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Wiener Morgenzeitung · 1920-01-08 · Heft 346 (8.1.1920) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 346 (8.1.1920)
Date
1920-01-08
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr 848 Wien. Donnerstag Palais wird sich zwischen Porte Molitor und Porte Saint- Cloud erheben. Die Kosten werden zu einem Drittel von der Stadt Paris und zu zwei Dritteln vom Staate gedeckt. Man rechnet damit, daß der Bau. dieses grandiosen Wertes in vrer Jahren fertiggestellt sein wird. Die Dimensionen des neuen Palastes sind'selbst für amerikanische Begriffe autzerordzitliche, da derselbe laut, den vorliegenden Plänen 1400 Fuß lang, 370 Fuß breit, 175 Fuß hoch sein, 19 Acker Land bedecken und rnmiften eines 20 Acker großen Parks stehen wird. * II» Olympia-Maslrnredoute zugutrsien der Nettungsflefellfchaft findet Samstag den 10. d. M in den Olympia-Solen. I.. Roibgasie, Zugang Nolcnturmsiraße 19, statt Begmn VS Utn\ Ballorchester W a c c f unter seiner persönlichen L 'tung. T'inmlrangrm nt Professor V. R ivb fti ft einet. Maskeuschöiiheltskonkmi ent. Damen.: Kostüm oder Abeudloill-tte mit Mask^. H'nen: Kostüm, Frack, Smoking, eventuell Waffenrock m t Maske. Karicnvorverkauf bei Kehlendorfer, Mozarthaus, Herznransky sowie bei der Olympia. BereinsnachriHten. lN a ch r i ch 1 e n von B eret neu e r I d) e t n e n a « 8» « a h ms los nur am T a ge d er L eran staltung.) H e v t t.: Z i o nistisch e Sektion für die west- I i ch e n B e z k r k e W r e n s. 7*7 Uhr abends im Berbandsheim, Proscssor Dr.^S. Kraus, Bo» trag. — Verband der jü d t s ck e n I n v a l r d e n und Hermkehrer in Wien. Präzise 4 Ubr nachmittags Zusammenkunsi der Mitglieder. im Verbandslotale. ll, Obere Donaustraße 65/4. Mitgliedskarten find mmiudringen. — Sektion «Jung Juda", I. T. B. M a k k a b i X. 6 Uhr abends, Saal des Ingenieur- und Archrtckierrvereines, I., Escheubachgasse 9, zweiter jung-jüdiichrr Abend. 1 Briefkasten der Redaktion. . I F. A. Lecher nicht geeignet. Kommunales. Bevorstehende neuerliche Erhöhung aller Städtischen Tarife. Mne.neue Hiobsbotschaft steht der Bevölkerung Wiens.bevorDie neuerliche Erhöhung der st ä d t:i s ch e n T.a r i f e. Diese Botschaft ist zwar ' noch nicht offiziell verlautbart, es sind auch noch nicht konkrete' Vorschläge von den einzelnen' Direktionen der .städtischen Unternehmungen gemacht worden, aber. sicher ist, daß man im Rathause sich vor die Notwendigkeit gestellt sieht,, die Erhöhung der Tarife in Erwägung zu ziehen. Es sind heute gerade acht Tage verflossendaß der ^traßenbahntarif von 60 Heller auf eine Krone erhöht worden ist, und die jd/on vor der Erhöhung laut-gewordenen Befürchtungen,, daß diese Maßregel trotzdem nicht imstande ■ fein werde, das große Defizit auchsüm anüahernd. zu,^0eck^n,tMeinen. sich nun gar zu bald zu. erfüllen. Die Ursache dieser neuerlich drohenden Erhöhung ist wieder in den Forderungen der Angestellten zu suchen. Die städtischen Arbeiter sind ftänftich mit den Köllektivverträgen unzufrieden, weil sie nach, ihrer. Ansicht in vielen Fällen von der gleichen Behandlung mit den übrigen städtischen Angestellten durch, diese Verträge ausge.chlossen sind. Sie verlangen die Aufhebung der'KollektiovertLäge, Einteilung ins .bestehend^ Grupp en st) stem derstädtischen Angestellten, Nachzahlung der Äisferenz des .ihnen und den übrigen 'stäMsch.N" Angestellten gewährten letzten Änschafsungsbeitrages (1560 gegen 600 Kwnesi) und' Zuerkennung 'der. .gleitenden Zulage.'