Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 357 (19.1.1920)
- Date
- 1920-01-19
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. S5l ZVien,'Montas Die Niederlage Geuikins. London, is. Jänner. (Tel -Komp.) Die Abreise des Akriegsministers Churchill und deS ersten Lords der Admiralität Walter Lang nach Paris wird von den Blättern als ei» Zeichen neuentstehender Sch wierigkeiten betrachtet. «Daily Expreß" schreibt: Wie festgestellt wurde, sind Churchill und Walter Lang vom Premierminister dringend zu einer Beratung über die Maßnahmen, die die Alliierten Nach der Niederlage D e n i k i n S für ihre Jntereflcn tu Asien zu treffen haben, entboten worden, da man glaubt, die Bolschewiken werden versuchen, ihren Angriffskreis auszudehneu iund auch ihren Einfluß in der Türkei zu 'erhöhen. Die Entwicklung der Sachlage in Rußland hat ohne Zweifel die Konsolidierung der Verhältnisse ungünstig beeinflußt. »Morningpost* betont in einem Leitartikel nachdrücklich. England müsse Rußl a n d h e l f e n, sich vom Bolschewismus zu befreien. Der Streik im Ostrauer Revier.; Mährifch-Ostrau, 17. Jänner. (Meldung -es iTfchecho-slowakischen Preßbureaus.) Das Ministerium für öffentliche Arbeiten hathieher telegraphisch mitgeteilt, daß tut« von der Regierung binnen kürzester Zeit zn entsendende Kommission die Forderungen der Arbeiterschaft prüfen werde. .Voraussetzung Hierfür sei jedoch die allgemeine Arbeits. aufnahme. Prag, 18. Jänner. .Tribuna* meldet aus Mährifch-Oftrau, daß die radikalen Elemente, die nach Wie vor in der Streikfrage die führende Rolle spielen, von einer Rückkehr zur Arbeit nichts wissen wollen und bestrebt sind, den Ausstand bis zum 24. d. M. hinauszuziehen, welcher Tag der Regierung als Frist für die Durchführung der Forderungen gesetzt worden ist. Sollte den Forderungen der Ausständigen entsprochen werden, müßte man mit einer neuerlichen Erhöhung der Kohlenhreije rechnen. _ Tagesbericht. \ „Wir fan Terroristen!" Plattenbrüder stürryen ein Caf6. ' Eine. Bande von ausgesprochenen Plattenbrüdern M gestern nachts einen Ueberfall in einem Familien, cafe im 20. Bezirke veranstaltet. In dem Cafe waren etwa 300 Gäste zugegen, als nach 10 Uhr plötzlich die Tür aufging und ein Rudel von ungefähr 15 Burschen mit lautem Halloh eindrang. Die Burschen schrien: Mir fan Terroristen!" und „Morgen werdet ihr schon sehen...!" und benahmen sich sehr gewa-ttotig. Sie ergriffen'die Marmorplatten und das Geschirr und warfen alles auf den Boden, so daß Platten, Gläser und Schalen in Trümmer gingen. Der Gäste bemächtigte sich eine Panik. Sie ergriffen durch Türen und durch Fenster die Flucht. Die Plattenstrolche eilten ihnen auf die Straße nach und mißhandelten sie. Daoei erhielt der 58jährige städtische Oberlehrer Josef Faltit s ch e k, 20. Bez., Heinzelmanngasse 22 wohnhaft. , eine fünf Zentimeter lange bis auf den Knochen reickende Hiebwunde am Schädeldach. Die Rettungsgesellsckast verband ihn. Nach der „Heldentat zogen die Pattenbrüder ab. Mit Revolver «ud Meffer. Gestern mitternachts ging der 29f8hrige Kaufmann Hugo Beroun. 