Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 347 (9.1.1920)
- Date
- 1920-01-09
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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Seite - Wien. Freitag Wiener Morgenzertu«^ d Jänner 1920 /Är. 84/ feien einerseits Bolschewiken, andererseits Lohndrücker. Di : jüdi'che O?f'entlich"cit bat dagegen nur ein Mittel: einerseits mit Ruhe und Sachlichkeit dasür zu sorgen, daß dir wahren Verbältni'se offenbar werden, andererseits helfend und oroanisisrcnd einzugreifen, um der Ost.'udennot zu steu rn. Die A.similanten haben natürlich zunächst nur die Tendenz, abzuwehren und von den Ostjuden abzurücken; aber auch sie — oder wenigstens die besseren unter ihnen — beginnen einzusrhen, daß dieses Mittel nicht hilft und daß man die Judeni frage nicht mehr verschweigen kann. Die Zionisten haben so'vrt begriffen, worauf c? ankommt, und haben die Organisation der Arbeitsvermittlung sowie der Arbei'erfürforge in die Hand genomEn. DaS ,HüdischeArbeitsamt" bat sich durch seine Tätigkeit bald auch die Anerkennung der staatlichen Behörden erworben n:d wurde von der Regierung alS offizielle Stelle bestätigt. Der preußische Minister des Innern, Heine, hat seinen bekannten Erlaß vom 1.November herausgegeben, in welchem er nach allgemeinen Ausführungen über die möglichste Ein chräniung der Einwanderung speziell auf die Ostjuden zu sprechen kommt^ Bis auf weiteres, heißt es dort, verbiete es sich aus Gründen der. Menschlichkeit, den im Lande befindlichen Ostjuden, selbst wenn sie mit Umgehung der Grenzsperre und ohne Reisedokumente eingewandert sind, zwangsweise in ihre Heimat a) zuschieben, weil sie nach Lage der Berha.'tnisse vielfach nttmittelbarcn Gefahren für Leid und Leben ausgesetzt wären. Voraussetzung der Duldung in jedem Fall sei jedoch der Nachweis eines Unterkommens und nutzbringender Beschäftigung. Hierbei haben die Behörden mit dem „Jüdischen Arbeitsamt zusamm n'Utvirien und a.ch Subsistenzlose nur dann auszuwrisen, wenn die aner-- kannten jüdischen Fürsorgestellen die Rechte des Betreffenden nicht wahrzunehmen bereit sind.- Ferner -veröen für die Arbeitereinstellung durch dgs Arbeitsamt allerlei Erleichterungen bewilligte Dieser Erlaß zeugt von weitgehendem Verständnis der Sachlage und ist auch wirklich von humaner Gesinnung erfüllt. Die Hetze richtete sich nun nicht nur gegen die Juden, sondern auch gegen Heine, und zwar auch aus den Kreisen der sogenannten liberalen Par e'.en. Die liberale Presse verhielt sich ziemlich zurückhaltend, die Haltung gewisser deutscher Juden war auch recht würde- Krs; in den Berliner Gemeindevertretungen kam es bei Besprechung der Wohnungsfrage wiederholt zu Ostjudendebatten. Und der Direktor des Berliner Wohnungsamtes. Dr. Lapo rte, veröffentlichte im „Berliner Tageblatt einen Artikel über die Ursachen der Wohnungsnotin welchem er den ostjüdischen Zuzug als Hauptgrund der Not bezeichnet. Die Unhaltbarkeit seiner Ausführungen geht allerdings aus seiner eigenen Darstellung hervor; * er schildert die furchtbaren Wohnungsverhältnisse in den paar Judengassen des Nordens, wo sich die oftjüdische Einwanderung Kmzentriert und oft viele Familien unter schrecklichen Verhältnissen zusammengepfercht wohnen — das also bezeichnet ein sonst ernster Mann als Grund der Berliner Wohnungsnot! So tief wirkt die Suggestion. Dabei ist notorisch, daß die Zuwanderung in weit höherer Zahl aus Deutschen, insbesondere Deutsch-Balten und Deutsch- Polen besteht als aus Juden. Man sagt „Russen", meint „Juden" und in Wirklichkeit ist der Großteil