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Wiener Morgenzeitung · 1920-01-21 · Heft 359 (21.1.1920) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 359 (21.1.1920)
Date
1920-01-21
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite«' Wen, Wwwbiss Wiener MörgenzeitnnA i«#WiViTrn« Kommunales. Die Abgabe von höheren Mietzinse». i» Das Gesetz betreffend die Einführung einer Mgabe von höheren Mietzinsen im Gebiete der Stadt Wien ist am 10. Jänner 1920 kundgemacht worden. Diese Abgabe ist erstmalig am 1. Februar 1920 (auch dann, wenn an diesem Tage kein Zins zu zahlen ist, wie zum Beispiel in der Regel im ersten Wiener Gemeindebezirk) von den.Mietern zu entrich e.l, Die Hauseigentümer sind verpflichtet, diese Abgabe zugleich mit den Mietzinsen einzuheben und zugleich mit der Hauszinssteuer an die städtische Steueramtsabteilung abzuführen. Die Hauseigentümer haben ferner bis längstens 15. Februar 1920 bei der zuständigen städtischen Steile.amtsabteilung eine Mietzin?abgab>e kläruug (Fassion) in ziveisacher Ausfertigung einzureichen.. Die Abgabe beträgt bei einem Jahreszinse oder auf das Jahr umgerechneten Mietzins von ' mehr als . 960 K bis . 1-500 „ , . 1-500 „ . , 2.000 * „. . 3.000 „ . . 5.000 „ „ .10.000 „ , . 15.000 „ „ . 20.000- „ w - 30.000 . mg 1.200 K 1.500 * 2.000 , 8.000 „ 5.000 „ 10.000 „ 15.000 *„ 20.000 „ 30.000 - 5 Prozent 10 . 15 . 20 „ 25 30 , 35 . 40 „ 45 , 50 über . . . dieses Mietzinses. Bei der Auswahl des ÄLgabesatzes werden mehrere Mietobjekte desselben Inhabers, die'sich im gleichen Hause befinden und in unmittelbarem räumlichen Zusammenhang stehen, als ein' Mietobjekt gerechnet. Der Hauseigentümer hat für die zeitgerechte Einhebung und Abfuhr der Abgabe zu sorgen und hat der Gemeinde jeden Schaden zu ersehen, den sie aus der Nichterfüllung der ihm in diesem Gesetze auserlegten Verpflichtungen erleidet. Er wird also von,den Mietparteien gleichzeitig mit dem Mietzinse auch die Abgabe ein zu fordern haben. Wird im Februar kein Zins gezahlt,- so hat er nur die Abgabe einzufordern. Bezüglich der sonstigen Bestimmungen wird auf die „Belehrung" auf der letzten Seite der Mietzinsabgabeerklärung aufmerksam gemacht. näheres mitzuteifen, da diese Institutionen auch außerhalb Deutschlands größte Beachtung verdient.. Wo immer in der Verwaltung künstlerische Probleme auftauchen, soll der Reichs kunstwart herangezogen werden, der dann fallweis« Wer träte bexuft, aber auf Grund des gewonnenen .Materials vollkommen selbständig seine Entscheidungen trifft. Die einzelnen Ministerien sind verpflichtet, alle Fragen dieser Art der neuen Zentralstelle zu unrerbreit-zn. Keine neu« Briefmarke oder Banknote oder Münze wird ediert werden, ohne daß der Reichskunstwart mitgewirkt hätte. Viel wichtiger natürlich als in Angelegenheit der Graveur- und Prägekunst wird die Tätigkeit des neuen Beamten in Bezug auf die Bauaufgaben deS Reiches sein, denn da handelt es sich um dauernde Werke. Bei allen Neubauten der E i s e n.b ä h nu n d Kanal Verwaltung, bei Errichtung der Zoll Häuser an den neuen Grenzen und den geplanten S ied lun g San!