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Wiener Morgenzeitung · 1920-01-17 · Heft 355 (17.1.1920) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 355 (17.1.1920)
Date
1920-01-17
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 355 Wien, Samstag losgelöst. Eine Folg« davon biwste eine weitce'iehens Unkenntnis in jüdischen Dingen und eine fast völlige Fremdheit: gegenüber den jüdischen GegenwarLsiendenzen, von denen meistens nur so viel zu ihrer Kenntnis gelangte, als die allgemeine Presse, ihnen vermittelte. So beschränkte sich der Zusammenhang mit dem allgemeinen Weltjudentum in den letzten Zeiten hauptsächlich auf die Teilnahme mit den Opfern der Pogrome im Osten von Europa. Es scheint nun, daß der jüdischnationale Gedanke auch in Italien weitere Kreise ziehen will und die beharrliche Arbeit l er kleinen, über treuen Gruppe von italienischen Zionisten' sich dnrchzüsetzen beginnt. Die gutgeleibete und mit v'el Wärme geschriebene Wochenschrift „Israel", die se.t kurzem in einer römischen und einer Triester Ausgabe erscheint, berichtet ihren Lesern von der zionistischen Entwicklung, vermittelt ihnen die Kunde von den Ereignissen in der jüdischen Welt und arbeitet unbeirrt an der Erweckung des Gefühls alljüdischer Solidarität. Die letzte Nummer des Blattes bringt an Leitender Stelle einen Aufruf: „Für die jüdischen Kinder Wiens." Bekanntlich siwd zufolge des werktätigen und rühmenswerten Jnternationalitätsgesühls der italienischen Sozialisten die ersten Breschen in den Wall von Feindschaft gelegt worden und Italien hat einer ansehnlichen Zahl von armen Wiener Kindern tvillia die Grenzen geöffnet. Israel" erhält nun von den verschiedensten Seiten Zuschriften, d e das Jnterrsset des Blattes für die jüdischen Kinder Wiens erwecken möchten. Anknüpfend an diese Zuschriften erläßt das Blatt einen warmen Appell an die italienischen Juden zur Aufnahme jüdischer Kinder. Es müsse , die Möglichkeit vermieden werden, daß sich Leute sinken, welche die Gelegenheit zu einen leichten „Seelenfang" benützen könnten, und man müsse den jüdischen Kindern rin Milieu schaffen, in dem ihnen jeder Haß fern ble'.be. Solange man sie zusammen mit ihren nichtjüdischen Keisegenossen belasse, sei die Gewähr hierfür nicht gegeben. Im Bahnhof von Ferrara wurde beobachtet, wie ein Kind von zahlreichen kleinen Reisege.rossen mit Püffen bedacht wurde. Nach dem Grunde ihres Tuns befragt, antworteten sie, daß es ein Jude sei. Das Blatt erhält zahlreiche Vorschläge und weist darauf hm, daß man bereits mit Geldsammlungen b egonnen habe. Dies allein sei jedoch nicht ausreichend und es müsse eine großzügige Aktion einsetzen, um jüdische Kinder in jüdischen Instituten und Familien aufzunehmen. Das Blatt beginnt denn auch bereits mit der Organisierung der Aktion. Hoffentlich wird dieser der Erfolg nicht versagt bleiben und das Liebeswerk der holländischen und der Schweizer Juden wird durch ein neues der Brüder in Italien vermehrt werten können. Hebräische Buchstaben auf Firmentafeln — . --'^staatsgefährttch. Der Stadtkommandant von Miskolcz hat, wie „Mult ös Jövö" von dort meldet, vor kurzem eine Verordnung herausgegeben, in welcher er seine Entrüstung darüber ausspricht, daß nicht nur tu den versteckten Nebengassen, sondern sogar in der Hauptstraße von Miskolcz Firmen tafeln mit hebräischen Buchstaben (gemeint ist die hebräische Bezeichnung „Koscher"' auf jüdischrituellen Viktualiengeschäften) zu finden sind. . Diese Aufschriften sind binnen 24 Stunden zu entfernen und „in Zukunft", so schließt