Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 347 (9.1.1920)
- Date
- 1920-01-09
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
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Mte 6 Wien, Fretta- Wiener Morgenzeitung 9. Jänner 1920 Nr. 347 , Im Opernthea t^er geht morgen, Samstaa, bei ausgehobenem Jabrcs- und Stammsitzabonnement, zu erhöhten Preisen kür die Pensionisten des Overntheaters. neu «instudiert. „T o s c a" mit den Domen I>ntza und Bauer, Pilecka sowie den Herren P:ccaver. Duban, Krenn, Abel, Strhmann, Madin und Münnich in Szene. Beginn '/,6 Uhr. In der V o l k s o p. e r gelangt morgen, Samstag, im Rahmen des Waaner-Zyklus «Tristan und Isolde" zur Aufführuna. Die Partie der J'olde singt Fräulein Rantzau erstmalig, ebenso den Tristan Herr S ch ü r m a n n. Renaissance-Bühne. Rovertoireändcrung: Sonntag den 11. d. M., nachmittags l/.dB Uhr, Lotte Wttt- . Homunkulus «Lustige Akademie". einer auch btc er im inaks für vom,, ihm bet.' Otto _ Eine Fontane-Ausstellung in Berlin. Anläßlich des Fontane-Jubrläums sind, rat Berliner Altärkrschen Museum bte Orrginaldrucke seiner Werke in chronologischer Folge ausgelegt, die cm fast lückenloses Bild seines reichen literarischen Wirkens bieten. Manche Seltenheit findet sich da: So die drei Auflagen seines kleinen, zmrst 1850 gedruckten Epos „Bon der schönen Noinmund*e". Ein Exemplar den besten Kennern unbekannten Schrift Fontanes, Jahre 1860 zur Enthüllung des Berliner Derk- Albrccht Tbaer vrroffemsicht hat. Ferner ein zmammengrstelltes Dichteralbum, das zuerst 1852 ... ior„- Tanke erschien und bis zum Jahre 1868 srms Auflagen e>lebte. Bemerkenswert ist ferner rin von Fontane zwar nicht verfaßtes, aber-Diel benütztes Buch, ein Eremvlar der englischen Ausgabe der von Thomas v e t c y gesammelten Volkslieder, das er für seine Uebersetzungm zur Hand batte und in dag er zuweilen rmprovi. sierend fertige Strophen nnt Bleistitt geichriebcn hat. Nebm den Drucken siegen die eigenhänd gen Manuskripte von vielen Werken des Dichiers, den „Wanderungen", Romanen und Novellen aiE» lene kostbaren Stücke. d>e Frau Emilie Fontane nach dem Tode des Gatten dem Märkischen Museum schenkte, fett Jahren von den Jüngeren der literarhistorischen WMytchatt vielfach benutzt worden sind. — Die Ausstellung blerbt bls zum 15. Jänner geöffnet. - < Erhärt Hauptmanns Selbstbiographie. Wie man erfahrt, rft Gerbart Hauprmann zurzeit mit der Niederschrift ferner -tutoblograpbic beschäftigt. Die Arbeit, die der Vollendung entgegen geht, sucht über bwgrapbisck- Umwelt und Selbstdaist-lluna hmaus weitere Aipekte. Ein neues B ü h n e n w e«r k des Dichters wird demnächst ,m Druck erscheinen. Gedächtnisausstellung für Auguste Renoir. In D ose wurde aus Privatbesitz eine Ausstellung von rund zwanzig Bildern Renoirs veranstalte', darunter ein Pastell und eme Lithographie des berühmten Mcrflers. Dre ausoesicllten, bis nun säst unbekannten Kunstwerke erregen allgemeine Be» wunderung. Sport. Ein neuerlicher Sieg Napids in München. , Der Sportklub Rapid trug auf der Heran esse aus der Schweiz am Dienstag noch e,n Wettspiel in München aus? Diesmal