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Wiener Morgenzeitung · 1920-01-16 · Heft 354 (16.1.1920) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 354 (16.1.1920)
Date
1920-01-16
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 Wien, Frekkag > * Jüdische- Arbeiterheim Meidling. DaS Blau- Weiß-Dimtz-Avbeilnheim. Xil., HvhrnberMaste 24. drmal allen jüdisclun Olgiini'ationen zur Kenntnis, daß der HeE.ier nach wie vor die Weu'una hat. nur lolchr Personen in das fternl nulznnehmen, welche vom BeNv-ülungSinsichuß nlZ nülnahmösä rg befunden wurden. An-nahmswcrber mögen sich Mittwoch, '/-o d>s 7-6 Uhr, m der Ciwlu,zvrflcmllcll".m. Il, L'ckuSpaffr 33. oder Dkoutafl und,Donnerslap, 2 bis 3 Uhr, der Frt Esther Landau, IX., Hahnnasse 12, Tür. l?», unter BcwMMNg sämtlicher Dökümente rmfchl'.eölich Meldezettel und AufenthaltSdewilligung einsindrtt' \ * Kleider fllk Heimkehrer. Vom LandeSkontrollauSschuß für Heimkehrerbekleidung wird bekanntgeaeben, daß dre beiden Kleiderabgabestellen Wien, 3. Bezirk, Ungargasie 69, Und 11. Bezirk, KriegSfpital Simmering, trotz der BerkehrZeln» ftellung den Dienst ab 9 Uhr vormittags aufrechterhalten. i * Die Deutschen in England. Aus London wird gemeldet: Das Staatsamt des Innern verlautbent. daß die Namen aller Deutschen, denen der Auirnthalt m Enaltmd he« starret sein wird, allmonatlich in der „London Gazette* werden veröffentlicht werden. * Volksbildung im Technischen Muserim. FührtmFsvortraa: Samstag den 17. d. M. um 3 Uhr nachmittags: Ing. A. 5 d r « i! „Berghan- und Hüttenwesen". Vorträge im großen Hvi'aU: Samstag den 17.-d. M. Um 4 Uhr nachmitlaas: Vorstand Ing. E Stelzer „Die Shrrchmaschnic" (m>t Demonstrarivuen). Sonntag den 18. d. M. um IN Uhr vormittags: Kommerzialrat O. Waldstein „Mikroskop und Fernrohr". * Die Gewerbesektio» deS Jüdischen National»ates für Dentschösierrcich hat ihr Bureau von der Praterstraste 43 in die Taborstraste 20a verlegt und amtiert täglich von 9 bis 3 Uhr uachmiltnas. * Aeberschroemmung in Olmütz. Aus Olmütz lvird telegraphiert: Der Matchfluß ist wieder gestiegen. Der Wasscrstand erreichte gestern früh 3*55 Meter über dem Normalstand. Das V i l l e u v i e r t e l der Stadt Olmütz ist von der Stadt abgefchnitken. Der Verkehr wird mittels Mcn antrechtrrhalten. Mehrere Ortschaften in der Umgebung von Olmütz sind überschwemmt. * Von Hans Pfitzners GntschlutzfKhigkeit erzählen die „Westdeutschen Neuesten Nachrichten": Als Pflencr noch unerkannt am Anfang seiner Laufbahn aus Erden wallte und eines Tages in Köln ein Konzert z» geben sich vermaß» hatte er einen einzigen Zuhörer — und das war noch eme Dame. Mit jener schnellen Enu'chlnüfährglrit, dir ibm auf seiner Künstlcrtausbabn sväter so put Manen kam. rettete er die Lage, indem er tue Dame zvnr Abevbesien rinlud und Mit ihr den Abend verbrachte. Er soll sich mir rhr verlobt und sie später geheiratet haben. * Ein tscheckw-slowakischer Konsul in Lemberg. Wie der slowakische „E:sko-slovensky Tyzdcnmk" meldet» wurde