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Wiener Morgenzeitung · 1920-01-10 · Heft 348 (10.1.1920) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 348 (10.1.1920)
Date
1920-01-10
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 Wien. Samstag Wiener Morgerrzetkung 10. Jänner 1920 §tr. 948 Schreibmaschinen" 1 erstklassige Systeme, fabriksneu und gebraucht, in allen Preislagen 8 wisde voriätlf.. 2173 £ F„ Biberstrasse 22, Mezza1 in. ceßerftbdr der Pori-'parknsse | üegr. i'V« - J0‘2 1.E8TI NF®. Gegr.' -svs IZien-Wcslbabnkios—Innsbruck -Ieldirrch n irf) t verkehren weiden. X'-f.efilcirfifn ist cs. sicher, das; der am Momag van Bteaenz— velbfiiT!) tomnTcn>e Schnellzug sowie der am alerchen Tage in!9ren-F,nn; Ioiess-Bahnhoi ans Berl-n erntreffende Schnell'.»« ■mTnttcu werden. Soll cme gänzliche Berkehrsiper re' vermieden vcrdcu.'wttnnft ficfi da5 Publikum in der nädiften Zeit damit tt.midcvZ nch> lalkwetse Liber den Augsverkebr auf den Bahnhöfen m oifutie-HKit. Es w'.rb vcSbalb. vorausnch l ch auch notwendig u.'rden.- den Barverkauf der Fahrkarten- bis aui.weue es emrusteÜen. vorüber Nock näheres nn«geteilt werden m rd. Das Publilum nage daher alle KerMsiaen Rri'en unterlassen, da die Gelegenheit -l'.r Rückkehr' --keineswegs gesichert ist. *tjß**$ Mut?22« oiu'"0(itiiTc OLLnkring, Pahergässe 15,• hat gestern -nach» eine', Frau ihr Kind durch einen Schutzschwer und '-ch selbst dann durch einen zweiten Schutz gell'-tek. I::r Haus.- §uf ber Kohlen- und Holzhündler Johann i s a r den Laden und im zweiten Stock auf Tür 10 die stst)ttl.-r-.g. CSlcfrorri' wellte nachmittags Misar im Geschäft .nd die Frau war allein mit ihrer achtsahrigen Tochter Anna nt der' .^-ühilungll Ploslurhörten die Hausporteien aus der l stwi'ung ll-.isars Detonattonen von Schüssen. Sie liefen zu - Risar lünob. und s-inien -ibn in Kenntnis. Der Mann stürmte ' r-ie Treppen hinauf und 'bersullue, die Tr--re, die verschlossen : ar, :i:it c’.hcui Steütmeiscn zu öffnen; als.dies nicht gelang, vurde ein llSchlöffer geholt und der sprengte die Türe auf. Tie Änkrctenden - fanden Frau Misar leblos auf einem T-ivan' lehncri'.- Aus ihren: Kopse strömte -Blut. Nebenihr ag die kleine Anna, die gleichfalls eine Wunde am Kopse satte. /Dm Hand-der Frau hielt -einen -kleinkalibrigen Äe» - "üver um klammert.' Aus dem Divan lag ein kleiner Hand- - -niegeL,--den - nezum Zielen -Senüstt hakte. Der Arzt stellte 'eit, das-, die .-Ir-.u: - schon tot war. Auch ihrer Tochter Anna .)o.tte eine Kugelin die reäue.Schläfe gejagt; das ProjcftU 'wai:Zan 'der linken Schlag' ausgetreten, das-Kind edle noch. doch, ist sein Zustandhoffnungslos.' Die'Ursache :ei Tatist' Familienzwist. . Dr? Verhaftung des Bopvelraubmörders Johann Hahn. Wtt, beria-ret, ist am 6. d. M. in Iudenbnrg" der; A-,-.srreicher,jehiUe Johann H a h n samt seiner Frau, Rosa,' '-ecoait-u worbe..:,.wert aus ihm der. dringende-Verdacht ruhte, -er aransa:,!.' -Raubmörder '.n sein,-der an: 17. Dezember aus e:n RK'ge von Radlbrunik nach Ebersbramr die beiden Wiener ' '-'.asrwirke Kart Weber und Erhard Schmucker erschossen :nd einer Barschaft von zusammen etwa 50.000 Kronen .wranbt har. Hahn har -sich. bis. in die . allerletzte Zeit 'in rnttu- Mndig äusgehalten-.