hatte der Wiener Meister die Stuttgarter K i ck e r s zum Gegner, die mit 6 : 2 (Halbzeit 1: 0) glatt abgeferügt wurden. Obwohl Rapid während her letzten 14 Tage schon das siebente Sp'el aystrug, bot die Mannschaft eine Mnzende Leistung. Die Tore lcfioffm Kntkian'3), Unbit vS) und Bauer. Dem Treffen wohnten 6000 Zuschauer bei. Dank und Anerkennung für Rapid! Der Vorstand des Nieder österreichischen Verbandes hat beschlossen, in einem an den Sporrklub^Ravid gerichteten Schreiben Dank und Anerkennung für die vortrefflichen und ehrenvollen Lerstungeu der Mannschaft zum Ausdruck zu bringen. , Die Olympiade 1924. Um die Olympiade 1924 bewirbt uch nunmehr auch Kanada, drffen olympisches Kom-tce die'Stadt vasifax rn Vorschlag bringt. Insgesamt hoben sich bis jetzt noch Amsterdam. Lyon, Rom, Havanna und Chilstiama darum bewerben. Die norwegische Hauvtstadt hat dre größten Aussichten, bte Spiele übertragen zu erhalten, Münchener Futzballer in Wien. Die Fußballmann-, ichast des M. T. B. M ü n ch e n von 1879 wird im Februar mMten.gegen den F. C. Navid rin Retourspiel ausiraaen. Die Münchmer spielen im Anschluß daran auch gegen den Deutschen Fußballklub m Prag. - ^Dudapester Fußball. Am Dienstag fand in Budapest em Mristcrschaflsspiel statt« m welchem M. A. C. den Törek- » e s 2 : 0 2 :0) besiegte.' ...Der Ausschluß der Oeffentlichkert aufgehoben. Dep Fußballverband hat beschlossen/ den seinerzeit geroßten Beichluß, die Oeffenllicheit von den Wettspielen auszuschließcn, aiffluyeben. Er behält sich aber vor, ihn sofort wieder:n Kraft treten tu lassen, falls sich Ruhestörungen ereignen sollten. - Ein offenes Ping-Pong-Turnier schreibt der Amateuriportvcrern für den 3s. d/ M.. 1. und 2. Februar aus. Es gelangen, nur Hcrrenspiele, und zwar ein offenes, ein Vorgabekvrel and cm Klubkampf dreier Vertreter aller Vereine ffedec gegen reden) zur Austragung. - Sportklub Hakoah, Letchtathletiksektion. Sonntag den 11. d. M. um 10 Uhr vormittags findet die diesjährige Hauptversammlung, der Sektton statt. Wichtige Vorbesprechung zur Generalversammlung. - Gerichtssaal. Ein origineller Gaunerstreich. Bor dem Schwurgerichte unter dem Vorsitze des Oberkandes^exichtsrates Dr. Reim hatten sich gestern der 27jährrge Hilfsarbeiter Johann S w o b o d a und der 21jährige Koch Martin Pospischil wegen Diebstahls zu verantworten. Die Angeklagten haben sich am 5. Jnli vorigen Jahres auf originelle Art in den Besitz eines Fuhrwerkes gebracht. Als der Kutscher Josef Vilinovsky an diesem Tage mit einenz Streifwagen durch die Hörlgasse führ, trat ein Mann auf ihn zu und ersuchte ihn, aus einem nahegelegenen Hanse einen Koffer und einen Kasten abzuholen und in die Servitengasse zu führen. Bor dem bezeichneten Hause empfing Vilinovsky ein Mann in Hemdärmeln, der erklärte, er sei der Hausbesorger, und wede auf das Fuhrwerk auspassen. Vilinovsky ging mit dem fremden Manne in das dritte Stockwerk, wo letzterer plötzlich erklärte, er habe die Wohnungsschlüssel vergessen und werde sie gleich holen. Vilinovsky wartete eine Weile, dann ging er wieder aus die Straße und entdeckte, daß sein Fuhrwerk verschwunden war. Die