der R e d a k t e u r des „Moravsko-SlezZki Demut", 'Doktor D 0 r a z r l zum tschcchlst-siowaklschen Konsul in Lemberg ernannt. Nicht hypnotisieren lasten k Wie aus Jena berichtet wird, ve:öffentlichen die Aerzte des Kack Fueduch-Howitals in Blankenhain tolgende Ei llärung. In letzter Zeit sind m Fachzeitschriften wiederholt Fälle von schwerer Gesundhcitsschädigung infolge von Hypnotisier rma durch Laien berichtet worden. Wer halten es für unsere Pflicht als Nervenärzte, jedermann auf das dringendste zu warnen, sich von Nichrärztcn hypnotisieren zu lassen, da niemand weiß, welche seelischen Schädigungen mau hiedurch ^erleiden und behalten kann. Insbesondere nchtey wir unsere Warnung an die Eltern Minderjähriger» da das heranrclsende Alter besonders gefährdet ist. * Der italienische Gesandte in Berlin. Ans R o m wird gemeldet: Grat Aldrovandi ist zum außtrordettt-- lrchen Gesandten rn Berlm ernannt worden. * Der Personenrmd Güterverkehr in Bayern eingestellt. Aus München wird telegraphiert: Wegen Erschöpfung der Kohlrnvorräle wird ab heute der gesamte Pcrsonrn- und Güte,verkehr in Dahern eingestellt. Nur der Schnellzug nach Berlin verkehrt weiter. * Ein neues Mieterschutzgesetz in der Tschecho- Slomokei. Wie uns aus Prag gemeldet wird, hat d e tichechtsche Negieiung ein Mietcckchutzgcketz ausgearbr'tet, düs bis Ende 1921 gelten soll. Das Gesetz bestimmt unter anderem, daß es dem Hausbesitzer gestattet fern soll, den Mtctzms um 15 Prozent ohne jede B e g r ü n d u n a oder Rechtfertigung zu erhöhen. Nur rm Falle einer Erhöhung des Mietzinses um mehr als 15 Prozent, und zwar jenes Mietzinses, welcher am 1. August 1914 gezahlt wurde, ist die vorhergehende amtliche Bewilligung erforderlich. Neu ist auch die Bestimmung, daß die Vermietung von Wohnungen unter der Bedingung des Kaufes der Wohnungseinrichtung verboten ist. Das Mie'aint wird das Recht erhallen, auch ohne Auftrag die Höhe des Mietzinses zu überprüen. * Das Alkvholverbot in den Bereinigten Staaten von Nordamerika. Heute tritt das verfassungsmäßig e Alkobolverdot in den Bereinigten Staaten in Kraft. Was!e t dem 1. Juli 1919 als Kriegsmaßnahme emgeführt wurde, .wird jetzt eine ständige Einrichtung. Die Bereinigten Staaten von Nordamerika sind aber abfolnt „trocken", das heißt, es dürfen alkoholische Getränke weder erzeugt noch ringeiührt, noch verkauft werden. Was das wirtschaftlich bedeutet, wird man vielleicht ermessen können, wenn man bedenkt, daß 300090 Schankstellen und Tausende von Braue» eien und anderen AlkobolerzeugungSstätten an einem Tage geschlosim werden mußten. Dabei steht das amerikanische Gesetz aut dem Standpunkt, daß den Produzenten und Verkäufern des Alkohols eine Entschädigung nicht gtbühre. In Eu'.vpa sind nur Finnland und Island alkoholfrei. * Betriebsräte als Schleichhändler. Das Kriegswucheramt gelangte zur Kenntnis, daß bei der Ab-» rüjtungsgruppe der schweren Artillerie im 11. Bezirk Benzin aus Schleichhandelswegen abgegeben fremde. Durch Erhebungen