Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 360 (22.1.1920)
- Date
- 1920-01-22
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 86% known words query
- IRI
…/2979076-2979416-2979438--03174-2988774- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
(Seite 4 Men. Donnerstaff Wiener Morgenzettung . 22. Jänner 1926^ Nr. 36k) Dr. Bernhard Mün;. Herr Erusi??i* ii ( l r v Utnebt uns' 'lau 17. Darüber ist s'.er Dr. B e r u a v d '))} ii u \ aesio-l eu. 0cit Jahrzehnten :inc der zwar w.-ni.r fr-botf,«!•?»<■«<«, nJ.'Cf duck, ryplschm Gewalten <;«!"' e'Yen Wiener iüdu'üu-u/?ctu'fist-'!ler- und Geiehrrcnaen.vrari.'n. dem das i iib ii d> - w ff ei! fd) a 11 di c Vcbcit ut Wien >adnrll, me-Eu oeEumden er'chenrl, da'? er, >eit mehr als dreißig fahren m d'r ^rl'lratdek der llraeniischcri Kuliusgememde tätig, »tefcluc ü:t Jalnen le tele. In c:ncni Heilten mä (midi eu Städtchen in echt indischem Utll'eu mi^aewcrchsen. dewntiue er sein Leben laug eine imnge slnbängtichkeii an a'!es Indische, namen'.I'.ch in jenen Formen >cS tonservaiwen Inden'.mns. von denen der Tang seines eigenen?ebens chn doch v'.el'ach abinis lühne.. Mehr als d es aber war r n ganzes nlnlo'opbiick.es Gedanteuleb'n immer nach den Richtlinien des Iu^nimms orientiert. Piünz' 3tnbicit und wisicnschaft- Üch-l!teraii>Äe Ärbenen bewegten sich in luibeien Jahren^ hauvt- Lchlich aut philosophischen Geb ern, nomeutlich deinjenigen der §thit und 'der älteren gnechischeu Muloiophie (in „Lebenstnd 2i?eltsraaen", „Protogoros und kein Ende" und anderen LÄn'tenX water namevtlirfi auf jenem eigcmnmltchen G"nzzebi't von Gedanke, und Dchnina, wo es galt, aus dem Biozravbnchen und L'lerar'schen tl vffschec oder zeitgenössischer Perönl'.chkeiten. nnuchmil auch solcher, die dem großen Publikum nnriick er wr, en. ibre philosophischen oder pädaaogisch-elhischcn Rrundanichauungen bcivoi zuholrn. In solchem Sinne schrieb er ium Beispiel über Shakespeare und Hebbel, über Frohschammrr, Xedtendacher und Huionyrnns Loiin, über Bjvrnson und Marie >elle Grazie. Eme leutselig geselliZr Natur brachte ihn zu zahlreichen Kreisen und Peisönlichkeitcn m wechselnde Beziehungen. Zur noderuen jüdischen Bewegung konnte Münz freilich keinen festen ^tandpimkc gewinnen, .obwohl er derselben zeitweilig, insbesondere n der srübeu Herzlichen Acra und auch als Mitarbeiter der .Welt" und anderer nationaler Zerlschrislen, sehr nahe stand. Zincn besonderen Beweis warmen ZrügmrnengehöngkensgeWls zcrb er m den Tagen des großen Flüchllmos.znslrvins, in denen :r den geistig Bedürftigen mit seltener Herzlichkeit rn bezug auf sie Beurchu.ng der Büchmchäye der Bibliothek entgegenkam. Die Internierten in Karlstein. Entlastung einiger ungarischer Kommunisten. Gestern vormittags begaben stch der Staatssekretär T l d c r f ck und der Polizeipräsidenr Schober nach K a r lw e i n, nur sich über die Verhältnisse der Internierten zu unternchten. Die Internierten von Karlstein hatten kürzlich beschlossen, ieute nachmittags in den H u n g e r st r e r k zu