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Wiener Morgenzeitung · 1920-01-21 · Heft 359 (21.1.1920) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 359 (21.1.1920)
Date
1920-01-21
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Nr. 359 Men. Mittwoch Wiener MorMzeitttttK 21. ISnner 1929 <smT$ Mordes, versuchte, die Mädchen zu fesseln, ihnen die Stiefelabsätze zeigte, mit denen er se treten wird, und drohte, sie mit einem Revolver zu erschießen. Der Staatsanwalt hatte die Todesstrafe gegen die Beschuldigten verlangt. Er hat betont, daß Sadkowski ein berüchtigter Antisemit ist, der Noch 15 anderer Straftaten (Erschwindeln von Geld, Wegnahme vvn Vieh bei den Bauern usw.) sich strafbar gemacht hat. Der Verteidiger, Major Sch alny, hielt eine große antisemitische Rede, in der er die Märchen auffrischte, als hätten die Juden in Lemberg, Hnsk und Wilna auf die Köpfe der polnischen Sonaten heißes Wasser gegossen, so daß sich jeder von ihneN verteidigen mußte.. Die Beschuldigten, sagte der Verteidiger, müssen freigesprochen werden, denn die Juden werden noch in Paris Sturm läuten, und wenn man den Offizier als Mörder verurteilen würde, würde man damit auch die ganze polnische Armee verurteilen. Das Gericht hat nun die des Mordes Beschuldigten freigesprochen. Grund — Mangel an Beweisen. Der Hauptbeschuldigte, Sadkowski» ist zu sech- Wochen Arrest wegen Züchtigung dreier schwangerer jüdischer Krauen verurteilt worden. Cr ist aber bald m Freiheit gesetzt worden, da er schon vor dem Prozeß 6.1/2 Monate in Untersuchungshaft gesessen hatte. Der Prozeß Muna. Prag. 20. Jänner. (Tel.-Komp.) Der mit SpannuUg erwartete Prozeß Muna wird, wie jetzt feststeht, am 8. Februar vor dem Prager Divisionsgericht bcgmmn und voraussichtlich drei Wochen dauern. Muna wird von dem gewesenen Justtzmimst« Dr. S o u k u p verteidigt werden. Der Volkswirt. Staatssekretär Dr. Reisch Über die Finanzlage. Der Finanz- und Budgetausschuß der Nationalversammlung nahm in seiner gestrigen Sitzung zunächst die Vorlage betreffend die Einführung eines Monopols für Mineralwässer und Minecalw ässerprodukte mit dem Zusatz an, daß die Monopolrechte hinsichtlich der natürlichen Mineralwässer und der daraus gewonnenen Produkte nur durch Enthebung einer Lizenzgebühr ausgeübt werden. Trink- und Bäderkuren am Gewinnungsorte und die natürlichen Quellen unterliegen den Bestimmungen des Gesetzes nicht. Sodann wurde die Vorlage betreffend Kreditvperationen in Verhandlung gezogen. Der Berichterstatter Schiegl beantragte die Annahme der Vorlage. Die Kreiditoperativnen und die Pränriemmlelhe. '; Staatssekretär Dr. Reisch erklärte, die Lage der Kasse nbe st ände legten der Finanzverwaltung die Verpflichtung auf. für ihre Stärkung Sorge zu fragen. Die unerwünschte Raschheit in der Eindringung von Kreditvorlagen sei auf die bisherige Art der Kreditbeschaffung zurückzusühren. Im Vorjahr hatten Vir einen Doll'arkredit von 18 Millionen (4,8 Milliarden). Dieser Betrag hätte das Betriebskapital für die Getreidebeschaffung bilden sollen und der Erlös hätte zur weiteren Beschaffung von Getreide dienen müssen. Nun konnte das Getreide nicht zum Anschaffungspreis hier verkauft werden, woraus