wurde festgestellt, daß Betriebsräte dieser Anstalt Benzin, welches sie für den e'gen-ön Betrieb vom Staatsamt für Heerwesen zugew.iese.r erhielten. zum. Preise von 18 Kronen im Schleichhandel veräußert. Der Bezugspreis betrug 4 Kronen 50Heller. Nach Abschluß der Erhebungen wird die Anzeige gegen die Betriebsräte der Staatsanwaltschaft erstattet werten. * Gefundene Kinder. Im Jahre 1914 wurden auf einem Wiener Bahnhofe aufgesunden: der Knabe Simon Ezyzes recte Brendel und das Mädchen Sali Ezyzes recte Brendel. Die Kinder dürsten sich in einer Anstalt Wims befinden. Angaben über dett der- Migen Aufenthalt der Kinder wollen dem Jüdischen Nationalrat für Deutschösterdckch, 2. Bezirk, Ta^ot« ftrahe 20 a, gemacht werden. * Mit 410.009 Krotten durchaegcmgen. Het Kaufmann Sender Schön buch erschien beim Hcrucckmuilnsiarürt Üet DolZLeioiresiwn. und erstattete die ArrLeiae. daß ex. fral - Wiener MorgenMtttNg eines Betrügers geworden fei, der ihm einen Betrag von 410.000 Krönen hebaUßgelöckt hübe uiiö. damit flüchtig geworden sei. SchÜnbach konnte noch von seiner Heimat Drühobhcz her einen Kaufmann Josef Ornstein, der ihm kürzlich eine große Summe in ungestempelten Banknoten antrug. Schönbach antwortete, er würbe für 410.500 Kronen ungestempelte Banknoten, übernehmen. Orvstein führte vorgestern nachmittag- Um halst 4 Ilyr den Gchönbach aus den Schotten ring und ließ sich da von Schönbach 41 Banknoten zu je 10.000 Kronen geben. Ornstein entfernte sich mit der Zusicherung, binnen wenigen Minuten aut Stelle zü seist. Erkam über überhaupt sticht mehr. Nach stundenlangem, vergeblichen Warten.ging Schönbach ins Hotel Wand!» wo OrUsteitt wohnte», erfuhr aber dort, daß dieser schon vormittags abgereist sei. Ornstein ist etwa 80 Jahre alt, mittelgroß, glatt rasiert, hat blostdeb Haür, die oberen Zahne aus Golo. Cr trug dunklest Winterrück und Lackschuhe. Mast nimmt NN, daß er sich stach Polen. Ungarn, der Tschecho» Slowakei oder nach der Schweiz gewendet hat. Die Grenz» poliizeikomrnissariate wurdest von seiner Flucht telegraphisch in Kenntnis gesetzt. * Warum die Parteien keine Kohle bekommen. Der Kühlengrosthändker Josef Mvhapl, 2. Bezirk, Dürwittgasie 7, hat eine Anzahl von Parieren, insbesondere Gastwirte- Hotelbesitzer . und Kasfrestederentgegen der Vorschrift und zum Nachteil der Kleinkohlenhändler auf Monate im Voraus mit Kohle beliefert. Auf diese Weise wurden bost ihm im Laufe des Jahres 1910 msocsamt beiläufig 100.000 Kilograrnm vor» schriftswidrig zur Ablieferung gebracht. Uebtzr Mvhüpl wurde vom Kriegswucheramt eine Geldstrafe von 80.000 Kronen verhängt. . Letzte Nachrichten. Der StrsM im Sftraner Nevier. Mährisch 0 Dstrmr^ 16. Jänner. Gemäß einem gestern von der Bergarbeiterorganisation und den Arbeitervertrauensmännern gefaßten Beschluß hat die Arbeiterfchaft der Wrtkowitzer Werke und der anderen Ostrauer Jndustrieunterstehmungen die Arbeit nach 24ftüstdigem Demonstrat-iostsstreik Wied er ausgenommen. Im Karwiner Revier haßen sich die