treten. Dre Gründe legten sse dem Staatssekretär E l d e r s ch, dem sie oon ihrem Entschluß Mitteilung machten, dar : sie seien in steter Lebensgefahr, da ihnen die dortige Bevölkerung, die sie mit Nahrungsmitteln versorgen solle, übel gesinnt sei. Sre baten den Staatssekretär, eine Untersuchungskoimniision nach Karlstein zm mtsenden und ihnen den freien Aufenthalt.an i \ n e ui anderenOrte, wo das ihnen gewährte Asylrecht «ehr geachtet würde, zu ermöglichen. * * Am 15. und l6.d.M. wurden die imgarsschen Kommunisten §ugen B a r g a, Joies L e n g y e l, BÄä Ruda s, Gustav S ch l e s r n g e r, Gustav T y r m a n n. Dr. Ladislaus K u d a s und Dr. Franz R a k o s und der polnische Kommunist Samuel B a r a s ch aus der Jnernicrungsstation m Karlstem ander Thaya entlassen und nach Wien abreiscnd gemacht, woselbst äe vorläufig Aufenthalt genommen haben. Es sind dies Personen, zegrn welche dermalen kern strasgerichtliches Verfahren schwebt. seit Jahren mit Lobnverhältniffen zufrieden geben, die man lljährrgcn ungelernten Hilfsaxbeiterinnen nicht zu bieten wagen würde. Nkona'sgehälicr, die von einem Minimum von K 150.— bis zu einem Manuium von X 600—. gehen, sind heute kaum als Lebensmöglichkru zu bezeichnen und der Erwerb durch'Privatstunden ist zu einem mehr als problematischen geworden. Bor Monaten versprach das StaatSamt für Unterricht den Mitgliedern der Organisation einen „Anerkeymmgszins" von K 600.—, der aber noch immer nicht zur Auszahlung gelangt ist. Die Oesfcutlichkeit soll wissen, daß die Forderungen der Lehrerinnen wahrhaftig nicht unbe'chclden sind, sondern, daß das Staa'samt für Unterricht' mit seinem Mangel an Verständnis schwer arbeitende Menschen dem Elend ausliejert. * Unsere künftigen Dabaüpveift. In der Bevölkerung ist vielfach die Meinung verbreitet, daß nach der voraussichtliche Uebernahlne des DabakmonopM durch eine holländische oder amerikanisch-holländische Gesellschaft' unsere Rauchsacheu nicht nur eine Vermehrung, sondern auch eine ' Verbilligung erfahren werden. Von zuständiger Seite wird uns mitgeteilt, daß die Vermehrung vor dem Herbst kaum zu erwarten ist. Von einer Verbilligung kann keine Rede sein. Bei unserem jetzigen Valutastande kostet zum'Beispiel eine Virginiazigarre 1 Centime, eine Britanica nicht ganz 2Vo Centime, eine Egyvilsche 1 Centime, ein Paket feinster Türkischer, aus dem 40 Zigaretten gestopft werden, 40 Centime. Unsere Krone müßte unbedingt auf mindestens 20 bis 25 Centime steigen, damit nur die heutigen Preise gehalten werden könnten. * Ein mysteriöser Fall in Weidling. Ueber den gewaltsamen Tod einer alleinstehenden Frau, die in ihrer Wohnung in Weidling bei Klosterneuburg, erschossen aufgefunden worden ist, wurde der Wiener Polizeidirektion Mitteilung gemacht, und auch hier bemüht man sich, die Art des Todes zu erklären. Am 17. d. M. um 8 Uhr abends wurde nämlich die 57jährige Private Helene Edel mann in ihrer Wohnung in Weidling im Bezirke Klosterneuburg, Reichertgasse 18, erschossen aufgefunden. Die Ortsbehörde wurde