbruck er- Aeineride „Tiroler Zeitungs-Korretvondenz" von zuständiger stelle erfährt, ivurde am 3t, d. M. in Srainach bei der Revision lines Nachtzuges auf dem Boden der Handtasche eines Reisenden ruS Rom von den Finanzwachorganen em Betrag von i 2,700.000 in Noten der Oeckerreichisch-unganschen Bank vorrefunden. In demselben Zug wurde noch eine zweite Tasche mit l 5,512.000 in gle chen Noten ßcfunbcn, als deren Eigentümer sch derselbe Reisende meldete, der die Herausgabe der Taschen samt Inhalt unter Anbot eines Schwcigpeldcs von K 40.000 zu »langen suchte. t Die beschlagnahmten Taschen sind in amtlicher Verwahrung. Die Gesällsstrafuntersuckurg ist inr Zuge. * Die Grippeepidemie in Budapest. Im Laufe des gestrigen Tages wurden 102 neue Erkrankungen an spanischer Grippe ängemeldet. Von den vorgestern nach dem Lerhardusspital überfübrten 67 Kranken sind bis heute sechs erstorben. Wie der Oberphysrkus erklätte, befinden sich unter )en Erkrankten diele solche, die schon gelegentlich, der ersten Epidemie an spanischer Grippe gelitten hatten. .; * Ein Mysteriöser Iurvelenraub in London. Dir kvndvner Blätter verzeichnen einen großen und rätsclbailm Ldelstemdiebstabl. Lady Loughborough '^nahm bei ihrer Ueber- ^edlung aus der Connaught Street in die Dukestreet eine Schatulle mit Kleinodien im Werte von 10.000 Pfund Sterling tnit. Plötzlich wurde bemerkt, daß die Kleinodien verschwunden feien. Wie und wo der Diebstahl verübt wurde,' konnte brsher lucht eruier: werden. ' * 200.000 GrippellranLe in Japan. Aus Solle toirb gemeldet, daß die Grippe in ganz Japan ungeheuren. Umfang angenommen habe. In Tokio selbst seiet, 200.000 Personen an u)t erkrankt. 1700 Personen stürben täglich.- Die Rx-. nerung habe den Gebrauch von Gasmasken als Schutz gegen eie Ansteckung angeordnet. * Gerettete Passagiere. Aus Halifax wird gemeldet, daß die Fahrgäste des Dampfers „P o whattan" Mittwoch nachts vom Dampfer „Northern Pacific* übernommen werden konnten. * Hnngerunruhen in der Tschecho-Slowakei. Nach einer Meldung der Brunner »LidovrNovmy* kam es gestern in verschiedenen mährischen Städten, wie Sternberg. Müglttz und Hohenstadt zu großen Leb ensmitteldemonsträtionen der Arbeiterschaft, so daß Militär rinschreiten mußte. * Die Schauspielerin Ruttersheim bleibt irr Haft. Wie wir erfahren, ist das Gesuch wegen Haftentlassung der Schauspielerin Else Ruttersh eim nicht geurhmmtwvrden.' Sie dürste vom Badner Garnisonspital. in dem sie sich derzeit befindet, ins W i e n e r P o l i z e i g e f a n g e n h a u s gebracht werden und hier so lange verbleiben, bs ihr Gesuch auf Umwandlung des Restes der Freiheitsstrafe m eine Geldstrafe entschieden sein wird. * Neue Erlaub niüfhetne für Holzsammker. Die Dolizeikorresponöenz kündigt eine Neuregelung der Bestimmungen für di^ Holzgewinnung in der nächsten Umgebung Wiens durch Selbstversorger an. Die Ausgabe der Erlaubnisscheine für Februar findet am 26. Jänner für die Buchstaben A bis E, am 27. für F bis K, am 28. für L bis