Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1920-01-08 · Heft 346 (8.1.1920) · p. Seite 3

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 346 (8.1.1920)
Date
1920-01-08
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
78% known words query
IRI
…/2979076-2979416-2979424--03045-2988631
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Nr. 346 Wien. Donnerstag Wiener Morgenzeitung /s: Jänner IW_ EU , Die Versasstlngsrcsorm. Linz, 7.-Jänner Die Besprechungen über die Grundzüge der.Berfassnng'reform wurden heute im Landesrat im Beisein des Staarsscttttärs Dr. M a y r fortgesetzt und m,Ende geführt. Von hier begibt sich der Staatssekretär nach St. Ve>t a. d,'.Glan, wo mit der Landesvertletimg Kärntens Besprechungen über den gleichen Gegenstand stattfindcn sollen. Der direkte Rechtshilfeverketzr mit Polen — aufgehoben. Staatssekretär für Justiz Dr. Namek hat den Gerichten einen Erlaß über den Rechtst) ilfcverkehr mrt Polen bekanntgegeben, in welchem es heißt: „Das polnische Justizministerium in Warschau hat seine Zustimmung zum 'u nmittelbaren Geschäflsverkehre zwischen den österreichischen Getichtsbehorden und den Gerichtsbehörden der Appellationsgexichlssprengel Krakau und L e m b e r g zurückgezogen und somit diesen unmittelbaren Verkehr e r n g e st e l 1-tJ Die Gerichte werden angewiesen, Zuschriften an die polnischen — also auch an die galizischen — Gerichte künftighin im vorge'schriebUen Weg'e ' dem Staatsamt für Justiz vorzmetzen, das dic 'WeitMitüü'g auf diplomatischem Wege veranlassen wird. Zuschriften polnischer Gerichte, die unmittelbar an österreichische Gerichte ge* sendet werden, sind unerledigt zurück z.u stellen. Im gegenseitigen Verkehre können sich die österreichischen Gerichte der deutschen, die polnischen Gerichte der polnischen Sprache bedienen? ...... Von der Wiener polnischen Gesandtschaft Warschau. 6. Jänner. Poln. Tel.-Agents Dr. Wilhelm Bind e r, Oberlandcsgerichisrat beim Obersten Gerichtshof m Warschau, ist zum Vertreter des polnischen Fmanzministeriüms bei der polnischen Gesandtschaft in Wien ernannt worden. Dr. Otto Lecher. Zu unseren gestrigen Bemerkungen über den deutschen Polilifer»schreibt uns ein Leser,' daß tue Großmutter Dr. Lechers mütterlicherseits/die. .Galttn des' cinstlgeü^ Arbeitsministers' des Jahres. .1818, Ernst Schwarz e r, eine Jüdin war. .Wir teilen dies für fleißige Slammbanmforscher mit, ohne aber äer Sache größeres Gewicht beizümesfcn. Telegramme. Clemeneearr künftiger Präsident der Republik Frankreich. Paris, 7. Jänner. Havas.) Ucbercinstimmenden Blätlermeldungen zufolge kandidiert MinisterpräsidentClcmevceau-nicht -für die Präsidentschaft: der Republik, doch/ scheint esr sichexdaß am 'Tage vor der Wahl Giuppen!.des .Senats und-der/Kammer m ihn dringen' werden, als Kandidat auftuttelen. i Es istwahrscheinlich, daß Clemenccau sich Nichtablehnend verhallenwird. - Andererseits geben d>e Blätter emmittig der Ansicht Ansdrnch daß .Millerand die Nachsolgcrschast C l e m e n c e a u s im M-imster- .prästöium übernehmen, werde. Wilsons Kampf lim den Völkerbund. v ' Paris» 7. Jänner. lHavas.) Lauteitlem Bericht der -..