1. Bezirk, Tiefer Graben 36 wohnhaft, über die Seilerstätte nach Hanse. Plötzlich rempelte ihn ein unbekannter Mann an und zog nach kurzem Wortwechsel einen Revolver, den e: auf den Kaufmann anlegte. Beroun packte ihn an der Hand und hinderte ihn. zu schießen. Da griff, der Mann in seine Tasche und holte ein Messer hervor, mit dem er auf den Kaufmann einbräng. Er schlitzte ihm in einer Länge von 12 Zentimetern die linke Wan^e auf und brachte ihm an der linken Hand mehrere bis zu 8 Zentimeter lange Schnittwunden bei, die zum Teile die Strecksehnen durchtr-eUnen. Dann lief' der Gewalttäter davon. Ein SicherheitSwachmünn' brachte Beroun zur NEungspefelftchaft, hie den Schwerve^lebten, der vielleicht eine Lähmung der linken Hand davon-- tragen wird. verbatH. Beyoun wurde auf die Unfallstation geschafft. Nicht weit von seinep Wohnung, Währingerstraße 61 wurde gestern nachts der 21jährige HandelSangestellte Max Fischer von einem unbekannten Mann angeblich ganz grundlos mit einem Messer siberfaKen und durch mehrere Stiche in den linken Oberarm schiver verletzt. Keine AyrthhdftNden in Men? Die Polizeikorwspondenz meldet: Am ly. Jänner 1920 waren in Wien Gerücht« verbreitet, daß ungarische Offiziere und Weißgach'sten in auffallend großer Zahl in Wien weilen, nntz es wurde dje Befürchtung ausgesprochen. daß dieselben einen Anschlag planen. Auch mehrere Tagesblätter brachten solche Notizen und erhoben die Forderung, solchen Leuten einfach die Einreisebeivilligung zu verweigern. Diese Aucst.'errungen beruhen, wie fest^estellt werden konnte, auf den Mitteilungen einzelner politischer Flüchtlinge, welche die Nachricht verbreiteten, daß l«' waljfame Verschleppungen van Personen, welche zurre t der Näwdcktatur in Ungar!! einc hervorragende R'oiie ge,vielt haben, geplant seien. Wenn ungarische Polizei" suntttonäre nach Wien gebarttinen sind, so wurde dafür Wiener Morgensdfttttff 19. Jänner iE Sette A Eingesendet. Ir~ » fiorisc Wien, Graben Nr. 29 Sämtliche Parfüms, Puder etc. Wolff L Sohn, Dralle, Lohse, Schwarz- : loae, Mouson, Prochaska etc. : wo Manlfcur-Snsfrumente, Kassetten, Kamm* u. Schlldkrotwaren für den Export lagernd SG OLD BRILLANTEN HM Platin, Münzen. Perlen, Uhren, i»leche Zähne, alle Silbergegemt&nde verkaufen Sie am betten direkt dem Juwelier u. Qoldarbetter S. Holzapfel, ®Wien, VI. Marlahllferstraste 79, oder Werketktta: t. Wolheile 17/(3, Zahlt h3obsta Preise, da fOr eigene Verarbeitung. 904 Sorge getragen, daß ihr Aufenthalt, der nur der Regelung privater Angelegenheiten diente, nur von kurzer Dauer war. Die Angekommcnen waren auch bisher stets mit vollständig ordnungsmäßigen Reisedokumenten versehen. Es erscheint ausgeschlossen, solchen Personen die Einreise nach Oesterreich oder den kurzen Aufenthalt, in Wien ohne begründeten Anlaß zu verwehren, zumal zu besorgen ist, daß anderenfalls an der nieöerösterreichisch-ungarischen Grenze Repressalien gegenüber österreichischen StaatsangchSriaen geübt würden, was für die Lebensmittelversorgung der Grenzbevölkerung von den nachteiligsten Folgen wäre. Der Personenverkehr auf der Siwdahn eingestellt. Die Betriebsdirektipn der Südbahn in Wien teilt mit, daß auf den österreichischen Linien der Südbabn der Personenverkehr in bet Zeit vom 19. bi» einschließlich 25. Jänner l. I. wegen