Qu, am 29. für P und am 30,. für T bis Z bei den magistratischen Bezirksämtern statt. * Ein Feuergrfecht mit Bahuräubern. Ein UeLersall dnf rollendes Gut, der an Wildwestzusränbe erinnert, ist. gestern nachts in der Brigittenau versucht worben und hat zu einem Feuer kämpfe zwischen Bahndieben einerseits und Sr cherheitswache und Volkswehr andererseits geführt. Um etwa 2/4IO Uhr abends' überfiel eine aus ungefähr zwanzig. Burschen bestehende Bande einen Güterzug, der eben im Verschieben begriffen war, nächst der Verbmdungshahnbrücke zwischen der Brigjtteyau und Nußdorf. Sie erkletterten die Wäggons und beschossen das Zugspersonal. Vom Nordwestbahnhof eilte alsbald die Mannschaft vom Volkswghrbataillon XXIII herbei und auch Sicherheitswache kam zur Unterstützung. Die Volkswehr, -die von den Bahndieben gleichfalls beschossen wurde,, erwiderte das Feuer, wobei auf seiten der Bahnräuber der Hilssarbeiter Bernhard Rack, Pasettistraße Nr. 25 wohnhaft, durch einen Kopfschuß getütet wurde. Die Bahndiebe nahmen dann Reißaus; fünf von ihnen wurden jedoch festgenommen, und zwar: Johann E härt und sein Bruder August Ehart,' Wehliftraße Nr. 70, Wenzel Zadrazil, Universumstraße Nr. 34, Ludwig Russcr, Leithagasse Nr. 13, und Franz Baher, Kaiserplatz Nr. 11 wohnhaft. Vereinsnachrrchten. , (NachrichtenvonVereinenerscheinena u 8nahmslosnuramTagederVeranstaltuvg.) Heute:- Zionistische Bezirkssektio n Brigittenau. VS Uhr abends. Dr. N. M. Gelber: D,e Geschichte der Juden in Polen ,m 14. und 15. Jahrhundert. — Hebräischer Konversarionsklub. Jakob Saß: Srimmungcn ein cs jungen Juden. Hebräisch sprechende Gäste willkommen. Exportakadcmikerverem, II.. Taborstraße 1, 6 Uhr abends. — Hechaluz. 2 Uhr nachmittags Palastmalurs. -Musiksektron der Hakoah. Orchester und Kammermusik. *1*10 Uhr vormittags äußerst wichtige Gesamtorchesterprobe. Eingesendet. Susi Letuin Moses Jumenfeld Czeroowitx v Wiznitz Verlobte. * Wien, im Jänner 1920. nrsr Oie Zionistische BezIrksseSsllon Wieden» Margareten veranstaltet Montag den 26. Jänner 1920 um 6 Uhr abends im Spiegelsaal des Kursalous, Wien, I., Stadt« park,1 einen " , Geseilschaitsabend. «. PROGRAMM: 1. Begrüssung. ^GeschwisterKraft, Klavier und Violine. 3. Krt. Pia Mieses, Rezitationen. 4. Herr Ignatz Körner, Gesang. PausS. TANZ. Karten,zum Einheitspreise von K 12.— und Familienkarten (3 Personen) K 80.— sind erhältlich bei Wilhelm Hoffmann, V., Wiedner Hauptstr. 94, Rudolf Krauss, V., Pilgramgasse 22, im Zionistischen Bureau,11., Zirkusgasse 33, und an der Abendkasse. Möbel n. Innenöekoration n grösster Auswahl. Nur gediegene 691 Erzeugnisse. J. SP1HA Ufisn, VII., SicUsnslsrng. 10. Z (Ecke Kar] Schweighofergasse.) Ich annonciere mit den kleinsten Buchstaben zahle aber die grössten Preise für schöne, grosse und kleine .Brillanten,. Perlen, Dosen, Tassen, Kannen, altes Porzellan, Bronzen, Uhren, antike Möbel, Bilder und alte Zähne. Juwelier- und Kunstaalon Politzer, I,, ■ Augustinerstrasse 12. 