-New' Bork Times* wird Willon in der Botschaft/ din bei' dem ditzlomguschen Diner verlesen werden wird, einen Appell zu -Gunsten des Völkerbundes richten. Man glaubt, daß diö Botschaft den Anhängern des Völkerbundes Gelegenheit bieten werde, einen . me'ücn Ausruf an das Land zu richicn, damit cs-auf der sofortigen Eatrsikation des Vertrages bestehe. Zncksrmangel in England. Bern, 7. Jänner. Englischen Blättern zufolge'ist'die ^Zulterration in England.herabgesetzt worden und man erwartet noch für längere Zeit Zuckermangel und' hohe Preise. Die Sr^LusaWve. Mailand» 7^ Jänner. (Agenzra Stefanie Die Blätter M öffentlichen eine Mitteilung des französischen Botschaiters in Romdie ein französisches Dementi der Aeußcrungrn 'dcsi'Pnnzefl Sixtus von Parma .darstellt. In der Mitteilung wird' ausg'eführk, daß weder dem räsidenten Pomcars noch der französischen Regierung je der Gedanke gekommen sei, vor Italien etw'äs'zit verheimlichen; die französische Regierung habe rm Gegenteil^ Mner die Rechte Italiens gewahrt. ' . „Secolo" schreibt zu'dieser Mitteilung, sie komme-zur rechten Zeit, um den peinlichen Eindruck zu beseitigen/dev ditrch die Veröffentlichung der „Opinion" hervorgerufen worden, sei. Windrfchgrätz gegen Karolyl. Berlin, 7. Jänner. Wie die/B/Z. W'Miltäg" niitttzilt, gibt Prinz Wü ndrs ch g r ätz itt einigen Wochen ifft' Beilage Ullstein ferne Auszeichnungen über den Krieg und über das'Ende 'der Häbsbürger-Herrschäsk ur eincmBuche' heräüs/dUMpoliNsche Pointe nach der „B. Z" darin besteht, den' Grafen' Mchael -Ka r o l h i als feigen Jnlp'rator der. verhängiiisvöllen Separation, der Entenlepoluik OesterrelchrUngarns ünd des 'Landesverrates zu bezichtigen. Erhöhte Kohlenzüschübe airs' Kattswih. .. Berlin» 7. Jänner. Die TelegraphenDniow meldet/.ans Kattowrtz: Der Lester der nuttclenropa schen Kotzleickvmüussion, der atnerikänische Oberst Ruit, weckt abermals in Kastöwrh/um .hier wegen der Erhöhung der Kohlcuzufuhr jurW'i'e'n "tätig zu sein. Wie verlautet, sollen seine''.HMÜHnngüi' v'on'.Erfyla begleitet' sein. Am 9. d. M. finde! iif Kallowrtz eine Sitzung der Millelcüropäischen Kohlenkommissivn statt. Streik der derttschM BLSsicheruttgsbeacktsn. Berlin» 7. Jänner. Korr.-Bnr.) Der Zentralverbavd der Angestellten im Versicherungswesen bat für morgen den Begum < des allgemeinen Aussiandes für' Verl n und .ganz.Deuüchland festgesetzt. Es handelt-sich. m Berffu um 15.000 bis 1L.000.Arlyestellie, im ganzest Reiche ünr 80.000 ins 100-000 Angestellte. Dadie Gcncralngrniurcn der Bersicherurrqsgrsellschasteiüclreirsnlls -am Streck trilnehmrn. wollen, ..würde -sich dw Zalch , dev Ausständigen auf 150,000 bis 200,000 echöhein Die Dorpater VedhandkuWen. London, '7. Jänner. lTel.