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Wiener Morgenzeitung · 1920-01-23 · Heft 361 (23.1.1920) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 361 (23.1.1920)
Date
1920-01-23
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 , Wien, Freitag Wiener Morgenzeitung 2£5. Jänner 1926 Nr. 361" - Die Abstimmung im Teschener Gebiet. Paris, 22. Jänner. (Funkspruch.) Die zur Leitung ber Abstimmung im Teschener Gebiet auserseheue interalliierte Kommission wird mit den hierfür bestimmten Truppen der Verbündeten Ende Jänner in Nicderschlesien eintresfen. Die wirtschaftlicken Verhandlungen mit Rußland. Amst.'.rdam, 22. Jänner. Das Neutersche Bureau incidet, das; der in London befindliche Sekretär des Aus'chusses der russisch-n kooperativen Vereinigungen die Mitteilung erhalten hat, daß der Oberste Rat die Absendung drahtloser’ Meldungen nach Moskau gestattete. Der russischen kooperativen Abordnung ist die Erlaubnis erteilt worden, sich nach Moskau zu begeben-. Der Präsident und der Vizepräsident fahren-nach Rom,, um über Handelsfragen zu beraten. Ems InterN»7rL'ron der Entsnts in Rußland? Berlin^ 22. Jänner. Der ,,Mend" meldet aus Frankfurt: Frankfurter Müttern wird auS Paris gemeldet, daß 'linünznicn von der Entente zur bewaffneten Intervention in Nutzland cingeladen worden sei. An ' die Tscheche-Slowakei und an Jugoslawien werden die gleichen Einladungen ergehen. t Die RoLLruppen bedrohen das Schwarze Meer. Moskau, 22. Jänner. (Funkspruch.) An der S ü dfront befriste Kämvie zehn Werst östlich von Elisawetgrad. Wüter östlich steben die Roltruyven 25 Werst nördlich von P e r e s k o p. Südlich des Dons wurden B a l a i s k und O l g i n s k a j a e r o b e r t. An der Ostfront sind die Rottrnvven bis T i m s k a j a, 95 Werst östlich von Konsk, vorgerückt. — In Konsk sind 25.060 Mann tschechischer Truppen Zurückgeblieben. Wien, 22. Jänner. Nach übereinstimmenden Fuuksvrüchrn aus Washington, London und Nom batte der Oberste Rat beschlossen. 260.000 Mann auscrwählter Trupven zur - Verteidigung ‘ der Kaukasus-Länder nach dem Schwarzen Meer zu entsenden. London, 22. Jänrrer- (Funkspruch.) Das Kriegsamt teilt mit, daß die britische Militärmrssion in Südrußland heil und' unversehrt bei D enikin sei, der südlich des Dons starke Stellungen errichte. Nom, 22. Jänner. < Funkst», uch? Aus Konstanünopel sind, acht griechische Dampfer nach Odessa abgegangen, um die Griechen des Küstengebietes am Schwarzen Meer vor den Rottrnppen abzubesördern. . Paris, 22. Jänner. Der „Temps" bezeichnet die Meldung von einer englischen Expedition nach dem Kaukasus als u nrichtig. Es handle sich lediglich um die Entsendung einiger I n st r u k t i o n s k a d e r s und besonders von Material an die kaukasischen Völker, um diese rn ihrem Kampfe gegen den Bolschewismus zu unterstützen. Lemberg, 22. Jänner. (Privat? Die russischen Rottrupven und nur noch 25 W?',si von P l o s k i r o w entfernt. Ein Z u s a m m c n st o ß mit der polnischen Armee wird stündlich rrtvarlet. ' Abschaffung der Todesstrafe in Rußland. Berlin, 22. Jänner. Die „Deutsche Allgemeine Zeitung" meldet: Die Sowietregierung hat ein Dekret erlassen, demzufolge die Dodesstvase abgeschafft und diese Strafe für diejenigen Personen, welche schon zum Tode verurteilt worden sind, durch, Zwangsarbeit ersetzt werden soll.