Kvhienman ei» eingestellt werden muß. Dienst- und ^rbeiierzüge verkehren im gleichen Umfange wie an den Werktagen der vorjährigen Weihnachtswoche und sind nur für Besitzer dauernder Fahrlegitimationen benützbar. Nähere AuMnste erteilen die Stationsvorstände. Der grDtzte Aeroplan der Welt. Wie die Londoner „Times" meldet, wird gegenwärtig in den nordengli schon Kickerswerlen an der Fertigstellung eines Aeroplans gearbeitet, der der größte der Welt sein wird. Dich Maschine ist so konstruiert, daß mit diesem Flugzeug zur selben Zeit mehr als hundert Passagiere werden befördert iKfet.lc: Aeroplan wird für Rechnung der engUich.n Regierung gebaut und nach Fertigstellung als „Vickers Vigilant" in Verkehr gesetzt werden. Em,,clhcitru über die Dimensionen, Bemannung «sw. 'dieser RicrenflugzeugeS werden wohl nicht veröffentlich-', doch glaubt die „Times" Mitteilen zu können, daß eS mit acht Rolls-Royce- Maschinen von je 700 Pferdekräften ausgeftattet sein und nur für staatliche Dienst/secke ve:wend \l wer^rn. wird. Zu erwähnen wäre noch, daß ans dem Vi^er ch?" Atelier auch li. Eutwllrst der bei d^n tran.-atlauLi.ch. u; und anstraft chn Flüzen wroende et Maschinen hervor- ' gegangen sind. ■ Die öffentliche Gesundheitspstege im Altertum. Dank den Hatzen Fortschritten der mu;eirlichm Technik baut mm» ttt unsere» Tagen im Waffer genau so trocken wie über dem Wassrrsplcgel. Dem Mittelalter war diese Errunqenschaft fremd. ' Dagegen ueitn bie Auffchiüffe, die uns die Ausgrabungen in Vorderasien über dte hyg,rutschen Verhältnisse t« den llein-! asiatischen Siüote» des gtamn Altertums gaben, seinerzeit die größren lieberlaschungcn hervor und zeigten, daß damals schon viele Zweige der öfftmlichen Grsunddetlspflege, so bas Kanaltsationswesen und die Bauhygiene, bedeutend besser entwickelt waren als im Mü'.elalter. Neuere Ausgrabungen und die Auffindung von alten Asphaltbergwerken in Dorderasirn lasten nun, wie die »Deutsch« Straßen- und Kleinbahn-Zeitung" mitteilt, erkennen, daß man int Altertum bereits die Verwendung von Asphalt und Blei zu Jsplierungszweckeu kannte. Daß man Blei benutzte, ist nicht weiter befremdend, wußte man doch schon sehr früh von den Vorzügen dieses wichtigen Materials. So wird bereits 1475 v Chr. in dm Beuteverzcichniff.y des ägyptischen Königs Thutmosis IH. von erbeutetem Blei berichtet. Dagegen zeugt die Verbindung von Blei mit Asphalt für einen hohe« Giad der hygienischen Erfahrung NNd technischen Geschicklichkeit, die man in fernen Zeiten beseffen habe» muß. .- ’ . | Das Helium-Luftschiff. Ein IZesenlustschiss mit gondeln, deren Querschnitt <i» bflit nrpdernen Ozeandampfers erimtert, mit vier Stockwerken, i» dessen obersten die Paar« sich im Tanze drehen, während der nächst« de» Speisesaal und die Kabinen «ilthält »nd die unteren Küche und Gepäcksräume äufweisen --> b<iä ist das Zukunftsbild, wiedie Amerikaner mit Hilfe des Heliums verwirkliche» wolle». Vor einigst Monaten kam die Meldung, daß es gelungen sei, das HeliumgaS, dessen Grzeugungspreis sich bisher auf etwa 60.000 Doilar für den Klthiknreter gestellt hatte, in hinreichenden Mengen und für 31/2 Dollar herzustel en, so daß es nunmehr industriell . verwertet