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Wiener Morgenzeitung · 1920-01-14 · Heft 352 (14.1.1920) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 352 (14.1.1920)
Date
1920-01-14
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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. c .i:_, a^ssggSSS^^^-^ - -"-rwiwssKsr^ Nr. 352 Men» Mittwoch Wiener Morgerrzeitung 14. Jänner 192d Mark vor. Inlolae der unzm eichenden Kohlcnveckorfluna können diese Aufträge auch nicht annähernd anSgcführl werden. In der G l a s i n b u ft t i c hat sich d e Erzeugung erhöht, die Fenste, glasindustrie arbeitet au zwei Dritteln chrer Friedens« erzeugung. Zur Fatierung der Einkommensteuer. Im Monat Jänner find die Sicuerbckenniniste fiir die Einkommensteuer ein» -Übungen. Die Bekenntnisse sind ohne Rücksicht daraus» ob dem Steuerträger das Formular cmgriendct wurde oder nicht» ber den Steueradmmistrativncn rechtzeitig abziigeben. widrigenfalls Kontumazier n ny eintutt und eine Brruiuna geaen den Steuerzahlttngsauft'ay regelmäßig auSsickuslos wird. Mit Rücksicht auf die Kamvlizirrthett der bezüglichen Vorschriften und die von den Behörden avisierten höheren Sicurvmslagen cmvfiehlt es sich, dm Rat von Fachleuten einzuz'ehem Drr „Allgemeine Steuerrechtsschutzverein" lecktet, diese Rcchtsh tte unrnigeltlich an seine Mttglied-r durch Cteue juristen jeden Dienstag und Freitag von 10 bis ll Nlir im Lokal d r Eltcrnve, einigung. Hl.» Landstraße Hauptstraße 148, Alt, Trakt. Hl. Stock (Mitgliederanmeldung im Vemnslokale, Seilergasse 14, II. Stock, Telephon 82.484). Industrialisierung Kleinpolens. „Dz. Gdanski* berichtet: Mit H.le kiuhclmlschcr Finanzinstitutioncn stnd in Kleinpolen Galizien) eine ganze Reihe bedeutender Unternehmungen inS Leben grrnsen worden, wie d.e E l e k t r i f i z i e r « n g des Landes und t>pr Bau von Slickstoffabriken, welche der Landwirtschaft den erforderlichen Kunstdünger liefern und die Errichtung einer ganzen Recke chemucher Fabriken ermögl chcn Werden. Auer der Stickstoff- und Kakiindnstrie kXalusr Inovrarlav) entwickelt sich rn Kleinpolen die Schwckeffä'" eindustrie, wel^e für dieNaphlhaindnsirie und die chemische Industrie unentbehrlich rst. Die Gal'zffch' Bank sür^ Handel und Industrie bat von der tschechischen Firma Jan Dannd Stark & Sohn die de, Gorlice gelegene Sckiwifclsäü'.esabuk angekausr und bemüht sich um die Konzetston tür die Ausbeutung der Schwekellagcr von Sosnowice. wo ebenfalls eine große Sck wefelsäurefabr.k entstehen soll. Die klemp.oln scheu F.nanüeute haben auch die balneologiiche Bedeutung her galiziichen Schwefelquellen nicht anßeracht gelassen und hoffen,. ans Sosnowrce ein polnisches Baden-Baden zu machen. Ä Eine BankgrLndung der ZivnostenSka Banka in Karpatho-Rußland. Bisher ist die Zivnostenska Banka in der Slowakei bloß mit einer Filiale in Pießburg vertreten. Wie w r hortn, trifft d>e Bank gegenwärtig Vorbereitungen zur Eröffnung einer neuen Filmle in K a s ch a u und .