die Verordnung, „müßte ich den Gebrauch solch geheimer Schriftzeichen als eine staatsfeindliche Aufreizung und eine Herausforderung des ungarischen Volkes anfehen und behandeln." „Mult es Jövö" glaubt den Herrn Stadtkommandanten von Miskolcz, dessen Name leider nicht angegeben ist, um ihn der öffentlichen Lächerlichkeit preiszugeben, daran erinnern zu müssen, daß man nirgends in der Welt vor diesen „geheimen Schriftzeichen" Angst hat und daß im Londoner Eastend sogar die Namen mancher Strecken, ja selbst die Stationen der Untergrundbahn neben der englischen Bezeichnung auch jiddisch mit hebräischen Lettern bezeichnet sind. Wir möchten nur noch hinzufügen, daß der Stadtkommandant von Miskolcz, wenn er nicht gar ein getaufter Jude ist, jedenfalls in Miskolcz fremd sei muß, weil er es sonst wissen müßte, daß die Miskolczer jüdischen Restaurants und Wurstläden seit jeher ko berühmt waren, daß sie bis zur Zeit, da die Koscherküche vom Konsilium, der christlichen Blocks für.Christen als rituell unzulässig erklärt wurde, verhältnismäßig von zumindest soviel Christen als Juden frequentiert wurden. Eduard Bernstein. * Vor wenigen Tagen feierte Eduard Bernstein seinen siebzigsten Geburtstag. Bernstein ist Jude, sein Vater war, ein seltener Fall, Lokomotivführer und Bernstein hat' einmal in seinen Jugenderinnerungen geschildert, wie wenig er in seiner Jugend vom Judentum gesehen hat. Trotzdem ist er immer ein aufrechter Jude geblieben und hat seine Abstammung nie verleugnet. In der Sozialdemokratie hat er stets eine bedeutende Rolle gespielt. Zur Zeit des Sozialistengesetzes war er es, der in der Schweiz das Organ der deutschen Partei, den „Sozialdemokrat", redigierte und auch die gefahrvolle Expedition des Blattes nach Deutschland organisierte. Auf Betreiben Bismarcks aus der Schweiz ausgewiesen, ging er dann nach London, wo er bis 1901blieb. Von dort aus entfaltete er eine fruchtbare Tätigkeit als wissenschaftlicher Publizist der Partei. Das größte Aussehen erregte seine im Jahre 1899 erschienene Broschüre „Die Voraussetzungen des Sozialismus". Das Buch war der Ausgangspunkt eines heftigen Kampfes innerhalb der sozialdemokratischen Partei und führte schließlich zu ihrer Spaltung. Bernstein hat darin nachzuweisen versucht, daß die ökonomische Entwicklung die Marxfche Theorie nicht in allen Punkten bestätigt' habe, inSbr'ondere gelt» das von der DerelendungStheorie, da er sich gezeigt habe: daß die Lage der großen Masse sich verbessere und an Skll-e. dKA.LNerm.MM die KMaMM KvMch- Wiener MorgenzerrunA lung ausgeriebenen Mittelstandes sich ein neuer herausgebildet habe. Er empfahl auf Grund all dieser Feststellungen eine Umänderung der Taktik und um ihn scharte sich der revisionistische Flügel der Sozialdemokratie, dem die Gegenwartsarbeit, die schrittweise E.oberung der Machtpositionen alles bedeutete und der vom Scklagwort des „revolutionären Klassenkampfes" nichts mehr wissen wollte. Das Organ dieser R'chlnng wurden die „Sozialistischen Monatshefte", während ihr heftigster Gegner, Karl Kautsky in seiner „Neuen Zeit" den Revisionismus und seinen Urheber so scharf bekämpfte, daß die langjährige Freundschaft Zwischen den beiden Männern in Brüche ging. Während des Krieges hat B'.'rnstein sich von Anfang an auf die Seite der heftigsten Kriegsgegner gestellt und als Jude den Gedanken des Völkerbundes! und der Völkerfreiheit mit feuriger Wärme verfochten. So kam es, daß er durch di. sen po'i i chen und mo a ischen Ral ilali'muZ w eder in die engste Kampfgemeinschaft mit Kautsky und