Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 356 (18.1.1920)
- Date
- 1920-01-18
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Ne. 350 Wien, Vvnnrag Wiener Mvrgenzerrnns DßlfentlichcTra/ikantenversammlung Sonntag den 18. Jänner I. J.y 4 Uhr nachm., Suflet im grossen Saal der Bäckergeno'senschaft, Wien, VMI., riorianigasso 13 (im Hofe), eine öffentliche TraflkantenversammBung mit folgender Tagesordnung statt: l. Bericht sowie wichtige MLtte.lungen an die Trafikantenschaft wegen weiterer Massnahmen betreffend die Uebernahme der Abonnements der Wiener Tagesblätter. I. Wichtige Standesfragen. i. Allfälliges. ReiciisvErband der Trafikanten-Uerelne Oesterrelcfis 155 Edmund Löffler, Präsident. * Gin RotschildPreis für die rtniversitLt in Jerusalem. Nach einer Neutermelduna Hat Mr. James Rot- Nilld zum Zwecke der Errichtung einer Preisstiftung für Arbeiten ruf dem Gebiete der Hebräischen Poesie an der zu gründenden »ebräischen Universität Jerusalem fünfhundert Pfund Sterling iewidmet. Die Stillung wird. den Bcrsügungen des Stüters, entsprechend. den Namen „Deborahpreisstistung für hebratsche poesie" führen. E Skr Ramsey gestorben. Aus 8 o n d o n wird gemeldet:. Sir George Dalhouse Ramsey ist im Alter von >2 Jahren in London gestorben.. Er hat 10.000 Pfund Sterling mr Förderung der Forschungen m Mathematik, Physik - und ftaturwlsienschaften gestiftet. » Wiener jüdische Kinder in die Schweiz. Das 8t. Galler Komitee der Schweizer Hilfsaktion für notleidende ftdisckle Auslandskinder tc*lt mit: Laut Beschluß sämtlicher üdrscher Komitees, die am 7. Dezember in Baden getagt haben, soll die Aktion für Versorgung der notleidenden jüdischen Uuslandskinder sofort wieder aufgenominen werden. Wir kalten geglaubt, daß das Frühjahr der gegebene Zerivunkt hierfür fti, allem die Not und das Elend ist überall und speziell in Wien derart gestiegen, daß em weiteres Zuwartcn verhängnisvoll für die notleidenden Kinder wäre, weshalb wir. uns entschlossen haben, schon a m 15. F e b r u a r d e n ersten L r a n s p o r t v o n 5OO K i tibertt kommen zu lassen. * Jüdische Schrebergärten. ^Mann-gsache Momente sowohl ökonomischer, als geistiger und, in Verknüviung beider dolksreiormischer Art, haben m jüngster Zen allenthalben zur Erstarkung der Schrebergänenbewegung im Zusammenhänge nnt stedlerischen Bestrebungen überhaupt geführt. Innerhalb des jüdischen Volkslums haben der Zionismus und die Rcnalssancebewegung mr weiteren Sinne gleichen Bestrebungen dre Bahn frei gemacht. In solchen Zusammenhängen, denen znm Beispiel auch in München unlängst der „Danielbund" entsprungm ist. soll nun auch in Wien der Versuch gemacht werden, die Gründung einer jüdischen Schrcbergrntenkolome ins Auge zu fassen. Eine Vorbesprechung findet Montag den 19. d. M. um 6 Uhr abends im Eaf6 Prückel, I., Stubenring, statt. * Internierung jüdischer Auswanderer in Holland. Vom holländischen Komitee für Auswanderer kommt die Mitteilung, daß täglich zahlreiche Auswanderer aus Osteuropa m. Holland ankommen, um von dort die Ueberfahrt nach