- Holland kreditiert Deutschland. Berlin, 22. Jänner. Amtlich wird über das deutsch-holländische Kreditabkommen folgendes mitgeteilt: Die Verhandlungen zwischen den bevollmächtigten Vertretern der deutschen und der niederländischen Regierung haben zu einer Uebereinkunft geführt. Darnach erhält Deutschland einen Kredit von zweihundert Millionen Gulden auf zehn Jahre und verpflichtet sich zur Weiterlieferung der im Vorjahre vereinbarten Kohlenmengen auf einer neu vereinbar e r Weltmarktpreisbasis sowie zu einer Regelung der im holländischen Besitz befindlichen Kohlenselder an der deutschen Grenze, die den aus der Grenzlage sich ergebenden, technischen Verhältnissen entspricht und hierdurch den weiteren Ausbau dieser Felder in beiderseitigem Interesse ermöglicht. Der Kredit soll in der Höhe von 60 Millionen Gulden zum Ankauf von Lebensmitteln in Holland.und in der Höhe von 140 Millionen zum Ankauf von Rohstoffen in einem beliebigen Lande Verwendung finden. Das deutsche Zentrum gegen den Antisemitismus. Berlin, 22. Jänner. In der heutigen Sitzung des Zentrums wandte sich Prof. Schreiber gegen den Antisemitismus. Es sei nicht zu leugnen, daß manche politische Ereignisse und Erscheinungen der letzten Zeit der anti'emitischen Welle eine gewisse Nahrung gegeben haben. Das Zentrum dürfe sich in seiner Stellung-- nähme zu den Juden und Antisemiten nicht von Gefühlen und Tageseindrücken leiten lassen, sondern es müsse sich auf einen grundsätzlichen Standpunkt stellen. Die antisemitische Bewegung sei im Grunde genommen christentumsfeindlich. Sie sei politisch unfruchtbar und überaus gefährlich. Deshalb sei von der Presse, die es mit dem Christentum und mit der Zeutrumspolitik ernst nimmt, zu eriwarten, daß sie sich nicht in den Bahnen des Antisemitismus verliert. Wer Antisemit sei. besorge die Geschäfte der Den tsch na t io nalen, und daß Anhänger der Zentrumspartei die Geschäfte eines politischen Gegners besorgen, dürfe nimmer geschehen. Palästina als Sitz des Völkerbundes. (Lin Vorschlag der indischen Mohammedaner. Zürich, 22. Jänner. Die Londoner „TimrS" veröffentlich/ -.ne Zuschräl des E m i r s A l i. eines der angesehensten Führer ::r - M chuttmi d et ,n c r I n.d i e n s, .in welcher , der Vorschlag gemacht wird, Palästina als Sitz des V ö l k c r b u n d cs zu bestimmen. Das würde nach Ansicht des. Emir.Ali, abgesehen von anderen Gründen, auch den Architekten eiste fast kaum wiedrrkehrcnde Gelegenheit zur Bekundung ihres Talents bieten. Nicht zu, übersehen ist auch, daß Palästina nicht weit von den Balkanstaaten entfernt ist. die dem Völkerbund in den ersten Jahren seiner Funktion viel zu schaffen geben werden. Der Krrchenftrert in Norwegen. Kopenhagen, 22. Jänner. (Privat? In dem norwegischen Kirchensireit rst es jetzt zu einem oüenen K a m v s zwischen O r t b o d-o r i e n n d L i b e r a! r s m u s aekommen. Die V'Oc’ al'it sollen systematisch verfolgt werden. Man will ihnen das Recht der Taufe. per Konfmu.nwn und des Abendmahls nehmen und die theologische Fakultät als die Brutstätte des Liberalismus mit allen Mitteln bekämpfen. Auf den orthodoxen Versammlungen wurden diese Vorschläge mit stürmischem Beifall ausgenommen. Die Gerüchte vorr der Besetzung Westrmggrris durch die Tschechen. Budapest»' 22. Jänner.. (Tel.-Komp.)