Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 359 (21.1.1920)
- Date
- 1920-01-21
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 86% known words query
- IRI
…/2979076-2979416-2979437--03165-2988764- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Irkutsk 2× ep/2294887
- Piła 1× ep/1048100
OCR text
Wien, Mittwoch Wiener Morgenzetrunff Sette 4 21. f-v... * j‘ Telegramme. Das Kabinett Millerand. Paris, 20. Immer. (Havas? Das neue Ministerium setzt ftcf) endgültig folgendermaßen zusammen: Ministerpräsident und Minister des Aeußern — M i l! e r a n d; Instiznunister — L k>! o p i t e a u; Minister des Innern — Honnorat; KriegSmimster — Letövre; Marinrnnnister — L a n d r y; Handelsminister — I s a a c; Landnnrtschaftslwnister — Henri Ricard; Finaumrinister — FranyoiS M a r s a l; Kolouienminister — i'ttdert Sarraut; Minister für öffentliche Arbeiten Le er.r o quer; Untrrrickitsnnnister — Victor B e r a r d; A^beNsmmiüer — I o u r d a i n; Minister für Volksgrsunddeit und soziale Fürsorge — Bret oit. Vorsitzender der Unlerüaatssetre'äre ist Reidel:, ttnterstaatssekreiäre sind: sür Landwirtschaft— R e m il l e; für, Lebensmittelversorgung — Sounttre; sür^ Finanzen — B r O it s s e; tnr Handel — B i g n o n; für Bost, Telegraphen sind Telephon- — D e Z ch a m p; 'iir Lufttransporte — 6 l an dl n; stir Wassertransporte - Surre, Der - c ,r ft e r n r st e r r a t stützet Donnerstag statt. Am selben Tage wird die Vorstellung des neuen Kabinetts im Parlament erfolgen. Raa; cmer Aeusterung Millerands wnd sich eas neue Ministerium als i.n i st e r i u m der A r b e it“ oornellen. Sein politisches Programm w'.rd jcn.'m gleichen, das Millerand in seiner am 7. Llovcmber lü 10 vor seinen Wählern gehaltenen Rede cnmitrt'cU bat. ,ß cf, eure war Sekretär für Ftnanecn im Ministerium Briaud, .S.arraut Staatsiekreräc für Inneres unter Clemenceau im Jabre 1000, dann Gouverneur von Judochma, B r e t o n Staatssekretär im KriegsM!iutt> rium sür Erfindungen, O g i e r Direktor im Ministerium des Innern und Staatsrat. Die Munster gehören der tz'nron repudtieuins an. Das Ministerium der Renegaten. Paris»-20. Jänner. Währcrtd alle Blatter des nationalen Blocks das Ministerium Millerand mit g'-ouer Befriedigung begrüßen- und von ihm insbe'ontzere die rasche Organisation des Friedens erwarten, nennt dre „Humanttv" das neue Kabinett ein M i n \-ft e r'i it nt der Renegat? rfi Rtillerand selbst sei ein-Renegat der sozialistischen Partei, L e f st v r e -ebenfalls, auch L am d r y habe ehemals der sozial.stiichcn Partei angehört. B r^e t o n habe die Partei, der er alles verdankte, i'välcr verlassen. Couvat sei vor 20 Jahrea der Vertreter Millerands in der Arbettsbörse gewesen und H o v > t ea u sei .".u Renegat der radikalen Parier, der schon unter Combes als Dissident nach rechts gerückt sei. Schließlich jci noch hervorgehoben, daß neben C o u p a t. Vcr dem Berufe nach Mechaniker ist, zwei ander e ehemalig^Ai bester, aämlich S t ö u l s e, ehemaliger Schriftsetzer, und Barrel. gleickStalls Schriftsetzer, dem neuen Ministerium augehören. Im neucn Kabinett bcfitxbeu sich auch Mitglieder des Kabiuelts Clemenceau nämlich: T r o c g n e r, I o u r d a l n und Descham p s. Eine 'Reihe von Mtuisterien und ttnterstaatssekrctarinten triähtk eine neue Organisation. Neugeschasfen ist insbesondere das Ministerium für Pensionen, an desfen Spitze der kricgsbeschädigte Mag'iuot trstt. Paris, 20- Jänner.