werden könne. Damit wäre ein Fttllgas für Luft- ) schisse. gewouMn. das aegenüber dem bisher vertoeudeten außerordentliche Vorteile infolge seiner Uneniflämmbarketh seines hohen Austriebes und seiner nur halb so großer Difsusionsgeschwindigkeit aus weist. Ingenieur Gohl«, der in neuesten Hest der „Umschau" bie zur Heliumgewinnung benutzten Verfahren schildert, weist auf die Vorteil« hin, die «in solches Luftschifs dem Flugzeug gegenüber haben würbe. Zunächst ist das Lustschiss dem Flugzeug durch sein« Beftachtüngs- Möglichkeit überlegen, die mit zunehmender Größe steigt nnt schon bei den heutigen deutschen Starrschtssen an Nutzlast übe» 50 Prozent deS Gesamtauftriebes ausmacht. Es ist ferne« im Gegensatz zu der oft ausgestellten Behauptung, wenige» Landungspersonal für das Luftschiff nötig als für das Flugzeug, wenn man nämlich beide auf der Basis gleicher Brfrachtungsmöglichkeit-en miteitrander vergleicht. Nach eine» englischen Statistik betrug die für eine geflogene Stunde in Anspruch genommene Mannschaftszahl bet Flugzengen 3.5, bei Luftschiffen jedoch nur 1.62. Vor allem aber sind die Vorteile der Unentflammbarkeit wahrscheinlich noch nicht im ganzen Umfange erkannt. Wenn alle branderrenenden Teile, wie Motore und Benzinvorräte, ohne größere Echntz- Maßnahmen in bas Innere des Tragkörpers verlegt, werden körinen, so werden auch die Außengondeln verschwiitden und durch die Verringerung des Luftwiderstandes die Leistung-.'« der Luftozeanriesen gesteigert werden können. Man kann auch die in den heißen Abgasen der Motore jetzt vergeudeten Kalorien ausnützen und eine Austriebssteigerung erzielen, die eine Erhöhung der Bequemlichkeiten für die Passagiere mit sich bringen wird, so daß sich die eingangs erwähnten ausschioeifenden Zukunftsbilder erklären. Bei solche»..,Düneu« sionen» wie sie jetzt schon geplant werden» liegt «S nahe,^zn vermuten, daß auch die viel rationellere Dampfmaschine noch eine Rolle im Luftverkehr spielen wird. Infolge der geringeren Disfusionsgeschwindigkeit bedarf bas Luftschiff in Zukunft nicht mehr so häufiger Nachfüllung; der Luftschiffauftrieb hat weniger unter den Folgen atmosphärischer Unbilden zu leiden, und man wird auch große Luftschiffe ft behandeln können, wie man es mit den kleineren Prallschiffen bereits im Kriege gemacht hat, die man wochenlang nicht in Hallen gebracht hat, sondern an Schiffsmasten in der Luft beweglich verankert hat. Die industrielle Herstellungsmöglichkeit des Heliums leitet so ein neues Stadium der Lüftschiffentwicklung ein, dessen Aussichten fast unbegrenrt erschauen. ’_ * Italienische Gesandte Ans Rom wird gemeldrt: Chiarailioiitr Bordonarotfl zum Geiandtm in P r a pl ernannt worden. A l d r 0 v a n b t ist lüc den Posten eines Gchchäiisträgrrs in B e r l t » auserschen. * Geschiistsvinbrnch. Am 17. d. M. nachts, wurden »« ^e|chiitt3viiume der ckrmstchen P.t?-'rel deS Kar l K o z a k, X., Davidgaffe Nr. 55. erbrochen. Gestohlen wurde« 30 tzerr-rr» an'üae, 70 Bluien, vrrickiedene andere Kleidungsstücke, Mäutcl und Vorhänge ,m Ge amtwerie von X 110.000.