. Von. diesen'..'Förderungen steht übÄgriis. .die gleitend^ Zulage für chen Monat Februar bevor. ' /Die Erfüllung all dieser Forderungen, welche wohl nich. mit Unrecht ist den steigendest, Lebensmittelpreisen und den.verteuerten.'Lebensbedingungen' Überhaupt, ihre Begründung finden, muß' natürlich das Budget der 'pädit'chxst', Untel'nehstnt'ngön' enorm belasten und zweifellos zu 'neuen Erhöhungen führen, die schon in absehbarer. Zeit.zn erwarten sind. Eine andere 'Bedeckung, als.- - durch - U berwälzui g auf die Krn'um'stl'cnsch int / manim Ra.haus vorläufig''nicht zu suchen. Dort hat man sich ganz die mechanische Aufsagung des alten. Systems zu eigen 'gemacht,.-die alles aus den Konsumenten legt und sich im.' übrigen ° nicht gerne Pen Kopf zerbricht. '^Die Erhölüngen"sollenji5) auf Gas, Ele.ktrizit"a t und Straßenbahn erstrecken. Brrechnu 'gen -,-übtzk die Art der Erhöhung liegest, wie wir erfahren, 'nöch-nicht vor, aber die verantwortlichen Personen werden diesmal sehr vorsichtig kalkulieren müssen, um /den 'Bogen nicht zu über spannen. Die Ewährung. Der Marktbericht. ‘ D^ Mäisie boien gestern wieder ettt t rostlose s Bild. Angebote standen eigkliUicb überhäupi nur aus den G r ü n- . w ä r e n m ä r k t e it m Beifügung. Gärtirerwärrn kamen nur m verschmmd n.d kleinen Mengen am den Markt, dagegen waren &>e answärtiacn Zufuhren etwas günstiger. Man e» hielt wenigstens Weißklam, Kohl und KohlrMrr ,n genügenden OuarMtälen. In der G r o ß m a r k t h a l l e fand gestern überhaupt kern.Verkauf statt. Zur Verfügung stand bloß eine ganz Herne Menge von Würsten und Klippfischen. Mit der Bahn find gestern fite*; -die; Oxopmarkthallr' 197 Tonnen amerikanisches Rmdsseisch angÄangt. . ' Schweizer Liebesgaben für Wien. " Am 3. d. Alk ist am Wiener Wrstb>hnhof ein vom Comitd 1 löm»tion»l de S» ceut» aux 6> s" t», das unter dem Schutze der schweizerischen Regierung steht. vigannierier Zug, bestehend ans 17 .Waggons mu Lieb shaben, aus der Schweiz emgeirossen. Er. Mthäll zwei Waggons Mehl, zwet Waggons Kondcrrsmitch, Wiener Morgenzettmrg einen Waggon Grieß, emm Waggon Kindcrmehl und Schokolade- Pulver. emen Waggon Fleiichkonserven. zwei Waggons ver uhredener Leb'Nsmiit'l. wie Tewmarerr Fett, Re-s, Hastrssockrn. ferner m,t Verbands'offc sowi' sieben Waggons Kind^rwäsche »md Winterkleider. Der Zug ist von e ner schwerrctischen M>likäreskorte begleitet und bewacht. Der den Zug begleitende Kommissär des Komitees, Herr O:kar B <- o S h a r t aus Bew. ww de vom 'chweiznisthen Gesrnd'en Bouraeart und vom Bürgermeister Reumann e,np angen. Letzte'er Wrach seinen Dank aus für diese neue Gabe der schweizerischen Bevölkerung. Erster Wiener Konsumverein. D-e A'-e-gbe der eingete'lten Waren erfolgt in dieser Woche für die erste Gnrpve der M'igl'eder Mittwoch, für die zwei-e Donnerstag, inr die dritte Freitag und Samstag. Zur Abgabe gelangen: Mck)!, Sckmalr. Zwuback, Heringe, Marmelade Salz, Kerzen. Täglich ,n allen Beiset'le'ststellen : Reisstärke, Kunsthonig, G mllse. Aepfel, Sanerkraut. Sal gwken. t?Lcbwarenabte lung, l. Hohenstaufenyasse 15 r Abgabe an sämtl'che Mitglieder gegen Vorweisung der Mckgliedskaite oder des Mitgliedsbuches, und zwar Webwaren aller Art und Schuhe. W. I. W. Freitag den 9. d. M