Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 352 (14.1.1920)
- Date
- 1920-01-14
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6 Wien, Mittmocy Wiener Morgenzerrrmg 14. Jänner 192<F Nr. 862 Aus den Theatern. Im Burgtheater beginnt die heutige ll r a.u.fe, Rührung des Lustspiels „Die R e i f e i n b t c M ä d ch e n z e i t" von E n g e l und Saßmann präzise um 5 Nhr. Znspälkommende finden ctst nach. Schluß des ersten Aktes Einlaß. Wegen Indisposition des'Herrn SlezakaMngtz.heute im Operntheater statt „OthiAo" „Rigoletto" zur Aussühiung. Ansang ^26 Uhr. Im Deutschen V 0 l k § t h e a t e r gelangt Montag den 19. d. M.. 6 Uhr abends, ..S a p p h 0" -zur Aufführung. Volkstümliche Preise ohne Vormerkaebishr. In denKammrrs v i e l e n ist für Montag den!9^ d. M. Georg Kaisers „Brand! m Opernhaus" angesetzt. Im Komvdienbause gehen am Donnerstag um *lfi Uhr im Rahmen eines HansSachs-AbendL zum ersten Male vier Fastnachtsspiele in Szene. Als Vorspiel ^Hans Sachsens poetische Sendung" von Goethe. Regie: Karl Kneidinger. Hansi Niese bringt in ihrem heiteren Abend" am D 0 n n e r s t a g den 15. d. M., abends 6 Uhr, im großen Musikvereinssaal ein vollständig neues Programm. Der literarische Teil enrhält drastische und heitere Skizzen von Anzengruber, Rosegger, P ö tz l und C h i a v a c c i, der musikalische T e i l V 0 l k s l 1 e d e r z u r L a u t e, Wie ne r T a n z- Parodien nnd T a n; c 0 u p l e r S. Am Klav'er Karl C e r n e. Laute Hellmuth E b b s. Restliche Karte« Sei H e 11 e r, l, Bauernmarkt 3. ^Erste Bühnenauffühvnng der Oper »Juda Wak- Kabaus". Unter dem Protektorate der amerikannchen Kindcrlnlfsakrion wird am 15. Februar im Theater an der Wien die erste Bühnenmrf-ührnng der Over, „Juda M a k k a hä « s" von Ludwia Sandow unter Mitw rkung des Opernemembtes sowie des Orchesters und Chores des Wiener Ovcrntheaters -stattfinden. Di? Regie hat Regisseur Breuer übernomm n. Die nmnkalische Leitung hat Kapellmeister Julius L e h n e r t. Das 9icmertrnßni§ stießt der Fortsetzung der amerikanische n K i n d e r h i l f s a k t r 0 n z m Der Term.n des Kartenverkaufes durch die Konzertdirckuon Guttmann wrrd rechtzeitig, de-» kanntgegeben werden. ' Pariser Premiere. Aus Gens wird berichtet: Im Parlser^kböLtre äss vvrisis ist Maurice D 0 n n a y mit einem neuen «Ltück, ebs^ssq k l’homraftR“, erschienen. Es ist ein Werk ohne höhere Prätentionen, das bloß unterhalten will und dies auch im besten Sinne erreicht. Ein Wettbewerb der Künste Bef den olympischen Spielen. Im Gegensatz zu der bisherigen Gepflogenheit, bei den olympischen Spielen nur das rein Sportliche zu Word kommen zu lassen, sollen in Zukunft auch die Künste zum'Wettbewerb zugelassen werden. Zu diesem Zwecke erließ düs internationale Komitee Einladungen zur Teilnahme an der Olympiade in Antwerpen für folgende fünf Arten Kunstwettbewerbe: Architektur, Malerei, Bildhauerei, Musik und Literatur. In jedem dieser fünf Zweige werden fünf olympische Preise wie bei den Sportwettkämpfen verteilt. Den Wettbewerbern steht es frei, sich den Stoff für den Wettbewerb zu wählen, nur Mit der Einschränkung, daß dieser von einer sportlichen Idee getragen sein soll. In Schwedenist, man stark darauf bedacht, sich an dem neuen