-ur Errchtung einer selbständigen Bank in Karpa:ho-Rnh!and,die eine Zweigstelle der Zivnobnnka da, stellen wird. D'e Bank wnd den Namen »Rustnsko-Ceska Banka" fiibxcn und in tt n g v a r (Uzhorod' rrrichtct werden. Zu diesem Zwecke wird rn der nächsten Zelt eine Akttengcsellschast mit emcm Kapital lvn 3 bis 4 Millionen Kronen gebildet werden. , Zollbefreiungen in Polen. Ans Grund einer Verordnung der polnischen Negierung vom 4. November 1919 werden mrt dem Jnkrastlreten des neuen polnischen Zolltarifes eine Reihe von Waren aus die Dauer von drei Monaten von der Verzollung befreit. Diese Zollbefreiungen betreffen gewisse Text lwarui. Nahiungsmütel. Düngemittel. Schuhe und Lederwaren. Glas, landwrrlschaflliche Maschinen, Prpiere und gewisse Chemikalkeit. Die genaue Liste kann ,m Zollburcau der niederösterrcichrschen Handels- und Gcwrrbekammrr tZimmer 95) erngesehen werden. Von den Getreidemärkten. Die mehrfach gemeldete Nachricht, daß die deutsche Reichsge:reidestelle Hr das Wutschatlslnbr versorgt sei, und daß die Ernte in Deüt'ckländ über dre-hvchstm Erwartungen gut ausgefallen sei, wird von drr Leitung der Neichsgetreldrstelle dementre^rt. Für die nächste Zeit, allerdings ist der Bedarf gedeckt. Aber von emer Sicherung der Brotvcriorgnng für d,e wätcre Zeit des Wirtschaftsjahres ist bisher so wenig dre Rede, daß zur Förderung der Ablieferungen b e s o n d e r e M a ß n a h m e n vorgesehen werden mußten. Der starke Bedarf für Haler kann nur schwer betued'gl werden, mmal die Anlieferungen der Kreise versagen. Nach allen anderen Artikeln benscht wohl rege 'Nächstage, allem die verlangten Forderungen werden nicht immer zugestandcn. Ter h esige Platz bleibt werter unzureichend beschickt. Was an Futterstoffen oder deren Eckatzprödukten zum Vorschein gelangt, findet zu höchsten Presen raschest Unterknnit. Auch die Versorgung in Rauhsulter ist derzeit schwierig. Ausgleich. Die Passiven der Militär-Prsvrietäten-LieserungSfirma Karl I n h a u s r r, IX., Berggaffe 21, über welche gestern das Ausgleichsverfahren eröffnet wurde, betragen zirka K 500000. Davon entfallen zirka X 8O.'».OO0 auf Wärenschulden. Die angevotene 8°/,ige AuSgleicksquvte soll in Barem erlegt werden. Sank- und Wechsele esrbäft BERNHARD MAYER Wien, II., Taborstrasse 8 b,?nV4 &*£ Alte bankroässfgen nnd bSrsengeschSflliehen Transaktione,) im In* nnd Anstande. Geldeinlagen in lanfondsr Rechnung. Kostenlose Verwahrung von Depots, Vertnögensvorwaltnngen, Losrevisionen. 52E22£?WarenabteMungs 'aehÄ”.'Ä Kulanteste Bedingungen. wr Informationen kostenlos. Telegramm-Adresse* „Bsnkmayer Wien*. 5098 Wkener Börse. Die bereits zum Vorschein gelangte Aufwärtsbewegung übertrug ffch im verstärkten Maße ans dre gestrige Börse, ohne daß neue Motive hmzugetretm wären. Namentlich die führenden Bankcnwcrte wurden mit aickehnl'chm Steigerungen bedacht, ausgenommen die Akt en der Angknbank, welche X i70.