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Wiener Morgenzeitung · 1920-01-22 · Heft 360 (22.1.1920) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 360 (22.1.1920)
Date
1920-01-22
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Gelte S /Men. Donnerstag bis sogenannten Produzentenraffinerien, welche über eigenes Erdöl verfügen, einen etwas anderen Standpunkt vertreten können. Es macht sich im übrigen bei den reinen Raffinerien die Tendenz bemerkbar, so rasch als möglich in den Besitz gut produzierender Schächte, beziehungslose Terrains zu gelangen, toetf auf die Dauer die regelmäßige Sicherstellung des Rohproduktes die Grundlage einer zielbewußten Geschäftspolitik bilden muß. So hat in letzter Zeit die Raffinerie Limanoba der franzöfi'chen Petroleum-Licht- und Kraft-Gesellschaft durch Angli?derung der „Karpathen-Adler", Gesellschaft m. b. H. in Borhslaw, versucht, sich eine sichere Erdölbasis zu schaffen, ebenso hat die französische „Groupe du Nord" durch Erwerbung der Raffinerie Jedlicze versucht, ebenfalls in die Reihe der Produzentenraffinerien zu treten. DiesO,. durch 'Generaldirektor Pr. Arnold Segal vertretene französische Gruppe, welcher bekanntlich auch der Graf Mougeot in Lille nahesteht, befindet sich auch in enger Fühlung mit der Galizischen Karpathen-Petroleum-Gesellschaft, bei welcher andererseits wiederum, wir kürzlich gemeldet, wurde, die Majorität ihres Aktienbesitzes an eine französische Gruppe unter Führung der Firma Bernard Fröres & Co. sowie der Bank de Paris et des Pays- Bas in Paris übergegangen ist-Diese Konzentrationen auf d^m Gebiete der galizischen Erdölindustrie lassen die Frage der Erdölpreise gegenwärtig in einem anderen Lichte erscheinen, als vor einigen Monaten. In Regircungskreisen selbst ist man geneigt, den Wünschen nach Erhöhung der Preise zum Teil Rechnung zu tragen. Die starke Beteiligung französischen Kapitals wird ebenfalls bei der Bemessung, des Rohölpreises entsprechend in die Wagschale fallen. Bei der außerordentlichen Bedeutung, welche die Mineralölindustrie auch als Grundlage der Valuta- und Anleihepolitik des jungen polnischen. Staates besitzt, muß man den nächsten Entscheidungen in der Frage der' Erdölpreise mit besonderem Interesse entgegensehen.' Wie verlautet, besteht seitens der polnischen Regierung die Absicht, die gesamte Exportorganisation der Erdölindustrie staatlichem Einflüsse zu unterwerfen. Ebenso ist auch eine national-polnische Organisation der reinen Erdölproduzenten unter Führung des. ehemaligen Ministers.. Dlugosz in Bildung begriffen. Die Vermögensabgabe in -er. Tschecho- Slorvakei. Prag, 21. Jänner. Laut Beschluß des letzten Mrnisterrates wird der Nationalversammlung m der allernächsten Zeit die Regierungsvorlage über die Vermögensabgabe unterbreitet werden. Für die Beurteilung der Vermögensverhälmiffe ist alsStichtag der 1. März 1919 festgesetzt. Die Abgabe ist vom Vermögen und vom Aermögenszuwachs der p H y f isch e n und der i u r i st r s ch e n Personen zu entrichten. Bezüglich der physischen Personen unterliegt der Vermögensabgabe der ganze auf dem Gebiete der tschecho-slowabschen Republik befindliche Besttz. ohne Unterschied, ob es sich um einheimische oder fremde Staatsangehörige handelt. Personen, die sich m der tschecho-slowakischcn Republik länger als em Jahr aufhaltcn offer hier wohnen, sind auch bezüglich ihres im A U s l a n d e befindlichen Besitzes abgabepflichtig. Das abgabefreie Minimum wurde mit K 10.000 festgesetzt. ■ , Die Abgabe vom«V ermogenszuwachs wird von dem K 5000 überste gcndcn Unterschied zwischen dem Vermögenswerte vom 1. Jänner 19l4 und jenem vom 1. März 1919 berechnet. Der