geständigen Angeklagten wurden von den Geschwornrn schuldig erkannt. Der Gerichtshof verurteilte hieraus Pospischil zu acht Monaten und Swoboba ru fünfzehn Monaten lchw-re« Kerker. Der Volkswirt. Das Steigen der Teuerung. Dr. Reisch «brr unsere Finanzen. Im Finanz- und Budgetausschutz äußerte sich vorgestern Staatssekretär Dr. Reisch ausführlich über unsere trostlose Finanzlage. Er, kündigte nicht. nur die Vorlage neuer Steuern und der Vermögensabgabe für die nächste Zeit an, sondern sprach auch eingehend darüber, daß die Preise automatisch so lange weiter steigen müßtest, bis auch W uns die Weltparität erreicht wäre. Diese müsse sich allerdings im Wege eines schmerzhaften Prozesses vollziehen. Man kann dem Ernst und der Gründlichkeit des Staatssekretär? der Finanzen unsere Achtung nicht versagendes kann auch keineswegs in Abrede gestellt werden, daß er vor kaum zu lösenden Problemen steht; doch diese Aeußetung war unbedacht und-dürfte hem Publikum in jeder Hinsicht teuer zu stehen kommen. Sie wird ein Hinausschnellen unserer ohnedies unerschwinglichen Preise auf das Doppelte, Drei-, Vier- und noch Mehrfache haben rnrd jeder Schieber wird achselzuckend zu seiner Rechtfertigung bemerken können: „Der - Sekretär für Finanzen selbst hat eS ja mit eigener Person für unvermeidlich erklärt" und' sich derart auf eine geradezu gesetzliche BastS .stellen. Dies wird der Fall bei allen Bedarfsartikeln sein. Ein Paar guter Schuhe kostet in- England durchschnittlich drei Pfund Sterling, nach unserer offiziellen Notierung 2100 Kronen. Also muffen wir dafür auch in Wien einen derart hohen Preis entrichten. Daß der englische Arbeiter, Beamte usw. durch'die bloße Bezahlung in Pfund Sterling a priori etwa dreißigmal besser situiert ist, als der unsrige, kommt natürlich nicht in Betracht. Eine Fahrt auf einer Londoner Trambahn kostet im Durchschnitt' drei Pence. Ein Pence ist etwa drei Kronen wert, also müßten wir unselige Oesterreicher gerechterweise ungefähr zehn Kronen für eine einzige Reise auf der Elektrischen entrichten, gleichgültig, ob der Passagier ein Beamter mit 500 Kronen Monatseinkommen oder ein Kriegswucherer ist. Eine Zeitung, die in England durchschnittlich zwei.Pence kostet, würde bei uns auf sieben Kronen zu stehen kommen. Diese Vergleiche konnte man ins Endlose fortsehen, so weit, bis dem Leser die Haare zn Berge stehen ob er bald die Zehn- und Hundcrttausefide von Kronen betragenden Sumrnen, die er in absehbarer Zeit wird verausgaben muffen. Dabei stehen wir vor der Möglichkeit eines weiteren Rückganges der Krone und damit einer entsprechenden Erhöhung unserer- Ausgaben: Wie wird nun nach der Meinung des Herrn Doktor Reisch der Konsument diese'stets gigantischer sich entwickelnden Lasten tragen, können? Aus' einem Stein kann man' kein Blut zapfen, bei uns jedoch scheint dieses verzweifelte Experiment tatsächlich versucht, zu werden»., Der Sekretär für Finanzen, hätte gleichzeitig bemerken sollen, daß sich auch die Löhne und. Einkommen der Weltparität anpaffen werden. Das bedeutet zum Beispiels - der Durchschnittsbeamte mit einem Einkommen von. tausend Kronen monatlich