— billiger erhäktl'ch waren, da die im Umlauf gewesenen Gerüchte über ausländische Kavitalsverbindungen keinen Glanbn gesunden hatien.Vrrnachlässtgt und-schwächer waren ferner Südbahnwerte.Dagegen wurden Alpine, Staatsbahn und deren Genußscheine wesentlich rn dre Höbe gesetzt. Skoda- und Salgo-Aktien nahmen ebenfalls an her Aukwärtsbeweaung teil. Im werteren Verlaute des Verkehrs verursachen Gowinnsicherstellungen einen empfindlichen Rückschlag der meisten Effrktengattungen, doch er folgte der Schluß nach mehrfachen Schwankungen wieder rn fester Haltung. Alpine verließen zu X 489'».— um X 415.-7höher den Markt, nachbörslich stiegen sie bis X 4690.— um weitere X 100.—. Stoatsbahn- Akiien blieben X 4980.— um X 260.— höher» an der Nachbörse avancierten sie bis X 5080.— um weitere R 100.—. Skoda schloffen zu K 2650.— um K 245 — hoher, profitierten an der Nachbö'se neuerdings X HO.—. R'ma wurden um X500.— und Sakao Kohlen um X 810 — binaufgesetzt. AE im Schranken war eine feste Haltung vorherrschend, doch war auf einzelnen Gebieten billiger anzukommen. Der Rcntenmarkt lag ruhig. Im übrigen verweisen wir aus nachstehende Schlußkurse: Industrie * * Anternekmungen. Allgem. Baugesellschaft 1148.— (-\ Wienerberger Ziegel 26OO.— (4 2Hft.—), Liesinger Brauerei 1800.— (+ 250.—', Aussig Cbem. 6990.— •f 990.—t, Brosche Spiritus 3895.— (4- 80.—\ Karborundum 3620.— (4* 160.—\ Holzhandelsgesellschakt 2880.- (— 100 —), Siemens Sckuckert 1605.— i+ 65.—), A. E. G. Union Elekir. 1865.— (4- 60.—), Alvine 4890— (ch- 415.—), Austria Email 3000.— (4* 160.-t, Poldihütre339O.- (+ 90.-\ Prager Ersen 8450.— (4- 450.—\ Rimamuranu 4180.— (4- 500.—), Skodawerke 2650.— <4* 245.—i, Waffenfabrik 5895.— 295.—), Salgo Tarjaner 5110.— (+ 810.—', Trismler Kohlen 3500.— <4 50.—', Ung. Allgem. Kohlen 79OO.— (— 80.—)» UnkaNy 4300.— (4 20—), Westböhm. 46' 0 — Brünner Maschinen 2499 — *(— 1.-), Heidt 1250.— (— — Simmermger 1580.— (4 30.—), Lehkam 2005.— (-.—), Karvatbi-n 129( 0.- (4 1300.—), Galizra 13.500.- (- —), Fezsabriken 36'0>— (— -—.—). Sckiveller Zucker 4800.— (— 180.-). Ocsterr. Eisenbahnverk. 2995.— (4 125.—), Türkenlose 1905.— t— 65.— ). .Krupp A.-G 1850.— 4 15.—). Ruston 2440.— (4 60.—;, Veitscher Magnesit 15.850 (- Transport t Unternehmungen. Adria 10.500.— l— 1000.—), Aüfsig-Tevlitzrr 5000.— (4 200.—), Bnschte- Von H. D. Nomberg. Aus dem Jüdischen übertragen von S i e g f r i e d S ch m i tz. - (Schluß.' Das Protokoll war fertig, der Offizier las durch und unterschrieb es; dann reichte er es der Kratvwa zur Unterschrift. Lfuba wußte jetzt sicher, daß» nur die Kratowa verhaftet sei, sie selbst aber freit bleibe und machte noch eine letzte Anstrengung: \ „Nehmt auch mich mit!" sagte sie zum Offizier. Der strich wieder seinen Schnurrbart und antwortete lachend: . . ' .. 