Wettbewerb zu beteiligen, da' es an Künstlern auf den hier in Frage kommenden Gebieten nicht fehlt. In mancher Beziehung kann Schweden in' hervorragendem Grade als Vorbild dienen, indem' kein Land, Amerika vielleicht ausgenommen, ein solch großes 'Netz von Sportplätzen besitzt, wie Schweden. Modelle davon, mit dem Stockholmer Stadion cm der Spitze, dürsten Aufmeickfamkeit erregen. Ebenso steht Schweden in bezug auf Einrichtung der Turnsäle unerreicht da. Skaudrnaveeureise De. Laskors. Schachweltimister De. Laster, der sich sen etwa einem Monat m Dänemark auigehalren Hot und zuletzt m Kopenhagen weilte, hielt am Dienstag zum Abschied von dieser Stadl einen m>t begeistertem Beifall auigenommenerk Vortrag, worrn er das Verhältnis des Schachspiels zu Wissenschaft, Kunst und Religion behandelte. Ec wies nach, daß das Schachspiel mit allen drei verwandt wäre, aber sein innerstes Wesen sei Kampf. Die Idee des Schachspiels sei, die Menschen im ernsten Kampf des Lebens zu üben. Während fernes Aufertthalkcs^in Dänemark hat Dr. Laster in 24 Städten Aufführungen im Simultanspiel gegeben. Er-spielte nickt weniger als 625 Partien und verlor bloß ungefähr 30. Jetzt begibt sich Dr. Laster, wie berichtet, aus eine Rundreise durch schwedische Städte, mrl Malmö als Anfang. Luftverkehr Kairo—Kapstadt. Die erste Lustverkchvssink in Afnka zwischen Kairo m Nordafrika und dem Kap.'an der Siidsvitze des Ecdteils ist sitzt nach mehr als einjähriger Arbeit, die die Herstellung von Flughäfen und Anmarschwegen erforderte, fertiggestellt und wird demnächst dem Verkehr übergeben. Die erste Etappe führt von Kairo nach Minule, die zweite von Minule nach Abercorn und hie dritte von Abercorn nach dem Kap über insgesamt 7100 Kilometer. Hakoah—Donaustadt. Dieses Wettspiel wurde seinerzeit, beim Stande von 1:0 für Hakyah in der 18. Minute' vom Schiedsrichter abgebrochen, da er von Donaustadtanhängern tatuch insultiert wurde. Nunmehr wurde das Spiel mit 3:0 für Hakoah verrstizicrr. Touristik- und Skisektion des Sportklubs Hakoah. Der Endtermin zur Anmeldung sür den Anfänger- und Tonrenturs, der am I. und 2. Februar in Mönichkrchen stattund"'. 'st der 15. d. M. Ein streng bestrafter LeLer?.smrttMchw' Lisr. Ter Pnvaibeamie Josef Pupswurde am 14. November 1918 nach Verbüßung einer fünizehn- Monate währenden Kerkerstrafe, zu der er wegen betrügerischer Luttgeschäfieverurteilt worden war, milasten. Anstatt redlichen Erwerb.zu suchen,.verlegte sich Pups auf das einträgliche Geschält des Lebcnsmittelschwmdels in der Art, daß er seine Kunden in ein Haus führte, wo angeblich Zucker eingelagert war, ließ sich dort den Kaustrreis auszahlen und verschwand, während die Kunden warteten, durch einen verborgen gebliebenen Ausgang. Auf diese Art hat er eine ganze Reihei Perioden, um mehrrre tausend Kronen geschädigt. Später juchte Pups einen Hausbesorger oder einen Geichänsmann mit Magazinauf nnd fragte an. ob er bei ihm Zucker eiulagern könne. Hatte er.einen solchen Einlagerungsplatz gesunden, so fübrre er seine Apter dort hm und trachtete, daß sie mit dem Vermieter sprachcn, um auf M* MUAm. «WiilÄ MbestätiLeu ja ßta Tatsächlich folgten die Leute ihm meist die begehrten Angaben aus. Pups erklärte dann gewöhnl ch. er müsse nun den Zucker obwägen und verließ das Haus ans Nimmerwiederkehen. 