Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 362 (24.1.1920)
- Date
- 1920-01-24
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/2979076-2979416-2979440--03193-2988795- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
)Nr.'362 Men, Sämstäst Lord Rothschild als Friedensvermittler. In den von Kau 1Sky herauSgrgebemn Aktenstücken öestndet sich folgender Brief,den Ba>on Alfred de Rothschild am 1. August 1914 an KaiserWrlhelm gerichtet bat: „Sr. kaiserl. Majestät dem Deutschen Kaiser, Berlin. \ Ich bin mir, bewußt, daß Eure Majestät jeden Nerv mgunstcn des Friedens anstrengen und weil ich. dies weiß und weck ich immer ein Bewunderer der Politik Eurer Majestät war. wage ich Eure Majestät in diesem kritischen Augenblick anzurcden, da die Segnungen des Friedens und die Schrecken des Krieges wie das Zünglein einer Wage balancieren. Wollen Eure Majestät mir daher einen Vorschlag senden, den ich sofort meinen Freunden vorlegen könnte und - der geeignet wäre, sowohl in Petersburg wie in Wien günstig ausgenommen zu werden, unterstützt von meinen Freunden? Ich wage ernstlich zu hoffen, daß Eure Majestät mir gütigst antwortenwerden? Auf dem Schriftstück ist eine Randbemerkung Wilhelms: »Eine meiner alten und sehr achtungswerten Bekanntschaften, ungefähr 75 bis 80 Ihre alt." Und' eine Notiz des Auswärtigen Amtes besagt, daß eine Antwort nicht abgehen konnte, weil die K a b e l v erbindung bereits unterbrochen w a r. __ Todesstrafe für Bestechlichkeit. Der juristische Ausschuß des polnischen Reichtages hat eine Regierungsvorlage angenommen, wonach Staatswie auch andere öffentliche Beamte mitdemTode bestraft werden, wenn sie sich einen Diebstahl oder eine Veruntreuung an dem Staats- oder anderem öffentlichen Gute zuschulden kommen lasten. Die Todesstrafe soll auch jene Beamten treffen, die sich bet Ausübung ihres Dienstes bestechen ließen. Gleichzeitig würde bei Verurteilung des Schuldigen die Konstskat'.on des Vermögens zugunsten des Staates ausgesprochen werden. Das Urteil wird sofort rechtskräftig, wenn es einstimmig eriolgt ist. Der Eüenbahn- Minister betonte die Dringlichkeit dieser Vorlage mit dem Hinweis auf die „diebischen und bestechlichen Eisenbahnbeamten". Luftexpedition zum Südpol. , ,' Aus London wird berichtet: Im Sommer dieses Jahres begibt sich eine von der Regierung ausgerüstete Vustexvedition zum Südpol. Die Expedition wird unter dem Kommando John L. CopeS sichern Die ganze Expedition, dre den Namen „British Imperial Antarcüc Expedition* führt; wird aus dem Luftwege durchaeiührt werden und. wie Kommandant Cope in der »Times* ausführt, vor allem wistenschaftliche Forschungszwccke verfolgen. Das ganze von der Expedition gesammelte Material wird nach Rückkehr der Expedition einer zu btefem Zwecke eirnusetzenden Kommission zur Ueberprüsung vorgelcgt werden, di' such fesizustellen haben wird, ob und in welchem Maße diese Forschungsergebnisse eiwa auch auf dem Gebiete der Technik, Industrie öder des Handels verwendet werden könnten. { a * f * Eine Warnung für Alkoholfreunde. Wie die „Frankfurter Zeitung* in einem Feuilleton über das Alkohol- Verbot m Amerika erzählt, erläßt em Ncw-Dorkcr Handelsmann folgende.Anzeige: „Aus einem von mir gegen 1 Dollar überall