Amerika m machen. Da ste aber nicht die vorschriftsmäßigen Dokuinente besitzen, werden sie in Gefangenenlagern interniert, wo es ihnen natürlich nicht gut geht. Das Komitee ersucht ,im Wege der Presie alle.A'iswanderer. zu warnen, nicht früher die Reise anzutretcn, bevor sie nicht durch Fachmänner festgestellt haben, daß alle ihre Dokumente m Ordnung sind.. Erst vor kurzem haben wir auf ähnliche Leichtfertigkeiten yon Auswanderern nach Palästina hingewiesen und nmr kommt die gleiche'Warnung aus Hollands Es ist höchste.Zeit, daß die Regelung der wilden Auswanderung in allen'in Betracht kommenden jüdischen Zentren endlich organtstert werde und klaglos'sunktiomere'! . , * Streik im Linzer Stadttheater. Das gesamte künstlerische und technische Personal des Linzer Landcstheaters ist infolge des ablehenden Verhaltens der Direktion gegenüber der Forderung nach Bezahlung für 12 Monate bet elfmonaüger Spiäzeit. in den Ausstand getreten. , * Eine Millionenspende sür Wien. Die Stadtverordnetenversammlung von K ö l n hat beschlossen, den Betrag von einer, Million Mark als Liebesgabe für die Stadt Wien zu widmen. Staatskanzler Dr. Renner hat aus diesem Anlasie etn in herzlichen Worten gehaltenes Dankschreiben an den Oberbürgermeister von Köln, Dr. Adenauer, gerichtet. * Zionistisches Landeskomitee für Deutschöfterreich, Die für Montag, Mittwoch und Donnerstag anbcraumtcn Sitzungen des Landeskomitecs, des Klubs der Mandatare und der Delegierten der Bczirkssekttoncn entfallen wegen der Verkehrsmtd Belcuchiungsbeschränkungen. * Organisation btt Wiener Presse. Montag den 2. Februar um i/slO Uhr vormittags findet im großen Sitzungssaale der Handels- und Gewerbekammer, I., Stubenring 18/10, die ordentliche Jahresversammlung der Organisation der Wiener Presse mit folgender Tagesordnung statt: 1. Tätigkeitsbericht des Vorstandes. 2. Bericht der Rechnungsprüfer und Antrag aus Erteilung der Entlastung. ‘ 3. Der Journalisten- - stand- und die Gesetzgebung; Berichterstatter: Dr. Edmund Wemg^-raf.- 4. Wahl des Vorstandes, des Ehrenrates und der^RechnungsPrüser. 5. Beschlußfassung über die Höhe der Änsnahmsgebühr und des Mitgliedsbeitrages. 6. Anträge des Vorstandes aus Aenderung der Satzungen. 7. Sonstige Anträge und Anfragen. — Heute um 1/210 Uhr vormittags findet im Staatsprüfungssaale des niederösterretchischen Landesschulrates eine Delegiertenkonferenz zur Vorbesprechung des Wahlvorschlages statt. , * Englisch und Hebräisch unterrichtet Professor Dr. F. Leo Mc. Caul Smylh, Cambridge Universtlyf Wien, XIU., Leyserstraße 15. * Das bestrenommierte Bankhaus B. Lustmann» Bäckerstratze 2, übernimmt den Ankauf und die Eintreibung aller Forderungen, auch dubioser, mt Jn- und Auslande. * Ehat Noir. Die neue Kleinkunstbühne in der Mariahilserstraße zeigt das ernste Bestreben, sich von den Krckerlitzchen des üblichen Kabmettprogramms loszusagen. Direktor Heinrtch W e i n t n g e r hat für ein geschmackvolles Debüt gesorgt, an dem nur wenig auszwetzen ist, wie zum Beispiel gewisse zu weit gehende „Freiheiten" der nicht unbegabten