Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 347 (9.1.1920)
- Date
- 1920-01-09
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
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Nr 347 Men. Freitag Wiener MorgenzetLrrns 9 Jänner 1920 Sette V Hier in Wien habe sie der Vater des Vuchwald, der 67jahrige Tabaktrafikant Baruch Buchwald übernommen. ' Cs wurde ferner festgcstellt, daß der alte Buchwald schon im Jahre 1917 mit drei Strcifwagen voll Kisten und Koffern wieder in' seine galizische., Heimat zurückgekehrt ist, obwohl er im Jahre 191-1 als mittelloser Flüchtling nach Wien gekommen war. ' Auch Krohn'' hält sich zurzeit in Galizien auf, während Abraham Buch»-. wald in seiner Wiener Wohnung v e r h a f t e t werden konnte. Er le.ugnete die Beschuldigungen der Soldaten ab und verstand sich nach Mehrfachen Verhören, tatsächlich einmal vier bis fünf Kisten mitdem fälschen Vermerk »Für dd-s K. M." siKriegsministerium) versehen und unter Mithilfe des ' Sappeurs Robert ,W a g.n er an seinen Vater .nach- Wien gesendet 'zu haben. In diesen Kisten, g'ch'teht Buchwald zU,/seien Geschirr und Eßzeug gewesen^ das Krohn in Rovereto „requiriert" h-ibe. Abraham Buchwald wurde gestern dem Landesgerichte eingellefert. - Bezüglich seiner Mitschuldigen wird die polnische Behörde in Kenntnis gesetzt, da sich, wie erwähnt, Buchwald sen^ und Krohn in Galizien aufhalten. - Adolf Stand-Stiftung. Iür" die Adolf Stand-?tffrnna her „Mcne,-M-rgenzesstma".'e hielten wir von Herrn Max Zloczower, W.en Vtll., kl 20. Bisheriges'Ergebnis K 4567. ' ^Todesfall. Von einem schweren Verlust wurde der Obmann der Zionist selun Sektion Hernals, Heir.Leovold S r V-- w a n n, betroffen. Ein tückisches Leiden bat ilun scinen nn 15. Lebensjahre stehenden hoffnungsvollen Cohn Willi weggeraffi.' »t Lotterie zum Besten der Wiener Freiwilligen Rettungsgesellfchast. Brr der gestern im Samarikeriaale der Wiener Freiwilligen Ncttungsgcsellschaft zngnnstn dieses Institutes vorgenommenen' Ziehungentfiel der e r st-e H ä u p t t r e 1 f e r bestehend ans einem Ta'elautsatz ans Silber, mit 3 Vor- und 2 .Nachtreffeui, - .auf Nr, 192 4^9, der zweite Haupttreffe'', bestehend, ans einem Borkvib aus Silber mit 3 Vor- und 2 Nächtrcsfern, auf 'Nr. 12367. b^r dritte Hauptttefier. ein Handtäschchen 'aus'. Silber, mit- .8 Vor- und - 2 . Nachtresfein.':- aus Nr. 33:76 . der vierte Haupttreffer, Armband ans .G.old, unt 3 Vor- und 2 Nächlreffern, auf Nr. 1.36.637, der fünfte Haupttreffer. Geldtäschchen rns^Sckber, mit 3 Vor- und 2 Nachtreffcrn.äuf-Nr 10.041. Wen eis rntficlen 95 Häup'treffer mit se 3 Vor- und 2 Nächlreffern, bestehend aus Gold- , und Silber gegenständen.., auf folgende Nummer: 6664. 6786, 7665, 13 674, 15.778, 16.3-29, 21.449, 22.948,. 24.215, 24.835, 25.090, 87.721, 27 919 34 911, 44 116, 46ill7;: 46/745, 46 412/^46.543, 46.756/ 50856, ■50922,-54587, 54.639, 55.214, 55 668, 56.049, 59.013> 59.609, 61 132. 63 945. 64.990/ 70-235, 70.947, . 75 668, 77.9.89, 78 685, 82.Y50 83.357 ZI,432,.88.896, 89.927. 94.697.96 450, 102.893, 1056r>9,K8945, 110.162, 110.759, 113083, 115 569, 115.687, 116.126, 116 466, 119 836, 121.920, 122.701, 122.755, 124.363. 124.780. 125.0,3, 125 412, -129 927. 135.236, 136.608, 137.467. 138 778, 139-612. 