-Ko.MP.) Der Stackbalar-i ..TirncZ"-Korrcfpondent ^bcmlstet seinnu BIM über. die V e rz ö g e r n ttßtn auf derDorpäter Konsereiü:" Die Bol chewrl.n '»Mien dk DerhaM'ünge» rn die Länge jlU' zirhrni öhnr ir aendw e zü einer praktischen- Ltiüna »tr kvnimen: S'w VeMven löVc- An- AiÄtzck zn Bolscheivilnscher Frontbericht. Moskau» 7. Jänner. (Funkspruch.) An der Westfront heftige Kämpfe bei Düna b.,n r g. An der Südfront Jnd biß Roitrüppen im Gcb'wt von Kiew füdlich von WolödaM vdr^ g'etückt. In der Rlchtüüg Berdjansk wurde A lex a n d r o w s-k erobert. In deriRichtung-Taganrog dauertder Vormarschan- Südlich von Zarichn wird umden Besitz von Sar-opt-a gekämpft. An der Türkestänsront wurde der Kaspisce erreicht und Gurj'ew besetzt. An der Ostfront iüurde Atsch insck erreicht, wo diesiebente feindliche Uraldwiston' gefangengenommen wurde. An der Südfront wurden .Stadt und..Hasen von M a r i u p o l erobert und große Mengen von Kriegsmaterial erbeutet. Die finanziellen Schwierigkeiten in Jugossawien. SäWüiff, 7i Jänü'ebr (Tel.^Komp.) „Slövenec* Mdrt, daß wegen der Leere der Staaiskasfen ein großer Teil der Beamten- und Ofsiziersgebälter .gm 1. d. M.- nicht ausgezablt werden konnte. Mch" dke^Südbähn' habe nur eine Gehaltsanzahlung -leisten können.' Did Eikwänderung nach Brafitten. Basel» 7.^Jänner. (Tcl.-Komp.) Wie die „National- Zeitüng" . aus Rio de Janeiro meldet, sind Verhandlungen, im Gange, um das für die. E.i.Y.wandeiung'freie Land in'Brasilien zu ec Mitteln. Im Staate 'Minas Caraos soll für 400.000 Einwanderer-Platz Vorhänden! sein. B enesch über die Grerrzberichtigungen. :Plvag, 7: Jäsiner'. Heute' lteÄ?^ätionalveMmmlung WivtffWi’lÄA'1t i»-?‘ffi. im 3«airner Gebiet vor. Was die Möglichkeit Mange, irfiend'töelche GrDzmchMWn' jW MD bei >L>E ^Ententemächteir' durchzüseheck. —'' sägt die- MMortf— so'- nnisseder Minister mitteiM, 8Ä.ß ülä AststrenMngeü, weittte- Greüzbetichtiguügen zu'etlÄrg-ön, näch deü Berichten des Gesandten Osusky äüsfichtslos erscheinen. Es- Mibeeinzig und' allein die Tätigkeit der' GrenzbestimiMngskoNrMisfion äbzuwarten, die' än -Ortuüd -Siellädie GrenM bestimmeü! soll/ Da <a* t. »«"C f. -!L/H i’’' .f f (/>(« ÄW dlk' Vertreterder GrpßmäWe' Mf fm TerbiMiilin äusmetksanr zu- Mchäü,'- das' in -W: Jnt^rp'eMHion erwähnt sei. . Allerdings., müssä'.darauf- VNrwveseiitverdeü/däß die .Grenzenin diesen Gebieten ' bereitst: feststehen und daßdie Vertreter der- Eirtente'mächte' eine- Diskussidnvielleicht nicht Zulassenwerden: Die' Jnterpellättönverweistünte^ anderemdarauf, dgtz die Städt Hardegg' üttd- UingebüW än^ drd- Tschecho^Slölvakei nicht-angegstadert woroen sei,.