Deutsche. » Der Vorschlag Laportes, die Ostjuden entweder übzuschieben oder, wenn dies untunlich ist, sie in Konzentrationslager zu sperren, hat auch beim Minister Heine Eindruck gemacht; am 16. Dezember hat er in der preußischen Landesversammlung auf eine Interpellation selbst die Möglichkeit einer Einsperrung in Konzentrationslager in Erwägung zu ziehen versprochen. Das Jüdische Arbeitsamt bemüht sich, die falschen Voraussetzungen, die diesen Plänen zugrunde liegen, in der Oefsentlichkeit aufzuklären, aber es ist wohl ingeblich, mit Argumenten zu kämpfen, wo augenblickliche politische Partei'.nteressen und die demagogische Tendenz den Ausschlag geben. Wie unklug dieses Verhalten für Deutschland ist und wie wenig es geeignet ist, Deutschland Sympathien zu erwerben, erkennen nur wenige helle Köpfe der deutschen Politik. Ein mutiges Wort in dieser Diskussion hat der berühmte Gelehrte Professor Albert Einstein gesprocke.r, der sich im „B. T." zur Ostsudenfrage äußerte. Der Artikel Einsteins ist schon darum sehr bedeutsam, weil die Worte dieses Mannes in der ganzen Welt cen größten Eindruck machen werden. Einstein ist im Ausland, etwa in England, noch bekannter als in Deutschland, und besonders in den letzten Wochen ist sei« Name einer der populärsten geworden. Deutschland hat allen Grund, darauf stolz zu sein, daß dieser Jude in Berlin wohnt und sollte sich überlegen, mit Ausweisungsmaßregeln gegen Juden zu spielen; e3 gibt wenige Mächte, die so sehr geeignet sind, W'e erherstellung internationaler Beziehungen anzubahnen, als die geistige Macht der Wissenschaft, deren größter Repräsentant heute dieser Jude ist. Einstein weist in seinem Artikel alle Verleumdungen geze.l die Ostjuden zurück und weist nach, daß eine Maßregelung nur die anständigen Elemente treffen und ins Elend treilen würde, während die großen Schieber selbstverständlich Mittel und Wege finden, sich einer Erfassung zu entziehen. Schließlich macht Einstein darauf aufmerksam, wie sehr ein solcher Beweis „deutscher Barbarei" für das Ausland eine willkommene Hündhabe wä.e, um Deutschlands Wlererausbau Schwierigkeiten zu machen. Der Artikel machte ungeheuren Eindruck. Die rechtsstehende Presse tobt vor Wut. Die „Deutsche Tageszeitung" veröffentlicht im Mendblatt desselben Tages g^e'ch zwei Erwiderungen. „Der Professor ruft also", heißt es dort, „die jüei.ch-freimaurerischen Zentralen von London, New-Pork und Paris zu Hilfe, damit sie sich in dieser Hinsicht in die deutschen Verhältnisse einmischrn." Auf diesem Niveau steht die Polemik. Armes Deutschland! VolitischeNmrÄschau. Nittis Verhandlungen, mit Llohd George. Aus Loneon wird gemeldet: Verhandlungen zwischen Lloyd George und R i t t i, an denen Lord Curzvn, S c i a l o j a und I m p e r r a l r teil nahmen, wurden gcstrrn fortgesetzt. Du Londoner Blälter sind überzeugt, daß es Lloyd George gelmgen werde, eine Lösung ztt finden, die freundschaftliche Beziehungen zwischen Italien und Südskawien ermöglicht. „Darly N e w 8* glaubt, daß Farme mit seinim Hinterland eine unabhängige Stadt werden werde wie Danzig. Istrien werde zu Jialrcn kommen, desgleichen einige dalmatinische Inseln. Spalatö bliebe, wie die ganze Küste, südslawisch. Zara könnte w e Fiume behandelt werden. Wichtig sei. daß Italien seinerzeit der den Verhandlungen, die zum Abschluß drS Londoner Bttträges führten, Fiume nicht vttlangt habe. Die italienische Beweis, sührung, daß der Vertrag unter der Voraussetzung abgeschlossen worden sei, daß dre österreichisch-ungarische Monarchie bestehen blerhe, sei unst'.chhältig und könne