143.842, 146 807, 147.013, 148.606, 152 315/154.097. 154 386. t'V.319, 160.308, 102:617, 164.181, 165 '314, 167.673. 169.71b. 172.077, 172 862, 173.197. 173 778, 176.078, 176.803, 177.140, 480.178, 186.036,, 198.850, 194.344, 196.013, 197.199. Die Treffer, -werden .poni 12. d. M. ob; in der Lotterrekanzler der Wiener Hie'.wsslMn Retiungsgesellschatt. III., Nadetzkystiaße Nr. 1/ änsKtoW / Alle innerhalb dveür Monate unbehobenen TieW^eiWeünMrrusjM desewohltätigettMntcrnehmkiis. * Di/ ErdbebenMistiÄphe in Mrakruz. Letzte ■'Nacb^ richten/-besagen, -tza-ß.'- in, der' Prp.vinz Berakrnz ungefähr ein Dutzend Städte und Dörfer, durch Erdbeben ganz oder teiU 'veise-,zerstört .worben, find. Die Stadt C'a leas.uce (?) fei, in einem Nh g rutt de der schib u ud eit. Vom ganzen Pttc sii"nichts- «ndvrLZ übriggeb'liebew als eine mit Trümmern aitgeMite..Grübe. ' Der Haufttbahnhof von Bari abgebrannt. Aus Rom wirdtz-gtzmehtzetst Her .Hauptbahnhof pon. B a riist vorgestern u r e b e,r g.eb r-a u.n.t. Die. Löschungsarbeiten waren /durch starken Nordstürm" erschwert. Viele Waggons sind .mitverbrannt. Der Schaden beträgt nke h r e r e M Ult o ne n. - * JugSznsammenstoß. -8lus..Pülse n wird gemeldet: Der von Pilsen um 5 Uhr 51 Minuten nachmittags äbgchende Aug Nr. .1120 ist in K a z n o vl /nrit feinem Seile des Zugqs,.-Nr.-. .11:75, .der, .eben verschoben wurde, zusamMengestoHn,, wobei ..beide- Lokomotiven '..und . zwei - Dienstwagen entgleisten'. Zwölf Personen wurden, v e r letz t. ' : , f .Operi'.sHrgcr Josephi gest-sr-r«... -Aus.-B e.r ICi.u wird gemeldet :, .-Der .Opernsänger J'psef'. Iosep h i, der viele Jahre -an Wiener Theatern gewirkt ..hat, ist im ,Alter von .68 Ighren gestorben. - . '. „ . l L? Einsührüng von Zivttrevissreu aus der Straßenbahn. Brzehürgermeister Emmerlingersta.tiede in der gestrigen StahtratSsitzuirgeinew Berichtüber,- dis Anstellung von Röv.isoren 'in Zi'oilkleidnng bei der /Straßenbahn, um das „Schwarzfahren" zu verhindern.- Es. werden 20 Revisoren i>^. Zivilkleidern, die - unerkannt -aufden Wägen, fahren und auch-: bei den Haltestellen Beobachtungen machen werden, angestellt./--- : . ,4?;©!«•' 50 - Kronemrotrn in Prag. Die Prager Piflsstidirektwn hat augeordnet. daß die Kausleute die altcn gcstcpchelten 50-Klonennvien annehmen müssen. \ n Die fünfzehnfache Taxe. Die niederösterreichffche Landesregui ung hat, wie wir ei fahren, die Forderungen der ÄUtvlaxlhesttzcr und E n'vanner nach einer Taxe, die dem F ünsze.h n f adieu der Grundrax ecmipricht. bewilligt. Die Gnmdtaxe betrug für die ersten 333 Meter zmückgelcgrrr Fahrt 60, Helle'für s'de werteren 333 Metern 20-Heller. 9tunmehr stellt stch /der Fahrpreis für den ersten Kilometer ans K15.—, für jeden we tcren K lonreter K 9.—. Für die svgcrrannien ^Luxusfiakcr" rst die „Zerttäre" festgesetzt worden, und zwar für die erste Vrerlelstunde bl 3o.—/für wrikere fünf Minuten je ffl 5.—. ' ■--7.'