- „Az Est* läßt, sich' aus Szombathely melden, daß im Sinne des Per t r a g e s zwischen Deutschösterreich und der Ifschecho- Slowakei tschechische Truppen an der Besetzung West-' Ungarns teilnehmrn werden. Bei Preßburg seien große Truppenkonzentrierungen vorgenommen morden und trotz des tschechischen Dementis werde behauptet, daß emzelneFormationen die Donau bereits überschritten haben. Auch soll die Tschecho-Slowakei angeblich Oesterreich Ersatz für die eventuell unterbleibenden ungarischen Lebensmitkelliescrungen bieten. Die Wahlen in der Slowakei. Vretzbürg. 22. Jänner. (Privat.) In der Gemcindegeneralrcpräsentan; wurde der Antrag gestellt, die Militärdiktatur« tue Zensur und die Ausnahmsvcrsügungen aufzuheben, um. die Wahlen entsprechend den Grundsätzen des Wahlgesetzes durchführen zu können.. .; ^. Das tschechische Budget. Prag, 22. Jänner. In der heutigen Sitzung der Nationalversammlung wurde die Debatte.über, den Staatsvoranschlag d:r tschscho-ftowakischen Republik eröffnet. Der Hauptreftrent Prof. Dr. S r.d in ko, führte aus: Der erste Voranschlag, endete mit einem, Defizit von 4,9, Milliarden, der. zweite weist ein. solches von 2.6 Milliarden auf, ist also um 2,24 Milliarden kleiner. Der dritte Voranschlag aller staatlichen Ausgaben für das Jahr 1.921 muß ohne Defizit abgeschlossen werden. Eine günstige Wendung in unserem Staatsvoranschlag, für 1920 bedeutet vor allem der Umstand, daß die ordentlichen Ausgaben durch die ordentlichen Einnahmen gedeckt sind und daß noch ein Ueberschuß von-,396 Millionen übrigbleibt. Desgleichen beeinflußt ihn günstig die Herabsetzung der Ausgaben für das Ministerium für nationale Verteidigung und für die Maßnahmen der Uebergangsperiode nach dem Krieg, welche beiden Kapitel-den Voranschlag um 1,0,3 Milliarden Kronen weniger -gegenüber, dem Vorfahre belasten. Ein drittes günstiges Zeichenist die Erhöhung der Einnahmen.des Finanzministeriums, die sich mit. 1,7-91 Milliarden Kronen beziffert. Das Gesamturteil über unseren Voranschlag ist demnach befriedigend und die Aussicht für den nächsten hoffnungsvoll. In unserer Republik, betragen die Ausgaben für. das Kultus- und Schulwesen und die nationale Ausklärung 1,9 Prozent, für das ^Heerwesen 11,5 Prozent von den Staatsausgaben. Der gefährliche Feldschutzdienst. Linz» 22. Jänner. Der Arbeiterral nimmt eine Kundgebung der Bezirkshauptmannschait Gmunden an die Gemeindenwegen Organisierung eines Feldschutzdienstes zum Anlaß, um, dem „Stmcv Tagblalt" zufolge, an die Arbeiter einen Ausruf zur Wachsamkeit gegen dre R e a k t i o n zu richten. Klei«e Nachrichten. London. 22. Jänner. Das englische Parlament wirb zum. erstenmal seit dem Jahre 1914 unter den gewöhnlichen Fcierlichkciten durch den König am 10. Februar eröffnet werden. London, 2-2. Jänner. Dre Antwort der südslawischen Re* gierung in Angelegenheit der Adriasrage verweigert jede Aenderung des vom Präsidenten Wilson entworfenen Planes. Paris, 22.