'Wieder wurden viele kleine GeschäMlcrtte um tausende Kronen betrogen. Infolge seines verbrecherischen Treibens wurde Pups von der Polizei eifrig ge'ucht und durch emen.Zufall gelang, seme Festnahme. Der Betrüger wß. am-27. Mai mit zwei Spießgesellen ini. Kassie' chank Keßler. Da sie epzedierten, wurden, sie verhaftet und nn Besitz des einen Ft ermhes verhältnisrnsimg Vieh Kleingeld vorgefimdcu. Bei .der Wverpahme gab Pups m, daß dieses ^Kleingeld von einem- Einbruch herrühre, Yen fein Freund Johann P 0 m a s l allein in Baden-verübt habe. Tatsächlich ist in das 'Geschäft des Klu-hanSrestonrajeurs-m Baden Iudor Ruß eingebrochm und daber sind v>el? Lebensmittel und um ll 161 — Kleingeld.g-stoblem worden. Puvs machte damalsden Aufpasser. Pups war-gestern vor dem Schwurgericht unter Vorsitz. deS gberlandesgtzrrchtsrctzlB. Dr.'sJlw-c 0 b weaon Betrmges upd iebfpchlS änsEagt.. Er NXir-«vMom,W«n, Mstandzg, - Die Verhandlung wurde m fparev ÄbendstMdv zu Ende? geführt. Der GerichMof vevurtMe den Angeklagten auf Grund des Schuldspruches der. Geschwarnen zu s u n f Jahren schwer em K erter. Sitte«child <WS der Grytzst-dt. In der Praterstraße wurde Wrzlich eine verheiratete Wau : namens Lmse R u z e k wegen IsibeM'etung. der stttenpolizellichiA Vorschriften durch anffäÄendes Benehmen und Anlockung von Männern arretiert und dem Bezirksgerichte Leopotdstadt eingeliefert. Die AnMagte gaban, ste habe zur E n t. t a st u n g i d r e s- M an n e s uud des.Haushalres einen-Exwerb gesucht. Das Einkommen ihres Mannes reicht bei der gegenwauigen Teuerung nicht einmal zur Bestreiiuny der dürftigsten Lebensmittel aus. Da, müsse sieeineEebenerwvb suchen. — Ri-ch te r: Das ist aber ein trauriger Nebenerwerb, den Sie gesucht haben. — An g ek l.: Ich habe keinen, anderen gefunden. — Die Angeklagte gab noch an, sie wyre gar nicht arrenert worden, wenn Sie nicht auf den Zur'uf krNes Stadlschutzmannes, der sie ein „besoffenes Schwein" genannt-habe, eine energische Antwort gegebenhätte. Der Richter deMoy, die-Angaben der Angeklagten über-ihre Famckicyverhällntsse auf ihre Wahrheit zu.vWsen und vertagte zum Zwecke dieser Erhebungen dio ÄeHanWng. Die Angeklagte wurde, auf freien. Fuß gesetzt. Ernennrm9 des H.nfrnLes ALtMÄNN zum L3nd esgerichfsprMdenten. Hofrat Dr. Ludwig A l t mann, der bisher als Provi« .sorischer Leiter des Straflandesgerichtes sungrerte» wurden nunmehr zum Präsidenten dieses Strafgerichtes ernannt. Der neue Präsident' steht im S7. .Lebensjahre. -Er -studierte an der Wiener Universität, war dann Rechrspr-aknkaut beun Handelsgericht und der hqn anderen Gerichten, wurde 1894 Advokat m Wren und -1897 Gtzrtchtsädiunkt in der-Leopoldstadt. Der als Senaisprasideyt des Obe-xsien Gerickishofes vor einigen Jahren verstorbene Bohumil Ritter von Kleehorn.. r»et - chm. bre richte' lrche Lawbab» .elnzuschjagen. Er wurde somit-1899, Gerrchtslekretar beim BeKrlsgericht- Landstrape- und Strafrichter, war von 1902 bis 1906. Slaatsanwalr-*Substitnt und vertrat dre Anklage rn mehreren gr oßen Prozess en. Hoirgt Wmann ging1908alsLandesgerrchtSrat nach Wr.