sich st ä ndige Abgänge in brc Getreidebewirtschaftung ergaben. Der Staat mußte für die Getreidebewirtschaftung neue Mittel zur Verfügung stellen. Zu diesem Zwecke wird auch der neue Kredit in Anspruch genommen. Der Redner verweist auf die bereits beschlossene notwendige Erhöhung der Brot- und Mchlpreise. Die Ein nah men weisen eigentlich einen besseren Stand auf als die Kajfenausweife vermuten lajsen. .An Kriegsgewinnsteuer wurden bereits 1,2 Milliarden in Kriegsanleihe eingenommen, die aber für die lausenden Kassenbedürfnisse nicht zur Verfügung stehen. Auf der anderen Seite waren die Ausgaben in der letzten Zeit besonders gestiegen durch die Aufwendungen für die Lebensmittelzentrale, durch dis Aufwendungen für die Staatsbeamten usw., weiter durch die Befriedigung der Forderungen der Industrie an das Kriegsministerium und endlich waren Jnvestitionsausgaben zu bestreiten. Die Hoffnung sei berechtigt, daß eine Verlangsamung der Ausgabesteigerung eintrrten werbe. Er Littet das Haus, ihn hierbei zu unterstützen und scheinbar auch berechtigten. Ausgaben gegenüber eine sparsame Haltung einzunehmen. Ec hege dir Hoffnung, daß es gelingen werde, ausländische Kredite für Oesterreich zu erlangen. Durch eine Entlastung des ValutamarkteS werden wir zu einer Besserung unserer WähnrngSverMtnisfe , gelangen. Di§ Verhältnisse auf dem Valutamarkt sind heute außerordentlich ungünstig. Das ist zum großen Teil darauf zurückzusühren, daß wir bereit noch einen geregelten Devisenmarkt entbehren. Der Schweizer Markt ist als Wettregulator zu klein. Wir erleben daher das Schauspiel, daß die Schweizer Valuta unverhältnismäßig hoch Hinausgetrieben wurde. Die Oefsentlichkeit möge Ruhe und Besonnenheit in der Währungsfrage nicht verlieren. Eine Warnung des Staatss'.krstLrs an die Börse. Es erscheine nicht begründet, wenn Presse und Börse nicht den notwendigen beruhigenden und aufklärenden Einfluß auf das Publikum nehmen. Der Redner kommt dann,auf die Kurstreibereien zu sprechen und. erklärt, er habe schon mehrfach seine Stimme geAir die Kurstreibereien ans der Börse erhoben und, er möchte es nicht unterlassen, dies abermals zu tun. Jch habe immer Wert darauf gelegt, sagte der Staatssekretär, daß wir zu einer Besserung unserer Währungsbewertung ich' ArSlande gelangen müssen. Es ist daher ganz unrichtig, wenn jetzt die Börse einseitig Preise nach dem' sich e us fc ■ r Umrechnung unserer Währung:.in..auSläntzWA WHyr^ng ergehenden Kurse.' zu ermitteln bestrebt ist/ I ch t a.n n nicht um h in, auf die Gefahren hinzu weisen, die darin für unsere Volkswirtschaft gelegen sind, und neuerlich von einer Fortsetzung dieses Treibens zu warnen. Ich würde eS ungern sehen, we n n ich. ge nötigt sein sollt«, bei andauerndem lieber hören dieser meiner Warnungen eventuell auch noch zu energischem Handeln der Börse gegenüber greisen zu müssen Betreffend die in der Kreditvorlage anFezprvchrne .Ermächtigung zur Emission Prämienanleihe erklärte der Staatssekretär: Die Vorarbeiten für dis Prämienanleihe find im Zuge und es wirb, wenn die wirtschaftlichen Verhältnisse eine günstig aufsteigende Richtung nehmen, hoffentlich innerhalb einiger Woche» möglich sein, an die Realisierung