- Er hat beschlossen, an dem G.astwirte-v-Weber mit demVorwand des -Weinverkaufes eine ckrpresjung zu-.begehen. ' Et wollte' den Wirt in das Weinend'locken, und ihn - bestimmen, eine größere Smnme mit-- - -nnehlsten, um' scheinbar dafür Wein zu taufen.' .Aufein* }amein Waldwege wollte er. ihm dann einen Revolver vor- 'alre.r und ihn dazu zwingen,' ihm das mitgenommene Geld rnszu-okg.eu. - - Rull 17. v. M. früh fuhr er von Tnlstr nach Glaubenbors-' Wetzdots'- und erwartete dort den Wirt Weber. Zu seiner -.ebhasteu Ueberraschung r.-:d . BestürzunL kam aber Weber -ichr:attein, sondern harte seinen Freund, den Wirt Erhard schmück er,. dem 'er amö den billigen -„Siebzehner" zu- -t Kronr-n zustbanwn tvoUkt, -mitgebracht. Hahn 'sah nun u, daß es mit der Ervrenung gwei Gegnern, gegenüber nichts sein -könne;-und.daher saure er den plötzlichen Entschluß, da es :-icht..akiders ging, dH. Weisen Wirre zu ermorden. sstbrte. sie über Radlvrmm den einsamen Waldweg nach' Eb-7'Wvrunn. Au einer recht abgelegenen Stelle blieb Hahn it Liner verf.ttinolicheu Eiirschttidlgung zurück. Die Wirte .-w-ridr'eiiweiter aus und waren eine ganze Strecke weit 'vor. '-.'ahn-muhte -lausen, um sie einzuholen. Aus einer Entfernung oou ettva acht Schritten' gab er von hinten auf Weber "ie beiden Schüsse ab. Jur selben Augenblick wendete sich Schmucker' um, uftd deshalb erhielt er die Schüsse in Bauch and-Brust. Tie beiden Wicr-e. brachen sofort tot zusammen, '.-ahn. eiUe mut auf sie ,ut und nahm ihnen die Bciestti;chc^ uni'dem ganzen 'Gelse, etwa 50.000 Kronen, ab. Die antsseMitelttde „GrrLerrlcrube". Die „G a 11 c tt l a u b e", bic zu den ältesten deit'-ch:n - Familienzeitschriftteu gehört, gilt sei - jeals ttn Muster braven, aüibürgerstchen Spießertums. Hier 'and Mama ihren fenrinteutalen Roman, die Fräulein Töchler. die n.'nesten Bluicnschnitte, auch an Belehrung, wie man alte Strümpfe zu Hutaufstntz verwenden könne, nia'n.relte es nicht, die neuesten Mittel zur Entfernung von Rostflecken erwiefen sich als unfehlbar und ein fachkundiger Llnssatz über Hundezucht sollte die geistigen Bedürfnisse . des männlichen Teiles der Familie -bei^iedigen. Brave, sauste Verse und zuckersüße Bild»' bc-gabe-n»--boten Nahrung für den ästhetischen Sinn. Run ist die fromme „Gartenlaube", die seit Jahren dem Berliner Großverlag Schert angehört, mit den übrigen Zeitsch iften dieser Massenproduktion für Geistersatz ins alldeutsch -anKseuntische Lager hinübergefchwenkt. In einer Bemerkung über den Pazifisten Alf-.ed- H. Fried wird dieser als „deutschsprachiger CU’De" bezeichnet, „der während des Kriere) zu einer Kolonie gehörte, die von der sicheren Schweiz aus Gift in alle Wunden Deutschlands spritzten und sich bitter beklagten, wenn man von deutscher Seite ge^eu die Einfuhr dieses Giftes sich zu wahren suchte".. Herlrn Fried.', der unseres Wissens dem Judentum längst den Ri'rcken gekehrt hat, bewahrt sein Austritt nicht vor drin Schicksal, als jüdischer Defaitist abgetan zu wevi cn. Daß nun aber auch die lammsfromme „Gartenlaru'.o" .anlifemitelt, ist ein Zeichen für die neue antisemitischo Hochflut in Deutschland, wo man j/tzi l'..amvrhass nach Sündenböcken fahndet. Der Ratgeber des Zaren. Erinnerungen an Rasputin. Im Historischen Verlag Baumgä'rtel, Berlin, ist soeben^ ein interessantes Buch erschienen, dess:u Veröss.nt ichung durch das Zen'urve.'bot des Kriegspresseamtes ver.'.