Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 349 (11.1.1920)
- Date
- 1920-01-11
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 82% known words query
- IRI
…/2979076-2979416-2979427--03078-2988667- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Nr. 349 Men. Sonnlag Wiener Morgenzettung 11. Jänner 1920 Seite* Jfbwifl Ca^varr versiebt es. die Kobe akitestamentariscke Stimmung n tftrc Verse m dannen imh so manches »hier Gedichte e ne ßldfti!von trefflicher Ge cklossenhrit. Reizvoll vreßt ffchder uni udvolle Ainn unsere, Zeit in die ehrwürdigsten Stoffe der Mmickket nnd o weitet sich das Gedicht zur Chmffoktk des Zeitlosen, venn zum Be sv'cl aus Mokes, dem Aulner, der Zweitel M seinem Werke spickt, aus dem Gelange der Wüstenvandcrer allmenschlickts Geiiibl der Hemra losigke't tönt md aus dem ftrnfen Cbor der Pi ovffettn sich der tröstende vlaube des Menschen an leine B'erunmg kündet. lieber die Enge rdischer Begrenzung aber strebe „der Vollendete": N cht halte d'ch mehr, was aus Flei'ck sich gebar. Eniste'ge der Unrast - werde klar! Unrast trieb dich von Ger zu Begehr. Werde ein unbenrot'S M er. Meer offne Strömung. Ebbe und Das t et m kraener Tie^e rnlrt. Meer offne W-ffcn. Wollen und Wall. Werde Vollendung, werde das All! —ff. kerrorismuS und Kommunismus. Von Karl KautSky. Verlag .Neues Vaterland". Berlin. Der Al mcistn der ttia pst scheu Tbeone. der wraen seiner übleffnung der rn stsckm Methoden von Len n aufs ffefiigste an« zegnffen worden ist. untersucht nt ffickrm Buche dre F-.aae, wie Dklt der Bvlsch'wisnrus sich ans Marx berufen kann. Er gibt fnächst eme alänzente Analvse der ersten und zweiten Pariser ommune. «Hunger und Teuerung waren die Merkmale rer eisten Revolutionszeit.* D«e Bauern prodirzerten ^eine Ukberschliste m b verkaufen nur Lebensmittel, um Geld für xtnleinund Abgaben zu erlangen. Die N volution machte den Zeudalabgabrn und der Zwangsemlreibuna de''Steuern rin Ende md die Lebensmittel verichwandcn vom Markt. Es wurden nequistuonsa'mcen au^s Land geschickt. Schleichhandel, Wucher, kkorruvnon ffenichlrn w e deute. Die Reihen des Prole'arats vurden gelichtet durch Tod der Besten und Auisteigen der Nrr iebennen. Der TerroridmuS brach zusammen. Die Analogie Mit ren heutigen Zuständen in Rußland ist also sehr weitgehend. In der ,weucn Kommune wurde er vom Proletariat von vornefferein ab- »elehnt. Kautskn m erk einen Brief von Marx» in dem er sich «der die Bergöt erung des Begriffe- ..Prolctar a>* wehrte imb lewcin durch zahlreiche andere Äussp'ücke von Marx und Engels. M Lentn deren Wnt von der Zerstörung der Staatsgewalt vl'ch auffasrt. Die E> setzung de- Kav talismns durch den So« sal'smus ist n ff't erledigt durch die einfach^ Abschaffung des Ligeniums. viel schwieriger ist die Neuorgannat'on der Produkt'vn. »as Lenin s-lbst emgestanden hat. Was tat c nach der Expropriierung löiut? Er sühne einen noch härteren Aibeitszwang en, schuf ime neue Platte von Kapilal'sten, da er die io nowendig ge- »ranchtm Lener brt Produktion glänzend bezahlen »mite, der« t nnli'ärrsche Diszplm, schuf somit ein noch ärgeres llnterhrnckungssystem. als es das alte war. und zwar unter der Diktatur glicht des Proletariats, sondern einer kleinen Minderheit ies'clbcn über seine Mehrheit. Der Bolickew smus ist ze-Shald kem Sozialismus, er hat. nach Kau sty, auch linderen Aussichten als d s Terroristen Robesv.erre. Oie Hoffnuna auf eine Welnevoln ron ist erlel. denn die Demoliatie ist nn Westen zu sta'k ms Bewußtsein des Volkes erttgezangerr Man kann auch nicht ..mit e mm Satz