verständigt und auf Grund der Tatbestandaufnahme wurde zunächst angenommen, daß sich Frau Edelmann selbst erschossen hat. Ausfällig war, daß Frau Edelmann erst in der jüngsten Zeit ihr Haus in Weidling um den Preis von 112.000 Kronen verkauft hat. Sie hatte auf den Kausschilling eine Anzahlung von 85.000 -Kronen erhalten. Die Summe hätte unbedingt in der Wohnung der Erschossenen sein müssen; sie wurde aber nich t aufgefunden. Das Fehlen des Geldes läßt den Tod der Frau, in Dunkel gehüllt erscheinen, und deshalb wurde auch dem Wiener Sicherheitsbureau von dem Vorfall Mitteilung gemacht, und auch diese Amtsstelle ist bemüht, das Dunkel aufzuklären. * Spende. Wir erhielten.- von Herrn Moritz Fischbach, Villach, K 200.— für die „Jüd. Kindersreunde". * Verlobung. Vorgestern verlobte sichHerrSimon Mayer aus Maltersdorf, Mitchef der ^irma Brüder Mayer, Wien—Budapest, mit Fräulein Gisela Schreiber. * Der Postverkehr mit Sowietrutzland eröffnet. Aus London wird gemeldet:.Auf Grund der Verhandlungen zwischen O'G r a d v und L i t w l n 0 w ist der P 0 st v e rk e h r zwischen den Ländern der Verbündeten und Sowietrutzland ermöglicht. Die Briefe, werden durch die Sowletbehorden übernommen und durch sie den Empfängern zugestcllt werden. Eingesendet. Die Volkszählung. Stadtrat Svesser lSozialdemoftat) berichtete in der gestrigen Sisung des Smdtrates über die außcroidcntliche Volkszählung, welche nur dem Stichtagedes 21. Jänner 1920 -urchgeiührt wird. Darnach werden bei dieser Volkszählung im zanken in Wien 115 Beamte, 54 Hilfskräfte und 22 Diener beschäftigt werden. Die Kosten werden stch auf K 135.000 stellen. Bei der letzten Volkszählung waren 763 Beamte, und Hiliskräste und ^außerdem durch 3 Tage für die Vornahme der allgemeinen Revisionen 3(00 Lebrer beschäftigt. Damals betrugen die Kosten K 3n7.000. Die Reserentenanträge wurden angenommen. Der H2rr Profeffor als Schleichhändler. Erhebungen des Kriegswucheramtes haben jüngst ergaben, daß der in Krems wohnhafte Professor Hugo Eich ler in den letzten. Tagen des Monabes Oktober 1919 einem hier etablierten Kaufmann 2000 Meter sogenannten Zünderstofs zum Preise von 85 Kronen pro Meter verkauft hat. Wie festgestellt wurde, hat Professor Eichler in seiner Eigenschaft.als Invalidental des Gaues Krems diesen Posten von der Hauptanstalt für Sachdemobilisierung für Bekleidungszwecke zugunsten der dortigen Invaliden zum Preise von 3 2 Kronen pro Quadr atmetet zu gewiesen erhalten. Bei Durchführung dieses Verkaufes hat sich Professor Eichler des Hilfsarbeiters Josef'Hitsky, 16. Bezirk, Grnndsteingasse 15, und der Kaffeehausla'sierin Magdalena Vehburger, 14. Bezirk, Schweglerstraße 26, bedient. Professor Eichler wurde daher wegen Betruges und Preistreiberei der Staatsanwaltschaft angezeigt. * Wie der tschechische Postminister die Post kontrolliert. In den Prager Blättern finden wir die folgende amiliche Kundmachung, die leider nicht. auf Wien ausgedehnt werden kann. „Der. Postmmister erhält Berichte, daß ,er Briese und Zeitungen