(Havas. Ministe!PräsidentM i ll e r and stellte beute vormittags seine Mitarbeiter dem Präsidenten i) o i ii c o t e vor, der die großen Ausgaben des neuen Kabinetts!urz besprach. Sodann erfolgte die Vorstellung bei Deschanel, der Mtller.and seiner unbedingten Mithilfe versicherte. Das französische AinKirzftrogramm. Paris, 20. Jänner. ,(Korr.-Bur.) „Petit Parisicn" bringt das Programm des neuen -Finanzministers Marsal, das dieser am 23. Dezember v. I. entwickelt hat. Marsal betont, die Lage Frankreichs könne in zwei Jahren erträglich, in zwanzig Jahren vollkommen, geregelt sein. Das gegenwärtige komplizierte Steuerchstem,. das. äußerst ungerecht sei, da es den Arbeitenden mehr ireffc-aiw'beti Rentner, müsie geändert werden. 'Man muffe die FiuanzpolM dem Leben anpaffen und der Arbeit loyale Garäntsen'und "Genugtuung geben, also mit rhr Zusammengehen. Zuerst, mäße das arbeitslose Einkommen. dann erst tonne das AibeitSeinlOMineu grtrossen werden. Diese beiden großen Struerlaregorien sollenergänzt und ausgeglichen werden durch verschiedene Arten einer Vermögenssteuer, der diciemgen nicht unter-?srseu sein sollen, dre ibr ganzes Leben lang einen Teil ihres -beitsemkommens dem Staate zur Verfügung gestellt und so : "> Ihre geleistet haben. Clemenceau lehnt ab. Paris, 20. Jänner. (Tel.-Komp.) Tie Blätter melden, daß L l o y d George den Wunsch geäußert habe, daß Clemenceau Präsident der Jriedcuskonscrenz blerben möge. Clemenceau hat aber abgelehnt. Die Liste der kriegsschüld!§srr Personen fertig ge stellt." Paxis, 20. Jänner. (Ageircr H'avas.) Clemenceau, Lloyd George und Nitli haben die vom. Unt-erstu-ats-- sekretäc Jgnace und-vom englischen L-ordkauzler vorgelegte Liste der am Kriege ' Schuldtcagcnbeu, deren Auslieferung verlangt werden soll, genehmigt. Sodann legte Ministerpräsident Vaida-Voivo die Lage Nnmäuiens dar. Hieraus wurde der Bericht der Territorialtomülissi-on" über die Gerichtsverkvaltuug iit Thrazien zur Kenntnis genommen. Um 11. Uhr 40 Minuten erschien Millerand, der an der Beratung teiluahm, die ^>2 Uhr dauerte. Amerika und der Friede. Kerne Einigung im Senat. Amsterdam, 20. Jänner. Die „T i m e s" meldet aus Washington: Die zweite Konferenz der republikanischen and der demokratischen Führer im Senat über den Friedens? aerlrgg ist beendet worden, ohne daß es zu emem Ergebnis gekommen wäre. Cs ist n i ch t g e l u n g e n, in der Frage oes Vorbehaltes zu Artikel 10 einen Ausgleich zu finden, und außerdem sind verschiedene a n d e r e S ch m i e r i g k t; i t c tt entu liiden. Die Republikaner zeigen sich entschloffcu, big Resolution Kdo? iinvei.ändert aufrechtzuechaltcn. Rußland und die Entente. Kopenhagen, 20. Jänner. Der russische Vertreter in Kopenhagen, L i t w i n o w, erklärte dem hiesigen Vertreter des Reuterschen Bureaus, datz die. Aufhebung der Blockade mit den englisch-russischen FurrhLharLs Eisenbahnunglück bei Schneidemüh!. 18 Reisende getötet 20 schwer verletzt. S «Ä « e i d.e m L h I, 20. Jänner. (Korr.