-Nenstadt, 1911 kam er nach Wren zurück, war kurze Zeit Unterpichnngtzrrchler und vertrat daneben schon oen rrkrcmiten Hvsrat Wach. 1914^ wurdeer Ober!andrsgerrchtsrat, >1916. echreht; er,dw Efferne- Krone Hl. Klaffe. Bon 1913 bis i9J9 char er Vpr>itzrwd'n- und gls solcher hatte er im Kriege zahlreiche Prozesse,, welche Krmsdelilts.r polnische Vergehen und Ptivztß' angelegenheeten .betraftn. zmihrrten. Im Jahre 1919 ' wurde, er zum Ho.rat ernannt. Herrenv. Damenhüte werden nach neuest. — - ■ " Mode prompt und billigstmodernisiert ----- SyilE., WähvingeT Gürtel 21 und VII., Marlahilferetr^tse 86 Die Wirtschaftslage dsr Tfchecho-Slowakei. Prag, 13. Jänner. Das Tschecho-sl-owakifchs Prcß- Lurean meldet aus Paris: In einer Besprechung mit dem Pr'ager Vertreter der „L'Agenee öLonomique et frnancielle" erklärte der tfchecho-slowakische Fmanzniin'ster Kunesch-Sonntag unter anderem: Das Defizit im heurvgen- Budget tvird nicht volle drei Milliarden betragen, also um zwei Milliarden weniger als im Vorjahre. Kür hie Beurteilung unserer finanziellen und ökonomischen Situation ist übrigens nicht der Staatsvoranschlag, -sondern die allgemeine wirtschastliche Situä-Oon maßgebend. In verser Hinsicht-schreiten wir langsam, aber sicher zur Arbeit, zum währen Begriff des Staat-sgedankens. Einen sichtbaren Pervers/ daß bei.uns wieder die Arbeit beginnt, ist Pas Sinken der Unterstützung für Axboitslose und die Handelsbilanz, welche im ersten Jahve ^em Aktidum von beinahe '2>18 Millionen Kronen ausweist^ Dazu kommt, daß d»ie Industriezweigedieunsere -inländischen Roh-stofse verarbeiten, die heften E-xpo-rtaussich « ten haben.' Wir werden etwa 2.7 Millionen Meterzentner Z u-cker aussühren und-auch genügende Mengen von Spiritus für Exportzwecke zur Verfügung haben. Für Pen M a l z e x-p o r t kornmen aus'-der heurigen-Kampagne 10.000 Waggons Malzgerste in Betracht. Auch H v l z, von dem jährlich bis zu 20 Millionen Kubikmeter zur Verfügung stehen,, wird - eifrig . ausgeführt. Sehr-günstig sind auch die Aussichten der B aüm wo ll-, Woll- und Bekleidungsindustrie. Dasselbe gilt von der ,M as,ch ineni sid u st rie.. Die ländwirtschaftliche Produktion wird' in B.nem. Mrtze exhhht, daß es Möglich fein ..e.iWn.,MpMiMMchuß im Werte von rund 5^ .Mlliynen Woyen.zu erzielen. Hignyelsnachrichtsn Ms Angar«. Aus Budapest wird dem „Handelsmuseum" geschrieben: Die Regierung hat die Täiigkert der mi Verbände deS Frnanmnnisteiiains tätigen JenpoltlommifsiHAen eingestellt und verjüg?,>daß b s aussweueres E r n f u h r d. e w r I i t q m n g^e n überhaupt nicht ausgestellt werden.. In Fqchkreäen ist man der Memrurg, daß.djese BcUUt ung rm Zu ammenhang mit der Abiithr stehr, den ganzen Außenhandel auf, dre unter uaatlicher Kon- . trolle ilckendert Gvudllate zu iibettlasrn. — Dre W a r e upreise sämtlicher Jndustriearlikel, so auch der Lebensmittel» sind i n st e t i a e m S t e i g c n begriffen Die fortwährende Erhöhung' der Preise -ist auf das-steigeude D r s.ag t 0 der V a l u t apzttrückzliführcn. Die niasig^enden Jy/.ereffenveitretungen beabsichkigen nun, die im Inland erzengten Waren in Hinkunfü nur mehr zuden i-nau-sländsicher Valutaberechneten Preisen des W e-l twatH.e s m< Pex^hx zw hringcn. Hrevsür häkMch h>re Interessenvertretung der ungarischen Landwirte unlängst Stellung genommen.. Kalls, diese Absicht znrAusführung gelangt, so müßten: die Lebensmitt'elprcise. aycki im inländischen. Verkehr, weiter steigey.. .Dre Prcisuntersukhungskommilsion bea.