von 9 bis 11 Uhr blau, von 3 bis 5 Uhr ror; Samsiag den 10. d. M. von 9 bis 11 Uhr gelb, von l l b.s 1 Ubr grün. GEDENKFEIER zu Ehren der im Weltkriege gefallenen Juden Sonntag den 11. Jänner 1920, halb 11 Ubr vormittag», im grossen Konzerthaussaal, III., Lotbringerstrasse 2a fiUT* Jeder aufrechte, wahrhafte Jude hat die Pflicht, zu erscheinen I '•B Kartenrotverkauf n. a,s Guttmann, I., Kärntnerring 3t »A'da“, K.. Tabor, straese 5; Bnehhandliing Läwlt, i., Hotentarmstrasse 28; Verband der jfid- Invaliden und Heimkehrer,. II., Obere Donaustrasse 65, Tür ■*. 419 DasReinerträgnis fliesst dem Hilfsfonds der jüd. Kriegainvaliden zu Bühne und Kunst. Kunstausstellunzen. I. Mit der Gebärde des Protestes ist die „Kunstgemeinschaft" vor kurzer Zeit ins Leben gerufen worden. Wir schrieben damals schon, daß die Tendenz der Gründer nicht lange Vorhalten würde und daß der Gedanke der Abwehr gegen die Eigenmächtigbeit der großen Kunstvereinigung zu nichts anderem führen könne, als eben zu einer neuen Bereinigung, in deren Schoß alle die Erscheinungen, die hier Gegenstand de? Angriffes bildeten, sich wieder von neuem abspieien müßten. Der reale Gewinn des Unternehmens bleibt vorlüufia die Bereicherung der Kunststätten Wiens um ein neues Ausstellungslokal, das Palmenhaus nächst der Burg, in dem sich die gezeigten Arbeiten in sehr geeigneter Beleuchtung präsentieren. Bildhauer Karl Gelles, der Schüler Rodins, ist der spirituelle Urhob/r dieser Au . stellun e i. Er selbst ist mit kleineren Plastiken vorzüglich verirrten, während als größtes bildhanerisches Objekt ein massiger Männerakt von Rudolf Weigl in der Halle dominiert. Eine Porträtbüste Monfredas von Popper -Lynkeus sä.lt wegen des Gegenstandes. auf. In der reicht eschickten Gemäldeausstellung gibt es.Unter vielen Mittelmäßigkeiten einige Individualitäten, die des Bern eitens wert sind: Heinrich Mauer, der durch Verträumtheit und Innigkeit sympathisch wirkt, Hans Nöbauer mit hübschen Landschaften, darunter einem poesievoll gesehenen „Jüdenviertel in Kowno", Ernst Huber mit kraftvollen Stilleben und Adolf Waag ner, der seine Knabenstudien in allen denkbaren Formaten fortsetzt; die Arbeiten Walter Fraenkels leiden an kompositionellen Mängeln. Gute Porträts zeigten Marianne H a it § nt ü it n und Tom Dreger. Ge sch mack und Können zeichnet des weiteren die Arle'ten von Elisabeth Jung, Johanna Stöckel, Alphons Barth, Klara Sulz er, Rudolf Veit und Ludwig Heßhaimer aus, wogegen wir über die zahlreichen Attentate an'eror Aussteller geg.'n den guten Geschmack mit Stillschweigen hinweggehen wollen. II. Der Ocsterreichisch' Künstlerbund beiWawra vertritt jene Tradition, die noch lebendig ist, aber einem sanften Tode entgegengeht. Auch hier ist einiges Erfre.rliche zu sehen, wie die Temperabilder von G r ö l l, Inter e irs von Malva Schalek und Emma Löwen stamm, die Landschaften von Karl Tuzek und die Holzslulpturen von Z e lezn y. Anton Konrad S chm id ts L ndschaften lösen gewandt schwierige Beleuchtungsprobleme. Die ausgestellte Graphik erhebt sich nirgends über das Niveau solider Handwerksarbeit. —l. Aus den Theater«. Im Bnrgtheater prlirntzt nw^rn Freitag »Der l e b e n d e L e i ch n a m* zur Aufnihrung. Beü'nn VS Ubr. Im Operntheater wnd morgen Freitag t e Entiührung aus dem Serail" grsprelt. Beginn %6 Uhr. In derBolkSoper wird morgen Freitag ,M a r i a v o n M a g d a l