des in Vorbereitung' stehenden diesbezüglichen Projektes zu schreiten. Bidahin wird anderbisherigenGeldbeschaffnng fcstgehalten werden müssen. An der Debatte beteiligten sich die Abgeordnete« Dr. Gürtler, Dr. Waber, Dr. Bauer, worauf die Vorlage angenommen wurde. Wirtschaftliche Nachrichte«. / AuS London wird gemeldet: Der Preis des S ilb erlin Darren) ist aut 77'/. Pence pro Unze znrückgegangen. — Wir ,28. Rijen" meldet, beginnt sich die Textilindustrie, insbesondere in N a ch o d, infolge der Nohstoffernfuhr von neuem zu belegen. Die Baumwolle kommt aus Italien und Amerika und auch durch Bsrnnttlungt rrrchsdeutsch« Firmen herein entweder roh oder halbverarbeitek^M Garn. Der Konsum befindet sich im Jnlande, btc Ausfuhr erfolgt hauptsächlich in d»e Slowake l.'Bisher sind 20 Prozent der Stühle beschäftigt. — Die Tuchfabrik D. Z i e g l e r in B r ü n n ist »il den Besitz der Firma O. PaeovSki in Prag üdergegangen. Der Kaufpreis betragt zirka 4 Millionen Kronen. Der Ausweis der Oesterreichisch-ungarrfche« Bank. Der eben am gepebene Ausweis der Oestnrrichisch-ungarische» Bank über ihren Stand vom 31. Dezember 1918 zeigt einen Gesamrnokenumlaus von rund 51.461. Millionen Kronen. Gegen den Stand vom 23. Dezember 1919 ergibt sich eine Zunahme um rund 1372 Millionen Kronen, der aut die S t e i g e r u n ß des EskompteS (Geldbedarf zu Jahresabschluß'zurückzusühren ist. Bon dem Notenumlauf entfallen auf deut>chöstrr»elchlsche gestempelte Banknoten 12.134 Millionen. Am 23. Dezember belief sich der Umlauf an deutschösterreichischen gestempelten Noten auf 13.043 Millionen Kronen, so daß fick, e ne Zunahme um rund 111 Millionen ergibt. Die deutsche« Silbermünze« werde« antze* Kurs gesetzt. Berlin» 20. Jänner. Infolge der ganz außerordentliche« Steigerung der Silberpreise ist der Mrtzzllwert der Stlbermünze» weit über den Nennwert gestiegen. Da sie tatsächlich als Zahlungsmittel keine Berwendung finden» besteht, wie amtlich bekanntgemacht wird, die Absicht, sämtliche Reichs- Süd«münzen m allernächster Leu a u ß e r K u r s z u s e tz e n. Um diese AußerkurSseyu«» ^er Münzen dem deutschen wirtschaftlichen Leben nutzbar zu machen» kaufen auf Anordnung des Neichsvankdirrktoriitms^ die Rrichsbankhanptkasse und sämtliche Zweiganslatten die Sübermünzen schon sitzt zu einem dem Markwreis des Inlandes entsprechende» Preise, und »war werden tür rin 1-Martstuck ü Mark 5ü Pitnnig. für die anderen Markstücke iowir für die Srlberstüäe m 20 Pfennig dtt entsprechenden Werte gezahlt. Für emen alte» Täler werden auf G'.uud tetucß höheren Feingehaltes 21 Mark 50 Ps-nmg bezahlt. - ' Do» UttSwartLgen Banken. Eine Anglo-Balkanbank mir Filialen t*t Belgrad,, Bukarest. S,a s i a. S a l o n i f t nnd . K v n st a n t i v o p e l wll eröffnet weiden. Die Gründung emrr anglo-jugvilawischen Bank ist, wie der »Jugoslawische Lloyd" her Mer."in England biLher nrcht gelungen. — Eme klerikale Bank soll in Olmütz errichtet werden. Die bereits beschlossene Auflösung de« T c s ch e n e r Filiale der B o h m i s ch * U n r o n b a u k würfe b:s auf weiteres verschoben. GSeigerung des BankvotenumtaufrS. Rach den« gestern nach dreiwöchiger Pante veröffentlichten Baut'ouswriS «st der Banknotniumlaus um 1'37 Milliarden Krone» ctnf fri'48 Milliarden gestiegen. , Großer Bedarf an Lastautomobilen in Syrien. Dre „Schweizer Export-Revue" berichtet: Äenfrerst günstige- Bedingungen bieten sich gegenwärtig für den Absatz von Last- Menachem Mendel. Ein Briefwechsel. Herausgegeben von Scholem-Alejchem. llus dem Jüdischen übertragen von Siegfried Schmitz. Das erste Bündel Briefe. «London" (Odessaer Börse). (2. Fortsetzung.) Richtig: bas Wichtigste! Was Du fragst »ber. mein. Wohnen und Essen, darauf antworte ich dir,, meine teure Ehefrau: ich weiß selbst nicht recht, oie mir ist. Dieses Odessa ist ungeheuer groß und tlles ist hier entsetzlich teuer; und die Häuser sind so >vch, .daß sie fast-bis zum Himmel reichen; man muß mf eisernen Treppen eine halbe Stunde hinaufklettern. )is man in seine Wohnung, beinahe im Himmel, ansemmt. Da gibt es ein kleines Fenstorchen wie in sinem Gefängnis. Ich bin froh, wenn es Tag wird und Ich aus dem Gefängnis hinauskomme in die „Grecka" dort esse ich im Gehen; das heißt, man ißt eben, das man gerade kriegt. Denn wer hat Zeit, sich zum zu setzen, wenn man alle Minuten die Kurse ms Berlin nachschauen muß? Dafür ist Obst hier lehr billig. Weintrauben essen wir hier nicht, wie Ihr ht Kasriliwke, am Rofch-haschonvh, um den Erstlingsxgen darüber zu sprechen — hier essen wir Weintrauben alle Tage, mitten auf der Straße, und keiner jchämt sich. Der Obige. 4. B r c e f: kcheine-Scheindel aus Kasriliwke an ihren Gatten Menachem Mendel in Odessa. Dem hochgeehrten, edlen und mächtcgen Herrn, den wnsen Reim« der Thora, dem hochgelehrten Rrb Menachem Mendel hrfiirchtlgen Gruß. Erstens vermelde ich Dir. daß wir alle, Gott sei Dan!, ieim bcstcn Wohlsein sind; gebe Gon uns, das Gleiche von Dir m hören fürderhin und nce Schlimmeres. Zweitens teile^ich Dcr mit. daß ich Drcki für verrückt batte! So möae ich Dcnae. d^e man besier eme aanzr Woäie nicht in den Mund nimmt, von der Stadt Odessa willen, wce ich weiß, was all' das heißt, waö Du mir in Demcrn Brief vor. plapperst von und »Baß* und „Schloß" und weiß der Teufel, was Ihr dort noch ausgedacht habt! Bei Dir fliegen dort die Fünfziger wie Spreu; ich glaube, bei Dir Hecht es dort: Gold — rollt, und steht der Sack offen, kriegen dir Zwiebel Beine! FreillK. bei solchem Berdievst kann man im Gold schwimmen! Ich verstehe eines nicht, und wenn Du mir den Kops abrecstt: was ist daS für eine Ware, die man nicht sieht? Die Katze im Sack!? . . . . Hör', Mendel; mir gefaällt dre Sache nicht; ich bin in meines Vaters Haus an solche Lustgeschätte nicht gewöhnt worden und Gott möge mich weiter davor bewahren j Wre sagt doch die Mutier,' sie soll leben: ,Bon d« Luft krregt man eine Erkältung." D« schrerbst: ^Wcnn man sich mit so einem Schloß schlafen legt, schläft man viel besser . . Welch« vernünstrge Mensch legt sich mit einem Schloß schlnsen? Sonderbare Reden das; redest Du türkisch? Und was Du da schreibst, daß Du Vetter MenaschrS Wechsel versilbern kannst, so meine ich; wenn ich daran nicht glaube, bm ich sicher noch keine Abtrünnige. Wie sagt doch die Mutter, sie soll leben:# «Glaube nichts, ch' Du es nicht abgezählt hast! Weißt Du was.' Mendel? Folge