hin.versandten Empfundpatet kann eine Gallone eines vorzügliche»,'leisten Alkohol enthaltenden Getränkes hergestcsit werden. War nun g: Jeder Käufer wnd davor gewarnt, dem Getränke Hefe.zmüsügrn, da es sonst in alkoholische Gaiung ge»ät und alkoholhaltig wird". — DieHcfefadrikantcn werden sich sreuch., . .,. I^ Div Zarenkrone verschleppt? Aus DM wird uns ^Meldet': Nach elfter in Paris einget> offenen Maischauer Meldung ist dtts .Gerücht verbreitet, daß dre Bolschewiken d'e Krone des Zaren .nach Krakaugebracht hätten. Dre Krakauer Polizei machte darauf erne Hausdurchsuchung in der Wohnung emes Doktor Schwarz, wobei eine goldeneKrone sowie e i n D i ä-d e m und ein Paar seidene Schuhe, alles mit kostbaren Stein ende s e tz; gefunden wurde. Dr. Schwarz gab über die Herkunft dieser Stücke ausweichende Auskünfte. * Lloyd George fährt nach Palästina. Wie das londoner Jüdische Korrespondenz-Bureau erfährt» bekundet der ruglische Premier das lebhafteste Interesse für d>e Arbeiten m Palästina. Bor kurzem ertlärte er, sobald die Friedensverhand-!üngrn-abgeschlossen sem werden und dringliche Angelegenheiten ihn nicht zurückhal'en, eine Reise nach Palästina unternehmen zu wollen, um sich persönlich von dem Fortgang der Wicderbclebungsarbeitcn zu überzeugen. * Ein Buch des Obersten Patterson. Wie..Evening Standard* meldet, bereitet Colonel Patterson, der Kommandant der jüdischen Legionen in Palästina, ein Buch über den Feldzug in Palästina vor. In diesem Buche wird.sich Oberst Patterson auch mit der Verwaltung der ägyptischen Expeditionsarmee befassen. -In seinem Buche, welches, wre daS genannte Blatt hervorhebt, große Sensation Hervorrufen werde, behauptet Patterson, daß er genaue Beweise dafür besitze» daß gewisse, m. dem Buche genannte Offiziere der Expeditionsarmee ' lystcm.ck'f'b.,, Ayz,s.»m t-S",r,8 ^?-'-hen. * Die Wiener Universität nnd die süblschen Gelehrten. Von akademischer Seite schreibt man uns: In der ..Neuen Freien Presse" erschien vor etlicher Zeit ein von Hofrat Wettstein verfaßter Aufsatz-über die materielle Läge der UmversrtätSprofessoren, in dem auch von den pensionierten Universitätslehrern die Rede war.. Wettstein weist auf verschiedene hervorragende Gelehrte des Ruhestandes hin, die der Wiener alma mater zur Ehre gereichen und die er namentlich anführt. Dabei erscheint der Name des.Hofrates Professor Politzer seltsamerweise ausgelassen, obwohl doch Hofrät Wettstein nicht unbekannt sein dürfte, in wie hohem Maße Politzer den Ruf der Wiener medizinischen Schule mitbegründet hat. Sollte da nicht Absicht vorliegen, wenn jüdische Gelehrte stillschweigend übergangen werden? Die jüdische Universität in Jerusalem, deren Eröffnung wohl nicht lange auf. siÄ warten lassen wird, wird der vielfach unwürdigen Behandlung der jüdischen Gelehrten hoffentlich ein Ende bereiten. * Freie jüdische Volkshochschule in Berlin. Das Winte Vierteljahr winde am 11. d. M. mit den Vorlesungen von Dr. Alexander „AuS der GeschMeder deutschen Juden von 1769 .bis 1919" und von Professor Heinrich L o e w e über „Jüdische Volkskunde" im L o g e n h a u s e. Kle>ststraße 10. eröffnet: Fenier werden lesen; Dr. B l e i ch r o d e Talmud, Dr. R o s k n t h a l „Die großen Lehrer dcS Talmud" und Lehrer