kein Recht aus Fiume begründen. Die verbündeten Mächte hätten fich in ihrer Dcz'ckbcrdcnkschlift klar gegen die Annexion F i a m e s durch Italien ausgesprochen. Man Surfe nickt vergessen, daß jetzt rn London glr chrettig auch wegen finanzieller Unterstützung und wegen Kohlenlrcfcrüngen an Italien verliandclt werde. Es sei daher attzunehmeu, daß die Frumaner Frage in kürzester Zeit bereinigt fern werde, so daß dann endlich die türkrschrn Angelegenheiten geregelt werden können. Graf Apponyl und die Pogrome in Angarn. Der Herausgeber der „Jüdischen Preß>entrale" in Zü.ich, Herr Oskar Grün, der sich dieser Tage r.a.h der T.ch-cho-S.'owak'.i tezcöen hat.lhatte Gelegenheit,' in Buchs an der Schweizer Grenze mit dem Führer der ungarischen Friedensbelegation, Grafen Albert Apponyi, eittgehpnd ü.er die. Judenfrags in Ungarn zü sprechen. Ec teilt uns über das Gespräch sorgendes mit: Nachdem er in eindringlicher Meise, dem Grasen Apponyi nahegelegt hatte, welche schädliche Wi.kung die Ver olgüng der Juden durch dke ungarische Regierung/ besonders im neutralen Auslands, namentüch aber in England und Amerika, wo die Juden, in Massen leb^n;' aüSzülösen geeignet ist, und es dem Minister anheinr stellte, der ungarischen Regierung, die auf die öffentliche Meinung der Welt, heute so sehr angewiesen ist, nahezulegen, die jubsnstindlichen Handlungen endlich aufzugeben, sagte G:af Apponyi unter anderem, er hätte keinen direkten Einfluß aus die Regierung, da er kein Mitglied der Regierung fei und nur als Führer der ungarischen Friedensdelegation nach PariS-reife. Die Juden toüibcn in Ungarn, sagte er', nicht verfolgt, weil sie. Juden seien, sondern weil so unglaublich viele Juden sich an dem vaterlandsverräterlschen und blu.igem Regime der Bo'schewiken in führender Stelle beteiligt hätten. Die Erregung de) patriotischen magyarischen Volkes sei psychologisch erklärlich, wenn sie sich nun gegen die Juden in so scharfer Weise wendet, zumal erst uor kurzem ein neuerliches Komplott der Bolschewiken entdeckt wurde, wonach ganze Listen unschuldiger Menschen getötet werden sollten. Die Fäden zwischen Moskau, Wien »nd Karlstein laufen ununterbrochen fort und die Internierung KunS und feiner Genossen sei nur eine scheinbare,' da sie fast jede Handlung^- feelheit besitzen und ihre agitatorischen Umtriebe in Ungarn ungehindert fortsetzen. Es sei ihm wohl bekannt, daß die Bol che.riken auch Juden verfolgt haben, ihm persönlich'seien Fälle bekannt, in welchen unschuldige Juden in verbrecherischer Weise von den Bolschewiken verfolgt wurden, aber da nun einmal tatsächlich so viele Juden bei der Niedertretung des ungarischen Vaterland. S mitgewi.kt haben, müßten die Juden selbst eiusehen, daß sie eine Zeitlang sich von den leitenden Stellen in ^em jetzigen christlich-patriotischen Ungarn ferne halten müssen. Wenn Kapuziner in führender Stellung und in solchem Prozentsatz sich an der bolschewikischen Blutherrschaft hervorgetan hätten, würde er als Christ und ungarischer Patriot es selbstverständlich finden, daß man die Kapuziner verfolge. Bezüglich der Internierung und Ausweisung der Juden aus Ungarn sagte Exzellenz Apponyi, baß cS sich nicht Um ausschließliche Internierung und Ausweisung von Juden handle, sondern mau fahnde auf die Bolschewiken, von denen man daS Land nicht nur im magha i'chen, fvndern im europäische« Interesse säubern müsse; natürlicherweise werde.