Bergarbeiter zur Arbeit gemeldet, ebenso die Mehrzahl der Arbeiter im Ostrauer Revier. Im Laufe des heutigen Tages gelang es einer Gruppe Hort unverantwortlichen Elementen, auf einigen Schächten wieder Unruhen Und Unlust zur Arbeit hervorzurufen. In einer heute abends einberufenen Versammlung, die eincst ruhigen Verlauf nahm, wurden außer den bekannten Forderungen noch folgende gestellt: 1. Feststellung des ExisteNzmtnimümK aller körperlich und geistig arbeitenden Personen und Sicherstellung eines Einkommens, das. ihnen die Bezahlung der übertriebenen Lebensmittelpreise ermöglicht. 2. Unverzügliche Gewährung einer Teuerungszulage seitens der Arbeitgeber. 3. Energisches und Unverzügliches Einschreiten zwecks Herabsetzung der Preise aller Lebensbedürsnisse, Einführung der staatlichen B wirtfchastung der Lebensbedürfnisse, so daß jede ^ungleichmäßige und Klässenverfvrgung beseitigt wird. Dia 'Arbeiterschaft verlangt die Erfüllung aller dieser Forderungen bis zum 20. d. M. Der Gewcrkschastsrat hat eine Proklamaüvn veröffentlicht, wonach die gesamte Arbeiterschaft und namentlich die Bcrgarbeiter die Arbeit am 16. d. M. wieder aufnehmen sollen. Gleichzeitig haben auch die radikalen Elemente eine Sitzung abgehülten, die ziemlich stürmisch verlief. Auch in dieser V^rsaminluttg wurde die Wiederaufnahme der Arbeit am 16. d. M. beschlossen. Ein gleicher Beschluß wurde in einer abends abgehaltenen Sitzung der Vertrauensmänner der Metallarbeiter gefaßt. Vereinsnachrichten. Heute: Vereinigung iüd. Handelshochschüler. Englischer Konversauonsabend 6 Uhr. Briefkasten der Nedaktton. m 2B. 3. Wenden Sie sich an die Delegation deS Jü-tfchm Nationalraies für Ostgalizien, II., PralersUaße 9. Die Ernährung. Der Marktbericht. Der Bttkehr auf dm Märktcn war gtstttn nur msofttk lebhafter, als cm dm Vortagen mit der allgtMtinett Fletschausgabe begonnen wurde. Das m der G r ö 8 m a r k t b a l 11 arigebütene Fleisch war nur zum Teil amerikanischer Heikunst. Ein Teil der Flnschbauer erhielt Fleisch Kiesiger Schlachtung. Das übrige Angebot bestand wie gewöhnlich nur aus Würsten und Ziegrnflefch. . .. Auf den F i s ch m 8 r k t e n wüten gestern Nuk get äncherte K l r v p f i s ch e zu hüben, deren Preis s ’i d) 0 uf K. 36.^ f u r da S K r t 0 g r a m m e r h 8 h k bat. . Dre Grünwarenmärkte warm mit Gemüse ziemlich attSiricheub, dir O b st « ä r k t e mit Äepfelü Über Bedarf beschickt. Ansere ErnShrnng. Die katastrophale Situation in der Avhlenvttsorgung läßt für die nächste Zeit keine Entfvaünung m unse,er LebknSmiUelkiise erwarten. Co viel stellt fest, daß man selbst bkt einer sich als Notwendig erweisenden Einstellung des PersSnen« Verkehres auf den Eisenbahnen Mit allen Krätten bemüht st»n wird, die L.e b e n S m r t t e l t r a N S v 0 r t e unter a l l e n U m st ä n d e n zu sichern. Die Eiuläufi von Mehl und Getreide waren gestern und vorgestern gegenüber den Bör< lagen schwach-und uinegckmäß'g; rnwlgedessen kann erne Besserung der Brot-und Mehlabgabr rn absehbarer Zeit nicht erwartet werden. Die Zuckerpreise. Die die 0 r r e i v ü n d r n z H t 111 6* rMrl, vlalst düS SlsciMmi M. SMÄlArnnm. dir.LuckLtvrcl!r..in.