« gen, bei alten nötigen Umbauten und neuen Inneneinrichtungen wird die Reichskunstwartstelle als verantwortliche Behörde einzugreisen haben. Man erinnere sich nur daran, wie »um Beispiel damals, als die neue Kunstrichtung der Sezession modern wurde, in Großstädten auch bei öffentlichen Bauten statt des schöpferischen Geistes die Schablone wahre Orgien feierte und wie insbesondere in Deutschland die schreiende „Aufmachung" bei Errichtung .von öffentliche» Bauten, Denkmälern uswan die Stelle des guten Geschmackes trat. Wichtig ist eS auch, daß die erwähnten Werkräte unter keinen Umständen zu einer' Institution fester Kommissionen erstarren sollen. Der Reichskünstwart wird sich vielmehr im Bedarfsfälle seine«Berater bestellen, wobei den Künftlerorganisatione n ein dauernder Einfluß z u gestanden ist. Schon bestehen löbliche Bestrebungen, ähnliche Aemter auch für die Einzelstaaten des deutschen Reiches und für die Gemeinden ins Leben zu rufen. Diese Kunstämter werden ein großer Kulturfaktor sein. Es ist bestimmt zu hoffen, daß auch in Oesterreich die auf das gleiche Ziel gerichteten Bestrebungen durchdringen. Eine Akademie zngunsten des Jüdische» Nationalfonds. Zum Schutze der Untermieter. Die Bezirksvertretung Josefstadl hat den Magistrat der Stadt Wien ersucht, Richtpreise für möblierte Zimmer und 'Wohnungen aufzustellcn. Prcüe, die den Wohnungszins, der Lage der Wohnung und dem gebotenen Komfort zu entsprechen haben. Eine Einteilung in Stufen, deren niedrigste etwa K 50.— betragen könnte, wäre zu schaffen, wodurch die Möglichkeit geboten wäre, einen großen Test der Bevölkerung gegen die Forderungen gewissenloser Untermieter zu schützen. , im HUTREPARfiTDR-ANSTALT ^erren_ u. Damenhüte werden nach neuest. " Mode prompt und billigst modernisiert .... — XVTZX^ Währins-er Gürtel 21 und VXX., aiariahilferntrasBe 86 Bühne und Kunst. Die Theaterfperre. Zur Stunde ist der Tag der Wiedereröffnung der Tbeaier a o ch nicht festgesetzt. Die Theatcrleitungen rechnen )amit, daß jedenfalls Samstag und Sonntag wird gespielt werden dürfen. / Wie man uns mitteilt, wird aber wahrscheinlich schon Donnerstag die Theatersperre aufgehoben werden, vorausgesetzt, daß der Kohlencinlauf heute gleich günstig ist wie gestern. Die Behörden halten daran fest, die Erlaubnis zum B triebe der Theater und sonstigen Unterhaltungsstättm erst dann zu erteilen, bis auch de: Straßenbahnverkehr wieder rufgenonmmenwerdenkanu. Eine Wiener Premiere unter amerikanischem Protektorate. Der Chef der amerikanischen Mission an der Spitze des Komitees. Tie amerikanische KinderhilfSa'ktion teilt mit: Anläßlich der am 15. Februar in der Wiener Volksoper mit den Kräften derStaatsoper stattfindendcn ersten Bühncnauisührung der Oper „Juda M a k k a b ä u s" von Ludwig S a n d o w, die von Wien aus ihren Weg nach Amerika nehmen wird, wirbt ein Komitee um Uebrrzahlungen im Kartenverkäufe und Spenden, um das Ertragnis dieser Aufführung zu erhöhen, das zur Fortsetzung der amerikanischen Ausspeisung als österreichische Kinderhilssaktien bestimmt Ü. Die Uebrrzahlungen und Spenden nimmt das Bankhaus §, M. Rothschild. I., Renngaffe 