mir. Deiner Frau; pfeif auf das Odessa und komm' lieber nach Hause, nach Kasriliwke. Fünfzehnhundert Rubel hast Du, Wohnung gibt uns der Dal«, 'er soll leben. Läden gibt cs genug zu mieten;, was brauchst Du noch mehr? Wozu soll ich tn den Maulern aller Leute sein und meine Feinde sollen tuscheln, daß Du auf und davon bist nach Odessa und mich hast sitzen lassen, nicht erleben sollst Du daS! Indes möge Dein Odessa vergehen vor unserem Kasriliwke. samt all'Deinen hohen Mauern mit den eisernen Treppen, aus die man hlnaufkrirchen muß, wie närrisch, damtt vran sich davon zuguterletzt den Magen ausdreht. WaS gibt es dort eigenilich BesondneS? Weintrauben sind dort billig! Muß man Weintrauben fressen? Pflaumen sind vielleicht bitter? Bei uns sind hrner die Pflaumen gut geraten, der Eimer um erneu Gulden! Doch Dich kümmert den Teufel, was der unS zu Haufe los rst. Du fragst nicht ernmal, was die Kinder machen, hast am Ende schon vergessen, daß Du d« ‘Ärt« von drei kleinen Kinder» bist. Y’n mgesund fein! W-.« foat doch die Mutter, sie soll . -vIuä?!»;r aus dem Ernn." Und so sich« sollst Du Pocken lciegm. wie sie r'cht hat! Jumischen ble'.b grsilnd und glücklich, wre Dir vom gau.e-.r Herzen wünscht De.ne wahrhaft treue Fra» Scheine-Scheindel. b. B re f. Menachem Mendel ans Odessa an seine Frau Scheine» -Scheindel in Kasriliwke. Der teuren, edlen, tugendkaften und klugen Ehefrau Scheine- Sch-ändel memen Gruß! Zum ersten sei Dir kundgetan, baft* »ch — dank seinem lieben Namen! — geiund bin und mein Leben das des Friedens; der Herr, gelobt sei.«, möge Helten» daß, eines vom andern nnr Gutes höre ut guter Botschaft zu Trost und Leil — Aiucu. Zum zweiten wisse: Es herrfcht jetzt furchtbare „Baisse" und ich habe mich mit „London" angesüllt wre ein hohles Faß und habe mir 17 Baiffekäuse urid acht Schlüsse gesichert- Heute muß ich. an „Differenz^" etliche hundert Nuuet iibet<v nehmen und damit will ich, so Gott'will, weiter .Baisse" tauiem Wenn Du sehen würdest, teure Gattin, wie h er die Gerchätt-: anfs Wort gemacht werden, da würdest Du b-arrircn. waS Odessa heißt; rm Kopfnicken bedeutet hr« das>!de wre ern ganz« Kontrakt. Ich gehe so in die „Grecla", rrete in rin C.rsö ein/ setze mich zu einem Tischchen und bestelle em GlaS Tee oder Kaffer oder sonst etwas: sofort rommtem Matt« und noch einerund noch «u dritter; da braucht man keine Koutrolle, teue Schrr o che-ne, j» es rst nicht emmal notig, eine Feder einzniauchen! Jeder Makler hat e»n kle neS Büchel mrt einem Bleistift de» sich, zieht eS> heranS und trägt ein. daß ich bei rhm zwei Stück »Baisse" habe; und ich nehme meine Brlefta'che heraus rmd zahle »hm die paar Rubel — e«n Vergnügen i Und «n paar Stunden fpiiiev, wenn die »Notierung" ans Berlin ankommt, lauft derselbe Matt« her und gibt Dir emen Füniundzwanziger drauf; noch später, wenn auch der „Börsrnbeginn" bekannt wrrd, drückt er T w einen Fünfziger in die Hand; und bei ..Börsrmchluß", wenn Gott »vill. wächst Dir ein ganz« Hunderter zu, einmal können auch zwei Hundert« er' scheinen und manchmal auch drei. Warum n-ck?? Da ür ist das doch »me Börse! Eine Börse ist em Sp'el, cui >!

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