*:Perschw«.nde»e' Valuion. Der Handels^chnler Abrahrun R e 11 c r, 11., Asrikanergasse 14, hatte, von fernem Oheim, dem in Krakau ansäsfigen Kaufmann Samuel .Grünes, 50.'00 Lei tvwic österreichische Goldmünzen im Nomlnajwelte von 3780 mit dstn Aufträge erhalten,, diese Beträge seinem m Landshut (Bavern) befindl'chen Bruder ,nt überbmigen. Netter reiste tatsächlich nach Schärding und übergab die angesiilirten Vekrstge. dort, einer chm von fi üher her bekannten Frau Anna -Gt'üß, deren Tochter sie über de Gienze zu schmuggeln hatte, aber.angeblrch sie hierbei verlor. Die Amlshündlung gegen alle Betelligten rst im Zuge. , /^ Verhaftung gefürchteter Berliner Einbrecher. Der.Berliner Krlmrnalvolrzci ist es aelungen, die bcrüchligtcstcn und/grsüi chtelstr-n Einbrecher von Berlin," zwei Brüder S t r e u st, zu,verhaften. Die Brüder Strauß- Hütten-vor. ernrgen Wodien einest großen Postrand inizenrerlünd' daher einen Kriminalbeamten durch Ncvölve.schüffe so schwer veriorrndet.^ d'ß er bald dararrf starb. Austcrdcm werden den Brüdern eine Reihe schwerster Ernbrüdie^ur Last gelegt. * Der Kampf gegen die Geschlechtskrankheiten. Ans P r a g wird uns ge chiicben: Die t'checho'ilowaki'che 9tegierung bereitet ein Gesetz vor. das der eminenten Ausbreitung der Geidilcchtslrankhciten Mit drakonischen Mtiieln entgegemreleu will. Die Nebertragnvg einer Geschlechtskrankbert wird diesem Gesetzenovn »e zu olgemit schwerem Kerker oealmdrt. Hingegen wer den in allen Orten staa'1'che.Heilstesten für Geschlechtskranke gegründet die kostenlos b handelt werden. D e'e HAlstellen stehen un'er der Le.'nng eines S'aatsarücs, der m t anüerordcnIlichenBefuanrssenausgestaÜct wird; so dart er Kranke, die sich der Behrndlung entziehen, ja sogar Personen, die aus Gmnd 'rgendeiner An'e ge verdächtig w'rden. geschlech'ssrank ru >e n,. vo fl'ch'en lasicn und midi oeoen ihren W'llen m Behandlung nehm n. Die Prost'tution w'rd obge'diaff'. P'isonen, die ffch ib' nichtsdestoweniger ergeben, sollen m" Ke'ker bestraft weiden. Die Negierung versvr cht sich von diesem Gesetzentwurf, der gegenwö''!g von Ficblenten begutachtet w rd und in wenigen Tagen der Nnionalversnmmlrmn vo-oesegt werken soll, eine Emdammimg der Thpb'lrs söw>e der Prostrtntion, d.'e in Prag mehr als fünstgustnd Berlre'erinven bat. Der g-p'eiste Mar"ör. Das Opfer eines Hochstaplers wurde gestern der im Hotel „Erzherzog Karl" wohnhafte^ Markör Mantel. Ihm stellte sich ein etwa 30jähriger Mann als sran/ösrscher Kapitän vor und bot sich ihm an, G/d in Kron-nwährung gegen französisches Geld umzuwechs'ln. Im blinden Vertrauen auf die Behauptungen des Mannes über mb in Mantel einen Betrag von 70.000 Kronen. D r fast.he. Kapitän übernahm das Geld, ließ sich aber nistt m:hr blicken. Wie sich dann herausstellte, ist et um 5 Uhr nachmittags in einem Automobil vom Hotel weggesahren. * Dreifacher Raubu-ord. Gest-rn sruh teilte das Gendaimeiievostenkommando Sreownndshnberg der W'ener Poli'kidirrktion nrt, daß am 7. d. M. ,n Wolkenstein in einer Müble eindreiiacherRaubmord verübt worden ist. Als Täter kommt in Betracht der 1898 geborne Franz Gluck, der sich auch „Sd'mrdt" m nennen pfiegt. Sern Komvl ce soll der Fleischdauertiehilse Fran^Z n g r r e a e 1 se>n. Gluck rst mittelgroß, hat mageres Gesicht, dunkelblondes Haar, kleinen blonden Schnunb^rtanstn'g und trägt dunklen Frlzhut, blauen kurzen Wmtenock und lange dunkle Höre. * 26 000 Zigaretten gestohlen. Aus der Heimkehrrrstatron in Hiepma wurden am 6. d M. 26^00-Stück Zigaretten, dre teils roten Andruck, teils Wasserdruck zeigen, gestoblen. « . Ueber Nacht. Der Uhrmacher Max B ö h n e l, IV.. Margarethenstraße 18. wurde vom Kriegswucheramt wegen Preisirerbcrei onaezeigt, weil er den Preis einer Pendeluhr innerhalb eines Tages von & 500.