459 Uebernahms-Anzeige. Meinen Freunden und Bekannten taöflichst zur Nächricht, dass ich das Cafe Monopol!• Biberstrasse (Ecke Wiesingerstrasse) käuflich: erworben habe. 488 Ich werde bestrebt sein, meinen Oasten nicht nur das Beste an Speisen und Getränken zu bieten, sondern werde auch dafür sprgen, durch reich« haltiges ,Lesemateria! und Veranstaltung von gemütlichen Abenden den Aufenthalt in meinen Räumen anregend und genussreich zu gestalten. Wien, im 1 ärmer 1920. , * »erntaard Präger GOLD brillanten; Platin, Münzen. Perlen, Uhren, fische Zähne, alle Silbergegenstände I verkaufen Sie am beeten direkt dem Juwelier u. Goldarbeiter 8. Holzapfel. I Wfsn. VI. Kariahllferstrassa 79, oder Werketätte: I. Woffzeiia (7/13, | Zahlt hSohste Preise, da für eigens Verarbeitung. 9G41 ' Kein Händler »ondeni der Erzeuger und Goldarbeiter JuweEiei* Uringer I. Graben 28, 2. Stiege, I. Stook, Tür 10 (bei Anton J. firflawald) zahlt die höchsten:Preise»für BRILLANTER PERLEN^ jede Art GOLB, SILBER und PLATIN etc. sw Soparlerter Etsgeag mit Sprechzimmer — Telephon 14411 Adolf Stand-Stiftung. Wir erhielten für die Adolf Stand-Stiftung der „Wiener Morgenzeitungvon Henn Fische! Gottfried, Wien, 11., K20.—; S a m m l« n g, veranstaltet von dem akademischen Zwnifienvcrein ^H^awer" und dem jüdisch-akademischen Unter» siützuugsverem,'beide in B e r n (Schwech. . r. Liste. GesamMt durch die Herren. Dr. M. K r a u't h a m m e r und Dr. § R a ch m i! i w i hs ch: S. Feldmann K 70.—, Dr. L. Rachmiliwitsch K 100.—, M. Pens K 35.-. N. Schemsinkr! L 35.-, Dr. D. Kogan K 35.—, Dr. I. Belinkis K 35.—. A. Korlschmar K 35.—, A. Zubersktz K 35.—, T. Gordvnosf K 85,—, Dr. Livowetzky K 85.—, S. Feiwek « 35.-, M. Grünstein K 650.-. B. Fsller K 650.—. E Tepützky K 85.—, "D. Hennefeld K 825.—,, f. Hennefeld K 70.—, P. .Feldmann K 70.—, S. Goldring 35.-, I. Joset K 35.—, Ch. Holerhand K 35.-. A. Schonberger L 70.—. R. Neuburger K 35.—, S. Liebmann, Biel, K 165.—. Bei kauf von jüdischen Fähnchen bei der Beranstalnmg der ^ZafÜrirn" in Biel: K 742.50. I. Müller in la Chaux-de-. Fonds K 850.—, Jüdisch-akademischer Unterstützungsverein K 400.—, akademischer Zidnistcnverein '„Hechawer" K 347.50. Zusamnken K 5000,—. Bisher eingelaufen K 13.187. Die Ernährung. Der Marktbericht. Der Andrang in der Großmarkthalle war gestern ganz ungewöhnlich stark. Um dir Tausende von Menschen, die sich schon im Laufe der Nacht angestellt hatten» nicht noch länger warten zu lassen, wurde vom Marktamt verfügt, daß die Hallentore bereits um VS Uhr geöffnet wurden. Bis V,7 Uhr trüb hattm ungefähr 70.000 Menschen die Hallentore passiert. Zur Ausiechterhältung der Ordnung wurden 200 Mann der Slcherheitswache. zum Teil Berittene, in Anspruch genommen und nur durch umfaffende Maßnahmen der Polizei und des MarktamtcS war es möglich, uuangenehme Bovkommmsie zu verhindern. Im ganzen standen gestern 25.000 Kllgmmm Selchfleisch zu K 69 das Kilogramm zur Brrsügung uud es konnte daher der ganze Bedarf nicht befnedlgt weiden. Das gestern ausgegebene