Abgabesatz steigt von 1°/» bis zu 30% bet einem Vermögen bis zu 10 Millionen Kronen und bezüglrch des Vermögenszuwachses von 5% b'.s zu 40% bei einem Zuwachs von über lv Millionen Kronen. Bezüglich der juristischen Personen, gelten analoge Grundsätze. Das gesamteStaatsvermögentft abgabefrei. Bei juristischen Personen beträgt das abgabcfrere Minimum K20.0C0. Die Sätze bewegen stch von 3% brs zu 20%. Die Vermögensabgabe ist in sechs halb» lährigen Terminen zahlbar. Sie kann entweder in barem Gelbe oder unter gew'ffen Umstanden mit Immobilien oder mtl inländi« scheu pupillarsicheren Wertpapieren entrichtet werden. Die Tschechen und die Oesterreichisch-ungarifche * Bank. Prag, 21. Jänner. Wie „Narodnt Listy" meldet, haben gestern die tschechischen Aktionäre derOesterreichisch-ungarischen Bank eine Sitzung abgehalten, in der Maßnahmen gegen das ständige Steigen der Aktien dieser Anstalt an der Wiener Börse besprochen wurden. Ein endgültiger Beschluß wird in einer demnächst stattfindenden gemeinsamen Beratung mit den deutschen Aktionären gefaßt werben. (Die Kurssteigerungen des genannten Papieres in den letzten Tagen stehen in keinerlei Verhältnis zu der traurigen Lage der Notenbank. Was hat dieses Institut,' bas vor der Liquidation steht, von der Zukunft zu erwarten, wodurch Kurssteigerungen von 1000 Kronen an einem einzigen Tage irgendwie gerechtfertigt wären? Wie wir hören, zirkulieren Gerüchte, wonach man hier zu glauben geneigt ist, daß der noch vorhandene Metallschatz der Bank nach erfolgter Auflösung des Institutes an die Aktionäre verteilt werden soll. Und was' würde die Entente dazu sagen? (Die Red.) Das beabsichtigte Handelsabkommen zwischen den Verbündeten und Rußland. London. 21. Jänner. (FunksPrucA) Das zwischen den Verbünd'ten und dem russischen Volke in Aussicht genommene Handelsabkommen wird auf einer Reihe von Voraussetzungen aufgebaut sein: 1. Der Wert der narl' Rußland in einer bestimmten Zeit auszu- Msühreuden Güter muß dem Wert der von dort äuSiührendeu Güter muß dem Wert der von boxt aus- "'a'i3 befindlichen ru'-uchm Hände sürerwachungslörperschaft /Centrosoyus) wird >ich in dem Augenblick der näheren Besprechungen nach MoSkau be« Wiener Morqenzeitnnss Intenationale. Wien, i., sohottenring 2t. Filiale: Karlsbad 559 Alle bankgeschäftlichen Transaktionen für du ln- und Ausland. Einlagen gegen EinlagebQcher zu den kulantesten Bedingungen. Taler ramme i lote bank, Wien. Telephon«: 13478, 13090, 10431, 12000, 10168, 10210. geben, wo sie mit Funkspruch auS Moskau verständigt werden wird, daß die Bauernvereinigungen dem ßlustauschverkehr zustimmen und die damit verbundene Verantwortung übernehmen. 3. Die Hauptleitung der Bauernvereinigung in Moskau muß feststellen, ob «S ihr gestattet fei, Getreide, -Flachs usw. auS Rußland auszuführen, und ob sie Transport und andere Erleichterungen erhalten könne. 4. Nach Erhalt bestimmter Zusicherungen in dieser Beziehung wird die Moskauer Hauptleitung ihre Entschli ßungen an Berkenheim in Paris Mitteilen. 5. Wenn die. Hauptleitung in Moskau bereit sein wird, die auf sie fallende Verantwortung zu übernehmen, werden Centrosoyus und die anderen, auf der gleichen Grundlage arbeitenden russischen AuSlandsorganifationen feste Verträge für die Lieferung von Getreide, Flachs usw. abschlreßen, sofern man sie mit dem vierten Teil des vollen Wertes der Vertragsverpflichtnngen, sei es unmittelbar oder' durch britische, französische oder italienische Genossenschaften oder durch Privatkaufle'ute finanziert. 6. Der restliche Teil der erforderlichen Kredite werde entweder aus eigenen, in London und Paris vorhandenen Mitteln oder durch Vereinbarungen mit britischen, französisch?» und italienischen Genossenschaften oder durch Privatbankiers oder Kqüfleute beigestellt' werden. 