-uns reAälttiertdäs Lerritorium hinter Vrbne oberhalb Hardegg gegen Chyje und Kärlslnst. D ie LebensmiLtelversvrMng der chch'schischeü Ln WieU Hmg,' f-' Jänner. (Nationakverfammlüng:) Im hcuiigen Einlaus-befindet-sich-die Antwo-rck-des- Ministerpräsidenten auf eirle..Anfrage betreffend die Sicherung der LebnrsniittelvsrsbrgMg' der tschechischen Bevölkervüa Oesterreichs, besonders Wiens. Der Ministerpräsidcnt>' et'Wrte, -will flkückstchll auf <dte^ heimische- Lebensmittekhet'fvHutt'g ^önne oas^. tschtzcho-sfowästsche Ver- 'pste'gMiflisterürln did EEh'rüii'g' sich crllf' eM Million beziffernden tschechischen' Minderheit Wiens niM- W)drn-' ^anzs abKseiest LäMch daß dies einen Eingriff' in die- Äachtssthäre -eines anderen Staates^ bleuten' wü'rdd. Es köriE sW alsv blÄP-um eiiie^ Zu^üste-^-handeln^ -JnEißs^.Rilcht'UiW sei Me lÄrobdstung^ übei? M- WMgeMgMp LlcheüsnmLMusführ 'heransgegÄen worden.. ..DM MWMite. RucksaEoerk^hr auf' Grustd' von' LecjitMatiÄEst',- me vM- AMröfter-' .-rerchifcheiv ts^ MÄ^-EatWnalaMWUßMs^WkHktbbrben,- werde -mchi^weiieoer-la-uht-sM-- da^ ermißb-rä-rlcht Md' den Zylldiensv Vedtzntend'erschltzerf habe. Smr, denkwürdige Kundgebunff für die ..stBA.8apMe^ MMsnhlk'r^chkuüg'eü. Telegramm der ungarischen Gelehrten, Künstler und Jour» nacktsteil än' Anestble FrÄsttck. Dei?' Präsident der Mgarischen Akademie her Äisssnfchüft, FraE Her-c-zeg,.Ehef-rÄ>akteNr Engen'v. Nakosi, llstiverfitätsprofefsor Zottan v. Beö'thh, Schriftsteller Reitsh, ' WfÄdaÜeur 4 und HräsitzM des' Vereines der Ungar) schen J'durstalisten Max M'a-r k'ü S und' Chefredakteur und Präsident' des ^azmänSverelneS' katholischer Schriftsteller und JoüLnallstenV Bela T ü r r richteten' an- Anato'lä'I ra n oe ein Tcregrämm/töor'in sie darauf v'ersveisen/daß mchk Sozialisten und" Nevolutivnäre in Ungarn zum' Tode' verurteilt worden seiest, sdndern Verbritzher.uNb' IM'd'er, ..Mit denen auch die Ungar ländische sozialistische Par-t-ei j'tzdL' Gemd-.nfchnft ' verleugnet: Das' gesHliW - ürigürifche Gericht habe sein' Urteil gefälltdas' auch von dem' Obersten ungarischen Gerichtshof , überprüft und bestätigt worden sei. Auch wir sind, heißt cs in dem Telegramm'' weiter, tief er- -schültertdaß inunserer sich nach Moden und Ruheschstend'en HaNpist'adt Todesurteile vollstrcckt werden nn'issen. Glauben Sie uns. verehrter Meister, daß auch wir uns glücklich schätzen würden, wenndie Todesstrafeüberhaupt abgeschäfft werden könnte,- allein diese schreckliche Zwangstnaßnahure ist n o t w c n d i g^ gewesen. Diesem Zustimmung zu den BudätzesM' Äastenhinrichtüttgen. dr- Merkwürdigcriveise auch im Namen der ungär- Hidischest" sozialistischen Pattei küiidg'egcb'en weiten kollnte, werden sich die Unterzeichnetem ebenso schämen muffen, cve die Kriegshetzer, die den Weltkrieg als »Stahlbad der Völker" rechtfertigen wollten. Widerlich und niederträchtig aber ist da- Augenverdrehen,- mit welchem das tiefgefühlte Bedauern über die »schreckliche Zwangsmaßnahme" «nz-gedrM!<MmMai&nwr Weltproduktion der geistigen Arbeiter im Zichre 1918. " >, .. ..Die Monatsschrift des. Berner internationalen BüreaUß des Verbandes ' zmn" Schutze des geistigen Urheberrechts hält isteiÄr ihrer - letzten Ausgabennetne interessante Stättsti« .