müßte das Durchschnittseinkommen eines Londoner Beamten von etwa fünfundzwanzig -Pfund monatlich, das wären ungefähr achrzehntausend Kronen, im Monat, erhalten. Hierüber hat sich Dr. Reisch ausgeschwiegen. Alles wird dem unglückseligen Verbraucher zugemutet, er muh Preise zahlen, die sich der Weltparitätanpaffen, aber wäs ihn selbst, die Entlohnung seiner, Arbeit betrifft — nun»' so mag er inS Gras -beißen, wenn er nicht das-Auslangen dhrnit finden kann! Ersoll und muß AuSb.eutungsobjekt des Wucherhandels bleiben, nein, er soll in Zukunft noch viel schändlicher äusgebeutet werden. Und endlich: Selbst wenn Dr. Reisch , nach nationalökonomischen Grundsätzen tatsächlich im Rechte wäre, ist es wirklich nötig, eine derart gefahrvolle und gewiß .verderbenbringende Wahrheit -in alle Welt zu posaunen? Der Sekretär für Finarrzen hat uns. durch seine Erklärungen, auch wenn sie sich bewahrheiten sollten, einen bösen Dienst erwiesen und dürfte seineschlecht angebrachte Offenherzigkeit, die nur den Schiebern Vorschub leisten kann, bald bereuen. Aber dann wird es bereits zu spät sein. ' - . :Dir VrrmSgensabgabe. Wie verlautet, unterscheidet dis Gesetzesvorlage über die Vermögensabgabe, -zwischen V.o t lriegsv erm ögen und im Kriegeerworbe nem- Vermögen. Das erstere wird. durch eine löpro^entige- Steuer e rm äß ig un g begünstigt. Steuerfrerbleiben- Vermögen bis zu 15.000 Kronen und je 5000. Kronen für ein Familie »Mitglied. Der Steuersatz beginnt mit 5 Prozent, steigt zunächst langsam und dann in stärkerer Progression bis zur höchsten Stufe von 65 Proz ent bei Vermögen von mehr als 10 Millionen Kronen. Aktiengesellschaften werdenmit 15 Prozent besteuert. Die Besteuerung erfolgt-nach einem Bekenntnis, dessen Stichtagerst festgesetzt werden -wird. Ein Drittelder Steuer muß bar entrichtet ' werden, der Rest kann in amvrtisabler und dritter Kriegsanleihe zum" Kurse von 75 Prozent bezahlt werden. Realitäten und Erwerbsunternehmungen,. die nicht der Landwirtschaft dienen, müssen zum Vertäusswert in das Bekenntnis eingestellt werden. Ein-Zehntel dev Steuer ist am 1. D ezLMber .1920 fällig^ , der Rest kann in dreißig gleichen Jahresraten zuzüglich 5 Prozent Zinsen gezahlt werden. A b gäbest flichtig-sind'physische Personen, und zwar Inländer, die hier ihren Wohnsitz haben, von. ihrem gesamten in- und ausländischen Vermögen. Etwaige im Auslande entrichtete Vermögeusabgabeu werden m die inländische Abgabe eingerechnet. Ausländer sind nur dann abgabepflichtig,wenn sie seit fünf Jahren in Oesterreich ansässig sind oder seit drei Jahren hier lvohnen und eine gewinnbringende Beschästigung ausgeübt haben, und schließlich solche Ausländer, die wohl nicht in Ocsirrceich wahnen, aber hier gebundenes .Vermögen. Haben. Als solchegilt: Realitäten, Lyvotheken, Erwerbsunternehmungen. Aktienbesitz zählt nicht zu dieser Kategorie. — Das persönliche Gebranchsvermögeu, Wohnungseinrichtungen und dergleichen ist in der Regel nicht an» zugeben., Dagegensind Neuanschäsfüligen seit Kriegsheginn^ bis 35.000 Kronen übersteigen, zu fatieren. Bei-Schmuck!, und anderen Luxusgegenständen wird zwischen Anschaffung - vpr und nach dem Kriegsbeginn unterschieden. Besitz aus der Vorkriegszeit an solchen Gegenständen ist steuerpflichtig, ' soweit das einzelne Stück. 