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Wiener Morgenzeitung · 1920-01-25 · Heft 363 (25.1.1920) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 363 (25.1.1920)
Date
1920-01-25
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 Men, Sonntag Wiener Morzenzeitnng Le Gout 99 ZlgorfittenhOlsen | Zlgaretienpapler direkt zu beziehen Een.-Vertriet) K. & J. ECKHAUS Wien, ü. Bezirk, K issr Josef-Strasse Kr. 7 Telegramme. Das große zionistische Aktionskomitee nach London ei^d-rusen. London, 22. Jänner. (Privat.) Die Sitznng des großen zionistischen Aktionskomitees ist für den 10. Februar nach London einberufen worden. Bekanntlich hatte die Londoner zionistische Exekutive für die nächste Zeit die Einberufung der zionislilchen IabreZkonferenz geplant, welche jedoch namentlich mit Rücksicht auf die Unmöglichkeit der Teilnahme der rmerikanrschen Delegierten, auf welche angesichts der bedeutenden Nolle, die denr Judentum Amerikas bei -ein bevorstehenden palästinensischen Siedtungswerk zulallen soll, großes Gewicht gelegt wurde sowie aus dem Grunde abgesagt werden mußte, weil die Wiederaufnahme der Verhandlungen der Friedenskonferenz, auf welcher über die türkische Frage entschieden werden soll, die Anwesenheit der zionistischen Führer in Paris notwendig gemacht hat. Um diesem tlcbelstand abzuhelfen und den so lange unterbrochenen und von allen Seiten sehnlichst gewünschten Kontakt zwischen der Leitung und den zionistischen Landesföderationen wieder herzu stellen, hat die Londoner Exekution kich zur ehesten Einberufung des großen Aktionskomitees entschlossen. Es ist jedoch dringend zu wünschen, daß das zionistische Problem, welches gegenwärtig in sein akutestes Stadium tritt, bald vor einem größeren Forum von zionistischen Repräsentanten zur Verhandlung konnnr. Anker Gesandter bei Deschanel. Paris, 24. Jännrr. Der österreichische Bevollmächtigte in PauS E i ch b o f f fhttete bare tritt Präftden'en der französischen Kammer und namrwäbl en P'ändentn der ÄUvnblik Paul D e s ch a n e i. mit dem H von höher her vrr önliche Br» urbunocf veibmdn» e>mn B >uch ob. Der künftige S'aaischrf lieb, sich fite» bei mit w ä r m st e m Interesse über du rrschü'tnndr Lebonsmiitelsttua mn und trnu'ige wrtscha'tl'che Lage in Oestctrech m ormu'en. Er zeigte ch oße Teilnahme für die schweren 8' den dcS österreichischen tl^olkes und volles Verständnis >ür die No Wendigkeit einer wichen H l»e. insbesondere dmchG (• tonbruttfl ausreichende rKredtte. In formeller Hinficht wiid rnr.E r l e t ch t e r u n fl u n d B e s ch l e u n iouna deS VetkehreS mit den anderen Staaten äul de eheste Inkraftsetzung deö ' Vertrages von Samt-Getmain hmgewtrkt werden. Die Vrhanblungen mit Sowiekrußland. Moskau. 24. Jänner. (Funk'vruM Die Le tnng des Hmwlverbandes de> wiriickaf'sieben Genossevschasten dal die Par tcr Wutschaflsstelle um Nennung der Namut der M tgl'eder der auswärtiflen Stellen des Gcnossenschaftoverbandcs ersucht, die nach Rußland ätueisen werden, d'mt ihnen* die Sowi'lre-"e una de, gle cli'eit aer Äl'aade des Nns'weaeS ver'öw liche P.isuer'chriN' anSstelle Der Fui'k'vruch >st vom Paistdemen Lezhava. Btzeptäsidenten Komhoif und dem Setre.