Berla B a l e r 0 und die „Zauberkünste" des Herrn L a r e t t e, die sich nicht in den Rahmen einer ambitionierten ..Kleinkunstbühne" cinsügen lassen. Grete Wlesenthals duftige Tänze wecken enthusiastischen Beifall; Herr H ö b l i n g vom Burgiheater findet tm Friedmann-Frankichen Skeich „Der rote Jmi" m Joe Lars einen nicht unebenbürtigen Partner. Bik'or H e r m, Magda Sonja v und das mondäne Tänzevaar K ö v ü. r y und T e r r ü sind erstklassige ..Nummern". Nicht unerwähnt darf der musikalische Leiter Musikdirektor S i l v i n g bleiben, dessen femsühlige Art alles Leb verdient. nn. * Neue Bierpreise. Die sprunghaften Preissteigerungen nuf allen Gebieten haben die Brauerstelle veranlaßt, um Neufestsetzung der Vierpreise anzusuchen. Vor einigen Tagen fand.nun in der ZentralpreisPrüfungSkommission eine Sitzung Me.c/hMUtLte.n. Kreise. eliMliMich der V.erbraucherpkrtxe^ statt, bei der die vorgelegten eingehenden Berechnungen der Brauerstelle Posten für Posten durchberaten wurden. Auf Grund dieser Prüfung wurde der Preis für einen Hektoliter lichten (inländischen) Bieres mit K. 282.— (ohne Berücksichttgung der Verzehrungssteuer), für einen Hektoliter dunklen Bieres mit K. 307.— festgesetzt. Auf Grund dieser Brauereipreise mußten auch die Ausschankpreise und die Preise für Flaschenbier neu bemessen werden. Nach einer Verordnung der Landesregierung beträgt der Preis in den Wiener Gasthäusern für einen halben Liter lichten Bieres K. 2.40, dunklen Bieres K. 2.60 und für das Seidel K. 1.60 und K. 1.80. Die Flasche Bier (ein halber Litet) kostet beim Gastwirt und Kleinverschleißer (Greisler) K. 2.64 (lichtes), K. 3.10 (dunkles) und im Kaffeehaus K. 3.60 und K .4.—. Diese Preise sind Höchstpreise, weshalb ihre Ueberschreittmg empfindliche Arreststrafen nach sich ziehen würde. Die Höchstpreise beziehen sich nur auf inländisches Bier. Um nun das Publikum vor Unzukömmlichkeiten zu schützen, hat bereits eine frühere amtliche Verfügung angeordnet, daß in den Bierverschleißtokalen durch eure Tafel anzuzeigen ist, wenn das teurere ausländische Bier ausgeschäntt wird. Die Preisfestsetzung auf dem flachen Lande in Niederösterreich wurde den Bezirkshauptmännschasten überlasten. * Polizeiliche Verwertung der Telepathie und Wachfuggestkon. Auf Einladung der Polizeidirektton hielt Dr. Leopold Thoma am. 15. d. M. im Schulsaale des Polizeimuseums vor den Funktionären der Polizei einen Vortrag über die Ergebnisse seiner Studien über die kriminalistsche Verwertung von Telepathie und Suggestion. An den Vortrag, in welchem die Ergebnisse aller diesbezüglichen Forschungen zusammengefaßt erschienen und die praktischen Möglichketten erschöpfend auseinandergeseht waren, schloß sich eine Reihe sehr interessanter Versuche mit Angehörigen der Polizei an, welche unter Kontrolle der anwesenden Polizeiärzte stattfanden. Sämtliche Experimente gelangen in verblürfender Weise. Unter anderem enträtselte Dr. Thema verschiedene konstruierte Kriminalfälle auf telephatischem Wege ohne jeden Kontakt. Hierauf gelangten einzelne Fälle