ans der kapitalistrn rn die sozialistische Welt hmüberipringen". «Der Sozialismus ist kern Mechanismus, den man nach einem voraus bestnnm'en plan aufbaut . Das Buch Kautschs ist äuüerst lehrreich und wird >ur Klärung der Anschauungen über die Wege, die zum Sozialis- Mus fuhren können, vieles benragcn. ad. bm. ®»8«n Hoeflich r Der rote Mond. 1920. J!f Verlag. Leipzig, Wen. Zürich. In sechsundzwanzig Gedichten atmet der Hauch des Orients, klus dem scharf.onturierten Bilde der Landschaft: «Ein ferner Reiter wächst ins Firmament Wo Sand sich in den H mmel brennt., §lbw mM ein Busard. Auf seinen Schwingen Erblüht Merall. - Im Westen glüht der rote Ball Der Sonne auf die Beduinenzelte." r ^ülme küßt dm jungen Mond. Und aus der rcsignicrt-stlllm Erwartung des Erlösticins : . «Ensam trage ich stnmme Klage Vor die steinernen Portale Bis zum Ende meiner Tage." ,, Darwckchcn der aus dem Land und ans dem Menschen ömnde Echn'uchtSruf nach der Wiederkehr des Juden in diese jeme Welt. Er bat ffck dem Dichter nicht immer eindmig! chgenug ge ornu; manchmal ,st er mehr Ruf des dentdurchfurchtm Irrd'nhtrns. nrcht so sehr des IrbenSs hnenden Judenhe'-zcns Manchmal oder wird er starker Schier; «rasender Schrei: Got*. In dieser Proiektion des Erlebens einer Welt als Bild und St>Nc und als Ru' uegt, wo sie ganz zustandege!omn,en ist. der N-'iz dieser Dickimigen. von denen manche crgcnar rg gnzieh''nd sind. Einwirkung Tagores» vw manchmal auftnti, ist eigenkräffig verarbeitet. Der Dicht r nennt das Werkcffen eines seiner panasiat'schen Bücher, gleich lemem früheren Prosabuche «Ter Weg in das Land" Die Bczeschttung vcrpflrchket. Hier ist lurücke Projektion der Anschauung gegeben. Hoffentlich wertet und verdichtet sie sich in einem grundlegenden Werke. S-B. Büchereinlauf. Hvesl ffi Eugen: Der rote Mond. II?- Vnlao. ^Wien-Lcivrig-Zür>ch. W'esentbal Gre'e: Der Aufstieg. Verlag Ernst Rowohsi. Bcrl n Dr. Wolff R'chard: Di« dentsche Regieruug und der Krieosausbruch, Verlag ikte-mar Hobbing, Berlin. Gencraloberst Fre'berr v. Hauken: Er nnerungcn an den Marneseldmg. Bcrlaa K. Koebler. Leipzig. Eng lhardt Emil: Tat und Freiheit. Em Fichtcbuch, Dentschnarionale Verlagsanstalt, Hamburg. Sport. Stafettenlauf auf Skier». Heute bringt der Ocsterreichische Wintersportssub auf dem Semmering die erste seiner diesjährigen Rennveranstabungen zu. Auslraoung. ES handelt sich d"rum, daß eine Älleldung durch erne aus vier Läufern bestehende Mannschal! so rasch als möglich ans Ziel gebracht weiden soll. . Die Strecke iührt über den aussichtsreichen Höhmmg nördum des oberen Mürzrales. der aut der ernen Seite von der Rax. auf der anderen Seite vom Smbleck ffank:ert wird. Der Stark m unterhalb de- DrahiekogelS. Der Weg geht ,n leichtem Getaue oder tanfler Steigung bis -nr Höhe der Kamvalp» t. Ablotung) und weiter über dleOchnerhöhe zum Zicreck tS. AblöiüngV von hier m. schneidiger Abtahrt durch Schläge u> d Hohlwege l»r Stcluhauserstraße heiab (3. Ablösung, aut welcher der vierte Mann der Stafette die Pafiböbe deS Semmeringzu erklimmen bat. Das Ziel befindet sich bei der LandrSgrenze vor dem Hotel Elzherrog Johann. Da Zahlreiche Nennungen erngelaufen sind, ist guter Sport zu erwarten. .._ Die Amateurfrck e int Futzballsport. Der Oesterreichische Fußballverband hat sich rn seiner lebten Borstandssibung wieder einmal mit der Amatcurirage beschäftigt. Dr. A b e l e s. der VerbandSprasident, trat, wie schon des öfteren, kür d e E n ührung des offenen P r o f e s s i ö n a l i s m u s ein. Es wären zwar vorlausig keine vollständigen