erhalte, während dies bei anderen Bürgern keineswegs der Fall sei. Aus diesem Grunde ersucht der Minister, daß er von jedem einzelnen Fall einer verspäteten Postsendung benachrichtigt werde, denn nur so sei die Einleitung einer Untersuchung möglich und Remedur zn schaffen. DerMlNister selbst bat in v erschiedenen Brief ka st eninPrager V 0 r 0 r t e n B r i e f e, die nach Prag an bestimmte Personen adressiert waren, a b g e s ch i ck t, um sich zu überzeugen, wann sie tintrefieu und, obwohl diese Briese an fremde Personen adressiert waren und niemand eme Ahnung hatte, daß sie der Minister ausgegeben habe, trafen sie rechtzeitig em, das heißt, noch am selben Tage, an dem sie ausgegeben waren." ’ Wiederaufnahme des Personenzugsverkehres in Bayern. Aus München wird telegraphiert: Wie amtlich gemeldet wird, wud von D-enstag an der Personenzugsverkehr teilweise wieder ausgenommen werden. Die Schnellzüge 0 21 ab München und v 26 ab Berlin verkehren das erste Mal am Donnerstag. Der Schnellzug München—Salzburg verkehrt ab Freitag wieder. Das Elend der MittelschullehrLrinneu. Wir erhalten folgende Zuschntt: Die Oiganssativn der Lehrerinnen an MLdchenmi'teliclml nt. ein- Grunve w?n etw--» 250 Pijvatynaestcilren, mny lici) angesichts der iinüch-.'urnl reneumg bereits vis Zionistische Besirkssektion Wieden- Margareten (Fraiiengrugspfe) veranstaltet Montag den 26. Jänner 1920 um 6 Uhr abends im Kursalon (Spiegelsaal), Wien, I., Stadtpärk, einen Gesellschaftsafeend. PROGRAMM: 1. Begrüssung. 2. Festrede. 3. Rezitationen. 4. Musikvorträge. T-A-HST 23_ Karten zum Einheitspreise von K 12.— und Familienkarten (3 Personen) K 30.— sind erhältlich bei Rudolf Krauss, V., Pilgramgasse 22, Wilhelm Hoffmann, V., Wiedner Hauptstr. 94, im Zionistischen Bureau, II., Zirkusgasse 33, und an der Abendkasse. Pifgirie 9FiQRIS‘ Wien, I., Graben Nr. 29 Sämtliche Parfüms, Puder etc. Wolff & Sohn, Dralle, Lohse, Schwarz- : lose, Mouson, Prochaska etc. : 900 Manikur-Instrumente, Kassetten, Kammu. Schlidkrotwaren fffir den Export lagernd GOLD BRILLANTENS Platin. Münzen.Perlet), Uhren, falsche Zähne,.alle Silbergegenatände ■ verkaufen Sie am besten direkt dem Juwelier ti. Oofdarbeffer S. Holzapfel, ■ Wien, VI. Wariahilferslrasse 79, .oder Werkstäl.a: I. Wollzeile 17/13, I 'Zahlt höchste Preise, da für eigene Verarbeitung. 901 fl Ich annonciere mit den kleinsten Buchstaben zahle aber die grössten Preise für schöne grosse und kleine Brillanten, Perlen, Dosen, Tassen, Kannen, altes Porzellan, Bronzen, Uhren, antike Möbel, Bilder und alte Zähne. Juwelier- und Kunstaalon Politzer, I., Augustinerstrasse 12. 489 Kein Kandier sondern der Erzeuger und Goldarbeiter Juwelier Loringer I. Graben 28, 2. Stiege, I. Stook,TBr 10 (bei Anton 1. GrUnwald) zahlt die höchsten Preise für Brilla.nten Perlen, jede Art Gold, Silber und Platin etc. 507 Soporierter Eingang mit Sprechzimmer — Telephon 14411 - * Die Budapester Geschäfte morgen geschloffen. Aus B n d a p e st wild . gemeldet: Im Sinne eines Beschlusses sämtlicher Jiitercssenvertreiungcn bleiben m Budapest auö Anlaß , der Landestrauer am Freitag sämtliche Geschäfte den ganzen Tag über g e sch l o.s's e n.