« die Juden aus den oberwühnten Gründen schärfer kontrolliert und mehr als dir anderen deS Zusammenhanges mit kem BolschewisUS veedLch igt. sich die Verfolgung der Juden, somit die ungleiche Behandlung eines Teiles ihrer Bürger vor dem Gesetze zum Programm macht, mit dem europäischen Gewifsett sich in össentltchen Konflikt setze» und daß die menschliche Gerechtigkeit sich bald dagegen auflehnen wär e, sagte Graf Apponyi, er glaube nicht, daß sich eine Regierung, die sich die Judenverfolgung zum Programm fetzte, auf. die Dauer halten könne, da dies den SfciiP zipien^er Gerechtigkeit, Gleichheit und Freiheit zuwlderläuft, für welche Ideale er immer eingetre en sei, aver es werde eben.eine gewis'e Zeit vorübergehen müssen, bis sich der Haß des durch die Bolschewiken so vielfach! betrogenen und in den Wurzeln seiner Existenz ge- Auf die Einwendung, daß eine Regierung, die schädigren Volkes gelegt haben wird und die Juden wieder die S ellnng einnehmen wer er, die sie Im Wirtschaftlichen und politischen Leben in Ungarn immer eingenommen haben. . * Graf Apponyi irrt sich, wenn er glaubt, durch so billige Red n'arten darüber hlnwegdommen zu können, daß seme Regierung sich so schändlich an den Grundsätzen der Menschlichkeit vergeht. Wenn das Volk die Juden für Bolschewiken erklärt, so verdankt es diese Anschauung der Regierungsagitation, und wenn es die Juden.als Bolschewiken ermordet, so tut es damit nichts, anderes als die Regierung, deren Galgensys e n schon längst für ganz Europa ein Greuel geworden ist. An der Verantwortung h'ersür nimmt jeder Teil, der das Seine zur Klärung und Beruhigung beilragen könnte Kind dies nicht tut, teils »veil er im Herzen den Judenmord billigt, teils.weil er sich nicht unpopulär machen will... Auch Graf Apponyi wird in Paris an seine intellektuelle Mitschuld erinnert werden, obwohl vier weil er „nur" Mitglied der Friedensdelegatlon ist. Der RuLtritt Bttirrskis. Ans Warschau schreibt man uns: Die Berufung he- KabineltS S k u l s k i hat fich noch früher, als man erwarten durfte, wieder nur als nne Verschärfung der Kufe und kerne Lösung erwi-sen. Im Gegenteil. Im fjusammenhange mit dem KablNkttöwechsel brach eme heilige Fehde zwischen dem ehemalige« Mtnistnp äfideNlen P a d r r e w s k > und dem Frnan mnrster A r l i n S k i aus, deren Streu doch auch den unmittelbare» Anlaß zur Kabinettskrise gebildet halte. Aber auch sonst wäre bet Sturz des Ministeriums mcht aufzuhaüerr gewesen, well die persönlichen Animositäten innerhalb de- Kabinrtts seine Entschlleßnngssähiakeit vollständig lahmleatm. ES scheint jedoch, daß Bümsti den Ausbruch der Krise beschleunigte in der Erwartung, eme günstige Konjunktur für seme Mlnister» vrafidentichasl herbeifühten zu können. Er beging b« seine« seinflfsponnenen Kombinationen einen Fehlet, zu dem er fich anläßlich des Rbschiedsempsanges der Beamten feines RestortS öffentlich bekannte: er rechnete mU der Verläßlichkeit deS Abgeordneten W t t o S und der von ihm befehligten Bauer«- frakiwnen, daS S t a p ' n s k,r - Fähnlein ausgenommen. Bümski glaubte, mit der W tos-Par tn, d-n Komervaiwen, der sogenannte» Partei der konst iu ionellen Arbeit be« wohlwollender Neutraluat dw Svz aldemokia en e ne arbeitsfähige MajüruLt auidrinäen z» können. D»eir,Kalkulation hat vollkommen fedlgeichlagen. Witowurde für einige Porr« eurlles im neuen Kabinett von der nationaldemokrarrschen Mehrheit gewonnen und ließ Brkinsü lallen., Der demütigende B-Ngang B.linsk s zu Wikos vor der Entscheidung Über das neue Kabinett, zu dem er fick offen bekannte, hat «hm nichts genützt. Dieser Mißrrfolq mußte BilinSk» sehr nabe gebe», dg er trotz seiner oroßen Erfahrung und seltenen Gewandtbett doch aus dem Gleichgewicht geriet. Seine Bemerfungen