— auf K 800.— erhöht hatte. Briefkasten der Redaktion. „Iehudi". In der Sache haben Sie völlig recht, nur eignet sich dies nicht Tür rrrffcr Blatt. Wenden Sw sich an dir kompelcnle Stelle, wenn Sie. Beschwerden haben. Die Ernährung. Der Marktbericht. Die Lage aus den Märkten war gestern noch t r o st o s e r als sonst, da auch die Beschickung der G'ünwarerrmärkte säst gänzlich versagte. Die „Sensation" auf diesen Märkten bildete daher der Verkauf der g e s r o r e n e n K a r t o s s e l n, dre in etwas, größerer Menge als bisher zur Verfügung standen. Der Verkauf fand unter Anstellungen bis zur Mrttaasstunde statt. ..Sonst waren nirr Wunelwerk ufid'teures Trroler Obst zu sehen. Am dem Naichmarkt gab es auch steirische Aepfel, die sid) etwas biflißcv stellen. Das Angebot der Großmarkthalle versa gte gestern gänzlich. An Fleischware gab es nur einige hundert Kilogramm Wurst, dagegen warerr auf d»rn Naschmarlt über 1000 K lvgramm Schgssteisch, allerdings brs K 66.— vrv Kilogramm, angeboten. In der Frschabteilung der Grostmarkthalle kam heure geräucherter Seelachs ohne Gräten, das Kilogramm zu K 42.—, -um Verkauf. Dieser Lachs ist von sehr guter Beschaffenheit und schmaähaft. Weitere Mehlsendungen aus Amerika. Wie das Staatsanrt für Volksernährung mitteilt, ist ihm int Wege der britischen Lebensmittelkominifsion die Meldung' zugekommen, daß auf Rechnung des Restes des britischen Anteiles an dem im.Vorjahre gewährten 48-Millionen-Dollarkredit ungefähr 10.000 Tonen für Oesterreich bestimmtes Mehl Mitte Jänner von Nordamerika nach Triest zur Verschiffung gelangen. Neuen Nachrichten zufolge wurde verfügt, daß mit der Ladung der hierfür in Betracht kommenden Dampfer in den Vereinigten Staaten am 6. Jänner begonnen werde. Bekanntlich hat der Staatssekretär für Bolksernährung während der im Dezember in Paris geführten Verhandlungen zunächst eine einmalige Aushilfe im Ausmaße von 50.000 Donnen Getreide verlangt. Der Oberste Rat hat die Lieferuno von vorläufig 30.000 Tonnen Getreide zugesagt, während eine Entscheidung über-das Restquantum von 20.000 Tonnen iir Aussicht gestellt, jedoch bisher noch nicht getroffen wurde. Die erwähnten, nunmehr angekündigten 10.000 Tonnen amerikanischen Mehles dürften offenbar eine wenigstens teilweise weitere Erfüllung des vom Staatssekretär für VolkSernährung in Paris geäußerten Wunsches darstellen. Die neue« Mehrpreise. Der Kab-n Itsrat hat m der Sitzung vom 6. d. M. nach wiederholten Beratungen beschlossen, den Meblabgabevreis vom 18. d. M. a n g e s a n g e n vorläufig mit der Werksamkeit bis Ende März bei B r o 1 m t (j l aut K 3.— pro Kilogramm mid bn K o di m e h l auf K 10.— pro K loaramm zu erhöhen. Diese Preise gelten vorläufig nur bis Ende März, weil die valutarischen Verhältnisse derart schwankende sind, daß auf einen längeren Zeäraum hinaus eine Festietzung des Preises untunlidi war. Die Mchlversorgung ist, da die inländische Ausbringung nur einen sehr germgen 5eil b'S Bedarfes deckt, zum größten Terle auf die Einfuhr aus dem Anslande angewiesen. Die P>eise des ausländifdien Getreides errerdien. abgejehen von den hohen Frachtkost'n, msbesondere durch die Valutaverbälinisfe eine