7. Die Bauernvereinigungen müßten did mit diesen Geldern erworbenen Waren sogleich in die Häfen deS Schwarzen Meeres zwecks Verschiffung bringen, bei Beschlagnahme jedoch den Verlust selbst tragen. 8. Die Hauptleitung in Moskau müsse versuchen, die Zuweisung von mindestens vier ganzen Eisenbahngarnituren für die Verfrachtung der Güter von und nach den Schwarzen-Merr-Häsen zu erlangen. Falls dies untunlich sein soll, würden der Centrosoyus und seine Mitbeteiligten einen Teil ihrer Kredite zum Ankauf von Wagen und Maschinen in den verbündeten Ländern verwenden, jedenfalls aber eine Anzahl von Lastwagen zur Unterstützung der Eisenbahnen »rach Rußland senden. 9. Sobald das Abrolürn von Getreide, Flachs und anderen Rohstoffen nach den Häfen des Schwarzen Meeres tatsächlich beginnt, würden die mit den Käufern geschlossenen Verträge erweitert, werden, bis sie die gesamte verfügbare Menge -^sjedqnsallS sticht weniger als eine Million Tonnen Gstreihe umfassen würden. (Obwohl die Entente noch imrnd^ gegen Rußland Krieg führt, scheint sie dennoch bereit zu sein, Handelsverträge mit ihm abzuschließen, ein Widerspruch, der bisher unaufgeklärt ist.- Die Red.) Wirtschaftliche Nachrichten. In P a r i s notierten am 20. d. M. Kronennoten 4.—. — Die Amtszcitung in Rom -veröfsrnilicht ein königliches Dekret,, womit die K o r n- und Mehlzölle biS auf weiteres a u sgehoben werden. — Die belgische Kammer nahm einstimmig eine Gesetzcsvorlage an. wodurch die Regierung ermächtigt wird, eine Anleihe von f ü.n s M l l 11 a r d e n F r a n k s abzuschlicßen. Die Berliner Malter bringen eine Meldung über den dauernden R Ü ck g a n g der Leistungen in den Eisenbahnwerkstätten. Besonders an betriebsfähige Lokomotiven macke sich der Mange l nnangenrhm geltend. — Das polnische Amtsblatt „Monitor" veröffentlicht eine Verordnung betreffend die E r h 8 h u n g der S v i r i t n s- und Branntweinv reise in Klein polen. Der S v i r i t u s p r e i s beträgt nunmehr K 74.05 pro Liter, der Preis für rektifizierten Alkohol K 43,—. Rapides Ansteigen des Schweizer Stickerei- und Spitzenexporter. Bern, 20. Jänner. (Privat.) Die letzte Schweizer Handels" statistik weist für das erste Dreivierleljahr 191g einen Export an Stickereien und Spitzen im Werte von 32t.817.999 Franken in emem Gew'chte von 63.587 Meterzentner gegenüber 212,000000 Franken und 86.700 Meterzentner in derselben Zeit des Vorjahres auf. Dabei handelt es stch mm großen Teile um solche Stickereien, die schon seit geraumer Zeit ans Lager sich befanden, waS insbesondere von jenen Stickmeien gilt, die nach Deut'chland, O e st.er reich, Polen» Galizien, Serbien, Rumänien usw. ausgeführt wurden und die allein einen Wert von rund 160,000.000 Franken repräsentieren. Die Lage im 9ftrarrer Revier. Miihr.-Ostrau, Li. Jänner. Mckechö-slow. Preßbur.) Infolge deS Ausstandes im Ostrauec und Kammer Revier betrug die Kohlenförderung in der Woche vom 12. bis 18. d. M. nur 676.287 Meterzentner, so daß das. wirtschaftliche Leben der ganzen Republik ernst bedroht erscheint. D>e komp teilten Faktoren sind bemüht, die Verhältnisse im Revier baldigst, zu regeln. Heute vormittags fand h'tr eine Beratung von Delegierten. Vertrauensmännern und Sekretären der Arbeiterschaft statt. Die Vertreter der Arbeiterschaft brachten die Teuerung und den Wucher zur Sprache und stellten die Forderung auf, daß die Regierung Sofort energische Mahnahmen in diese' Beziehung anordne Der Vertreter des MmlstmumS des Innern betonte, daß das Ministerium zu Verhandlungen bereit