von Wachsuggestion zur Darstellung, worauf Dr. Thoma die Möglichkett der Aufhebung der suggestiven Beeinflußbarkeit erfolgreich denionstrierte Sehr interessant waren die folgenden Versuche, in denen Dr. Thoma an ihm bis dahin unbekannten Personen die Ausführung krimineller- Suggestionen durch den bloßen Anblick seines photographierten Blickes erzielte. Die Vorführungen fanden ber allen anwesenden lebhaften Beifall. * Aus dem Rathause. Der Stadtrat tritt in der kommenden Woche am Mittwoch, Donnerstag und Freitag zu Sitzungen zusammen. Der Gemeinderat hält am Freitag, diesmal wieder um 4 Uhr, eine Sitztmg ab. .* Die Verhaftung eines Tiroler Raubmörders in Wien. Wie berichtet, wurde gestern,in Wien ein Speditionsbeamter verhaftet, der im Verdachte stand, am 9. d. M. auf der Straße nächst Pians in Tirol den Kaufmann Johann Krismer in gräßlicher Weise ermordet und beraubt zu haben. Nach den Angaben der Angehörigen des. Ermordeten fehlten ihm 30.000 bis 60.000 Kronen und Geld in fremder Valuta. Der Verhaftete ist der Spedittonsbeantte Karl Münster, am 3. Oktober 1891 zu Mährisch-Weißkirchen geboren. Der Verhaftete ist geständig. _ Adolf Stand-Stiftung. Wir erhielten für die Adolf Stand-Stiftung der „Wiener Morgenzcititiig" von Friedrich Ungar, Wien, l., X 30.—. Bisher eingelaufen X 6697.—. _ Vereinsnachrichten. (Nachrichtenvon " er cnenerfcheinenausnahmsl 0 sn u r am T a g e d er V er a n st altung.) Heute: Hochschulkurse des JüdischenHochschulausschusses. Sämtliche Kurse werden bis zur Wiederaufnahme des Straßenbahnverkehres v e r s ch 0 den. Auch der Lichtbtldervortrag des Herrn Dr. Brawer wird bis dahin verschoben. Sämtliche Vereine, Verbindungen und Bezirkssetttonen Wiens, .die H e b r ä i s ch k u r f e führen, werden ersucht, ehestens die Zahl derselben dem Kulturamte des Jüdischen Hochschulausschusses bekanntzugebcn. — Zionistische Bezirkssektion XX. *,46 Uhr abends. Dr. N. M. Gelber: Die Geschichte der Juden in Polen im XIV. und XV. Jahrhundert. — Vorbesprechung zur Gründung einer jüdischen Schrebergarten- Kolonie im Cas6 Prückel. I., Stubenring, 6 Uhr. — Musiksektion derHakoah. Präzise Vz10 Uhr vormittags Gesamtorchesterprobe im 'Vereinssaale des Konzerthauses <Heumarkt). Nachdem die Ausstellung, der Kammerinusik-Trios und Quartette erfolgt, ist das Erscheinen sämtlicher Mitglieder Pflicht. ' HQTREPARATUR-ANSTALT Herrenu. Damenhüte werden nach neuest. Mode prompt und billigst modernisiert XVXXX^W Springer Gürtet 31 und VII., BXariahilferatraaae 86 in allen DreiSiaaen. Reparaturen unter Garantie. Farbbänder sür ave Systeme, erstllaffiges Material. Leop. Kurzer, Wien, VII., Wchbahiistraße 23. Telehpotk 31537. sas Letzte Nachrichten. Die Präsidentenwahl. .Versailles, 17. Jänner. (Havas.) Der heutige Tag war durch prächtiges Wetter begünstigt. Seit dm frühesten Morgenstunden herrschte in der Siadt lebhafteste Bewegung. Vor dem Schlöffe sammelte sich ein ungemein zahlreiches Publikum an, das auf dm Einlaß zu dm Galerien wartete. Um 10 Uhr nahmen Truppen auf der zum Schlosse führenden Straße