är Porctschny untei zeichnet. Allrussischer Wirtschaftlicher Nätekongretz. Moskau, 24 Jönnrr. Frmkfvruch. Gestern wn-de der dritte rtfl:ufftidie w rn'chaf liche Nätekongrcß erös'nt. 2'5 Deleflierte waren anw send. In die Haiivilettuna wu>den Bichaiin, MiliNin. RPow Tomsh. Nogin. Ko liaiow und Kutuffow gewählt. Buchae-n b grüßte die Vetsannckung nom ns der kommun-strichen Hruvtleitung und wies darauf bin, dg'r der Kunnreü die w'chtige Fräoe der Ausriüyuna der Ai Veils. Me de? Lindes zn >ö"n hrbe. Ex Uifntr aus daß das Vet halten der All« e ten b sonke S verfolgt wr^en m.ffe D>e Entente hätte die Blockade m der Hoüi'una aü'gebol en. d.rß sie imstande lein werde, in Sow etru'lland die Pn ie cn zu veruneinigen. Das russische Pioletartat muff' daher all' Kräfte zusammennelnn'v. vnt dm seiner harrenden Ausgaben gerecht zu wadm P ofessor üoinonofoio e» klär'e hierauf, daß das r « s s is ch e B e r k e h r s w e s e n durch den Krieg und den Bütgerbi'-g völlig zerstört wo-den sei. Wenn sich d>e Grenzen off, m we'den. w rd' sich ^vivütrnßland mit d m K tpualisrnus nfss n niü'lrn. Daher müsse sich Rußland aut seine eigenen Krö te und n cbt aus H.l'e von außen veilaffm. Die Negierung dtt-te keincssalls davor zurüchchrccken, eine Mchrlc.stung zu erzwingen. Bevorstehender Rücktritt der türkischen Re ierung. Rom, 24. Jänner. (Funkspruch.) „Gazetta bei Popolo* meldet aus Konstantinopel, daß der R ü ckt r it t des Kabinetts Ali Riza unmittelbar bevorstehe. Mittwoch abends wären der Kriegsminister D j e m a l Pascha und der Chef des Generalstabes zurückgetreten. Als Nachfolger Ali Rizas wird der frühere Großwesir und albanische Thronbewerber F z z e t Pascha genannt, der von den Nationalisten gestützt werde,' die über die Kammermehrheit verfügen. » Die Nachricht ist viel zu durstig, als daß aus ihr auf dir momentane Situation in der Türkei geschlossen w-iden könnte. Tatsache ist, daß die jüngst abgchattenen Kammerwahlen mit einem Siege der Nat onal'sten endeten, welcher Umstand die Position der Regierung stark erschweren mußte, zumal da diese das Veltmu nder n.rtomtllstlschen Mehrheit e»ngebüßt hat, welche ihr allzngroße Nachgiebigkeit gegenüber der Emen'e vorwari. Der Nückirnt scheint sich unter dem D.ucke der Westmächte' vorzudereuen. — Selbstverständlich ist der zurückgetretene Tjemal Pascha nicht mit dem gewesenen Oberkonnnandantrn der tüiklschen Streilkräite in Palästina ident sch, dessen rücknchtsloser Kamps gegen die jüdische Bevölkernng und den Fionismus in allgemeiner Erinnerung rst und der längst aus der Türkei geflüchtet ist. trauen der Deutschen israelitischer Konfession zu der Dorotheetgasse ins Wanken.- Vor wenigen Jahren — gegen Ende des Krieges — lud der politische Redakteur eines Wiener Sensationsblattes seine Freunde und Bekannten zur Trauung seines Sohnes mit der Tochter eines jüdischen Dozenten von der medizinischen Fakultät in den „Prälatensaal des Schottenstistes" ein. Huh, Prälatensaal! Das ist wohl noch viel vornehmer als Dorotheergasse. Und der Vater des Herrn Redakteurs, der vielleicht in seiner kleinen mährischen Vaterstadt bei dem Brudermahl des Heiligen Vereines den Vorsitz zu führen pflegte, hatte keine Ahnung von der Vornehmheit dieser Einrichtung. Woher auch? Einige Tage später erzählte mir einer meiner christlichen Bekannten, im