Berussspieler« Mannschaften zu schaffen, aber es sollte schon jetzt eine Liste der Bernkssp eler gesßhrt werden, die dabei die Erlaubnis hätten, in Amatewvereinen Mg zu fein. Die Majorität schloß sich mcht. der Meinung deS Vorsitzenden an. Sie glaubt die Zeit für die Erntübrung de§ Pro« sejsivnali^mus noch Nicht für gekommen. Schl'eßlich wu'de erwogen, die Zuwendung von Entschädigung^ tür Einbußen im Berufe b'ß zu emer. noch testju^etzendkn Höbe zu gestatten. Ein solcher B'schlnü könnte allerdings nur im Einvernehmen Mit den ausländischen Verbänden gefaßt w rden. Rach längerer Aus'vrache wurde ein Kom tee cingrsetz', das sich mit den Vereinen ins E nveinehmen letzen soll, um neue Amatewbestimmungcn auszuarberten. Also bleibt alles wieder beim alten! __ Das MotorraLremren Paris—Nizza kommt vom 13. b'S 13. Februar nach tünijähriaer Panse wieder nnn Aiist'ag. Die Konkurrenz rst wie früh r auch für Motorräder mit Beiwagen offen und ha neben trau osischen Nennungen auch solche von englischen, amnikanischen, tchweizervchen, italienischen, belgischen und spanffchm Firmen zu verzrichnen. Die Verschmelzung aller Arbeiter-Turn» und Sportverbande »u einem geschloffenen Bund unter dem Namen „Voltsbund für Sport und Kö'perpstege" w.rd zurzeit vno^strebt. In diesem Bunde soll sich alles vereinigen, was „auf dem Bodnr der io-ralrffischen Arbciteibewegung an der Gesundung deS Volkes mi'arbeit« will". In Fraae kommen d«r Arbeiter- Turn- und Svortbund M't etwa 3000 Mitaii«dern. bei A> bener-Radstihrerbund «Solidaritär" mit ll'O.Ok'0 M tglredern.der ArVerter-A'asserspart'Ve>band titt! Mitgliedern» der Arbeiter-Mletenbund mit 20 OM Mitgliedern, der Tourrsicnverein der Naturtrcunde mit 20.000 Mitgliedern, d er Ar barer- Sammiterbund nnd Verband für Volksgesundhert mir 10.000 Mitgliedern. 750 Kronen rin Fus bnll. Nach einer Mitteilung des Verbandes der deutschen Svortw.rrenhändler tritt e:ne wesentliche Berleuernna des Svorttnaterrals e-n. bedtmgcn durch die to,t« gesetzte rapide Steiger«ng der Preise Hb' das Rohmaterial. E>n Fußball wrrd nach den neuen Preisen künftig aus & 750.— zu stehen kommen. Die Kunstlaufmeisterschaft von Oesterreich für Herren bvngt soeben der Erslautverein Jnnsbnrck kür den 1. nnd 2. Februar zur AuSschrübung. An den btrdkn Tagen werden auch einige andere Kunstlaufen zur Entscheidung kommen. Dev Oesterreichiscke F-rrtzballverband hält am 20. März seine ordentliche Generalversammlung ab. Willy Halpern. e.ner der Bravsten der Haloah. verwählt sich heute m't der Hakoahneiin Fräulein Grete L a « a r u S. Die Trauung sinder um 7*3 Uhr. em Tempel lX., Müllnergaffe statt. Sportklub Hakaah. Heute findet im Caf6 ^Atlashos" ein Klubabend statt, besten ReiuerträgNiZ unserem Bruderverein H e ch a w e r züstießt. Hakoah. Fechisektion. Inlolge Vlvhl'cher Kündigung des Fecktlokals M Ca ö „Industiiellen". muß das Tiaming für dre Dauer von acht Tagen emgestellt werden. Die Wredetausnähme des Betriebes wild in der «Morgenzeirung* und schnNlich bekanntgegebett werden. — D e Uebungen dürsten rm Fechtsaa! der Neure Ichnda.!X., Servltengaffe 1», staltsinden. men >h affen Dr«»»a«n. Redarattrre« unter Waninnc. RfarStränSiT für alle Systeme. rrftEIafliße# Matn-iai. 8eop. Kurzer, Wien, W„ Westbahnstraße 23. Telebvon 31537. M mmn „„ Herrenn. Oamcnhüte werden nach neuest. ftlode prompt und bllljg^t modernisiert xym., G ’ttol 21 und VXI., Ela-iahllferotmsB« 86 lichen Falle um einen B e r w a l t n n g S a k t der Gemünds Wien handle, den diese gesetzt bat. Dieser Akt kann einer Anfechtung durch die Schulbehörde nicht