Ausstellung. Sonderzüge brachten immer neue Menschenmengen. Nach und nach trafen die Parlamentsmitglieder mittels Automobile ein. Gegen Mittag erfolgte der Einlaß des Publikums zu den Galerien, welche bald dicht gefüllt warm. Man sah insbesondere zahlreiche Damen, die meisten waren in Traucrgemand. Um Val Uhr wird es im Sitzungssaal lebendig. Die Mitglieder der Nationalversammlung beginnen ihre Sitze ernzunehmcn. Unter den ersten bemerkt man Rrbot, Desclvcs, Jonnart und Vlviani. Auf der Reglerungsbank steht man iänttsiche Minister und Staatssekretäre mit Ausnahme Clemenceaus Kurz vor I llhr nimmt Imatsprä>idmt Bou>geois^ , dem das Präsidium des Senates Ltr Serie siebt, aus dem maschiAe»- Größte Auswahl! Billigste Preise! Leopold Steinhart, Wien, I.,Biberstraße S. __ 4073/S .. .... 1 ■ Piäsidmtensttze Platz. Das Haus erhebt fich unter Beifallskundgebungen. Bourgeois laßt die Namen der Skmtatonm verlesen^ während die Sozialisten in geschloffener Gruppe den Saal M treten. Sodann teilt der Präsident mit, daß die namentliche Ab-, stimmung bei dem Buchstaben 8 beginnen werde. Die Abstimmung erfolgt sogleich daraus und verläuft rasch. j Versailles, 17. Jänner. lHavas.) Die Sozialistenj hatten vor Eröffnung der Sitzung der Nationalversammlung beschloffen, Descha nelkeinen Gegenkandidate« entgegenmsetzen. Andererseits erklärten die Parlamentarier, die gestern sür Clemenceau gestimmt hatten, sie wurden für Jonnart oder Bourgeois stimmen, obwohl diese nicht zu kandtdierr» wünschten. Das Ersuchen um Auslieferung Kaiser Wilhelms überreicht. Paris, 17. Jänner. „Chicago Tribuns erfahr^ baß gestern um 8 Uhr abends der Generalsekretärs der Friedenskonferenz, Dutasta, dem Gesandten der' Niederlande in Paris, Jonkher London, das formelle Ersuchen um Auslieferung des Kaiser Wilhelm an einen vom Obersten'Mat einzusetzenden fünf-! gliedrigen Gerichtshof überreicht habe. Dieses Ersuchen), soll zwei Seiten eines Briefes mit etwa 600 Wertem ausfüllen und von Clemenceau als Präsidenten den Friedenskonferenz unterschrieben sein. Es wurde noch? gestern nachts fton dem holländischen Gesandten dem- Auswärtigen Amt im Haag übermittelt. Der Gesandt^' enthielt sich bei der Uebernahme des Auslieferung begehrens jeder Aeußerung. I Aus holländischen Kreisen erfährt „Chicago Hüne" weiter, daß zwar Verträge zwischen den Nieder-? landen und den verschiedenen alliierten Staaten übet? die Auslieferung von Verbrechern bestehen, daß aber-' Kaiser Wilheün auch im Vertrage von Versailles nichtbestimmter Verbrechen angeklagt sei. Seine'Schuld sei' eine moralische, die - juristisch die Auslieferung nicht begründe. Schließlich wird noch geltend gemacht, daß der Gerichtshof, der über Len Kaiser zu urteilen bestimmt' sei, sich aus Richtern zusammenfetzen soll, die dom Frankreich, Großbritannien, Japair, Italien und den Vereinigten Staaten zu ernennen wären- Nun aber habe der amerikanische Senat den Frieden nicht ratifiziert und so könne vorläufig der anterikanische Beisitzer, nicht ernannt werden. : Die Ernährung. Der Marktbericht. In der G r 0 ß m a r k t h-a l l e war gestern die Nachfrage wohl sehr lebhaft, da aber größere Vorräte zur Verftigung standen, verlief der M a r k t v e r k e b r ziemlich ruhig. An Sclchspeck zu X 69.