den Linkssozialisten kam, während die Revisionisten, jetzt Mehrheitssozialisten genannt, sich als reaktionär und militaristisch erwiesen. In den letzten Streifigkeiten der sozialistischen Richtungen hat Bernstein i.gmer darnach gestrebt, eine Einigung herüeizuführen und als Demonstration für diese seine Mitgliedschaft bei beid>rn Flügeln angemeldet. In Bernstein hat das Indium wie'er ein.n jener vielen Männer der Welt geschenkt, deren Leben ein ständiges Kämpfen und Opfern für die höchsten Ideale des Judentums und der Menschheit bedeutet. Ist,' der Künstler. Im Berliner , Vorwärts" schr ibt eine Ungenannte: Die Zeitungen feierten einen neu entdeckten Künstler Er mußte wohl etwas können, denn der große Saal des Konzerthauses war bis auf den letzten Platz gefüllt. Als eine große, elegante Erscheinung trat er ausdas Podium. Täusche ich mich nicht? War der Künstler nicht Isidor, derP ügelknabe von uns Kindern? Und ich begann mich zu einnrn. Unsere Jugend verlebten wir in Berlin Z, in einer Gegend, dir, an und für sich eng bewohnt, auch viele Juden beherbergte, die bas ungastliche Land des Zaren mit ihr.m oft sehr zahlreichen Familienmi.gliedern verlaßen. In unserem Nachbarhause stand schon seit Jahren ein kleiner unansehnlicher Laden frei. Eines Tages verkündete an den Fmster cheiben an Plakat in schl chlem Deutsch, daß hier in Kurze eine Eierhandlung eröffnet werden solle. Bild darauf ersch'm ein Hanrwag n, der das ranze Mo.i iar ter Neu. uge og nrn enthielt, dir Eltern und sechs Kinder hausten in der einzigen Küche, die hinter dem Laden lag. Im Laden stand ein altes, zerrissenes Sofa, das sicher als Schlafstelle für zwei Personen diente, und die Kisten mit den Eiern. Der älteste Sohn J'i, ein schmächtiges blasses Bübchen mit ständig entzündeten Augen, hatte die An- und Abfuhr der Eierkisten neben den sonstigen Besorgungen zu erledigen. D e armen P oletarierkinder aus der Nachbarschaft haßten die Neu u. ezogenn. Wo immer sie sich sehen ließen, setzte es Prügel. Blutige Nasen. Jsi wehrte sich nie, nie schrie er, auch dann nicht, als ihn ein größerer Junge mit voller Gewalt an die Steinwand warf. Er hielt sich nur den Kopf und stürzte dann zu seinem Vater. Niemals kam dieser scheltend auf die Straße, er' wollte wohl die Kundschaft unserer Eltern nicht verlieren. Eines Tages lud Iw wieder Eier auf. Kaum entdeckten ihn die Kinder, als sie mit grausamer Lust die Fülle ihres Spottes über den armen Jungen entluden. Er flüchtete in den Laden. Da geschah das Unerhörte. Ein Junge faßte im U:bermute die Deichselstange des kleinen Wagens und ließ sie emporschnellen. Die auf dem Wagen stehenden Kisten kamen ins Rutschen und die Eier lagen auf dem Fahrdamm. Die Kinder stoben auseinander. Isis Vater stürzte aus dem Laden. Als er sah, daß nichts zu retten war, sein kleines Vermögen vernichtet auf der Straße lag, begann er zu weinen. Wir Kinder,- die durch die Glasscheibe des Hausflurs angstvoll lugten, waren erschüttert, als wir den. Mann, vor dessen schwarzem, gewaltigem Bart wir doch etwas Respekt hatten, so weinend vor seiner vernichteten Habe stehen sahen. Am nächsten. Tage, sollte ich schnell der Mutter einige Eier einholen. Zu meinem Schrecken verkaufte Jsi. Herzbebend forderte ich vier Eier. Ich glaubte, ihn im Zorn zu sehen. Nichts von alledem, statt der bezahlten vier Eier gab er mir fünf. Beschämt schlich ich aus dem Laden. Wenn ich es auch nicht ganz verhindern konnte, daß Jsi, seine Geschwichec und auch d?r kleine italienische Gipsfigurenhändler beschimpft wurden, so setzte