Prälatensaal lassen sich die Sprößlinge uralter katholischer Adelsgeschlechler trauen . . . Die Trauung im Prälatensaal hat Schule gemacht. Währenddem sich altr jüdische Redakteure, die stets im Deutschtum machten und für das Judentum nur ein verächtliches Schweigen übrig hatten, sich samt und sonders auf dem evangelischen Friedhof begraben lassen, haben die Jungen nur einen sehnlichen Wunsch: im katholischen Prälatensaal getraut zu werden. Und so wird in Bälde die Tochter des österreichischen KvhlenkönigS ihre Hand dem Sohne des früheren Triester Kultuspräsidenten ebenfalls im Prälatensaale des ehrwürdigen Schottenstistes zum ewigen Bunde reichen. Der Brautvater wird sich hier wohl etwas heimischer fühlen, da er an der Finanziexung der chriftlichsozialen Partei schon immer wacker mitgetan hat und der Triester hat auch schon so manchen echten Christen in der Familie. Kurz und gut, es wird schon gehen! Nur an eines hat man bisher noch nicht gedacht: Was geschirht mit den vielen altadeligen katholischen Familien, die aus dem altangest.tmm.ten Präla e.isaa'e verdrä gt w -d.'N? Wo werden sie einen Unters hlups und Schutz gegeu die nachdrängende jlwische Sippschaft finden? Die Verhandlungen Litwinows unterbrochen. . Rsm, 24. Jänner. lFnnksstruch.s „G.tz e tt del Bopolo" mcldkt ans London, daß die Vahandlnnaen zwischen O'G r a d y und,Litwinow auf v'er Tage unterbroch«-» word-'N feien wal 8 twmow die Nnierknnst im G'sthoi fltki'mdiflt wv'den fei und kein anderer Gasthof ihn aufnehmen wolle. 8-tw'now bade e'.NSrk, dte wUreren Beihandlungen würden in Schweden staltstnd^n. Das Chaos in Oststbirien. Prag, 24. Jänner. kTck.-Komv.l Der »Benkov* läßt stch aus Paris melden, daß in Ostslbirt en ein Kamvt aller gegen alle entbrannt ist. Amn kanisches Milnär kämvst gegen Abdeckungen des Genei als Semenow, gegen den aurl' dte L'ch^cho-Clowaken den Kamps eröffnet haben. Mit den Amerikanern führen wieder japanische Mtlitärabtetlungen bluitge Kämpje. Zurücknahme der polnischen Truppen auf Proskurow —Kamenetz—Podolsk. Moskau, 2l. Jänner. ^Fnnl'pr.s Bei B o r t f f o wAick* klä'.nngsgcfech'e. 25 Werst südöstlich Nowograd-Wolpnst für uns günsttae Känwse./Weitersüdlich weicken dtePolen durch den Druck unteier Tinvpen ans dieLinteProskurow — K a m e n e y — P o d o l s k z u r ü ck. An der Sübfront haben die Not»'nvpen Stellungen 2V bis 40 Werst südöstlich llman erreicht. Weiter öültch stehen d e Nottiupven vor Perekop. An der Kanka'usfront wurde d r fcnMicfic Wwe stand g-divchen, Alerandrowask und andere Ortschaften 4V Werst südlich von K o n st a n l r n o w besetzt. Die Verhandlungen Aber den Besitz der Berlin, 24. Jänner. Wie die Blätter melden, dürfte die Vorlage über die Auselnandersetzrmg zwischen Staat und Krone schon in allernächster Zeit der preußischen Landeöversammlung zugehen. Nach dem jetzigen Vorschläge verbleibt ein Teil der Schlösser itu Staatsbesitz oder geht in diesen über, ein Teil bleibt beim Königs-, Harts. Das Königshaus behält, volles Verfügungsrecht über das ihln verbleibende Vermögen und erhält noch eine Entschädigimg für die von ihm an den Staat überlassenen Kutist- und Einrichtungsgegenstände der Schlösser. Dem „Tageblatt" zufolge steht die Verabschiedung der netten preußischen Verfassungsvorlage im Staats- Ministerium unmittelbar bevor. ■ Ter Vorentwurf eines Reichswahlgesetzes und der Vorentwurf eines Gesetzes über die Wahl des Präsidenten werden heute veröffentlicht. Die spanische Regi rnng gegen den nruen deutschen Gesandten. Berlin, 24. Jänner. , (Korr.