— kamen 30.000 Kilogramm zur Ausgabe, außerdem noch ungefähr 1500 Kilogramm Pferdefleisch zu X 48.— pro Kilogramm. Auf den übrigen Marktgebieten war keine Bcfferung zu verzeichnen. Geflügel war nur an einzelnen Stellen m verschwindend kleinen Mengen zu haben, die F r s chmarkte hatten kcme neuen Zufuhren erhalten. Auf den G r ü n w a r e n m 8 r k t e n waren ektvaS beffere Zufuhren von Gärtnerware einaetroffen. An feldmäßis gebauten Gemüsen herrschte jedoch eher Mangel. Schweizer Liebesgaben. In der Schweiz ist ein neuer Liebesgabenzug von ungefähr 25 Wagen Lebensmittel in Zusammenstellung begriffen, der vom Schweizer Hilfskomitee -für hungernde Völker voraussichtlich Ende Jänner nach Wien abgesandt wird. Die Vertreter des Komitees, Fräulein Hedwig Hotz und Oskar Voßhardt aus Bern, sind gegenwärtig in Wien anwesend um die Verteilungen vorzubereiten und auch die Einrichtung von schweizerischen AuSspeffungen in Wien zu beginnen. <4 Selabgabe. Vom 18. bis 24. d. M. werde« bei dm städtischen Margariiw-(Butter-)Abgabestellen 12 Dekagramm Ocl zum Preise von X 12.24 pro Person gegen Abtrennung des Abschnttles R Nr. 175 und der beiden Abschnitie Nr. 175 süv nichtraponiertes Fett der Fettkarte ausgegeben. Organisierte Verbraucher mtt lila Mehlbezugskarten erhalten die Fettquote gegen Abtrennung der gleichen Fettkartenabschmtle bei der Verschleißstelle ihrer Konsumentenorganisation. ' Mindestbemitteltenfürsorge. In der 129. AktionSwoche erhallen alle Besitzer der rosafarbigen Einkausscheine für Wohlfahrtfleisch V» Ktlogramm Bohnen pro Person des Haushaltes zum Preise von X 2.— gegen Abtrennung des mit bem Buchstaben N bezeichueten Abschnittes m den Geschäften und Ständen der Großschlächterei an folgenden Tagen: Mittwoch den 21. d. M. A bis F, Freitag den 23. von G bis X. Montag den 26. von R bis R und Mittwoch den 28. von 8 bis 2. „sewrverna." Av rvcmwog) ven 21. i>. M. ’/s Kilo gramm Mehl, 12 Dekagramm Oel, V- Kilogramm Kartoffel auf den Buchstaben „1A Am 21. d. M. wird die Filial 1!., Kleine Sperlgaffe 6a, eröffnet. Kunden, die ab nächste Woche dort emzukaufcn wünschen, wollen sich noch im Laus dieser Woche in der Filiale, rn der ste bis jetzt emgekauit Haber unnayon.eren taffen. Auf die Dauer der Vcrkehrsemstelluu werden die Verkaufsstunden in sämtlichen Filialen von 3/..8 tUj bis 3 Uhr ohne Unterbrechung festgesetzt. Konsumstelle des Jüdischen Hochschulmtsschusses In der kommenden Woche ' gelangen im Lokale IX., Tendlet gaffe 6, Lebensmittel in nachsieheuder Ordnung zur Ausgabe Nummer 1100 bis 1620 Dienstag von 9 bis 12 Uhr vormittags 800 bis 1100 von 3 bis 5 Uhr nachmittags. Nummer 351 bi HCO Mittwoch von 9 bis 12 Uhr vormittags, 1 bis 350 vv! 3 bis 5 Uhr nachmitiags. Abgegeben werden Aepscl, amerikanische Cbeddakäie. Flerschkonserven,, Schokolade, Zwiebeln. SehMqst? Die VerkauisLett rft üenau cuMtzalten» 4622