Höhe,, welche die bisher gellenden Abgabepreise belrächtlich übersteigt. Hlcrdurdi sind dem Staate m den letzten Monaten sehr bedeutende, in d.e hunderte Millionen gehende Verluste erwachsen. Mitteilungen der „Rohö". Heute den 9. Jänner, Zentralmagazin, VW. Bezirk, Piaristengasse 49: Abgabe von Obstkrem«', Schokolade. Bohnen, Äkalzbonbons, P'effcr, Marmelade, Hanspastete, Dorrzwiebel, Kodicffig. Bodrniücher, Paradeismnk. Schwezrr Riotound Bobnrn in Kilodosen von 8 bis 12 Uhr und von V»3 b.§ 5 Uhr. Berkauiestelle, I. Bez rk,^N>belrmgenaaffe 7: Corned bees in kleinen Dosen. Dörr zw ebel, Schokolade, Obstfieme, Molzbonbons, Wasch'e e. Pfeiicr Mannelade, Schweizer Nisollo und Bohnen. Hauc-vastete von 8 bis 12 Ubr und von V*3 bls 5 Uhr. — Il„ IV., y., XII) Bezirk: Abaabe von rayon>kiter Ware, »nd zwar Kilogramm Mehl, das K lognimm n 5 in, 12 Deka SchmaU, das Klloaramm & ö4.~. *u Kilogramm Kartoffeln, das KilolafiUcr Größte Auswahl! Billigste Preise! Leopold Tteinhart.Wlen, I.,Biberstraße A. - 4078/8 ■ , -- gramm K 3 60, weiters Schokolade. Obstkreme, Marmelade- Corned beef. Waschseife. Pkeffer. Hanspastete, Schweizer Risotto und Bohnen von 8 bis 12 Ubr und von */,3 bis 6 Uhr. —> XVII. Bezirk: Abgabe von ravonrerter Ware wie oben. Ferner Schokolade. ObÜÜuw', Honigbutter, Äkarmelade, Corned beef, Säiweizer Risotto und Bohnen, Waschseife, Pkeffer, Malchonbons, Reibtücher von 8 b>s 12 Uhr und von Vo3 bis 5 Uhr. — XVül/, «nd XIX. Beznk: Ravoniene Ware wie oben, weiters Schokolade, Corned beef, Marmelade, Malchonbons. Paprika, Waschseife Essig. Schweizer Rrsotlo und Bohnen von 8 biS 12 Uhr und von V,3 bis 3 Uhr* Erster Wiener Ksnsumverern. Fortsetzung der Sviritusabgabe im Berschleißmagazin, 13t», Währmgerst' aße 57, eme Flasche pro Mitglied, nur an dort raponierte Vkilglieder und nur gegen Rückgabe einer leeren Zstev-, flasche aut Nummer 8 der von unserem Verein ansgegebmen rosa ' Be^ugskarte, ab Samstag den 10. d. M. ' W. I. W. Hanplsokiil: IX., Berggaffe 8. Morgen Freitag den 9.d.M. von 9 bis 11 Uhr blau, von 3 bis 5 Uhr rot. SamStag den 10. d. M. von 9 bis N Uhr gelb, von 11 brs 1 Uhr grün« Kartoffelabgabe. Heute und an den nächstfolgenderi Tagen gelangen auf den Riärkten und in den Markthallen der Bezirke l. H, XX und XXI lercht Hngesrorene polnische Kartoffeln zum Preise von K 3 60 pro Kilogramm gegen Abtrennung der Abschnitte U und J und für jene Parteien, welche die Abschnitte v und E sowie F und 6 noch nicht eingelöst habru, auch für diese Abschnitte der Kartoffelkarte, und zwar für jede» Abschnitt Vs Kilogramm zur Ausgabe. Diese Kartoffeln sind auch von den bei Konsumentenorganisationen (Konsumvereinen) rahoniertcn Kunden gegen Abtrennung der entsprechenden Kartoffelkartenabschnrtte zu beziehen. Außerdem werden im HI. Bezirke gegen F und 6 und im XIII. Bezirke gegen H und J holländische KarioffAn zum Preise von K 5.10 pro Kilogramm bei bat Bezirksabgabestellen, und zwar für jeden Abschnitt V, Kilogramm abgegeben. Eröffnung der Mariahilfer Kriegsküche. Die Gtmeinsdiaflstüche int Hause VI., Mariahilferstraße Nr. 85, m welcher täglich dreitausend Personen ausgespeist werden sollen, wird den Beitrieb am Montag den 12. d. M. eröffnen. Einschreibungen werden täglich von 9 bis 6 Uhr dortselbst mtgcgengcnommen. Die Einschreibegebühr beträgt K 15.