a" gegcben. Beginn 6 Uhr. Im Carltheater findet SamStag den 10. d. M. um b Uhr nachmittags die Erstaufführung der Dperette „GroßstadtinSräwn" von Bruno Harot und Erwin Weil!, Musik von Richard Fall, in den Hauptrollen mit den Damen Fedi Ferard, Pvlly Koh, Esti Hügel und Poldi Wilczek, sowie den Herren Franz Fe.ix, Ernst Nolls, Ernst Arnold statt. Das Werk wurde von Direktor Miksa Preger in 'Szenegesetzt. Die musikalische Leitung hat der Koüivouist^ im Vereine mit Kapellnicister Holzer« 8. Jänner I92Y Seite '$■ - ... - in ni.enariniiii.--~. Größte Auswahl!, j Billigste Preise * 1 610 I Biberstraße 9. j Im Deutschen VolkStheater wird morgen Freitag „Der Schlafwagen kontrollor" aufgeführt. Beginn 6 Uhr. — Drmnächst wird „M a d a m t San. sGsne" m den Cpiclrlan ausgenommen. Frau Roland als Catherwe, Herrn Werner-Kah l e als Napoleon,Herrn Kutschern als Leseöre, Herrn A S k o n als als Foückiö und Herrn S ch l l d k r a u t als Gras N-nvperg, der bekanmlich in der ersten Wiener Ausführung über Befehl der Zensur Graf „Werther" heißen mußte. Die nächste Piemiere der K a m lsi e r s v r e l e ist Bruno Franks „Die Schwestern und der Fremde" mrt den Damen Wagner und B u k o v r c s und Herrn A s l a u in den Haupirollen. In der Re naisfancebühne sind die Probe« gm: nächsten Novliäk „D i e P e r l e n d e r K l e o v a t r a." von Franz Hrrczeg im vollen Gange. Das neueste Lustspiel Herezegs, m dem Harry Waldcn die männliche Hauptrolle spielt, erlebt a«' der Renarstancebübne ferne Uraufführung. Die Premiere ist für den 13. d. M. festgesetzt. § Freie jüdische Volksbühne. Samstag den 10. d. M. wird rm B ü r g « r t h e a t 11 „U h n a H e r m", Drama m 1 Akten von I. G o r d i n, aufgeführt. Beginn Vsd Uhr. Die ^Freie jüdische Volksbühne" veranstaltet am 17. d. M. eine Gecenkirier für A. W e i t e r, eines der jüngeren bedeutenderen Talenie der jiddischen Literatur. Der Dichter wurde während der Pogromzert. in Mmsk ermordet. Die Feier wnd durch eint Gedenkrede, gehalirn von Herrn Dr. E. W a t t e n b e r g, emgcleitet. Hierauf gelangt W e r t e r s Drama »Der S tlrner'^ zur Ausführung. __ Musikalischer Kurier. Das Hell 1 des % Jahrganges der von Dr. Max Gral redigrerren Mnsikzeitschrift entbäU Beitr äge von Dr. Max G r a t, Karl K o b a l d, Gnstad S ch u r, Dr. H. C. H e l l e r, Mustkbrrese usw. Ein neues „Theater der Fünftausend«' ist jetzt in M a n n h e r m ins Leben gerufen worden. Man spielte m dem riesigen Nibelungeniaale »Der verlorene Sohn^ von S ch m r d t b o n n. Es war ein erster Versuch, die machtlgs Halle Theaterzwrcken nutzbar zu machen. Ihre glückliche Form gewährt von last allen Plätzen aus einen guten Ueberblick rms> woraus cs in erster Lmie ankommt, ne hat sich für das gesprochene Wort als durchaus geeignet erwiesen. Wie weit es allerdings den künstlerischen Absichlen gerade dieses Legcndensprels rntsvricht^,m einen so gcwalrigen Rahmen gespannt zu werden, mag dahmgestellt blcrbcn. Iedmialls hat der brausende Erfolg für daS Exvenment entschieden. Auf blendenden dekorativen Aufwand hatke man verzichtet, denn brr diesen Drmerrsionen kommt'cs vur auf' große e-nwche Linienführung an. Eine von allen Seiten emporstrebende Treppe wurde von einem, nur durch einige Versatzstückr wandtungZiählgen manerarti gen Ausbau bekrönt, der zusammen mit der Trevpe ein wirksames Entwicklungsfeld für Volks- und Massenszenen ergab. /__ Sport. ©in Pariser Wettschwimmen. Am ersten Werhnachts« tag fand m Paris das Schwimmen um den von der Svürl- ^iiung „L'Arrto" gespendeten Weibnachtsbecher in der offenen S >ne statt. Die Temveratur dcs Wassers betrug nicht mehr als 5 Grad Reaumur. Trotzdem halten sich 18 Schwimmer ü» Start cingcmnden. 