4^ „Auch für Sie wird, die Zeit kommen,, mein Fräubei.:. indessen genießen Sie noch Ihre Freiheit. — „Und Sie, Beschuldigte" — er wandte sich zuu Kratowa. „haben Sie die Güte, Ihre Toilette zu beenden. Mir gehen." , Die Kratowa zog ihre Jacke an und verabschiedete sich von ihrer Freundin. Ihre'Äugen glänzten freudig. Es war klar: sie halte sich an den Gedanken, verhaftet zu fein, schon gewöhnt und war stolz, daß sie sich so gut gehalten halte: „Lrb' wchl!» Wenn meine Eltern nach mir fragen, so schreib' du ihnen, was vorgesallen ist. Schreibe auch, daß ich bald freikomme. Vergiß nicht!"» Die beiden Mädchen küßten einander. . „Leb.wohl, Teure!" — sagte .Ljuba und wollte etwas Entschuldigendes sagen. Doch sie hrächte kein Wort heraus. Plötzlich brach sie in heftiges Äeineu! gus: - „Verzeih' mir . . . verzeih' ..." — stammelte sie t~ „i&!n ein falsches Ding . . . eine Verräterin..." Die Kratowa wurde weggeführt. In der 'Tür drehte sie sich um und blickte auf Ljuba. In ihren Auacn lenckitete nock immer der Äl>glanz des Stolzes vnd auf ihrem Gesicht spiegelte sich die Freude dev' eigenen Wichtigkeit. Ljuba wollte aus sie zugehen, doch in demselben Augenb.ick überschritt die Kratowa die Schwelle und dicht hinter ihr folgte der Offizier mit seinen Leu'en^. Ljula blieb allein im Zimmer, allein mit ihrem schweren Gewissen und ihren Tränen. Än der Wand alänzte die neue SeidenbiOl^ Die wenigen Stunden bis' zum Ausbruch des Morgens dünk'eit Ljula eine Ewigkeit. Sie schritt im Zimmer auf und ab und preßte die Hände an die schmerzenden Schläfen; dann sayk sie müde aus ihr Bctt, vergrub das Gesicht in den Kissen und weinte. Das Pet oleum ging zu Ende und die Lampe blakte; Ljuba sütlkr' sie neu — uüd die Nacht schleppte sich noch immer endlos hin. Endlich wich das Dunkel von den Scheiben. Es wurde Tag. v Ljuba löschte die Lampe aus, öffnete das Fenster und steckte dm Kopf hinaus. Ein linder Wind wehte, der Himmel war klar, ohne Wo lken, und zitternd erstarb das letzte Licht dm Sterne. Ljuba fühlte sich müde und elend; sie setzte sich auf einen Stuhl neben) dem Fenstor und sann. Die Helle des neuen Tages brachte fri'che Klarheit in'ihre wirren-lGedanken. Als sie morgens ihr Zimmer, verließ, stand es bei ihr klar und deutlich fest: Sie mußte fort, fort von hier, wo ihr Leben sich so verirrt hatte; fort mußte sie und in der Ferne wieder werden, was sie, einst gewesen: die frühere Ljuba Fiedler mit ihrer stillen Sehnsucht, ihrem stillen Leib, ihren stillen Träumen. , Am Nachmittag desselben Tages trat sie in Doktor Weinfteins Zimmer. Ihr Gesicht erschreckte ihn. Sie war blaß und ans ihren Zügen lag furchtbarer Ernst. „Was haben Sie? Was fehlt Ihnen?" rief er. „Nehmen Sie doch Platz . . i Doch sie setzte sich nicht. „Ich komme Ihnen Lebewohl sägen, Herr Weinstein; ich reise heute fort. Mir fehlen einige Rubel zur Reise. Können Sie sie mir leihen?" „Was ist das? Wie? Ich verstehe nicht. . . Setzen Sie sich doch!" Er schob ihr einen Sessel hin. Ljuba hatte sich vorgmommen, mit ihm streng zu sein. In der Nacht war oft ein tiefer Haß gegen ihn in ihr aufgeflammt. Doch als sie jetzt seinen weichen, guten Blick auf sich ruhen fühlte, faßte sie wieder jeu? Furcht, sie könnte ihn beleidigen, und sie setzte sich. „Nun erzählen Sie ruhig! Was ist denn vorge« fallen? Warum reisen Sie?" „Ich muß fahren. Meine Studien habe ich beendet. Was soll ich da noch weiter tun?" „Ljnba!" — Weinsteins Stimme klang ernst und der leiste Ton war daraus, verschwunden — „hören fjißbcr, lit. B 2600.