—.' * Levensmiide. Dte 26iährige Privat" Mattzilkr K 0 tz o u t, XX.. Kamvstratze Nr. 13 wohühas^. nab« gestern abenhs wegen häuslichen Zw steS Lysol und wurde von der Retmngsgesellschast ins Allgeme ne KranirnharL grdrattzl. * ILdisrlie Schreb erg artend olonie. Hcnre Mon» 6 Uhr abends, flndct im Cafs Prückl. Stubenrmg. eine Vordesprechung zur Gründung eines Jüdischen Schrebe^ ga:i-'v-'sinn * Die Bahnverbindung Basra—Bagdad fertigseftettt. Die Reuter meldet, ist die Bahnlinie, welche Vasra die Hafen^ stadt von Mesopotamien, mit Bagdad verbindet, fertigg-stcllt und soll in kürzester Zeit der allgemeinen Benützung übergeben werden. Die Personenzüge werden die Strecke Basra— Bagdad in 23 Stunden, die Güterzüge in 48 Stunden zurücklegen. Durch die in Aussicht genommenen Berbefferungen wird sich die Fahrzeit für Personenzüge allmählich auf 12 Stunden reduzieren. * DaS Wiener Elend. Die gegenwärtig in Wien anwesenden Delegationen der schweizerischen, schwedischen und dämschen Hilfsaktionen haben unter Führung von Vizebf'rgerm.'istrr Winter die von größtem Elend betroffenen Bezirke Wiens besichtigt und eine Anzahl Wohnungen der ärmsten Be-, völkerungsschichten besucht. Die Inspektionen hinterlretzen. einen tiefen Eindruck bei den Delegierten, besonders die von kinderreichen Familien angefüllten Kellerwohnungen., * Saalspecre im Ingenieur- und Ärchitektenverein. Der Oefierreichische Ingenieur- und Ärchitektenverein teilt mir, daß wegen Kohlenmangels und Verkehrssperre alle Versammlungen, Sitzungen, Konzerte und Vorlesungen dis auf weiteres urtterbleiben. * Religiöser Wahn. In einem Anfall von religiSsem Wahnsinn bat sich am Samstag vormittags die Söjäbriae Schneiderin Antonia R., 20. Bez.. Wallenstrinstraße wotznhasi, bei der Brigittabrücke in den Donaukanal zu stürzen verinchk; sie wurde von Passanten zurückgehalten und auf die psychiattiiche Station gebracht. * Die Derhandlmrs gegen Man» »nd Genossen Wurde für de» 3. Februar anberaumt. Die Verhandlungen gegen Muna und Genossen dürsten einigr Tage in. Anspruch nehmen. Wie dir ,Narvdni Lisiy* erfahrt, wnrde Muna gestern m Begleitung italienischer Legionäre von Pantratz in den Garnisonsarrest auf dem Hradschin gebracht. 9 Ä, 10.000 ttt einer Nacht vergeudet. Der 84j8htt« Hanpelsangestellie Emanurl H e r s ch k 0 w i tz hat am 14. d. M. seinem Dienstgeber. dem Gemffchtwarcntzändlcr Jakob Schwarz Schweglerstraße Rr. 14 wohnhaft, einen anvertrauten Betrag von K. 10.150 unterschlagen nnd ist durchgegangen. Am 16. d. M. wurde er verhaftet und dem Landesgerichte cingeliefert. Er batte von der Summe keinen Heller mehr bet sich; das gatize Geld hak er in einer Nacht vergeudet. * Blatteruepidemie itt Nordböhme». Aus Warnsdorf wird gemeldet, daß sich die Blattem neuerdings in den Gegenden von Haida. Böhm.-Kamnitz Stein schS na« und K r e t b i tz ausbreiten, bösartig verlaufen und m HaidaschondreiTodeLppfer forderten. * Razzia in Stundenhotels. Freitag und Samstag früh wurde in den Stundenhotels ^Adlerhof* a« Hafnersteig und „Tiiolerlw!" in der Grashofgasse eine Rey sion nach unkovttol« Iterten Prostituietten vorgenommen. Dabei wurden Sl Frauen und Mädchen angehalten, von denen 15 geschkechtSkrank waren und rn das Frauenspltal in Bteidling geschasst wurden. Unter de» 15 Kranken waren 5 jugendliche, 344