üer 16. Jänner 1SM Nr. SS4 -*-^—-——— --—i Weise' dein von der tschechischen Negierung verlangten Durch» schniitSVms bötf lö tschechischen Kronm Vrv KllögräMM Üflzu^ paffen, daß zunächst für die noch zürn alten Preise geschloffene^ 300U Waggons Nüd die zum wkscntl'ch crtiöfttctt Prelle geschliffener 2- 00, eventuell 2700 Waggons, ein Dürchfchnntsprers vestrMtwwird, der stch iüahrschcinlrch um 85.--- pro Kilogramm bewegewird. Nach Elschöpfung des obigen Ouautums ist aber mit eirreNt ZückrtPreiS von L so.-» bis L 65.— pro Kildgrämm z« rechnet« MitteUttugen btt Warenzentrale. Vlli. Bezirk. Hiarrstengaffe 10: Abgabe Vo« Aepfckn. Cdrned-Berf rn llernen Dosen, MÜne Erlffen, Bobnen^ Schokolade, Obstkreme, Hünspüstete, Puddingpulver und Blut«' würfle ist Düsen vün 8 bis l3 Ühr und von V*8 b>s 5 Uhr^ Beikaufsstelle, l. Bezirk, Nibelungengaffe 1: Abgabe von Aevfcin. Carned^Beef in kleinen Dosen, Obstkreme. Schokokade, Pfeffer» Pnnsch. grüne Erbsen» Bohnen, Marmelade von 8 brs 12 Uh« und von 7*8 bis 5 Uhr. — Ist Bezirk r Abgabe von rayvnrerwh Ware: Kilogramm Mehl (bas Kilogramm kt 5.40;, 12 Dek» Schmal» (das Kilogramm K 84.—),, i7* Kilogramm Kartoffeln» 'bftS Kilogramm K 6.10' VÜN 8 dis 12 Uhr. Weiter- Obstkreme. Schokolade, grüne Erbsen. Bohnen» Marmelade HaltSpastett» Schweizer N'sotto und Bohnen rn Dosen von 7*$ biS 5 Uhr. — IV., V., XIII. Bezirk: Abgabe von rayönrert« Ware wie' oben von 8 b-s 12 Uhr. WeileiS Obstkrrnr«', Schokolade. Marnrelade, Pfeffer. Hauöpaflete Schwe'zer Rllv'to und Bohnen von 7*3 brs 5 Uhr. — XVK. BMk: Abgabe der rayonierten Ware wie oben von 6 bis 12 Uhr; Obstkreme, Corned» Betf. Marmelade, Schokolade, Pleffer, Serse, Hauspastete. Reib»' tücher und Rerbbürsten von 7-8 biö 8 Uhr. — XVlIl. und XlX. Bezirk: Rahonierte Ware von 8 bis 12 Uhr. WeUer- MarMelade, Schokolade, Pfeffer, Essig. Schweizer Motto und Bohnen i» Dose«, Paprika und Kletnigkeiten von 7*3 bis 5 Uhr. Erster Wiener Konsumverein. Fortsetzung der S p i r r t u s a b g N b e in der Per schleiß» stelle. IX., Bcrggaffe 10. 1 Flasche pro Mitglied, nur an dort rimaniertb Mitglieder und nur gegen Rückgabe einer leeren Littd» flasche aus Nummer 8 der rosa Bezugskarte, ab Samölag dMk it* Jänner 1920, W. I. W. . Im Hinblicke auf die neuen Lichtsparmaßnahmm erfolgt die Abgabe der Lebensmittel außer am Samstag den 17. d.M. auch am Freitag den 16.» Montag den 19. Und Denslag den20.d.M» anstatt nachmittags von 8 drs 5 Uhr mittags von 11 bi- 1 Uhr. Aavtaffela-aa-e. Freitag biS Montag werden in dew Bezirken XlX. biS XXl. hofländische Kartoffeln, und zwar V* Kilo» gramm pro Kops zum Preise von K 5 10 Hit das Kilogramm gegen Abtrennung des Abichn-tteS X der Kartoffelkarte abgekteven. An den gleichen Tagen werben auch in den Bezirken I bis llk 1 Kilogramm holländische Kartoffeln zum Prcrw von X 5.10 gegen Abtrennung