ög:rt wurde. Es handelt sich um das Werk ^Der Umsturz des russischen Kaiserreiches 1907", das von Dr. A.rlan Polly nach eigenem Erleben versaßt wu.de. Aus dem reichen Inhalt des Werkes enbnehmen wir einige kleine S^i.derungen des Verhältnisses bes berüchiigteu Rasputin zur Zarensamilie und des P ivatleüens Nikolaus des Zweiten. „B wunde nZwerlee Instinkt ließ Rasputin auch, als er buchstäb ich in Gold schwamman seiner Bauernteacht, am bunten russischen Hemdoberkleide und an den hochgegogenew Kni. stle.eln, festhalten, Der all'rinige Unterschied b stand freilich in der Feinheit, der Stoffe Und der Kostbackeii der Ausführung. Ebensowenig änderte das Geringste am wirren Haupteswalde - und an der zottigen Bartmähne-:" . Einer -derhöcksttn Staatsmänner deZ russischen Reiches, der sich zur —' leider vergeblichen — Aufgabe gestellt hatte,' Rasputin vom Kaiserhof zu entfernen, bemerkte zu einem seiner näheren Bekannten: Nach dem no'gedtungeil'n halbstündigen Empfang Rasputins üiußte ich sämtliche Fenster meines Kabinetts auf mehrere Stunden ösfnen lassen. Ei.n andere Epi ode: Der Sektierer Rafpntin be- ' suchte eines Tages Moskau, bald nach ^riegsausbrüch. Gemeinschaftlich. mite, inrgen Verehrern zog die Gesell- , Schaft in ein bekanntes Äergnügungslokal. Bei Wein, Weib und Gesang wurde die Nacht verbracht: Auf Naspukins Wunsch mußte der Zigeunerchor den Zechkumpanen int Sonderzimmer eine Privataufführung hieten. In sinnloser Trunkenheit entledigte sich „der Hrikige" seines Anzuges und zeigte sich m Posen, die das Schamgefühl'der Anwesenden schwer verletzten.' Die Choristinnen stellten entrüstet die. .„Kabinettsstage". Sie drohten, das Zimmer zu verlassen, sofern) nicht de^ langbartige Adam daraus entfernt würbe. Rasputin fluchte wie ein wild gewordener Kosakenuuteroffizier. Fauchend schrie er: .„Ihr Närrinnen!' Sehr hohe Herrschaften.finden.Gefallen.daran,.mich in solchem "Aufzuge zu sehen!" - . ' Das glückliche Kalifornien. . i X-..5 aciüubdte Land der Welt scheint Kalifornien zu sein. Wenigstens geht' -sts. aus einer Mitteiluna hervor, die Dr. 8 a n reut der Pariser Acadömie de Mödieine gemacht bat.- Danach ist Kälifonnen däs Lanvstin dem die Menschen das höchste Alter erreichen. Huydet-iMrcke zählen dort duichaus mcht zu aioßen SelttiiMen, da atztzebuch aus.eme Bevölkerung hon 3 Millionen 800 Menschen kommen, kbie ein Aller von über hundert Jahren erreicht'habep. Diese Tatsache wird dem Klima und der nngewöhnllchen'. Muchcharkest des Bodens zugeschrieben. Ücbttgeus erreichen ' hott n cht nur die Menschen, sondern auch die Bäum.! "einst ungewöhnlich Hobes Alter. So kommt' es vor, daß Eykorpören mehr als tausend Fahre alt weiden. Dr.. Laurent »eigte der 'Akademie Phorograrhien von verschiedenen. Hundeitiährwen . aus Kalrsornieu. darunter jene eines Mannest der it8 Fahre, und dre ernes anderen, der 110 Jahre gelebt hat. Letzterer verfaßte ein Buch über »Die 'Kunst, fern-Leben-,zu verlängern". Ein den Missionären wohlbekannteri Indianer starb in seinem 150. Lebensjahre. Er hatte Emgesendet. WWMMM Hilf empfehlen sich als Vermählte. Wien, im Jänner 1020. 221-1 GOLD BRILLANTEN 1 Platin,Mttnrcn.Perlen, Uhren, (aleclie Zähne, alle Silbergegcnslände verkaufen Sie am besten direkt dem Juwelier u- Goldarbeiten S.Kotzaofol, KÜB Wien, VI. Mariahlirerstrasse 79, oder Werkstätte: I. Wolizeile 17/13, MS Zahlt höohste Preise, da fQr eigene Verarbeitung, 904 WZ ,FIORISc Wien,!., Craben Nr. 29 Sämtaiehe Parirllms, Puder etc. Wolff & Sohn, Dralle, Löhse, Schwarz- : lose, Mouson, Prochaska etc. : 900 M&nlkur-instrumente, Kassetten, Kamm* u. 