ich' doch durch, daß wir Mädchen nicht mehr mittaten. Nun entzückte der arme Jsi eine vornehme Welt, die Achtlos und gleichgültig an dem Jammer derer vorübereilt, aus deren Kreisen er gekommen ist. Ein Zeugnis von Kraft, dieser Aufstieg; aber wie viel Kraft schlummert ungehoben noch in der Tiefe. Der russische Botschaftsrat im Löwenkäsig. Herr« LessareS einzioes Beraniiaen. Der ehemalige Botschaftsrat/bei der ' deutschen Botschaft in London, Freiherr von Sckardstein, erzählt im zweiten Band seiner Erinnerungen folgende Geschichte: Mein russischer Kollege Lessar«, mit welchem ich in gewisser Beziehung sehr befreundet war, vertrat als Botschaftsrat und Geschäftsträger den alten langjährigen russischen Kotjchajter; jn, goubbn« Aaron dH (Stack (5r. besaß eine hotzg 17. Jänner 1920 '/Sette'5 Maschine« Größte Auswahl! Billigste Preise,! «40 Leopold Steinhart, Wien, I., Biberstraße S. 4073/8 Intelligenz, war in der Literatur aller Sprachen sehr bewandert und konnte, wenn es ihm lag, cm sehr angenehmer und liebenswürdiger Gesellschafter sein. In seinem Innern war und blieb er aber der Typ eines waschechten Moskowiters. In seinen Lebensgewohnheiten war er allerdings nn allgemeinen für einen Moskowiter sehr mäßig. Er trank wenig oder gar keinen Schnaps, machte sich nichts aus Kartenspiel und war mit wenig Ausnahmen auch kein großer Damenfreund. Die. meisten Frauen langweilten ihn, weil sie, wie er sagte, nur in ganz seltenen I Fällen Verstand und Logik besäßen. Dagegen hatte er eine ganz' eigenartige Manie, welche, wie er sich ausdrückte, für ihn die einzig wirkliche Sensation und den einzigen Nervenreiz auf diesem düsteren Planeten darstellte. Als ich einmal am Nachmittag eines nebligen Novembertages mit einigen englischen Freunden nach dem Seebads Brighton fuhr, wo die Wintersaison gerade begonnen hatte, erschien auch plötzlich mein Freund Lessare auf dem Bahnhof, um ebenfalls nach Brighton zu fahren. Wir fuhren im selben Abteil, und als wir in Brighton ankamen, fragte ich ihn, ob er nicht mit meinen englischen Freunden und mir zusammen um 8 Uhr im Metropole-Hotel zu Abend essen wolle. „Nein", erwiderte er, „das ist ganz unmöglich, denn ich habe sehr Wichtiges hier in Brighton zu tun". Als während des Abendessens das Gespräch auf Lessare kam, bemerkte einer meiner englischen Freunde lachend, er könne sich gar nicht vorstellen, was der russische' Geschäftsträger wohl an einem Sonnabend-Abend für wichtige Geschäfte in Brighton haben könne. Ein anderer meinte, es könne sich doch wohl höchstens um ein galantes Abenteuer mit einer Frau bandeln rrsw. Nach Beendigung des Diners schlug einer meiner Freunde vor, wir möchten zum Zeitvertreib noch eine Weile in einen Zirkus gehen, welcher zurzeit in Brighton seine Zelte aufgeschlagen hatte. Wir begaben uns alle dorthin und besichtigten während einer Pause auch die Ställe sowie die Menagerie, welche der Zirkus mit sich führte. Als wir zu einem großen Löwenkäfig kamen trauten wir unseren Augen kaum, als wir Lessare in Frack und weißer Krawatte in diesem Käfig mitten unter den wilden Bestien auf einem Stuhl sitzen sahen. Neben ihm stand der Löwenbändiger mit einer Peitsche in der Hand und hielt die sich zum Teil sehr wild gebärdenden Bestien in Zucht. Ich begrüßte meinen Freund Lesiare. welcher sehr erstaunt schien, uns plötzlich vor seinem Käfig zu erblicken, und nach einer Weile verließ' er unter großen Schwierigkeiten die Löwenbehausung, wobei ihm der Tierbändiger gegen die zähnefletschenden Löwen durch Gebrauch der Peitsche den Rücken