-über die- Produktiondergeistigen Arbeiter in Europauns Amerika im Jahre 1918. Dieses Dokument besitzt, wenr es.' auch. ,nür. abstrakte .Ziffern enthält, einen großen Wettz w'en'n"eiwstäk-an - bäs Otüdium' der' Frage 'Mr Vetmmderun^ der' gtzistigM'' Arbtzit' <üs' Folge des Krieges hercmgStreteu werden" Wird.. '. :• Sieht man von Dänemark und', der S ch w e r z. avz so ergibt sich, daß Deut schland in diesem, letzten KriegÄ jaM hin/ichttlch der' literarischen Produktion am wemgstvj gelitten hat.- Die Zahl der in deutscher Sprache erschienen^ Mlbli-kationen'r (Deu'Lsch l'and, Schw-estz, Oe-sterrestM stieg im Jahre 1913 auf 35.07.8 Werke, sankdann rmf Jahre 1916 auf 23.000, im Jahre' 1917 auf 14.910,' MhßE iM Jahre' 1Äl8 die Zahl' der erschienenen Werk, 14.743 betrug, wobei die belletristischen, philosophischen'unj histoLischeN Werke sowie Arbeiten-über-Handel-und- Industrie gegenüber, denlvorangegangenen.Jahre an- Zahl zugenommest haben. Don den erschienenen Werken' sind 10.000 Originall drucke'^ dvr' .Nest Neuauflagen: Änbererseits betrug' die- Zähl d'evperMifchew' Druckschriften - im Jähw 1918^ zusammmf 20.000, um 4000 mehr als im- Jahre^ 1916. - Das. Deutschs Reich . ztzM vor emem Jahre 12.240 Verlagshäuser und IN' Dänemark' stiegen' die Neuerscheinungen von 3638 im Fahre- 1913 auf 4305 im Jahre 1'918, in der Schweiz woim-Jahre" 1917 insgesamt-1720- Werke gedruckt würdech stiegt diese Zahl im .Jahre-1918 auf 1764. Bemerkenswerl ist^' daß wahren^- Neuerscheinungen in deutscher Sprach« in dtt-Schweiz 'än' Zahl zunähmen, diejenige ist französisch« Sprache" in demselbM- Matze zurückgingen'. . . 1 Die N i ed-e r l« nd-e zeigen in den drei- Jahren 1916^ 1017 und 1.918 die -folgenden Ziffern auf: 3831 3951 — 3681. - , . In den Bereinigten Sta'aten weisen die Wer« ämerikanischer Autoren in den genannten drei Jahren ' auch einen Rückgang' att-f. -.Pie- Zahl sinkt ,.von- 9085 - auf 8107 und fchließlich stn Jahre 1918 auf 7686. In England ist' diese rückschrittliche Pewegung noch auffallender. DK allgemeine Produktion, die im' Jahre 1913 noch 12-378 Werkt betrug, sank im Jähste" 1917 auf 8131 und 1918 aüf- 7716, während die neuen Werke von A541 äuf608L zurückgingen. - . f S.p a'n i e'n,„has .int, Jahre 1913 eine Gesatsttäusgab« 'piM' 223-7' Publikationen' hatte, brachte' im Jahve 1918 nicht Mehstals 1-2V9- ,Äirs WsrkLr <tüff den Markt. Ist I t a-l-i e n - ist die- Produktion ' von- 1-1-.1Ö0^ aust .5401 zustüm gegangen. . . . Groß ist det" Rückfall auch' irr Frankreich',, das mf Jahre 1913 noch 11.460 neue Werke herausbrachte^ Doick ging die Produktion im Jahre'1917. auf 5054 und 1.9.1L auf 4484 zurück. . Diek Kampf gegen öie BevölkernnssabnKhmÄ in' Frankreich. H Im Herbst 1917, als' die Kriegslage' für Fr'anm reich' ungünstig war, hat in der Sorbonne