5000 Kronen und.der.Gesamtwert: , 10.0.000 Kronen übersteigt. Anschasfungen nach Kriegsbeginrr ,! sind steuerpflichtig, wenn die einzelnen Stücke 5000- 'Kronen . übersteigen. — Schließlich ist noch von Interesse, daß auf/ alfe i n l ä n d i s che n Realitäten eine gesetzliche / Kautions.hypothek von 16 Prozent des Wettes-eiu» getragen' werden soll. - . / - * - Von der Abgabe erwartet die Regierung einen Ertrag von 8 bis 12 Milliarden Kronen. Die Verwendung des. Er- ■ rrages soll unter' bte Kontrolle einer Kommission gestellt werden, mir dem Präsidenten des Rechnungshofes an der ' Spitze; an der Kontrolle sollen auch die Vertreter her Länder beteiligt sein. Verschiebung der Reise des Staatssekretärs Dr. Reisch nach Paris. ' - ' Von unterrichteter Seite wird der Korrespondenr H er.zö g mügeteilt: Es gilt als feststehend, daß ein Elaborats tpelchrs auf die Upterbreitung.en des Organtsationskomilees der mtcralliicrtm Reparaiionskommission fußte, dem Obersten Rate in Paris zwecks Sanierung der wlrtich.Mjchen und sinanzullm Verhältnisse Oesterreichs vorliege und von d.esrm im Prinzipe akzeptiert wurde. Nach guten Informationen sollte sich der Staatssekretär für Finanzen, Dr. N e i s ch, m diesen Tagen behufs Flnalisierung gewisser Uebcremkommen, welche zwischen den Entenleregierungen und einer FatanMuppe unter gewissen Voraussetzungen züstandckam nach Paris begeben. .Infolge der Schwierigkeiten jedoch, welche durch die .ablehnende Haltung. Amerikas entstanden sind, ist die Reffe deS'Staatssekretärs Dr. Reisch nach Paris einstweilen verschoben worden, da die Kredite, welche die Entente für die Lieferung von Lebensmitteln und Rohstoffen garantieren wollte', bisher noch nicht bewilligt wurden. Wie wir hören, .wird erst die Rückkehr des Staatskanzlers Dr. R e n n e r aus P r a g und entsprechend den Ergebnisse» dieser Reffe eine Pariser Reise des Staatssekretärs Dr. Reisch^ eventuell auch des Staätskanzlers Dr. Ren n er, inEiwägung gezogen werden. Die Hauptursache' für die ablehnende Haltung der- Vereinigten Staaten von Amerika in der Frage der Bewilligung, kjnes Kredites für Oesterreich -ist dmin zu erblicken, daß Amerika yrinziptell Bedenken hat, in offizieller Form Kredite zu gewähren, während die Negierung der Vereinigten Staaten durchaus nichts dagegen h.at, wenn solche K r e d i t e s e i t e n s d' e 's p r r v a r e n K a p i t a l s m Amerika bewilligt werden. Durch diese Zwischenfälle, die eigentlich mehr emen pr»nzip:ielleu.. diplomatischen-Eharaktev haben, istMr Zeitpunkt des Abschlusses der Verhandlungen wegen des Tabak« monoo l s, weiters auch wegen der Garantie der Kredite seitens der Entente für jugoslawische und ischecho-slowakischi . Lieferungen an Oesterreich hinausgeschoben worden. Man glaub^ indessen zuveisichtlich, daß die ausgelauchlcn Schwierigkeiten in Bälde beseitigt sein Weeden. Ungarische Bestellungen landwirtschaftlicher Maschinen im Auslande. - Wie. aus B u d a P e st berichtet wird, hat die ungarische