-Bur.) Den Abendblättern zueokfle vetkntitet. daß die svannche R^atelunfl das von Deutschland 'ib leite Ag em-nt zur Ernennung Dr. NosenS zum Botschafter jN Madrid verweisett habe. D'e Sruchen^efahr. Lemberg, 2t. Jänner. Privat? D>e ukrainische Neflienma hat an den Obetsten Rat in Parts eine Note gerichict. in der die Aufhebuna der Blockade der Miaine rumind-stens für Sanitä smaterial und Hilfsmittel zur Bekämp'ung der ganz Europa bedtvhendcn Deuchengefahr gefordert wird. Die ungarischen Sl^makenführer beim General Dmdholz. Budapest, 24. Jänner. lUng Tel.-Korr.-Bnr? General Bandholt empsinfl hcu:e die slowali'chrn Fübrrr D w o r a k, K m 0 s k o und I e b l i e k a welche eme Prost imation der tt>',a ichen nn'vn,ck-'n Mi'd-'hei'n öbnrridncn, in der eme Bolisabst mmunfl tür smiul che beleb en Gebote ve l 'Nflt »md a-gen orten Ab.-eiinung von Ungatn Stel'nna grnvmmei' wird. B.nidholz vetsicherte, daß er die P.vstamation -der Pariser Frtedeuslonierinz zukomunn lasicu werde. 26. Jänner \m Rr. 3Vd Der ungarische Zinsend ienft. Budapest» 24. Jänner. D 's unaansche Finantministtnum bat jüiast eine B'vrdnnna über d e Wied raulnahme de- Zmseu» dienst-s *äc die S ausschuld erlassen. Wie das Ungirnche Tckea'ovhen'Korresvsndenz-Bureay meldet, wetden d:e b's zum 1. Jänner 1220 sßllifl fl'wo dmcu ZnscouvonS d:r 4protentg-n unaarilchen Goldrcnt^Anleihe» der S'/,v o.ten'igen Kionenrente und der am tl. November ISIS em 'ti"t-n ^/«Prozentgen ungarischen Slaatskassenschcine-Anle»^ eingcköst. Die Prager Budgetdebatte abgebrochen. Die Stenographen «olle« nicht länger al* acht Stunden arbeiten. Praa, 24. Jänner. lP ivat.) Die Budge'debatte, die gestern die ganze Nacht hätte durchgelülirt werdrn sollen, mußte um lUV) Uhr abends abgebrochen werdm, da die Slrnographrn erk'ä ten, daß ste nicht weiter arbriten können. Schon um 7 Uhk hasten ste d>e Ai beit einstellen wollrn. es, wurde aber vereinbart, daß nach einer Bawe von etner Stunde die Srvung wetterg^ührt werden soll'e. Um ll9\0 Uhr aber rotiprrttn /ich bt Stcno» oiobhfn rn'iaitlt st. weiter auf,unehmen. Sie w'e'en daraus hin, daN der P.ästdent m t den vier Bizeprästdrnten abwechsrln könne» die Äbfleordneten sich aut Stunden entkernen könnten» ste selbst aber uoun'e'brochen au'nrbmen müßten. Sie e> lüsten auch, daö die'er Beschluß pr>nt picll let und ste auch bei anderen wichltgea Debatten., wie bei dem Wehigeietz. eme mehr als achtstUndn» Cipung nicht mlimachcn würden. Die Vrre'nigung der tschecho-flowakische» Gnstlichkeit aufgelöst. Prag» 24. Jänner. sPiioaO .Becer" ei fährt, daß die Bereinigung der tschfcho-stowalnchen Geistlichkeit durch er» Dekret derBischofskonferenz aufgelöst wurde. Es «st das die Amwort auf die Rrformsorderungen der Priester'chafr. Gegen die ötterreichischen MMtärgagisten. Prag, 24. Jänner. lPcivat? Der Welirausschuß der Nat'onalvcr'amnilung genchnnfl^e gestern den G seyentwurl betreffend & <• Aufna! me r-r Mil läraagtsten der ehemal'gen österreichischen Armee und die Berckigungm gegen die Milttära a g t st e n. d r e s r ch a n d e r t fch e ch o-slo naktfche» Narton vergangen haben. Die Kriegsanleihe in der Tschecho-Slowakei. Prag, 24. Jänner. sPr vat.