fei. jedoch auf der Forderung besteh-,' daß die Arbeiterschaft sofort die Arbeit wieder a u s n e h m e. incu iit nffen Diei?!aoen. fltetmrtitnrtit unter uinuiiiic. Narbl'äiid"r mr alle Systeme. erÄlaMge» Mat-rial. Lcop. Kurzer, Wien, v!I., Westbahirsttaße 23. Teledvo« 31537. w 22. Jänner 1220 Sir. M Die Arbeiirrdelekiierten einigten stch sodann über die Forderungen der Arbeiterschaft, bte morgen den Vertretern bet Bergme'ksbesitzer vorgelegt werden sollen. Die rntermintsterirllt Kommiision wird vormckrags über die Forderungen der Bergtewie und nachmittags über jene der ganzen Arbeiterschaft beraten. Ein neues Eisenbahnprojekt in Polen. Warschau» 19. Jänner. Privat.) Im GisenbahnministerlnO 'ist daS Projekt einer Eisenbahnverbindung N o w y T a r «— Szczawnie e-S tarySac z—B i a l a anSgegrbriW worden. Die Petschekinteresien in Deutschlaub. In der m Berlin abgehaltcnm außerordentlichen Generalversammlung der , Eintracht", Braunkohlenwrrke und BrikettSsabrik-A.-G^, .d«e sich mit dem Antrag der Verwaltung .aut Ausgabe von Tetlschuld, Verschreibungen im Betrage von 10 Millionen Mark und mit der Verdoppelung dyß 10 Millionen Mark betragenden Kapitalzu beschäftigen hatte, machten zwei Rechtsanwälte im Aufträge der Dresdner Bank, als deren Hintei mann der Bruder de- Aufirchts» r atsvorsitzend tu Ignaz Pelschek vermutet wird, gegen du Anträge der Verwaltung Opposition. Sie stellten zunächst den Antrag, die Beschlußfasiung über die Anträge der Berwaltuns bis zu der ordentlichen Generalversammlung zu vertagen» Dieser Antrag wurde mit 7414 Summen aegen dr« 321 Stimmen der Antragsteller abgelehnt/ Die Opponenten! brachten dann einen neuen Antrag dahingehend ein. daß dir neuen Mittel nur durch Ausgabe von Obligationen anfgebracht werden sollen. Diesen Antrag bekämpfte der Vorsitzende rmt dem Hinweis darauf, daß dieselbe Dresdner Bank, die diesen Antrag hier stellen ließ, ihm bei anderen Gelegenheiten wiederholt vorgehalten hat, daß das Aktienkapital in einem richtiacn VerhaltmS zu der Obligaiionenschuld stehen muß. Jedenfalls dürfe orese niemals größer sein, als jene.Anch dieser Antrag wurde mrt dem« selben Stimmenverhältnis abgrlrhnt und die Anträge der Verwaltung genehmigt. Gegen sämtliche Beichlüsie gaben die opponierenden Aktionäre Proiest zu Protokoll. Wie die Verwaltung mirtellt, hat dre Gesellschaft rm Jahre 1919 wieder befrledv grnd gearbeitet. Eine günstige D i v i b ende sei zu erwarten. Dre Gelellschafr habe trotz der Revolution rrv abgelaufcnen Jahr ihre volle Jahrcsprodukiion herauswunchaltev können und einen Umsatz erzielt, der den schon im Vorjahr ftarl gestiegenen wen übertrisst und auch die Uuvätze jedeS vmherigen Friedcnsjahrcs. Balutenkurse. Nach dem letzten stärkeren Rückgang haben die fremden Zahlungsmittel im gestrigen freien Verkehr Meder ungezogen. ES notierten: Leinoten ^.o.80, Rubklnotenll 8.20, Marknoten I! B.85, S t % t K 20.75. Dv! larL 802.-. Dlv Anleihe Hollands an Deutschland. Die Mmachrmy zwischen Holland und Deutschland über eine Anleiya von zwerhunderr Millionen Gulden ist nun znv stände gekommen. Die Verzinsung beträgt 6 Prozent, dis Ilmlaufzeit beläuft sich auf 10 Jahre. In der Abmachung ist vorgesehen, daß Deutschland ein Quantum von «'inrr Mrllron Tonnen Steinkohle an Holland liefevt. Heber die werteren Bestimmungen ist einstweilen rrichts bekannt, es steht nur fest, daß die Abmachungen auf der Basis eines Beredelungs« Wirtschaftsabkommens aufgebaut sind. Keine Festsetiung beS KronenkurfeS an der Warschauer Börse. Aus Warschau wird unL telegraphiert: An der Warschauer Börse wurde stillschweigend beschlossen, hon der tstgllchsn Festsetzung des Kronsnkurses