Selchfleisch war übrigens sehr schlechterQnalitü^ Es bestand säst, ausnahmslos aus Stelzen und Rippenlleisch und war daher so knochenreich, daß wohl viele Berbraucher für dm enormen PrriS mehr Knochen als Fleisch erhielten. . ES wurden auch beim Marktamt zahlreich eBeschwerde» wegen der außerordentlich schlechten Beschasienheit deS Fleisches geführt. Das übrige Angebot der Großmarkihalle bestand nur aus rayoniertem Rindfleisch, Ziegenfleckch, Schaffleisch und Würsten. In der G e f l ü g e l a b t e i fu n ß kam eine ganz kleine Sendung Gänse und Indiane zum Verkauf, die geteilt zu« Kilogrammpreis von K 70.— abgegeben wurden. Auf den G r Ü n w a r e n m 8 r k t e« war gestern daS Angebot an Gmiüse so ziemlich ausrcichend. Auch bchrre Ge« müsearten waren m den ersten Morgenstunden zu habe«. Die Brot- und Mehlratio«. Dom StaatSamt für Volksernährüng wird verlautbart r Die BrotundMehlration in der Woche vom 26. Jänner bis 1. Februar ist die gleiche wie die in der abgelaufenen Woche. W. I. W. Ohne Buch keine, Ware. Farbmeinteilnng genau beachte«? Gefäße mitbrmgen. Dienstag den 27. d. M. von S bis 11 Uhr, grün, von 3 bis 6 Uhr gelb; Mittwoch den 26. d.M. vonSbiS 11 Uhr blau, von 9 drs 5 Uhr rot. » Die dritte ordentliche Generalversammlung stndet Sonntag den 8. Februar, präzise 10 Uhr vormittags, im Bortragsfaale deS Ingenieur- und Architektenvereines, Wien, Eschenbachgaffe 9. statt. Tagesordnung:!. Bericht des Vorstandes; 2. Kasiabericht; 3. Bericht der Revisoren; 4. Statutenmäßige Wahlen; 5. Anträge. Entsprechend .den Statuten müssen selbständige Antiüge der Mitglieder vor der Generalversammlung dem^Vorstande überreicht werden. Als Eintrittslegitimatio« gelten die Mitgliedsbücher. Konsumvereitt tost BarrLattgestellLerr ist Wie«. Im Lokale t, Rockhgaffe: Amerikanischer Hartkäse, prima Marmelade markenfrei, Zünder, Salcheringe, Maroni, prima Eßfergen, Schokolade, Rosinen. Original französischer Senf, Kümmel. Pfeffer. Paprika, Zwiebel, Sauerkraut, Grass Suppenwürfel. kosmetische Artikel der Jomawerke in rficher Auswohh. Rafferseffe. prima Qualität in Würscln. — Im Lokale Schottenbaster: Feinmehl, Schweinefett. Salz */« Kilogramm pro Kops für Mehlrahonierte. Äoffs flüssiger Malzextrakt, V»'Kilogramm- Glas pro Haushalt, Novemberzucker. — In der Texlilabteilung 1., Schottenbaffei 6, I. Stock: VolksbekleirungSware für Mehlrayonierte. die noch nicht hezogen haben. Kreton«, Mäntel, Socken, Äinderanzüge. Seektnwärmer, Kameelhaarloden, öand° schuhe. — Für alle Mitglieder : Barchente, Herren« und Damenklerderstoffe, Herren- und Damentaschentücher, Knabenhose», Kinderstrümpfe, Sweater, Damen-Chevreauschuhe «nd Pntzschürzen. — Bei Bezug von Bolksbelleidpngsware sind Meldezettel und Einkauffchein m'trubringen. Bis auf weiteres bleibt dte Textr^. abtcilung jeden Montag «nd Samstag geschloffen. Die neuen Brot- und Mehrpreise. Do» (rate ea treten in Wien die erhöhten Preise für Mebl (K 11.20 das Kilogramm) und für Brot (K 5.32 für den Laib) in