—. Der Preis einer ans drei Speisen bestehenden Mahlzeit rst 8.—. BühM und Kunst. Ein futuristisches Konzertpropramm. Der Mailänder Piceini, ber• sich stolz «Fulurisia" wtmtj versendet eben ein Konzertprogramm, daß demjenigen, der sich durch die vom sutnristischkn Geiste beeinfiußte Schrift durchgearbkitet hat, genug der Uederraschungen bietet. Wir geben Kadfc, folgend seinen Inhalt wieder: PicciniFuturista. Durch die Musik sind Materie und Geist keine Rätsek mehr, stkeue Benützung der Pedale — unter Berücksichtigung der Klangwellen in Granados Rapsodia Aragones« (Lichter, Farben nach Anglada); Holkaender: Introduktion und Fuge op. 37 lArchitektonische . Vrston), Beethoven:^ Variatwnen Sonate op. 26 (Thema. Lineare Vision der Variationen. Scherzo. Trauermaisch nach Michel angrlö. Allegro mit Verflechlung der Klangwellen. D e b u s s v: Paqodes NrrwLna. An der Grenze des Schweigens). Minstrel (Hölzerne Stilisierung^. Larearräs ot the Doll. (Kleine Seele.) Chopin: Ballade, 6-Ptoll ^Schreie der roten Thronen)/ C h o p i n: Sdrerzo, ^-Moll(Haschisch-LoMchaft). D eb uss h: Jardin sous la pluie (Emssein mit der Natur). C h o v i « : Polonaise, ^-s-Dur (Fröhliche Auswanderung eines Volkes nachr emcm Sonnenland). , f Das Programm ist nach einer Gesühlsskala ^auf- und absteigend) geordnet. Der Künstler kann — für den Fall des nicht vollkommenen Einklanges mlt der Umgebung — immerhm die logische Reihenfolge der Stücke umstoßen. Zwei Klaviere B ö s e n d o r f e r. *S Unklar bleibt, ob Piccini auf beiden Klavieren gleich zeitig spielen wird oder ob das zweite Klavier zur Anwmdung tommetr wird, wenn die durch den- Künstler zu erzeugenden Klangwellk» auf das erste einen allzu verderblichen Einfluß äußern sollten. Jedenfalls sind wir neugierig, ob das Wiener Publikum in vollkommenen Einklang mit dem Künstler auf der Gefühlsskala ays-- und abstcigeu wird. _ Jüdische Kunstförderer i« Ungarn Aus B u d a p e st w-rd uns berichtet: Die Jury der Kunstausstellung in der Kunsthalle hat ihre Besdsiüffe wegen Veilechnng der ein-elnen Presse gefaßt. Liest man den hierüber ausgegebenen Bericht, so wird man es kaum begreifen könnest» woher m Ungarn so plötzlich der Haß gegen das «kulturfeindliche" Judentum gekomnren ist. Von den acht Pressen, die zur Ber» lechung gelangen sollten, sind nicht weniger als sechs von Juden und mit jüdischem Geld gestfftet worden. Da ist der Kohner* Preis im Beirage von K 5000.—, der nebenbei nicht verliehe» werden konnte, weil keines der ausgestellten Bilder den Preisbedingungen entsprach. Der Julius W o l f n e r-PreiS von K 2000.— wurde dem Maler Stephan B o s z n a y für sein Bild /Herbstmarkt" zugesprochen. Hingegen konnte der Wökf" nepsche Bildhauerpreis niemanden gegeben werden. Der Viktor H e x z-Preis hat einen geergneten Bewerber gesunden, ebenso der von Isidor H a l m o s gewidmete Preis für Kleinplastrk. Dev vom Leopoldstädter Kasino, das aus lauter Juden brstehk, grstiflelr Preis von X 2000.— und der Preis des gleichfalls aus - Wer Juden bestehenden Eliiabelhstädtrr Kasino im Betrage vo» '• E 1000,— sind Heuer zum erstenmal verliehen worden. Aus de« Theatern. Im B u r g r h e a t e r gelangt morgen, SamStatz,' »N a i ii a n d e r W e i i c" zur Aufführung. Bcgmn '/,i> Uhr.