Abraham hebräische Sprache. Cohn-Wiener wn'd'.sk'.ne Bortiäge. mit Lichtbildern) über jüdische Kunst des 19. Jahrhunderts am 1b d. M. beginnen. Dr. Meist wnd lesen: Die Juden in Polen, Dr.' Torc.zyner: Das DuclL Kohclet feine Vorirlung in hebräischer Sprache). Dr.' Warschauer B.'bl'.sche . Weisheit . Sprüche, Hiob, Koheü-t. und Frau Wronsly: Die sozialen Aufgaben b^v jüdischen Gemeinden sunter besonderer Berücksichtigung der Jluvadpfleoe). Doktor B a e ck: Grundgrdanten des Judenlums, 1t. Teil; Dr. B ernst eld: Ge'ch ch'e der jüdischen Lücramr, II. Teil.' und Doktor "1$. obleuz: Das Schicküilsvroblem 'in der Bibel; Dr. B erg-> lik a n n: Entstehung des Christentums; Dr. K e l 1 e r m a n u: vergleichende Religionswissenschaft umt anschließendem Seminar) Wiener Morgenzettunf nnd Dr. A. Loewenthal: Die Lehrer der jüdischen Ethik: l. Die Herzenspflichten des Bachja (nach der Sternschen Uebersehung). * Uebernahme der Tierärztlichen Hochschule in die Zsvilverrvaltuug. Am 21. d. M. wv'de die Ticrarckliche Hochschule, die seit dnn Jabre1852 dem Krieasmimsterium unterstellt war und zufolge Kabinettsraisbeschluffcs vom 15. Dezember 1919 dem Geschäftsbereiche des Stuatsamtes für Unterricht angeschlossen wurde, in ofstneller Form vom Unterstä'atssekretär Otto Glücket übernommen. Unterstaatsiekretär Glücke! äußerte sich beim Abschied, daß die Besichtigung der Räumlichkeiten der Hochschule einen deprimierenden Eindruck gemacht habe und saate die weiiestgehmde Unterstützung zur Sanierung der Ranmmissre zu. —.Nach Beendig,mg der Kälteserien werden die Vorlesungen an der Tierärztlichen Hochschule am 3. Februar wieder ausgenommen werden. * Lloyd George und der „Tiger". In Pariser politischen Kreffen macht jetzt folgende bezeichnende Anekdote die Runde: Lloyd G e o r g e, dH bei der Wahl des P'äsidentcn der Republik anwesend sein wollte, gab diesen Wunsch Clemenceau mit folgender Artigkeit zu verstehen: „Ich würde mrch außerordentlich buuen, Augenzeuge m sein, wie Sie znm Piäsidmien der g'oßen^ranzösischen Republik gewählt werden." Der Präsident des Obersten Rates antwortete, daß er bloß zwei Eintrittskarten zur VerRaung habe, die tt aber bereits zwei Damen mgesagt habe und, fügte dann mal'tios wie immer,hinzu: „Diese werden sicherlich charmanter sein, als Sie es je sein könnten!* * Personalnachricht. Josef und Else Rosenthal zeigen hiermit allen Verwandten, Freunden und-Bekannten die Geburt e'neS strammen Buben an. * Gin feiner Polizeichef. Aus Klausenburg wird gemeldet: Der Cbe? der hiesigen Gebeimpolizei, Adalbert Moritz, ist wegen verschiedener Diebstähle. Erpressungen und anderer Verbrechen der Staatsanwaltschaft überstellt worden. * Jüdische Schrebergärten. In Angelegenheit der Anlage von Schrebergärten finden weitere Besprechungen beute um 6 Uhr abends im jüdischen Jugendheim. H., Obere Donaustraße 91, statt. * Aufnahme des Pöstpaketverkehres mit Italien. Vom 15. Februar an wird, wie wir erfahren, der uneingeschränkte Postpakctverkehr zwischen Italien und Oesterreich ausgenommen. * Gesellschaftsabend. D'e Zionistische Bezükssektion Wieden-Margareten veranstaltet Montag den 26. d. M. um 6 Uhr abends im Spicgelsaale des Wiener Kursalons, I., Stadtpark, einen Gckellschastsabend mit