Kraft. Margarineabgabe. Dom 25. bis 31. Jäuner werden bei drn städtischen Margarine-(Butter->)AbgabestrÜen pro Pefion 12 Dekagramm Margarme zum Prelle vvon K 9.12 gegen Abtrennung deS Buchstabens R des Abschnittes Nr. 176 und de« beiden Abschnitte Nr. 176 für «ichtrayoniertes Fett der Fetlkarte ausgegebxn. Karloffelabgabe. Don heute bis Mittwoch werden mW* VN. und VIII. Bezirke holländische Kartoffeln zum Preise von K 5.10 pro Kilogramm, und zwar 1 Küogramnr pro Kops . gegm Abtrennung der Buchstaben I- und M der Kartoffellarte abgegeben. 1 ■ Die Kinderzubutzen. Wie verlautet, werden «achtragliche Verhandlungen im Ernäbrungsamt geführt» die die Möglrchkeit einer Kinderzubuße für Jänner zum Gegenstand haben. ES dürfte Kindermehl zur Abgabe gelangen. „Jewiverba". Ab Mittwoch de« ,28. d. M.//» Kilogramm Mehl, 12 Dekagramm Margarine. 1 Kilogramm Kartoffeln auf den Buchstaben M, pro Mehlbemgsschein 6 Stück Sardinen --- V, Dole zum Preise vou K 82.— pro Dose, Dkarmtlade in beliebiger Menge ohne Marke«, sonst der laufenden Artikel. __ Bühne und Kunst. Theater in der Iosefsstadt. (Zum ersten Male: »Madame Boceaceio", Schwank - in 3 Akten von Armin Friedman«.) Man ist von dem tüchtigen, witzigen und geschmackvollm Autor sonst bestens gewöhnt. Peinlich, daß gleichzeitig ans einer andern Bühne der angejahrte „Schlafwagenkontrollor* in SMt geht, dem der neugebackene Schwank verftttcht ähnlich steht. Der schlimme Ehemann ist dort und da, der de» Namen seines Freundes frevelhafter Weise anrymmt, mn mit einem süße» Backsisch em Verlobungsfest feiern zu könne», der Freund, der sich an dir Gattin des Abenteurers heranmacht, die Eifersucht des Schlingels erweckt, ihn auf diese Weise heilt, um dann den es» wähnten Backfisch zu krieg«. Und der Drache» von Schwiegermama ist auch dort wie da, deffen UnauSstehlichkeit dir Seitensprünge deS sonst lammfrommen Ehegatten verursacht. Nur daß diese Schwiegermutter von Herr» Friedman» in de« Mittelpunkt der Handlung gerückt und mit einer mchr als bedenklichen Vergangenheit ausgestattet und als »Madame Boccattio-vorgesührt wird, woraus sich immerhin einige «em Späffe für die alte Handlung herausschlagen ließe«. ES «tarnt* Wunder, daß den Autor dieser bedenkliche ParalleltSumS .nicht weiter irritierte. Er pflegt sich sonst aus seine eigene Erfindungsgabe zu verlassen und unter» haltender zu sein als diesmal. Aber — Frau W e r b e g i r I steht auf der Bühne und läßt mit ihrem trockene« Humor, tnÜ ihrem karge«, zwerchfellerschütternden Mienenspiel, daS jetzt wirttich schon meisterlich zu nennen ist, alle Bedenken und Einwände vep> geffe«. Auch sonst wird ttrfflich gespielt. Insbesondere Frauleta Gehn er erfreut durch bemerkcnSwette Frische traft Anmut. BesondersS Lob gebührt noch dem treffliche« Herrn S t r 0 b h nicht nur für seine schauspielerllchi Tüchtigkeit, sondern für die Geistesgegenwart, mit der er tat dritten Akt ewer arge« Damk uh Publikum «taeartztrat. Hebe»

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