-Jänner. Der ersie Zug mit deutschen Kriegsgefangenen hat heute vormittags Aix-la-Chapelle mit der Bestimmung Düsseldorf passiert. Vom 22. d. Pt. an werden tägliche Heimbelörderungszüge auch auf den Linien Limburg—Mannheim—Offenburg verkehren. - -Berlin, 22. Jänner. Wie die Blätter auS Basel melden, ist eine z w e it e-N o t e der Alliierten nt der Auslieserungssrage des ehemaligen deutschen Kaisers an Holland abgegangeu. Dre Alliierten teilen darin mit, daß das Mandat zur Uebernahme des auszuüefcrnden früheren Kaisers an England übertragen worden ist. Eingesendet. Meie fotz Sci ulitn üzarowicz empfehlen sich als Verlobte, , Wien, iw Jänner 1920. i r^rs Ich annonciere mit den kleinsten Buchstaben zahle aber die grössten Preise für schöne groöse und kleine Brillanten, Perlen, Dosen, Tassen, Kannen, altes Porzellan, Bronzen, Uhren, antike Möbel, Bilder und alte Zähne. Juwelier- und Kunstsglon Politzer, I., Augustinerstrasse 12. , 48v IßOLD BRILLANTENE Platin,3fttn/.en Peri«-», Uhren,- Zähne. *11« Silberge£<Hi*t&n,de HjSg ■NS* verkaufen Sie am besten direkt dem Juwelier jj. GoIdarboUerS.Koliepfel, «W Wien, VI. Mariabilforstrasse 79, oder Werketötto: I. Wollzello 17/13» fifög Zahlt höohsto Preise, da fUr eigene VwarboltHnp. Mi ßW Tagesbericht. Die Drosselung des Verkehres und der Beleuchtung. Partieller Streik der Straßenbahner. Gestern mittags wurde der Vermehr der Straßen-- bahn wieder in dem angekündigten beschränkten Umfang ausgenommen. Aber die--Freude des Publikums war nur von.kurzer Dauer. Gegen 4 Uhr, als der Verkehr in-vollem Gange war, setzte plötzlich ein Streik des Straßenbahnpersonals ein, die Passagiere mußten , aussteigen und die Wagen fuhren in die Remise«. Im Bahnhof der städtischen Straßenbähilen Meidling kam-es, wie amtlich mitgeteilt wird,'zu einer Be-' triebseinstellung, die für kurze Zeit: auch auf einen zweiten Bahnhof Übergriff. Im erstgenannten Bahnhof ist das Personal wie die Vertrauensmänner bei den. - Verhandlungen angaben, schon längere Zeit darüber erbittert, daß ein Bediensteter die ein h >» i t f i ch e n Organifationsbestrebungen systematisch'zu durchkreuzen derch sucht und Schwierigkeiten schafft, die auf den Betrieb' j s'' ungünstig zurückwirken müssen. Schließlich kam es zü Streitigkeiten, welche zu einer DiSziPlinarverhandlung führen werden. In. einer.' Betriebsversammlung wurde einhellig ausgesprochen, daß es sich um eine reine An-' gelegenheit des Betriebes und keineswegs um eine Ein- ' schräirkung der politischen Freiheit handle. Als gestern" mittags der in. Betracht konnuende Bedienstete, ausfahren sollte,« kam es zur Betriebseinftellnng. Nach längeren Verhandlungen beim, Bürgermeister Reu-. mann'wurde der Betrieb auf der Linie 8, die Haupt-; sächlich betroffen war, und auf den anderen betroffenen'' Linien, wieder ausgenommen. -Ditz Situation wurde durch den seit zwei Tagen ^' - laufenden Streik der Autoführer verschärft. '' Der Personenzuosverrehr bürste am Montag wieder beginnen,, doch steht die , endgültige Entscheidung . ' noch aus. Die Kohlensituation zeigt insvlge der Beendigung des Osträuer Streiks eirie Neigung zur Bessess- " run'g,. doch sind die Einläufe noch immer schlecht und ' außerdem vom Wetter beeinflußt. Das Wiener Elektrizitätswerk hat überhaupt keinen Vorrat, hofft aber am Montag die Industriebetriebe wieder mit StrolN' versehen zu können. Schlecht ist nach wie vor die Situation des Gaswerkes, das ebenfalls vor dem' Erlahmen steht. _ Vorbereitung zur Bekämpfung der drohenden Instuenza-Epidemie. In den letzten Wochen ist in mehreren Städten / Oesterreichs Influenza in größerem Ma'ße ausgetreten. . - Auch in Wien hat sich in den letzten Tagen