abzusehen. Der Kurs* zettel der Warschauer Börse trägt bekanntlich nichts dtzn Charakter amtlicher Notierungen, da der Warschauer Borssnverkehr noch nicht für offiziell erklärt worden ist, Keine Berhanblnngen Manfred Weih' in Prag. - Von autoritativer polnischer Seite worden die «Polnischen Stimmen" zur Erklärung ermächtigt, daß die von einem hiesigen Blatte gebrachte Prager Meldung, als wäre em Hohn des bek-mnten Fabrikanten Manfred Weiß in Warschau eingetroffen, um dort mit der polnischen Negierung über den' Bezug von Rohstoffen auS Polen für die Munitionsfabrik in Cfepel zu-verhandeln, auS der Luft gegriffen ist. Lampen- und Metallwarenfadriken 51. Dktmav, Gebrüder Vrünner A.-G. In der unter dem Vou'itze des Plüsidentrn Direktor Marinre Krnßnh-K-rosfieu stiüigefundenen Sitzung des VenvaltungSrarcs der Lamvmuns Metallwarenfabriken R. Dmnar, Gebrüder Brünner A-.G. wurde rinstimm g beschlossen, Herrn Leo M a h l e r als Müglied deS VerwaltungSrateS zu. kooptieren und die blskier>gen Prokuristen der Gesellschaft, die Heu en Heini ick Müller- und Karl T a u b i n g e r. zu Dircktoren-Etellvertrelern zu ernennen. Pranchenenqueten über Gin«, Ans- und Durchfuhr. Die von den Handels- und Gewerbekammern. vom Haupiverband der Industrie Drutschösterreichs und dem Grenuuw der Wiener Kaufmannichast geplanten gemeinsamen Branchenenqueten über die Durchführung der neuen BollzugSanwenung betreffend die Emrichtung und den Wirkungskreis der Zentralstelle tür Ein-, AuS- und Durchsnhrbcwilligungen mußten Wegen der verfügten Einstellnng des P-rsonenzugsverkehrcs. um den Interessenten aus den Ländern die Teilnahme an den Beratungen zu rrmögllchen» auf nächste Woche verschoben werden und beginnen D r e n S t a g den 27. d. M. mit der Beratung über Textilstoffe und Textilwaren. Forderungen gegen die liquidierende ungarischß Hanfzentrale. Die l!quldiermde ungarische Hanfzmtralc A.-G. fordert sämiliche Forderungsberrchtigten auf, thre Ansprüche bei ihr anznmelvcn. Nähere Auskünfte durch die SchutzstEeK Mi deutschösterreichische Vermögen im AnSlande, Wien, l., Stubenring 8-10. Forderungen gegen die ungarische Warenbe« fchaffungszentrale. Die Zentrale der WarenbeschastungS» erpositnren in Budapest, l V., Vacsi-ut 20, wird l l q u r d i e r t. Gläubiger haben ihre Äi'stnüche unverzüglich Kältend zv machen, weil ste sonst Geiahr laufen, bei Ausschüttung der Mgss, nicht bei ücksichtigt zu werden, Die Anmeldung der Ansprüche kann durch Vermittlnng der Schutzstelle Mr deutschösterreichische Vermögen ,m Auslände, Wien, l., Stnbenring 8, erfolgen. Konkurs. Vom Wiener Handelsgerichte wurde bei der ersten Gläubigerverfammlung im Konkurs der Firma Franz Arnold $ C o., Äagnergafie 1, der Mastavenvalter Dr. Friedrich Hardimuth bestä'igt. In den Gldubigeraußschuß gelangten Dr. Franz Pewlt, Hans Müller .n Firma H. Schösfl und Karl Vernarbt als Mitglieder, ferner Dr. Jakob Frirdländer als Ersatzmann. Ausgleiche. Vom LandeSgerichle Wien würbe das AuS» alrichSverfaliren über das Veimögen des Oskar Für,st, Kürschner, Vl.. Stumpergaße kb. eingeleuet. AuZglcichskomm'ffär: Dr. Anton Ehwoika; Äusgieichsvexwalter: Otto Fuchs, U. Große Schisigasse 22. Anmeldesnit : 25. Februar. AusglrtchStagsatzung: 8. März, 11 Uhr. — Vom LandeSrei ichte Wien wurde das Ausgleichsverfahren über das >''kunögm des Theodor K ü r t, ehemals Gescllichaiter der Ftinia Kürt L Goldberger, jetzt Kauf« wann. 1l., Wohlmuthsiraßr 10, eingeleiler. ÄusgielchSkommisscir: Dr. Ludwig Laub; AuIgleichsverwalter: Samuel stöwy. Mare Aurclstrahr 7. Am"eld^snst: 16. Februnr. AnSgt^chsiaasavung; 24. Fcbruar, %ll Uhr. 54544

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