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Die Kapitalswerbung ist im Gange; nach Ausbringung der für den Beginn-der Arbeit in Palästinas uokwcndlgen Betrüge gedenkt die Gesellschaft eme Kommssiön'W entsenden, dre au Ort und Stelle die erforderliche» speziellen Informationen beschafft und rm Emverständnrs mit der Gesellschaft unmittelbar mit den eisten Arbeiten beginnt. . Die zu - errichlende Genossenschaft b e Kolon i st e» wird zur Verringerung des RisikoS als Gtsanstunternehmung rme Anzahl industrieller und landwtrtckchafrlrch'er Betriebe eröffnen: Es bleibt jedoch jedem Genoss« unbenommen, im Einvernehmen 'mit der Lertung der Gesellschaft eigene Unternehmungen m der Kolonie zu betreiben. st Die Sredlungsgesellschaft versendet gcgenmärtra einett . Fragebogen zur Konstatierung der Absichten, der KavitalSA ... krall und des Uebersiedlungskermlns der Interessenten und ta antwortet alle Anfragen durch ihr Bureau/ Ein Experiment zur Steigerung der MAch-h Produktion der Kühe. j DaZ Mitglied der Pariser Gesellschaft für verglelchÄü^ Pathologie, Bel in, machte vor einigen Tagen interessantes MitteiiungeN'--über seine Versuche, die Steigerung der MivK., '! Produktion der Kühe zubeeinflußen. Unter Nutzanivendung der Bsobachlungen, die Rolf bei stillenden- Frauen und! B re:n tanvbei verschiedenen Ri'ndergattungen bisher gemacht haben, ließ'Aelin Milchkühen vom zweiten Tage des Kalbens , - .angekanchw-^'.Mglich' Injekttqüen von 3 bis 10 Kubikzentij Meter'-antisep'tisch gewonnener' Milch, sei es von derselbetz Kuh oder von einer anderen, verabreichen. Es stellte sich bald eine, auffallende Steigerung der Milchsekretion eirr. Belm -machte' seine Versuche sowohl mit karbolisierter als auch unkarbolisierter, mit roher und gekochter Milch und fand', daß das Ergebnis stets das gleiche war. Mit, Rücksicht aus dia eminente wirtschaftliche Bedeutung, die diese Experimennj. gerade im gegenwärtigen Augenblicke besitzen, hat die genannt - Gesellschaft beschlossen, die von Velin angegebene Method« unverzüglich auf breitester Grundlage zu verwerten und itfiff das Ergebnis Bericht zu erstatten. * Die hebräische Sprache im amtlichen Verkehrs in Palästina. Aus London wird berichtet: Den letztes Berichten aus Jerusalem ist zu entnehmen, daß die hebräische Sprache im amtlichen Verkehr der Behörden immer wettere Ge-s biete erobert. Sert Milte Dezember wurde auch in sämtliche« T e l e g r a p h e n a m t e r n des Landes die hebräisch« Sprache amtlickeingefühtt. Sämtliche Kundmachungen werden nunmehr in drei Sprachen: englisch, arabisch und hebrässch heraus-! gegeben. j * Ihrer Ehren Frap Lloyd George. Die des Premierm nisters LI 0 h d G e ö r g e hat am Ger'ichtShof! der Grakfchast C a r n a r v 0 n den Erd geleistet und übt daS richierliche Amt aus. Sie ist die erste Frau in Wales, die gemäß, dem neuen Gesetz zu dieser Funktion berufen wurde. < * Loitsch wird nicht geräumt. Die itakimifch^ Mission in Wren bezeichnet dre Meldung des „Sloveuskr Narod*»! wonach die italienische Armee Vorbereitungen zur Räumung deK^ von ihr. besetzten kraimschen Gebietes, namentlich der Stadt. Loüsch, (Logatec^, treffe, als vollständig unbegründet. j * Volksbildung im Technischen Musenw. Borträaej im großen