übe» PadrrewSkrunddessenFraurnder AbschirdSrcd« an seine Beamten haben seinem Ansehen rn den einfiußreiche» pol'lrschtn und gesrllichafltichen Krriirn Warschaus sicherlich sehr geschadtt. Ern ebenso fataler Fehler in politischer Hinsicht war der offene Br'ei BiliNskis an Glombmski. Dieser Brief war stseich* zeitig eme Hcraussorderung ber ganren nationaldemokratische» Parte». Schon b't riete Verbeugung vor der Entente, d»e Bilinsd in seinem offenen Pries machte, um den von GlombinSkr in tut« öffentl chen Veisammluiig gegen ihn gerichrrten Vorwnr» dtß »G e r m a n o p h > l r S m n s" zu wikerlegen. wirkte in der Orffcnllrchkert wie rrn großer taktischer Er'olg der Natronaldernokraten und konnte ihm bei se nen Anhängern rm Landtag nur schaden. B>l>nS» bekannte fich in drm Bnefr als ^dankbarer" Anhänger der Enten» und erklärte. m>t den geänderten Zeiten auckt ferne Änficht gurndm zu haben, fsn den Enlented plomaten in Warschau, schreibt BilinSky habe er freundliche persönliche Beziehungen unterhalten, Mit de» tranzöstichrn und englischen Kauileuten stand er rm e«St» grschäsilichen Verkehr. »Für dre Ausrüstung der polnischen Atmet habe rch in Frankreich für Hunderte von Millionen Erw kaufe gemacht. Mil England stand'rch rn B ehandlungen wegen Gründung einer englischen Bank für Pole«, Noch in den letzten Tagen twfertc rch der französischen Regln««- 20.<,00 Waggons Navhrhavrodukle. Sogar die Auslösung dn polnischen Devisenzentral ebabe ich zum gwße« Schaden des polnischen Geldmarktes auf Wunsch einer de> Ententemächte veranlaßt." Diese Geständnisse haben ihm geschadet. So schr e bt beisv weile der sozwüstrsche „Robornik": Dirse- Geständnis kompromittiert n'che nur Herrn von Btlinskr, sondern auch dre a«S» wärtige Polittk Polens: Welches erschreckende B>ld unserer , Unabhängigkeit* bat doch Dr. BillnSkt in seine« Brrese entrollt. Dre Berufung des KabrnettS SkulSkr hat» »« aus den angeführten Ernzeihriten hktvorgeht, sonnt d« Krise nicht gelöst» sie hat nur die Parreigegensätze vertiefe Dr» nationaldemokratische Mehrheit, die nach der AblvliNeruna der Baunnirakrron ziemlich kleinlaut wurde, fitzt nach dem laktrmev Erfolg, zu dem ihr B'iinStr mittelbar verhoben hatte, wrrdei fester rm Sattel, rhr Ansehen beider Entente ist gestiegen. Ru» wird der Parteikamps wieder vo« vorne aniangen. weil d e sogenannte« ,germanovb>len" Parteien wieder stark in- Hintertreffen gerieten und alle Anstrengungen mache« werden» ihr« frühere Positron wieder zu erlangen. Die Ententetruppen tu Ostsiblrten. Der Pariser Bttrchterstatter de- «Daily Herülb* «rsähck über d.i Zahl der Enlcntrt,uppen, die in Oststbtrren i« Armeeverbände Kottschak Dienst tun: Es gibt gegknwärtig ,n Ostfibirre» 85.000 Japaner, YiO;) Amerikaner. 4500 Serben, 9500 Pole» 16Ö0 Letten und 2 >00 Rumänen neben etwa 50.000 Dchecho« Slöwa'en, die auf ihre Heimbesörderung in Wladiwostok warten sowie e nen kle ncn Kontingent von Annamrirn als Vertreter d« französtichr« Wehrmacht. Einer Mklou»-- drS ,Darly Hcrald* at wrrd in England großzügig Munition bergestellt für bi» lien Gegenrevokirtionäre. Das Blatt fragt, wer.drei« Munition bezahle oder vb das die Unterstützung sei, die General Denilin von England gewährt wird. Eine einheitliche parlamentarische Vertretung der Slowakei. AuS Prag wird uns berichtet: Anläßlich der dem Minist« für die Slowakei S ck r o b a r vom ilovalische» Klub dar« gebrachten Reujahrswünsche h'elr der Brzeprandent de» slvwaki- «chen KlubS C h o l e k eine Ansprache, rn welcher er folgend« Ertläruna abaab: Mit Rücksicht aus dre baldW Mahl devellä»