3. entgegen; der Kartenverkauf rrfolgt durch die Konzertdirektron Gulmann. An der Spitze des Komitees für diese unter dem Protektorate der amerikanischen Kinderhilfsaktion stehende Opernaufsührung steht der Chef der nncrikamschen Misston Mr. Albert H a l st a e d, der als erster iich an der Spendensammlung beteiligte. Die Arbeitsgruppe des Jüdischen Nationalfonds veranstaktet .Montag den,26.d.M. im Festsaale des Hotels „Bayrischer Hof*, lk., Taborstraße 39, eine g r o ß e A k a d e m i e, verbunden mit der Theateraufführung von »Herzele MejücheS" unter Leitung des Herrn E. Tschistk aus London. Saal- und Kaffeneröffnung */«6 Uhr abends. Anfang präzise 6 Uhr abends. Karlen von K6.— bis K20.— sind bei der Arbeitsgruppe des Jüdischen Nationalfonds, U., Zirkusgaffe 83,. bei der Nationalfonds-Berkauisstelle, II., Schmelzgaffe 7, und bei R. Löwrt, I., Rotenturmstraße 22, erhältlich. D e r R e i n e r t r a g fließt dem Jüdische nNationalfondSzu. Aus den Theatern. Im Overntheater bereitet Richard Strauß für die naäiste Z<it eme Neueinstudierung von Mozarts „Co«i fan lütte" vor. Das Werk wird unter seiner Leitung in einer Dovvrlbe'etzung herauskommen. Die Despina singt Frau -G u r h e r l alternierend mit Frau Schumann, die beiden weiblichen Hauptrollen sind mit den Damen Kiurinä- Kurz und Lehmann-Mihacsek besetzt; die beiden Liebhaber werden von Ziegler, beziehungsweise M a »k l und D «ha n, beziehungsweise Fischer gelungen. Die Rolle des Alfonso hat Herr Mayr abwechsrlnd mit Herrn Manowarda inne. Im BolIstheater soll Freitag „Madame Sans G 4 n e s* neu einstudiert mit Frau Roland in Szene gehen. — Die Kammerspiele des Deutschen VottSlheaitts werden nach Aushebung der Theatersperre Bruno Franks Drama „D t e Schwestern und dev Fremd e* zur Aufführung bringen. Im Wien e r Stad t 1 h e a t e r wird — die S P i el.e rl au b n isvorausges e tz t —Donnerst a g und Freitag dieser Woche Shakesveares Lustspiel „Die lustigenWeibervon W i n d s y r* mu Haust. Niese und Hans Marr in den Hauptrollen gegeben. Die für Montag gelosten Kauen haben Donnerstag und die s ü r D i e n S t a g, Freitag den 23. d. M. Gültigkeit. — S a m S tag den 24. d. M. findet die Erfiaufführnng der englischen Komödie „D.e r g r o ß e K ün st l e r" von Arnold Pcnnett statt. H a n f i Nies e und Jos e f I a t u o spielen die Hauptrollen. I» der Neu e n Wi en er B ü h n e wird «ach Aufhebung der Tlieaterfverre »HannelesHirnrnelfahrt* in den Sviclplan ausgenommen. Im A P o l l ö t h e ä 1 e f eröffnet Frau Lotte Witt vom Burgtheater am 1. Februar ein Gastspiel, in dem sie mit Solovorträgen und im Nahmen emes neuen Sketchs „Carry kauft alles* von Homunkulus auflreten wird. Die Tochter Frievrlch Rückterts gestorben. Marie Rücker t, die älteste Tochter und der letzte direkte Nachkomme; Friedrich RückertS. ist 84jährig in NeuseS bei Koburg gestorben. Sie stand dem Batet besonders nahe und hat seine schönen „Kindertotrnlieder^ aus dem Nachlaß herausgegeben. Sie war. wahrend sie in W i t u lebte, mit BrahmS eng befreundet und hat auch eine Reihe der bedeutendsten ungarischen Lieder ins Deutsche Überträgen. Dom