7 Bewerber wurden von der starken Strömung abgetrieben. Die Konkurrenz hatte riesiges Jniereffe hervorgerufrn. wer und Brücken der Seme waren mit Menschen übersät- Nngcfähr 50.000 Menschen dürften Zeugen des Wettschwimmens gewesen sein, das an die Abhärtung der Sportleute keine geringen Anforderungen stellte. Den^Sreg des über 600 Meter sührenderr Kampfes errang der französische Mcrsterschwimmer Pouillry. * Skistafettenlauf am Semmering. Der Oe. W. S. D eröffnet nächsten Sonntag, wenn es die Berlehrsverhältmsie gestatten, den Reigen seiner Rennveranstaltungrn mrt der Ablialmng des Skrstafetlenlaufcs um den Wanderpreis des ehemalige» Arbe tsministenums, dessen Ziel sich auf der Meiereiwiese am Semmering befindet. Ter Meldeschluß 'ür dieses Rennen towir für den über dieselbe Strecke iührrndcn Stasetlenlaui für Mittel schüler um den Wanderpreis der Frau Nelly de Riedmatlen ist heute. Der kürrrste Ay stieg zum Start von Steinhaus, woselbst sich auch den Teilnehniern die beste Nächtrgungsgelegenheit bietet.' Hotel Gesselbaner.'r Für die Rücksahrt eignet sich der Montag um 5 Uhr 52 Mm. früh von Gloggnitz abgehende Perzonrnzug. Die Terminliste des Hechawer für die Frühjahrssaison 1920 lautet: Februar: 29. Karsermühlen; Mürz: 7. Rvrnanra, 14. Bewegung. 2l. Armania, 28. Lagerhaus; Aprrl: 18 V'kioria, 25. Sportfreunde; M a i: I. Columbia, 9. Kad ma. 16. Unilas, 30. Typographia. Bet den Spielen gegen Kasse' mühlen, Romania. Armama. Lagerhaus, Sportfreunds Columbia, Kadima und Unitas hat Hechawer Platzwahl. . Gerichtssaal. Aus dem Kanal, zum Hochzeitsmahl. Eine gestern vor dem Bezirksgerichte Leopoldstadt öirW geführt: Verhonbkung brachte Äusschlüsse über die Verwertung der.aus dem unterirdischen Wien zutage geförderten^ Schätze, Der Kaufmann Josef B a ch^war wegen bedenklichen Ankaufes an» geklagt, weil er von dem Kanalräumer Johann S ch»i n k o > wicz Fundgegenstände, die dieser bei den RäumungSarbeite» aus dem Unrat herausgeklaubt hatte, angekaust und weiterverkauft hatte. Darunter . befanden sich auffallend viele silberne Löffel, fast alle mit der Märke . bekannter Kaffeehäuser versehen, was darauf schließen läßt, daß .beim Reinigen der Kaffeelöffel in den Kafseehänft«» sehr'viele Löffel mit dem Spülwasser ausgeschüttet werden. Der' Angeklagte erklärte sich für nichtfchuldig, weil-er der.' Ansicht gewesen sei, es handle sich um weggeworiene. wertlobe Gegetiständc, die der Kanalrärurrer zu verkaufen berechtigt sei. Aus der Zeugenaussage der Gattin dgS Angeklagten ging hervor, »daß dieser die ihm;; vorn Kanalräumer verkauften Löffel erst vom Kot und Unrat reinigen mußte. Dann wurde» sie we'tcrreriäuft und fanden sofort VerivendilKg, unter a»dz«m bei einem — Hochze itsmahle. Die Zeugin Lvtte S ch a r f gab an, sie habe von dem Angeklagten vierzig silberne Kinderlöfsel gekauft. —. Richter: Haben Sie vierzig Kinder? —- Zeugin: Stein. — R i ch t e. r: ' Tany. .brauchen Sie keine vierzig Kinderlösfel. — Die Zeugin. Wilbelrnine Kahn haß Leopold SteinhachWien, I

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