eine B« ratung., der' Delegierten aller großen Organisationen FräMreichs stattgefunden, die schließlich zur Gründung eines Zentralamtes für nationale Expansiori. führte Diese' Zentralstelle hat den Krieg überlebt und gehört heute zu den wichtigsten Organen des französischen öffentlichen Lebens. Sie ist dem Minifterratspräsidium!. angegliedert und steht -gegenwärtig unter der Leitung des' vor einigen Tagen ernannten Direktors Edmondl Ch aix. In seiner Programmrede, die- Direktor ChaiZ bei einem ihm, zu Ehren veranstalteten Bankett hielt) kam er auf die große Krankheit zu sprechen, die seit vielen Jahren an der französischen Nation nagt: aui die Bevölkerungsabnah me und die- Mittel zu ihrer Bekämpfung. Dieser Teil der Rede Edmond Chaixj war der interessanteste und' die Mittel, die er zur BiÄ kämpfllng dieses „schleichendenDoÜsmvchtzs" emPfiehÄ verdienen auch außerhalb Frankreichs Beachtung. - ,,-Mr müssen," sägt' Direktor Chaix, „unter allen Umständen eine Steigerung der l Bevölkerungszunähm« und eine Herabsetzung unserer Sterblichkeit herbeiführen/ denn die Bevölkerung scheint die große Gefahr, die uns droht, nicht zu kennen. Und sollte unsere Aktion nichi den gewünschten Erfolg haben, dann geht Frankreich! täglich' um einen großen Schritt weiter seinem .Ünt?r^ gang entgegen. Aber es genügt nicht, daß Menschest geboren werden. Man muß unter Aufwendung ßlfetj Willenskraft und aller Entschlußfähigkeit auch die.drei Geiseln bekälnpfen, die unsere spärliche Bepöl^runä dezimieren. Das sind: der Älkoholismus,- die.Tuberkulose und die durch Leichtfertigkeit und Ünwissenhell -verursachte Kindersterblichkeit. Die einzigen K mittel, die Erfolg verheißen, sind: Förderung des Unbe nehmungsgeistes durch raschegewandte f Anpassung otij die neuen UnterNehmungsmid-- Pvodüktionsmetho'dÄno Öekonomieim Geldausgeben und Wiederherstellung de^ früheren Hangäs zur' Sparsanlkeit wotz der, Be-) völkerungszunahme und .WMlich die Expansion nach außen durch geistige und wirtschaftliche.Bereinigungen im Mslande-. -i.-.;- , Die «ngitrifche KyLhia. Wie achöhrlich, hat' die RÄäktion des „Budäp'es! Hirlap", ein sonst seht errrstes Blatt, an dessen Spitze de Senior der ungarischen Publizistik und Präsident' Sei „Ollhon"-Klubs der üngä'rlänüischen Schriftsteller und Jou^ Misten, Eugen von Räkosi,- steht, die, Budapester «Thebe^ Frau Ludwig Bellaägh' de HüveS, aufgesu'cht, und Um d-i! .Horoskop für das' Fahr -1920 gebeten. Das Blatt bemerkt , die Prophezelhüng'en für das Jahr 1919 sich bewahrheite hätterü Der Kuriosität "oegen seien hier die wichtigste; -Stellen der Vorauösagungeü wiedergegcben: .Ich fühle es. daß der Horizontdes Jahres 1920 noü finster und voll schlverer Kämpfe sein wird. Sein kritischeste! Abschnitt schließt im Vlai ab. .Erst gegen» Herbst zu Rart siö die Gituatto«, «der erst im Jahre. 1ÄL1 gelange« wir ur der

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.