ösichtiat, eine Artvon M e t ck l l b ö r s e z» errichtkn, die Mlrch PreiDnotieruntzen , über die Preise der Mügllwaren zu veröffentlichen hat. D er S ch a d en,' welchen die. ruW8ni fch eH,e». s e tz p n g der B. u d a v e st e r M a s ch i n e n i n d u,st v f e verursacht hat, wird in Fachkreisen auf ungefähr sechs Milliarden Kronen geschätzt, bei welcher Berechnung der heutige Wert btt reamriertru Maschinen als Grundlage genommen wurde.. Davon sollen^allein -auf die Mep.eler Werke der Wersz Mansred A.-G. zwei . Milliarden entfallen. Nach , den bisher emgelaufenen Berichten war die O b sternte des Landes unter Mittel. Dsifer Umstand ist in nicht unbedeutendem Maße darauf zurückzustthren, haß der Bestand an Obstb'äumen sich, vuringert hat. Ww unter der ersten Revviutih», so haben auch während' den Bolschewismus zügelloft Wmente viele Obsthäume.abgehauen. Nachrichten. "'I B e l g r a.d ^w.ird gemeldet: DaS ZNiNtsterium.Me BolkserNährung bat in- T r i e st eine yMe. welchedre für Iug 0.sla wi en in Tri est. ankymMyden Waren übeyychmen wird. Der Erpährungsminister hat Mt einigen tschecho-slowakischen Tuchfabriken rmen Vertrag Über T n ch l i e f er un g e n nach F.« g 0 sl q-wi e n abgeschlossen-. Die bestellte» Waren sollen in der. zweiten HWe deS Monats. Februar m Belgradeintreffen. Die Me VchiffSladuns C h>hl e sa t v e t e r seit Knegsbeginn ist in H am b u r g ringetroffey. Es.bgn.helt sich um, etwa. 3M0 Thnnen. dw dm.ch.W Düngemittelverteitüngsstelle der deutschen Landwirtschast zugeführt werden sollen. Das Gebäude der Hamburg—Amerika-Lmie in New« Dork ist. wie der New-Uorker Korrespondent der „Frankfurter Zeituna" berichtet von dem Berwaltcv feindliche» Eigentums an das Bundeö-Schiffahriamt sür 2 Millionen Dollar verkauft worden. — Der Silbrrpreis stieg gestern in L v n d 0 N aus 820, Pence die Unze. — Iw T r r e stfinden Transport- und Zollberatungen zwischen der Tschecho-Slowakes unh I t a l i e n .statt» Ihr Zwecktfl . tit wnhrer Linie drr AMa« der schecho-flowakischrn überseeischen Handelsbeziehungen, yMtsä.chlich mit Kleinasien und Sudpußland sowie die. zweckmäßigste Ausnützun g deS Triester H a f e n S für den ychMo» slowakische» Handel. Die Beratungen werden zunächst zwischen dm Mtr.etern! Italiens ypd der tschecho-slowakischM RMchlik, sohynn zwischen diesen und den Verwetem heS Königreiches S. H. S. stattsiyden und erst zum. Schlüsse werden die Vertreter Oesterreichs zugezogen werden, -r- In der Sitzung der P rag er Zuckert 0 mm i s f ro n wurde grundsätzlich beschlossen, die Zückerzuweisung sÜ r Industrie zw eck e auf 40°/<> des Friedensverbrauches h e r a b zu s etz r n. Der AMuhrvreis .wird qgch .dem TaMkurs. des Weltmarktes, der derzert zwischen 18 bis 20 tschechoUowakischen Krone» schwankt, bestimmt werden. Rach £) e st erreich werden 2st0.000 Meterzentner yusgeführt werden.Aus Warschau wird, uns telegraphiert: «P^eglad Wieczonry meldet äuS Pays, daß zwischen, den Vertretern der Stadt D a n z r g mb der englisch e n R.e g i e r u n g Verhandlungen im Zsigr sind, die die ElnsÜhrung einer von England garantierten Valuta in