neuen reichsdeutsche« Kunstamt. Die deutsche Reichsregierung hat bekanntlich das Amt eines „Reichskunstwartes" geschaffen und Herrn Dr. Edwin Redslob, einen jungen Forscher, rer sich als Museumsleiter bewährt und auf dem Geriete der deutschen Kunstgeschichte einen Namen geinacht hat, mit diesem Amte betraut. Es scheint zweckyäßig, über den Wirkungskreis des NeiMlunstwarleS, »Dio Zimmerherreo", eine groteske Komödie von Felix D S r m a n n, welche im März in den Kammerfpielen zur Ausführung gelaugt, nachdem sie durch viele Jahre von der Zensur verboten war, ist soeben im Beilage von E. P. Tal erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen. RegiNald Dekoven, der berühmte amerikanische Komponist des „R o b i n H o o d* und einer Anzahl anderer Oper», würde beim Tamrvow Herzschlag getroffen und starb. iil. Jänner 1920 9it '359 -—---r —-—111 *1 Sport. Der englische Cup. Ebenso wie. bei uns findet auch in England neben de Meisterschaft eine.Cupkpnkurxenz statt. - Boy kurzem fand nun di erste Punde des englischen Cup statt, die zahlreiche Urberraschungn braute. So wurde der führende Verein der ersten Liga Wes B r o m v i ch A l b i o n . von dem zweitklassigen Bereit BarnSley 1:0 geschlagen. Dem Kampfe wohnten nahezu 40.00t Zuschauer, bei, obwohl' starker Schneegestöber herrschte. Dei Mittelstürmer der Zweitklassigen erreichte durch eine glänzend! Gnzelleisinng knapp vor der Panse den einzigen Treffer. Auff die übrigen Spiele.wiesen einen auSgezeichnetm Bestich aus uni brachim sehr gnten Sport. Das Team gegen Siidveutschland. Der nieder osten reich'sche Verband bat bereits das Tram nominiert, das au 15. Februar in München geaen Süddentschland vntrikt. Di! Mannschaft lautet: T o r: Krauvar /Rapid); B e r t e i d v a u « g : Vovovic lAmatenre). Dittrich (Rapid); Deckung! Nitiche (Rapid). Neubauer (FloridsdoriV Kurz (Amateure) t N ngrisf: Köck (W. A. C?. Urid'l (Rapid'. Kuthan (Ravid), Bauer (Rapid). Dieser (Rapid). Als. Ersatzleute wurden Bebt (Sportklub), Weiß (Floridsdorf) und HanSl (Amateure) nominiert Der Oesterreichksche Leichtathketlkverband hieß SamStag feine diesjäbriae ordentliche Grneralversammltwa all Die Wahlen ergaben die Wirderberukuna fast aller früheren Funk' tionäre. Von der Hakoah wurde Dr. Jokes Krenberger zum Pize» Präsidenten und Dr. S. Unterberg zum Kaffrnrevisor gewählt. Die Spiele des Sonntags.' Am Sonntag finden folgende -Cupipiele statt: Viktoria 21—Donaufiadt, Favorit—Favoritner A. C., Slovan—Vorwärts, Wr. Sportvereinigung—Net Star, Bewegung—Stnrm. Lnon—Cricket, Helfort—Wacker 1910. Tnlln—Germania, Rasenspieler—Hakoah, Sturm 1914—Gersthof Hermania—Wieden. Der Sportklub Hertha spielte am Sonntag gegrr S t n r m 07 und siegte nach gleichweiligrm Kampfe 1:0. Ein abgehärteter Spottsmomt. Die^Sport-Rundschau" berichtet, daß der bekannte Amateüv-Ringlämpser Johann Nblärz. der. vom Städteringkamps Wien—Stuttgart als einziger Wiener siegreich hetmkebrte, zweimal wöchentlich auch >wt Winter zur großen Donau geht, um dort zu schwimmen. Be'^ seinen Schwimmübungen findet er aewohnlich an einem ^5i5f»r:fl-n volmschen Juden Gesellschaft. Trotz seines hohen Alters badet dieser täglich im Strome. Er ist aber beute neck so beweglich, daß er jede elektrische Straßenbahn im Laufe einholt. . Hechamer. Heute, ty.6 Uhr, wichtige, Leitungssitzung im Dreilansercasö. IX., Alserstraße 34, zu der alle Leitungsmitglieder bestimmt erscheinen mögen. Gerichtssaal. 