unterliegen. Der Beschwerdeführer hatte er« subjektives Recht zur Ausübung dech« von der Gemeinde W^en durch Mahl verl-ebmen Rechtes btt, Mitgliedschaft des Landesschulrates. Dieses Rechtes konnte er nur »m Wege eines Gesetzes tür verlost g erklärt werden. Ein solches Gesetz ist erst am 15. Juli 1919 in Wirksamkeit getreten; er wäre daher berechtigt gewesen vom 8. Mai bis 15. Juli seme Funktion als Mitglied des Landesschulrates auszuübe». Aus der ukrainischen Legion. Vor dem Schwurgerichte hatten sich gestern der SljLhrigr Maschin st Heinrich Fischer, der 28jäkrige Schloffer Karl P o l a z e k und der gleichaltrige Schmied Johann H a imnja unter der Anklage zu verantworten, daß sie am 17. August v. I. tit der Sammelstelle der ukrainischen Legionäre am Laaerberg einen Einbruch verübt, die eiserne Kasse angebohrt und auSge- Vlündert haben. Dre Beschirldiaten waren oeständrg, aus der Kaffe den darin verwahrten Betrag von über 51.000 Kronen entnommen und unter sich aufgeteilt zu haben. Fischer, welcher der Legion als Mitglied anoeborte, schildert« die Behandlung im Verbände derselben als geradezu menschenunwürdig, dre gchotene ''Nahrung als ungenügend. Er litt fortwährend Hunger. Als er sich beschwerte wu'de er sofort entlasten. In d'e'rr Lage, ohne emrn Heller Geld, kam er auf die Idee, den Kastendiebstahl zu verüben, um bis zur Erlangung einer Stelle leben zu lönnen. _ . , D'e Geschwornen verweinten , samtl'che Schuldfragen, worauf der Vorsitzende. Oberlandesgerrchtsrat Dr. S ch a u p p» den Freispruch der drei Angeklagten verkündete. $ Gerichtssaal. Beschwerde des ehemaligen Bürgermeisters Dr. Josef Neumaher vor dem Verwaltungsgerichtshofe. Mit Belchlnfr vom 8. Mar 1913 Hst der proviforische Ge-! nreinderat das Mandat der fünf vom Gemernderate g-'wLhlien Mitglieder deS Landes' chulrares kür erloschen erklärt. Dr. Josts Neumayer har jedoch das an ihn gestellte Ansinnen, zu resignieren, zmückgewitsen. weshalb er von semer Funkilonsiätiakett und dem Amte eines Landesschulrates abberufen wurde. Dagegen Kat er die Beschwerde an den BerwaltungS« aer cktShof gerichtet, worüber gestern die Verhandlung unter Vorsitz des SenatSvräsidenten Dr. Schuft er stattfand Doktor Reumaher erklärte das Vorgehen des GemeinderatrS tür ungesetzlich, da seineFmiknonsdauer b«s 1923 dauere; es verstößt aber auch gegen das G pi'indcstatnt und gegen dre Schul-und. UmerrichtSordnung rom 29. Dezember 1901. Ein Recht d r Ab-' fferufung sti'mdr dem Gcmemdcr st nnr zu. wenn er sich hätte etwas zuschulden kommen lasten, das die Ab'-em'mrg rechtferi'gen könne. Es bandle sieb freilich der der gang n Sacke mmmckr bloß um eine theoretische Fraae. denn das Ge'etz des Landes Niederöster-' reich m«t Wirksamkeit vom 15. Juli 1919 erklärt die von der Geniernde gewählten Mitglieder des Landesschulrates als ihrer Stellung für verlustig. Der BrrwaltungsgerichtShos bat der B e s ch w.e r d i. siattgegeben nnd die angefocktene Enlicheidung alS i m G e s e v e n r ck r b e fl t ü n b 11 a u f g e h o b e n. In der Begründung bemerkte der Vorsitzende, daß es sich nn gegenftänv- Wien, i., schottenring 21. miaie: Karlsbad 559 All« hankfresctiäftlichen Transaktionen für das In- und Ansland. Einlagen gegen Einlagebücher zu den kulantesten Bedingungen. Tel9r-rammo: Z it» bank, Wien. Telophone: 13478, 12090, 16431, 12009, 16168, 16916. Der Volkswirt. Wirtschaftliche Nachrichten aus Pole«. In P v s e n wurde kürzlich eine neue Gesellschaft mit einem Kapiial von 100 Millionen Mark zur Exploitation btt Robölgebretc in Galizien gegründet. Die neue