anschließendem Tam. * Unterschlagungen eines Jnvalibeirrates. Am 22. d. M. wurde der dem Kricgsspital Nr. 4 in Meidling zugeteilte 36jährige Invaliden rat August 'Karrt as unter der Beschuldigung dem Landesgericht eingeliefert, Unterschlagungen begangen und durch sie das Interesse der im Spital verpflegten Invaliden schwer geschädigt zu haben. Daß der Jnvalidcnrat Karitas im Verdachte stehe, Unterschleife an den dem Spital zugewiesenen Lebensmitteln zu begehen, wurde dem Po-lzeikommissoriat Meidling kürzlich mrtgcteilt. Das Kommissariat leitete Erhebungen ein und stellte zunächst fest, baß der Jnvalidenrat Karitas Zucker im Gesamtgewicht von 500 0 5k i log ramm, der für das Kriegssvital Nr. 4 besiimmr war, übernommen, aber n i ch t a b g e f ü h r t hat. Bei seiner Ernvernahme im Polrzeikommissariat Meidling gab Karitas zu, den Zucker ncht seinem Zwecke zugeführt, sondern auf eigene Rechnung verkauft zu haben. Karitas gab zu. bei diesem „Geschäfte" 17.000 Kronen verdient zu haben. Bei verschiedenen ' Punkten seiner Angaben verwickelte sich der Mann in Widersprüche und es tauchte der Verdacht auf, daß er noch weitere Betrügereien begangen hat. Diesbezüglich wird die Untersuchung forigeführt. * Ein treubentscher Unschuldsengel. Der „Hammer*, das berüchtigte antisemitische Hetzblatt in Deutschland, bringt das folgende Inserat: „Welcherwahrhaft edle Deutsche stiftet einem elternlosen, in großer Not befindlichen treudeutschgesinnten Studenten der evangelischen Theologie, Vizefeldwebel d. N., 4 Jahre im Felde, zur Fortführung des Studiums seine Vermögensabgabe ganz oder zum Teil, die doch nur dem jüdischen Ententegroßkapital zufließt? Angebote unter...* ..Treudeutscher" - — Patriotismus, will dem bedrängten Vaterland die Vermögensabgabe eines ..edlen Deutschen" entziehen. Die Vermögensabgabe ist überhaupt unpatriotisch, da sie der jüdischen Entente zufallen soll und der Student der evangelischen Theologie traut dem katholischen Erzberger schon gar nicht! * Neuerliche Preiserhörnng der Berliner Zeitungen. Ans Berlin wird gemeldet: D'e Blätter kündigen an. daß sie sich nnt Rücksicht a"s die tvofUofe Lage des Ze'tnngsgemeibes genötigt sehen, vom 1. Februar an eine wesentliche B e z u g s p r e i s e r h o h n n g einzusühren. * Die Wohnungsnot in Graz. Um der rmvsindlichen Wohnungsnot zu steuern, hat der Grazer Gemeinderat den Bau von Notba racken .beschlossen. Gestern wurden die ersten scrtiggestellten Baracken in die Obhut der Gemernde übernommen. * Atimi Marlow verhaftet. Die Schauspielerin Mimi M a r l o w. die nach der Ruttershcim meistgenannte Spielböllcnbcsitzerin. ist bekanntlich vor einigen Monaten zu einer Snast von K tO.Oi'O und 14 Tagen Arrest verurteilt worden. Da sie sich bisher der Arreststrale entzogen hat. wurde sie am letzten Montag von Polizciaoen<en abgeholt und in eine Zelle gebracht, d e sie m t anderen Ha tlingen teilen mußte und wo sie einen hysterischen Anfall bekam. Sie bekam dann eine Einzelzelle, wo sie sich beruhigte. Verlust. Gestern, zwischen ^^1v und 10 Uhr vormittags, wurde aui dem Wege von der Pokreidlrektion bis zur Ecke der Wäbringerstraße eine goldene Damenuhrkette mit Emailschuber, 27 Gramm schwer, verloren. Der ehrliche Finder wird gebeten, die