der . freien Stadt-Danzig zum Ziele Haben. Die WWyßug würde vollkommen der e n ß l t scheu entsprechen. — Kerner wird uns aus Marsch a n berichtet: In der letzte« ^ttzüvtz der Finanz», und Budgetkommission de- Landtags wurde tzrtz Regierungsen.twurf betreffend, die Einsührung der Mark ÄS Z a h l« n g 'S m i t t e l in ganz Polen unter Zugrundelegung der Rclahon 70 Mark --- 100 Kronen in Beratung gezogen. Ein Beschluß ist noch nicht erbracht werden. Nach her Sitzung des Ausschusses hielten die Abgeordneten aus Kselnpolen (Galizien) eine Beratung ab. Wer Antrag des Abgeordneten Dr. Löwenstein wurde einstimmig beschlossen, die Festlegung der Borkriegs-Rrlation K ll7.— « 100 Mark zu verlangen. Diese Relation hat im Sinn« eines gleichfalls angenommenen Antrages des Abgeordneten Kierni? nur auf die „inkamerierte" Krone Bezug, daS heißt auf die Kronen, die innerhalb der GrenzeN*Polens im Umlauf find.. Keine Depot, oder VepmögensspeVre. Im Verlaufe der gestrigen Börse wurde die folgende Erklärung des BörsekommiffürS Dr. B r a u n e i s verlautbartr Än der letzten Zeit tauchen immer wieder Gerüchte auf, eS se; geplant, anläßlich der Einbringung oder des WirksamkritSbetzinneS des"Gesetzes über die große Vermögensabgabe neuerliche Sperr»! Maßnahmen bezüglich Depots, Einlagen», dgl. in Vollzug zu setzen. Der.>Negierungskomtuissär. «klart über Er« mächtignng des Staatssekretärs der- Fmanzen, daß neuerWe Spnr- oder sonstige auf eine Ueherraschung deS Publihrmsabzielende Maßnahmen in keiner Hinsicht geplant npd. daher alle auf die. Beunruhigung des Verkehrs qbMeyden Gerüchte dieser Art a u s b c t Luft gegrisfens i n d. Die Kohlenföxd errang in Angarn. Budapest, 13. Mnn«. Der „P e st e r Ll 0 » b" veröffentlicht eine Erklärung des RegierungskommistärS Mr K 0 h l e n a n g e l e g e'n h e i t e n, Rau, wonach 'dil Kohlensördcrung in dem vom Feinde nicht besetzten Gebiett Ungarns im Dezember auf 1406 Waggons pro Tag gegenüber einem Tagesdurchschnitt von 654 Waggons im August 1919 g rst regen sei. Ferner sei es gelungen, die Förderung m T a t a» b a n j a stark zu heben und im S a l g 0 - R e v i e r einen bedeutenden Zuwachs an tüchtigen, sachkundigen Arbeitern zu gewinnen. Der Regierungskomm,ffär hoffe, daß nicht nur die öffentlichen nnd Lebensmittelbetriebe ungestört aufrechterhalten werden können, so daß es auch möglich kein werde, die Industrie- Unternehmungen mit Kohle zu versorgen. Eine amerikanische Niederlassung der Schuh- und Lederwerke T. & A. Bata in Flin. Der Inhaber der genannten Firma weilt, wie der Hvsp." meldet, in Amerika, um Hort «in eigenes Unternehmen ins Leben zu rufen. . Er «richtet mit se mm Bruder .m Ayierika eine Firma zur,(§£ zvugung von Schyhwaren, .die unt den Oaiaschen Wermhmpygen in Z l r n und Pardubitz Brzreyungen.Wjer» . halten wrrv. Palutenkurse. Wed« war es. d« Rückgang unsere, Krone, welcher ein Anzrehen der si'Wden Zahkungsmütcl m gestrigen freien Verkehr zur Folge hatte. Es notierten: Leu noten ti 5.32, M a r t n 0 t e n ft 4.55, Rubelnote» L2.89, Lire ll 17.1Y, D.y l l a r und Auszahlung Berlin ll. 4 bü. Große Aufträge für die deutsche Porzellan» iadustrte. Bei den deutschen PorzellanMe' chirr fabrrken liegen ÄuslandsLusträse W« weit mchp Äs 1Ö0 Millionen