-Bur.) Um 2 Uhr nachts^entgleistr vor Schneidemühl ein Gütereilzug, wodurch auch das Geleise Schneidemühl—Berlin verlegt wurde. Fast in demselben Augenblick! fuhr der Vorzug des D-Zuges 4, der nicht mehr gewarnt werden konnte, in den entgleisten Güterzug hinein, so daß mehrere Wagen zert r ü m m e r t wurden. Nach amtlichen Meldungen wurden 18 Ne isende des D-Zuges getötet und 2 0, d arunter achtfchwe r, v er letz t. Wie die ,;B. Z. am Mittag" meldet, ist der Unfall auschsirreud infolgs eines verbrecherisch e tt A «sch lages durch Lose« von Schreuenlaschen verursacht worden. Verhandlungen in Kopenhagen in Verbindung stehe. Sie werde für die wirtschaftliche Lage Rußlands von größter Wichtigkeit sein. Rußland habe große Mengen Waren aussuhrbereit, darunter Flachs,.Hans, Häute, Felle und auch Platin.^ Dafür benötige es in erster Linie Maschinen, landwirtschaftliche Geräte und Eisenbahnmaterial. Für die eingeführten Waren werde Rußland Kompensationen geben und auch eine gewisse Menge Gold ausführen. Petersburg werde der. natürliche Mittelpunkt für die -Ein-und Ausfuhr sein. Die Aufnatzms der Wirtschaftsbezishungen mit Rußland. Rom, 20. Jänner. (Funkspruch.) „Mefsaffgero", meldet ons London, daß z w e i M 11 q lieber bet russis^hen Bauernvereinigunfl, Morosösf und S 2. l-- meno f f, gestern abends von L o n d o n n a ch Paris a b a e r e i.st sind, um «m Austrage der Vereinigung Verhau d l u n g e n z w e ck s A u f n a h m e der W i risch ä s t s b e z i e h u n g e n nt 11 Ruß (and anzukitüpfen. Die Verbündeten snen bereit, der Reise einer besonderen Abordnung . von . russischen Vertretern in Paris nach Petersburg und Moskau zuzustimmen. Diese Abordnung. werde vielleicht schon morgen abrcneu; ihre Vollmachten würden durch Funksprnch an Moskau bekanntgegeben werden. Der Zweck der Rctse sei, sich mit der Hauptleitung der russischen Bauernvercinigungen in Verbindunfl zu setzen und an Ort und Stelle zu erheben, welche Rohstoffe an die Verbündeten rm Austausch gegen Handelswaren geliefert werden könnten. Die Bauernvereinigung zähle mehr,als fünfzehn Millionen Mitglieder- und habe während der ganzen - Kriegszeit, auch wahrend der Blockade, ihre ständigen. Vertreter in den wichtigsten.'Städten .der Ementeländer gehabt. Der Ämsturz in Sibirien. London, 20. Jänner. „Daily Mail" meldet aus T i e n 1s i n : Nach den letzten bei.-der chinesischen Regierung eingegangenen Nachrichten sind die-russischen Kadetten, die für Koltschak Partei ergriffen hatten, von den Aufständischen ist Irkutsk n i e d e r g e m e tz e l t und der größte Teil der Stadt ist geplündert und a n g e z ü n d e 1 worden- Man glaubt, daß die Truppen des Generals C a p e l, die ungefähr 50.000 Mann stark sind, Gefahr laufen, zwischen Irkutsk und dem Baikalsee umzingelt zu werden. Dis verbündeten MittelmeerfLotten sollen Südrußland schützen. Paris, 20. Jänner. (Funkspruch.) Aus Malta wird gemeldet, daß der Kommandant der Mtttelmeerstation, Admiral de Roh eck, nach Konstantinopel in See gegangen ist, wo sich bereits zwei Großkampfschiffe und mehrere leichte Kreuzer bestnden. Dte verbündeten Flotten, einschließlich des größten Teiles der britischen Mittclmeerstotte, werden alle Maßregeln ergreifen, welche durch die Lage in Südrußland notwendig werden sollten. Das türkische Parlament kann nicht eröffnet werden. Rom, 20^Jänner. lFunkspruch.) Aus Konstantinoprl wird gemeldet, daß die Eröffnung des P a r l a m e n t s wegen ' Su ger i n g e r V e s ch i ck u n g der S i tz u n g vertagt wurde. Singesendet. 