Kette gegen gute Belohnung in der Redaktion der „Wrener Morgenzeitung" abzugcden. * Grippeepidemie in Amerika. Ans Washington wird gemeldet: Die Grippe nimmt großen Umfang an. Aus Chicago werden 2( 00 Fälle gemeldet. N e w - N o r k war bis zum letzt'« Sonntag grivvesrei. Am Montag wurden die ersten Fälle gemeldet und am Dienstag bereits 180 Erkrankungen zur Anzc'ge gebracht. ^rbeit8§ruppe 6es Jüdfechwi National - Fonds. Montag den 26. Jänner 1920 findet im Festsaal des Hotels »Bayrischer Hof«, II., Taborstrasse 39, eine verbunden mit der Theater-Aufführung HerseS© Me f fLelt e « dargestellt von erstklassigen Schauspielern unter Leitung des Herrn E.Tschisik aus London, statt. Saal- und Kas aeröfinung l46 Uhr abends. Anfang präzise 6 Uhr abends. Karten von K 6.— bis K W.— sind bei der Arbeitsgruppe des JNF-, Wien, 11, Ztrbusgassc 33, bei der NF -Verkaufstelle, II., Schmelzgass« 7, und bei 17. .Löwit, I., Rotenturrastrasse 22, erhältlich. > Brlnerfea* me»»t Aem jWdlsolMa 3V»ttenftj«Fon4« **, tou 24. Jänner 1920 /emr4 1 Maschine«-! Schreib Größte Auswahl! Billigste Preise! Leopold Steinhort, Ztzien, I., Biberstraße 9. ---— 40?»/« —........ * Ein fünfzehnjähriger Einbrecher. Am 81. d. M. um halb 7 Uhr früh wurde die Auslage der Gemischtwaren« Händlerin Therese Dunkl, Brigittenau, Nniversumstratze 58. erbrochen. Gestohlen wurden Nahrungsmittel und Bedarfs, artikel im Werte von mehr als 1000 Kronen. Als der Täterschüft dringend verdächtig wurde am 22. d. M. der 16jährige. beschäftigungslose Hilfsarbeiter Franz Pelz. Universumstraße 54 wohnhaft, verhaftet und dem Landesgerichte ein« geliefert. ' , * Ein Raubanfall in der Inneren Stadt. Die 47jährig« Prrvate Rosa Schlapoberskh, im Hotel Tirolerhof wohnhaft, hatte vorgestern abends mit ihrem Sohn, dem 18jährigerr Muiiker Maximilian Schlapoberski, im Cafe Habsburg. geweilt und machte sich bei KaffeehauSschluß mit ihm auf den Heimweg in ihr Hotel. Als sie in die Grashofgasse kam, trat ihr plötzlich ein Bursche mit offenem Messer entgegen. Ohne ein Wort zu sagen, entriß er ihr eine Aktentasche, die Juwelen im Werte von 20.000 Kronen enthielt und lief davon. Auf denk Laurenzerberg wurde der Bursche von Passanten mit Hilfe von Wachorganen angehalten. DaS Dolchmesser mit Hicschhorngriff hatte er weqgeworfen. Der Attentäter ist der 24jährige Tischleraehilfe Josef Müller. Er wird wegen versuchten Raubes dem Landesgerichte eingeliefert werden. Adolf Stand-Stiftung. Wir erhieltrn iür dio Adolf Stand-Ststtung der „Wiener Morgenzeitung" von Frau Dr. Rosa Schur K 200.—, Dr. Minna Holpern K 100.—Eva Elmssohn K 80.—, Herrn Herz Bernstein K fO.-v Herr Goldb rsch. If, K 20.—,, Prof. Bertb Scharr & 50.—, Herrn Josef Jolles T 50.—. Bisher eingekmsen K ^--7. - -. Beremsnachrichten. (N a ch r r ch 1 e n v o n V e r e i n e n e r s ch e i n e n a u nahmslosnuramTagederVeranstaltung.) Heute: > ArbeitsarnvvedksJüdlschenNational- ' onds Sämtliche Ausschußmitgl'eder werden ersucht, ber der heutigen Nalionalsonds-Funknonare- und Vertrauensmännerkonteien?. d e um V,5 Uhr rm Nat'onaliondsbnreau fta<'.finde:, zuveilässig zu erscheinen. — Jüdische Volksblblko-- : h e k „Z i o n". V,4, Ubr nachmütags Dr. Mayer G a y e r: ..Die Vorkämpfer für jüdische Rechte". —-Älter Herren» Verband des Jü d.