eine leichte: Zunahme bemerkbar gemacht. ' Daher fand über Veranlassuttg der Laudesregie- - rung am 21/ 'Jänner/ 1920 'im-sstMischen^ Gesund^;^ heitsamt eine Beratungstatt,- an der Vertreter aller- . beteiligten Behörden ' teilnahmen. Beider Beratung ' - wurde sichergestellt, daß die Zivilkrankenanstalten wegen J ihrer Ueberfüllung nicht in der Lage wären, bei weiterer. ° Ausbreitung der. Jnfluenzä Kränke aufzunehnteu. Damit, nun für alle Fälle planmäßige Försorge, getroifen ... - werde, hat der Unterstaatssekretär für Volks gesund heit, Universi^ätsprofesfor D^.'Jnlius Tandler, versügtsdaßbestimmte Kriegsspitäler für den' Zivilbelag hermrge- §ogen werden. Durch diese Vorkehrungen weri ea zunächst . (100 Betten, und zwar je 300 für MLurrer und für Frauen, sichergestellt. Diese Zahl kann ohne Schmie- - rigkeiten auf 1000 erhöht werden, falls die Krankheit wider Erwarten in größerem Umfang um sich greisen sollte. Mit Bestimmtheit kann schon jetzt versichert werden, "daß sich die Spitalsbettennot, die vor zwei Jahren während der großen Grippeepidemie bestanden hat,, auf keinen Fall wiederholen wird. Die IntermerLen in Karisteirr. Die Korrespondenz Herzog meldet: Staatssekreiär Jnnern, E l d e r s d>, der Mittwoch tn Begleitung des Polizeipräsidenten Hofrat Schober nn Auto nach K. a rlstein fuhr, um sich über die von den dort internierten ungmischcn ' Kommunisten erhobenen Beschwerden persönlich zu informieren,' ist' gestern nachmittags wieder nach Wien zurückgekehrt. Staatssekretär - E l d e r s ch hat in K a r l st ein sich bet den dort noch ' Internierten über alle von diesen jüngst gegenüber einigen , italienischen Sozialisten und dem Wiener Kommumstenführer To man erhobenen Beschwerden auf das emgebendste m-' formiert und die Ubikationen sowie die Verpflegung usiv.. besichtigt. Die elf m Karlstein Internierten.' sprachen 'insbesondere den Wunsch aus, für den M,: als ihre Internierung mit Rücksicht auf das von der ungarischen Negierung gestellte Austieferungsbegehren nötig sei. an einemanderen Orte unrergcbracht zu werden, da die Bevölkerung von- Km r l st e i n sich äußerst feindselig verhalte. Die übrigen Beschwerden richteten sich vornehmlich gegen die hygienischen Verhältnisse auf^ der Burg K a r l st e t n, die tanachlich viel zu. wünschen übrig lassen, sowie gegen die allzu große Abgeschiedenheit, welche bei t beit Jnteinicrten Gemütskrankheiten Hervorrufe. > Staatssekretär ,E ld e r.s ch traf eine Reche von Beifügungeu,! . welche in hygienischer Beziehung geboten sind und behielt sich die, Entscheidung über die von den Internierten ’ vorgrbrächtrn. Wünsche und Beschwerden vor. Bis am weiteres v er dl eiben' die ungarischen Kommunistenlührcr in K a r l st e i n. dem Rechtsstaat Angarrr. Wie der „Abend" dem „Az Est" vom 10. d. M. entnimmt, ist rin Wiener Großhändler' namens Baruch Reich vm 15. Dezember auf der. Reise nach Budapest m Komorn von - Otsizieren und Soldaten aus dem Zuge grhoü- und. e r m o r d e t. worden. Gleichzeitig ist ein Herr Singer, der mit ihm fuhr,, veischwundtu. Schon vorher wurden die Kaufseure Groß und' Müller in Komorn veihailel und sind seither verschollen. Du' Täugkeit der magharochen Räuber in Uniform fet der Friedenskonferenz angelegentlichst empfohlen.

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