1 GOLD BRILLANTENS Mg Platin, Mttmcn.Perlen, Uhren, falsche Zahne, alle Silbargegeastände EMj WM verkaufen Sie am besten dlr&kt dem Juwelier u Qoldarbelter 8. Holzapfel, M Wien, VI. Mariahllfertlrasse 79, oder Werkst&tte: I. Wolhelle 17/13, Wx Zahlt hSohste Preise, dafür eigene Verarbeitung. soi W» Ich annonciore mit den kleinsten Buchstaben zahle aber die grössten Preise für schöne grosse und kleine Brillanten, Perlen, Dosen, Tassen, Kannen, altes Porzellan, Bronzen, Uhren, antike Möbel, Bilder und alte Zähne. Juwelier- und Kunstsalon Politzer, I., Augustinerstrasse 12. 48» noRis< Wien, I., Graben Nr. 29 Sämtliche Parfüms, Puder otc. Wolff & Sohn, Dralle, Lohse, Schwarz- : lose, Mouson, Prochaska etc. : 900 Manlhurolnstrumenie, Kassetten, Kamm* u. Schlldterafwaran für den Export lagernd Antwort an Italien. Pa-/'.s, 20. Jänner. (Agenee Havas.) Dem„DLmpS^ . zufolge hat die jugoslawische Abordnung in der vergangenen Nacht die Antwort ihrer Regierung auf den . italienischen Vorschlag erhalten. D'e Antwort war ' - Sonntag von Belgrad abgegangen. aber durch Leitungsstörn.naen verzögert worden. Die Antlvort wird dem ' Obersten Rat heute nachmittags nntgeteilt, woraus die jugoslawischen De'legieclen abends vor dem Obersten" ' Rat erscheinen werden. ' , ■ . , Von der Budapefter Börse. , ' Budapest, 20. Jänner. Alna. Tel.-Korr-Bur.^- D« Borseurat hat beschlossen, nm Rücksicht auf die anßerordeuiltchf , Arbeitsanhäusung im Börsenverkehr die Börse am 2S.. 2t.. 28. . , und 3L d. M. geschloffen zu Hallen. Die Einteilung des L>qüidÄ>- ' tionskalenders wird durch diese Mak-nähme nicht berührt. Die Notierung der AkUen der Ungarischen Holzhandels A.'G,--. 'st eingestellt worden, da diele Gesellschaft sich mn dem Kickn« mstliilt der ungarischen Holzhändler vereinigt hat. Leere Stimmzettel. Budapest» 20. Jänner. kTel.-Komp.) Die Sozialdemaftate». fordern tn einem Ausruse ihre Anhänger auf, der den Wahl»« leereSttmmzellel abzugedeti. Die Verfolgung der Radilalen in Berlin. Berlin, 20. Jänner. - Am Grund des Aum.ibmsuiftarideZ sind, »wie das „Berliner Tageblatt" hört, neue VerHaltungen vor' , genommen worden. Die Nachricht eines Berlinei Blaues./wonach. M altzahn ebenfalls srstgenommeu worden iei, tr»ni ftdoch ’ nicht zu. Nach allen bisher vorliegenden Nackuch'.en üver Zeinmgs-.. verböte sind insgesamt 15 Blätterder Unabhängigen uns d« Konuimmsten fristlos verboten worden. Tschecho-slo«akifche ÄLtionar»e'«''o«Lmlnug-. ' Prag, 20. Jänuer. (Tschecho-slowi ^rttstbur.) In der heutigen Sitzung der Natiottalvermmni-ung wurde - -- der Regierungsanlrag bezüglich Festsetzung k eusstandes der tschecho-slowakifchen Abrnee uncerorei e / Darnach, wird der Friedens stand der tsch:choi slowakischen Armee sür die ersten fünf Jahre auf i - 150.000 Mann sestgestellt. Dieser Stand kann von der Regierung innerhalb der erwähnten Zeitdauer auf Antrag des Ministeriums für die Nationalver-eipi-- .i gung nach Bedarf erhöht werden. Nach Maus dieser''. Zeitdauer wird der. Stand durch Gesetz bestimmt w.ir-' den. Ueber diejenigen, welche über diesen Li a nd assentiert wurden, wird durch eine besouder-e, Tevordnung verfügt. Der Entwurf wurde dem