- ■» Die Geheimdrulkerei der „Roten Fahne" entdeckt. Aus B e r l i n wird gemeldet: .Der Polizei ist es gelungen, eine der Hauvidruckereirn für hetzerische Flugblätter und. gleichzeitig deiv Hcrstellungsdrt der „Rotcn Fahne" wahrend der Zeit ihres Verbotes zu ermitteln und zu schließen. . * Versammlung der Rechtspraktikanten. Sonntag. den 25. d- M. um 10 Uhr vormittags findet im kleinen Festsaale der Umversitüt eine Versammlung der Rechtsvraktikanteu Wiens statt, um den Bericht des Ausschusses über die Verhandlungen mit der Regierung entgegenzunehmcn und weitere Schritte zu beschließen. * Stellenvermittlungsamt des Jüdisch-akademischen Juristenvereines, IX., Alserstraße 28. Der "Verein errichtet em Stellenvermittlungsamt für seine Milgbeder. Mer die Lage des jüdischen Studenten kennt, der zum großen Teil im Osten — aus bekannten Gründeck — seine Studien weder beginnen noch forlietzen kann, gebe unser en mittellosen Kollegen und Kolleginnen die Möglichkeit, auf ehrliche Welle für ihr Auskommen zu arbeiten, indem srciwerdende Stellen dem ,obigen Vereine vekanntgegeben und Bureaukrafte, Lehrer. Gesellschafter u. dgl. von demselben angefordert werden. AmtSstunden täglich von 1l bis 12 Uhr vormittags. * Zur Schweizer Studentenhilfsaktion. Um alle Unklarheiten zu vermeiden, wird nochmals daraus aufmerksam gmiacht, daß Gesuche um Zulassung zur Schweizer Hilfsaktion direkt nach Bern einzureichen sind. Die v 0 l k st ä n d i g belegten Gesuche sind mit eingeschriebenem Expreßbrief zu senden an das Schweizerische Studente n-H ilfsk 0 m i t t e (Sektion: Wiener Studenten) Bern, Effingerst r a ß e 6 a. * Verlorener Pah. Im Warteraum der „S 0 z i a l e n Hilfsgemeinschaft" Anitta Müller, H., Praterstraße 17, wurde ein Reisepaß, lautend auf den Namen Beile M a m b e r g, verloren. Der redliche Finder wird ersucht, da§ Dokument im Sekretariat der ^Sozialen Hllfsgemeinfchast" gegen Belohnung abzugeben. * Bermitzt. Wer Über den derzeitigen Aufenthaltsort des seit 1915 in russischer Kriegsgefangenschaft — angeblich in Taschkent — sich befindlichen Herrn Emil R auch werg Auskunft zu geben in der Lage ist, wird hoilichst ersucht, seine Angaben im Bureau des Jüdischen Nationalrates, II., Taborstraße 20a, zu machen. __ ' Adolf Stand-Stiftung. Für die Adolf Stand-Stiftung der „Wiener Morgvizeitung" liefen ein von Herrn Kalmann Hammer, Wien II. (anläßlich der Vermählung des Herrn Pinkas Kirschbaum) X100.—; B. Brandes, Wiencr-Neudorf, kl 20.—. Bisheriges Ergebnis X 7267.