— (4 330.—), Donau-Dampf. 14.200.-^5 (— 800.—), Ferdmands-Nordb. 16.800.— (4 1820.—), Navsil gazione 18.500.— (4 80> 0.—), Staatseisendahn 4980.—j (4 260.—), Lombarden 930.— .(— 67.—), 8°/. Südbahw»! Prim 1799.— (— 6.—), Staalsbahri-Gmußsch. 8480,—]* (4 631.-). 4 Stenten. Manente 92.— (4 1.—), Februarrmte 95.50 (4 1.50), Oesierr. Kronemente 80.75 (— 2.—), Oesterr.! Gokdrente 182.— (4 -.50V Ungarische Kronenrente 115.50, l- | Banken. Anglo 1110.— (— 170.—)# Bankverein 950.—j f— 45.—), Bodenkredit 2500.— i— —\ Kredit-Anstalt 1285.— »4 5.-'. Ungar. Kredit 1703.— (4 2.-?-)# Devosilen- 985.— (4 83.—), Länderbank 1262.— '4 2.—), vnionbank 1050.— l4 10.—). ^irrtedrsbank 848 — (4 68.—). ZrvnostenSka 1778.— (- 21.-), Bosnische Landesbank 848.- (4 93.-). Innsbrucker Warenbörse. Innsbruck» 13. Jänner. An der heuligen,Warenbörse ivaren angebvlen: Oele. Fette, Sardinen. Wachs, Feigen, Kaffes! Zimt, Pfeffer, Kümmel, gelbe Rüben. Oelkuchen. Mannesmauniötnen, MarMafchenringe, Papier-, Eisengarn- und SchMiyen;' Nachfrage bestand nach Reis, Hülsenlrüchten, Maisgrieß, Palmknnvl und Garnen. Prager Börse. Prag, 13. Jänner. (Effektenbörse.) Die Haltung der beuligen Börse war ruhig. Nachfrage zeigte sich für Kolmer Kunstdünger-Aktien. - f Es notierten (Geldkurse): Weltbran Pilsen 2040.—,^ Kaolin Sedlic 1790.—, Koliner Kunstdünger 2575.—, Koliner Kaffeesurrogate ln. 8. 1940.—, Podoler Zement 910.—» Bölim. Gesellschaft für Zuckcrmdustrie 2800.—, Böhm. Aktien» brauerei BudwerS 2690.—, Kolben 2480.—, Danek 888—, Ruston 909.—, Prager Papier 1008.-, I. böhm.-mahr. Maschinenfabrik 7250.—, Bölrm. Handelsgesellschaft 2535.—, Laurin 1145.-, Schamotte2470.—.Mcdica920.—,Delyl640.—§ Bergmann 2445.—, - Rnsler Akiienbrauerri 1450.—» Nowak « Jahn 1150.—, Amhlan 780.—, Böhm. Unionbank 625.-,, Ceska Banka 632.—, Böhm. Induslrralbank 725.—, Böhmische Aararbank 755.—, Mähr. Agrar- und Industrialbank 8l8.—, Mähr. Eskomvtebank 648.—, Bohm. Eskomptebank 641.—# Bodenkreditbank 688.—. Prager Kreditbank 1135.--, Zivnostenska Banka 622.—, Bank für Bauuniernehmnugen 665.—. Bohemia» bank 794.—. Mähr.-schles. Bank 795.—. — Aula g e» werte: Freibeitsanleihe 97.50, 5°/„ mähr. LandeSanleihe 103.40, 4°/o böbm. Hyvothekenpfandbnese i. K. ,100-50,^ 4°/W Kommunalschuldscheine der Landesbank deD Königreiches Böhmen i. G. 97.25, dieselben i. K. 97.40, dieselben 47»% 102.50, dieselben Meliorariousschcine i. K. 96.50, dieselben Eisenbahn» schuldscheine 96.50, 47» bohm. Svarkaffenpfandbriefe 101.—,' * 47,7» mähr. Hypothekenpfandbrrese 98.75, dieselben 47,°/« )03-—, 4°/o mähr. Landeskultmbau-Kommunalobligationen 91.25, Plager städt. Sparkasse 98.75, 47s Pfandbriefe der I. mähr. Spar; * kaffe 99.