Wchrausschns; zwecks Berichterstattung zugewieseu. /■, Das Lschecho-slowaKifche Wehrgefetz. Prag, 20. Jälmer. (Tschecho-slow. Picß^Bar) Iui L-irdev» - Verteidigungsministerium wurden gestcrn dcu nchecho-ilowaiischeu Journalisten Austlärungen über die neue ÄZelpooitage gegeben. Minister Klofac legte den Zweck der Wchivorlage dar, Geueralstabsches Pelld erörterte die Gründe Kr die Awrech.rehattvuq oeS--t.a. zweljährigen Präsenzdienstes und des vorgeschlageurn Fl standes der Armee. Ministcr des Aeußern Dr. Benesch gab eruen Ueberblick über die auswärtige Lage und über deren Euisiuß aus das Wehrgesetz, das durch keinen Mllilarismns. wndirn nur dmch-' die Rücksicht auf die schwere internationale '-Gefahr diknrrt sei. , Die Prager deutsche AnrversiLät. Prag, 20. Jänner. Gestern abends 'and d'e vorn Rcttor - - der deutschen Universitär emberufenr große Prüteftuerfammlüng der Prosesforen und Studenten statt, m her gegen ocks neue Universitätsgesetz Stellung genommen wurde. Ein Exposö Dr. Benesch' Liber die politische Lage. Die Prager Abmachungen zmisckre» der Tschecho» Slowakei und Oesterreich. Prag, 20. Jänner. Im Ausschuß sür äußere Angelegenheiten erstattete Minister des Aeußern Dr. Bcnescki über die politische Lage ein eingehendes Expose. Er berichtete über seine ‘ Bei Handlungen in Paris und London und gab eine Darsteltmig älle^ . Fragen der Ententepolitik gegenüber R u Ü 1 iv i^b. ■ sowie der Politik der T s ch e ch 0 ° S l 0 m ä 1 e i gegenüber Rußland. Er präzisierte Werner' den Htandpunkt der tschecho-slowakischen Regierung zu den --- ungarischen Friedensverhandlungen und bciprach alle Schrute, welche die tschecho-slowakische Regierung unternönmren hat, dauitt. der tschecho-slowalische Standpunkt in der m a g h a r i s ch e n Frage verteidigt werde. ' Der Minister machte sodann ausführliche Mitteilung über dre Verhandlungen mit bem ö fr errei ch rschen Staatskaarzler Dr. Renne >. Er wies aus den p 0 l i t i s ch e n C h a r a k t e r der Konferenzen hin ustv hob die Tatsache hervor, daß sämtliche Verhandlungen auf der . Basis des Friedensvertrages von Saint-Gcrmam geführt wurden. Zugleich teilte er mit, welche politischen Fragen in Verhandlunggezogen wurden. Zwischen der 1 s ch e ch 0 - s l a w a k i s ch e n und der österreichischen Republik seien Uebereinkommen betreffend die gemeine a m e Defensive gegen jegliche ReaktronSvers u ch e und gegen die W i e d e r h e r st e l l u n g des a l reu Regimes, sei es im polittschen oder wirtschaftlichen Sinne» getroffen worden. Beide Staaten haben aus alle Ansprüche' welche »m Saint-Germainer FriedenSvertrage nicht enthalten sind. Verzicht geleistet. Beide Staaten seien bereit, zur schnellen Konsolidierung der inländischen Verhältnisse und auch jener in den Nachbarstaaten aus der Grundlage der freien, gelegentlich abgcschloffenen Verträge wirtschaftlich mitzuarbeiten. ES handle sich hier nicht um einen Bund zwischen diesen beiden Staaten, sondern nur um Mitarbeit. Jedes Bestreben nach einer Föderation oder Zollunion werde grundsätzlich abgelehn und es werde nur solche Politik betrieben, welche imstande sei. beide Staatm einem guten und f r e u n d s ch a f 1 l i ch e y Verhältnis zu emauder und auch zu den andererr neuen Staaten MittelemovaS -ozusührrn. Das Ziel der rschechv-