^t „Lidove Noviny" meldet, der beutiae Mintstenal werde stch ansschltcßlich mit der Frage ds Elnkösung der Kriegs rnleibe beschäftigten, und zwar aut Grua eines vom Finanzmin st:rmms ausgearbettele Geietzentwurfes» Aufdeckung einer Tuchschiebung in OlmAtz. Okmsttz, 24. Jänner. (Privat.) Gestern wurde bei der hiestgen Po izei die Anzeige erstattet, daß stch in der Hatscheiner Jnckei tabuk brr Firma M a y cm Waggon mit Tuchstoffen befinde. Die polizeilichen Erhebungen eigaben, daß btt Anz ige auf Wahrheit beruhe und daß die Stoffe von der ^T'checho lawia", Gesellschaft für 'n'ernationale Transporte m Prag, an dte Firma May mit dem §, fuehen gefettet worden waren, diese Ware »ugleich mtt einem Muckertransport nach Belg>. ad an die Ädreffe eines dortigen Kau'tnanneS wetlerzv'enden. Anscheinend hatte dte „Dchechoslawta^ nicht die etfo>derlicheAussuhr''fw lligung. w'shalb ste die Ware aus diese Weste Irans« Portieren wollte. Der Waggon Stoffe wurde d es ch tagnah m t. Die werteren Erhebungen find rm Zuge. Tagesbericht. Zionistisches Landeskomitee (Wahl- Komitee). Die für Montag um Va6 und 1/a7 Uhr ein* berufenen Sitzungen finden erst Donnerstag statt. Die Aufhebung der Sparmaßnahme«. In dcc Kohlensituat'on ist eine leichte Besserung zu verzeichnen. Wohl sind die Einläufe aus Mährisch- Ost au gestern noch spärlich gewesen, aber es best-rht die begründete Erwartung, daß sie sich vor der unmittekbaren Bebrobunq de? Wiener Gaswerkes bessern werden. Diese E.Wartung wird an maßgebender Stelle bereits so weit eskompii.rt. daß. wie w'r bereits gestern pfrlden können, das Staatsamt für Handel- und Gewerbe an« geordnet lat, von morgen an den Bezug vo« Gas nnd Elektrizität für Kraftzwecke wieder zu gestatten. Da die Tesserung d:r ybertchlSti* schen Kohleneinläuse anhält, ist auch eine bessevr Belieferung der Eleklrt'itätswrrle möglich und die Wahrsch inlichkeit der Wiedereinführung der Schnellzüg« in naher Aussicht. Borlaufig zeigt sich die Wirkung der Besserung ßl der Kohleniitttation darin, daß von morg.n ab die Straßenbahu den Betrieb wieder aufnimmt, und zwar in jenem Ausmaße, wie er vor der Sper e bestand, also von 6 Uhr früh bis i/i>9 Uhr abends. Ebenso wird der Verkehr aus den Bahnhofrundlinien von morgen ab wieder au genomm n. Aber auch nach einer anderen Richtung zeigt sich die Wer düng zum Besseren, da einer amtlichen Brroxhnung zusvlg' von morgen ab auch dir Jnd istrie wi der ihre Arbeit aufnehmen kann, weil ihr der Bezug von Elelirizität für Kraftzwecke gestattet wurde. H ute krine St.atzenVahn. Wie uns von der Dir.ktton der Straßen'a'n mitgeteilt wird, verkehrt die Straßenbahn heute nicht, lieber denn Borlehr an zukünftigen Sonntagen steht noch nichts fest. Das g'fLhrdete Gaswerk. Die Kohleneinläufe für die städtifcheu GaZiv.'rke sind andauernd ungünstig, sie bleiben weit hinter dem iäg'i^en B darfe zurück. Wenn diese Situation;ich nich! schon in d?n allernächsten Tagen zum Besseren ändert, dann muß mit Gaseinschränkungen gerechnet werde«.

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