Gerellschaft har sämtliche Betriebe der bekannten Rohölsirmr GebrüderNobelin Danzig übernommen. » ■ Aus Danzig wird berichtet, daß dortige Finanzgruppe» eine große Papier- und Papvendeckelfabril gegründet, welche hauptsäckl ch für den Bedarf von Polen und Kongreßpolen arbeiten soll. Die Gründer haben in Amerika große Kohlenlieferungen abgeschlossen, die noch rm Jänner aus den Weg gebracht werden sollen. “ In P o s e n wurde eine Aktiengesellschaft mit einem Kapital von 10 Mill onen Mark begründet, welche eine ch e m t s ch « F a b r i! errichtet, um der, deutschen Konkurrenz auf diesem Gebier zu begegnen. , , " v *! r-TTi Aus Warschau wird uns berichtet: Die litau'rschm finanziellen Kreist beabsichtigen, eine eigene litauische Währung einznführen. Münzeinheit soll crn «Auksinas" sein, desse« Nominalwert . dem sünsundzwanzrgsim Teil eines englischen Piunds entsprechen soll. Gas wilde Vörsenspiel dauert fort. Im gestrigen Privatverkehr vollzogen sich wieder ganz kräftige Steigerungen, wobei die Umsätze einen großen Umfang angenommen hasten. CtaatSbahnaknen stiegen bis & 4550.— um K 80.—Alvine-Aktlcrr erhöhten sich um ll 100.— bis K8750.—, ferner wurden Lombarden bis K 940.— um K 60.— und Süds dahn-Priorrtaten bis Li 1745.— um K 45.— höher bezahlt. * > Ungeachtet der vielen Warnungen wird auch außerhalb der Börse wild gesv'.clt und werden Geschäfte abgewickelt, trotz des Verbotes. Bekanntlich hat die Regierung im Einverständnis mit der Wiener Borsekammer beschlossen, jeden Samstag bis auf weiteres freirugeben, damit sowohl der/Giro- und Kasscnverein. als auch die Banken die rm Laufe der Woche ausgehäufte Arbeit erledigen können. ' Findet sich denn gar keine Behörde» die diesen Unfug steuern konnte? . Wie war eS denn, wen» sich irgendeine Behörde dazu herbei ließe» diesem unerlaubten Handel dadurch entgegenzutreten, daß man diejemgen, welche außerhalb der Börse Geschäfte adwickeln, mit ganz empffndlichen Strafen belegt? Wenn Oesterreich vor dem Zusammenbruch gerettet werden soll. London, 10. Jänner. Die Blätter melde« auit Wathrngton: Der Schatzamtssekietär erklärte im Kongresse, 200 Millionen Dollar seren noch vor dem 31. Jänner not« wendig, um O e st e r r e r ch. Polen und A r m e n t e n. ttoi dem völligen Zusammenbruch zu bewahren. England hak» sich verpstichtet, 5b Millionen Dollar bk-st 8 u st e u e r n. Die Oftraver Kohlenförderung. Mahr.-Ostrau, 10. Jänner. Die Kohlenförderung im Monat Derember 1919 weist gegen November 1919 einen Rückgang von 302.733 Meterzentner, das berßt um 3 6% auf. Die Förderung derrug ,m Dezember außerhalb Petrkovice 5,929.281 gegen 6,212.015 Meterzentner im November und 6,980.878 Meierzeniner tm Oktober 1919. Die Kokserzeugung betrug i» Derember v. I. außer den Witkowitzer und Trmetzer Eisenwerken 1.2« 8.400 gegen 1.078.760 Meterzentner NN November, was einn Erhöhung um 134.640 Meterzentner oder 12'5°/o glerchkommt. mmim depositen-bank GEGRÜNDET 1871 WÜ9*, GEGRÜNDET 1871 Wiener Wechselstuben: f. Teinfakstr&tve 2 1 RottnttirnwtrasEe 29 II. TaborstrSsse 7; III Hau fetraese lö IV. Luisengasse 35 IV. R itnerpUtJ 2 VII. Manahilferetrasse74b V!J. Weubauscsss H ‘ VIII. Josefstädterstrasse 64 XIII. Hauptstrasse 3 XIII. Breltenseersirasse 6 XIV. Sparkassaplatz I &VIII. währingerstrasee 84 Filialen > Baden bei Wien. Gm, Linz, Steyr, Oderberg Bahnhof, Czeroowife £003 Aktienkapital u. Reserven: K 121,500.000. Besorgt sämtliche Bankgeschäfte und industrielle TrusuctiOMa. Zahlungen an die Wiener Vieh* und Fleischmarktkasse werden bei sämtlichen Zweigstellen übernommen.