der Buchstaben 1- und M der Kartoffelkatte ausgegebcn. Bühne und Kunst. Heute bleiben infolge Vvr verfügte» Sparmaßnahmen sämtliche Theater und Konzertfäle geschloffen. Neue Gagenforderungen der Schauspieler. Wie mitgete'ilt wird, werden . die Wiener Schauspieler derr Direktoren durch den Bühnenperein neue erhöhte Gag t tt-» sorderungen überreichen laßen. Einige Direktoren wurden durch die Vertrauensmänner schon gestern von den neuen Forderungen in Kenntnis gesetzt. Die Mehriorderungen der Schaltspr^'r werden in den verteuerten Lebensverhältniffen begründet. Der Theaterskündal in Berlin. Biwlin, 15. Jänner. Im Kleinen Theater kam es Dienstag abends, wie bereits kurz gemeldet, zu einerw Thcaierskandal. S-it -einiger Zeit wird dort ein Werk „Die Pfarrhaüskpmödie" von Heinrich Läutensack gespielt. Das Stück, dessen Verfasser ein kürzlich verstorbener Freund Webekmds ist, schildert die Liebesverhältnisse eines Pfarrers und feimZ Kooperators mit zwei Köchinnen. ita$ Stück wurde vom Publikum sehr beifällig ausgenommeu und von der Kritik sehr gerühmt. Ein katholischer Verein war unter deifi Führung eines Zentrumsjournalisten im Theater er* schienen. Nach Schluß des ersten Aktes veranstalteten diese Theaterbesucher eine laute Protestkundgebung. Ihr Führer ergriff das Word zu einer Aussprache, in der er erklärte, die Kundgebung erfolge, wett das Stück die religiösen Gefühle des katholischen Dettes der Berliner Bevölkcrung verletze. Der Direktor des Kleinen Thcaiers. Dr. Ältmattn, erschien vor dem Vorhang und erklärte, daß ihn bei der Aufführung des Stückes lediglich künstlerische Motive geleitet hätten. Da diese Aeußerungtzn des Direktors nicht befriedigten Und überdies trotz. behördlichen Aufgebotes an Schutzleuten ^es zu Handgreiflichkeiten zwischen den wild lärmenden Protestlern und dem Stück günstig gestimmten Besuchern zu kommen drohte, ließ Herr Altmann die Vorstellung kurzweg abbricchen. *■*■* Gestern wurde daK Stück ohne S ömng aufgesührt. Ein-starkes Aufgebot von Sicherheilsmannschasten war bereitgeftellt worden und die Direktion ließ vor Beginn der Vorstettung erklären, daß sie jeden Versuch einer Störung unterdrücken, die Demonstrattten feststellen und wegen Haus- Iciedensbruches belangen würde. ■ Sport. Hüuptverbkiid für Körpersport. Wer die LetflunM und Unterlüffungm nnftttt obersten Spbitbehörde soll hier Niehl diskülittt wttdcü. DüS BeflrVA k'Nkr obelstkit Behörde,- die alle Sportvelbände nnifaßk, ist ritte Notwknvigleit. wie derzeit die Berü»ung des Nudr> verbandeS beweist. Der Hnuptvezband fiit Körpeiwort h,U vor dem Kdicht Unke, stuvttngen von der R gieklmg bekommen, vie jetzt wegwllem Da er außer dem MiigliedSbtltraö der emzelven Epoussibäude Über keine tzinkünste veitilgt» »st kt in Mlittzeitlle Noi .gn'aten» Deshalb. wendet er sich , mn einem Auirpf an die spmtliktze Orffenilichteit, »hm Bciträge ztrkonimesi zu lassen. Auch eine große 7MiMebet?AM.cvbMM.WMdL.Wgrtz:itLtz

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