Hyrsaal: -Heute, Samstag, um 4 Uhr «ach-» mittags: Prof. Dr. L. F l a m m „Der Ausbau der Stossweli". Sonntag den 11. d M. um 10 Uhr vormittags: Dr. O. Br hl „Die Musikinstrumente" unter künstlerischer Mitwirkung der Herren Dr. Th. Alexander <Bratsche'. Opernmitglred F. Behrends- - (Klarinettei und Prof. K. Sttegler (Horn). j * Schlachtfelder mit Hotels. Aus Paris wird gemeldet : Der Minister für wirtschaftlichen Wiederaufbau legte de« Ministerrate einen Gesetzentwurf vor, womrt dem uationaleu touristischen Ausschuß die Aufnahme einer Anleihe von 30 Millionen Dollar zur Errichtung von Hotels, G a st h ä u s e r ü und A u t 0 m 0 b i l l i n i e n in den Gegenden bewilligt wird, wo Kämpfe stattgesunden haben. * Banknotenfälscher. Vom Troppauer Landcsgencht wird der Kautmann Ignaz Z a r t s ch e k aus Brünn steck« biiefilch verfolgt, weil er verdächtig ist, eine größere Menge mit falschen Stempeln versehener ischecho-slowakrsrher Banknoten zu je K 1000 — nt Verkehr gebracht zu haben. ^Einstellungdes Pevsonenzugsverkeljresiu Bayern. Aus München wird gemeldet: Wegen vollständiger Stockung der Koblenzusuhr infolge StrerkZ und Hochwassers wird vom 13. d. M. an der gesamte PersonenzugSverkehr m Bayern eingestellt. Schon am 10. d. M. fallen einzelne Persouemüge aus. Der Güterverkehr wird auf das allernotwendigsie beschränkt. * Streik der Linzer Leichenträger. Jn^Lmz ist, wie die Blätter melden, unter den Lerchcnlrägern der hiesigen Leichenbestaktungsunternehmungen wegen Lohnforderungen ein Streik ausgebrochen, dem sich auch die Totengräber angeschlvssen haben. Infolge dieses Ausstandes finden die Leichenbegängnisse unter polizeilicher Assistenz statt und die Särge tonnen nur durch das gemeinsame'Zusammenwirken der Inhaber der Leichenbrstattungsunkernehmungen, teilweise auch unter Mitwirkung der Leidtragenden und Traucrgäste beigefetzt werden. -! * Freie Fahrt für Wiener Kinder aus deu tschecho« slo wakischen Bahnen. Dre tschecho-f lowakrs che Grsandlschast teilt mit, daß d^eck-checho-slowakische Regierung 500 W-ener'Kindern, die nach Norwegen gcichrckl kverden, die freie Fahrt aus den tschecho-slowaknäien Bahnen gewährt hat. «Der brennende Personenwagen. Ans Prag wird gemeldet: Nächst Pardubitz hat sich heute nachts ein neues Eisenbahnunglück,- enistanden durch d.e Unvvrsick rgkeit von Passagieren, ereignet. In emcm Pevonenrug, der aus Prag kam und gegen Böbmisch-Trübau.>ubr, en'zündelc, sich und erplodierte cm in emem Person« nwagen befindliches Benzin, das em Reisender un Schleichwege aus Prag ausfübrcn wollte'., Wie der ^rimtlichr. Bericht besagt, rst eine Person verbrannt, während 11 Soldakcn schwere und 17 Soldaten sowie 8 Zivilisten leichte Verletzungen/ ertiiten. Der ganze Waggon brannte vollständig aus. .. * Plünderungen in Berlin. Aus B e r l r n . wird gemeldet: Gestern abends .drang eine me«st aus halbwüchsigen Burschen bestehende Menge in die Kondi orct Ä s cfn tt fl c r Ljv und bunächkigle sich der dort vorhandenen Vorrä e. Unter dem :ii»'e: „R r e d c r mit N 0 s k e" zog der Trurv weiter und verruchte verichredcnll'ch S i r a ft >- n b a h n >v a g e n a nr z u h a t t e n. In der Schönliamei-Allee drang die Menge i» dr>- Ristaurmionsräume der Brauerei K ö u i g s st a d t ein > ^ichcrbeitsvolizei vertrieb von dort dre Ruhestörer.

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