-. Budapefter Börse. Budapest» 13. Imner. Die günstige Stimmung der lehtck Tage übertrug sich auch auf den heutigen Verkehr. Besonders die Berichte über dre Hausse an der gestrigen Wiener Börse wirkten anregend. Nack Erledigung der ersten Kaufaufträge machte sich wohl in der Kulisse, m einzelnen Bank-Akt«n eine mäßrge Erma tung bemerkbar, die jedoch bald wieder emer neuerlichen Aufwärisbewegung Platz machte. Besonders Holzbank-, Vaterländische Bank- und österreichische Kredit-Aktien waren bevorzugt. Salgo- und Rima-Akl-en hatten vorübergehend unter Realisationen zu leiden. Die gestrige Steigerung in Salgo-Aktien wirkte beute aus die übrigen Kohlenwerte zurück, die namhafte Besserungen erzielen konnten.' Eine bemerkenswerte Erhöhung erfuhren auch Magnesit-Aktlen, die einen Gewinn von X 1200— verzeichnten, später jedoch einen Teil davon wieder abgeben mußten. Bevorzugt waren ferner noch Waffenfabiiks-, Ganz Elektrizttärs« und eimge andere Maschinrnwerte. Südbahn« und Staatsbahn-Aktien lagen etwas matter. Nack Schluß der Bocke erholten sich Südbahn» Aktien um X 40.—. Industrie-Aktien erfreuten sich im allgemeinen Sie. mich, Ljuba! Bleiben Sie hier, bleiben Sie und., werden Sie meine Frau; ich liebe Sie . . Er faßte ihre Hand. Sie dachte einen Augenblick nach, dann zog sie leise ihre Hand aus seiner und sprach: „Nein, Herr Weinstein; das ist unmöglich. Sie haben sich geirrt. Verzeihen Sie!"! Diese Worte sprach sie bestimmt und deutlich', mit Freude und Stolz, und sie fühlte, wie jedes Wort ihr Herz leicht und frei machte. Dr. Weinstein strich mit der Hand über die Stirn. Ein leibender Zug prägte sich in sein Gesicht. Er schritt ein paar Mal durch das Zimmer und sagte dann; „Auch ich bitte Sie um Verzeihung .. ' Ms Ljuba ging, brückte er ihr fest die- Hand'p auf seinem Gesicht lag wieder das kühle Lächeln# das seine Worte begleitete: '! »„Entschuldigen Sie vielmals; seien Sie mir nicht böse!"! Einige Tage später hatte Ljuba Fiedler Warschau verlassen. * Seit jenem Tage waren fast zwei Jahre vergangen. Dr. Weinstein lebte im Auslande; sein Vater war gestorben und er hatte ein großes Vermögen geerbt. Er wußte nichts mit dem Gelbe, nichts mit sich anzufangen. Ljuba hatte er vergessen. \ Der Zufall erinnerte ihn eines Tages an sie,' Noch nicht lange wohnte er an einem der reizenden Schweizer Seen. Er hatte eben einen langen Abendspaziergang beendet und kam heim. Vor dem Einschlafen las er, wie gewöhnlich, im Bette die russisch« Zeitung, die ihm täglich die Neuigkeiten aus dem Land« brachte, das ihm schon lange eine fremde Welt ge4 worden war. Diesnral fiel zufällig sein Blick auf den Namen „Fiedler" in einer Notiz und, der Erinnerung erfaßt, la§ er: ° „Gestern wurde hier die Mörderin des Generals A.j die Jüdin Ljuba Jsakowna Fiedler, gehängt." In dieser Nacht fand Dr. Weinstein keinen Schlag Noch einige Tage späher war er wie betäubt, und tsi den ruhelosen Nächten träumte er von Bomben und von Erschlagenen, von Galgen und von steifen Menschenkörpern# die der Wind hin und her belvegt „ * *

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