Regierung mit den Niederlanden, Schweden und ber_ tschechoslowakischen Republik wegen Lieferung von landwirffchaitsichen Ataschinen Bei Handlungen angelnuvst. Die sich ergebenden Valutaschmieriglelten sollen durch Abichluß von Kompcn'ationsgeschätten, insbesondere durch Ausfuhr einer giößcrcn Menge von Wem behoben werden. Nebenbei tollen auch die ungarischen Fabriken zur Eneugung landwiil'chaftlicher Maschinen beraugezopen werden. Ackert'aummistcr Rubinek hat bei inländischen Fabriken bereits Rraichmen im Werte von sechzig his hundert Millionen Kronen m Bestellung gegeben. Vom deutschen Ersenmarkt. . Frankfurt, 8. Jänner. (Tel.-Komp.) In der Frage du Regelungder Berhältniffe auf dem Effenmartte durch Höchst« preise sow e in der Frage des Wetterbei'tandcs des Stahlwerk« verbandrs haben, wie die „Franksurter Zeiiung" meldet. Drmstag und Msitwoch Verhandlungen in Düsseldorf stattgcfundcn. du demnächst ihre Fortsetzung rat Reichswtrlschaftsministertum findewerden. Die deutschen Schiffahrtgesellschaften. München, 8. Jänner. (Tcl.-Komp.) Die „MÜnchentt Zeitung" meldet aus. Hamburg: Die zweite außerordentliche Ge« ncrylvcrsammlung der Hamburg-Südamenkanffchen, Dampfschiff« sabrigesellschast setzt die Erhöhung des Aktienkapitals Um fünf Millionen öliger Aktien fest, .die mit jenen der Hamburg— Amerika-Lmie ansaetauscht werden und für den nationalen Schutz der Gesellschaft bestimmt sind. Der Vorsitzende bemerkte, die Ver« waltuug werde alles daransetzen, ihre.schwierige Aufgabe.zu lösen, um in absehbarer Zelt wieder eine lebenssüh.ge deutsche Flotts für die Em-und Ausfuhr zu schaffen. Die Zukunft der österreichischen Donauschiffahrt. In einem sehr bemerkenswerten Vonrage im Zentralvetcin litt Fluß- und Dampischissahrt erörterte Generalditektor-Stellvertretez Ludwig W e r t h e t m e r der Ersten Donau-Dampfichiffabrtt Gesellschaft die Zukunft der österreichischen Donnuschissahrt. Dil Gefahren, vor-welchen die österreichische Donauschiffahrt und damit auch die allgenninen Schiffahrtmtcresscn stclum, find zweierlei Art : Itt erster Rerhe wäre eine wesentliche Bermindeiung de» Fahrbetriebsmttkcl denkbar)'-des weiteren aber könnte auch eint , wei'mlliche Einengung des Tät'gkeiisgcbielcs eintretcn. Auf der rumänischen Donau, namentlich im jagosläwffchcn Flußgebiete, wird ein großer Tnl des österreichischen Donauschifspartes nochimmer widerrechtlich zurückgehaltcn. Dre Entscheidung über die Freigabe wird Sache deS amerikanischen Schiedsrichters sein. Die Konsequenzen ' eraer wetteren Verzögerung der Wiedcrauinahme des normalen Schfffahrtbctriebcs müßien für das auf Lebenßmitteltransporte so sehr angewiesene Ocsterreich, sondern auch für den Handel und Verkehr aller Userstaatcn ebenso verhängnisvoll werden. Der Redner trat zum Schlüsse dafür cm. daß der österreichischen. Donauschiffahrt der Charakter als konmtcrz'.clles llnternchmeu gewahrt bliebe, daL den Verkehr zwischen allen Douou-Usei-staaien zu vcrmitleln hat. Dreieinhalb Milliarden gestempelte Banknoten in Siebenbürgen. Lam einem Berichte des in Klansenburg erscheinenden-Krleti llifao" ttutbc imLiNgnzressott des Gouvernementratetz