-a kadem. Technrker-Verb a n d e s, 4 Uhr nachmittags im Fest'aal der Judäa. HC.,' Alserstraße 28, konstituerende Sitzung des A. H. B. — Leseu n d R e d e h a 1 l e i ü d. H o ch s ch ü l e r. V-6 Ubr abends ' ca.nd. jur. W. Grzyb: „Der Zionismus als soziologisches Problem". Gaste willkommen. — Z r o n i st i s ch e B e z i r k s s e k t i o rr L e o p o 1 d st a d 1. l/„7 Uhr abends im Lokale der jüd. Volksbibliothek „Zron", U.» Giockmgasfe 30. Herr Dr.L. Plüsch k e s: „Die jüdsche Volksg-memde". — Jüdische Jugend» Vereinigung „M e n o r a b". Vl.. Amnlmgstraße i9, slt6 Uhr abends Rabbiner Dr. Drobmskh: Vortrag. — Aktion sk o m \ 111 der „begünstrgteu P e n s i o n i st r n*. 3 Ubr nachmittags im' Sitzungssaale der niederösterreichischen Handelsnnd Gcwerbekammcr Versammlung der nach dem sogenannten „Pensionsbegünstigungsgesetze" m den Ruhestand getretemu Staatsbediensteten. — Hebräisches Sekretariats Konversationsürkel. 2 Uhr nachmittags, im Lokale des Havoel Hazair. 11., Praterstraße 9/4: Taimudkms Dr. Risan Goldstern um S Uhr nachmittags ebendaselbst. — Jugendverein „A h a w a t h Z i o n". 5 Uhr wichtige Mllgllkderversammluug. ~ «3 tt n ß Juda Jugendbu n b". Im neuen Bundesbeim, U., Praterstraße 48. 11. Stiege, Tür 11, Heimabend der ^-Gruppe. Beginn 6 Uhr. Um 8 Uhr Probe für die ..Niakka« bäer"-Aufsührimg._ Wiener Gemeinderat. Sitzung am 23. DLurier. Zu Beginn der-Sitzung wLmete Bürgermeist-v Reumann ehrende Nachrufe den verstorbenen Gemeinderäten Hötze'l und Dr. Fritz Winter. Die Verlesung des Einlaufes und der Anfragen nahm mehr als anderthalb- Stunden in Anspruch. Die Tagesordnungselbst bot nichts^Vichtiges. Hier das Wesentliche aus der Sitzung: Scha-loshaltttirg dev^Besitzer von Zeit- »ick Stveckenkarten. - l Im E'nlauf befand sich eine"Interpellation Un ters müller über die Schadloshaltung der Besitzer von Zeit- und Streckenkarten für die Dauer dev Betriebs-- /einstellung auf den-Straßenbahnen. Der Bürgermeister erwidert, er werde die Direktion der Straßenbahn anweisen, geltendgemachte Ersatzansprüche in befriebigeiH der Weise zn realisieren. Doch sei es natürlich, daß, wenn die Verhältnisse sich nicht ändern-, Streunnutz Monatskarten überhaupt nicht 'mehr werden ans ge gebe ix werden. Einen Ersatzverkehr einzurichten, sei nnler den gegebenen Verhältnissen nicht möglich, weil alle Voraussetzungen fehlen. J Die Subvention an dir StaatsakMemie für Musik und idarste.L^nde Kunst. -^ Ueber Antrag des Stadtrates Breitner' wird' die Schulgeldsubvenkion für die Freiplätz? an '. .'J akademie für Musik nnd darstellende Kunst aus--rund ' 16.000 Kronen erhöht. Das Johann Stmuß-Denkmat. Nach einem Berichte des Vizebürg, r.- •. | Emmerling wird beschlossen, zur Förderung L^-r Fertigstellung des Johann Strauß-Denkmals außer der bereits im Jahve 1913 flüssig gemachten Subvention neuerlich einen Beitrag bis zur Höhe von 35.000 Kwnen unter der Vorausschung zu gewähren, als das Staatsamt für Unterricht den gleichen Betrag bewilligt und das Denkmal noch heuer aufgestellt wird. : Eine Reduzierung d:r Ausgaben im HauvtvarsnfchlaK. Stadtrat Siegel (Sozialdemokrat) beantragt 2M Verminderung mehrerer im bereit^ irt;niiu#teit Haupt-s vÄranjML Uusgaüsjv,