decken mußte. Wir alle amüsierten uns natürli^ im höchsten Grade ' über meinen Freund Lessare im Löwenkäfig. und nachden» er glücklich aus der vergitterten Behausung heraus war, fingen wir an. mit ihm zu plaudern. Er erzählte uns, daß'' der Sport, eine halbe Stunde im Löwenkäfig zu sitzen, ihn sechzig Pfund gekostet habe. Wegen der damit verbundenen Gefahr und Verantwortung, welche der Tierbändiger trage, habe der Zirkusdirektor anfangs hundert Pfund von ihm verlangt, während er selbst nur fünfzig geboten habe. Schließlich habe man sich auf sechzig Pfund geeinigt. Diese Summe habe er aber gern befahlt, denn in einem Löwenkäsig zu sitzen und sich von den Bestien anknurren zu lasten, sei für ihn die einzig wahre Sensation, der einzig wirkliche Nervenkitzel auf diesem düsteren Planeten. Der „Napoleon der Hotelratten^ verhaftet. Die amerikanischen Blätter berichten von der Verhaftung eines äußerst raffinierten Hochstaplers, der in den letztere Wochen die ersten Hotels von New-Aork unsicher machte und wegen der Geschicklichkeit und Unerschrockenheit, mit de« er seine Diebstähle aus führte, aber auch wegen der hohen: Beute, die er hierbei. erzielte, den Beinamen „Napoleon der Hotelratten" erhielt. Es handelt sich um den Kinoartisteu Edward Z^elleh, der als amerikanischer Soldat den Weltkrieg in Frankreich mitmachte, sechsmal verwundet wurde und mehrfache Auszeichnungen für tapferes Verhalten vor dem Feinde erhielt. Die Tapferkeit und der Wagemut der? ließen Shelley auch nach seiner Abrüstung nicht, wie aus seinem Verhör bei der Polizei hervorging. Er mietete sich stets in ein erstklassiges Hotel ein und beobachtete die Neuankömmlinge. Sobald ein als Opfer auserlesener Hobest gast das Hotel verließ, ging Shelley zum Portier und der. langte ohne Zaudern den Schlüssel des betreffenden Hotelzimmers und machte seinen Raubzug. Mt diesem einfachen Mittel gelang es ihm, in nahezu sämtlichen Firstelaß-Hotels von New-Pork-City nach seinem eigenen Geständnis eine Pente von mehreren Millionen Dollar zu machen, vhirr in flagranti ertappt worden zu sein. Auch seine Verhaftung erfolgte nicht, weil er auf frischer Tat ertappt wurde, soirdern infolge Verrats eines Eingeweihten. Adolf Stand-Stiftung. Wir erhielten für die Adolf Stand-Stiftung der „Wirme Morgenzeitung" von Herrn Adolf Bölm KöO —, Dora Jungermann K 30.—, Gabel und Schvr K 100.—. Bisher eingelanstv: R 6667.—. * Generalstreik der italienischen Postangestellten. AuS Rom wrrd unterm 16. d. M. gemeldet daß mrt heutigem Tage der Generalausstand sämtlicher Post«, Telegraphen- und Telcphonangcstelltcn Italiens begonnen hat. ' i * Die ersten deutschen Zeitungen in Paris. Die „Baseler Nanonalzeitung" meldet aus P a r i 8: In den Pariser Zeitungskiosken l egen seit gestern die deutschen Zeitungen wieder aus. * Zionistisches Landeskomitee für Deutsch öfterreich. Die für Montag, Mittwoch und Donnerstag anberaumten Sitzungen des Landeskomiters, des Klubs der Mandatare und der Delegierten der Bezirksseklionen entfallen wegen der Brr-' kehrs- und Brleuchrungsbeschrankungen. * Jüdischer Nalionalrat für Deutschösterretch. Boa der Pogromwaisenstifiung drS Jüdischen Nationalrates für TemfchLstn reich arlangrn K 4 0 >.- unter vier Dalsenkmdrrfi welche ihre Bedürftigkeit nachwnirn können und cmf dem Gebiete Tenti'ch§ilerle,cherwgen werken. zur Dn teilung. Bewerber habe« ihre ordentlich belegten Gesuche brS lS. ftebiuar beim Jüdischest .Nationalist für DelttfchöstmM- Uv Tadorstrsße 39»* rumimchm.

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