200.000 Kronen durch Kasseneinbruch erbeutet. Der große Kasseneinbruch in der Wiesing«rstraße im ersten Bezirk, bei welchem den D'ebe» 199.758 Kdynen und 8()0 Lire in die Hände fielen, beschäftigte gestern das Schwurgericht unter dew Vorsitze des Landesgerichtsrates Dr. D örr. Wie dievom Staatsanwalt Dr. Sovs vertretene Anklage ausführt, wurde in der Nacht zum 27. September v. I. das in der Wiesingersträße im ersten Bezirk gelegene Geschäft der Firma Emanuel Kornis erbrochen. Die Diebe hattendie Türfüllung hevausgeschttitten, die in den Bureauräumlichkeiten stehende eiserne Kasse angebohrt und daraus einen Barbetrag von'199.755 Kronen in österreichischen Nöten sowie 800 Live gestohben. Der Verdacht der Täterschaft richtete sich 'alsbald gegen den Schauspieler Johann K na ack und den Chauffeur Joses Scheck, die sich durch große Geldausgaben auffällig gemacht hatten. Bei der polizeilichen Hausdurchsuchung würden im Besitze der Beiden größere Geldmittel sowie Schmuck, Kleider, und Wäsche im Werte von vielen tausenden Kronsn gefunden. Knaack und Scheck leugneten anfangs, im Zuge der Erhebungen schritten sie jedoch zu einem Geständnis und bekannten, daß her Chauffeur Wilhelm Singer der eigentliche Urheber des Verbrechens gewesen sein soll. Singer hatte von' seinem Schwager erfahren, daß die Firma Kornis stets größere Geldbeträge in ihren Geschäftsräuinen aufbewahre und hiervon seinem Bekannten, dem Markör O s r a s L a n g her g, Mitteilung gemacht. Die Beiden kamenüberein, sich um Persönlichkeiten umzusehen, welche den Einbruch ausführen sollten und fanden in Knaack und Scheck die willfährigen Helfer. Das Verbrechen wurde nach einem gemeinsarueu, Plane von Knaack und Scheck vollzogen. Am nächsten Morgen fanden sich die Spießgesellen vor dem Uraniagebäude zusammen und teilten die Beute. Singer erhielt einen Betrag von 20.000 Kwnen, Langherg 10.000 Kronen und die 800 Lire, den Rest teilten Scheck und Knaack. 1 , Die Geschworneu bejahten die Schnldfragen für Wilhelm Singer mit elf Stimmen, für Johann Knaack und Josef Scheck mit je neun Stimmen, für Osias Langhe.rg mit acht Stimmen. Auf Grund dieses Verdiktes verurteilte der Gerichtshof Johann Knaack und Josef Scheck zu je zwei Jahren, Wilhelm Singer zu ach-tzehn Monaten und Osias Langberg zu einewt Jahre schwerem Kerker. Bezüglich dieses .Arigsklagien hatten die Geschwornen einstimmig den Zusatz gemacht: „Untet Zubilligung besonders mildernder Umstände." Die Dembliner Mörder, Lublin, 19. Jänner. (Privat.) Hier fand vor dem Krelsgericht der Prozeß wegen d«r Ermordung der sechs jüdischen A!ädchen vort Demblin. über den wir seinerzeit'berichteten, seinen Abschluß. Dabei wurde von Gendarmen und Soldaten bereust, daß' S ad ko wsli, der "Hauptbe schuldigte des

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