—. Vereinsnachrichteu. (NachrichlenvonBereinenerscheinenavS* nahmslosnuramTagederVeranstaltung.) Heute: ZionistischeSektionfÜrdiewestlichen Bezirke Wiens. Heute Bortrag des Herrn Aron Schwert fing er: ,Die Bibel im Lichte moderner Anschauung." Verbandsheim, VI., Amerlingstraße 19, Hofstiege. Mezzanin. Beginn V,7 Vlb*. Gäste willkommen! — Zionistische Bezirkssektion Als ergründ. An- "Meldungen für hebräische Kurse für Anfänger, Vorgeschrittene und Kinder werden täglich im Lokale, IX., Liechtensteinstraße il/18, von 3 bis 6 Uhr nachmittags rntgegengenommen. — Zion istische Bezirkssektion Alsergrund, Jugendgruppe. Um 5 Uhr (Seminars Dr. Heinrich K i e w e: Grundbegriffe des Zionismus. — V e r e i n F r e i e I ü d i s ch e Volksbühne. Bei der am 6. d. M. stattgefunvenen zweiten ordentlichen Generalversammlung ist eine Erhöhung deS Monatsbeilrages von X 3.— auf X 6.— und eine Stawtenanderung betreffend die Vereinsleitung befchloffen worden. Zum Obmann wurde Herr Dr. Elias W a t t e n b e r g gewählt. Die Ernährung. Der Marktbericht. 4 Die Lage auf den Wiener Märkten gestaltet sich von To cs zu Tag trostloser. Die Beschickung der meisten Marktgebiete ist kaum nennenswert. diePreife sind so,hoch, daß die Kaufkraft des Publikums vollkommen erschöpft ist mid manche Anikel, die in größeren Mengen angeboten werden, fast unbeachtet bleiben müffen. Auf den G r ü n w a r e n- Märkten herrschte auch gestern empfindlicher Mangel an befferen Gemüsesorten; angeboten waren bloß Rüben aller Art, von diesen manche sogar über Bedarf. Auf dem O b st m a r ,k t waren teuere Aepfel zu sehe», die aber wegen des hohen Preises wenig begehrt waren. Die Großmarkthalle hatte so gut wie gar kernen Verkehr aufzuweisen. Zur Verfügung standen bloß 400 Kilogramm Rindfleisch und etwas über 500 Kilogramm Würste. Der Fischmarkt und der Geslügelmarkt waren ohne jede Zufuhr geblieben. Ausgabe von Koscherfleisch. Wegen Abschaltung des elektrischen Stromes konnte da- Fleisch aus den Kühlräumen des Lagerhauses St. Marx nicht herausbefördert werden. Demzufolge mußte die für den 20. d. M. anberaumte unentgeltliche Abgabe unseres koscheren Fleisches unterbleiben. Im Falle der Wtedereinschalttmg des Stromes findet dir Fleischausgabe nächste Woche, Dienstag den 27. d. M., ordnungs gemäß starr. Mitteilungen der ^Rohö". Zentralmagazin, VHI., Pnristengafse 19: Corned-Bees in kleinen Dosen, Erbsen. Bohnen, Obstcreme, Schokolade. Vanillezucker, Malzkaffee. LucuS-Toiletteseise, Sardinen» Dörrzwicbel» Hausvastete. Gulaschtabletten, Bari, Leinenstaubtücher, Badetücher. Reibtücher, Pilsner Flaschenbier von 8 bis 12 Uhr und von */,8 bis 5 Uhr. —1„ Nibelungengasse: Abgabe von Acpseln, Corned-Beef, Schokolade, Obstcreme, Marmelade, Hauspastete, Pfeffer, Paprika. Punsch von 6 bis 12 Uhr und von V*8 bis 5 Uhr. — U., kV., V. Bezirk: Aepfel, Corned-Beef, Obstcreme. Marmelade, Schokolade, Hauspastete, Schweizer Risotto und Bohnen von 8 bis 12 Uhr und von V»3 bis 5 Uhr. — XIII. Bezirk: Obstcreme, Schokolade, HauSpafiete, Pfeffer von 8 bis 12 Uhr und von */a3 bis 5 Uhr. — XVII. Bezirk: Obstcreme, Schokolade, Marmelade, Corned-Beef, Hauspastele. Pfeffer, Seife. Reibtücher» Retbbürsten von 8 bis 12 Uhr und von V,3 bis b Uhr.— XVIII. und XIX. Bezirk: Corned-Beef, Aepfel, Marmelade, Schokolade, Pfeffer. Essig, Schweizer Rtsotto und Bohnen. Paprika, verschiedene Kleimgsitten von 8 bi^ 12 Ubr und von V-3 bis 5 Ulit. '